Wirtschaft

Krise, welche Krise? Russische Devisenreserven erreichen neuen Rekord

Die russischen Gold- und Devisenreserven haben einen neuen Rekord gebrochen. Während der Westen immer neue Rekorde bei der Verschuldung macht, hat Russland einen Haushaltsüberschuss und so hohe Reserven wie nie zuvor.

Der bisherige Rekord bei den Reserven der russischen Zentralbank lag bei 589,8 Milliarden US-Dollar, darüber habe ich im Oktober 2020 berichtet. Nun hat die russische Zentralbank einen neuen Rekord gemeldet, die Reserven liegen jetzt bei 618,181 Milliarden US-Dollar, wie das russische Fernsehen gemeldet hat.

Während der Westen Schulden in Billionenhöhe macht, um mit den selbstverschuldeten Folgen der Lockdown-Maßnahmen fertig zu werden, wachsen in Russland nicht nur die Reserven, sondern auch etwas, was man im Westen gar nicht kennt, nämlich die Haushaltsüberschüsse. Im ersten Halbjahr 2021 hat Russland einen Haushaltsüberschuss in Höhe von zehn Milliarden Euro erwirtschaftet.

Russlands Devisenreserven sind übrigens größer, als die Devisenreserven von Deutschland, Frankreich und Italien zusammen.

Quelle: Statista

Der Westen tut wirtschaftlich de facto genau das, was – der herrschenden Meinung zufolge – die DDR und die Länder des damaligen Ostblocks getan haben und was schließlich zu ihrem Zusammenbruch geführt hat: Sie leben auf Pump und ein Ende ist nicht absehbar. Den gigantischen und immer schneller wachsenden Staatsschulden der westlichen Staaten stehen nur vergleichbar geringe Reserven gegenüber.

Irgendwann wird also das böse Erwachen im Westen kommen, denn die Schulden sind nicht mehr rückzahlbar. Entweder wird es im Westen früher oder später eine hohe Inflation geben, um die Schulden abzuwerten, oder es wird irgendwann eine Geldreform, vielleicht sogar ein neues Finanzsystem, geben, bei dem die Schulden verschwinden. Eines von beidem wird irgendwann kommen, die Frage ist nur was und wann es passiert.

In den Geschichtsbüchern kann man lesen, wie frühere Geldreformen ausgesehen haben: Das alte Geld wurde über Nacht entwertet und jeder bekam eine kleine Summe des neuen Geldes für den Neustart in die Hand gedrückt. Gewinner sind dabei nicht die Sparer, die verlieren alles, sondern die reichen Leute, die ihr Geld in Gold, Immobilien und Firmen angelegt haben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein ähnliches Szenario auf uns zukommt.

Wenn man in diesem Zusammenhang selbsternannte westliche Experten hört, die ständig behaupten, Russland stehe das Wasser bis Oberkante Unterlippe und es fehle nicht mehr viel bis zum Zusammenbruch der russischen Wirtschaft oder einem Staatsbankrott, dann frage ich mich, was solche Berichte sollen. Wozu lügt man die Leser so dreist an? Oder glauben die selbsternannten Russlandexperten, die meist weder Russisch verstehen, noch irgendwann mal in Russland gewesen sind, tatsächlich das, was sie schreiben? Ich habe vor einem Jahr mal ein solches „journalistisches Meisterwerk“ auseinandergenommen, das damals im Focus veröffentlicht worden ist, den Artikel finden Sie hier.

Anmerkung in eigener Sache: Da mir immer vorgeworfen wird, ich würde in Sachen Russland alles schönreden, will ich es hier nochmal ausdrücklich anmerken: Natürlich wurde auch Russland von den wirtschaftlichen Folgen von Corona getroffen und viele mussten den Gürtel enger schnallen. Aber offensichtlich hat die russische Regierung insgesamt bessere Entscheidungen getroffen, als die westlichen Regierungen, denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Russland kommt mit der Krise weitaus besser zurecht, als die Staaten des Westens.

Und das trotz aller Sanktionen und anderer Maßnahmen, mit denen der Westen versucht, Russland wirtschaftlich zu erdrosseln.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

35 Antworten

    1. Ja klar, das ist nur eine Rechengröße. Wenn er die Zahlen in Rubel angegeben hätte, hätte er jedoch das Gleiche gemacht, was unsere Medien gerne machen, nämlich die Wertminderung ihrer Währung einfach zu leugnen. Es hätte ja sein können, dass der Wert durch eine 10%-ige Inflation so viel verloren hätte, als durch die Größe der Veränderung der Reserve dazugekommen wäre. Dann müsste man korrekterweise sagen: Es hat sich nichts geändert.
      Nach Statista beträgt die Staatsverschuldung in Russland 19,35% vom BIP (1710 Mrd. US$) = 330 Mrd. US-$. Wenn man die Reserve betrachtet (618 Mrd. US$), heißt nun, dass die Reserve etwa doppelt so hoch wie die Schulden sind. Vergleichen wir Deutschland: Staatsverschuldung: 73% vom BIP (BIP: 3370 Mrd. US$) = 2460 Mrd. US$, Währungsreserve: 250 Mrd. US$. Nun, die andere Situation ist wohl offensichtlich.

      Land Währungsreserve Schulden [Mrd. US-$] Bevölkerung [Mio.]
      D 250 2460 83
      RUS 330 618 144
      USA 133 30120 328
      China 3243 11582 1400
      Noch Fragen?

    2. Sie werden nicht so leichtsinnig sein, ihre Devisenreserven zur Gänze in US-Dollar und/oder Euro zu halten. Man hört allerdings auch nichts von Beteiligungen russischer Staatsfonds an westlichen Unternehmen. Wäre doch lustig, zu erfahren, dass Aktienpakete US-amerikanischer Rüstungskonzerne in russischem Besitz sind.

  1. @Das alte Geld wurde über Nacht entwertet und jeder bekam eine kleine Summe des neuen Geldes für den Neustart in die Hand gedrückt.

    Und was nützen in dem Fall die Reserven der russischen Zentralbank in Höhe von 589,8 Milliarden US-Dollar?

    1. @Susanne M., 22:42
      Rußland ist da tatsächlich weitestgehend raus und die Dollar-Angaben sind auch wirklich nur eine Rechengröße zur internationalen Vergleichbarkeit.

      Hier die amtlichen Angaben der Zentralbank zur Struktur der „Devisenreserven“ (richtig: International Reserves):

      cbr.ru/eng/hd_base/mrrf/mrrf_m/

      …und die englische Erklärung dazu:
      cbr.ru/eng/statistics/macro_itm/svs/i-res_com/

      …welche natürlich nicht 100% transparent ist, wie genau sich die Fremdwährungsreserven aufschlüsseln. Angesichts der anhaltenden Dedollarisierung dürfte der US-Dollar nicht mehr den Löwenanteil ausmachen, zugunsten von EUR, JPY und RMB.

      Sollte der Tag X nahen (Zentralbanken haben da mehr und frühere Infos als Normalbürger), ist es kein Problem, rasch den bald wertlosen Cash auf den Markt zu kippen und dabei sogar noch gewinnbringend zu verkaufen. Der eigentliche Schlüssel liegt im Gold und den sog. Sonderziehungsrechten (SDRs) beim IWF.

      Al Jazeera hat das gut erklärt:
      aljazeera.com/economy/2021/4/6/what-is-an-sdr

      Hier liegt zugleich der Hase im Pfeffer, was vor allem Gründe im Außenhandel mit den G7 haben dürfte, immerhin (noch) das wichtigste Standbein der russischen Wirtschaft. Aber wie gesagt: Cash kann schnell flüchtig sein. Im Gegensatz zur EZB-weiter-so-Amateurin Lagarde ist Elvira Nabiullina absoluter Profi. Es wird der Tag kommen, an dem ein Euro wieder 50 Rubel und weniger kostet. Nur eine Frage der Zeit. Und in Rußland selbst werden Löhne in Rubel gezahlt und für Rubel eingekauft. Seit Ende des Lockdowns vor einem halben Jahr ist auch die Inflation wieder eingefangen.

      DIE WELT hat den Euro neulich wieder angezählt (lange Zeit tabu!), und der Euro wird mit Italien stehen oder fallen; mit der weiteren Bereitschaft der neuen Bundesregierung, weiterhin die kränkelnden Banken der Süd-EU zu stützen und das dem deutschen Steuerzahler zu erklären, der immer mehr für Merkels Gäste und grüne Weltgenesungsträume bluten muß.

      Deutschland braucht einen schwachen Euro, um günstiger zu produzieren und zu exportieren; Deutschland braucht auch bald wieder höhere Zinsen, um die zunehmend galoppierende Inflation abzufedern und der »Enteignung der Sparer« entgegenzuwirken. Italien und Frankreich brauchen dagegen einen starken Euro und Niedrigzinsen, um ihren Lebensstandard zu halten.

      Mag jeder für sich ausdenken, wie lange das gut geht.

    2. Oh, noch was: Wenn der Dollar an Vertrauen, Wert und globalem Umlauf verliert, wird der künstlich niedrig gehaltene Goldpreis in die Höhe schießen. Noch vertraut die Welt dem Imperium, aber auch das wird kippen.

      Bidens Installations im Weißen Haus war der erste Schritt, der zweite die Fantastilliarden-Gelddruckerei für Bidens Corona-Wiederaufbauhilfen, der dritte der Fall Afghanistans, den die ganze Welt sehen konnte. Wir werden sehen, welche Schritte noch nötig sind, aber sie werden kommen.

      Darüber hinaus zeugen immer weiter steigende Aktienkurse nicht nur von denkbaren »Blasen«, sondern von schwindendem Vertrauen ins Geld. Wer davon hat, steckt es in physisches Gold, Betongold (Immopreise jagen von Rekord zu Rekord) oder durch Aktien in Unternehmen.

      Das sind Sachwerte, die kein Währungskollaps vernichten kann.

      Oh, und schon gewußt? In Deutschland gibt es bereits Vorsorge gegen einen »Bank Run«: Das Abhebelimit am Geldautomat steht nun schon bei 1000 Euro am Tag. Vielleicht sind es bald nur noch 500? Dem gutgläubigen Tagesschau-Zuschauer wird das freilich als Kampf gegen »Geldwäsche« verkauft, falls er die knappe Meldung überhaupt mitbekommen hat.

      1. @Das Abhebelimit am Geldautomat steht nun schon bei 1000 Euro am Tag.

        Also das ist bestimmt kein Kriterium für einen baldigen Bankencrash.
        Wenn die Banken zusammenbrechen, werden die Türen zugeschlossen und das Abhebelimit binnen ein paar Minuten abgesenkt. Da braucht man keine Vorlaufzeit.
        Im übrigen achten die Banken schon von selbst darauf, dass da nicht zu viel Geld auf dem Konto ist, denn da drohen Negativzinsen.

    3. Liebe Susanne, ich glaube das meiste (oder ein guter Teil) dieser Reserven sind wohl Gold. Ich erinnere mich noch, wie der Antirussland-Meisterschreiber der FAZ, Herr Veser, vor ein paar Jahren voll inbruenstiger Haeme berichtet hat, wie Russland seine Goldreserven in grossem Masse aufstockte, aber niemand sonst. Bei einem Zusammenbruch der Finanzwelt bleiben die wohl von Wert …

      1. Gold ist nur von Wert, wenn man die Zeit und das Geld hat die Krise zu überstehen und dann noch warten kann bis der Goldwert wieder gestiegen ist.

        Wer sein Gold während der Krise verkauft (verkaufen muss) büßt einen großen Teil des Wertes ein.

        1. Ein Gegenstand/eine Sache hat nur den „Wert“, den man ihm zugesteht… – bei uns haben Gold, Diamanten, Börse etc. absolut keinen Wert – das ist für uns reine Fiktion… – Wert haben dagegen die täglichen Dinge sowie Gesundheit – die hat den größten Wert – wir lassen uns nicht von der Finanzmafia unter ihr sklavisches System pressen – es geht auch weitgehend ohne „Geld“ – und Arbeit haben wir auch genug – wir leben fast so wie früher als Selbstversorger… 😉😋

          1. Zur Gesundheit, die ja das Wichtigste überhaupt ist, gehören unbedingt Wasser, Nahrung, Energie und Produktionsmittel zur Nahrungsherstellung. Gold, Diamanten oder Aktien kann man nicht essen. Wer sie aber hat, kann sie gegen Nahrung tauschen. Wieviel Butter du für einen Diamanten bekommst, hängt davon ab wie hungrig du bist.

            1. Irrtum – das ist einzig und allein DEIN Standpunkt – WIR legen unsere Prioritäten selber fest – und die sagen…: Wir haben unser eigen Futter im Anbau – wenn du was haben willst – mußt du dafür arbeiten – dein Geld, Gold oder Diamantmüll hat hier KEINEN Wert… 😉😋
              Energie…: Holz
              Wasser…: Brunnen
              Ernährung…: Feld und Haustiere
              Beschaffung anderer Sachen…: Tausch…

              Wünsche dann noch einen fröhlichen Bürgerkrieg und ein regulierendes Aussterben bei euch in den Städten in der nächsten großen Krise – die seit einiger Zeit immer fordernder an die Türen klopft… 😎😎

  2. Herr Röper, da Sie in Ihrem Artikel auch Corona gestreift haben: Könnten Sie gelegentlich mal wieder ein Corona-Update bezogen auf Russland erstellen (Fallzahlen, Situation in den Metropolen, aktuelle Gegenmaßnahmen, Stand der Impfungen, neue Erkenntnisse über Wirksamkeit von Sputnik V gegen die Delta-Variante etc.)? Ab und zu gibt’s im deutschen Mainstream mal Berichte über Corona in Russland, die aber alle sehr nach Desinformation klingen (tausende Tote pro Tag, SputnikV nicht wirksam gegen Delta usw.). Ich krieg da schon wieder Entzugserscheinungen, wenn „der Röper“ 4 Wochen lang nichts dazu berichtet. Vergelt’s Gott im Voraus.

      1. Nun ja, die eigene Lagebeschreibung des Deutschen in St.Petersburg passt da wohl nicht so ganz in die Lagebeschreibung von Vesti.

        https://vesti7.ru/article/2609676/episode/05-09-2021/

        Auf was ich (wohl leider vergeblich) warte, mal eine wissenschaftlich Vergleichs-fundierte Antwort aus einem der Länder, in denen gerade Sputnik eingesetzt wird über Nebenwirkungen zu den westlichen Impfstoffen.

        Leider liest man ja nur über Wirkungsgrade….

        Dabei hege ich mal den Verdacht, dass dies auch politisch motiviert in den Verträgen mit den Vertragsstaaten eingebaut wurde. Vielleicht auch um so, leichter eine EU-Zulassung zu bekommen…

        1. Bei 70 Staaten bekommst du das nicht gebacken – wenn die Kacke am Dampfen ist, sickert da immer was durch.

          Im Übrigen:
          Пленарное заседание Восточного экономического форума – 03.09.2021
          (Plenarsitzung des Östlichen Wirtschaftsforums)

          ____://kremlin.ru/events/president/news/66586

          „…
          С.Брилёв:
          А вот давайте-ка проверим. Я, кстати, не случайно упомянул мою поездку в Латинскую Америку. Я там был у генсека Латиноамериканской ассоциации интеграции, действительно все страны объединяет. Я ему задал прямой вопрос, у меня есть это в записи, я покажу в эфире: Вы сталкивались с тем, что русские приходили с вакциной, и, как говорят про русских, они проводят такую вакцинную дипломатию, что чего-то от вас требуют? Его ответ был – категорическое «нет».
          …“

          [geDeepLt.]

          S. Briljow:
          Lassen Sie uns das überprüfen. Übrigens habe ich meine Reise nach Lateinamerika nicht zufällig erwähnt. Ich war dort, um den Generalsekretär der Lateinamerikanischen Integrationsvereinigung zu treffen, in der alle Länder vertreten sind. Ich habe ihm eine direkte Frage gestellt, ich habe sie auf Band, ich werde sie in der Sendung zeigen: Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass die Russen mit einem Impfstoff kommen und, wie man über die Russen sagt, eine solche Impfdiplomatie betreiben, dass sie etwas von Ihnen verlangen? – Seine Antwort war ein klares Nein.
          …“

          Das kann man jetzt glauben oder auch nicht …

          Ganz allgemein: Der russische Staat drückt massiv in Richtung Impfen.

          Das konnte man bereits 12/ 2020 auf der Jahrespressekonferenz vom Autokraten vernehmen. (Die damaligen Äußerungen waren hier wohl nicht Gegenstand.)
          Seit dem gab und gibt es gerade bei „Вести.Ru“ in schöner Regelmäßigkeit, zumindest wöchentlich Beiträge, die in die gleiche Richtung gehen.
          Und in seiner Grundsatzrede vor der Bundesversammlung 04/ 2021 konnte man von Putin dazu auch deutliche Worte vernehmen, die hier allerdings auch keine Erwähnung gefunden haben.
          Im Großen und Ganzen zeichnet die Politik des russischen Staates da eine ungebrochene Kontinuität aus, wobei Putin immer deutlich macht, daß den eigenen Experten gefolgt und in Abhängigkeit davon Politik gestaltete wird.

          Im Übrigen haben die Russen wohl inzwischen 4 oder 5 (eigene) Impfstoffe.

          Lustigerweise ist man hierzulande inzwischen den Russen insoweit gefolgt, als daß die Krankenhausauslastung maßgebliches Kriterium werden soll.

          Auf der anderen Seite gibt es auch massiv kritische Stimmen, allerdings ohne unmittelbaren Bezug zur Politik des russischen Staates.

          Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zum Beispiel:

          „РУССТРАТ“_ russtrat.ru :

          _____://russtrat.ru/analytics/30-iyulya-2021-0010-5272
          Игры разума с COVID-19 – уровень Греты Тунберг доминирует (1)
          Gedankenspiele mit COVID-19 – Greta Tunbergs Niveau dominiert (1)

          _____://russtrat.ru/analytics/9-avgusta-2021-0010-5419
          COVID-19 – оружие жрецов культа человеческих жертвоприношений (2)
          COVID-19 – die Waffe der Priester des Menschenopferkults (2)

          _____://russtrat.ru/analytics/18-avgusta-2021-0010-5566
          COVID-19 – стратегия управления пандемией (3)
          COVID-19 – eine Strategie für das Pandemiemanagement (3)

          _____://russtrat.ru/analytics/24-avgusta-2021-0010-5567
          COVID-19: человечество как концлагерь для медицинских экспериментов (4)
          COVID-19: Die Menschheit als Konzentrationslager für medizinische Experimente (4)

          (Die Titel klingen freilich etwas martialisch, aber davon sollte man sich nicht irritieren lassen.)

          Oder auch
          „ФОНД СТРАТЕГИЧЕСКОЙ КУЛЬТУРЫ“ (ФСК) http://www.fondsk.ru :

          _____://www.fondsk.ru/news/2021/08/27/pfizer-poluchila-kart-blansh-na-neogranichennuju-vakcinaciju-ameriki-i-mira-54331.html
          Pfizer получила карт-бланш на неограниченную вакцинацию Америки и мира
          27.08.2021
          Pfizer hat einen Freibrief für die unbegrenzte Impfung von Amerika und der Welt erhalten

          _____://www.fondsk.ru/news/2021/08/29/o-zavisimosti-mezhdu-urovnem-vakcinacii-i-tekuschej-inficirovannostju-54343.html
          О зависимости между уровнем вакцинации и текущей инфицированностью
          29.08.2021
          Über den Zusammenhang zwischen Impfquoten und aktuellen Infektionen

          ______://www.fondsk.ru/news/2021/08/31/vakcinacia-i-smert-otkrovenia-professora-petera-shirmahera-54356.html
          Вакцинация и смерть: откровения профессора Петера Ширмахера
          31.08.2021
          Impfung und Tod: Enthüllungen von Professor Peter Schirmacher

          _____://www.fondsk.ru/news/2021/09/05/borcy-s-covid-19-unichtozhajut-ostatki-medicinskoj-nauki-i-zdravogo-smysla-54396.html
          Борцы с COVID-19 уничтожают остатки медицинской науки и здравого смысла
          05.09.2021
          COVID-19-Kämpfer zerstören die Reste der medizinischen Wissenschaft und des gesunden Menschenverstands

          _____://www.fondsk.ru/news/2021/09/07/doktor-bhakdi-v-tiskah-medicinskoj-inkvizicii-54411.html
          Доктор Бхакди в тисках медицинской инквизиции
          07.09.2021
          Dr. Bhakdi im Visier der medizinischen Inquisition

          (Das ist allein auf diesen beiden Plattformen zu diesem Themenkomplex bei weitem nicht alles.)

      1. Die Nichtzulassung bedeutet auch eine Nichtanerkennung durch das Paul-Ehrlich-Institut. Und das wiederum bedeutet (zusammen mit der anhaltenden Einstufung als »Hochrisikogebiet« durch das RKI) ein faktisches Einreiseverbot für geimpfte wie ungeimpfte Russen gleichermaßen — wer kann sich schon 5 Tage Quarantäne leisten?

        germania.diplo.de/ru-de/quarantaene-einreise/2371468
        rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

        Die Nichtzulassung in der EU stockt immer noch, aus politischen Gründen (Artikel vom 2. September):
        heise.de/tp/features/Ringen-um-russischen-Corona-Impfstoff-Sputnik-V-6180218.html?seite=all

  3. Corona ist doch nur ein kleiner Faktor für die Kriese im Westen bzw. in Deutschland.

    Die Voraussetzungen dafür gab es schon lange zuvor:
    – immer mehr Bürokratie
    – immer mehr Staatsquote
    – immer mehr Umverteilung (und mehr Umverteiler die nichts erschaffen)
    – immer mehr unkontrollierte Zuwanderung
    – immer mehr Datenschutz vor allem zu Ungunsten der Wirtschaft
    – immer mehr Schulden
    – Bankenrettungen
    – „Too big to fail“
    – sinnfreie und teure, sogenannte Umwelt- und Klimagesetze
    – immer teurere und schmutzigere Energie
    – immer mehr Eingriffe des Staates oder der EU in die Wirtschaft
    – immer mehr völlig sinnfreie, schlecht geplante und hingepfuschte Großbauprojekte
    – immer mehr Sanktionen
    – und mehr

    Die aktuelle Situation vor allem auf Corona zu schieben ist falsch und weltfremd.

    1. Daß das Elend recht wenig mit „Corona“ zu tun hat, ist zweifellos richtig.
      Nur seine Aufzählung von wohl negativ konnotierten Faktoren ist im günstigsten Fall „zweischneidig“ – eher großer Mist.
      Aber der wird uns ja von früh bis spät eingetrichtert, da hat Vernunft keine Chance …

    2. Hmm – für uns stellst sich das so dar, daß nicht der Staat in die Wirtschaft eingreift – sondern die globalen Großkonzerne in Verbindung mit dem globalen Finanz-Mafia-Tums immer mehr zu ihren Gunsten in die Staaten eingreifen… – da sind solche Begriffe wie Lobbyismus, G20, G7 oder auch so was wie Bilderberger&Co. nur kleine Bestandteile von… – auch „Frei“-Handelsabkommen gehen immer mehr nur noch von der imperialen Interessenclique aus… 😉😋

  4. Der Artikel ist unklar und verwirrend. Was sind das für Reserven?

    – Sind das Geld-Reserven in Landeswährung?
    – Sind das Devisen- Reserven (Geld-Reserven in ausländischer Währung)?
    – Sind das Dollar- Reserven?
    – Sind das Reserven in festen Werten (zB Gold)?
    – Oder irgendwas anderes?

    1. Und wenn das Geld ist, warum gibt es einen Überschuss?
      Sollte ein Staat dieses Geld nicht investieren? Notlagen kann man doch jederzeit durch Gelddrucken auffangen. Ich bin sicher, es gibt einen Haufen Möglichkeiten in Russland, das Geld sinnvoll zum Wohle der Bevölkerung zu benutzen.

      1. Dazu gehören unter anderem Devisen, z.B. Yuan oder Euro, Edelmetalle und Wertpapiere. Das sind Sicherheits – Reserven, wie sie auch jeder Bürger und jede Firma vernünftigerweise vorhält.
        Bei der Gelegenheit: Wie wäre es mit einem goldgedeckten Rubel (Techernowez 1923, 1/4 oz ~ 10 ₽)?

    2. Das sind Devisen Reserven, kaum noch in Dollar, aber dafür in dem Dollar Zögling EURO, in anderen Währungen und in Gold.
      Nur wenn die Herrscher Dynastien, das Kapitel Geld und Währungen beenden. Dann haben diese Schuldverschreibungen, für Russland, nur noch Brennwert.

  5. Bankencrash – ja, na und ?

    Die meisten der Kommentatoren werden noch keinen Krieg erlebt haben, und selbst die „schlechten Zeiten“ nur vom Hörensagen kennen.
    Seid froh, dass ihr nicht in Afghanistan geboren wurdet. Stellt sich jetzt bloß die Frage , ob ihr dann nicht auch als Asylbewerber vor der Festung Europa stehen würdet.

    1. Der Mensch ist sehr anpassungsfähig. Man konnte sich in der DDR so lala einrichten, in Sibirien dürfte es schlichter zugehen als in St. Petersburg und auch in Afghanistan kann man sich arrangieren. Die große Mehrheit wünscht sich jedenfalls die Scharia – bitte schön, aber bleibt uns damit vom Halse. Wir sind nicht der liebe Gott.

    2. Soll das mit Afghanistan ein Todschlagargument sein?

      Das ist ohnehin eine Wirtschaft, die sich weitgehend »traditionell-zeitloser« Mechanismen bedient (Tauschhandel und Schwarzmarkt) und wo die neuerlichen US-Blockaden/-Embargos mit ihren unmittelbaren Folgen für die Banken wohl eher in den Städten zu spüren sind — von den dagebliebenen Ausländern, die den ersten Schuß vor Monaten nicht gehört hatten und die sich nicht zu helfen wissen; von den Angehörigen der »Flüchtlinge«, die es sich mit Westüberweisungen eingerichtet haben. Die allermeisten Afghanen ohne West-Ambitionen werden schon klarkommen, das taten sie schon vor Jahrhunderten.

      Und ›Festung EU(ropa)‹ gilt ja wohl immer nur an bestimmten Orten: da, wo es medial opportun ist, und da, wo die vom deutschen Staat geförderten Schlepper von Seawatch und Co. nicht rankommen, weil die Bürger/Bürgermeister/Regierungen vor Ort die Nase gestrichen voll haben. Wer es ja in die »Festung« reingeschafft hat, hat die größte Hürde genommen. Die Kür, »in Deutschland gut und gerne vom Staat leben«, hat genug ehrenamtliche Unterstützer in Theorie und Praxis.

      Der Begriff von der »Festung« wird seltsamerweise meist von denen angeführt, die »Refugees Welcome« rufen; die behaupten, es gäbe »genug Platz für alle«, und sich dabei in ihrem Stadtteil kaum noch selbst eine Wohnung leisten könn(t)en, wenn jetzt ein neuer Mietvertrag fällig wäre. Das sind meist auch die, die sonst immer allergisch auf jedes Militär reagieren. Aber jetzt kann denen die Bundeswehr gar nicht schnell genug bitte noch mehr Afghanen ausfliegen.

      So viel kognitive Dissonanz muß man erst mal schaffen, aber in Deutschland verwundert vieles nicht mehr. Die Schnittmenge mit den Menschen, die glauben, der Strom komme aus der Steckdose und werde im Netz von den Kobolden gespeichert, dürfte recht groß sein.

  6. Die mühsam, dem Russischen Volk abgesparten 600 Milliarden Dollar / Euro / Yen ,Franken, was sind sie wert, wenn es den Dollar, den Euro, den Yen, den Franken, nicht mehr gibt ??? N I C H T S
    Denn die im Herrschaftsbereich, der Herrscher Dynastien dem Volk gegebenen Grundeinkommen, der Zentralbank, ist ja keine Währung, da gibt es dann, kein Geld mehr, keiner Besitzt noch ihrgentwas, und alle sind Glücklich Sediert.
    UND die Herrscher Dynastien der City und Wall Street, haben KEINE Schulden, mehr bei China, bei Russland, die können ihre Schuldscheine, dann zum heizen benutzen. Genauso wie die ganzen uralten Schuldverschreibungen, die nach einer Währungsreform, auch nur noch den Brennwert haben.

  7. Nochmal: die rund 600 Md „Dollar“ sind meines Wissens der aktuelle Nominalwert der staatlichen Gold-, Devisen- und Wertpapierreserve der Rußländischen Förderation. Dollar kommen darin meines Wissens nicht mehr vor, Euro und Yuan dagegen verstärkt und Gold gut 2000 Tonnen (bei Edelmetallen sinnvoller als Dollar-Verrechnung). Zweitens wird der Dollar zwischenstaatlich zunehmend ersetzt durch Währungen der beteiligten Länder (Yuan, Rupien usw.), was das Monopol einer Weltwährung beenden wird.
    Ihrem schwarzen Szenarium stimme ich nicht zu, trotz aller absehbaren Turbulenzen, in denen solche Reserven erforderlich sind. Und selbst wenn man auf dem Papier mal Weltuntergang spielt, so wird sich die Basis-Wirtschaft einiger der angesprochenen Player nach wenigen Jahrzehnten wieder berappeln.

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