Ukraine

Zusammenfassung der Ereignisse vom 9. Januar

Hier übersetze ich die Zusammenfassung der Ereignisse in und um die Ukraine vom 9. Januar, wie sie in der russischen Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurde.

Die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht jeden Abend eine Zusammenfassung der Ereignisse des Tages in und um die Ukraine. Ich werde versuchen, diese Zusammenfassung möglichst täglich zu übersetzen, auch wenn ich nicht garantieren kann, dass ich das jeden Tag leisten kann.

Beginn der Übersetzung:

Russische Offensive, Folterung von Kriegsgefangenen durch die ukrainische Armee und Panzer für Kiew: Die Lage in der Ukraine

Der Kreml hat Erklärungen der ukrainischen Seite dementiert, wonach der stellvertretende Leiter der russischen Präsidialverwaltung, Dmitri Kosak, in Europa Gespräche führe, in deren Ergebnis Kiew angeblich eine „koreanische Option“ für eine Beilegung angeboten werde. Ein Sprecher des russischen Staatschefs bezeichnete das als eine weitere Ente.

Die Aktionen der privaten Militärfirma Wagner könnten in naher Zukunft zum Rückzug der ukrainischen Streitkräfte und zur Befreiung von Soledar führen, sagte Apty Alaudinov, Kommandeur der Spezialeinheit „Achmat“ und stellvertretender Kommandeur des 2. Armeekorps der Volksmiliz der LNR, am Montag.

Die TASS hat die wichtigsten Informationen über die Ereignisse in und um die Ukraine zusammengestellt.

Verlauf der Operation

Die russische Armee setzt ihre Offensive bei Donezk fort und beschießt Einheiten der ukrainischen Streitkräfte entlang der gesamten Kontaktlinie, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow. Ihm zufolge beliefen sich die Verluste des Gegners dort im Laufe des Tages auf mehr als 80 Soldaten. Mehr als 40 weitere ukrainische Kämpfer wurden südlich von Donezk vernichtet.

Russische Luft- und Artillerieangriffe töteten über 60 ukrainische Soldaten in einer Reihe von Gebieten, die von den ukrainischen Streitkräften in der LNR, der DNR und der Region Charkow kontrolliert werden, so Konaschenkow. Bei Kupjansk verlor die ukrainische Armee an einem Tag über 50 Soldaten. Außerdem wurden in der DNR zwei ukrainische Sabotage- und Aufklärungsgruppen vernichtet.

Die russischen Streitkräfte zerstörten feindliches Gerät, darunter neun gepanzerte Fahrzeuge und 12 Pick-ups, zwei polnische Artilleriegeschütze vom Typ Krab, zwei ukrainische Panzerhaubitzen vom Typ Akatsiya und eine Haubitze vom Typ D-30, und trafen drei Munitionsdepots der ukrainischen Armee in der DNR und in der Region Charkow, so ein Beamter des russischen Verteidigungsministeriums. Zwei amerikanische AN/TPQ-50-Batterieabwehrradare wurden ebenfalls zerstört.

Soledar könnte in den nächsten Tagen befreit werden, Artjomowsk könnte ebenfalls befreit werden, sagte Apty Alaudinov. Er stellte fest, dass sich die Kämpfer von Wagner „sehr gut“ in den Gebieten bewegen, die eine Kontrolle der Logistik der ukrainischen Verbände ermöglichen. Ihm zufolge ist die Situation in dieser Region so, dass die ukrainischen Streitkräfte darüber nachdenken sollten, „wie sie zumindest den Rest ihrer Kräfte und Mittel abziehen können“.

Ukrainische Ente

Informationen aus Kiew über angebliche Kontakte von Dmitri Kosak bezüglich der Möglichkeit einer „koreanischen Option“ zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine sind eine weitere Ente, so Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten. Zu den Äußerungen des Sekretärs des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Alexej Danilow, zu diesem Thema erklärte Peskow, dass es „einige Berichte in ukrainischen Medien gab, aber sie betrafen eine andere Person mit dem Nachnamen Kosak“, die „entweder in der Rada oder irgendwo anders“ sei.

Nichteinhaltung von Konventionen

Das russische Untersuchungskomitee hat einen weiteren Fall von Folter an russischen Soldaten in ukrainischer Gefangenschaft festgestellt, teilte der Pressedienst des Untersuchungskomitees mit. Dank der Maßnahmen des russischen Verteidigungsministeriums kam es zu einem Gefangenenaustausch, in dessen Folge russische Soldaten aus ukrainischer Gefangenschaft nach Hause zurückkehrten. Sie sagten, sie seien von ukrainischen Nationalisten misshandelt worden.

Das russische Untersuchungskomitee sammelte Zeugenaussagen, die „zeigen, dass die ukrainischen Vertreter in grober Weise gegen die Bestimmungen der Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen verstoßen haben, die grausame Behandlung, Folter und Quälerei verbieten.“

Mittel für den Kampf für die Demokratie

Der ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba schrieb auf Twitter, dass keiner der westlichen Staaten Kiew ausreichend Hilfe geleistet habe. Zuvor hatte der ukrainische Ministerpräsident Denis Schmygal erklärt, dass das Land im Jahr 2022 über 27 Milliarden Dollar von den westlichen Partnern erhalten hat, darunter über 11 Milliarden Dollar von den USA.

Die ukrainische Botschafterin in Washington, Oksana Markarova, sagte am Sonntag in einem Interview mit US-Medien, dass Kiew alle US-Gelder für den vorgesehenen Zweck verwendet und weiß, wo und wie die von Washington bereitgestellten Waffen eingesetzt werden. Auf die Frage, ob sich die Korruption in der Ukraine auf die Verwendung der Kiew zugewiesenen US-Gelder auswirke, betonte sie, dass „jeder US-Dollar“ von den ukrainischen Behörden vernünftig verwendet und „in unseren gemeinsamen Kampf für die Demokratie investiert“ werde.

Symbolische Unterstützung

Die polnische Regierung erwägt die Möglichkeit, zusammen mit anderen westlichen Ländern eine kleine Anzahl von Leopard-Panzern an die Ukraine zu liefern, sagte der Sprecher des polnischen Präsidialamtes, Jakub Kumoch. Er bezeichnete das Gerede über die Verlegung „einer großen Anzahl von Leoparden“ als „absolute Desinformation“ und merkte an, dass „wir über symbolische Unterstützung und die Beteiligung an einer Koalition mehrerer Länder sprechen“.

Der deutschen Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte, dass Deutschland jetzt nicht vorhabe, deutsche Leopard-2-Panzer in die Ukraine zu schicken und dass Berlin nichts von einem Vorschlag aus Warschau wisse, eine „Panzerallianz“ zu bilden.

Anfang Januar gab der Elysee-Palast nach einem Telefongespräch zwischen dem französischen und dem ukrainischen Präsidenten die Absicht von Paris bekannt, Kiew mit französischen leichten Panzern zu beliefern. Auf Anfrage von Journalisten sagte Peskow, dass solche Maßnahmen Frankreichs das Leiden des ukrainischen Volkes verlängern könnten, aber nichts an der Situation im Hinblick auf die Erreichung der Ziele der Militäroperation ändern würden. Dabei merkte er an, dass es keinen Sinn mache, nur über die französische Entscheidung zu sprechen. „Wir wissen, dass sowohl das kollektive Europa, die Nordatlantische Allianz als auch die USA bereits Dutzende von Milliarden Dollar in Form von Waffenlieferungen in die Ukraine gepumpt haben“, so Peskow.

Ende der Übersetzung


In meinem neuen Buch „„Putins Plan – Mit Europa und den USA endet die Welt nicht – Wie das westliche System gerade selbst zerstört ““ gehe ich der der Frage, worum es in dem Endkampf der Systeme - den wir gerade erleben - wirklich geht. Wir erleben nichts weniger als den Kampf zweier Systeme, in dem Vladimir Putin der Welt eine Alternative zum neoliberalen Globalismus anbietet. Wurden die Bürger im Westen gefragt, ob sie all das wollen, ob sie zu Gunsten des neoliberalen Globalismus auf ihren Wohlstand und ihre Freiheiten verzichten wollen?

Das Buch ist aktuell erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.

Hier geht es zum neuen Buch

Werbung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

28 Antworten

  1. @„Die russischen Streitkräfte zerstörten feindliches Gerät, darunter neun gepanzerte Fahrzeuge und 12 Pick-ups, zwei polnische Artilleriegeschütze vom Typ Krab, zwei ukrainische Panzerhaubitzen vom Typ Akatsiya und eine Haubitze vom Typ D-30, und trafen drei Munitionsdepots der ukrainischen Armee in der DNR und in der Region Charkow“

    Gestern sah ich kurz beim Googeln, Polen denke aktuell an die Lieferung von 10 Leopards – die würden bei diesem Tempo für 1-5 Tage reichen. Noch vor ein paar Monaten zeigte Polen mehr Eifer, was zu liefern – ich hoffe, ich irre mich nicht, sondern es bedeutet wirklich einen Schwenk.

    1. Und noch etwas – gerne wird Putin zitiert, der 1991 oder auch 2005 der UdSSR nachtrauert – was in Osteuropa wirkt, als ob wer dem Dritten Reich nachtrauern würde. Kürzlich fand ich einen polnischen Artikel, Putin sah im September 2022 ein, die UdSSR sei vorbei – die Propaganda würde zur Panikmache es verschweigen, damit dürfte das Zitat im Artikel stimmen. Wenn man darüber breiter reden würde, damit in Osteuropa Ängste abgebaut wären… Gleich wäre die Motivation zu Waffenlieferungen geringer.

      1. @Hanniball

        Sie können irgendwie ihre polnische Sozialisierung nicht verbergen. Dazu kommt ihre Ignoranz, Informationen aufnehmen zu wollen.

        Wenn Sie nicht nur zitieren könnten sondern auch selber denken, wären Sie sogar in der Lage dem Putin zuzuhören!
        Das, was er sagt, hat in den seltensten Fällen etwas mit der Interpretation westlicher Schreiberlinge zu tun!
        Putin hat nicht der UdSSR nachgetrauert. Er hat ganz genau & konkret beschrieben, was der Zerfall der UdSSR für Millionen von Menschen des Landes real bedeutet hat.
        Und das war eine Katastrophe & ist es bis heute sollte man in der Lage sein, die Ereignisse zu betrachten!

        Sie sind es offenbar nicht!

        1. @GMT: dieser Hanni-Troll arbeitet einmal mit der Methode „Forum zumüllen“ und dann mit „Indoktrination durch kleine Stiche“. Er schon Tichy, Rubicon und Uncut anpreist, der weiß entweder genau was er tut, oder er ist dumm-naiv. Ich denke, er weiß genau was er tut.
          Einfach überrollen!

  2. Eine Meldung fehlt in dem Bericht: Am 8.1. teilte der verteidigungspoltische Sprecher Konaschenkow mit, dass die russischen Streitkräfte bei einem Vergeltungsoperation für den Angriff auf Makejewka bis zu 600 ukrainische Soldaten getötet haben sollen. Diese sollen sich in zwei Wohnheimen bei Kramatorsk aufgehalten haben.
    Westliche Medien berichten, dass es sich um eine Fake-Operation gehandelt habe. Sie zeigen Bildmaterial der zerstörten Wohnheime ohne Hinweise auf derartige Opfer. Die Zweifel reichen bis weit in die kritischen Medien, sodass es angebracht wäre, hier genauere Angaben zu erhalten, mit denen sich die russische Version bestätigen ließe.
    Gibt es in Russland Informationsmaterial dazu, oder handelt es sich tatsächlich um eine Fake-Meldung, um die Rachegefühle der Bürger zu beruhigen?
    Diese Frage richtet sich direkt an Thomas.

    1. Dieser Frage schließe ich mich an; mit dringender Bitte um Bearbeitung.

      Immerhin ist das ein eminenter Punkt, der jetzt in der westlichen Propaganda weidlich ausgeschlachtet wird und maßgeblicher Faktor weiterer Unterstützungsentwicklung sein kann: Hat man gelogen? Hat man maßlos übertrieben? Und wenn ja: Warum? Ich verstehe den Wunsch nach „Vergeltung“, doch ich verstehe nicht, warum man so billig und leicht nachprüfbar lügen sollte. Warum setzt man den Behauptungen im Netz anscheinend(?) nichts entgegen?

      Darüber hinaus: Danke für die Absicht, aber RT berichtet bereits täglich über den Stand, @ThomasRöper. Ich nehme an, dass man dort ebenfalls die TASS als Quelle nutzt. Verwende deine Energie auf Analysen und Hintergründe! Auch, wenn es bedeutet, mit geringerer Schlagzahl dabei zu sein. Und wenn dir die Zeit für eigene Analysen fehlt: Es wird sicher mehr „Analyse-Meinungen“ als jene der üblichen Experten in Russland geben. Die zu übersetzen und als Gastbeiträge einzubringen ist ebenfalls hilfreich für jene, die sich breiter informieren wollen.

      1. @just me

        Nö, es ist KEIN eminenter Punkt! Sie können sich nur nicht entscheiden welcher Seite Sie Glauben schenken wollen. Und als Wertloswestler steht der Kadavergehorsam ganz oben.

        Statt von solchen Meldungen einfach erst einmal Abstand zu nehmen – weil inzwischen jeder schreibt “ ist nicht überprüfbar“ ( auch das sollte in dt. Sprache doch verstanden werden können!) – & im Krieg die Wahrheit zuerst erschossen wurde – stellen Sie sich als Chefankläger hin & verlangen, dass Hr. Röper gefälligst Ermittlungen aufnehmen soll?

        Machen Sie es doch SELBER! Sie sind ungefähr genau so weit entfernt vom Ort des Geschehens!

        Zu ihrem letzten Absatz – Wer genau sind Sie eigentlich, dass Sie sich anmaßen, Hr. Röper vorschreiben zu wollen, wie er seinen Job zu machen hat?

        Sind Sie ein Kumpel von Relotius oder irgendwie der neue Praktikant vom Spiegel & in der Hoffnung, dort einen Job zu ergattern?

        1. Ich glaube sie verfehlen den relevanten Punkt. Bisher scheint die russische Seite für viele von uns glaubwürdiger als die westliche, deren Lügen und Propaganda teilweise wirklich unterirdisch einfältig ist. Wie jeder Mensch, hätten wir aber unterbewusst gerne die absolute Wahrheit und eine vertrauenswürdige Instanz – deshalb hat sich ja Religion entwickelt.
          Solche Meldungen lassen uns aber daran zweifeln, ob man dem Russen unbedingt trauen kann. Eigentlich sollten wir das gut finden, weil man bei allem und immer hinterfragen sollte, auch gerade sich selber und seine Meinung. Aber das ist halt mühsam. Und man hätte halt gerne jemanden, dem man sich voll und ganz hingeben und vertrauen kann. So ist der Mensch. Wenn er erst einmal eine Seite gewählt hat, dann will er, dass es die beste ist.

          1. > Und man hätte halt gerne jemanden, dem man sich voll und ganz hingeben und vertrauen kann.

            Auch das ist nicht der Punkt. Vielmehr ist es eine rein rational-strategische Betrachtung:

            „Keine (relevante) Vergeltung“ (oder auch: noch nicht; oder: nicht in diesem Umfang) ist außenpolitisch derzeit besser, als eine leicht zu widerlegende Propaganda-Lüge. Es mag aber innenpolitische Gründe dafür geben.

            Das gilt umso mehr als die Größenordnung (600+) schon allein wegen der Schockwirkung a priori den Widerspruch der westlichen Propaganda auf allen Ebenen provoziert, selbst wenn es die reine Wahrheit ist. Es irritiert also sehr, wenn man sich darauf nicht vorbereitet haben sollte. Das gilt umso mehr, als man von den Russen bisher gewohnt war Beweise zu bekommen. Bisher gab es jedoch nur Leumundsbekenntnisse aus der zweiten Reihe.

            Warum macht man diesen Praktikantenfehler in der PR? Und wenn nicht: Was steckt dahinter?

      2. Es ist kein „eminenter Punkt“, sondern einfach eine Ente. Im Krieg wird gelogen? Heiliger Strohsack!

        Warum so plump? Tja, vielleicht Mangel an Übung oder Ausbildung in der Kunst in der Lüge.

        Gerade BRD Insassen sollten doch den Zustand der permanenten Lüge gewohnt sein. Von daher sollten sie sich auch mit den Konaschenkow Meldungen anfreunden können.

    2. Die patriotischen Kanäle wie Rybar etc äußern Zweifel an der Meldung und Unmut über die geringe Glaubwürdigkeit derartiger Meldungen. Es gibt keine Belege für einen Schlag, der auch nur annähernd so tödlich gewesen wäre. Daß TR diese Meldung nicht übersetzt hat, könnte intelligenten Menschen ja ein Fingerzeig sein … 😉

        1. @nullratio

          Skepsis ist sicher – gerade in einem Krieg – immer angebracht.
          Wobei ich hier die angeblichen „Argumente“ des Westens nicht nachvollziehen kann…..
          Die Russen hätten 100 tote Ukrainer melden können & die „Vergeltung“ wäre damit erledigt…..
          Oder 200 wären auch für die russ. Seite angemessen gewesen.

          Warum also auf 600 erhöhen? Oder warum Raketen schicken OHNE auch nur ein Ziel getroffen zu haben?
          Da Russland bisher sehr genau zielte & traf & das sogar mit einem Minimum an toten Zivilisten, wäre es unlogisch…….. außer der Westen ist immer noch von den Potemkinschen Dörfern traumatisiert & sieht die überall.
          Für den Westen kann nicht sein was nicht sein darf…… da die Ukrainer gerade erst eine „Eishalle für Kinder“ medial beklagten & selber dabei die Bilder fälschten (es waren Matratzen dort für Militär ausgelegt) um es kurz danach „richtig“ in Bildern einzustellen, wundere ich mich eher darüber, dass man Westmedien & die Ukraine da überhaupt noch ernst nimmt…..

          1. Ich nehme das einfach als Meldung. Da ist es jetzt, zumindest für mich, völlig unerheblich, ob die Zahlen nun stimmen oder nicht. Wichtig ist der Verlauf der Frontlinie und die hat sich die letzten Tage in die richtige Richtung verschoben. Interessant ist, dass die Russen die am besten und meisten befestigten Stellungen durchbriochen haben und jetzt drohen Bachmut und Siversk in den Rücken zu fallen.

  3. Ein kurzer Dank geht von meiner Seite einmal wieder heraus an Thomas Röper, der unermüdlich diese Seite mit (für mich) wichtigen Informationen rund um die situtationsgebundene Berichterstattung erweitert.
    Ohne diese und 2-3 andere Seiten wäre ich der MSM hilflos ausgeliefert. Das es nicht so ist zeigt, das es auch hier in Deutschland noch ein Minimum an Aufklärungswillen gibt und das mach bei all dieser Negativität auch ein wenig Mut. Mut für eine vielleicht bessere Zukunft!

    Auch Ihr neues Buch ist der Hit. Einfach zu lesen und sehr informativ. Ein wirklich gelungenes Weihnachtsgeschenk! ;O)

    Bitte gerne weiter so…

  4. Einmal kurz Lagebericht zu Soledar:
    „Der Telegram-Kanal «Woennaja Chronika» zitierte Quellen, wonach die AFU-Einheiten, die Soledar verteidigten, zwischen dem 30. Dezember und dem 7. Januar mindestens 500 Tote und Verwundete zu beklagen hatten.

    «Nach Angaben der Militärchronik erlitten das 1., 2., 3. und 4. Bataillon der 46. separaten luftbeweglichen Brigade der AFU die größten Verluste. Ende Dezember wurde diese Einheit mit Mobilisierten aus den Regionen Kirowograd, Sumy und Ternopol neu besetzt, aber aufgrund der fehlenden Kampfausbildung starb mehr als die Hälfte der mobilisierten Rekruten sechs Tage nach ihrer Ankunft an der Front», so der Autor.

    Es ist bekannt, dass das Brigadekommando am 3. Januar aufgrund der hohen Verluste gezwungen war, eine Strahlen-, biologische und chemische Schutzkompanie in die erste Verteidigungslinie zu entsenden. Vierundzwanzig Stunden nach ihrer Entsendung an die Frontlinie brach die Einheit die Kommunikation ab und wird derzeit als vermisst gemeldet.

    «Nach der Verlagerung der Frontlinie in das Stadtgebiet auf die Lew-Tolstoi-Straße und die Tschernyschewski-Straße im Nordosten der Stadt sowie auf die Oktjabrskaja-, Nabereschnaja- und Tenistaja-Straße im Südosten von Soledar musste die AFU schwere Verluste an gepanzerten Fahrzeugen hinnehmen. Seit Ende Dezember hat das Panzerbataillon der 61. Armee-Infanterie-Brigade der AFU die schwersten Verluste erlitten. Auf den engen Zufahrtsstraßen von Soledar können die T-64BV- und T-72M1R-Panzer der AFU nicht aktiv manövrieren und werden von den Kornet- und Konkurs-PTTRK-Besatzungen, die vom Wagner-PMC westlich von Jakowlewka eingesetzt werden, zerstört. Neben den PTRK-Besatzungen arbeiten auch ‘reaktive’ T-80BV-Panzer aktiv an der Kampfausrüstung der ukrainischen Streitkräfte aus überwältigender Höhe», heißt es in dem Bericht.

    Außerdem wurde ein Abschnitt der Straße zwischen dem Dorf Blagodatnoje und den nordwestlichen Vororten in der Nähe der Sowetskaja-Straße von den Geschützen Hyacinth-B und Hyacinth-S des PMC Wagner im Süden der Stadt unter Beschuss genommen. Aus diesem Grund können die Verstärkungen der 17. Panzerbrigade der AFU Soledar nicht erreichen. Jetzt wird die Unterstützung der AFU-Einheiten in den Stadtvierteln mit schwerem Gerät nicht nur durch die Kämpfe in den engen Straßen erschwert, sondern auch durch die Unfähigkeit, neue gepanzerte Fahrzeuge und Verstärkungen in kurzer Zeit zu transportieren.“

    Wichtig ist der Verlauf der Frontlinie und die Berichte entsprechen dem. Die 46. Luftlandebrigade hat Soledar zwischenzeitlich komplett verlassen.

      1. Die mediale Wirkung ist dadurch geringer, dass im Westen kaum jemand je von der Ortschaft gehört hat. Wenn Charkiw fällt – dann machen sich die Westen-Bewohner langsam Gedanken.

        Erstaunlicherweise verschweigen die MSM den Fall nicht:

        „Russland meldet Eroberung von Soledar“

        https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-mittwoch-205.html

        „… Der Anführer der Wagner-Söldner hat die Eroberung des umkämpften ukrainischen Ortes Soledar gemeldet. Aus Kiew gab es dazu zunächst keinen Kommentar. …“

        Weiter noch eine Nachricht, die nicht wirklich für das Banderastan spricht:

        „… Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj entzieht dem Oppositionspolitiker und Putin-Vertrauten Viktor Medwedtschuk und drei weiteren Politikern die ukrainische Staatsbürgerschaft. „Wenn Volksvertreter sich dazu entscheiden, nicht dem ukrainischen Volk sondern den Mördern zu dienen, die in die Ukraine gekommen sind, dann agieren wir entsprechend“, sagt Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache …“

        Wann sind wir im Westen so weit, dass „Klimaleugnern“ und „Corona-Leugnern“ einfach die Staatsbürgerschaft entzogen wird?

        1. „…dass im Westen kaum jemand je von der Ortschaft [Soledar] gehört hat.“

          Meinen Sie das ernst? Soledar ist derart bekannt, daß ich noch nie auf die Idee gekommen bin, hier könnte es jemand nicht kennen. Fünf Kilo von dem Salz, das in den Tunnels dort war, habe ich übrigens hier, ich hatte schon eine Ahnung, daß das zeitweise nicht mehr lieferbar sein könnte.

          1. Wie viele deutsche Städte mit 10.000 Einwohnern kennt man in Russland? Etwas überraschend wurde aber der Fall nicht einfach verschwiegen. Als ich vor einer Stunde auf meine Stadtbahn wartete, sah ich auf einem Grossbildschirm zwei Meldungen: Der Fall von Soledar und Baerbock, die wieder mal aus Kiew zurück ist und noch mehr Waffen schicken will…

            Warum kann sie eigentlich dorthin fliegen? In Schland reichen ein paar Klebende:innen, um Airports lahmzulegen – Putin hat unzählige modernste Drohnen und Popanze dieser Welt gehen im Schwarzen Loch rein und raus?

          2. @John
            Wenn man gar keine Ahnung vom Frontverlauf, vom Krieg und vom Militär hat, aber überall groß an forderster Front mitverlinken will, wie Hanni, dann kann man es sich auch leisten Soledar und die Auswirkungen seines Falls nicht zu kennen 🙂

  5. Wenn ich lese, dass die NATO-Marionetten von „…eine kleine Anzahl von Leopard-Panzern an die Ukraine zu liefern….“, „…Deutschland jetzt nicht vorhabe, deutsche Leopard-2-Panzer in die Ukraine zu schicken…“ und „…..die Absicht von Paris bekannt, Kiew mit französischen leichten Panzern zu beliefern“, dann weiß ich, dass die US-amerikanischen Kriegsverbrecher beschlossen haben, die ukrainischen Faschisten nun mit schweren Kampfpanzern auszurüsten.
    Mit solchen Äußerungen wird die Öffentlichkeit auf diese Eskalation vorbereitet.

    1. Der richtige Gedanke! Es würde mich nicht wundern, wenn schon etliches im Startloch ist. Wäre der Boden gefroren, wäre General Armagedon, das zweite ‚d‘ muss er sich erst noch verdienen, mit schwerem Gerät bereits in der Kür. Wir sehen, dass die leichteren und wendigeren Wagnerpanzer den schweren komplett überlegen sind. Wie kommen also die Faschostrategen auf die Idee jetzt schwere Panzer nachzufragen? Wissen die denn, wann der Boden gefroren ist? Könnte sein. Reden wir von Wettermanipulation. Schon in den 50igern des letzten Jahrtausends wurde am Wetter teilweise erfolgreich rumgeschraubt. Die exorbitante Anzahl an Patenten zur Wettermanipulation, eine immer steiler ansteigende Kurve, zeigt, dass es bezahlt und erwünscht ist. Aber wie weit ist denn die Praxis?, davon hört und liest man kaum etwas. Man kann wohl sagen, dass die RF noch nicht so weit sind Regionen zu verfrosten – und der Westen? Man sollte das nicht als Phantasie ab tun. Das Wetter ist nicht normal, hat mit CO2 nichts zu tun, aber ich bin überzeugt davon, dass es menschengemacht ist, also menschengemachter Klimawandel. Wäre es möglich? Dann wird es eine Kältefront geben, sobald die schweren Panzer in ihren Ausgangsstellungen stehen. Es wird ein Schub geben und irgendwo werden sich Lücken finden. Der Durchbruch wird bejubelt und mit einem mal strömen aus aller Herren Länder siegesgewisse Söldner ins Land. Sie entfliehen einer unattraktiven Zukunft als Überschuldete und werden sich über Kameradschaft und Campingidylle wieder lebendig fühlen können. Wenn so viele den Schritt gemacht haben, will keiner mehr wissen, wer denn hier Recht hat, oder Gräueltaten begangen hat. Dann ist jedem klar, dass man zu den Guten gehören muss. Es wird einen Sog geben.

      Also Mister Armagedon, um Ihr zweites ‚d‘ zu bekommen sollten Sie dem allem zu vor kommen. Keine Tempi mehr verschenken, Kontrolle über Zentren ist oft auch aus der Ferne möglich, wie Sie das ja aus einigen Positionen heraus erfolgreich umsetzen. Insgesamt beeindruckend, aber für ein vollständiges Armaged’d’on muss nochmal eine gute Schippe drauf, jetzt.

  6. „Ukrainische und ehemalige US-Spitzenbeamte geraten in Panik, dass 100 Milliarden Dollar an Hilfe nicht ausreichen könnten“

    https://uncutnews.ch/ukrainische-und-ehemalige-us-spitzenbeamte-geraten-in-panik-dass-100-milliarden-dollar-an-hilfe-nicht-ausreichen-koennten/

    „… Der ukrainische Botschafter im Vereinigten Königreich, Vadim Prystaiko, äußerte sich kurz darauf gegenüber Newsweek in ähnlichem Sinne. … Ihm zufolge „hat der Westen jetzt eine einzigartige Chance. Es gibt nicht viele Nationen auf der Welt, die es sich erlauben würden, so viele Menschenleben, Territorien und Jahrzehnte der Entwicklung zu opfern, um den Erzfeind zu besiegen… Das ist es, was ich meine: Alle Hände an Deck, alles, was wir entbehren können, um der Ukraine zum Sieg zu verhelfen.“ Er äußerte auch die Befürchtung, dass der Westen Kiew unter Druck setzen könnte, einem Waffenstillstand mit Russland zuzustimmen, wenn die derzeitige Pattsituation nicht bald durchbrochen wird. …“

    Von mir aus kann der „General Armageddon“ gerne die Pattsituation durchbrechen…

    „… Der ehemalige Verteidigungsminister Robert Gates und die ehemalige Außenministerin Condoleezza Rice verfassten daraufhin am Samstag gemeinsam einen Meinungsbeitrag für die Washington Post …, der dramatisch mit der Überschrift „Die Zeit ist nicht auf der Seite der Ukraine“ überschrieben war. Ihre Darstellung steht in krassem Gegensatz zu der „offiziellen“, von den meisten Westlern verbreiteten Behauptung, dass Russland unweigerlich kollabieren wird, je länger sich seine Sonderoperation hinzieht. … Stattdessen warnten Gates und Rice, dass „in Ermangelung eines weiteren großen ukrainischen Durchbruchs und Erfolgs gegen die russischen Streitkräfte der Druck des Westens auf die Ukraine, einen Waffenstillstand auszuhandeln, mit dem Verstreichen der Monate des militärischen Stillstands zunehmen wird“, was dazu führen würde, dass Russland „einen großen Teil des mineralischen Reichtums, der Industriekapazitäten und der beträchtlichen landwirtschaftlichen Flächen [der Ukraine]“ behalten würde, wenn die Kontrolllinie (LOC) eingefroren wird. …“

    Gerne kann Russland noch etwas hinzu gewinnen und Polen im Westen Obendrauf… Abzüglich der Anteile für Ungarn und Rumänien wird Kiew mit Umland vielleicht 15-20 Millionen Einwohner haben und noch ein paar Generationen Dritte Welt bleiben – sich nie wieder den westlichen Oligarchen verkaufen.

  7. „Ukrainer sollen in Oklahoma an Patriot-Systemen geschult werden“

    https://uncutnews.ch/ukrainer-sollen-in-oklahoma-an-patriot-systemen-geschult-werden/

    „… Die Regierung Biden hatte ihren Plan zur Lieferung von Patriot-Raketensystemen an die Ukraine erstmals Mitte Dezember vorgestellt, aber es blieb die Frage offen, wo das ukrainische Personal in der Bedienung der unglaublich komplexen Luftabwehrsysteme ausgebildet werden sollte … Die Beamten gaben an, dass die Ausbildung in Fort Sill in Oklahoma stattfinden wird, wo sich die Feldartillerieschule der Armee befindet, und dass die Ausbildung voraussichtlich „mehrere Monate“ dauern wird. … In Anbetracht der Komplexität der Patriot-Batterien, für deren Bedienung von den Computern über die Radarkontrollen bis hin zur Gefechtskontrollstation etwa 100 Personen erforderlich sind, wird üblicherweise ein Zeitraum von mindestens sechs Monaten bis zu einem Jahr für die ordnungsgemäße Ausbildung einer Besatzung veranschlagt. …“

    In 6-12 Monaten ist der Krieg hoffentlich längst entschieden. Sollten die Patriots viel früher im Banderastan auftauchen – dürfte klar sein, wer sie bedient.

Schreibe einen Kommentar