Wie Google Politik macht und die öffentliche Meinung beeinflusst

Google ist längst zu einem politischen Instrument geworden und beeinflusst die öffentliche Meinung massiv.

Google kann über seine Algorithmen beeinflussen, welche Seiten Ihnen bei einer Suchanfrage gezeigt werden und welche nicht. Das zeigt sich besonders bei politischen Fragen. In Deutschland wurde darüber kaum berichtet, aber in den USA hat eine Enthüllungsplattform mit versteckter Kamera Gespräche leitender Google-Mitarbeiter gefilmt, die offen sagen, dass Google im nächste US-Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen will, indem es bei Suchanfragen positive Nachrichten über Trump unterdrückt und stattdessen negative Meldungen zeigt.

Im Gegensatz zu deutschen Medien haben englischsprachige Medien darüber berichtet. In Deutschland fand ich lediglich auf RT-Deutsch einen Artikel dazu. Offensichtlich finden die deutschen Medien die Manipulation der öffentlichen Meinung gut, da sie nicht darüber berichten und es schon gar nicht kritisieren.

Interessant ist, dass die mit versteckter Kamera gefilmten Videos auf YouTube gelöscht wurden. Die Begründung von YouTube ist, dass sie die Privatsphäre der Betroffenen verletzen. Die Betroffenen sind leitende Mitarbeiter von Google, die bei einem Mittagessen ganz offen über die politischen Ziele von Google sprechen.

YouTube ist also besorgt wegen der Privatsphäre von Menschen. Wo war eigentlich diese Besorgnis, als es um das Strache-Video ging? Schon an diesem Vergleich sieht man, dass Google bzw. YouTube seine Regeln entsprechend seiner politischen Agenda auslegt und nicht etwa anhand objektiver Kriterien. Jedenfalls hat YouTube, eine Tochterfirma von Google, diese Videos entfernt, wogegen nun die Anwälte der Enthüllungsplattform „Project Veritas“ vorgehen.

Generell ist YouTube längst zu einer Waffe im Informationskrieg geworden. Ich kenne YouTube-Blogger, die berichten, dass ihre Videos bei ihren Abonnenten nicht in der Timeline gezeigt werden, wenn sie bestimmte Themen behandeln. Und zwar nicht etwa nur das entsprechende Video, sondern danach werden noch wochenlang alle neuen Videos unabhängig von ihrem Inhalt in der Reichweite beschränkt.

So berichtete mir ein russischer Blogger, dass er selbst auf Russisch nicht über die Flüchtlingsthematik in Deutschland berichten kann, ohne hinterher von Google „bestraft“ zu werden, indem Google seine Reichweite reduziert. Das kann er anhand seiner Statistiken belegen, weshalb er Themen wie „Flüchtlinge in Europa“ nicht mehr behandelt, da er seinen Kanal hauptberuflich betreibt und auf die Einnahmen angewiesen ist. Da kann er es sich nicht erlauben, wochenlang in seiner Reichweite beschränkt zu werden, das kostet ihn bares Geld.

So kann, auch ganz ohne „echte“ Zensur, beeinflusst werden, was die Menschen zu sehen bekommen und was nicht.

Besonders absurd wird es, wenn man sich das Titelbild des Artikels anschaut. Was glauben Sie, vor was für einem Video warnt Google so nachdrücklich? Pornografie? Exzessive Gewalt?

Nein, es ist ein russischer Dokumentarfilm über Putins Präsidentschaft, der angeblich „für jüngere und sensible Menschen nicht geeignet“ ist und schon über elf Millionen Mal angeschaut wurde. Ob man Putin gut oder schlecht findet, ist jedem selbst überlassen, aber was bitte ist an einer politischen Doku „für jüngere und sensible Menschen nicht geeignet„?

Übrigens erlebe ich das auch am eigenen Leib auf Facebook. Meine Anti-Spiegel-Seite auf Facebook hat eine sehr schwankende Reichweite. Immer wenn sie auf eine Reichweite von ca. 15.000 pro Woche kommt, bremst Facebook sie ein und plötzlich sind es noch nur 5.000 pro Woche. Das wächst dann mit der Zeit wieder an und wenn die 15.000 erreicht sind, geht das Spiel von vorne los.

Auch als Werbekunde möchte Facebook mich nicht. Ich habe gar nicht vor, meine Artikel für Geld zu bewerben, aber Facebook hat mich schon vorsorglich als Werbekunde gesperrt.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

3 Gedanken zu „Wie Google Politik macht und die öffentliche Meinung beeinflusst“

  1. Vor noch nicht all zu langer Zeit konnte man noch RT und D bei Google eingeben und es wurde russia today an erster stelle vorgeschlagen. Jetzt zeigen die irgendwelchen Pfeffer an den ersten Stellen.
    Und früher konnte man nach Zitaten suchen. Z.b. Israel, Ben Gurion und bekam seiten vorgeschlagen, die ziemlich üble Zitate zeigten und andere, die sagten, das das keine Originalzitate seien. Jetzt bekommt man nur noch Seiten, die sagen Ben Gurion habe dies und das niemals gesagt.

  2. Von Google bis Integrity Initiative jeder hat seine Aufgaben wobei Google, Facebook oder Twitter den zivilen Part übernehmen. Integrity Initiative mit seinen ausführenden Medien übernehmen den militärischen Part.
    Ziel ist wohl ein braver und durch betreutes Denken geformter Mensch.
    Vor ca. 70 Jahren wurde das noch als blinder Gehorsam gegeiselt und man nannte Diese NAZIS. Heute ist man ein durch und durch geschliffener Demokrat. So ändern sich die Bezeichnungen.

    Das die Google Gründer Produkte von Geheimdiensten sind dürfte ein für alle mal geklärt sein. Beide waren Stipendiaten Massive Digital Data Systems.

    https://tagesereignis.de/2018/11/politik/q-drop-die-wahre-geschichte-von-google-internet-und-ihre-verbindung-zu-cia-nsa-darpa-und-anderen-agenturen/5725/

    https://www.bibliotecapleyades.net/sociopolitica2/sociopol_internetgoogle71.htm

    https://www.wired.com/2010/07/exclusive-google-cia/

    https://www.wsws.org/de/articles/2017/11/23/schm-n23.html

    https://taz.de/!5138094/

    https://www.wuv.de/digital/google_loeschte_youtube_trailer_zu_kritischem_arte_beitrag

    Die bekannteste Form der menschlichen Gefahrenabwehr ist das Bauchgefühl. Von Kindesbeinen an lernen wir uns darauf zu verlassen. Wenn wir diesem Gefühl vertrauen sind wir Verschwörungsanhänger. So erging es auch den ersten Leuten die Google mit Geheimdiensten in Verbindung brachten.

    Das Facebook und Tube nicht besser sind wissen wir spätestens seit der erste Kopflose dort auftauchte. Die syrischen Demokratie Kämpfer mit ihrer Sanitätseinheit konnten ungehindert Filme hochladen bis die Sache aufflog. Mit ihr Qualitätsmedien wie Spiegel, ARD und ZDF. Integrity Initiative bekam Namen und Gesichter. Mit jedem Lügenbeweis gegen die Qualitätsmedien verschwand der Krieg aus dem Alltag.
    Wer erinnert sich noch an die Meldung von Rationskürzungen in dessen Folge sich Mio. Frauen und Kinder auf den Weg nach Deutschland machten?

    https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/zensur-amazon-entfernt-impfkritische-filme-buecher-nach-cnn-bericht-google-youtube-apple-folgen-a2835084.html

    https://www.gnu.org/proprietary/malware-google.de.html

    Alles was dem Gewinn im Weg ist wird weg zensiert.

    https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/zuflucht-darknet-journalismus/-/id=660374/did=21968500/nid=660374/1f5x9m8/index.html

    Langsam braucht man
    eine Linkliste zu Anbietern von Fakten ohne ideologischer Einfärbung,
    eine Linkliste zu Lobbyisten sowohl staatlicher als auch unternehmerischer Natur
    und was ganz wichtig ist; viel privaten Speicherplatz für Inhalte und Dokumente die schnell aus dem Web verschwinden.

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