Kein Wort in Medien

Ukraine greift Atomkraftwerk in Saporischschja an

Am 18. Juli hat die ukrainische Armee das Atomkraftwerk in Saporischschja, das seit Beginn der Militäroperation unter russischer Kontrolle ist, mit drei Kamikaze-Drohnen angegriffen.

Ich habe extra einige Tage gewartet, bevor ich diesen Artikel schreibe, denn ich wollte abwarten, ob deutsche „Qualitätsmedien“ nicht doch noch über den ukrainischen Drohnengriff auf das Atomkraftwerk in Saporischschja berichten. Dass es irgendwo kleine Meldungen gegeben hat, kann ich nicht ausschließen, aber die großen deutschen „Qualitätsmedien“ sind nicht der Meinung, dass die Deutschen erfahren sollen, dass die ukrainische Armee das mit vier mächtigen Reaktoren größte Atomkraftwerk Europas mit drei Kamikaze-Drohnen angegriffen hat. Dass es dabei zu keiner Katastrophe gekommen ist, wird von Verantwortlichen als „glücklicher Zufall“ bezeichnet.

Ein Vertreter der Behörden in Saporischschja erklärte, dass das Ziel des Angriffs wahrscheinlich das Kühlsystem, also die empfindlichste und kritischste Stelle des Kraftwerks, war. Bei dem Angriff wurden elf Menschen verletzt, vier von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand. Der Chef der örtlichen Militärverwaltung kommentierte den Vorfall wie folgt:

„Die Leute in der Ukraine verstehen nicht, was vor sich geht. Einen Atomreaktor oder das Kühlsystem, auf das sie gezielt haben, anzugreifen, (…) ist nicht nur, eine Brücke in die Luft zu jagen, sondern halb Europa würde wegfliegen. Und die Europäer versorgen Kiew immer noch mit Waffen.“

Alle vier Blöcke des Kraftwerks laufen weiterhin normal und es versorgt die Ukraine nach wie vor mit Strom, auch wenn das Kraftwerk unter russischer Kontrolle ist. Eine der Merkwürdigkeiten in der derzeitigen Ukraine ist es zum Beispiel, dass das Kraftwerk trotz der Kampfhandlungen weiterhin Strom in die Ukraine liefert. Der Chef der Militärverwaltung sagte:

„Wir liefern jeden Tag Strom für mehr als eine Million Dollar in die Ukraine. Nach dem alten ukrainischen Tarif liefern wir umgerechnet ungefähr diesen Betrag. (…) Das wäre ja auch schlecht für sie selbst. Denn wenn das Kernkraftwerk in eine Notfallsituation gerät, wird die Arbeit der Blöcke unterbrochen und die Energiebalance im gesamten Südosten der Ukraine wäre gestört, und es würde zu massiven Störungen kommen.“

Ob die deutschen Medien wohl auch so hartnäckig schweigen würden, wenn Russland ein Kernkraftwerk mit Drohnen angegriffen hätte und eine nukleare Katastrophe in Kauf genommen hätte?


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

81 Antworten

      1. Nicht nur Banderas geistige Epigonen, sondern auch die authentischen Anhänger des Islam – Hartmut Krauss hat in seinen Aufsätzen den Islam wahrheitsgetreu und sachlich als Ideologie herausgearbeitet -(tschetschenische, krimtatarische und syrische Islamisten) kämpfen für die Machteliten des US-Imperiums und dessen Satellitenstaaten.

    1. @ WyattE sagte…….

      „““ Man hoert ja auch im Westen nur von russ. Kriegsverbrechen nie aber von Kriegsverbrechen der Ukra Nazies „““

      Hier ein Artikel vom letzten Monat…….. im Ausland – auch auf der anderen Seite des Atlantiks
      wird über die Heldentaten der Ukro-Nazis & deren Anführer Selenskyjs berichtet……. warum nicht auch in unserem Deutschland. ???

      Ukraine: die Desinformation im „Informationssystem“ – 20. JUNI 2022

      Der italienische Geheimdienst überwacht alle pro-russischen Influencer in seinem Land. Dies ist keine römische Modeerscheinung, sondern eine koordinierte Praxis in allen NATO-Mitgliedstaaten……………..

      Das freigegebene Dokument über „Desinformation im russisch-ukrainischen Konflikt“ (siehe unten), das vom Sicherheitsinformationssystem der Republik verfasst wurde, schreibt den „Erzählungen der russischen Propaganda“ die Präsenz von Neonazi-Kräften in der Ukraine und Russophobie zu und präsentiert als Frucht der russischen Propaganda. „Angriffe auf Selenskis Image“……………..

      Zu diesen Berichten gehören das Verbot der Sozialistischen Partei der Ukraine und die Beschlagnahme ihres Eigentums, Maßnahmen, die auch in Bezug auf zehn andere politische Parteien ergriffen wurden;

      und Selenskyjs Befehl, 100 Millionen russische Bücher, darunter alle Klassiker der russischen Literatur, zu vernichten, weil sie „das Böse verbreiten“.

      Während russische und belarussische Athleten von 125 internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen wurden,

      zeigte eine ukrainische Athletin bei einem internationalen Boxwettbewerb in Ungarn die Neonazi-Flagge von Asow und weigerte sich, sie zu entfernen…………….

      Vollständiger Artikel……….
      https://www.voltairenet.org/article217356.html

      1. NATO – MEMENTO MORI: Bedenke, dass du sterben wirst – 21. Juli 2022

        Meiner Ansicht nach ist es an der Zeit, es einfach einmal so brutal wie es ist aussprechen. Wir wissen nicht was kommt, aber wir wissen was gerade geschieht. Der US-Imperialismus und seine aktuelle real-faschistische Phase in seinen – vor allem europäischen – Satelliten-Staaten neigen sich dem Zusammenbruch zu.

        Der 2014 auf Drängen des Westens von der Ukraine gegen Russland gerichtete und ab 2022 von Russland gegen die Verursacher gewendete Krieg ist eine gravierende Zäsur in der Weltpolitik.

        Die Operation Russlands in der Ukraine ist erst der Beginn vom Ende der unipolaren, angloamerikanisch dominierten Welt.

        Jedes System hat bis zuletzt geglaubt es lebe ewig. Allmählich schwant einigen Hauptdarstellern jedoch: Die Rolle der zahlreichen Nationalstaaten im zukünftigen politischen Gefüge der Welt wird nun – Land für Land – unausweichlich, neu und für
        lange Zeit definiert.

        Nicht nur deren Platz und ihre Bedeutung wird bestimmt. Sogar ob und welche Staaten in welcher Gestalt bestehen bleiben, welche untergehen oder in andere Staaten übergehen werden.

        Ein unglaublich einfältige, arrogante Kaste im Westen – ohne Allgemeinbildung und Empathie geschweige denn Gewissen – hat geglaubt, Russland von der politischen Weltkarte verschwinden lassen zu können.

        Zur Jahreswende 2021/2022 wurde Russland immer stärker eingeschnürt und seine offen und deutlich formulierten Sicherheitsinteressen vom Westen höhnisch ignoriert.

        Verhandlungen wurden strikt verweigert, obwohl das Leben von Milliarden Menschen davon abhängt………….

        Weiter…….
        http://hinter-der-fichte.blogspot.com/2022/07/nato-memento-mori-bedenke-dass-du.html

  1. Eben zu lesen beim ARD-Text: Strack-Zimmermann plädiert für direkte Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine.

    Ich plädiere dafür, Strack-Zimmermann sofort an die vorderste Frontlinie zu schicken und Friedensverhandlungen oder Gefangenenaustausch auszusetzen, bis dieses Subjekt begriffen hat, was Krieg ist.

  2. Saporischschja? War da nicht was? Klar war da was: laut IAEA werden dort 30 Tonnen Plutonium und 40 Tonnen angereichertes Uran gelagert. (Quellen über Google-Suche nach Saporischschja+Plutonium)

    Wenn man das mit Kamikaze-Drohnen bearbeitet, hatte man wohl die Mutter aller schmutzigen Bomben…

    Über einen EU-Beitritt der Ukraine bräuchte man dann wohl nicht mehr nachdenken. Mangels Ukraine. Und mangels großer Teile der EU …

  3. Mich wundert dabei fast nur noch, dass die Mainstream-Medien nicht einen komplett irreführenden Artikel darüber geschrieben haben, wie in etwa:

    „Drohnenangriff auf ukrainisches Kernkraftwerk
    Auf das ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja hat ein Militärdrohnenangriff stattgefunden.
    Der Angriff galt den Kühltürmen – bei einem erfolgreichen Angriff wäre nicht nur die Ukraine, sondern auch weite Teile Resteuropas für lange Zeit verseucht.
    [Ein paar technische Details über die Kühltürme und die zu erwartenden Konsequenzen bei ihrer Zerstörung].
    Experte XYZ folgert, dass der Angriff vollkommen unverantwortlich war und nicht straffrei ausgehen sollte.
    Auch bei einer kurzzeitigen Abschaltung des Kraftwerks zur Verhinderung eines noch schwereren Unfalls würde große Teile der Ukraine durch Stromausfälle geschädigt.“

    Nichts gelogen, aber was würde wohl typische Spiegel-Leser oder ARD- und ZDF-Zuschauer denken, wer hier wen angreift? Das dürfte massive Unterstützung für einen atomaren „Gegenschlag“ auf Moskau auslösen.

      1. Ich glaube nicht, dass die hier mitlesen — die dürfen ja selbst nicht zu viel von der Wahrheit erfahren, sonst würde die Gefahr bestehen, dass sie irgendwann überlaufen.

  4. Und wieder ein Beweis mehr, daß den Faschisten der „ukraine“, der „eu“ und den inselgeafften yankee’s incl. ihrer Auftraggeber sämtliche Bevölkerungen aber sowas von egal sind….. 🤮🤮

    1. Kiew bestätigt Einsatz von Kamikaze-Drohnen bei Akw Enerhodar

      Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben Kampfdrohnen am von Russlands Armee besetzten Atomkraftwerk Enerhodar eingesetzt. „Mit Kamikaze-Drohnen wurde ein Angriff auf eine Zeltstadt und feindliche Technik ausgeführt“, teilte der Militärgeheimdienst am Freitag in Kiew mit. Zerstört worden seien dabei Luftabwehr und ein Mehrfachraketenwerfer des Typs Grad (Hagel). Den Geheimdienstangaben zufolge sind drei Russen getötet und zwölf verletzt worden. In einem dazu veröffentlichten Video sind Zelte und vor einer Explosion fliehende Menschen zu sehen.

      Zuvor hatte bereits die russische Besatzungsverwaltung des Gebiets Saporischschja über die Attacke rund 440 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew berichtet. Demnach sollen elf Kraftwerksmitarbeiter verletzt worden sein, vier davon schwer. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

      (https://www.pnn.de/ueberregionales/lawrow-bekraeftig-sicheren-transport-ukraine-fuerchtet-stockenden-getreide-export-nach-raketenangriff-auf-odessa/28063400.html?liveblog._id=urn:newsml:localhost:2022-07-22T21:17:11.518413:e26f7fcd-9ac6-40a4-9bb0-bdd3c0b3f0f6__newest_first)

  5. Die Ukrainische Soldateska ist wohl so extrem verblödet, das sie nicht mal kapieren, das sie sich damit selbst einem ziemlich grausamen Tod aussetzen.
    Wenn das Kühlsystem kaputt ist, kommt es zur Kernschmelze, es passiert genau das Selbe wie in Fukushima und das hat große Teile der Umgebung und der Japanischen Inseln verseucht. Es gibt heute viele Gebiete, die unbewohnbar sind.

    Denken ist in der Ukraine zum echten Glücksfall geworden. Zu viele Drogen bei den Soldaten? Obwohl speziell Nazis – auch bei uns – schon immer geistig stark zurück geblieben waren, es fängt schon mit dieser völlig hirnrissigen Rassen-Ideologie an. An so einen Schwachsinn können nur komplette Idioten glauben.

      1. Nicht ganz verstanden ?

        Die Erfolge der Russen, eben den Großteil des ukrainischen denkenden Heeres aller Waffengattungen mitlerweile ausradiert zu haben, wird sich im Ergebnis nun mal insoweit negativ auswirken, dass der Befehlsgewalt des Feindes damit „Tür und Tor “ geöffnet wird. Niemand ist mehr da, ( des geschulten Militärs) der eben die Konsequenzen des eigenen Tuns mit „Erfahrungs-Wissen“ abgleichen kann….

        1. wieso? nicht so schwer zu verstehen. Den ukrainischen Soldaten fehlen einfach die physikalischen Kenntnisse, das wenn sie die Kühlung eines Kernreaktors killen, der Reaktor für sie selbst mittel/langfristig zwingend zum Tod (wahrscheinlich ein sehr qualvoller) führen wird. Das Problem ist: Radioaktivität ist unsichtbar, weil niemand Neutronen sehen kann und wenn man sie spürt (z.B.metallischer Geschmack im Mund) alles längst zu spät ist.

          1. Das benötigt keine physikalischen Kenntnisse, das ist absolutes Grundwissen und Allgemeinbildung und versteht sich fast von selbst.
            Erst Recht in der Ukraine weiß man (siehe Tschernobyl) darüber Bescheid…

    1. Aktakul
      nicht ganz.
      Im Kernkraftwerk Saporischschja sind sogenannte Druckwasser­reaktoren der sowjetische Bauart im Einsatz.
      in Fukushima Daiichi sind Siedewasserreaktoren.
      Also wäre das Ergebnis der Bombardierung nicht Fukushima sondern Tschernobyl 2.0 oder besser 6.0 es dort 6 Blöcke dieses Typs gibt.

      1. Ja die verschiedenen Bauweisen kenn ich nicht. Ich weiss nur, das Kernbrennstäbe – einmal „gezündet“ so lange weiter Hitze/Energie produzieren, bis das Uran „aufgebraucht“ also gespaltet ist (im Grunde ein – im Gegensatz zur Bombe – kontrollierter aber unlöschbarer Kernbrand) heißt die Stäbe müssen ständig gekühlt werden.

        Wenn das nicht (mehr) passiert schmelzen die (unlöschbarer Kernbrand) und fressen sich buchstäblich durch die Erde, deswegen die Hitze-Särge, um das eben irgendwie aufzuhalten. Die ganze Zeit über wird aber irrsinnig viel Radioaktivität frei gesetzt, weil die Neutronen, die beim Kernzerfall der Uran-Atome frei werden sich als subatomare Teilchen von nichts aufhalten lassen. Das ist das grundsätzliche Problem bei ausfallender Kühlung eines Kern-Reaktors (egal welcher Bauweise).

        1. soweit im Grunde schon Richtig
          Kernbrennstäbe kann man nicht an oder ausschalten, also ein „gezündet“ braucht es dafür nicht.
          Das Material ist entweder Radioaktiv, also sondert Neutronen ab, oder nicht.
          Sie strahlen solange wie es die Halbwertzeit des Materials eben vorgibt. Es bedarf nur eben dieser Anreicherung von Uran 238, um eine Kettenraktion überhaupt erst möglich zu machen.
          Die eigentliche Steuerung der Leistung erfolgt in Form von Steuerstäben, also Material, welches die zusätzlichen Neutronen einfängt und die Kettenraktion unterbricht.
          Aber ab einer bestimmten Temperatur, ist es mit den Steuerstäben bei dem Reaktortyp eben so, als würdest du nicht auf die Bremse sondern aufs Gaspedal treten.

          1. „Gezündet“ ist ein Laienausdruck, heißt eigentlich nur, das der Kernzerfall mit Neutronenbeschuss der U 238 Atomkerne in Gang gesetzt wird. Danach ist er nicht mehr zu stoppen.

            Die Steuerung läuft hauptsächlich über Blei (auch im Brennstab selber), das Neutronen einfangen kann und damit die Kernspaltung bremst, deshalb wird so ein Kernbrennstab auch nicht zur Bombe 😀
            Ein Kernbrand (Kernzerfall des Urans) ist nicht mehr zu stoppen, wenn einmal im Gang. Höhere Temperaturen wirken – wie immer in der Chemie – als Beschleuniger.

          2. Hallo, leider gerät bei der Beschreibung der Gefahren hier so manches durcheinander.
            Ein frisches Brennelement ist zunächst „nur“ chemisch gefährlich (also nur bei seiner Zerstörung), da die Halbwertzeiten von Uran und Plutonium sehr hoch sind. Das „nur“ ist aber relativ zu sehen, da Uran und Plutonium als Schwermetalle eine vielfach höhere Potenz als zum Beispiel Thallium haben. Eine Kettenreaktion zu starten und am laufen zu halten ist nicht einfach. In einer Nuklearwaffe versucht man den Vorgang durch einen hohen Multiplikator schnell zu machen und trotzdem stoppt der Vorgang meist so schnell, dass nur ein Teil des Spaltmaterials während der Zündung umgesetzt wird. Bei Kernkraftwerken ist der Multiplikator klein und die Kettenreaktion startet sehr langsam. Bei erreichen der Betriebstemperatur wird er weiter verkleinert, dass nur genau so viele Neutronen entstehen, wie verbraucht werden oder verloren gehen. Zu Wartungsarbeiten und bei Notabschaltungen wird die Kettenreaktion gestoppt.

            Jetzt kommt aber, warum einmal gezündete Brennelemente danach gefährlich sind:

            Beim Abbrand entstehen Spaltprodukte (im Wesentlichen Jod 131 und Cäsium 137) und durch Neutroneneinfang durch aller im im Brennelement befindlichen Substanzen auf unterschiedliche Weise radioaktive Substanzen. Jede der entstehenden radioaktive Substanzen hat eine unterschiedliche Halbwertzeit. Dadurch wird die bei dem Zerfall dieser radioaktive Substanzen freiwerdende Energie insgesamt über lange Zeit abgegeben. Dies ist die Restwärme, die den Reaktor zum schmelzen bringt, wenn nicht gekühlt wird.

            Bitte hört auf zu behaupten Radioaktivität sei nicht gefährlich. Der Effekt durch Tschernobyl wird vertuscht und verschleiert. Seitdem wurden massiv Allerweltkarzinogene aus dem Alltagsgebrauch entfernt oder stark reduziert. Zigaretten, Asbest, Benzol, TEL (damals hatten wir noch Blei im Benzin), Vinylchlorid, PCB, Dioxin, … Die Ärzte, die Wirkungen nachwiesen wurden mundtot gemacht. Wer die Auswirkungen nicht untersucht und die Datenerhebung unterdrückt kann leicht behaupten das keine anerkannten Studien existieren. Irgendwie ist die Methode immer die Gleiche. Mal schauen was nach der letzten Impfkampagne alles vom Markt genommen wird.

            1. Keiner hat behauptet „Radioaktivität sei nicht gefährlich“, das Gefährlich ist ja, das man sie nicht sehen oder fühlen kann.
              Und weit schlimmer ist, das sie eben unbedacht in den Körper kommt, durch Atmen oder Essen.
              Selbst heute gibt es noch Bereiche in DE, wo man die Pilze besser stehen lässt.

            2. @rod2001

              Deutsche Wissenschaftler melden Patent an: Atomkraft ist das neue „Grün“ › Jouwatch

              http://www.journalistenwatch.com

              Deutsche Wissenschaftler melden Patent an: Atomkraft ist das neue „Grün“

              Die grüne Zukunft (Foto: Von Daniel Prudek/Shutterstock)

              Ein Team von Physikern des Berliner Instituts für Festkörper-Kernphysik hat zusammen mit kanadischen und polnischenWissenschaftlern eine Antwort auf die zwei wichtigsten Gegenargumente in Sachen Atomkraft gefunden. Es entwickelte den sogenannten Dual Fluid Reaktor, der Atommüll nutzen und somit das Endlager-Problem lösen und darüber hinaus intrinsisch ist. Dadurch ist ein Gau wie in Tschernobyl oder Fukushima komplett ausgeschlossen. Die hysterischen Klimaretter müssten begeistert sein – doch sie setzten lieber auf teuren Strom und einen vogelfreien Himmel. Und deshalb sorgt diese sensationelle Nachricht aus Berlin auch kaum für Aufsehen.

              Das Forscherteam habe sich den Reaktortyp Dual Fluid Reaktors (DFR) patentieren lassen, heißt es in der Welt. der DFR kann Atommüll entsorgen – er wandelt ihn in Strom und Wasserstoff um – das leidige Endlager-Problem ist mit ihm also gelöst.  Der neue Reaktor sei inristisch – erklärt der an der Entwicklung beteiligte Physiker Götz Ruprecht. Auch das Argument der drohenden GAU-Gefahr ist mit ihm ad acta gelegt, ein zweites Tschernobyl „unter allen Umständen unmöglich“. Sollte sich die Brennstoff-Flüssigkeit im Reaktorkern zu stark erhitzen würden sich u.a. die Flüssigkeiten bei steigender Temperatur ausdehnen. Dadurch würde die Dichte des Kernbrennstoffs und damit die Leistung des Reaktors automatisch geringer, erklärt Ruprecht die sichere intrinsische Funktionsweise des DFR.

              Der neue Flüssigsalz-Reaktor arbeitet mit schnellen Neutronen. Am Ende des Prozesses bleiben nur kleine Mengen radioaktiver Isotope übrig, Der Großteil von ihnen besitzt eine Halbwertszeit von unter einhundert Jahren. „Nach diesem Zeitraum könnten 90 Prozent der Spaltprodukte aus dem Zwischenlager entnommen werden, nach 300 Jahren der Rest“, so Götz Ruprecht laut Welt. Und zu allem „Überfluss“ können aus dem „Abfall“ auch noch wertvolle Edelmetalle gewonnen werden. Pro Jahr produziere der DFR 100 Kilogramm Ruthenium, 20 Kilogramm Rhodium und 60 Kilogramm Palladium sowie einige zehn Kilogramm Xenon. „Insgesamt haben diese Substanzen einen Marktwert von mehreren Millionen Euro“, erklärt Ruprecht in der Welt. Im laufenden Betrieb könnte auch das in der Medizin eingesetzte Radioisotop Mo-99 entnommen werden. Ein knappes Kilo wirft der Dual Fluid Reaktor FR pro Jahr ab. Wegen der geringen Halbwertszeit könnten nur wenige 100 Gramm davon bereitgestellt werden, was schon ein Vielfaches des Weltbedarfs sei.

              Weltweit geht die Forschung in Sachen Kernenergie in die Vollen und für die Klimaretter-Fraktion sind das eigentlich mehr als gute Neuigkeiten, denn die Reaktoren geben kein „böses“Kohlenmonoxid in die Atmosphäre ab und sind somit „klimaneutral“. Angesichts der angedrohten Klimakatastrophen-Szenarien erklärten Professor Joshua Goldstein von der American University, der schwedische Ingenieur Staffan Qvist sowie der Harvard-Psychologe Steven Pinker in einem Artikel in der New York Times, dass sie die Kernenergie für das „neue Grün“ halten. Die Kernkraft könne die Welt retten, so die Titel des Beitrags, der Anfang dieses Monats veröffentlicht wurde.

    2. @Aktakul

      „Wenn das Kühlsystem kaputt ist, kommt es zur Kernschmelze, es passiert genau das Selbe wie in Fukushima … Es gibt heute viele Gebiete, die unbewohnbar sind.“

      Warum in die Ferne schweifen? Gab es in den 80ern keine Kernschmelze in Tschernobyl. Theoretisch müsste es in der Ukraine auch viele Gebiete geben, die unbewohnbar sind. Von diesen hört man allerdings nichts, da die Ukraine die Kornkammer Europas ist (eine verstrahlte Kornkammer).

      1. Nach Pripyat reisen aber ständig Youtuber und filmen in den Geisterstädten.
        Die Tiere dort sind zahlreich und ohne Mutationen.
        Geiger-Müller-Zähler messen ein fast normales Niveau in den meisten Arealen dort..

        1. @Greyjoy

          Danke für die Aufklärung. Möglicherweise hätte ich mich viel früher auf die Expertise von Youtubern verlassen sollen. Mir wurde anscheinend während meiner Schulzeit eine Menge Mist (Halbwertzeit) im Chemieunterricht beigebracht. Wenn alles kein Problem ist, dann ist es nicht nachzuvollziehen, wieso sich so viele gegen Endlager sträuben. Nach ein paar Jahren ist der Atommüll schließlich ungefährlich. Es bleiben lediglich zwei Fragen, auf die ich noch keine Antwort finden kann:

          1. Waren die Meldungen über Missbildungen in den „verstrahlten“ Gebieten Fake-News?
          2. Wieso wurden in den 2000er-Jahren so viele Gruppen ukrainischer Jugendlicher, zu einer Art Kur, nach Deutschland eingeladen?

          Dank des Hinweises kann ich nun nachvollziehen, wieso zahlreiche Experten einen begrenzten Atomkrieg für machbar halten. Die Strahlung ist ja nicht so schlimm. Es ist regelrecht ärgerlich, dass ich auf die ganzen Mahner (z. B. William R. Polk) hereingefallen bin, die an sogenannten war games teilnahmen, welche immer mit der gegenseitigen totalen Zerstörung von Ost und West endeten.

  6. Eine verbrecherisch ausgelöste Havarie dieses Kernkraftwerks würde zwar eine großflächige Vertreitung radioaktiven Materials auslösen, aber keinen „Untergang“ Europas, trotz jahrzehntelange Anti – „Atom“ – Propaganda. (Natur und Menschheit haben sich seit Urzeiten an ein gewisses Maß dieser Strahlung angepaßt.) Vom unmittelbaren Umfeld abgesehen dürfte eher problematisch werden: ausfallende Stromversorgung plus Folgen und zweitens eine gewohnt verlogener Vorwand der Kriegspropaganda hin zu einem Einsatz von Kernwaffen.
    Mir ist die russische Arschruhe in dem Zusammenhang unheimlich: Was muß eigentlich noch passieren, ehe Tacheles gesprochen wird?

    1. Cool bleiben…. Das zu lösende Problem sind doch nicht die Ausführenden …sondern die Befehlshaber. Und auch die wären, wenn sie in der Ukraine sitzen würden in ca. 5-10 Sekunden ausgeschaltet. !

  7. Genau, langsam sollte auch dem hintersten Mohikaner klar sein, dass die Ukraine so nicht weitermachen darf. Das ist eine Bedrohung nicht nur für den A. Westen, sondern auch für die Guten in dem jetzigen System. Aufgrund dieser krassen Bedrohung sollten die möglichen Stellen eine Entscheidung treffen.

  8. Hmm,
    Davon kann man auf der FAZ, der Zeit, dem Spiegel, der TAZ und weitere Zeitungen lesen.
    Zugegebenermaßen ca. 1h nach Ihrem Artikel (wenn die Zeitangabe MEZ ist).
    Weggelassen wird hier allerdings, dass eine Zeltstadt mit Flugabwehr- und Artillerie neben dem AKW angegriffen wurde, was auch immer das neben einem AKW zu suchen hat und was man auf den Videos auch gut erkennen kann.
    Außerdem wurde bereits seit 1-2 Tagen davon berichtet, dass die russische Armee Munition und schwere Waffen im AKW einlagert.

    Naja, ist hier sicher in der Hektik „vergessen“ worden.

    Ich persönlich finde ja beides furchtbar. Daher sollte man eben keine Kriege bzw. Spezialeinsatzes beginnen bzw. führen. Niemand kann abschätzen, wie so etwas eskaliert.
    Aber wahrscheinlich ist das alles auch nur Schuld der NATO. Die haben das Kraftwerk ja bestimmt extra für diesen Konflikt vorbereitet.

    1. Gibt es für „dass die russische Armee Munition und schwere Waffen im AKW einlagert“ auch nur irgendeinen Beleg? Wobei Nazipropagandisten, Lügenpressen und GEZ-Sender als Beleg nicht akzeptabel sind.

      Das einzig Plausible ist ein Abwehrsystem beim AKW. Angesichts dieser Irren, mit denen es die Russen dort wie hier zu tun haben, wäre es unverzeihlich, wenn das AKW keins hätte.

    2. Einen Spezialeinsatz zur Entnazifizierung mögen Sie nicht? Hat das den Grund, der sich da als naheliegend anbietet?

      Kriege mögen Sie nicht? Die BRD führt seit 1999 ununterbrochen Krieg. Millionen von Toten, zusammen mit den anderen Kriegskoalitionären, seit 2001. Gemäß offizieller Angabe aus den USA von höchster Stelle. In der Ukraine seit 2014. Mögen Sie diese „westlichen“ Kriege nicht? Oder mögen Sie nicht, wenn ein Gegner anfängt, sich ernsthaft zu wehren?

      1. „Einen Spezialeinsatz zur Entnazifizierung mögen Sie nicht? Hat das den Grund, der sich da als naheliegend anbietet?“

        Also ein bisschen beängstigend hört sich das schon an 🙄

        Die Maßnahmen der heiligen Inquisition zur Ausmerzung der Hexerei mögen Sie nicht? Hat das den Grund, der sich da als naheliegend anbietet?

    3. @Klaus
      Zitatauszug:
      >>Ich persönlich finde ja beides furchtbar. Daher sollte man eben keine Kriege bzw. Spezialeinsatzes (sic!) beginnen (Komma) bzw. führen. Niemand kann abschätzen, wie so etwas eskaliert.>>

      Ja, das ist alles ganz, ganz furchtbar, wenn ‚man‘ Kriege, bzw. Spezialeinsätze, führt.
      Falls Ihre Furcht – verständlicherweise – zunehmen sollte, können Sie ja Kerzen aufstellen. Weniger pragmatisch denn ‚böse Geister vertreibend‘ und (mehr) Licht in die dunkle (Gedanken)Welt derer bringend, welche ihre Ansichten und Einschätzungen zu politischen Themen für mein Empfinden;) etwas geschlechtsneutral = ohne Eier formulieren.

      Und das abschließende Gejammer
      Zitatauszug: >> Aber wahrscheinlich ist das alles auch nur Schuld der NATO … (blabla)>>

      geht mir zu sehr in die Jammerrichtung
      ‚Ich bin schwul und das ist gut so‘, um am Ende in irgendeiner Dirtcorner den Rammler rauszulassen.

      Letztere Anmerkung ist doch mal ein ‚echter Klaus‘, oder?:).

    4. Warum sollte Russland ausgerechnet in der Nähe von Kernkraftwerken Militärgütern lagern? Ein Angriff mittels Kamikaze-Drohnen der vom US-amerikanischen Militär angeordnet und von ukrainischen Militäreinheiten ausgeführt wurde, erscheint mir plausibler.

  9. Ich weiss aus 1. Hand, dass aus einem Land in Zentraleuropa kurz nach Kriegsausbruch massenweise Jodtabletten in die Ukraine geliefert wurden. Man nimmt ein Tschernobyl-2 daher wissentlich in Kauf und die USA sind ja sowieso in weiter transatlantischer Sicherheit. Eine weitere Bevölkerungsreduktion steht ja nach der C-Spritze ganz oben auf der WEF/Klaus Schwab Agenda.

    1. Ich glaube nicht, dass die Tschernobyl-2 herbeiführen wollen – einfach aus dem Grund, dass das auch die selbsternannten Eliten selbst treffen würde. Die wollen eine Bevölkerungsreduktion – aber sicher nichts, das sie selbst gefährden könnte.
      Ich würde das eher damit erklären, dass irgendjemand entweder der eignen Propaganda geglaubt hat oder mit den Nachrichten darüber neue Panik schüren wollte, dass die Russen bestimmt auch Atomwaffen gegen die Ukraine einsetzen würden.

      1. „Ich würde das eher damit erklären, dass irgendjemand entweder der eignen Propaganda geglaubt hat oder mit den Nachrichten darüber neue Panik schüren wollte, dass die Russen bestimmt auch Atomwaffen gegen die Ukraine einsetzen würden.“

        Nein, das was ich schrieb ist absolutes Insider-Wissen und wurde nie publik.
        Sollte es zu einer provozierten Kernschmelze in einem ukr. AKW kommen (um insbesondere der örtlichen Bevölkerung zu schaden) werden sich derweil die dafür Verantwortlichen auf ihren Yachten in der Karibik tummeln. Washington und London wähnen sich sowieso in sicherer Entfernung.

    2. Da Sie den WEF und dessen Agenda ansprechen:
      war Putin nicht auch einer der Zöglinge des Klaus Schwab und hatte Putin sich nicht erst kürzlich vom WEF abgewandt?
      Mir ist so etwas in Erinnerung … und bei den vielen Handlungen, die sich weltweit fast katapultartig ‚ergeben‘ (z. B. auch die niederländischen Bauernproteste), komme ich wirklich nicht mehr nach.

      1. Wenn Putin mal am WEF teilgenommen hat, heisst das doch nicht, das er auch deren Ziele verfolgt.
        Zumindest seit Corona verfolgt er eigene Ziele, meiner Meinung nach.
        Kann man eventuell mit Merkill vergleichen, der man ja auch, weil sie Mitglied der Poiniere,FDJ, SED war, unterstellte, sie sei ne ROTE Socke.
        Da würde ich sie eher als klevere Opportunistin einordnen.

        1. @Vogonendichter

          „Zumindest seit Corona verfolgt er eigene Ziele, meiner Meinung nach.“

          Schön wäre es. Falls er eigene Ziele verfolgt, dann steht er evtl. alleine da. Laut Riley Waggaman verfolgen Mitglieder der russischen Regierung ähnliche Ziele (QR-Codes, genetischer Ausweis, etc.) wie unsere westlichen Politiker. Unter dem Pseudonym „Edward Slavsquat“ sind seine Beiträge auf substack veröffentlicht. Ebenso wie Thomas bezieht Riley Waggaman seine Beiträge aus offiziellen russischen Medien, wie der Tass oder der Zeitschrift Kommersant und dokumentiert sie mittels Links zu den Originalen und entsprechenden Screenshots.

            1. @Vogonendichter

              Welchen Nutzen sollen Leser aus diesem Kommentar ziehen? Ich zumindest erkenne keinen.

              Die einzige Meinung, die mit meinem Kommentar transportiert wurde, war diese: „Schön wäre es. Falls er eigene Ziele verfolgt, dann steht er evtl. alleine da.“

              Der Rest verweist auf die Artikel von Riley Waggaman, welcher Artikel russischer Publikationen (Tass, Kommersant, etc.) zusammenfasst und ins Englische übersetzt. Diese Übersetzungen sind keine Meinungen, ebenso wie die Übersetzungen von Thomas keine Meinungen darstellen.

      2. »Übrigens soll Wladimir Putin 1992 als einer der „drei jungen Männer“ mit einer Gruppe des Weltwirtschaftsforums (WEF) in St. Petersburg zusammengetroffen sein (die anderen beiden waren Alexei Kudrin und Alexei Miller). Er taucht jedoch auf keiner Liste der ‚Global Leaders of Tomorrow‘ (GLT) auf. Die erste offizielle Gruppe wurde im Jahr nach diesem Treffen im November gebildet.«
        (https://www.fischundfleisch.com/deepthought/young-global-leaders-wef-kader-an-der-macht-78547)

  10. Der Begriff „gemeingefährlich“ sollte bekannt sein. Ein gezielter Angriff auf die Kühlinfrastruktur eines Atomkraftwerks fällt 100% darunter. Referenz dafür, was passieren kann: Fukushima 2011.

    Irgendwie muss man den Europäern klarmachen, dass in diesem Fall wie in vielen vorangegangenen gilt: Amerika ist 8 Mm entfernt; aber Europa hat im Erfolgsfall in’s Klo gegriffen, wenn der Wind falsch steht. Keiner mag es, wenn sein Leben unter „collateral damage“ fällt.

    Wichtig zur Verbreitung der Flüsterwitze sind in diesem Fall: Videos des Angriffs selbst.

    Gibt’s da was?

    1. @Rabiator

      Bei Tschernobyl ist doch auch nichts passiert. Europa steht noch. Keiner spricht mehr von dem Vorfall. Mittlerweile wird die Ukraine die Kornkammer als Europas bezeichnet.

      1. „Bei Tschernobyl ist doch auch nichts passiert.“

        Scheix auf die paar Krebstoten und verseuchte Landstriche bis Mitteleuropa?
        In Fukushima ist ja auch nichts passiert. Japan steht auch immer noch.

        Keine weiteren Fragen.

        1. @Rabiator

          Richtig! Who cares? Eigentlich haben wir schon lange verseuchte Landstriche in Mitteleuropa. Warum spricht aber niemand mehr von Tschernobyl? Überall muss ich lesen (MSM und alternative Nachrichten), dass die Ukraine die Kornkammer Europas ist. Da aber die Verstrahlung offiziell nicht mehr angesprochen wird, gehe ich davon aus, dass sich die Sache erledigt hat. Hier liest man bestenfalls von der Katastrophe, die sich in Fukushima ereignet hat. Tschernobyl existiert für viele nicht mehr. Politik und Medien haben es geschafft die Physik zu überlisten (wie auch beim Abgasskandal der dt. Automobilhersteller).

    1. Auf Deutsch:

      „Das ukrainische Militär griff mit einer Kamikaze-Drohne die Positionen russischer Invasoren in der Nähe des Kernkraftwerks Zaporozhye in der vorübergehend besetzten Region Energodar in der Region Zaporozhye an. Das entsprechende Video wurde am Freitag, den 22. Juli von der Hauptnachrichtendienstdirektion des Verteidigungsministeriums der Ukraine gezeigt.

      „Ukrainische Militärs haben die Positionen der russischen Besatzer in der Nähe des Kernkraftwerks Zaporozhye angegriffen. Mit einer Kamikaze-Drohne wurden ein Zeltlager und Ausrüstung des Feindes, darunter Fahrzeuge mit Flugabwehrgeschützen und BM-21 Grad, angegriffen. Berichten zufolge wurden infolge des Angriffs drei Russen getötet, 12 verletzt. Die Zeltstadt wurde durch ein Feuer zerstört, das lange Zeit nicht gelöscht werden konnte „, stellte der Geheimdienst fest.“

      Quelle wie oben.

  11. „Alle vier Blöcke des Kraftwerks laufen weiterhin normal“

    Wie man sieht, sind es keine 4 sondern 6 Blöcke. Block 3,4 und 5 waren zur Abschaltung bis 2019 vorgesehen.

    In Запорожская sind alle 6 Blöcke mit einem PWR des Typs WWER-1000/320 ausgestattet. Von den Bildern entnehme ich, dass sie ein echtes Containment pro Reaktor haben, d.h. nicht so einfach zerstörbar sind (das war in Tschernobyl (RMBK Reaktortyp, also Graphitmoderierter Reaktor) nicht so …. Tschernobyl hatte kein richtiges Containment).

    Jetzt müsste man genauer wissen, was mit Angriff auf das Kühlsystem gemeint ist. Prinzipiell ist ein PWR Kraftwerk (russisch: Водо-водяной энергетический реактор) zumindest im Westen aus zwei Wasserkreisläufen aufgebaut. Der primäre Kreislauf ist der nukleare Kreislauf, der komplett im Containment gekapselt ist. Das Wasser des senkundären Kreislaufs wird im Containmehr im Dampferzeuger erhitzt und erzeugt den Frischdampf, der dann die Turbinen antreibt. Der Frischdampf enthält geringe Anteile strahlender Nuklide. Ich vermute Tritium, weil wo soll was anderes denn herkommen?

    Das „Kühlsystem“ in einem PWR-Kraftwerk (Kühlwasserkreislauf) kühlt eigentlich nur den Dampf der aus der Turbine kommt und mach den wieder flüssig, damit er in den Dampferzeuger zurück gepumpt werden kann. Die Abwärme kann dann entweder durch Kühltürme oder direkt in einen Fluss in die Umwelt entlassen werden. Sovietische Kraftwerke arbeiten gerne so, dass man den Fluss direkt aufwärmt und auf Kühltürme verzichtet. Man kann das Kühlwasser auch für ein Fernwärmesystem verwenden.

    Die Kühlung des Reaktors selbst zu schädigen wird ein wenig schwierig, denn dafür müsste man das Containment durchdringen und entweder den Primär- oder Sekundärkreislauf unterbrechen. Normalerweise sind dann aber genügend Sicherheitsvorkehrungen „in place“ um den Wasserstand im Reaktor für mehrere Stunden zu stabilisieren und eine größere Katastrophe zu vermeiden. (durch die Zugabe von Speißewasser, Ablassen von Dampfdruck etc.).

    Eine Möglichkeit das Kraftwerk durch Beschädigung des Kühlwasserkreislaufs zu beschädigen, so dass es unvermeidbar zu einer Kernschmelze kommt, sehe ich an dieser Stelle nicht. Notfalls kann man Wasser aus dem Fluss in das System nachschieben.

    Ich muss dazu natürlich sagen, dass ich den Aufbau russischer PWRs nicht wirklich kenne.

  12. Zum Artikel „Kernkraftwerk Saporischschja“ in der deutschen Wikipedia: laut Versionsgeschichte letzte Änderung des Artikels am 7. Juli 2022, d.h. auch hier wird der Angriff auf das Atomkraftwerk nicht dokumentiert.

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