Trotz Sperrung von NuoViso: Die neue Folge von „Tacheles“ ist da

Diese Folge haben wir am Donnerstag aufgenommen, als wir noch nicht wissen konnten, dass NuoViso an dem Abend gesperrt wird. Daher ist die Sperrung noch kein Thema. Aber der Titel der Sendung wurde durch die Zensur bei YouTube unerwartet aktuell.

Da Robert derzeit in Kanada auf einer Konferenz ist und wenig Zeit hat, wurde diese Sendung etwas kürzer als gewöhnlich. In der aktuellen Sendung von Tacheles haben wir uns die neuen Kandidaten für Spitzenpositionen in der EU angeschaut und gefragt, was das noch mit Demokratie zu tun hat. Es ging um Ursula von der Leyen und Christine Lagarde.

Außerdem ging es um die Meinungsfreiheit in Deutschland, denn nur noch 20% der Deutschen fühlen sich in Deutschland frei, ihre Meinung zu sagen. Unsere Kritik wurde nur Stunden später durch die Sperrung von NuoViso bestätigt.

Außerdem ging es um Putins Reaktion auf persönliche Beleidigungen aus Georgien und um die Frage des von Großbritannien gekaperten iranischen Tankers.

Da die Sendung heute ausnahmsweise vergleichsweise kurz bleiben musste, wurde das spannende Thema OSZE und ihre aktuellen Beschlüsse auf die nächste Sendung verschoben. Die wird dann wieder so lang sein, wie wir es von Tacheles gewöhnt sind.

Ein Hauch von '89 – Tacheles #10

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

3 Gedanken zu „Trotz Sperrung von NuoViso: Die neue Folge von „Tacheles“ ist da“

  1. Lieber Thomas Röper,

    ich kenne da einen ganz geheimen Trick: nuoviso.tv ist ein Blog mit Mediathek über den man YOUTUBE durchaus in den Skat drücken könnte. Aber außer YOUTUBE gibt es noch andere Video-Anbieter, und zuvor gibt es die Möglichkeit gegen Sperrungen juristisch zu klagen. Ein Gesperrter dort berichtet über seinen cleveren Wiedereinstieg: https://www.youtube.com/watch?v=7gIR1XJ7CQ4

  2. In ein paar Monaten wird es bei den deutschen Staatsmedien und der privaten Systempresse anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls wieder eine unglaubliche Selbstbeweihräucherung geben! Parallel dazu werden Presse- und Meinungsfreiheit aktuell schlimmer eingeschränkt, als das in der DDR der Fall war!
    Wie krank dieses System ist, was für absurde Debatten in den deutschen Staatssendern und ihren privaten Pendants geführt werden, kann man sich hier im ARD-Presseclub ansehen, wenn es wie hier um den Iran geht: https://www.youtube.com/watch?v=l6J3uHYGZ0E&t=589s

Schreibe einen Kommentar