Washington Post

Hunter Biden hat sein in der Ukraine verdientes Geld für Alkohol und Drogen ausgegeben

In seinem am 6. April erscheinenden Buch "Beautiful Things" hat Hunter Biden, der Sohn des US-Präsidenten, geschrieben, er habe die in der Ukraine verdienten Gelder für Drogen und Alkohol ausgegeben, berichtet die Washington Post

Hunter Biden, der Sohn des US-Präsidenten Joe Biden, hat laut Washington Post in seinem am 6. April erscheinenden Buch geschrieben, die Gelder, die er von der ukrainischen Gasfirma Burisma bekommen hat, für Alkohol und Drogen ausgegeben zu haben. Die Zeitung berichtet heute in zwei Artikeln über Hunter Biden, sein Buch und seine Zeit bei Burisma (die Artikel finden Sie hier und hier).

Hunter Bidens Memoiren

In seinen Memoiren betont Hunter Biden, dass er nicht noch einmal für die ukrainische Firma arbeiten würde. Er schreibt, dass das Geld, das er von Burisma erhalten hat, seine Alkohol- und Drogensucht noch verschärft habe, was seine Beziehung zu seiner Familie und seine Karriere zerstört hat. Der Sohn des US-Präsidenten erzählt, wie er nach dem Krebstod seines Bruders 2015 mit der Drogensucht zu kämpfen hatte. In dem Buch erzählt er, wie er in Rehabilitationszentren behandelt wurde und wie seine Familie ihm im Kampf gegen die Alkohol- und Drogensucht geholfen hat. Biden schreibt laut Washington Post in seinem Buch:

„In den letzten fünf Jahren zerbrach meine 20-jährige Ehe, mir wurden Waffen ins Gesicht gehalten, und irgendwann bin ich abgetaucht und lebte in Motels für 59 Dollar pro Nacht (… ) was meine Familie noch mehr erschreckt hat als mich selbst“

Gleichzeitig hält der Sohn des amerikanischen Staatschefs den Beginn seiner Arbeit für Burisma nicht für unethisch, während sein Vater Vizepräsident der Vereinigten Staaten war. Er gibt zu, dass ihm die politische Karriere seines Vaters ihm geholfen hat, behauptet aber, dass weder er noch sein Vater etwas Illegales getan hätten, vor allem in Bezug auf Burisma.

Bidens Korruption in der Ukraine

Die offizielle Version der Bidens, die von den „Qualitätsmedien“ kritiklos verbreitet wird, lautet, dass Vater und Sohn Biden nie über die Geschäfte in der Ukraine gesprochen hätten. Das kann getrost bezweifeln, denn Hunter Biden hatte für den offiziell mit 50.000 Dollar monatlich entlohnten Vorstandsposten bei der ukrainischen Gasfirma Burisma keinerlei Qualifikation. Und nun gibt Biden Junior auch noch zu, dass er in der Zeit unter Drogen stand und teilweise unerreichbar war.

Da stellt sich sofort die Frage, wie er an den Job gekommen ist und wofür er die 50.000 Dollar monatlich bekommen hat, wenn er weder gearbeitet hat, noch auch nur in Kiew gewesen ist.

Die Vorwürfe gegen Vater und Sohn Biden lauten, dass der damalige US-Vizepräsident Joe Biden, der von Präsident Obama zum Ukraine-Verantwortlichen der US-Regierung gemacht worden war, im Gegenzug für das Geld von Burisma dafür gesorgt hat, dass strafrechtliche Ermittlungen gegen Burisma wegen Korruption und Geldwäsche eingestellt werden. Die wurden dann auch eingestellt und Joe Biden hat Jahre später stolz erzählt, wie er die ukrainische Regierung seinerzeit erpresst hat: Entweder der gegen Burisma ermittelnde Generalstaatsanwalt Schokin wird gefeuert, oder die USA halten eine Milliarde an zugesagten Hilfsgeldern zurück.

Joe Biden Admits to Getting Ukrainian Prosecutor who Investigated Son Fired

Darüber hinaus soll Burisma einer Firma, an der Hunter Biden beteiligt ist, über verschlungene Wege 3,4 Millionen US-Dollar für „Beratung“ bezahlt haben, wie in der Ukraine veröffentlichte Kontoauszüge belegen.

Wenn Hunter Biden das tatsächlich so in seinem Buch geschrieben hat, wie die Washington Post berichtet, ist klar, dass Hunter Biden nicht bei Burisma gearbeitet hat, denn er war wegen seiner Alkohol- und Drogensucht zu der Zeit nicht arbeitsfähig und gibt das auch selbst zu. Trotzdem hat er vier Jahre lang jeden Monat 50.000 Dollar von Burisma erhalten, das sind weit über zwei Millionen Dollar.

Das würde die Vorwürfe gegen Vater und Sohn Biden bestätigen, dass die Gelder für etwas anderes, nämlich die Hilfe von Joe Biden, bezahlt wurden.

Hinzu kommt, dass Joe Biden, kaum war er als US-Präsident vereidigt, einen Preis ausgelobt hat, mit dem Ausländer vom US-Außenministerium für den Kampf gegen Korruption ausgezeichnet werden. Die ersten Preisträger wurden schon im Februar 2021 verkündet und einer der Preisträger war ausgerechnet der ukrainische Generalstaatsanwalt, der die Ermittlungen gegen Burisma wegen Korruption und Geldwäsche endgültig „geschreddert“ hat.

Den „Qualitätsmedien“ in Deutschland wird das wohl wieder keine Berichte wert sein und Fragen dazu, wie und für welche Qualifikation Hunter Biden den Job bei Burisma bekommen und wofür er vier Jahre lang 50.000 Dollar monatlich erhalten hat, werden sie nicht stellen. Während die deutschen „Qualitätsmedien“ ihre Leser im Tal der Ahnungslosen halten, wird in Großbritannien oder auch in Russland darüber berichtet.

Eine Chronologie der Geschichte, in der es um weit mehr als nur die Ukraine und korrupte Machenschaften der Bidens geht, finden Sie hier.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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