Der Kampf meines Verlegers gegen Zensur und Repression
Einigen Lesern ist bereits aufgefallen, dass mein neues Buch nicht über die üblichen Seiten und Links verkauft wird. Warum das so ist, werde ich hier erklären.
Ich habe gestern berichtet, dass mein neues Buch „Das Ukraine-Kartell“ ab sofort vorbestellbar ist und schon in etwa zehn Tagen ausgeliefert werden kann. Worum es in dem Buch geht, können Sie hier nachlesen.
Jetzt will ich nicht über das Buch schreiben, sondern erzählen, was Verleger und Autoren im heutigen Deutschland so alles erleben, wenn sie „unliebsame“ Bücher schreiben oder verlegen.
Zensur ist kein PR-Gag
Mein neues Buch kann über diesen Link bestellt werden. Wenn man den Link aufruft, findet man dort unter anderem diesen Hinweis:
„Wegen Zensurgefahr nur hier erhältlich, kein Verkauf auf Amazon oder ähnlichen Plattformen.“
In den Kommentaren habe ich gesehen, dass viele Leser das als Effekthascherei oder PR-Gag angesehen haben. Das ist jedoch nicht so.
Der Kampf gegen unliebsame Bücher und Verleger
Stammleser des Anti-Spiegel erinnern sich noch, dass meinem Verleger unmittelbar nach Erscheinen meines Buches „Inside Corona“ das PayPal-Konto mit zehntausenden Euro Guthaben gesperrt wurde. Mit dem Buch habe ich offenbar so tief ins Schwarze getroffen, dass der Verlag dafür sofort bestraft wurde.
Damit aber nicht genug, denn die Sperrung von PayPal war nur der Anfang. Der Verlag leidet unter einer wachsenden Repressionswelle, inzwischen gab es staatsanwaltliche Ermittlungen im Zusammenhang mit Werbemaßnahmen für meine Bücher und zahlreiche andere Zwischenfälle, die es für den Verlag äußerst schwierig machen, Bücher unter dem Namen „Thomas Röper“ zu vertreiben. Ich erspare Ihnen weitere Einzelheiten über die „Vorkommnisse“, die mein Verleger in diesem Zusammenhang seit dem Erscheinen von „Inside Corona“ erlebt hat.
Gott sei dank hat der Verlag juristische Unterstützung einer renommierten deutschen Medienrechtskanzlei, weshalb der Verlag meine Bücher bisher im Programm halten konnte. Für jedes meiner Bücher müssen vor der Veröffentlichung ´Rechtsgutachten erstellt werden und auch gerichtliche Auseinandersetzungen verschlingen viel Geld. Und selbstverständlich hat die Unterstützung der Rechtsanwaltskanzlei, der ich an dieser Stelle auch meinen Dank aussprechen möchte, natürliche Grenzen. Da ich weiterhin in St. Petersburg tätig bin, darf eine deutsche Kanzlei, die sowohl in Deutschland als auch in Russland aktiv ist, keine weiteren Mandate übernehmen. Meiner Ansicht nach eine weitere Aushebelung des Rechtsstaats.
Die Zensur greift also weiter um sich und der Ukraine-Konflikt hat diesen Prozess noch einmal beschleunigt. Sanktionen und auch offene Zensur, wie zum Beispiel von russischen Medien, haben die freie Meinungsäußerung in Deutschland und der EU erheblich eingeschränkt und auch meine Autorentätigkeit sehe ich in zunehmendem Maße bedroht, zumal die EU für Ende des Jahres bereits eine weitere Verschärfung der Zensur plant.
In dieser Lage hat mein Verleger einen ungewöhnlichen Schritt gemacht und den Vertrieb meiner Bücher in „freundlichere“ Länder Osteuropas verlagert. Nach langen Überlegungen und Vorbereitungen erschien das als die einzig vernünftige Lösung.
Künftig werden meine Bücher daher aus dem osteuropäischen Ausland vertrieben. Neue Titel erscheinen unter der Verlagsmarke Nestor Verlag, welche sukzessive auch den Vertrieb der alten Bücher übernimmt. Durch eine in Zukunft separate Aufteilung von Verlag und Logistik auf verschiedene Länder innerhalb und außerhalb der EU hat sich der Verlag für alle Eventualitäten abgesichert. Aus juristischen Gründen möchte ich dazu nicht mehr sagen.
Aber nun kommt die gute Nachricht
Für Sie, liebe Leser meiner Bücher, ändert sich praktisch nichts. Dank einer gut durchgeplanten und effizienten Logistik bleibt die Lieferzeit unverändert, und auch die bequeme und risikofreie Zahlung per Rechnung nach Erhalt der Bücher bleibt weiterhin bestehen.
Ich freue mich, einen Verleger gefunden zu haben, dem der Schutz der Meinungsfreiheit genauso wichtig ist, wie mir, und der solange es irgendwie möglich ist, dafür sorgen wird, dass Bücher von mir weiterhin ihren Weg zu den Lesern in Deutschland finden.