Emir von Katar reist vorzeitig ab

Gipfel der Arabischen Liga: Einigkeit, zumindest fast

Der Gipfel der Arabischen Liga war in fast allen Punkten von demonstrativer Einigkeit geprägt, allerdings ist der Emir von Katar ohne Angaben von Gründen vorzeitig abgereist.

Das derzeit stattfindende G7-Treffen interessiert Analysten nicht allzu sehr, denn erstens verlieren die G7 weltweit an Einfluss und zweitens sind deren Erklärungen schon vorher klar: Russland ist böse, China muss eingedämmt und die Ukraine muss um jeden Preis unterstützt werden, nur die G7-Staaten stehen für Demokratie, die ganze Welt muss ihrem Beispiel folgen und das westliche System übernehmen und so weiter und so fort – man möchte fast sagen „bla-bla-bla“, weil all diese Losungen so Papageien-artig wiederholt werden.

Wesentlich interessanter war für Analysten das gleichzeitig stattfindende Gipfeltreffen der Arabischen Liga, denn die arabischen Staaten sind dabei, sich von den USA zu emanzipieren. Es war interessant, zu beobachten, wie Assad empfangen wurde, es war interessant, deren Erklärungen zur Ukraine und zum Iran zu hören und es war interessant, wer sich über Assads Rückkehr in den Kreis der „arabischen Brüder“ anscheinend nicht gefreut hat.

Das trifft anscheinend auf Katar zu, denn Katar war eine der treibenden Kräfte beim Auslösen der Unruhen in Syrien, weil Assad sich geweigert hatte, den Kataris den Bau einer Gaspipeline nach Europa zu erlauben. In Katar scheint man immer noch eingeschnappt zu sein.

Die russische Nachrichtenagentur TASS hat eine Zusammenfassung der wichtigsten Themen des Gipfels veröffentlicht, die ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Assads wird herzlich empfangen und die unerwartete Abreise des Emirs von Katar: Der Verlauf des arabischen Gipfels

Das 32. Gipfeltreffen der Arabischen Liga ging am Freitag in Dschidda, Saudi-Arabien, zu Ende. Die arabischen Staats- und Regierungschefs und die Delegationsleiter verabschiedeten eine Abschlusserklärung mit mehr als 30 Punkten, die die wichtigsten Themen der Tagesordnung betrafen.

Das Gipfeltreffen wird als das erste arabische Gipfeltreffen seit 12 Jahren in die Geschichte eingehen, an dem der syrische Präsident Bashar al-Assad teilgenommen hat. Die meisten Teilnehmer begrüßten, dass Damaskus seinen Platz in der Gemeinschaft wieder eingenommen hat. Der Gipfel verlief jedoch nicht ohne Skandale: Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, verließ den Gipfel unerwartet und ohne Erklärung.

Die TASS hat die wichtigsten Themen des Gipfels der Arabischen Liga zusammengestellt.

Assad wird empfangen

Der saudische Kronprinz und Premierminister Mohammed bin Salman Al Saud aus Saudi-Arabien begrüßte die Teilnehmer im Ritz-Carlton Hotel in Jeddah, bevor der Gipfel begann.

Arabische Medien berichteten über die freundschaftliche Umarmung zwischen dem syrischen Staatschef und dem Kronprinzen, als sie sich trafen.

Die arabischen Länder seien erfreut, dass Assad an dem Treffen teilgenommen habe und dass die Liga beschlossen habe, die Teilnahme syrischer Regierungsdelegationen an den Sitzungen der Organisation wieder aufzunehmen, sagte Mohammed bin Salman Al Saud. Die Länder der Arabischen Liga hoffen, dass die Wiederaufnahme von Damaskus in die Liga dazu beitragen wird, die Stabilität in Syrien aufrechtzuerhalten und das Land zur Normalität zurückzuführen, fügte der Kronprinz hinzu.

Die Abreise des Emirs von Katar

Scheich Tamim bin Hamad Al Thani hat Jeddah noch vor Abschluss des arabischen Gipfels verlassen, wie sein Büro mitteilte. Offizielle Gründe für diese Entscheidung wurden nicht genannt. Einige arabische Medien behaupteten, der Emir von Katar habe den Gipfel verlassen, weil er mit dem Auftritts Assads unzufrieden war.

Ausländische Einmischung

In der Abschlusserklärung bekräftigten die arabischen Staats- und Regierungschefs die Notwendigkeit, die Einmischung des Auslands in ihre inneren Angelegenheiten zu unterbinden und die „Werte und Kulturen“ anderer Völker zu respektieren sowie die „Unabhängigkeit und territoriale Integrität“ der Staaten anzuerkennen.

„Das Wichtigste ist, dass die Völker [der arabischen Länder] ihre Angelegenheiten selbst regeln und ihre inneren Probleme lösen können“, so der syrische Staatschef.

Frieden in der Region

„Wir versichern den Nachbarländern und Freunden im Westen und Osten, dass wir uns auf den Weg des Friedens, des Guten und der Zusammenarbeit begeben“, betonte der saudische Kronprinz. Die arabischen Länder werden nicht zulassen, dass die Region zu einer „Arena der Konflikte“ wird, fügte er hinzu.

Der Gipfel, so Assad, „markiert den Beginn einer neuen Phase gemeinsamen arabischen Handelns für Frieden, Entwicklung und Wohlstand“.

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abu al-Gheit, rief die arabischen Länder dazu auf, angesichts der „Polarisierung auf der internationalen Bühne“ an ihren gemeinsamen Interessen festzuhalten und sie gemeinsam zu verteidigen.

Der Konflikt in Syrien

Die arabischen Länder bekräftigten ihr Engagement für die Wahrung der Souveränität und territorialen Integrität Syriens, heißt es in der Erklärung. Sie betont „die Notwendigkeit, praktische und wirksame Schritte zur Lösung der Krise in Syrien zu unternehmen“ sowie „die Bedingungen für die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge“ in ihre Heimat zu verbessern.

Die palästinensische Frage

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, einzugreifen, um das Vorgehen Israels zu beenden.

Er erklärte, dass der Kampf des palästinensischen Volkes „gegen die israelische Unterdrückung und Aggression“ weitergehen werde.

In der Erklärung des Gipfels heißt es, dass die arabischen Länder die Bemühungen um eine gerechte Lösung der Palästina-Frage verstärken wollen.

Die Krise im Sudan

Die arabischen Länder sprachen sich dafür aus, „auf jegliche Einmischung in sudanesische Angelegenheiten zu verzichten, um den Konflikt nicht weiter anzuheizen“, heißt es in der Erklärung. Sie riefen außerdem dazu auf, dem Dialog und dem Erhalt der nationalen Institutionen des Landes Vorrang einzuräumen.

Dafaallah al-Hajj, Sonderbeauftragter des Vorsitzenden des sudanesischen Souveränen Rates, erklärte, die Armee werde den Mitgliedern der schnellen Eingreiftruppe (Special Forces) verzeihen, wenn sie ihre Waffen niederlegen.

Nach Ansicht des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi deutet „die sudanesische Krise auf einen langwierigen Konflikt hin, dessen katastrophale Folgen den Sudan und die gesamte Region treffen werden, wenn er nicht eingedämmt wird.“

Die Beziehungen zum Iran

Die arabischen Länder bekräftigten „die Bedeutung des Ausbaus der Zusammenarbeit mit dem Iran auf der Grundlage der Prinzipien der guten Nachbarschaft, der Nichtanwendung von Gewalt oder Androhung von Gewalt und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der arabischen Länder“, heißt es in der Erklärung.

Die Normalisierung der Beziehungen zwischen Riad und Teheran würde sich positiv auf die Lage in der Region auswirken, sagte Kronprinz Mashaal al-Ahmad al-Sabah von Kuwait.

Der Konflikt in der Ukraine

Die arabischen Länder halten sich in Bezug auf die Ukraine-Krise an den Grundsatz der „positiven Neutralität“ und bemühen sich um die Aufrechterhaltung der Beziehungen sowohl zu Moskau als auch zu Kiew, erklärte der saudi-arabische Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud. Ihm zufolge wurde der ukrainische Präsident Wladimir Selensky zu dem Gipfel eingeladen, damit die arabischen Staats- und Regierungschefs die Position der Ukraine zu dem Konflikt hören können.

Saudi-Arabien bemühe sich, die humanitären Folgen des Konflikts in der Ukraine zu mildern, sagte Mohammed bin Salman Al Saud bei seinem Treffen mit Selensky. Der Kronprinz bekräftigte, dass Riad bereit sei, zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln, um den Konflikt beizulegen.

Selensky hat Mohammed bin Salman Al Saud und den irakischen Premierminister Mohammed al-Sudani zu einem Besuch in der Ukraine eingeladen.

Libyen

Der Vorsitzende des libyschen Präsidialrats, Mohammed al-Menfi, forderte die Liga auf, sich aktiver dafür einzusetzen, dass in diesem Jahr Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Libyen abgehalten werden.

Die arabischen Länder bekräftigten ihr Bekenntnis zur Souveränität und territorialen Integrität Libyens und lehnten jede Form der Einmischung von außen in die inneren Angelegenheiten des Landes ab, heißt es in der Erklärung. Sie wiesen auf die Notwendigkeit einer umfassenden nationalen Aussöhnung hin, um die Spaltung der libyschen Gesellschaft zu überwinden“.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

20 Antworten

  1. MoA hat hier
    [https://www.moonofalabama.org/2023/05/the-arabs-are-reunited.html#more]
    „The Arabs Are Reunited And Israel Is Out“
    einen guten Beitrag gebracht.

    Dies vor allem deshalb, weil er auf die inneren Widersprüche der israelischen Gesellschaft eingeht, die hier m.E. zu wenig Beachtung finden, obwohl sie für den israealisch/palistinänsichen Konflikt doch einige Bedeutung haben.

    Juden lebten dort schon immer. Das Elend begann mit der zunehmenden Einwanderung – vor allem aus Europa – ab etwa Mitte des 19.Jh. (Das dürften wohl im Wesentlichen die heutigen Ashkenazi gewesen sein.)
    Damals war das noch „Osmanisches Reich“, und es war und ist z.T noch heute ein kultureller Konflikt, mit dem sich die Briten dann herum ärgern mußten, als es nach dem 1.WK Mandatsgebiet wurde, und was sie noch vor dem 2. WK dazu veranlaßte, ihre Ambitionen zurück zuschrauben …
    Und dieser kulturelle Konflikt zieht sich offenbar durch die israelische Gesellschaft selbst …

  2. Ich nehme an, dass das saudische Königshaus ein Auge auf den Emir von Katar haben wird. Denn wenn der Kronprinz ein starker Herrscher sein möchte, wovon auszugehen ist, dürfte er einen solchen Fauxpax gegen seine Politik kaum übersehen haben. Und jeder Befehlshaber weiß, dass offen kommuniziertes Missfallen in der Führung eine Truppe in kürzester Zeit zerreißen.

    Die Einladung Selenzki’s befremdet mich etwas, aber wer weiß, vielleicht will RIAD seine amerikanischen Waffen loswerden, denn ohne „GO“ von den Ami’s bewegen die sich nicht. Was mich nicht überrascht ist seine Einladung nach Kiev zu kommen. Denn jeder Staatsbesuch öffnete ein Zeitfenster, in der Waffen in die Ukraine geliefert werden können (oder in ihr verschoben werden können), ohne dass sie Gefahr laufen durch russische Schläge zerstört zu werden

    Der Rest klingt wie eine Backpfeifen-Sonate für die Amerikaner und Israeli’s. Würde mich nicht wundern wenn da in nächster Zeit wieder ordentlich „getanzt“ wird, so einig wie die arabischen Länder sind. das kann weder Israel, noch die Amerikaner freuen.

    Just my 2 Cent

    1. @Ricoppp.32: Wenn man sich das Gesicht u. die Körperhaltung von Selenski beim Empfang in SA ansieht, auch das Gesicht des Prinzen u. diese bei anderen Empfängen vergleicht, könnte man den Eindruck gewinnen, vor denen hat er Angst.

    2. @ Ricoppp32

      „Die Einladung Selenzki’s befremdet mich etwas…“

      Also ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die „Arabische Liga“ bzw. Bin Salman sich ein genaues Bild machen möchte. Er wird Selensky nach seiner Einschätzung zum Entstehen des Krieges, nach dem Verlauf und den zu erwartenden Ergebnissen befragen.
      Ist Selenskys Antwort erst einmal gegeben, wird das als Grundlage benutzt werden können um:

      A) Die Nachhaltigkeit seiner Aussagen hinsichtlich der Wirklichkeit zu überprüfen / Arabisches „Fact Checking“ ;O) & die haben auch sehr gute Quellen da…

      B) Daraus dann einen möglichen Friedensplan abzuleiten.

      oder

      C) Einen geopolitischen Einblick auf die Situation der USA zu erhalten, denn so, wie die USA ein Spiegel für Selensky ist, wird auch Selensky ein Spiegel der USA sein und wissentlich (oder unwissentlich) der arabischen Liga wichtige Erkenntnisse darüber abliefern können, wie die USA mit der ganzen Situation verknüpft sind. Was sind die eigentlichen Interessen und wie sehr wird der Ausgang des Konflikts sich auf die USA auswirken…

      Doch ich denke, die waren da alle ganz heiß darauf Bidens Schoßhund kennenzulernen. Erst eine lange Line und dann ab in das nette Gespräch mit dem Onkel Saud. Vielleicht haben die da eine Empathin namens Deanna Troi, welche sich den Mann mal vorknöpft. Manchmal solls ja was gebracht haben. Das volle Programm also!

      1. „Erst eine lange Line und dann ab in das nette Gespräch mit dem Onkel Saud.“
        😁
        Das wird wohl ne Generalprobe gewesen sein. Wenn‘s geklappt hat, laden sie ihn zur Eröffnung von ihrem Wüstenbauprojekt ______ 😅

  3. Mit Eingeschnapptsein hat das Verhalten des Emirs von Katar nichts zu tun. Er weiß, dass es ihn ohne den Westen vielleicht gar nicht mehr gäbe. Er weiß auch, dass Araber sehr von aktuellen Stimmungen abhängig sind. Auf seiner kleinen Halbinsel ist er da ‚Zufälligkeiten‘ doch sehr ausgesetzt. Auch wird er sich sicher nicht Von MbS „beobachten“ (also beaufsichtigen) lassen, wie ewiggestrige mitteleuropäische Schwachköpfe glauben. Die Arabische Liga muss eine Koalition des Vertauens werden, und sowas geschieht nicht über Nacht. Da nicht nur er mit dem Auftritt Assads unzufrieden war, wäre es interessant zu wissen, was Assad so von sich gegeben hat und ob er vielleicht lediglich alte Strukturen wiederherstellen will. Immerhin gibt es auch unter den Golf-Autokratien erhebliche Unterschiede.

  4. Echte Einigkeit wird wohl NIE herrschen – NIRGENDWO… – es gibt immer welche mit anderen „Interessen“… – was das Gesamtpaket zu liefern hat wird die nächste Zukunft zeigen – und es könnte für diverse Gruppen haarig werden…
    Wir hoffen – daß dann auch die A-Waffen entgegen aller Ankündigungen nicht zu Einsatz kommen, doch da sind sich auch schon global etliche Spezialisten einig – liegt das Potential für den 3.WK – für den Untergang. Dort ist der Auslöser…

  5. Was könnte der kommende Juni bringen?

    Dazu zwei Betrachtungen:
    John Helmer verweist auf das größte, jemals stattfindende Manöver der Nato in Romania. Bis hin zur Spekulation, dass die USA mittels Nato (oder ohne) Ru-Anlagen northstreamen, sowie gar eine direkte Konfrontation mit RU auslösen könnte (Letzteres halte ich aber eher für unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen)
    [https://johnhelmer.net/bravado-before-capitulation-will-russian-defeat-of-us-patriot-missile-be-followed-by-ukrainian-f-16-attack-during-the-nato-air-defender-23/]

    sowie

    Gilbert Doctorow zu den propagandistischen, Wahrheit verdrehende Piruetten, die sich Massenmedien kontinuierlich ausdenken müssen, um die Niederlage des UA-Militärs in RU bekömmlich dem Publikum zu verkaufen.

    [https://gilbertdoctorow.com/2023/05/21/the-western-media-disinformation-campaign-fall-of-bakhmut-a-case-in-point/]

  6. Am 19.5.2023 in 19 Uhr heute gehört: Das Treffen führenden ,westlichen‘ Natione in Hiroshima …
    Finde ich eine passende Eingrenzung der Bedeutung der Teilnehmer. Das sagt das aus Thomas sagt, sie drehen sich um sich selbst.
    Eine relative Einigkeit (@VladTepes) der Arabischen Liga könnte bei der Lösung der Konflikte in Palästina, Libyen, Jemen und Sudan von Hilfe sein.

  7. @„Das derzeit stattfindende G7-Treffen interessiert Analysten nicht allzu sehr, denn erstens verlieren die G7 weltweit an Einfluss“

    Ein arabischer Analyst meint, Russland habe praktisch schon gewonnen:

    „… Nach Ansicht des libanesischen politischen Analysten Mohammad Sadiq Al-Husseini ist es Russland mit seinem Ansatz der Kriegsführung gelungen, sowohl den ukrainischen Streitkräften als auch dem Westen maximalen Schaden zuzufügen, so dass die Ziele der militärischen Sonderoperation fast erreicht sind. …“

    https://de.rt.com/meinung/170483-wahrheit-ist-auf-russlands-seite/

    NOCH gibt es ein Rest-Banderastan, wohin der Westen 40-50 F-16 schicken könnte – und Osteuropa-Länder wie Polen würden bei der Wartung mitmachen. Bei Weitem noch nicht erreicht.

    „… Laut Al-Husseini brach jüngst erst den NATO-Generälen ein strategischer russischer Raketenangriff auf die westlichen Waffendepots das Genick, als sie die Bewegung von Waffen, Munition und Truppen für die von den operativen Hauptquartieren in Warschau, Lwow und Nikolajew geplante ‚Gegenoffensive‘ leiteten. … Die russische Armee habe die Möglichkeit einer ukrainischen „Gegenoffensive“ zur Veränderung des Kräfteverhältnisses vor Ort endgültig und unwiderruflich ausgeschlossen. …“

    Noch scheint der Westen irgendwelches Zeug zu haben, welches weiter geliefert wird – und die Produktion wird hochgefahren. Ob Russland das Nazistan zerschlagen kann, bevor der Westen total auf Kriegswirtschaft umstellt?

  8. Ich sehe hier ein haufen Baustellen die repariert werden müssen , dazu gehört auch die Verbrecherregierung in Israel , deren Regierungen seit über 50 Jahre Ihr Unwesen dort treiben .
    Was mit Katar ist , wird sich zeigen , kann mir nicht vorstellen das sich Katar gegen die Arabische Liga stellen wird .

    1. Das wäre auch nicht besonders klug.
      Die Kataris ziemlich viele Geschäfte in Richtung Westliche Welt und konnten dabei gut auf beiden Seiten
      agieren.
      Vielleicht müßen die neue Sachlage erst mal verarbeiten, um sich dann entsprechend positionieren.

      1. Korrektur:
        Die Kataris machen ziemlich viele Geschäfte in Richtung Westliche Welt und konnten dabei gut auf beiden Seiten agieren.
        Vielleicht müßen sie die neue Sachlage erst mal verarbeiten, um sich dann entsprechend zu positionieren.

  9. „wer sich über Assads Rückkehr in den Kreis der „arabischen Brüder“ anscheinend nicht gefreut hat.
    Das trifft anscheinend auf Katar zu, denn Katar war eine der treibenden Kräfte beim Auslösen der Unruhen in Syrien, weil Assad sich geweigert hatte, den Kataris den Bau einer Gaspipeline nach Europa zu erlauben.“

    Steht da einfach so. Ich vertrete diese These seit Jahren, musste allerdings feststellen, dass sie alles andere als unumstritten ist. Aber die Fakten sind zu erdrückend: russische Flugzeuge entdeckten diese unendlichen Konvois von Öllastern aus IS-Gebiet in die Türkei, wo der Erdogan-Clan sich daran bereicherte. Damals hat RT-deutsch zusammen mit den Kurden dies alles aufgedeckt. Auch den Handel des IS mit Antiquitäten. Die Türkei leistete dem IS logistische, militärische und medizinische Hilfe und Katar finanzierte das. Ohne Erdogan hätte es den IS nie gegeben und auch die Al-Nusra-Front nicht. Verschiedene Etiketten, aber drin war immer Erdogan.

    Warum haben russische Flugzeuge das entdeckt und nicht die schon früher dort fliegenden Amerikaner? Ganz einfach: sie fanden das richtig. Assad sollte durch die Terroristen gestürzt werden, um dann die Pipeline aus Katar zu ermöglichen.

    Dann hat sich Erdogan für den Abschuss einer russischen Su-25 entschuldigt und ab da hat Russland eine 360-Grad-Wende hingelegt (falls Frau Baerbock mitliest). Dicke Freundschaft ab da, wohl wegen der Turkish Stream, die Erdogan ab da ermöglichte. Zuvor war die russische South Stream durch den Ausstieg Bulgariens verunmöglicht worden.

    Ab da war Erdogan für die NATO unzuverlässig und der Putsch passt zeitlich etwas zu gut, um Zufall zu sein. Entschuldigung war am 25. Juni 2016, Putsch am 16. Juli desselben Jahres.

    Aber ist das wirklich ein Partner? Er macht eine Schaukelpolitik zwischen Russland und der NATO, die Beiden schadet. Er denkt gar nicht daran, den Astana-Vertrag zu erfüllen.

    Von daher muss ich doch mein Erstaunen ausdrücken, dass hier so unverhohlen Wahlwerbung für Erdogan gemacht wird. Beziehungsweise: mein Missfallen.

  10. ….der Einfluss der „US – Globalisten“ schwindet weltweit, in einem rasanten Tempo !!.. …wie schon „Evamaria“ geschrieben hat, die Kataris müssen erst mal „nachdenken“.. …gegen SA und Salman, werden sie sich nicht stellen, denn WER steht hinter Salman ??.. …die brd – Marionette baerbock, wurde ja auch dahin geschickt, um zu „stören“, wurde aber ohne grosses Aufheben, „weitergschickt“ !!.. ..international wird geurteilt, die „brd – Vasallen der Globalisten“, sind eigentlich „unbrauchbar“ !!..🤣😈

    1. die „brd – Vasallen der Globalisten“, sind eigentlich „unbrauchbar“ !!..

      Hehe…. wieso „EIGENTLICH“????
      Aber die sollen auch gar nicht brauchbar sein. Die müssen nur ihren Zweck erfüllen.
      Den Puffer/Kasper für Bevölkerung. Damit der Frust sich nicht woanders entlädt. Da ist es äußerst Vorteilhaft wenn die gefügig aber eben unbrauchbar sind. Ob nun durch Dummheit oder Erpressung. Weißt schon, das Zaubererprinzip. Halte eine Hand demonstrativ ins Licht und kaum einer schaut auf die andere. Funktioniert ja immer noch perfekt.

  11. Das einzig wirklich positive an diesem „arabischen Schaulaufen“
    war die Anwesenheit Assad`s und seine ehrlichen Worte zu den
    Notwendigkeiten der Zukunft…!!

    Die Anwesenheit Selenskis wirkte hier mehr als nur völlig fehl am Platz
    und hat aus meiner Sicht die ganze Veranstaltung ad absurdum geführt!

    Was wollte man damit beweisen…?!?
    Zu diesem Zeitpunkt einfach nur vollkommener Schwachsinn…!!

    Wenn die in der arabischen Liga zusammengefassten Staaten tatsächlich
    mit EINER Stimme ihre EIGENEN Interessen wahrnehmen und aktiv
    vertreten wollen, sind deutlichere Worte in Richtung der USA und auch
    der Türkei als den beiden Hauptagressoren in der Region erforderlich!

    Auch das Thema des immer unverhohlener und offen begangenen Genozids
    des israelischen Gewalt-Regimes an den Plästinensern und auch zunehmend
    im Libanon kam meines Erachtens viel zu kurz…!!

    Der Abgang Katars, zeigt überdies, dass es noch eine sehr weiter Weg ist, die
    USA und ihre Komplizen ein für alle mal aus dem Nahen Osten zu vertreiben…!!!

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