Ukrainisches Finanzministerium: Der Westen ist immer weniger bereit, das Land zu finanzieren

Finanzminister Sergej Martschenko sagte, Kiew habe „genügend Argumente und Gründe, um nicht nur um Unterstützung zu bitten, sondern sie auch zu fordern“

Die Bereitschaft der westlichen Länder, der Ukraine Geld zur Verfügung zu stellen, wird immer schwächer, und es wird für Kiew immer schwieriger, neue Mittel zu beantragen. Das erklärte der ukrainische Finanzminister Sergej Martschenko.

„Diejenigen, die bereit sind, Geld zur Verfügung zu stellen, werden immer weniger“, sagte er in einer Sendung von Rada TV.

Martschenko zufolge tut die ukrainische Regierung „alles, was möglich ist“, um sicherzustellen, von den Partnern im Jahr 2024 Mittel in Höhe von mindestens 42 Milliarden Dollar zu bekommen, aber „es ist nicht einfach, es ist schwierig.“ „Jeden Monat stellt sich mehr die Frage, ob die Steuerzahler dieser Länder bereit sind, uns zu finanzieren“, gab er zu.

Gleichzeitig sagte der Finanzminister, dass die Ukraine „genügend Argumente und Gründe hat, um nicht nur um Unterstützung zu bitten, sondern sie auch zu fordern“. Er erklärte sich bereit, alle notwendigen Reformen durchzuführen, solange die Unterstützung aus dem Westen in vollem Umfang und pünktlich kommt.

Zuvor hatte der ehemalige ukrainische Außenminister (2014-2019), Pawel Klimkin, eingeräumt, dass das Thema des Ukraine-Konflikts allmählich in den Hintergrund tritt und nicht mehr im Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit steht. Seiner Meinung nach ist das eine Herausforderung für die Regierung des Landes.

Kiew gibt offen zu, dass es nur die Militärausgaben selbst decken kann, der Rest wird mit Hilfe der westlichen Partner finanziert. Die ukrainische Regierung hat für das Jahr 2023 bereits ein Rekorddefizit von 38 Milliarden Dollar geplant, und Präsident Wladimir Selensky schlug vor, dass der Westen dieses Defizit in vollem Umfang übernehmen solle. Später rief der Finanzminister zur Vorsicht bei Krediten westlicher Partner auf, da künftige Generationen dafür zahlen müssten. Doch nun sieht der ukrainische Haushaltsentwurf für 2024 ein noch größeres Defizit von rund 42 Milliarden Dollar vor. Wie der ehemalige ukrainische Ministerpräsident Nikolaj Asarow feststellte, „wird die Ukraine von der Hand der NATO-Länder ernährt“ und wird ohne westliche Kredite aufhören, als Staat zu existieren.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

12 Antworten

  1. …und wird ohne westliche Kredite aufhören, als Staat zu existieren.

    Ach das ist ja lustig, jetzt sprechen sie sich schon selbst die Staatlichkeit ab.

    Aber ich kann mir denken, wie sie aufs „fordern“ kommen. Wird wohl an der Initiative der Briten und Amerikaner liegen, die den Ukrainern vor anderthalb Jahren den Friedensvertrag mit Russland abgeschwatzt haben, um die Lösung auf dem Feld der Ehre zu suchen.

  2. Frei nach Trappatoni: „Was erlauben Westen?“
    Im „Fordern“ waren die Ukros ja schon immer Top of the List. Mein Vorschlag: Die Regierungsmitglieder sollten vielleicht erstmal aufhören, sich die Taschen voll zu stopfen, dann sind bestimmt noch reichlich Dollars/Euro übrig. Und Geld können selbst im „reichen“ Westen die Menschen nicht mal eben ka**en.

  3. (…„Jeden Monat stellt sich mehr die Frage, ob die Steuerzahler dieser Länder bereit sind, uns zu finanzieren“…)

    Wie gut, dass die Deutschen von russophoben Tyrannen regiert werden, die auf ihre Bürger scheißen, während sie sie zugunsten der Elendskis dieser Welt ausplündern.

    Nächster Fixpunkt nach der Luftsteuer : Die Wohnsteuer

  4. Was ist das für ein Unsinn? Selenskyjs Restukraine hat vielleicht noch 20 Mio Einwohner, bei deutschen Verhätnissen hiesse das, 10 Mio Erwerbstätige. 42 Mrd. heisst pro Erwerbstätigen 4200 Dollar. Zahlen die denn nun gar keine Steuern mehr oder versickern die 42 Mrd. Dollar komplett in private Taschen ?

  5. Ja eigentlich braucht man z.B. hier nur zwischen den Zeilen zu lesen.

    (Zitate) „Es müssten alle Alarmglocken schrillen“: Militär-Experte hält Kiews Teilerfolge für überschätzt
    „Eigentlich müssten jede Woche vier bis fünf voll beladene Güterzüge mit Kriegsmaterial in die Ukraine rollen“.
    >Während die USA sich sehr bewusst < über die schwierige Lage seien, sei in der EU die Wahrnehmung des Geschehens unangemessen. „Europa ist dabei, den Moment zu verpassen, an dem wir es nicht mehr im Griff haben und die Situation zugunsten der Russen kippt“, (Zitatende).

    Ukrainische Getreidefrachter fahren wieder durchs Schwarze Meer – wie ist das möglich? Grund dafür ist eine kleine Insel, die Kiew zurückerobert hat. (Schlangeninsel). Wenn ansonsten schon nicht viel läuft!? Hauptsache die Ukraine bekommt nicht per Schiff wieder mehr Waffen ins Land!

    https://www.tagesspiegel.de/internationales/trotz-drohungen-von-russlands-kriegsmarine-ukrainische-getreide-frachter-fahren-wieder-durchs-schwarzmeer–wie-ist-das-moglich-10542328.html
    Heute kam eine seltsame Ansage in den Nachrichten -Deutschland hat im vergangenen Jahr 6,39 Milliarden Euro für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt.
    »Damit wurde die von Bundeskanzler Olaf Scholz für 2025 zugesagte jährliche Zielmarke von sechs Milliarden Euro Klimafinanzierung aus öffentlichen Mitteln bereits drei Jahre früher erreicht«, hieß es. Dies würde auch mit der Ukraine u. dem ausgelaufenen Getreideabkommen zusammenhängen, angeblich . Obwohl die Ukraine ihr Getreide eigentlich kaum in Entwicklungsländer geliefert hat.

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