Mein neues Buch

Putins Plan: „Mit Europa und den USA endet die Welt nicht“

Nun ist es endlich soweit, mein neues Buch über die Ziele Russlands in der Geopolitik ist endlich lieferbar. Was will Russland und welche Alternative zur westlichen Weltordnung schlägt Putin vor?

Heute ist der erste Erscheinungstag meines neuen Buchs Putins Plan (Mit Europa und den USA endet die Welt nicht)Wie das westliche System sich gerade selbst zerstört und was Russland wirklich will. Das Buch ist endlich lieferbar, wer sich mit der Bestellung beeilt, kann es noch vor Weihnachten geliefert bekommen.

Ab heute veröffentliche ich eine Woche lang jeden Tag ein eine Leseprobe aus dem Buch. Ich beginne diese Reihe mit der Einleitung des Buches.

Einleitung oder „Das Ende der Geschichte“

Der Begriff vom Ende der Geschichte (englisch End of History) wurde von dem Politikwissenschaftler Francis Fukuyama in einem im Sommer 1989 veröffentlichten Artikel in der Zeitschrift The National Interest und seinem Buch mit diesem Titel (The End of History and the Last Man) aus dem Jahr 1992 eingeführt.

Fukuyama vertrat die These, dass sich nach dem Zusammenbruch der UdSSR und der sozialistischen Staaten bald die Prinzipien des Liberalismus in Form von westlicher Demokratie und Marktwirtschaft endgültig und überall durchsetzen würden. Die Demokratie habe sich deshalb durchgesetzt, weil sie das menschliche Bedürfnis nach sozialer Anerkennung besser befriedige als alle anderen Systeme. Mit dem Sieg dieses Modells habe der Kampf um Anerkennung sein Ende gefunden und der Kampf um Anerkennung entfalle als das Antriebsmoment der Geschichte.

Das Ende der Geschichte bestehe nun in der Integration und Assimilation nicht-westlicher Kulturen in die westliche Kultur, unter Preisgabe ihrer Grundsätze zugunsten von Freiheit und Menschenrechten.

Im Klartext hat er damit gesagt, dass sich alle Staaten der Welt dem westlichen System und vor allem der Ideologie des Neoliberalismus unterordnen müssten, weil das das beste System sei. Sogar die verschiedenen Kulturen der Welt wollte er abschaffen, indem er von der Integration der nicht-westlichen Kulturen in die westliche (also US-amerikanische) Kultur sprach.

Der Neoliberalismus, der inzwischen im Westen unangefochten herrscht, ist jedoch nichts anderes als eine Ideologie. Und er ist nicht die erste Ideologie, die ein „Ende der Geschichte“ verkündet.

Das hat der real existierende Sozialismus getan, der mit dem „Sieg der Arbeiterklasse“ das Ende der Geschichte verkündet und prophezeit hat, dass die Arbeiterklasse auch im Westen früher oder später siegen werde. Im real existierenden Sozialismus war man der Meinung, dass sich der westliche Lebensstil früher oder später dem sozialistischen unterordnen werde.

Das ist genau das, was Fukuyama verkündet hat, wenn er davon gesprochen hat, dass sich die nicht-westlichen Kulturen der westlichen Kultur des Liberalismus unterordnen müssten. Auch die deutschen Nationalsozialisten haben eine Art „Ende der Geschichte“ verkündet, wenn sie vom „Tausendjährigen Reich“ fabuliert haben.

Das Ende der Geschichte zu verkünden, ist einer der Grundsteine jeder Ideologie, denn die Existenzberechtigung einer jeden Ideologie liegt ja gerade darin, dass sie sich allen anderen Ideologien oder auch nur Meinungen gegenüber als überlegen und als einzig wahre Antwort auf alle Fragen versteht.

Zu unser aller Glück haben sich alle diese Ideologien geirrt, denn die Geschichte ist nie zu einem Ende gekommen. Der Nationalsozialismus wurde genauso hinweggefegt, wie der real existierende Sozialismus und alle anderen Ideologien, die für sich in Anspruch genommen haben, die einzige Wahrheit zu verkünden.

Das gleiche Schicksal wird, das ist unvermeidbar, auch dem Neoliberalismus blühen, denn die Menschheitsgeschichte hat vor allem eines gezeigt: Egal, wie mächtig ein Staat gewesen sein mag, den Lauf der Geschichte konnte niemand aufhalten.

Darum wird es in diesem Buch gehen, denn der Krieg, den wir in der Ukraine sehen, ist in Wahrheit ein Kampf der Systeme. Die Ukraine und ihre bedauernswerten Menschen sind nur das Bauernopfer in dem Kampf der Systeme, der zwischen den neoliberalen Globalisten und denen tobt, die sich der Ideologie des Neoliberalismus in den Weg stellen.

In diesem Buch werde ich daher im Detail darauf eingehen, wie das westliche System funktioniert und wer in dem System des Neoliberalismus die Entscheidungen trifft . Stammleser meiner Seite anti-spiegel.ru und Leser, die meine Bücher „Abhängig Beschäftigt“ und „Inside Corona“ gelesen haben, werden dabei vieles finden, was sie schon gehört haben. Aber zum Verständnis ist es wichtig, sich diese Dinge und Details wieder vor Augen zu führen, und für Leser, die zum ersten Mal einen Text von mir lesen, sind die Informationen unerlässlich.

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die sich bisher hauptsächlich bei Leitmedien wie Tagesschau und Spiegel informiert haben, ist dieses Buch schwere Kost für Sie, denn ich werde in diesem Buch mit den Mythen, die westliche Medien und Politiker über die „westlichen Demokratien“ gesponnen haben, aufräumen. Da ich alles mit Quellen belege, fordere ich Sie ausdrücklich auf, diese Quellen auch zu überprüfen, wenn etwas für Sie unglaublich klingen sollte.

In diesem Buch geht es um die Weltordnung, die der Westen einführen möchte, und um die Weltordnung, die Russland dem als Alternative entgegenstellt. Wir werden sehen, dass diese beiden Modelle für eine Weltordnung einander diametral entgegenstehen. Daher ist es wichtig, zu verstehen, wie die westliche Weltordnung funktioniert, um dann zu verstehen, wie die Alternative aussieht, die der russische Präsident Putin den Staaten der Welt anbietet.

Die Fakten zeigen, dass die Staaten der Welt der russischen Idee mit sehr viel Sympathie begegnen, auch wenn die westlichen Medien ständig davon sprechen, Russland sei international isoliert. Dass das nicht so ist, kann man schon daran erkennen, dass sich – trotz des gewaltigen Drucks, den die USA und auch die EU auf die Staaten der Welt ausüben – nur die etwa 50 Staaten, die sich zum Westen zählen, den anti-russischen Sanktionen und der anti-russischen Politik des Westens angeschlossen haben. 140 Staaten hingegen haben das nicht getan und arbeiten weiterhin mit Russland zusammen. Schauen wir uns in diesem Buch also an, wie das Ende des Endes der Geschichte aussieht, denn entgegen allen Bemühungen der USA, der Welt das neoliberale Modell aufzudrängen, haben sich dem etwa 140 Staaten widersetzt. Von der prophezeiten Integration der nicht-westlichen Kulturen in die westliche Kultur sind wir noch sehr weit entfernt und es steht zu vermuten, dass das nicht passieren wird.

Russland, das nehme ich hier schon vorweg, steht für das Gegenteil, denn der russische Präsident betont – wie Leser meines Buches „Wladimir Putin – Seht Ihr, was Ihr angerichtet habt?“ wissen – seit Jahren bei jeder seiner Reden zu dem Thema, dass die Kulturen der Völker der Welt sich unterscheiden und dass man genau das akzeptieren solle, anstatt es ändern zu wollen und anderen Staaten die eigene Kultur und Lebensweise aufzwingen zu wollen.

Der Westen will allen Staaten und Völkern der Welt seinen Willen und seine „Werte“ aufzwingen, wie wir am Beispiel der Fußball-WM in Katar gerade wieder erlebt haben. Wer sich dem widersetzt, dem drohen Sanktionen oder Schlimmeres. Russland setzt dem seine Idee einer fairen Weltordnung entgegen, die auf Respekt vor der Verschiedenheit der Völker, Religionen und Kulturen beruht.

Darum geht es in meinem neuen Buch, ich werde zeigen, welche Idee für eine Weltordnung Russland der vom Westen gewollten „regelbasierten Weltordnung“ entgegenstellt.


In meinem neuen Buch „„Putins Plan – Mit Europa und den USA endet die Welt nicht – Wie das westliche System gerade selbst zerstört ““ gehe ich der der Frage, worum es in dem Endkampf der Systeme - den wir gerade erleben - wirklich geht. Wir erleben nichts weniger als den Kampf zweier Systeme, in dem Vladimir Putin der Welt eine Alternative zum neoliberalen Globalismus anbietet. Wurden die Bürger im Westen gefragt, ob sie all das wollen, ob sie zu Gunsten des neoliberalen Globalismus auf ihren Wohlstand und ihre Freiheiten verzichten wollen?

Das Buch ist aktuell erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

86 Antworten

  1. Ohh, dann machen wir also keine regelbasierte Weltordnung? Na gut, ist mir auch recht. Habe das Buch auch bestellt. Das einzige was mich betrübt ist, dass der Schreiber so viel schreibt und ich nie nachkomme.

  2. Mit der Wahl des Themas seines neuen Buches ist Thomas Röper geradezu ein Doppel-schlag gelungen. Einerseits passt es zum allseits bedrängensten Thema, nämlich wie es weitergeht mit Russland, USA und NATO in der Ukraine. Andererseits trifft er mit der Aus-weitung des Focus auf die Frage, welche Gesellschaftsform Putin der Welt als Alternative zur sogenannten liberalen Demokratie des Westens anbietet (die so liberal und demokratisch ja gar nicht ist – im Gegenteil!), genau den Punkt, auf den die populär-philosophische Grundsatzfrage der modernen Welt abzielt: The Question is, what ist the Question?

    Ich bin sicher, dass auch dieser Band eine weite Verbreitung finden wird.

    1. Darüber ist die Zeit Gott sei Dank lange hinweg. „Gemeinsame europäische Kultur“ und „Lissabon-Wladiwostok“ – um Himmels Willen. Damals habe ich Putin als gefährlichen Gegner angesehen. Das ist aber alles vergeben und vergessen, er hat sich am Ende als klüger erwiesen.

      Diese Rede ist gefährlich und eine Peinlichkeit, die man Putin wirklich nicht mehr unter die Nase reiben sollte.

      Wortprotokoll der Rede Wladimir Putins im Deutschen Bundestag am 25.09.2001
      https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/putin/putin_wort-244966

        1. Das „Modell Jelzin“ war durch Inkonsequenz, Korruption und Unfähigkeit wenigstens ein wenig gemildert.

          „des vereinigten Europa
          Einheit der europäischen Kultur
          die totalitäre stalinistische Ideologie
          die europäische Integration
          Europa
          Europa
          Europas
          Europa
          Die politische Stabilität in Russland wird dank mehrerer Wirtschaftsfaktoren sichergestellt, nicht zuletzt auch dank eines der liberalsten Steuersysteme in der Welt. Mit einer Einkommensteuer von 13 Prozent und einer Gewinnsteuer von 24 Prozent ist das wirklich so!
          (Heiterkeit und Beifall)“
          — Bundestagsprotokoll, 25.09.2001, Rede Putin

          Die Rede war das absolute Grauen. Das absolute Grauen. Ich kann mich erinnern. Ich habe die damals in der Glotze gesehen und war absolut schockiert. Hätten die sich damit zusammengetan, wäre es das Ende Deutschlands, Rußlands, Europas und der Welt gewesen; das war jedenfalls zu befürchten.

          1. ….für Russland, hätte es nichts gutes bedeutet.. …das „Deutsche Ing – Wesen und der Erfindergeist“, war zu dieser Zeit schon in Ar…h !!.. …war 1932 noch Anders, als der Cousin meines Grossvaters als Techniker in die Sowjetunion gegangen ist !!..😈

            1. Das Rätsel bleibt, weshalb Putin die Leute damals derart gegen sich aufgebracht hat. Die Katastrophe, die die EU bedeutet, war 2001 unübersehbar, und die Nähe dieses EU-Jargons zum Nazijargon war bekannt. Mit denen hat er sich gemein gemacht. Es war schauderhaft.

              1. …..war wahrscheinlich, wie schon geschrieben, die „nostalgische Erinnerung“ an Dresden ??.. …denke, DIE ist jetzt vorbei !!… ….sonst würde Putin nicht vom „Fussabtreter“ sprechen.. …eine ähnliche Sprache, die tschetschenischen CIA – Terroristen betreffend, hat Putin auch beim 2. Tschetschenienkrieg gesprochen.. …die Frage von „Raketen“ wird auch von Putin, verstärkt disskutiert im Fernsehen, wenn er gefragt wird ??..😎😈

          2. „Die politische Stabilität in Russland wird dank mehrerer Wirtschaftsfaktoren sichergestellt, nicht zuletzt auch dank eines der liberalsten Steuersysteme in der Welt. Mit einer Einkommensteuer von 13 Prozent und einer Gewinnsteuer von 24 Prozent ist das wirklich so!“

            Yep, deswegen muss auch diese Dumpfbacke fast 50% seines Staatshaushalts aus dem globalnachfrageabhängigen Gas -und Ölverkauf finanzieren, was -unter anderem- dazu führt, dass er von allen G20-Ländern die grösste -immer unberechenbar-unvorhersehbare- Wie-Achterbahn-Volatilität bei der BIP-Entwicklung an der (Dumpf-) Backe hat. Ein „Giftzwerg“ als Spitzname in seiner Dresdner Zeit war er eigentlich schon immer gewesen.

            1. Putin hat recht geschickt die EU zu maximalen Sanktionen provoziert und dank derer hat Rußland inzwischen den zweithöchsten Außenhandelsüberschuß der Welt, nach der VR China. Die EU zahlt an Rußland fast das Gleiche wie vorher, aber für viel weniger Ware, ein Traum für jeden Kaufmann. Daneben sind die Umsätze mit anderen Ländern derart gestiegen, daß sie einen völligen Wegfall der EU kompensieren könnten.

              Gewisse Schwankungen und Einbrüche sind bei so einer großen Umstellung „weg von der EU“ unvermeidlich, besonders März-April gab es ein ziemliches Loch. Daran gemessen ist die Lage gut stabil, und die (wenn auch etwas rumpelige) Umstellung lohnt sehr für die Zukunft.

              Putin ist heute immer noch etwas zu liberal, aber schon viel weniger als vor 21 Jahren. Von „Lissabon-Wladiwostok“ ist heute zum Glück keine Rede mehr.

  3. „Das hat der real existierende Sozialismus getan, der mit dem „Sieg der Arbeiterklasse“ das Ende der Geschichte verkündet und prophezeit hat, dass die Arbeiterklasse auch im Westen früher oder später siegen werde.“ Naja, solch Unsinn hat nicht mal Gorbatschow in seinen Hochzeiten verkündet. Die Sozialismussicht, oder auch die Theorie über den Sozialismus ist eine typische, die man vermittelt bekommt, wenn man ein Wirtschaftswissenschaft mit Nebenfächern in Gesellschaftslehre oder ähnlichen studiert. Ich finde es unheimlich interessant, dass sich alle einig sind, dass das westliche Bildungssystem darauf ausgerichtet ist, die Leute zu verdummen, dass aber auch jeder der Meinung ist, dass dies zu seiner Zeit und schon gar nicht in den Fächern, die er belegt hat schon so gewesen wäre 😉
    Marx, der ja nun der Urvater der politischen Ökonomie des Sozialismus war, bemerkte, dass die Befriedigung von Bedürfnissen immer neue Bedürfnisse hervorbringt, dies wurde auch in den philosophischen ethischen etc Gesellschaftswissenschaften als Grundlage übernommen. Das Bedürfnis, der konflikt als Grundlage für weitere Entwicklung. Wohin genau … man weiss es nicht, aber leider auch nix mit Ende der geschichte. Eher stetige Weiterentwicklung in diese oder jene Richtung.
    Darwin bemerkte einmal, dass, wenn man die Evolution im Reagenzglas widerholen würde, nicht zwingend dasselbe Ergebnis vorliegen würde, wie das, das jetzt unsere Wirklichkeit bestimmt. Ähnlich ist es mit der Entwicklung der Gesellschaften, konkreter der drei großen gesellschaftlichen kapitalistischen Entwicklungen in unserer Zeit. Das, was heute allgemein als „der Westen“ bekannt ist, geriet nach dem I. WK unter ökonomische Abhängigkeit der USA, spätestens nach dem II. WK kam die gesellschaftliche und politische Abhängigkeit hinzu. Hier regiert der Neoliberalismus, wobei die USA der Big Playeer und der Rest untergeordnete Halbkolonien sind. China wurde als Kolonie betrachtet und entsprechend ausgebeutet, durch das Jahrhundert der Schande fällt es dem ersten System schwer dort wieder Fuss zu fassen, zudem kommt, dass das Land den Kapitalismus unter dem Namen „Sozialismus chinesischer Prägung“ verfolgt. Man hat genau gesehen, was die Konzentration der Finanz- und Digitalkonzerne im Westen bewirkt hat und bemüht sich (zur eigenen Herrschaftssicherung) diese im eigenen Land klein zu halten. Das Schicksal vom Alibaba Gründer oder auch die Pleite von Evergrande sind dafür treffende Beispiele des letzten Jahres. Genau wie der westen hat die entwickelte chinesische Industrie unstillbaren Hunger nach Ressorcen und Märkten, nur ist die Art der Umsetzung gegenüber Dritten anders und netter, als es vom westen mit brutaler Gewalt durchgesetzt wurde.
    Letztendlich Russland, dass durch die Oktoberrevolution dem Zugriff westlicher Konzerne erst einmal entzogen war. Die Industrialisierung war immer von Schwierigkeiten begleitet und industrielle Sprünge gelangen Russland eigentlich nur, wenn es mit dem Rücken zur Wand stand, bzw von Feinden umzingelt. Ob nun die Kriegswirtschaft im II WK oder auch der Sprung in der Entwicklung der Landwirtschaft nachdem den westlichen Märkten als Antwort auf Sanktionen dieser Markt entzogen wurde, es brauchte immer erst eine Notlage ehe es vorwärts ging. Die eigene Industrialisierung blieb zurück, man war Rohstoffexporteur. Und wenn jemand wie Chrutschow dies erkannt hatte und es ändern wollte, war er weg von führenden Positionen….

    Sicherlich geht es perspektivisch derzeit darum, ob sich eine neoliberale Welt oder doch eher die Idee einer multipolaren Welt durchsetzt. Nun neigt aber jede Generation dazu, die persönlich miterlebten geschichtlichen Ereignisse in ihrer Bedeutung zu überhöhen. So wird auch die derzeitige Auseinandersetzung zwischen Russland und dem kollektiven Westen aus meiner Sicht völlig überhöht dargestellt. Für mich ist es einfach nur eine Auseinandersetzung zwischen kapitalistischen Staaten, in der es erst einmal darum geht, wer es schafft seine Interessen, die sich auch darüber definieren, wie man in der Welt Handel treibt, durch zu setzen. Die gegenwärtige Auseinandersetzung passt folgerichtig in die Reihe der großen und kleinen Kriege, die die Welt erlebt hat. Ob der 30jährige Krieg, in dem es um die europäische Herrschaft und die Ordnung in den unzähligen großen und kleinen Adelsfamilien ging, Napoleons Kriege, die infolge der Französischen Revolution und Industrialisierung Europa neu ordnen wollten, der I. WK, der eine Neuordnung der Welt im Interesse Deutschlands, dass bei der Aufteilung der Kolonien leider zu spät kam, der II WK, der den Vertrag von Versailles revidieren sollte oder die jetzigen Auseinandersetzungen, bei welcher sich zwei große Nationen gegen den Zugriff des Neoliberalismus wehren, es ist immer dieselbe Suppe. Einer wird gewinnen, es werden sich relativ neue stabile Strukturen herausbilden und nach einer gewissen Weile kommt jemand mit einer neuen Idee, die einen Umbau der Welt notwendig macht. Es liegt in der Natur des Menschen. Auch wir stellen die Möbel im Wohnzimmer ja ab und an mal um oder kaufen ganz neue…
    Vielleicht nochmals zum Ausgangspunkt … „Das Ende der Geschichte zu verkünden, ist einer der Grundsteine jeder Ideologie, …“ wie soll man Heraklits Panta rhei denn da bitte schön einordnen, dieses „Alles fliesst..“, wenn auch in abgewandelter Bedeutung findet man „shunyata“ im Buddhismus. Nun kann man sicher einwenden, dass es sich hier um Philosophien handelt, aber im Fluss bringt leider auch jede Philosophie entsprechende Ideologien und Ideologen hervor 😉

    1. „Es liegt in der Natur des Menschen.“ Ist das wirklich die Natur des Menschen?
      Ist es nicht vielmehr so, dass in ihrem ganzen Kommentar der Mensch praktisch gar nicht vor kommt? Das was vorkommt sind die Regierungen, mit einer Ausnahme. Die Überwindung der Ausbeutung im Zarismus wurde durch die Menschen vollzogen. So, die Menschen haben also ihre Ausbeuter abgeschüttelt. Ist das nicht das was sie als „System überwinden“ bezeichnen? Hier haben Menschen das System überwunden während wer den Sozialismus überwunden hat? Regierungen haben es getan und nicht Menschen. Ein kleiner aber feiner Unterschied. Und so haben die Menschen in den betreffenden Systemen doch gar keine Chance gehabt sich gegen die Abschaffung ihres Systems zu wehren. Sie wurden nicht gefragt und wenn doch wurde es nicht beachtet.
      Kampf der Systeme, dass ich nicht lache. Es ist ein weltweiter Kampf gegen den Sozialismus, den absoluten Feind der Kapitalisten, also die reichen Besitzenden. Ist das verwunderlich, das System mit allen Mitteln zu bekämpfen, welches ihnen den netten Besitz streitig macht?
      Die Ausbeutung muss aufrechterhalten werden und daher setzt sich genau das skrupelloseste und menschenfeindlichste System durch und das kommt uns doch sehr bekannt vor. Denn im Kapitalismus setzt sich derjenige durch, der am wenigsten Regeln zu beachten hat. Das ist bei Unternehmen so, bei Staaten und wird bei Systemen nicht anders sein. Es ist erschreckend, dass die Menschheit auf Regierungen reduziert wird. Wenn man meint das bessere System zu haben, warum lässt man die Menschen nicht zwischen den Systemen wählen? Auf jedem Wahlzettel müsste das draufstehen, denn sonst entscheiden Regierungen über das System.

      1. „„Es liegt in der Natur des Menschen.“ Ist das wirklich die Natur des Menschen?
        Ist es nicht vielmehr so, dass in ihrem ganzen Kommentar der Mensch praktisch gar nicht vor kommt?“
        Boah … ich finde es schon befremdlich aus solch einen langen Text dann einen Allgemeinplatz zu zitieren und dann darauf zu versuchen eine Diskussion aufzubauen. Ich zitiere bei Ihnen ja auch nicht ein „und“ und frage dann, wie Sie das genau meinen 😉
        Aber um Ihre Frage zu beantworten …eher nein, ich habe mich bei den Ausführungen mehr auf den gesellschaftlichen Überbau konzentriert.
        Um das lachende „…es geht um den weltweiten Kampf gegen den Sozialismus…“ zu kommentieren, wenn es so wäre, gäbe es in der Ukraine keinen Krieg. Es gibt da links und rechts der fronten auch keinen Sozialismus, also alles nur ein Irrtum?

        1. „Es liegt in der Natur des Menschen.“ – Der Mensch ist mit seinem Blick auf die Natur um sich herum und den Blick auf sich selbst von Kindheit an materialistisch geprägt. Mit anderen Worten werden seine Sinne von diesen Wahrnehmungen beeindruckt, sie verfestigen sein entsprechendes Denken, aus dem wieder ein materiell bzw. materialistisch orientiertes Handeln hervorgeht. Der Mensch glaubt also, seine Lebensumstände alleine durch das Beherrschen der Natur (auch zu Lasten der Natur und aller Lebewesen darin) absichern und sogar verbessern zu können. Diese materialistische Denkweise findet man sowohl im Sozialismus/Kommunismus als auch im Kapitalismus/Imperialismus, in einer Monarchie sowie in einer Diktatur und hat in der gesamten Menschheitsgeschichte noch nie zu einem wirklich für ALLE befriedigenden und nachhaltigen Erfolg geführt – alle entsprechenden Gesellschaftsmodelle sind früher oder später gescheitert …

          Damit kommt die Frage auf, ob das (materialistische) Leben überhaupt einen Sinn macht, obgleich wir selber ja auch über einen materiellen Körper verfügen, den wir zu Lebzeiten ja auch erhalten müssen ? Die ganze Diskussion darüber, wer hier was gesagt hat, wer das beste Gesellschaftsmodell präsentiert usw. ist reine Spekulation, wenn man das Wesen des Menschen als Protagonisten an sich nicht tiefer ergründet und nicht herauszufinden versucht, warum man überhaupt in diese Welt geboren wurde – schlechthin also die Frage nach dem wirklichen Sinn des Lebens stellt, wenn man doch immer wieder mit Mißerfolgen und Leid konfrontiert wird ? Jedes Gesellschaftsmodel ist lediglich ein organisatorischer Überbau für das gemeinschaftliche Zusammenleben, also von Menschen selber ersonnen und umgesetzt. Liegt der „Fehler“ bereits im Menschen selber, so wird auch sein Gesellschaftsmodell fehlerhaft sein und irgendwann scheitern …

          1. „Damit kommt die Frage auf, ob das (materialistische) Leben überhaupt einen Sinn macht, obgleich wir selber ja auch über einen materiellen Körper verfügen, den wir zu Lebzeiten ja auch erhalten müssen ?“

            Ich gehe die Frage etwas anders an, wir kommen aus der Natur, die Entwicklungen in der Natur machten unsere Entwicklung und machen unsere Existenz möglich. Damit gibt es zuallererst den biologischen Sinn des Lebens: 1. Die Art an sich zu erhalten. 2. Bei der Arterhaltung dafür zu sorgen, dass die eigenen Gene in der Art weiter zu geben und damit auf die genetische Vielfalt in der Art hinzuwirken. Irgendwann kommt der Punkt in der eigenen körperlichen Entwicklung, in der man dem Konkurrenzdruck (männlich) oder dem biologischen Druck (weiblich) nicht mehr entspricht und dann ist es vorbei mit eigenen Nachkommen.
            Dazu kommt dann der materielle und ideelle Aspekt, der in die Ausgestaltung des Lebens hineinwirkt. Jedes Tier braucht einen gewissen Lebensraum, in welchem es Nahrung, einen Schlafplatz und die Möglichkeit zur Fortpflanzung findet. Je optimaler dieser Lebensraum für die tägliche Müh, also je besser die Voraussetzungen in diesem Lebensraum sind, sein täglich Fressen mit geringen Aufwand zu bekommen, nebenbei noch das eigene Überleben gegen Fressfeinde zu sichern, desto höher die Chance dort optimale Partner zur Fortpflanzung zu finden. Darum werden um diese Lebensräume Kämpfe ausgeführt. Wenn man sich die Herdentiere anschaut, dann sind es Rangkämpfe der (meist) männlichen Tiere, je höher man in die Entwicklungsstufen kommt desto strikter werden die Abgrenzungen gegenüber der Konkurrenz. Bei Löwen gibt es nur noch einen Herrscher (oder manchmal auch zwei Brüder als Herrscher) über das Rudel, ebenso bei Wölfen und anderen in sozialen Gesellschaften lebenden Tieren. Kommt der nächste muss er zur Übernahme des Rudels den derzeitigen Herrscher vertreiben. Ganz so unbekannt ist das aus der menschlichen Zivilisation ja auch nicht 😉
            Was beim Menschen im materiellen Bereich der grundlegende Unterschied ist, ist die Fähigkeit unbegrenzt Mehrwert zu schaffen und Anzuhäufen. Der Unterschied im materiellen Bereich zu den Tieren besteht in der Überlegung, wie dieser Mehrwert verteilt wird. Diese Überlegungen führen zur Verdrängungung des biologischen Sinns des Lebens. Es ging bei den Herrschern des Mittelalters nicht darum, sich eine biologisch passende Frau zu suchen um den Nachkommen zu erzeugen und das Reich zu erhalten, sondern eben auch darum sich eine völlig unpassende Frau zu suchen, die das Einflussgebiet aber vergrösserte. Wenn man sich Spanien anschaut ist dies das beste Beispiel das diese Auswahl irgendwann zu den biologisch schwachen und kranken „blaublütigen“ Eliten führte. Hauptsache man heiratete unter sich und da war die Auswahl irgendwann nicht mehr so groß.
            Die ideologische Komponente ist die zweite die auf die Entwicklung des Menschen hinwirkt. Wenn ich mich vom biologischen Sinn abwende und die Verteilung oder Umverteilung von Mehrwert der Hauptgrund für die Existenz wird, dann brauche ich einen ideologischen Unterbau. Zumal zahlenmässig die, die schafften immer denen die rafften immer überlegen waren. Nicht umsonst fallen die großen Entwicklungen, die Zunahme der bedeutung von Psychologie, Psychiatrie, Ethik, Moral und all dessen als eigenständige wissenschaftliche Bereiche ja in die Zeiten der industriellen Revolution.
            So gesehen leben wir seit der Erschaffung und den Überlegungen zur Umverteilung von Mehrwert in einer Scheinwelt, die mit den biologischen Grundlagen unseres Lebens nichts mehr zu tun hat. Dies führt zu Konflikten innerhalb der einzelnen Persönlichkeiten, je größer die Diskrepanz zwischen biologischer Herkunft und materiellem Sein, desto größer die Konflikte innerhalb der einzelnen Persönlichkeit. Das führt zu immer mehr Propaganda über den Sinn des Lebens, die Ordnung des Lebens etc, die in alle Bereiche unseres Seins eingreifen muss.

    2. @hector

      „…Marx, der ja nun der Urvater der politischen Ökonomie des Sozialismus war, bemerkte, dass die Befriedigung von Bedürfnissen immer neue Bedürfnisse hervorbringt, dies wurde auch in den philosophischen ethischen etc Gesellschaftswissenschaften als Grundlage übernommen. Das Bedürfnis, der konflikt als Grundlage für weitere Entwicklung. Wohin genau … man weiss es nicht, aber leider auch nix mit Ende der geschichte. Eher stetige Weiterentwicklung in diese oder jene Richtung….“

      Marx hat noch etwas sehr viel Entscheidenderes in seinem Kommunistischen Manifest vorhergesagt: „Die zwangsläufige Konzentration des Kapitals“ Er betrachtete das in der Tat als absolut zwingende Entwicklung (Darwin ist da ein schlechtes Beispiel 😀 ). Und die Geschichte hat ihn inzwischen längst bestätigt.

      Sein – ebenfalls längst bestätigtes – Postulat war, das es dann zu einer Diktatur des Großkapitals käme (die westliche Welt wird heute von ein paar Milliardären gelenkt – besser konnte das wohl kaum bestätigt werden!).
      Die USA führt heute die Kriege ihrer Milliardäre, die ihre Macht und ihre irrwitzigen Vermögen erhalten wollen.

      Genau wie die Ukrainer -ohne es wahrhaben oder wissen zu wollen – nicht für die Ukraine kämpfen sondern, für Blackrock, die über ein Drittel ihres Landes gekauft haben und diese Investition natürlich behalten wollen!

      Deshalb waren die großen Kriege und auch dieser jetzt alles BANKENKRIEGE (die ja die Investoren und Kreditgeber der großen Konzerne sind), der Großkapitalisten um ihre Macht zu erhalten und zu erweitern bis zum „Geht-nicht-mehr“ (womöglich auch darüber hinaus! 😀 ). Der Kapitalismus (und ganz besonders der Neoliberale!) trägt den Krieg in sich, wie eine Gewitterwolke den Regen, war deshalb immer ein sehr wahres Wort, was sich zu allen Zeiten bestätigt hat.

      Deshalb wurde der Kommunismus erfunden. Grundprinzip: „allen gehört alles“, so dass Besitzgier einfach unnötig wird (wenn mir alles „zur Verfügung steht“ wieso soll ich dann immer mehr wollen?). Marx – so brilliant er als Wirtschafts-Analyst war – hat aber einen riesigen Denkfehler begangen: Er wollte einen Zentral-Staat mit der „Diktatur des Proletariats“ und das führt ganz am Ende auch zu einem „Kapitalismus des Proletariats“, weil die diesen Staat dann übernehmen und Diktatur ist Diktatur, egal wer sie ausübt. Deshalb ist aus der Sowjetunion ein Staatskapitalismus geworden und sie ist gescheitert (auch weil die Revolutionäre, die die Regierung und den ganzen Besitz unter sich hatten, nicht den Wirtschaftlichen Sachverstand eines Unternehmers hatten).

      Die Kommunisten sind aus dem Gefängnis ausgebrochen und haben daneben ein neues – noch größeres – gebaut, weil Marx nicht verstanden hat, das der Allen-gehört-alles- Kommunismus letztlich immer auf einen Libertären/Anarchistischen Staat hinauslaufen muss, in dem alle z.B. per „direkter Demokratie“ selbst über sich entscheiden.

      Anarchie hat -entgegen landläufiger Meinungen- absolut nichts mit Gesetzlosigkeit zu tun, sondern heißt nur „Herrschaftslosigkeit“ (An-Archie). Es gibt dann zwar einen Staat, aber der ist allen Bürgern unterstellt, nicht irgendwelchen angeblichen Volksvertretern, die doch nur machen was ihre Lobbyisten ihnen sagen und regelmäßig ihre Wahlversprechen brechen.

      Kommunismus war immer Anarchismus in seinem Ziel: absolute Freiheit ohne Herrschaft von irgendwelchen Kapitalisten, die alles an sich gerissen haben, denn Macht in einer Gesellschaft generiert sich nun einmal immer aus dem absoluten materiellen Besitz (ist sogar im Tierreich so).

      So lange wir Zentralistische Strukturen haben, werden wir immer Kriege haben, denn alle Macht-Zentralen werden irgendwann übernommen und dann geht alles von vorne los.

      1. PS: Was mir noch einfiel

        Die Gesellschaftstheoretiker müssten im Grunde nur die Erkenntnisse aus der Kybernetik beherzigen. Eine Grundregel in kybernetischen (sich selbst regulierenden) Systemen war immer, das System bricht zusammen, wenn irgendwann ein Faktor mächtiger als alle anderen wird (keine Selbstregulierung mehr möglich!).

        1. @Aktakul

          Auch die Kybernetik fällt unter NATURGESETZ. Menschen & ihr menschliches Leben gehört genau so dazu – auch wenn man immer noch glaubt, dass man ÜBER diesen Gesetzen stehen würde….
          Das Polaritätsgesetz ist da gefragt( als Überordnung) – wenn ein Pol wegfällt, wird auch der Gegenpol fallen falls sich nicht ein ’neuer‘ (passender Gegenpol finden lässt.
          Dass das nun ersichtlich wird, liegt auch daran, dass das Zerfallen dieses „triumphierenden Pols“ fast im Endstadium ist…..

            1. @Karl

              aha – NIEMAND steht über diesen Naturgesetzen – außer er bildet es sich ein…das wäre dann eine psychische Störung…..
              Warum muss der Mensch VOR „Gesetzen“ stehen?
              Könnten Sie den Gedankengang mal genauer erklären?

      2. #Aktakul, trotzdem hat es sich erwiesen, das der Kommunismus nicht funktioniert. Also was sollen die Vorhersagen des Marx bezwecken/ ergeben?
        Idealismen sind das Böse unter dem Deckmantel des Guten (habe ich geklaut, weiß nicht mehr von wem).
        SO sehe ich JEDEN Idealismus. Auf einer Stufe mit Islamismus, Royalismus, Katholizismus(Kirche/Religion im allgemeinen), etc.- ALLE unter dem Deckmantel des Guten (für wen?).
        Auch Demokratismus, wenn sie, die Demokratie, von Parteien und Politikern MISSBRAUCHT wird!

        1. @Aktakul
          „Er wollte einen Zentral-Staat mit der „Diktatur des Proletariats“ und das führt ganz am Ende auch zu einem „Kapitalismus des Proletariats“, weil die diesen Staat dann übernehmen und Diktatur ist Diktatur, egal wer sie ausübt. “
          Ich denke, hier sollte man sich in die Zeit und die ideologische Realität von Marx zurück versetzen und nicht rückwirkend von heutigen Definitionen werten.
          Zu Marx Zeiten gab es den Begriff der Demokratie und den Begriff der Diktatur noch in etwas anderen Bedeutungen. Demokratie ist erst einmal eine Herrschaftsform, die Herrschaft einer Mehrheit über eine Minderheit und auch in der Demokratie setzt die Mehrheit Repressionen gegen die Minderheit ein, wenn die denn die staatlichen Grundlagen oder die Macht der Mehrheit untergräbt.
          Die Diktatur in der Bedeutung zu Marx Zeiten war eben auch nur eine legitime Herrschaftsform zum Schutz der verfassungsmässigen Ordnung. Da diese Diktatur aber von einer Gruppe ausgeht (in Marx Falle das Proletariat) gab es die Abgrenzung zur Demokratie.
          Zwischenzeitlich gab es faschistische Diktaturen etc und die herrschende Ideologie hat über Propaganda an der Veränderung der Begrifflichkeiten geführt und dann was das getan, was in der Propaganda immer sehr effektiv ist. Man nehme einen Begriff in neuzeitlicher Definition und spiegle ihn so rückwirkend auf einen Autor, der darunter aber noch etwas ganz anderes verstanden hat, zurück. Hätte Marx die Entwicklung vorausgesehen, dann hätte er sicher von der Demokratur des Proletariats oder der proletarischen Demokratie gesprochen.

          Beim Zusammenbruch von Gesellschaften oder Gesellschaftsformen, bzw wenn man diese analysiert, sollte man nicht im nachhinein der Propaganda hinterherlaufen. Hätte die DDR die Devisen gehabt, hätte sie ihre Leute auch reisen lassen, der Staat ist einfach ökonomisch kollabiert. So ging es ja dem gesamten östlichen System, es war einfach ökonomisch nicht konkurrenzfähig und zu dem, was dann von außen über Ölpreismanipulation und ähnlichen noch dazu getan wurde, hat Pohlmann ja eine ganze Menge Forschung beigetragen.
          Was ich viel interessanter finde, ist das eben auch in der Entwicklung der Gesellschaften immer das Peter-Prinzip wirkt. Die, die nach oben kommen, werden immer schlechter, sowohl vom Wissen als auch von der moralischen Basis her und die Systeme bieten dazu in ihrer Entwicklung immer bessere Grundlagen. Dies lässt sich eben nicht nur in der Wirtschaft und der Besetzung von Konzernspitzen beobachten, sondern gilt auch in der Besetzung der politischen Ebene. Alle die, die nach Zerfall der DDR in der BRD später Posten und Pöstchen bekamen, waren auch im politischen System der DDR fest verankert. Von den ewigen Nörglern, die die Bewegung auf der Strasse anführten, hat es keiner ins politische System der BRD geschafft (Bohley etc). Dieses Peter-Prinzip wirkte aber nicht nur in der DDR. Auch unter den Neocons wirkt es effektiv sonst hätten es Baerbock und Co niemals auf ihre jetzigen Positionen geschafft. Echten Persönlichkeiten ist der Aufstieg im System aber versagt….

  4. Als Seitennotiz:
    Francis Fukuyama brachte auch noch ein anderes heutzutage sehr interessantes Buch raus „Our Posthuman Future, Consequences of the Biotechnology Revolution“ -Picador (2003)
    Sehr lesenswert im Zusammenhang mit dem Transhumanismus den der WEF derzeit anstrebt.

    Danke sehr Tim Röper, das neue Buch ist sicher auf meiner Liste!

  5. „In diesem Buch werde ich daher im Detail darauf eingehen, wie das westliche System funktioniert und wer in dem System des Neoliberalismus die Entscheidungen trifft .“….
    …da bin bestimmt nicht nur ich, gespannt, ob man neben den die „Leitenden Angestellten“ (die sehen wir ja..), auch die „CHEF`s HINTER dem Vorhang“ zu sehen bekommen werden ??.. …bin gespannt wie ein „Flitzebogen“ !!..
    …Fukuyama hat sich allerdings 2006 von den US – Neocons abgewandt und als Neueste Erkenntnis sein Buch „Identity“ 2018 (im Prinzip ein Gegenstück ) zu seinen ursprünglichen Ideen der Neocon`s geschrieben !!..
    VORHANG AUF !!…😎😈

  6. Wird wahrscheinlich verboten und verbrannt werden im freien demokratischen Westen mit der Begründung „Putin will mit seinen gefährlichen Gedanken, die unschuldigen Menschen hier infiltrieren“ 🏳️‍🌈

  7. @“Die Ukraine und ihre bedauernswerten Menschen sind nur das Bauernopfer in dem Kampf der Systeme, der zwischen den neoliberalen Globalisten und denen tobt, die sich der Ideologie des Neoliberalismus in den Weg stellen.“

    (1) Das Banderastan hat sich bereitwillig und mit Begeisterung dem Woken Imperium verkauft. Von den Millionen Banderas im Westen sehe ich NIE Proteste gegen die heimische Diktatur, mit der alle offenbar glücklich sind – dann sehe ich keine Gründe, wen zu bedauern.

    (2) Es gibt durchaus Stimmen, Putin spiele nur vor, sich dem Great Reset usw. in den Weg zu stellen – gerne hätte ich möglichst viele Belege gesehen, die das Gegenteil beweisen.
    Im Augenblick trödelt Russland nur irgendwo im Donbas rum, ohne größere Bewegungen.

    1. „Dieses Geständnis der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin A. Merkel hört sich schrecklich an: Fälschungen (als Handlungsmethode des Westens), Intrigen, Manipulationen, alle Arten von Verdrehungen der Wahrheit von Recht und Gesetz, die man sich nur vorstellen kann. …

      Das Hauptziel bestand darin, einen Spannungsherd in der Region zu schaffen. Es folgte ein Regimewechsel, obwohl das ukrainische Volk die von ihm gewünschte Wahl getroffen hatte. Alle rechtmäßig gewählten Präsidenten wurden vom Westen hinweggefegt und ihre Marionetten an die Macht gebracht: Juschtschenko, Poroschenko und dann der „blutige, bunkersprengende“ Zelenski. Schließlich begannen sie, sich auf einen größeren Konflikt vorzubereiten.“

      Об интервью бывшего канцлера ФРГ А.Меркель газете «Цайт»
      https://www.mid.ru/ru/foreign_policy/news/1842643/#3

      Merkel, Steinmeier, und die eigentlich Verantwortlichen, deren Wähler und Anhänger, die denen den Auftrag dazu gegeben haben, ließen seitdem Zigtausende von Ukrainern umbringen. In allen fünf Gebieten, in denen sie sich dazu äußern durften, Krim, Lugansk, Donetsk, Zaporoshje und Cherson, haben die Ukrainer diese von den Deutschen und Mittätern oktroyierte Faschistenbande in Referenden abgelehnt.

      Warum sollte sich Putin dem Great Reset entgegenstellen? Wenn die Deutschen den Great Reset wollen, sollen sie ihn bekommen. Den Kampf der Systeme werden sie so verlieren, und das ist gut so.

        1. Der Great Reset ist selbstverständlich global geplant. Aber er beinhaltet keineswegs zwangsläufig die Dekarbonisierung Russlands und Chinas. Die so genannte Dekarbonisierung ist neben vielen anderen Maßnahmen nur ein Regulierungsinstrument – in dem Fall zur Zerstörung der wirtschaftlichen Stärke und des allgemeinen Wohlstandes.

          Solche destruktiven Instrumente kommen natürlich nur in den Ländern/Regionen zum Einsatz, die geschwächt werden sollen, nicht aber in denen, die nach dem Great Reset eine starke Position innehaben sollen, und auch nicht in solchen, die ohnehin schon bettelarm sind.

          Die Corona-Maßnahmen hingegen wurden weltweit durchgezogen

          1. Für Afrika gab es Kredite nur noch als „Corona-Paket“ mit COVAX-Impfstoff und „Maßnahmen“. Deshalb haben die pro-forma ein wenig mitmachen müssen. Es wollte sich aber kaum jemand impfen lassen. Das Zeugs wurde von Land zu Land verschoben und am Ende oft wegen Ablaufs vernichtet.

            Deren eigene Methoden – überall Fieber messen und einfache Medikamente (Ivermectin, Tambavy CVO, NIMRCAF etc.) für frühe Behandlung und als Prophylaxe – haben sehr gut funktioniert, sie hatten keine Probleme mit „Corona“. Ausnahme besonders Tunesien und Südafrika, wo sie mit ähnlichen Mitteln wie hier eine ähnliche Katastrophe bekamen.

            „Corona“ ist dort also weitgehend gescheitert. Die EU will Afrika dekarbonisieren. Die wehren sich aber strikt dagegen und entwickeln ihre fossilen Energien eben ohne die EU. Das hat dort höchste Priorität.

            Niemand sonst will den Great Reset haben. Die haben völlig andere Pläne. Nur die EU, besonders die Deutschen, sind ganz wild darauf. So wird das hier eine vom Rest der Welt isolierte Insellösung werden.

          2. @„Aber er beinhaltet keineswegs zwangsläufig die Dekarbonisierung Russlands und Chinas.“

            Zugegeben, Westler scheinen mir irgendwie neural neutralisiert und wenn ich etwa in TE die Zusammenfassungen der ÖRR-Propagandasendungen sehe, könnte ich verzweifeln. Doch selbst dem letzten Michel müsste irgendwann merkwürdig vorkommen, wenn der Westen mit Wahnsinnigen Kosten das letzte CO2-Molekül vermeidet und BRICS-Länder – Milliarden Tonnen erzeugen. Die Masche kann nur global funktionieren.

            Noch kürzlich verspottete Putin Klimagedöns – die letzten Jahre weniger. Warum – glaubt er inzwischen an den CO2-Weltuntergang? Von Schwab und Greta bekehrt?

      1. #ach John- da ist einer in einer russischen Kneipe und sagt er wäre Russe!
        Der Wirt sagt aber nein, DU bist kein Russe.
        Der Gast singt die russische Nationalhymne. Der Wird sagt, DU bist kein Russe.
        Der Gast tanzt einen Kasatschok- vom besten. Der Wird sagt, aber DU bist kein Russe.
        Da fragt der Gast, warum nicht? Antwort des Wirtes, weil DU schwarz bist.
        LOL.

        1. Video-Doku: Black in the USSR – Afroamerikaner in der Sowjetunion
          … Auf der verzweifelten Suche nach Gleichbehandlung flohen Hunderte aus ihrem Heimatland, um in der Sowjetunion frei von Diskriminierung zu sein. Einige von ihnen leben noch immer in Russland und erzählen ihre Familiengeschichte.

          21 Nov. 2020
          https://pressefreiheit.rtde.tech/gesellschaft/109418-black-in-the-ussr-afroamerikaner/

          Schwarze Russen gibt es sehr wohl. Das Video ist sehr sehenswert. Außerdem gibt es die Brudervölker in Russafrique, besonders ZAR, Mali und Burkina Faso.

      2. @John M.
        „Merkel, Steinmeier, und die eigentlich Verantwortlichen, deren Wähler und Anhänger, die denen den Auftrag dazu gegeben haben, ließen seitdem Zigtausende von Ukrainern umbringen. In allen fünf Gebieten, in denen sie sich dazu äußern durften, Krim, Lugansk, Donetsk, Zaporoshje und Cherson, haben die Ukrainer diese von den Deutschen und Mittätern oktroyierte Faschistenbande in Referenden abgelehnt.

        Mit Verlaub, es ist Blödsinn, zu sagen „und die eigentlich Verantwortlichen, deren Wähler und Anhänger“.
        Das würde voraussetzen, daß diese „Wähler und Anhänger“ irgend etwas zu sagen hätten!

        Erstmal bezweifle ich sämtliche Wahlergebnisse in Deutschland, obwohl es natürlich erschreckend viele Schwachköpfe gibt, die die momentane Politik tatsächlich SO gewählt und umgesetzt haben wollen.

        Die Grünen haben das Sagen und das bei einer maximalen Zustimmung von 10% in der Bevölkerung, denn mehr als 90% haben sie eben NICHT gewählt! Die Ampel spiegelt nicht den Willen des Volkes wider.

        Die Mehrheit glaubt halt immer noch, mit CDU, SPD, AfD usw könnte was geändert werden. Die sind aber ausnahmslos ALLE mehr oder weniger unterwandert von grünen Ideologen und/oder erpress- und korrumpierbar.

        Selbst WENN eine Politik im Sinne des Volkes versucht werden sollte, gibt’s vom Onkel Sam was auf die Finger, denn nicht umsonst gibt es die „Kanzlerakte“. Außerdem siehe Nordstream…

        Ich finde es also nicht treffend wie du undifferenziert von „den Deutschen Wählern und Anhängern“ sprichst, aber daß du „ein bißchen“ deutschfeindlich eingestellt bist, ist mir in deinen ansonsten lesenwerten Kommentaren schon des öfteren aufgefallen. ICH jedenfalls will KEINEN „Great Reset“ und schon gar nicht diejenigen, die ihn mit Klausis Hilfe durchsetzen wollen und ich bin DEUTSCHER mit mind. 6 Generationen deutscher Vorfahren!

        1. Die Wahlen werden derart manipuliert und gefälscht, daß man die Ergebnisse, die bei ehrlichem Verfahren herausgekommen wären, nur grob schätzen kann.

          Jedenfalls standen folgende „Merkelparteien“ zur Auswahl:
          Grünrotrot oder Grünrotgelb oder Grünschwarzgelb. Alle wollten mit den Grün*innen. Den Wählern all dieser Parteien war klar, daß es in einer Koalition enden würde, in der Figuren wie Baerbock und Habeck den Ton angeben.

          Und die liefern wie bestellt. „Klima“, „Corona“, Russophobie, Great Reset. Über deren Russophobie gab es nach „Novichok“ und „Minsk-Maidan“ keine Zweifel, das Ausmaß an Lüge und Gehässigkeit hat jeden Rahmen gesprengt. An deren Kriegswillen auch nicht nach deren Beteiligung am Sturz Trumps durch Wahlbetrug, da der ihren Plänen im Wege stand. Sie wollten unbedingt erst H. Clinton, dann Biden haben.

          COVID-19: THE GREAT RESET
          KLAUS SCHWAB, THIERRY MALLERET
          FORUM PUBLISHING
          Edition 1.0
          © 2020 World Economic Forum, 91-93 route de la Capite, CH-1223 Cologny/Geneva
          ISBN 978-2-940631-11-7
          https://straight2point.info/wp-content/uploads/2020/08/COVID-19_-The-Great-Reset-Klaus-Schwab.pdf

          Hier das Original, unter „Klaus Schwab Great Reset PDF“ finden sich in der Suchmaschine auch deutsche Übersetzungen. Jeder kann das Werk und die Seite weforum.org mit der Agenda unserer Bundesregierung vergleichen. Alles das wollen diese deutschen Wähler so haben, sie haben es bestellt. Vorwerfen können sie unserer Regierung höchstens, daß sie bei der Umsetzung schwächelt.

          Viele sind in ihren Ansichten noch weit rabiater als Scholz, Baerbock, Habeck, denen man da eine gewisse Mäßigung und Pragmatismus zugute halten kann.

          Nun machen die Wähler dieser Parteien vielleicht die Hälfte der Stimmen oder ein Viertel der Wahlberechtigten aus, bei Berücksichtigung der Wahlfälschung. Auch die „Umfragen“ sind manipuliert. Wie viele es genau sind, darüber kann man streiten. Aber man bemerkt sie schnell, wenn man im Alltag etwas „Falsches“ sagt. Es sind ziemlich viele, sie sind überall.

          Beide Seiten müssen zur Kenntnis nehmen, daß „die Deutschen“ keine gemeinsamen Interessen haben, sondern aus zwei einander feindlichen Lagern bestehen. Kongofranzösisch verstehe ich ohne Probleme, deren seltsames Gender-Framing-Deutsch mit seinen ideologischen Denkmustern und obligatorisch zu teilenden Lügen nicht.

          Es ist nicht so, daß die eine Hälfte von den Russen und die andere von den Amis gesteuert wird. Es ist so, daß die „Opposition“ die „Mehrheitsgesellschaft“ zuerst einmal als Feinde wahrnehmen muß, die mit Argumenten nicht mehr erreichbar sind, da man einander völlig andere Denkweisen hat und nicht mehr versteht.

          Die sind schuldig, die sind zur Verantwortung zu ziehen für das, was schief geht und Deutschland immer näher dem völligen Ruin bringt.

          1. @„Alles das wollen diese deutschen Wähler so haben, sie haben es bestellt. Vorwerfen können sie unserer Regierung höchstens, daß sie bei der Umsetzung schwächelt.“

            Ich habe zuletzt alternativ gewählt, keine Grün:innen – wobei ich nach den Berliner TE-Enthüllungen zur Wahl Zweifel habe, wie eigentlich gezählt wird? Einmal wurde einer erwischt, der einfach 50 Stimmen von der AfD zu den Grün:innen schob – der erklärte es später mit „mein Herz schlägt links“.

            Was aber die schwächelnde Umsetzung angeht – Russland will jetzt kapitulieren, wie Sie ständig den russischen MP über Kapitulation zitieren? Da die letzten Monate es spektakuläre russische Rückzüge gab, was kann anderes gemeint sein? Für gewöhnlich kapituliert verlierende Seite vor der gewinnenden – ob ständige Rückzüge ein Zeichen des Sieges sind?

            1. Wer siegen will, sollte schon in der Lage sein, ungünstige Positionen nötigenfalls aufzugeben. Und sollte auch das Spiel von Vorstößen und Rückzügen beherrschen. Strategisch und operativ sind die Russen meisterhaft.

        1. Richtig und außerdem – wen interessiert schon wie gewählt wurde.
          Es wird immer dieselbe Politik gemacht mit unwesentlichen Änderungen.
          Wie Merkel schon (sinngemäß)sagte:
          „Wir haben kein Recht auf Demokratie für alle Zeiten“
          und
          „Man kann sich nicht darauf verlassen, daß NACH den Wahlen gemacht wird,
          was VOR den Wahlen versprochen wurde“

  8. „Geld regiert die Welt“

    diesen einfachen Spruch kannte schon jede Oma annoduzemal und fasst das wesentliche Übel prägnant zusammen.

    Mammonismus. Alles andere leitet sich daraus ab, inkl. Kriege.

    Wer ergebnisoffen -ob Schund oder Idee- Ansichten/Thesen eines eher Unbekannten lesen will:

    Silvio Gesell.

    Der „Wertewesten“ mit seinen Protagonisten wird -m.E.- allerdings die 1945 errungene Macht mit Mann/Frau und Maus/Panzer bis zum letztmöglichen Ende blutsaugend verteidigen.

    1. Ich kaufe auch keine echten Bücher – obwohl ich in Deutschland lebe. Ich kann Dir aus vergangenen Anfragen sagen: Thomas und eBooks, das ist keine Liebe – um das mal oberflächlich darzustellen. Du solltest nicht drauf zählen.

  9. Aus England;
    Andrew Bridgen ist Tory-Abgeordneter.
    Andrew Bridgen gehört also der Regierungspartei an.
    Er richtet sich mit seiner Forderung, die COVID-19 mRNA-“Impfungen” unverzüglich zu stoppen an die von seiner Fraktion geformte Regierung.
    Und er ist damit nicht allein.
    Danny Kruger, Tory Abgeordneter für den Wahlkreis Devizes in Wiltshire ist einer der MPs die Andrew Bridgen in seiner Forderung unterstützen.

    Gutes Wochenende
    weiteresen>>>>>> https://sciencefiles.org/2022/12/16/sofort-stoppen-abgeordnete-der-britischen-regierungspartei-fordern-sofortiges-ende-der-schaedlichen-mrna-covid-19-impfungen/

  10. Oh, nein Wikipedia verbreitet antisemitische Verschwörungstheroien
    ich zitiere aus der Tabelle rechts oben;

    Founded Early 1990s
    Founding location Ukraine
    Territory Active in many parts of Eastern Europe, in the former Soviet Union, Western Europe, United States (mostly Brighton Beach and Miami) and Israel.
    Ethnicity Predominantly Ukrainian Jews and Ukrainians
    Criminal activities Racketeering, drug trafficking, entryism, extortion, loan sharking, murder, human trafficking, construction management, money laundering, robbery, bootlegging, arms trafficking, gambling, bribery, fencing, prostitution, theft, skimming, pornography and fraud
    Allies Russian mafia
    Camorra
    ‚Ndrangheta
    Bulgarian Mafia
    American mafia
    Armenian Power
    Triads
    Serbian mafia
    Romanian Mafia
    Israeli mafia
    https://en.wikipedia.org/wiki/Ukrainian_mafia

  11. Ich habe auch ein Exemplar bestellt. Um es zu verschenken und um Herrn Röper zu unterstützen.
    Aber ein wenig traurig ist es doch. Alles was heute passiert kann man in einem heute unbeliebten Werk aus dem 19. jahrhundert nachlesen – und ja ich meine „Das Kapital“ von Karl Marx.
    Wir stehen an der Schwelle zum Endspiel des Kapitalismus. In absehbarer Zeit wird die notwendige Produktion automatisiert, damit ein Lebensstandard wie wir ihn in europa kennen oder besser kannten für jeden Menschen auf der Erde möglich. Wenn die Lebenssicherung automatisch und effizient garantiert ist, entfällt die gesellschaftliche Notwendigkeit für Herrschende und Beherrschte. Das ist der Kampf, den wir gerade führen.
    Das WEF und seine Mannen wollen, so scheint es, die Herrschaft der Mächtigen erhalten, in dem sie einfach auf das Volk verzichten. Dafür sind dumme Politiker und Medien essentiell. In China möchte man anscheinend das Volk mit Politoffizieren überschwemmen (das hat schon in der DDR gut funktioniert) und in Russland überführt man alle „wichtigen“ Betriebe in 51% Staatsbesitz und hat (so ziemlich allein in der Welt) das Volk als Ziel der Politik erkannt. Das scheint mir die beste Lösung zu sein, da es die Produktivkräfte entfesselt (wie man früher gesagt hätte) – logischerweise scheint das Land ja gerade von Innovationen überschwemmt zu werden. Weswegen es ökonomisch das Potential hat zu gewinnen.

    Traurig, weil ich in keinem Kommentar oder bei Herrn Röper den Namen Marx gefunden habe. Alles was passiert und passieren wird, passiert weil es aufgrund von Naturgesetzen der Gesellschaft so kommen muss, nicht weil hier und da ein Idiot an die Macht kam. Die Idioten fügen nur eine gewissen Unschärfe hinzu.

      1. Oh in der Tat, vielen Dank. Das hatte ich übersehen.

        Mit den „Naturgesetzen der Gesellschaft“ ist aus meiner Sicht gemeint, dass die Entwicklung der Gesellschaft sich unabhängig (wie gesagt unbenommen einer gewissen menschlichen Unschärfe) von den Menschen und ihrem Willen und Wollen entwickeln.
        Dies geschieht immer im Rahmen von Verhältnissen die einen treibenden Widerspruch auslösen. Ist der Widerspruch gelöst, ergab sich in der bisherigen Historie stets ein neuer Widerspruch.
        Im alten Rom war dies der Widerspruch zwischen den besitz- und rechtlosen Sklaven und ihren Herren beispielsweise. Im Laufe der Entwicklung löste sich dieser Widerspruch und das Feudalsystem entstand, weil sich die Möglichkeiten der landwirtschaft verbesserten und die gesteigerte Produktion den oben benannten Widerspruch immer heftiger werden liessen, einfach gesagt die Reichen wurden immer reicher, die Sklaven sahen immer mehr was möglich war und wie sie leben könnten – das ganze wurde dann durch Landschenkungen und den Übergang zu einer feudalen Produktionsart gelöst. Zu Anfang war diese neue Lebensform progressiv im Vergleich zum Sklaventum vorher. Nebenbei änderten sich Moral, Ethik, Sexualität und vieles mehr (aber eben als Folge und nicht als Ursache) – die heterosexuelle Kleinfamilie hat genau da ihren Ursprung.

        Im Kapitalismus ist der grundlegende Widerspruch der zwischen denen die arbeiten, um zu überleben und denen die die Mittel zur Arbeit und auch alles andere besitzen.
        Wenn die Produktion automatisiert wird oder zumindest nur noch sehr wenige zur Überwachung der Produktion benötigt werden, entfällt dieser Widerspruch. Notwendigerweise ändert sich auch alles andere. Unabhängig ob Menschen (arm oder reich) das wollen oder nicht. Deshalb naturgesetz. Ein Stein fällt nach unten, ob man es will oder nicht. Aber man kann den Prozess verlangsamen….. oder eben im Fall des WEF …. ohne Menschen in nennenswerter Anzahl keine Gesellschaft (was auch nur eine Verlangsamung ist)
        Fazit: Es gibt keine „besonderen Menschen“. Wenn es soweit ist, findet sich schon ein junger gutaussehender 20jähriger. So wie sich auf der anderen Seite eine Frau Baerbock findet, die den Posten ausfüllt den die Geschichte ihr zugedacht hat.

        1. Danke für die Antwort. Ich denke ich habe verstanden was Sie sagen wollen, trotzdem tu ich mir schwer in diesen Zusammenhang von Naturgesetzen zu sprechen. Solche sind für mich Grössen, die von den Menschen nicht verändert aber auch nicht ignoriert werden können.
          Der Aufbau einer Gesellschaft ist aber doch Menschenwerk. Das in der Geschichte sich wiederkehrende Muster zu beobachten sind, stimmt, aber als Naturgesetze würde ich diese nicht bezeichnen.
          Der Mensch könnte, wenn er wollte aus genau dieser Geschichte lernen, begreifen was schiefgelaufen ist und es besser machen. Dass genau das nicht passiert ist nicht zu leugnen.

          1. fox.mulder spricht von Widersprüchen, bei Marx waren es halt die Bedürfnisse. Um bei seinem Beispiel zu bleiben, wird das Bedürfnis eines Sklaven nach Freiheit erfüllt, folgt das Bedürfnis auch selbstbestimmt zu leben, mitentscheiden zu können etc… Bedürfnisse sind nicht nur auf Konsum ausgerichtet sondern in diesem Zusammenhang tiefer zu sehen und sie umfassen alle gesellschaftliche Bereiche. Habe ich endlich gelernt zu lesen, dann möchte ich mir auch ein Buch oder eine Zeitung leisten können um es anzuwenden … zum Beispiel.
            Ob diese Gesetzmässigkeit nun ein Naturgesetzt ist oder als solches bezeichnet werden kann … mhhh da möchte ich mich jetzt nicht festlegen 😉

            1. und das ist mit Verlaub genau der Punkt, wo sie beide der Propaganda aufgesessen sind.
              Wie hat man den rausgefunden (und quasi für alle bewiesen), dass Äpfel aufgrund der Gravitation auf der Erde vom Baum nach unten fallen? Man hat tausende und abertausende fallen gelassen und gesagt „Hhhmmm keiner fiel nach oben, scheint zu stimmen“.
              Nun kam vor 150 Jahren jemand und hat die gesellschaftliche Entwicklung beobachtet, in tausenden von Einzelfällen. Und erkannte ein gesetzmäßiges Muster der Entwicklung, welches unabhängig vom Willen des Menschen wirkt. Das ist EXAKT das Gleiche (nicht nur dassselbe :)). Es ist nur ungewohnt, denn wir werden alle seit Jahrzehnten mit der Theorie der besonderen Menschen bombardiert, solche die dann die Weltgeschichte schreiben.
              Wenn ich aber auf solche Thors und Batmans oder Helden/Könige warte, dann tue ich selber nix. Wer hält sich selbst schon für auserwählt die Geschichte zu ändern. Es lähmt die Menschen und verzögert längst überfällige Entwicklungen. Europa hätte sich auch an die Spitze der weltweiten Entwicklung setzen können, wir ziehen es vor am Ende zu stehen. Das ist (zum Teil) so eine Unschärfe.

              Nebenbei Marx schrieb von Bedürfnissen die im Rahmen der Auflösung der gesellschaftlichen Widersprüche nach Befriedigung verlangen. Wird der Hauptwiderspruch der Epoche aufgelöst, also die daraus resultierenden Bedürfnisse zumindest soweit befriedigt, dass Entwicklung passieren kann, beginnt eine neue Epoche.

              1. „und das ist mit Verlaub genau der Punkt, wo sie beide der Propaganda aufgesessen sind.“
                Ähm, was ist jetzt genau der Punkt?

                Darf ich nebenbei auch noch die Bemerkung einwerfen, dass man sich Wissen auf verschiedenen Wegen aneignet und dabei auch zu verschiedenen Ergebnissen kommen kann? Das muss nicht immer mit Propaganda zu tun haben 😉

                1. nun der Punkt ist eben genau dies, dass wenn man denkt die historische Entwicklung sei lediglich eine Abfolge menschlicher Entscheidungen, die einige Menschen frei nach ihrem Denken und Ansichten, Charakter oder ähnlichem treffen, dann stimmt das halt nicht und es lähmt ihren eigen Willen – weil man dann immer auf „auserwählte“ Menschen wartet. Das nutzt die Propaganda aus, in dem sie den einzelnen Menschen immer mit Makeln behaftet darstellt und ihnen persönlich nicht erreichbare Kunstfiguren in Geschichte und Medien präsentiert.

                  Die von Marx erkannte Wahrheit gesellschaftlicher Entwicklung geht darüber hinaus. Ja die Geschichte ist eine Abfolge der Entscheidungen von Menschen. Nur treffen diese Menschen diese Entscheidungen nicht aufgrund ihrer Auserwähltheit, ihres Intellekts oder Charakters. Die Entwicklung der Verhältnisse schafft den Raum und den Platz, der dann mehr oder minder zufällig von einer passenden Person ausgefüllt wird. Charakter, Moral, Ethik, politische Meinung ja selbst sexuelle Orientierung resultieren aus diesen gesellschaftlichen Verhältnissen. Kurz, wäre es nicht Frau Baerbock gewesen, dann jemand von ähnlichem Intellekt und sozialer Herkunft – das ist dem Lauf der Geschichte egal.

                2. Aber das hat doch niemand bestritten.
                  Es bedarf der revolutionären Situation sowie der richtigen Person am richtigen Ort zur richtigen Zeit für erfolgreiche Änderungen.
                  Ob die Situation dann erfolgreich ausgenutzt werden kann und in welche Richtung sich dann die Geschichte bewegt liegt wieder an denen, die dann die Richtung vorgeben, oder auch an denen, die nicht ganz oben angekommen sind und versuchen, dann von unten die Geschicke in eine andere Richtung zu zwingen.
                  Sitzt diese Person aber auf der anderen Seite der Macht ist sie sehr wohl in der Lage Entwicklungen zu beschleunigen oder aufzuhalten. Die grobe Richtung der gesellschaftlichen Entwicklung mag vorgegeben sein, wie genau, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Geschwindigkeit sie sich verändert liegt an den Strippenziehern. Ich denke es gibt hier so etwas wie eine wechselseitige Abhängigkeit…

                3. … den die bisherigen Machthaber haben natürlich auch Marx studiert und sehen zu, wie sie dieses erkannte Naturgesetz der gesellschaftlichen Entwicklung außer raft setzen können …

                4. @Ni-na
                  Diese gesammten Gesellschaftswissenschaften begannen in ihrer Bedeutung erst mit der industriellen Revolution. Psychologie, Moral, Ethik und all dies, auch Propaganda wurde wissenschaftlich erst mit der beginnenden Industriealisierung richtig angegangen
                  Die Herrschenden waren sich schon bewusst, dass die Schäfchen sich nicht unbedingt von selbst in ihre Lage fügten, sondern, dass man da ein wenig nachhelfen konnte.

  12. Zur Lektüre empfohlen.

    https://www.nakedcapitalism.com/2022/12/michael-hudson-discusses-the-future-of-europe-and-global-restructuring.html

    „The Eurasian countries will still visit Europe as tourists, as Americans like to visit England as a kind of theme park of post-feudal gentry, the posting of the palace guards and other quaint memories of the days of knights and dragons. European countries will look more like that of Jamaica and the Caribbean, with hotels and hospitality becoming the main growth sectors, with Frenchmen and German waiters dressed in their quaint quasi-Hollywood costumes. Museums will do a thriving business as Europe itself turns into a kind of museum of post-industrialism.“

  13. Ich habe das Buch (noch) nicht bestellt, weil ich möchte, dass die Unwissenden ihre Defizite aufarbeiten können. Die 80 Prozent der Gesellschaft kommen dann voran, wenn ihnen die 20 Prozent der ewig Besserwissenden nicht immer alles vor der Nase wegschnappen würden. 😉

  14. ….die Angloamerikaner und ihre EU – NATO – Vasallen warten darauf, dass die Russische Arme ihre Kiewer Söldner mit einer grossen Offensive angreift… ..aber die Russische Armee, mahlt weiter die „Schreddermühle“ im Donbass und schickt Raketen !!…🤣😈

  15. Das gegenwärtige Geschehen ist stets nur eine der möglichen Spielarten bezogen auf die augenblickliche Situation. Im Grunde hat der laufende Prozess mit dem Zustandekommen der ersten Städte ihren Anfang genommen. Stets führte die Konzentration von Waren, Geld und menschlichen Potentialen zur Bildung von Macht, deren Herrschern und Eliten. Natürlich folgten irgendwann Stadtebünde, Reiche und Hauptstädte. Begleitet von Kämpfen mit- und Gegeneinander. Der Bildung von Länderbündnissen und letztendlich einer alles umfassenden Weltregierung. In der Folge kummulierten sich Machtblöcke die sich als übernational, ja als global geltend auffassen. All dies war absehbar. Ebenso die zunehmende Knappheit von Produkten bei zunehmender Bevölkerung einfach weil, da die Ressourcen dafür nicht unbegrenzt verfügbar sind. Vor allem nicht für Jeden. Die ganze Entwicklungslinie lässt erkennen, das nicht vornehmlich Vernunft und aufrichtiges Miteinander die Regeln bestimmten. Und die Geschichte ist lang! Vernünftiges und aufrichtiges Für- und Miteinander ist nicht des Menschen Ding. Auch die östlichen Bündnisse werden sich auseinander setzen. Und die Herren (überwiegend in den USA hausend) werden diesen Prozess liebend gern zum köcheln bringen. Eine positiv geeinte Menschheit bleibt ein Wunschtraum. Alle die herrschen wollen, sorgen schon dafür. Russland kommt aufgrund seiner Ressourcen nun zunehmend globaler Bedeutung zu. Putin wird gehasst, weil er zum Umdenken nötigt. Hoffen wir, das er sich durchsetzen kann.

    1. @Rainerli:

      Die ganze Entwicklungslinie lässt erkennen, das nicht vornehmlich Vernunft und aufrichtiges Miteinander die Regeln bestimmten.“

      Würde das zutreffen, hätten die Menschen in ihren Höhlen bleiben müssen.
      Und selbst das wäre nicht gutgegangen, denn auch in einer Steinzeithöhle haben sich die Menschen vertragen müssen.
      Der Mensch hat bis heute überlebt, weil der Konsens, das Vertragen, das einvernehmliche Miteinander, wie auch immer Sie es nennen möchten, in seinen Genen festgeschrieben ist.
      Kein einziges Dorf, keine einzige Stadt wäre gebaut worden ohne diese menschliche Eigenschaft.
      Es gäbe keine Staaten, keine Autos, keine Heizung und auch keinen Fußballverein.

      Die Auffassung, dass der Mensch sich um die Ressourcen prügeln müsste beruht auf den alten Erfahrungen, ist aber ein Irrtum.
      Ein Irrtum, den sich diejenigen zunutze machen, die mehr aufhäufen wollen als sie eigentlich bräuchten.

      Das sind die, die versuchen, diese Behauptungen, der Mensch müsse um seine Ressourcen kämpfen, in den Weltvorstellungen festzuhalten.

      Der russische Präsident hat das bewiesen.
      Jahrzehntelang hat der ehemalige Feind Deutschland und ander Länder günstige Öl und Gaslieferungen zuverlässig geliefert bekommen, ohne das auch nur ein Land darum kämpfen musste.
      Im Austausch hätte es ein guter Frieden zwischen Ost und West sein können, leider hat die abgrundtief dämliche
      Nato-Osterweiterung und die Ablehnung jeglicher Verhandlungen von seitens der Westregierungen über die Sicherheitsstruktur das verhindert.
      Es dauert wohl noch mit den Erkenntnissen.
      Aber es wird begriffen werden.

  16. Man muss es stärker formulieren: Gegenwärtig geht es um die judikative, ökonomische und pekuniäre Unterwerfung Aller durch eine einzige Instanz, der USA.

    Früher waren es die Römer, die mit gnadenloser Gewalt gegen die Barbaren ein Imperium errichteten. Wenn eine Stadt zu lange Widerstand leistete, wurden sie mit Mann und Maus niedergemacht. In Judäa sollen sie 1 Mio, in Nordafrika sogar 2 Mio umgebracht haben. Sie nannten das mit dem Schwert geschaffene Gebilde „pax romana“.

    Dann wechselten sich Portugiesen, Spanier, Franzosen, Italiener, Briten, Deutsche und – im asiatischen Raum – Japaner in rascher Folge ab; jeder wollte vom ganz großen Kuchen das größte Stück abhaben. Es war immer ein Kampf der selbsternannten Zivilisierten gegen die sogenannten Barbaren um Zugriff auf Rohstoffe anderer Länder und deren Personal, um weiter Krieges führen zu können.

    Wer sich dagegen wehrte, wurde niedergemacht. Auf diese Weise haben die Briten mit einer 50.000 Garnison das damals 600 Mio Volk Indien beherrscht.

    Im Bestreben eine „pax americana“ zu errichten sehen sich die (weiße) USA in ihrem evangelikalen Aberglaube als Nachfolger des römischen Reiches. Dort herrscht die Überzeugung, man müsse einen Widersacher nur hart genug bestrafen, dann würde er seine Irrtum schon einsehen. Man will ganze Völker mit dem Schwert bekehren.

  17. Letztlich geht es immer um die vollständige Kontrolle aller durch eine kleine Gruppe durch Überstülpen der eigenen Legislative und der eigenen Sprache. Daraus erklären sich auch die despektierlichen Äußerungen der USA gegenüber europäischen Ländern incl. Rußland von George Friedman am 04.02.2015 „Europe: Destined for Conflict?“ in youtube.com/watch?v=QeLu_yyz3tc

    Man muss sich das Video in voller Länge ansehen, um die Denkweise zu verstehen.

  18. Putin will die Ukraine. Die Zerstörung der ukrainischen National-Bewegung ist seit jeher das Ziel russischer Herrscher. Er will die konservative Herrschaftsform in Russland bewahren. Auch da reiht er sich ein. Er will als Mehrer russischer Erde in die Geschichte eingehen. Auch nicht neu. Er will das, was russische Autokraten immer wollen.

    1. @Mercy
      „Die Zerstörung der ukrainischen National-Bewegung ist seit jeher das Ziel russischer Herrscher.“

      Die Zerstörung der Sowjetunion und mittlerweile Russlands ist seit jeher das Ziel nationalistischer ukrainischer Regierungen.
      Dafür haben sie sogar auf Hitlers Seite gekämpft.
      Und dafür haben sie sich mit der Nato verbündet.

  19. „… denn entgegen allen Bemühungen der USA, der Welt das neoliberale Modell aufzudrängen, haben sich dem etwa 140 Staaten widersetzt.“

    Da würde ich doch erst mal den Begriff „neoliberal“ etwas ins Rampenlicht rücken. Liberal klingt in meinen Ohren immer noch nach frei – da kann die FDP anstellen, was sie will. Wenn „neo“ dasselbe wie Orwells „Neusprech“ ist, also den Originalbegriff nach Belieben pervertiert – meinetwegen. Aber einer Charakterisierung ist der Begriff doch allemal wert, wenn man sich anschickt, ihn zu attackieren. Warum? Weil Russland zumindest nicht mehr dem klassischen Abziehbild des Gegenstücks zum Kapitalismus entspricht. Es gibt dort eine Marktwirtschaft, es gibt dort Kapitalismus (nein, ich finde nicht, dass das dasselbe ist), es gibt Milliardäre und noch so einiges, was es in den USA auch gibt. Und natürlich nicht nur in Russland, sondern in vielen der zitierten 140 Länder der Welt, die sich angeblich dem Neoliberalismus entgegenstemmen.

    Dies ist nicht meine Wahrnehmung. Die meisten meiden die hegemonialen Anmaßungen der USA, die einen mutiger, die anderen charakterlos. Auch Deutschland verfolgt seine eigene Agenda; sonst hätte ich hier nichts gelesen von Habecks Murren angesichts amerikanischer LNG-Preise, von einem Subventionskonflikt zwischen der EU und den USA. Also, hier hätte ich mir eine schärfere Reißnadel für die Definitionen gewünscht.

    „Russland, das nehme ich hier schon vorweg, steht für das Gegenteil, …“

    Ja, nun… Wie soll man das Gegenteil von etwas definieren, das selbst nicht definiert ist? Die Amis haben einen Präsidenten, die Russen auch, die Amis haben ein Parlament, die Russen auch, die Amis haben Milliardäre, die Russen auch – wo ist da das Gegenteil? Natürlich ist die Frage rhetorisch, denn es gibt vielfältige Unterschiede. Ich hoffe dennoch, dass klar geworden ist, was ich meine.

    Und dann ist schließlich doch auffällig oft von Putin die Rede, wenn von Russland die Rede ist. Das eint sozusagen die westlichen Mainstream-Medien und Thomas Röper. Und beide Seiten haben Recht damit, denn Putin prägt Russland gewaltig, ich würde sagen, weitaus stärker als Biden die USA. Und das macht mir Sorgen, denn Putin ist 70 Jahre alt. Hat er schon mal daran gedacht, sich einen Kronprinzen aufzubauen, der auch nur annähernd sein Format hat? Das braucht seine Zeit. So jemanden kann man nicht aus dem Hut zaubern, weil er sonst fünf bis zehn Jahre erst mal herumstolpert und Unheil anrichtet. Medwedjew kann’s ja wohl nicht sein; der kann ihm ja nicht mal das Wasser reichen.

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