„Wie wird die Welt nach dem Coronavirus sein?“ – Eine Analyse eines russischen Experten

Wie sieht die Welt nach dem Coronavirus aus? Die Frage bewegt viele Menschen. Ich habe einen sehr interessanten Meinungsartikel gefunden, der sich nicht nur mit den politischen und wirtschaftlichen Fragen beschäftigt, sondern auch mit den gesellschaftlichen und menschlichen Fragen.

In der TASS erscheinen immer wieder interessante Meinungsartikel, die ich den deutschen Lesern nicht vorenthalten will. So ist es auch mit diesem Artikel der heute unter der Überschrift „Wie wird die Welt nach dem Coronavirus sein?“ erschienen ist. Der Autor ist ein altgedienter Journalist der TASS, der schon Korrespondent in den USA war. Inzwischen schreibt er hauptsächlich politische Analysen und Meinungsartikel. Seinen aktuellen Artikel habe ich übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Henry Kissinger glaubt, dass die aktuelle COVID-19-Pandemie „die Weltordnung für immer verändern wird“: „Nach dem Coronavirus wird die Welt nie wieder dieselbe sein“, schreibt er im Wall Street Journal und schlägt vor, schon jetzt, während die dringenden Aufgaben angegangen werden, den Prozess der Anpassung an die neue Weltordnung zu beginnen.

„Wir durchleben eine epochale Zeit“, schreibt der ehemalige US-Außenminister und Berater der Präsidenten Nixon und Ford. „Die historische Herausforderung für die Staats- und Regierungschefs besteht darin, die aktuelle Krise zu bewältigen und gleichzeitig die Zukunft aufzubauen. Andernfalls könnte die Welt in Flammen aufgehen.“

Erfüllen die Regierung das Vertrauen der Völker?

Die Amerikaner neigen generell dazu, die Bedeutung und Autorität ihres Landes als Herr des Schicksals der Welt zu übertreiben. Selbst die entscheidende Phase ihrer heimischen Baseballsaison nennen sie „Weltserie“. Ihr derzeitiger Präsident Donald Trump kann getrost als der Weltmeister der Hyperbolisierung bezeichnet werden, was auch für Kissinger gilt, der noch immer im Weißen Haus ein und aus geht.

Der Patriarch der amerikanischen Geopolitik, der im Mai 97 Jahre alt wird, weiß um das Gewicht, das seine Worte immer noch haben und sagt nichts leichtfertig. Und auf der ganzen Welt wird genau hingehört.

So unterstreicht er zum Beispiel, dass die aktuelle Wirtschaftskrise, die durch die Pandemie verursacht wird, in der Geschichte beispiellos sein wird. Dementsprechend erscheint ihm die „Heilung der Wunden der Weltwirtschaft“ nicht weniger wichtig, als die „Stärkung der globalen Widerstandskraft gegen Infektionskrankheiten“.

Es ist klar, dass Kissinger besonders besorgt über das Schicksal der „liberalen Weltordnung“ ist, in der die Vereinigten Staaten sich daran gewöhnt haben, die führende Rolle zu spielen: „Die Demokratien der Welt müssen ihre Werte aus der Epoche der Aufklärung schützen und hochhalten“, schreibt er. „Ein globaler Rückzug von der Balance zwischen Macht und Legitimität wird zum Zerfall der Gesellschaftsverträge führen, sowohl im Inland, als auch im Ausland.“

Aber dann kommt sofort eine merkwürdige Einschränkung: „Diese tausendjährige Frage von Legitimität und Macht kann jedoch nicht gleichzeitig mit dem Versuch gelöst werden, die Plage von COVID-19 zu überwinden. Es braucht Zurückhaltung auf allen Seiten, sowohl im innenpolitischen Leben, als auch in der internationalen Diplomatie. Man muss Prioritäten setzen.“

Eine Schlüsselaufgabe ist für Kissinger die „Aufrechterhaltung des öffentlichen Vertrauens“ um „soziale Solidarität, die Beziehungen zwischen den Gesellschaften und den internationalen Frieden und Stabilität“ zu erhalten. Bisher handelt die US-Administration seiner Meinung nach „solide“ und bewältigt die Aufgabe, „eine unmittelbare Katastrophe zu verhindern“.

Aber „der wichtigste Test wird sein, ob die Ausbreitung des Virus gestoppt und dann in einer Weise rückgängig gemacht werden kann, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Fähigkeit der Amerikaner, sich selbst zu führen, bewahrt“, warnt der berühmte Autor. Das steht seiner Meinung nach auf dem Spiel: Die Glaubwürdigkeit der Regierung, sowohl in den Vereinigten Staaten, als auch in „vielen Ländern“, un denen „es nach der Pandemie scheint, dass die Institutionen die Krise nicht bewältigen konnten“. Übrigens werden die Menschen nicht nur über ihre eigene Regierungen urteilen, sondern auch über Regierungen anderer Länder.

„Wem ich was schulde, dem vergebe ich…“

Kissinger nennt in seinem Text ausdrücklich keine konkreten Länder. Und er erinnert beispielsweise nicht daran, dass nach offiziellen Angaben die Ausbreitung der Krankheit in China bereits weitgehend gestoppt wurde, und auch in Russland sieht die Situation generell besser aus, als in den Vereinigten Staaten und Westeuropa. Und das, obwohl er selbst seinerzeit predigte, den Zustand der strategischen Stabilität und Sicherheit in der Welt in Bezug auf die Beziehungen im „Dreieck“ Washington – Moskau – Peking zu bewerten.

Aber niemand braucht jetzt wirklich Tipps. Jeder weiß auch so, wie die Situation ist. Auch, wer hilft wirklich, die Pandemie zu bekämpfen, und wer Solidarität nur in Worten ausdrückt.

Vor diesem Hintergrund kommt die Diskussion über die „Führungsrolle in der Welt“ in den Vereinigten Staaten in letzter Zeit nicht ohne Angriffe gegen China aus. Der Ton wird von Trump und seinem Außenminister Michael Pompeo vorgegeben, die öffentlich darauf bestehen, dass man das neue Coronavirus „chinesisches“ oder „Wuhan“-Virus nennen sollte. Die Gesetzgeber im Kongress zeigen Einfallsreichtum und fordern China auf, eine „internationale Untersuchung“ gegen China über die Ursprünge der Pandemie zuzulassen, was dann die Einreichung von Klagen gegen China vor US-Gerichten ermöglichen und dann sogar Peking dazu zwingen soll, „den größten Teil der amerikanischen Schulden“ abzuschreiben. Die letzte Idee des Kongressabgeordneten Jim Banks erinnert natürlich stark an den russischen Witz, den wir in Russland alle kennen: „Wem ich etwas schulde – ich vergebe ich…“

Natürlich wird all dies von einem Chor von Spekulationen begleitet, dass China unter Ausnutzung der Pandemie beabsichtigt, die gesamte „Weltordnung“ zum eigenen Vorteil umzubauen: „Man darf die chinesische Regierung nicht belohnen, indem man ihr erlaubt, die Rolle des Helden in einer Krise zu spielen, die sie selbst geschaffen hat“, schrieb ein Kommentator der Zeitung „Hill“.

Eine andere Sache ist, dass im Chor der Stimmen, die fordern, gegen Peking zurückzuschlagen, immer noch vorsichtig respektvolle Töne mitschwingen. So hat das politische Portal „Real Clear Politics“ einen Kommentar der englischsprachigen Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ mit dem Titel „Ob es Ihnen gefällt oder nicht, aber die Krise lässt das chinesische Regierungsmodell glänzen“ veröffentlicht. „China gewinnt den Propagandakrieg um das Coronavirus“, meldete „Politico“. „Peking setzt Soft Power ein, während Europa und die Vereinigten Staaten einen Mangel an Solidarität zeigen.“

Wer ist flexibler?

Darüber hinaus kritisieren viele Amerikaner unter der „chinesischen Soße“ gerne ihre eigene, aktuelle Regierung. Der Chefredakteur der Online-Analyseplattform „World Politics Review“ bestand in seinem Kommentar „Warum die Coronavirus-Pandemie nicht zu einer neuen Weltordnung führen wird“ darauf, dass COVID-19 nichts Grundlegendes verändern werde, sondern nur die Trends aufdeckt und verstärkt, die bisher nur Experten offensichtlich waren.

„Amerikas Unwille, die global koordinierte Antwort auf diese Krise anzuführen, sollte unter der gegenwärtigen Regierung niemanden überraschen“, schreibt der Autor. „Präsident Trump hat seine Verachtung für den Multilateralismus nie verheimlicht. Im Gegenteil, verkündet er stolz, dass die Vereinigten Staaten in Krisen keine Führung zu „gemeinsamem Wohlstand“ mehr bieten.“

„Überraschender ist etwas anderes“, fährt der Analyst fort. „COVID-19 zeigt, inwieweit die mangelnde Bereitschaft zur Führung zu der schlechten Eigenschaft wurde, nicht mehr führen zu können. Trump hat Nordkorea und später Italien, Frankreich und Spanien medienwirksam US-Hilfe angeboten. Aber das war nur Show. Tatsächlich ist seine Regierung so inkompetent, dass sie nicht einmal in der Lage ist, den Staaten ihres eigenen Landes volle Unterstützung aus Bundesmiteln zu leisten.“

Dabei versteht natürlich jeder, wie schlecht das im Vergleich zu China aussieht: „Welche Position werden die Vereinigten Staaten und China nach der Coronavirus-Krise einnehmen, nicht nur in Bezug auf das Potenzial, sondern auch in Bezug auf die Wahrnehmung der Außenwelt über ihre Fähigkeit, klug und entschlossen auf eine Krise zu reagieren? Welches System hat potenziell fatale, versteckte Schwächen?“, fragte David Ignais, Chef der Außenpolitik-Redaktion der „Washington Post“. Und im Grunde gibt er die Antwort selbst: „Das autoritäre chinesische System hat bereits die Kurve in Richtung Erholung gekriegt. Die amerikanische Demokratie muss zeigen, dass eine freie Gesellschaft die gleiche Wendung geschickt und schnell machen kann.“

„Durch das Prisma der Reparationen“

Für Trump ist das auch deshalb von entscheidender Bedeutung, weil seine Aussichten bei den Wahlen im November von seinem Erfolg in der Krise abhängen. Am Samstag bekräftigte er erneut, dass „die Medizin keine schlimmeren Folgen haben sollte, als die Krankheit“ und dass „das Land für die Wirtschaft geöffnet werden sollte“. Um das zu erreichen, denkt er bereits darüber nach, eine spezielle Arbeitsgruppe im Weißen Haus zu schaffen. Dazu wird er auch von vielen Unterstützern öffentlich aufgerufen, obwohl Ärzte darum betteln, sich nicht zu beeilen.

Die US-Wirtschaft muss sowieso wieder angekurbelt werden, aber das ist leichter gesagt als getan. Und dabei die Meinungen der Politiker und sogar der Ideologen nicht zu berücksichtigen, ist unmöglich.

Ein einfaches Beispiel: Die junge Sozialistin Alexandra Ocasio-Cortes, Mitglied des US-Kongresses aus dem Bundesstaat New York, wo es viele Corona-Fälle gibt, verlangt bereits „Reparationen“ für die Armen und die Minderheiten: „Die COVID-Sterblichkeit ist unter Schwarzen und Farbigen überproportional hoch“, schrieb sie auf Twitter, wo sie 6 Millionen Follower hat. „Warum? Aufgrund der chronischen Auswirkungen der Segregation, von ökologischem Rassismus, der Kluft zwischen Arm und Reich und so weiter. All das wirkt sich unweigerlich auf die Gesundheit aus.“

„Ungleichheit ist ein Faktor bei der Sterblichkeit“, schlussfolgerte die amerikanische Abgeordnete. „Maßnahmen gegen COVID sollten durch das Prisma der Reparationen geplant werden.“

Ähnliche Ansichten, wenn auch nicht so radikal, werden in Amerika jetzt von vielen Linken zum Ausdruck gebracht, von jungen Aktivisten bis hin zu grauhaarigen Nobelpreisträgern. Selbst als noch niemand von dem neuen Coronavirus gehört hatte, war die Debatte über den Sozialismus eines der Leitmotive des US-Präsidentschaftswahlkampfes. Und ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist, zumal die Neubewertung der Werte nicht nur in Übersee vor sich geht.

Alle hoffen auf den Staat

„Wir erleben schon jetzt eine Rückkehr zur Ideologie der „großen Regierung“, die im krassen Gegensatz zum Konsens der letzten Jahrzehnte steht“, schreibt der ehemalige deutsche Vizekanzler und Außenminister Joschka Fischer auf der Website „Project Syndicate„. „Jeder erwartet, dass der Staat riesige Geldsummen in die Wirtschaft pumpt und Unternehmen und Industrien rettet (oder verstaatlicht), die als lebenswichtig gelten und nun in Gefahr sind. Nach der Krise wird die stark erweiterte Rolle des Staates beschnitten werden müssen, aber wie? Das Thema ist umstritten. Im Idealfall werden die Regierungen die Erlöse aus der Reprivatisierung für die Menschen benutzen, damit die Gesellschaft ein eigenes Interesse an der Regulierung nach der Krise hat.“

Unter Verweis auf die Erfahrungen der Vergangenheit weist Fischer auch darauf hin, dass „solche großen Schocks, wie der aktuelle, dazu neigen, die Grundlagen politischer Systeme und internationaler Beziehungen zu erschüttern. (…) Insbesondere westliche Demokratien könnten damit konfrontiert werden, dass ihr Regierungssystem in Frage gestellt wird“, konstatiert er. „Menschenrechtsprinzipien können wirtschaftlichen Imperativen entgegenwirken. Die Pandemie provoziert auch Konflikte zwischen der jungen und der alten Generation und zwischen Autoritarismus und liberaler Demokratie.“

Meiner Meinung nach spiegelt das Kissingers Warnungen in etwas schwammigeren Worten wider. Gleichzeitig erinnert Fischer daran, dass, unabhängig vom Ausgang der US-Wahl, nicht ältere Menschen, wie Trump und sein wahrscheinlicher Rivale Joe Biden, mit den langfristigen Folgen der Krise zu kämpfen haben werden, sondern die Generation von Ocasio-Cortes.

Die Menschheit zwingen

Ignais von der Washington Post glaubt, dass bei der Analyse der aktuellen Situation nicht die verheerenden, sondern potenziell gute Folgen der Pandemie das Interessanteste sind: „Wahrscheinlich wird die nächste Generation in den USA und China besser auf Krankheitsausbrüche und andere Katastrophen vorbereitet sein“, schreibt er. „Frühwarnsysteme, Vorräte, Impfstoffe und Lieferketten werden sich verbessern. Mediziner werden mehr wissen, ihre Empfehlungen werden großes Vertrauen genießen.“

Ich denke auch, dass man dem Virus für vieles dankbar sein kann. Und im Gegensatz zu meinem Kollegen aus Washington verbinde ich das nicht mit dem Streit zwischen den USA und China über die weltweite Führung und mit materiellen Faktoren.

Aus meiner Sicht lehrt -man kann sogar sagen – zwingt die gegenwärtige Krise die Menschen zur Menschlichkeit. Sie erinnert uns daran, dass wir vor Krankheit und Tod alle gleich sind. Sie fordert von uns, die besten menschlichen Qualitäten zu zeigen: Liebe, Weisheit, gegenseitiges Verständnis, Geduld und Mitgefühl.

Sie zeigt die Destruktivität des Egoismus und begrenzt die Willkür. Sie lehrt uns, für uns selbst und unser Handeln Verantwortung zu übernehmen, die Interessen anderer zu bedenken, anderen zu helfen, und sei es auch nur zu Hause unter den Bedingungen der Quarantäne miteinander auszukommen.

Dieser zerstörerische Angriff auf unsere Welt zeigt die Grenzen der menschlichen Intelligenz und der menschlichen Fähigkeiten auf. Er bremst den Stolz, lehrt Demut.

Es braucht soziale (eigentlich unsoziale) Distanz und erinnert damit an den Wert direkter menschlicher Kommunikation ohne die Hilfe von Gadgets. Er zeigt uns, wie unersetzlich Liebe, Freundschaft, Kameradschaft und Partnerschaft sind. Aber er lehrt uns auch die für jeden Menschen lebenswichtige Fähigkeit, mit sich selbst allein zu sein.

Es geht auch ohne Kriege

In der Praxis ermöglicht die Pandemie die Bereitschaft von Ländern und Völkern zu überprüfen, auf epidemiologische Bedrohungen unter den schwierigsten „Kriegs“-Bedingungen zu reagieren. Sie bringt in dieser Hinsicht unschätzbare Erfahrungen für die Zukunft.

Der wichtigste Teil der Prävention ist die erzwungene Selbstisolierung. Durch das Einsperren von Familien in ihren vier Wänden kann Quarantäne zur Lösung demografischer Probleme beitragen. Wir warten auf die „Coronavirus-Generation“.

Die Krise trägt zur Modernisierung der Wirtschaft und der gesamten Lebensweise bei, einem immer vollständigeren Übergang zu digitalen Technologien. Sie zeigt uns deutlich, dass viele Menschen nicht jeden Tag zur Arbeit fahren und Zeit mit dem Arbeitsweg vergeuden müssen.

Und schließlich zeigt die Pandemie in der Geopolitik, dass sich das Kräfteverhältnis in der Welt ohne Kriege verändern kann. Insgesamt bestätigt sie, dass militärische Lösungen nicht universell sind, sie verringert das Prestige und die Bedeutung des Faktors der militärischen Gewalt.

Was gerade geschieht, untergräbt alle Ansprüche auf Exklusivität, Unipolarität und Monopolismus. Es zeigt den wahren Preis der Ansprüche auf „globale Führung“. Es braucht internationale Solidarität angesichts einer gemeinsamen Bedrohung. Es demonstriert die Alternativlosigkeit zu echter Zusammenarbeit auch für diejenigen, die aus verschiedenen Gründen nicht zu einer solchen Zusammenarbeit bereit sind.

Wenn es diesen Grund, über all das nachzudenken, nicht geben würde, müsste man ihn sich wohl selbst schaffen. Vielleicht wurde das ja getan.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

4 Gedanken zu „„Wie wird die Welt nach dem Coronavirus sein?“ – Eine Analyse eines russischen Experten“

  1. „Balance zwischen Macht und Legitimität“
    So, so
    Na da „guckt“ der Staats- und Verwaltungsrechtler doch „wie ein Eichhörnchen“.
    Dachten wir doch bisher, die „Legitimität VON Macht“ bzw. DEREN „Legitimation“ sei die alles entscheidende Frage in einem demokratischen Rechtsstaat, (im übrigen nicht nur in einem solchen).
    Diese geradezu aberwitzig anmutende Irrlehre stammt allerdings aus einer Zeit, in der von einer „Marktkonformität der Demokratie“ noch nicht die Rede war, weshalb diese Rechtsanschauung wohl als obsolet angesehen werden muß.
    Daß das zudem nicht nur eine „tausendjährige Frage“ sondern ein universelles Problem des Phänomens „Herrschaft“ ist, welche sich im Zuge der Entstehung von „Produktion“, d.h. von „Arbeit“ in Form einer nicht biologisch determinierten oder indizierten „Arbeitsteilung“, herausbildete, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
    (Das abstruse Geschwätz dieser Angelsachsen ist nur noch im Suff zu ertragen.)

  2. Solange man davon ausgeht, es handelt sich bei der Coronapanik um einen Virus, um Krankheit oder Tod, kommt man nicht zum Kern der Sache. In Deutschland sind die Krankenhäuser selten leer und die Todesraten ungewöhnlich niedrig. Das ist in Italien auch so und wahrscheinlich auch so in der ganzen Welt.

    Man macht mit Corona Angst. Aber wofür?

    Es geht seit spätestens dem Jahr 2000 um den Erhalt der alleinigen Weltmacht, der Weltmacht des Westens. Alles ordnet sich dem unter. Jede Opposition und Souveränität wird beseitigt. Dieser Kampf läuft. Dazu gehören Bio, Öko, Klima und jetzt Corona. Auch bei Klima verschwanden alle Einflüsse, außer der Mensch. Auch jetzt verschwinden alle Todes- und Krankheitsursachen. Es bleibt Corona.

    Weder bei BSE, Vogel- oder Schweinegrippe gab es je Auswertungen. Auch diese Paniken waren Faks. Corona ist auch so ein Fake. Es geht um die Weltmacht, um Macht und Money.

  3. Nach der Coronapanik wird nichts mehr so sein wie davor. Das hat sich aber schon länger abgezeichnet das sich in der westlichen Welt was ändern wird.
    – Pearl Harbor
    – Tonkinbucht
    – Irak Krieg
    – Afghanistan Lüge
    – Libyen Lüge
    – Syrien
    Nur einige Ereignisse die alle in einen US Krieg mündeten. Es wurde immer von den USA gelogen was das Zeug hält. Jetzt wird von der USA China beschuldigt an der Pandemie schuld zu sein. Vielleicht hatten wir bis jetzt Glück weil
    – Teile der US Armee von Corona befallen sind
    – die USA selber stark befallen sind
    – China die Lage im Griff hat
    – Chinas starke Wirtschaft, in 10 Tage für 1500 Menschen ein Krankenhaus gebaut 2x
    – der Russe sehr starke ABC Abwehrkräfte hat
    – einige Nato Länder können nicht in einem Krieg eintreten (zBspl. De hat keine Munitionsvorräte)
    Es gibt mit Sicherheit noch mehr Gründe warum der nächste Weltkrieg noch nicht heiß geworden ist.

    1. Auch wenn ich der Zuschreibung „Drehhofer“ für Frau Merkels Innenminister Seehofer rückhaltlos zustimme, halte ich eine Erkenntnis von ihm für zeitlos gültig:
      „Die gewählt sind, haben nichts zu sagen, und die etwas zu sagen haben sind nicht gewählt.“

      Das Netz der nicht gewählten Machthaber des angelsächsischen Imperiums der „Fünf Augen“ bildet eine Großmacht der hochmoralischen Lüge zur Verhüllung seiner geostrategischen Weltmachtsziele, gestützt auf eine Jahrhunderte alte Tradition britischer Seemacht, der das II. Deutsche Reich seit seiner Gründung wegen seiner Tüchtigkeit und Effizienz („Made in Germany“) ein Dorn im Auge war: „Germania esse delendam“ (1895).

      Bismarck hatte dies durchschaut, seine Nachfolger eher nicht: Kaiser Wilhelm II. und sogar noch Hitler strebten nach Bündnissen mit dem Todfeind des Reiches, der sein Vernichtungsziel Deutschlands durch den „Zweiten Dreißigjährigen Krieg 1914–45“ (Churchill) im wesentlichen erreicht hatte – bis zur Selbstzerstörung des naiven deutschen Volkes unter dem angelsächsischen Propaganda-Verdikt seiner erblichen, nie vergehenden Kollektivschuld, die als Schwester der archaischen Blutrache jedem europäischen Rechtsgedanken ins Gesicht schlägt.

      „Menschlichkeit, Friede und Freiheit ist immer ihr Vorwand,
      wenn es nicht Christentum und die Ausbreitung der Segnungen
      der Gesittung unter Wilden und Halbbarbaren sein kann, zur
      Abwechslung . . .
      Das Interesse Englands ist, daß das Deutsche Reich mit Rußland
      schlecht steht, unser Interesse, daß wir mit ihm so gut stehen,
      als es der Sachlage nach möglich ist.“ (Bismarck am 7. April 1888 im Drei-Kaiserjahr)

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