Russische Analyse

Wie russische Analysten das Ende der Ära Merkel und die Kanzlerin Baerbock einschätzen

Der russische Think-Tank Russtrat produziert sehr lesenswerte (geo-)politische Analysen. Nun hat man sich dort das Ende der Ära Merkel und die Politik der Grünen, sowie die künftige Kanzlerin Baerbock angeschaut. An ihrem Sieg bei der Bundestagswahl wird nicht gezweifelt

Ich habe schon einige der Analysen von Russtrat übersetzt, Sie finden Beispiele hier und hier. Nun habe ich eine Analyse des Think Tanks zur Lage in Deutschland gefunden, die ich so interessant fand, dass ich sie auch übersetzt habe, obwohl sie recht lang ist.

Beginn der Übersetzung:

Was wird aus Deutschland, wenn die Grünen gewinnen?

Die Bundestagswahl am 26. September 2021 wird aus drei Gründen epochal. Erstens wird es das letzte Mal sein, dass die Wähler ihren Willen auf dem Papier ausdrücken werden. Spätere Wahlen werden nur noch elektronisch durchgeführt. Zweitens: Angela Merkel, die das Land seit 2005 ununterbrochen geführt hat, wird nicht mehr Bundeskanzlerin.

Das Wichtigste aber ist das Dritte: Der Block aus CDU/CSU, dank der sich insbesondere die russisch-europäischen Beziehungen aktiv entwickelt und dann dem amerikanischen Druck relativ erfolgreich widerstanden haben, wird mit Sicherheit keine Mehrheit bekommen und keine Regierung bilden können, womit die Ära der besonderen deutschen Politik beendet wäre. Im Herbst wird Europa endgültig anti-russisch werden.

Man kann nicht sagen, dass Deutschland in der Vergangenheit besonders freundlich zu uns war. Es ist nur so, dass Politik immer aus der Wirtschaft kommt, und die wirtschaftlichen Interessen Moskaus und Berlins (vor der Vereinigung der beiden deutschen Staaten Bonns) deckten sich weitgehend, selbst wenn man die Mitgliedschaft der BRD in der NATO berücksichtigt.

Die von den Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg entworfene politische Struktur des westdeutschen Staates sprach sich deshalb für eine Normalisierung der Beziehungen zum „großen östlichen Nachbarn“ aus. Wenn auch nicht für Freundschaft, aber doch für Berechenbarkeit, Beständigkeit und normale Handelsbeziehungen, die nicht mit Politik vermischt wurden. Und das alles beruhte auf der Stabilität der Zentralisten von CDU/CSU.

Der Parteiblock der Christlich Demokratischen Union (CDU) und der Christlich Sozialistischen Union (CSU) deckte den gesamten erlaubten Raum der politischen Ideen und Ziele, die für den deutschen Staat „erlaubt“ waren, fest ab. Ohne auf Feinheiten einzugehen, besetzte die CDU „die Mitte und ein wenig Konservatismus nach rechts“ und die CSU nahm ein wenig „von der Mitte nach links“ und bildete so den sehr starren ideologischen Zentrismus, auf dessen Fundament der deutsche Staat seit mehr als sieben Jahrzehnten den äußeren und inneren Herausforderungen begegnet.

Die ersten 50 Jahre schien das eine gute Sache zu sein. CDU/CSU ließ im politischen Spektrum keinen Platz für eine parlamentarische Rechte, was als verlässlicher Schutz gegen ein Wiederaufleben des Faschismus diente. Etwas schlechter sah es bei den „Linken“ aus. Zwar gab es in Deutschland die Sozialdemokraten (SPD), aber ihr parlamentarischer Raum blieb zu dünn, um ernsthaft Popularität zu gewinnen.

Trotz ihrer langen Geschichte (die SPD wurde 1863 gegründet) nahm sie ihre heutige Form nach der Unterzeichnung des „Godesberger Programms“ im Jahr 1959 an, in dem die soziale Marktwirtschaft akzeptiert und der Aufbau einer neuen Gesellschaftsordnung als Ersatz für den Kapitalismus in einer ungewissen Zukunft formalisiert wurde. Letztendlich lief alles auf die Idee hinaus, eine Marktwirtschaft mit aktiver Beteiligung des Staates an der sozioökonomischen Politik zu schaffen.

Obwohl die SPD in Deutschland formell mehrere Bundeskanzler stellte (Willy Brandt 1969-1974, Helmut Schmidt 1974-1982, Gerhard Schröder 1998-2005) und insgesamt 34 Jahre an Regierungskoalitionen beteiligt war, ist es offensichtlich, dass die Popularität der Sozialisten, vor allem bei jungen Menschen, in dem Land in dieser Zeit leise erodiert ist und allmählich abnimmt.

Die Lage der Partei selbst wurde mehr und mehr durch ihre Rolle als wichtige Ergänzung definiert, die es der CDU/CSU ermöglichte, eine Regierung zu bilden und die strategische Linie des Staates zu definieren. Die bezeichnete auch sofort jeden „mit radikaleren linken Ideen“, die in einer zentristischen Wohlstandsgesellschaft stark abgelehnt werden, als radikal.

Formal gab es noch andere Parteien und soziale Bewegungen in Deutschland, aber die Popularität ihrer Ideen war statistisch gesehen nur Rauschen. Außerdem scheute sich der regierende Block nicht, geeignete populäre Ideen auf seine eigene Agenda zu setzen.

Dies stabilisierte die Gesellschaft, schränkte aber letztlich auch die Fähigkeit der offiziellen deutschen Politik ein, sich auf äußere Herausforderungen einzustellen und die wirtschaftlichen Erfolge des Landes in eine Stärkung der Führungsrolle in Europa zu transformieren.

Einfach ausgedrückt, sollte das sicherzustellen, dass keine politische Kraft im Land auftaucht, die die Macht übernehmen und sie nutzen könnte, um den Rest der Gesellschaft mit Gewalt zu zwingen, einer bestimmten strategischen Linie zu folgen. Damit es nicht „wie bei Hitler“ wird. Deshalb musste die Politik der Regierungskoalition aus einem größtmöglichen Kompromiss bestehen, der möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen einbezieht.

Einerseits sicherte das die Stabilität des politischen Kurses und schützte vor scharfen Zickzackkursen, insbesondere schützte es vor der Trennung der staatlichen Politik von ihren wirtschaftlichen Interessen. Diese hatten schon immer einen Multi-Vektor-Charakter. Selbst als Mitglied des Nordatlantischen Bündnisses hat Berlin dennoch eine aktive „Ostpolitik“ betrieben und sogar im Nahen Osten und in Südostasien Einfluss gehabt. Nur in Afrika lief es wegen des Konflikts mit britischen und französischen Interessen nicht so gut.

Andererseits … All das funktionierte relativ erfolgreich, solange die Zahl der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gruppen, deren Interessen im Rahmen des Modells durch obligatorische Kompromisse auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden mussten, klein war. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR und der Vereinigung der beiden deutschen Staaten und dann dem Beginn des europäischen Integrationsprozesses verwässerte die Verpflichtung zur Suche nach einem friedlichen Kompromiss den Sinn des Prozesses in kritischer Weise.

Vor allem als in den frühen 2000er Jahren die wirtschaftliche Führungsrolle des nun vereinigten Deutschlands in Europa eine deutliche Bedrohung für die geopolitischen Bestrebungen Frankreichs und Großbritanniens darstellte, die sich in der Gefahr sahen, ihre wirtschaftliche Führungsrolle zu verlieren und in der Geopolitik in die zweite Reihe zu geraten.

Das führte schließlich dazu, dass sie die Interessen eines vermeintlich gemeinsamen Europas über die Interessen „nur der Deutschen“ stellen wollten. Deshalb musste Berlin bei der Suche nach Kompromissen die Positionen der osteuropäischen Länder einbeziehen, die eindeutig anti-russisch waren, was bis zur völlig absurden Schädigung ihrer eigenen wirtschaftlichen Interessen führte. Und sie wollten auf Kosten der deutschen Subventionen wachsen.

Zwar kämpften die Deutschen, so gut sie konnten, aber dabei ging der regierende Block aus CDU/CSU plus SPD schließlich unter. Die staatliche Politik hat nicht nur ihre Kohärenz, sondern vor allem ihren gesunden Menschenverstand verloren, was zu einer wachsenden Enttäuschung der Öffentlichkeit über die Grundwerte und zu zunehmenden Zweifeln an der Fähigkeit der CDU/CSU geführt hat, den großen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.

So kam es, dass die Ideen der SPD bei den Menschen heute nicht sehr beliebt sind (deutlich unter 10%), und dass das graue und eher gesichtslose Programm „für alles Gute“ des konservativen Blocks bei den letzten Landtagswahlen nur von 21% der Wähler unterstützt wurde.

Umfragen zeigen, dass es bei der Bundestagswahl im September noch weniger werden könnte. Gleichzeitig würde die für Deutschland recht neue Gruppe, die Grünen (offizieller Name: Bündnis 90/ die Grünen), mindestens 28% bekommen. Vielleicht auch mehr, denn wie wir uns erinnern, hat in Baden-Württemberg der Kandidat der Grünen, Winfried Kretschmann, bei den Landtagswahlen 32,6 Prozent erreicht.

Dabei ist es noch nicht lange her, dass die Grünen 2016 von nur 8% der Deutschen unterstützt wurden. Aber weil der übertriebene Zentrismus den Deutschen verboten hat, für auch nur ein bisschen radikale politische oder soziale Ideen zu kämpfen, wurde ihnen (und mit ihnen den meisten anderen Europäern) beigebracht, dass sie nur für Unpolitisches kämpfen können. Zum Beispiel für den Schutz der Umwelt. Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Verblassens traditioneller Politik haben Umweltideen in Deutschland zunehmend an Popularität gewonnen.

So werden im September Armin Laschet von der CDU und Annalena Baerbock von den Grünen um das höchste Staatsamt kämpfen. Um die allgemeine Dynamik der Prozesse zu verstehen, lohnt es sich, die oben genannten Zahlen des Popularitätszuwachses der Grünen mit den Ergebnissen der Regierungszeit von Angela Merkel zu vergleichen, die als Kanzlerin der CDU/CSU das Land regiert.

Merkel übernahm die Führung in Deutschland im Jahr 2005, als Deutschland auf dem Höhepunkt seiner Macht stand und auf dem Weg zur unangefochtenen Führung in der EU war. Ihre Gegner beklagten sogar, dass die Deutschen wieder einmal versuchten, ein „Reich mit einer weiteren Nummer“ aufzubauen. Und Berlin, Moskau und Paris verurteilten gemeinsam die US-Invasion im Irak. Das hat die Amerikaner aber nicht gestört.

Dann begannen sich die Probleme zu häufen. 2008 kam die globale Finanzkrise. 2010 wurde Griechenland zahlungsunfähig und drohte mit dem Austritt aus dem Euro. 2014 kam die Massenmigration von Flüchtlingen aus Nordafrika und dem Nahen Osten. 2016 war der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin und eine Reihe von Terroranschlägen in Europa insgesamt. 2017 kam der Versuch der USA, die EU zur Unterzeichnung von TTIP zu drängen. 2018 kamen US-Handelssanktionen gegen die EU und speziell gegen die BRD. Und 2020 die Coronavirus-Epidemie.

Und jedes Mal meisterte Merkels „Block“ die Herausforderungen schlechter und schlechter. Besonders lautstark war Berlin, als es Washington seine gewichtige geopolitische Bedeutung beweisen wollte und sich gemeinsam mit Paris als Garant für das „Minsker Abkommen“ zur Ukraine engagierte. Damals glaubte Merkel wahrscheinlich wirklich an die Fähigkeit Kiews, es durchzusetzen, aber jetzt bestreiten nur wenige, dass die Ukraine für Deutschland endgültig zum sprichwörtlichen Koffer ohne Griff geworden ist.

Bei der Bundestagswahl 2013 hat die CDU/CSU 41,5% der Stimmen erreicht, aber im Jahr 2017 nur noch 33% und bei den Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2019 nur 28,9%.

Die Prognose, dass die Deutschen im Herbst mit großem Abstand (möglicherweise sogar mit 32 bis 34%) für die Grünen stimmen werden, ist also mehr als berechtigt. Der konservative Block, der in Deutschland regiert, hat eigentlich nichts zu bieten, außer einem neuen Namen für den Kanzler. Aber die Frage, ob die Deutschen verstehen, wofür genau sie ihre Stimme abgeben, bleibt offen.

Formal ist es für die Grünen natürlich auch bei einem maximalen Triumph unmöglich, die Regierung komplett alleine zu bilden. Sie wissen das, also bilden sie einen „Block der Grünen, der Sozialdemokraten und der Kommunisten“ mit einer tiefen Neigung zur Ökologie und zum Populismus, den die Grünen dominieren werden.

Laut dem offiziellen Programm steht die Partei „Bündnis 90/die Grünen“ für so etwas wie die schöne Idee der Kombination von Marktwirtschaft und Umweltschutz. In der Praxis ist ihre Position jedoch viel breiter und radikaler. Die herkömmliche Energietechnik auf Basis von Brennstoffen soll mit Blick auf die Notwendigkeit einer radikalen Reduzierung der CO2-Emissionen verboten werden. Die Kernenergie muss man ebenfalls wegen einem extrem hohem Unfallrisiko und langfristiger Kontaminationen (siehe Tschernobyl und Fukushima) verbieten.

Auf Autobahnen soll sofort eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 140 km pro Stunde und in naher Zukunft von 120 km pro Stunde gelten. Auch aus dem Wunsch heraus, die Emissionen zu begrenzen. Nach dem gleichen Plan soll bis 2040 oder 2045 der gesamte deutsche Verkehr vollständig auf elektrische Autos umgestellt werden. Jede auch nur ein bisschen „schmutzige“ Produktion muss zur radikalen Reduktion der Industrie- und Haushaltsabfälle geschlossen werden.

Dafür sollen alle Unternehmen, die auf Recycling setzen, aktiv subventioniert werden. Es wird eine tiefe radikale technologische Modernisierung der Industrie und der Wirtschaft insgesamt versprochen, wodurch mindestens eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen werden und die Gehälter deutlich steigen sollen. Die Grenzen sollen für Migranten geöffnet werden, denn die deutsche Bevölkerung altert und die Demografie braucht einen Zustrom von Arbeitskräften.

Kurz gesagt, man kann klar sehen, dass eine einst strikt nischenhafte soziale Bewegung sich nun in eine düstere Welle von „für alles und nichts“ verwandelt hat, die einen großen Teil aller populären Themen aufgesogen hat und weit über den Umweltschutz hinausgeht. „Die Grünen“ setzen sich bereits für Gender-Gleichberechtigung und für kulturelle Vielfalt und für die totale Digitalisierung und für die Freiheit des Einzelnen und für die Einschränkung der privaten Eigentumsrechte und überhaupt „für alles, was gut ist und gegen alles, was schlecht ist“ ein.

Wie das alles in der Praxis umgesetzt werden kann, interessiert dort niemanden. Es ist fast wie in der Ukraine 2014 oder bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen in den USA – die Hauptsache ist, „die“ zu besiegen, danach sehen wir weiter.

Die Grünen wollen auch mit Russland aufräumen. Annalena Baerbocks politische Linie liegt klar auf der Linie der aktuellen US-Politik, sowohl in umwelt- als auch in geopolitischen Fragen. Sollte Nord Stream 2 also, aus welchen Gründen auch immer, nicht vor dem Herbst fertiggestellt und in Betrieb genommen werden, ist es wahrscheinlich, dass das Projekt mit neuen Blockaden konfrontiert wird, einschließlich offenkundig politisch motivierter. In diesem Fall wird die Macht der Lobbyisten des Teils der deutschen Wirtschaft, der an der Erhaltung der Zusammenarbeit mit Russland interessiert ist, deutlich reduziert.

Nach dieser Wahl wird es in Deutschland – und damit in der gesamten Europäischen Union – keine nennenswerten Kräfte mehr geben, die Europa vor dem endgültigen Abgleiten in den politischen Sumpf des Anti-Russentums bewahren können.

Außerdem muss man, bei aller Kritik an Merkels „merkwürdiger Politik“, anerkennen, dass sie einen ziemlich greifbaren Bezug zu den grundlegenden Interessen der deutschen Wirtschaft hatte. So ließ sie nicht zu, dass die Politik zu sehr in kurzfristigen Populismus abrutschte und den Bezug zur aktuellen Realität verlor.

Daher wird der Abgang von CDU/CSU und die Ablösung durch die Grünen an der Spitze des Staates unweigerlich die deutsche Politik verändern. Sie wird sich vom gesunden Menschenverstand entfernen, so wie die objektive Realität wenig mit den Ansichten der Grünen zu tun hat.

Sie sind zum Beispiel immer noch davon überzeugt, dass Solarenergie reichlich billigen Strom garantiert, mit der Begründung, dass Sonnenlicht für alle kostenlos ist. Alle anderen technischen Probleme der Photovoltaik gehen einfach nicht in ihre Köpfe. So ist es übrigens auch bei den Umweltschützern. Aber diese Kleinigkeiten stören keinen der „grünen“ Führer. Die Politik gegen den gesunden Menschenverstand ist für sie die Norm.

Eine neue „grüne“ Kanzlerin in Deutschland wird jedoch wachsende Probleme für den zukünftigen Erhalt der Europäischen Union bedeuten. Während Baerbock technisch gesehen für eine Stärkung der europäischen Integration ist, bedeutet die Umsetzung ihres Programms zumindest kurz- bis mittelfristig einen unvermeidlichen Rückgang der Gewinne der deutschen Wirtschaft.

Allein schon wegen der absehbar stark steigenden Kosten für Energie, die die Grundlage der industriellen Produktion ist, hinzu kommt die starke Verteuerung der Produktion durch die Einführung weitreichender neuer Umweltauflagen. Und auch die Abschaltung von „schmutzigen Industrien“ kann die Exporte nicht steigern, die derzeit mindestens ein Drittel des deutschen BIP ausmachen.

Damit wird Berlin dramatisch weniger Geld für die Förderung des EU-weiten Kohäsionsfonds haben, aus dem 21 (von derzeit 27 EU-Mitgliedsstaaten) subventioniert werden. Und das ist es, worauf die ganze Idee des paneuropäischen Integrationsprojekts im Grunde beruht. Wenn es kein Geld gibt, wird es Probleme mit der europäischen Solidarität geben und es wird Probleme mit der offiziellen Existenz der Europäischen Union selbst geben.

Die anstehende Bundestagswahl im September 2021 hat also durchaus die Chance, epochale Bedeutung zu erlangen.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

50 Antworten

  1. Die Ära der „Grün(-Braunen)“ – der endgültige Untergang Deutschlands, denn sind die einerseits in großen Teilen „trans-atlantiker“, andererseits aber auch immer noch wie dumme kleine Gören, wenn es darum geht – mal ein bischen Disziplin und Ordnung auf der Tagesordnung zu haben… – noch dazu solche gesellschaftszerstörenden Ansichten wie freie Pädophilie, Drogen, Kriege und noch einige weit schlimmere, a-natürliche bis massiv dekadenten Ansichten – die absolut gegen die Natur verstoßen (ich werde nicht weiter darauf eingehen, denn jeder intelligente und gebildete Mensch mit offenen Augen und klarem Verstand weis, was Sache ist!) – Falls diese baerbock tatsächlich „kanzler“ werden sollte – dann bedeutet das frei nach H. Heine nicht „Denk ich an Deutschland in der Nacht….“ – sondern „Wenn ich an Deutschland denk – kommen mir die Tränen“… – in diesem Sinne – Gute Nacht Deutschland – und fröhliches Aussterben alsdann…^^

    1. Zu „…immer noch wie dumme kleine Gören, wenn es darum geht – mal ein bischen Disziplin und Ordnung auf der Tagesordnung zu haben…“:

      Das wird anders, nun wird „Führung“ statt „Basisdemokratie“ propagiert.
      Der „Spiegel“ hat es heute in einem Artikel thematisiert:
      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-warum-annalena-baerbock-mehr-fuehrung-verspricht-a-e8d7b551-dcfc-44de-902b-f05a326cde7d
      Zitat:
      „Die Basis beteiligen? Mehr direkte Demokratie? Im Wahlkampf brechen die Grünen mit alten Idealen – und versprechen stattdessen: politische Führung. Treffen sie damit einen Nerv?“
      „Eine Regierung, die es ernst meint mit der ökologischen Transformation, muss bereit sein, auch Entscheidungen zu treffen, die lokal oder national im Moment der Entscheidung keine Mehrheit finden.“

      Der „Spiegel“ hält es also für nötig, im Voraus zu rechtfertigen und zu propagieren, dass eine Grünen-Regierung ihre Entscheidungen ausdrücklich auch gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung treffen solle.

      Die Mehrheit der deutschen sowie der europäischen Bevölkerung will sich z. B. nicht in Konflikte der USA gegen Russland und China ziehen lassen.
      Das hat sogar eine dezidierte Umfrage des transatlantischen ECFR ergeben:
      https://ecfr.eu/publication/the-crisis-of-american-power-how-europeans-see-bidens-america/
      (Die einzelnen Umfrageergebnisse in 11 europäischen Staaten sind aufschlussreich!)

  2. Ob die Russen wohl das Grüne Parteiprogramm gelesen haben? Jedenfalls erscheint mir die Einschätzung zumindest in Teilen davon getragen zu sein.
    Sie, Herr Röper, sollten den Strategen mal sagen, wieviel Parteiprogramm und Realität hierzulande gemein haben.

    Aber interessant. Ich glaube, es wird noch übler, wenn die Grünen jetzt an die Fleischtöpfe vorrücken und das Lobbyistengeld so richtig fliesst. Die Grünen werden sowas wie die FDP in mächtig werden. Und wir alle werden teuer dafür bezahlen.
    Wir zahlen ja jetzt schon den Strom für die Industrie mit. Das wird noch viel übler werden.

    Die Einschätzung über zunehmende Russenfeindlichkeit teile ich, leider.

    1. Ich habe die FDP und die Grünen auch immer als die selbe Partei mit zwei Farbanstrichen betrachtet. Beide geben sich „liberal“, verfolgen aber ein neoliberales Parteiprogramm, das Konzerne über die Bürger stellt. Beiden haben diesen Digitalisierungsfetisch (wir bekommen eine Generation sprach-und verhaltensgestörter Kinder und später Erwachsener)
      Und ein Graf Lambsdorff könnte mit seinem Russlandhass gleichermaßen als Grün*in oder als FDPler auftreten. Die würden doch am liebsten gleich einmarschieren.

      1. Und jetzt auch noch maskentraumatisierte, dadurch zusätzlich kommunikationsgestörte, empathielose – weil sie das nie lernen konnten – Kinder, die nie eine Chance hatten.

        1. Was man unseren Kindern derzeit antut ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es wird von Tag zu Tag schlimmer. Das einzige was mich tröstet ist die Gewissheit, dass die Verantwortlichen letztendlich zur Rechenschaft gezogen werden. Und sie werden ganz sicher zur Rechenschaft gezogen. Das grosse Tribunal Nürnberg 2.0. wird kommen…

    1. Dachte ich mir auch. Die Vorzeichen von CDU versus CSU sind genau umgekehrt:
      Franz Josef Strauss war ein Urgestein des Transatlantismus und der Russophobie. Mit ganzer Kraft bekämpfte er die SPD, da sie ihrerzeit noch Ziele wie soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und die legendäre Ostpolitik hatte. Noch unter Kanzler Kohl , von der Schwesterpartei CDU, hatte Franz Josef Strauss massive Versuche unternommen, die Ostpolitik Kohls zu torpedieren. Die CDU hingegen hatte ja damals auch Norbert Blüm, den ich für seine soziale Politik schätze. Die CSU ist also viel weiter rechts als die CDU.

  3. Das hatte ich mir lange schon gedacht. Nur die Folgen sind nicht erwähnt. Wenn dann künftig der Strom ausfällt, wird nicht der Kobold, sondern der Elektriker wegen Sabotage erschossen, so wie bei Pol Pot.

    Und überhaupt ist Grün nur junges Braun, das im Herbst reif wird.

    Anderseits ist die Politkaste ja nicht vom Himmel gefallen, sondern aus der Gesellschaft hervorgekommen. Das sind nur die Exponenten des Wahns der Mehrheit. Besser jetzt das Weite suchen, als später im Bio-Kräutergarten in Dachau arbeiten.

    1. Ja, heute werden die meisten Politiker, die es an die „Angestelltenspitze“ schaffen (als Angestellte der Macht) schon frühzeitig gescoutet: Das nennt sich dann „young leader chip“ oder ähnliches.

  4. Hallo Herr Röper,

    in meinen inzwischen 70 Lebensjahren habe ich so einige Entwicklungen in der (west)deutschen Politik doch etwas anders und komplexer erlebt, als sie in ihrer Übersetzung dargestellt werden. Z.B. die Geschichte der CDU/CSU: Der sogenannte Stahlhelmflügel dieser Partei hätte bis in die 70er Jahre am liebsten einen Revanchekrieg gegen die Sowjetunion angezettelt, mit dem US-Imperium im Rücken. F-J. Strauss strebte nach Atomwaffen – war da nicht gerade etwas in der Ukraine?! Die Situation in der damaligen BRD war tatsächlich nicht unähnlich der in den heutigen baltischen Ländern, Polens und der Ukraine. Die Revanchisten beherrsten weite Teile der öffentlichen Meinung und schrien nach Rache…
    Diese Kräfte scheiterten zum Glück am damaligen machtpolitischen Patt. Die Sowjetunion war militärisch nicht angreifbar, und so setzten sich die politischen und wirtschaftlichen Pragmatiker durch. Brandts Ostpolitik war dann nach außen hin ein epochaler Wandel. Tatsächlich wurde dieser aber wohl eher dadurch möglich, dass die US-Paten der BRD das dauernde Gekläffe ihrer westdeutschen Kampfhunde leid waren. Ein Krieg für die deutsche Wiedervereinigung? Stupid Germans…

    Auch die Geschichte der Olivgrünen ist etwas komplexer. Die Wurzeln dieser Partei gehen zurück in die 68 Jahre, die Zeit der großen Vietnamkriegs-Demonstrationen. Daher der ursprüngliche Pazifismus der Partei. Die Grünen bildeten sich aus Antiimperialisten, emanzipatorischen Gruppen wie z.B. der Frauenbewegung, und der in den 70er Jahren sich entwickelnden Umweltbewegung.
    Der große Umbruch in der Partei begann, als ein gewisser J. Fischer mit seiner Frankfurter Schlägertruppe bei den Grünen einmarschierte, und in seinem Gefolge die Kader des KBW – Kommunistischer Bund Westdeutschlands, einer maoistischen Sekte. Um nur einige prominente Namen aus diesem Kreis zu nennen: Büttikofer, heute im EU-Parlament lauter antirussischer Schreihals, „Joscha“ Schmierer, Chef der Sekte und später des grünen Außenministers „europapolitischer Berater“ und Architekt der grünen Kriegsgeilheit, Ralf Füchs, langjähriger Chef der grünen Böll-Stiftung und heute Chef eines offen US- und Nato orientierten Thingtanks, quasi einer Filiale der US-Neocons. Diese gut geschulten Kader haben die Grünen übernommen und nach ihrer Ideologie umgeformt. Was beim KBW der „Kampf gegen den sowjetischen Sozialimperialismus“ war, ist heute bei Baerbock & Co offener, antirussischer Rassismus in Tradition des 3. Reiches.

    Zum Thema der KBW-Herkunft dieser heutigen, staatstragenden Politiker (der BW-Ministerpräsident Kretschmann kommt auch aus diesem Stall) war in unseren Medien kaum jemals ein Thema. Lediglich als Schmierer durch eine Sprungbeförderung zu seiner fürstlich entlohnten Stellung im Außenministerium kam, heulte die Springerpresse kurz auf. Aber nicht lange – ein kurzer Pfiff aus dem Hintergrund, und Springers Kampfpresse war still. Lasst die Finger von dem Mann, der gehört zu uns…

    Wer sich für die Frühgeschichte der Olivgrünen interessiert, dem sei der Artikel „Zahltag, Junker Joschka!“, den Jutta Ditfurth zum 20. Jahrestag der Parteigründung verfasste, empfohlen. Ist im Netz als PDF zu finden. Wenn diese Westentaschen-Killary Baerbock wirklich Kanzlerin wird, dann Gnade uns Gott. In meinem eher linken Umfeld wird schon ernsthaft überlegt, dieses eine Mal tatsächlich die CDU zu wählen, als kleineres Übel.

    1. „…wird schon ernsthaft überlegt, dieses eine Mal tatsächlich die CDU zu wählen, als kleineres Übel“.

      Genau das gleiche überlege ich auch seit klar ist dass die Baerbock Kanzlerin will. In den 80er- und 90ern habe ich grundsätzlich nur Grün gewählt (damals war das eine Partei, die man noch wählen konnte), bis vor 8 Jahren SPD, seitdem ein paar mal Linke, PARTEI oder sonst wem meine Stimme gegeben in der Hoffnung sie würden möglichst wenig Schaden anrichten.
      Und ich überlege auch tatsächlich, diesmal die Union zu wählen. Das wäre absolute Premiere in meinem über 50-jährigen Leben. Da kann man mal sehen, wie weit wir schon gekommen sind…

      Btw: was ist eigentlich aus Jürgen Todenhöfer geworden und seinem Vorhaben, eine neue Partei gründen zu wollen? Weiß jemand was darüber? Wird das der nächste Rohrkrepierer à la Sahra W.?

      Bitte gründet jemand endlich eine Partei, die man wieder wählen kann!!!

      1. Eine Partei wählen zu wollen, um die Verhältnisse zu ändern, und sonst nichts – das könnte Teil des Problems sein. Ich habe bzgl. der Fridays-for-Future-Proteste die Ansicht vertreten (und tue das immer noch), dass die Kids nichts ändern werden, weil sie niemanden stören, weil sie kein Sand im Getriebe sind. Das war bei den Extinction Rebellions schon ein bisschen anders, und bei den Aktiven von Ende Gelände erst recht. Die haben wirklich den Tagebaubetrieb gestört. Ob sie damit was erreicht haben, lässt sich schwer beurteilen, denn es sagt ja niemand, der sein Kraftwerk schließt: „Die sind es, denen ihr das zu verdanken habt!“

        Wahlen sind in diesem Sinne machtverhältnisirrelevante Veranstaltungen. Die Mächtigen sagen sich: „Mir doch egal, wer unter mir regiert.“ Solange die Leute in ihren Stuben bleiben und nicht das Börsenparkett stürmen, bleibt das von minderer Bedeutung. Wenn aber tatsächlich Demonstranten in Frankfurt „Occupy Wallstreet“ skandieren, rückt der schwarze Block der Polizei an, und dann ist Schluss mit lustig. Ich werde niemanden dazu auffordern, sich in solch harte Verhältnisse zu begeben, zumal ein Erfolg alles andere als garantiert ist, sich vielmehr bisher noch nie, bei keiner Protestform eingestellt hat, sondern immer nur die Demonstranten die Zeche zahlten. Man muss sich nur klar machen, dass der Aufruf, doch endlich mal eine „vernünftige“ Partei zu gründen, ein altes Mittel ist, das bislang weder bei den Grünen noch bei den Piraten wirklich zu einer Änderung führte. Dafür lassen sich Parteien zu leicht unterwandern.

        1. Sorry, auch die Extinctions sind Teil des sogenannten Astrosurfings, also inszenierte Bewegungen, die dem „Establishment dienen“ und von dort auch finanziert werden. FFF ist auch ein klasse Beispiel. Wie immer gibt es viele Menschen, die wirklich was Gutes tun wollen und nicht merken, wo sie sich da einspannen lassen. Aber wenn man genauer hinsieht, ist es in der Regel pro – wie man früher sagte – Bourgeoisie. Folge der Spur des Geldes. Bei den Parteien ist es natürlich mittlerweile offensichtlicher, wie Sie auch anmerken. Eine Partei, die wirklich etwas verändern will, wird schnell aus dem Rennen geworfen. Umso erstaunlicher, dass viele Leute nicht merken, dass die AfD eben keine ungewollte Partei sind, sondern nur „Wähler einfangen will“, aber insgesamt im Großen und Ganzen voll auf neoliberal-feudaler Linie ist. Ich nenne die derzeitigen Hauptparteien nur noch den neoliberal-feudalen Würfel. Egal was du würfelst, es ist nur eine andere Farbe, die draufsteht.

          1. Ich weiß nicht, was Astrosurfing ist, aber unabhängig davon: Wenn eine Bewegung inszeniert ist, heißt das noch lange nicht, dass ihre Aktivisten bewusst an dieser Inszenierung teilnehmen. Und das gilt sowohl für FfF als auch für XR. Ich glaube wohl, dass da viele mit Herzblut und Idealen dabei waren. Die aktuellen Aktionen schaffen es ja nicht mal mehr in die Presse. Ob die Kids im nunmehr gewonnenen Glauben, einer Inszenierung aufgesessen zu sein, ausgestiegen sind oder aus Frustration über aus welchen Gründen auch immer erlebte Unwirksamkeit, muss ich dahingestellt sein lassen.

            1. *** dass da viele mit Herzblut und Idealen dabei waren ***
              Aber ohne Verstand !!!!!
              Genauso wie ihre Großeltern, bei der Hitlerjugend , beim BDM, bei der SA, bei der SS, usw
              Selbst die Idealistin Sophie Scholl, war Mädelsführerin, beim BDM.

      1. Diese Partei finde ich auch sehr sympathisch. Sind ne Menge kluger Köpfe mit dabei. „Die LINKE“ und „die PARTEI“ haben sich nämlich in letzter Zeit in ne merkwürdige Richtung entwickelt. Und von der AfD halte ich sowieso nichts – die sind neoliberal wie die FDP und Gestalten wie Höcke oder Kalbitz finde ich unmöglich.

  5. Mit dem Ende von Merkel gibt es ein Neues Deutschland in echt.

    Dann geht’s ums Ganze. Der Vorteil ist, es könnte wieder eine Demokratie entstehen durch eine Opposition oder es bleibt die Einparteiendiktatur wie heute bei uns und heute in den Staaten.

    Strom aus Sonne nur tagsüber und e-Auros ohne Ladesäulen und ohne Strom helfen dem einen oder anderen beim Denken.

    Es bleibt spannend. Hauptsache es gibt keinen Krieg und wir bekommen mal mehr Angst vor Atombomben als vor Atomstrom.

  6. Ich finde es immer wieder interessant, wenn Menschen sich im Besitz der Kristallkugel wähnen, vor allem der einzig echten bzw. wirklich funktionierenden. Da weiß also eine Gruppe von Leuten, also die von Russtrat, was ab September in Deutschland passieren wird. Ob sie wohl vor zwei Jahren auch gewusst haben, was heute auf der Welt abgeht? Aber gut, der Vergleich hinkt: Ich sollte mir bewusst machen, dass bis zur Wahl nur noch knappe fünf Monate verstreichen. Und Baerbock gilt immerhin bereits als gesetzt. Es geht also nicht darum, einen Kandidaten oder gar einen Regierungschef vorherzusagen, den noch niemand auf dem Zettel hat. Und Covid-19 hatte vor zwei Jahren niemand auf dem Zettel. In einem Wahlkampf können allerdings so einige Überraschungen passieren.

    Eigentlich wäre es eine nette Parallele, wenn bereits die kommende Wahl – natürlich nur aus Gründen der Hygiene – über Wahlautomaten abgewickelt würde. Das hülfe, die von mir vermuteten Überraschungen zu vermeiden.

    Die CDU/CSU hat also dem amerikanischen Druck 50 Jahre lang relativ erfolgreich widerstanden? Das ist ja interessant. Bis kurz vor Merkels Kanzlerschaft sahen die Amerikaner doch überhaupt keine Veranlassung, die Russen außerhalb der Mechanismen des Kalten Krieges zu attackieren. Es war – bis 1986 – das Reich des Bösen, und der Militärisch-Industrielle Komplex zapfte daraus Auftragsgarantien. Wirtschaftlich war das Land kein Stachel im Fleisch, und seit der Mondlandung hatte man auch wieder Selbstvertrauen gefasst. 2003 startete der US-Krieg gegen den Irak. Die damalige CDU-Vorsitzende hatte nichts Druckwiderständigeres zu tun, denn als Raketenzäpfchen in Bushs Hintern zu fahren und ihm zu versichern, dass es mit ihr als Bundeskanzlerin aber kein „I’m not convinced, Mr. Rumsfeld.“ gegeben hätte. Seit sie am Ruder ist, kann ich kaum etwas entdecken, das den Amis substanziellen Widerstand entgegensetzt. Nord Stream 2? Noch ist kein Kubikmeter Gas hindurchgeströmt, und bis auf Weiteres dürfen sich die Russen auf der Ostsee gerne noch etwas verausgaben. Aber ich würde ihr diesen Punkt nicht vehement streitig machen, wenn Russtrat darauf besteht.

    Die Prognose, dass die CDU mit Laschet und die CSU mit Söder deutlich Stimmen verlieren wird, ist nicht zu sehr gewagt. Der eine hat kein Charisma … – na ja, wann hatte ein C-Kandidat das letzte Mal so was? -, der andere zu viele Böcke geschossen. Was aber in Bayern, wo auch ein schwarzes Handtuch als tauglicher Kandidat gilt, nichts heißen muss.

    Die CSU nahm also „ein wenig ‚von der Mitte nach links'“? Wie formulierte das Franz-Josef noch mal mit seinen eigenen Worten? „Rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben.“ – „von der Mitte nach links“. Ich schlage vor, die Analysten von Russtrat führen sich vielleicht mal ein paar Aschermittwochsreden zu Gemüte. Die sind gewiss keine 1:1-Richtschnur politischer Entscheidungen der CSU gewesen, aber wenn wir Propaganda zugestehen wollen, dass sie wirkt, können sie nicht völlig ohne Belang geblieben sein.

    Gut möglich, dass mit der SPD nicht so gute Geschäfte wie mit der CDU/CSU zu machen waren, aber dass es mit der Willy-Brandt-Partei politisch „etwas schlechter“ aussah, das hätte ich mir von den Strategen gerne etwas näher erläutern lassen. Verorten sie die etwa rechts von der CDU/CSU??

    Ich habe keine Ahnung, was in den frühen 2000er Jahren im Elysee-Palast und in Downingstreet so gedacht und gesehen wurde, aber wenn man dort zu diesem Zeitpunkt noch befürchtete, eine wirtschaftliche Führungsrolle an Deutschland zu verlieren, dann war man meilenweit hinter dem Mond. Oder ich bin es. Zumindest in der Eigendarstellung war Deutschland bis Anfang der 90er Jahre immer der wirtschaftliche Riese Europas ohne weltpolitische oder militärische Ambitionen. Frankreich gilt als abhängig von der Dominanz des CFA-Franc in Afrika, Großbritannien vor allem als bedeutend mit seinem Finanzhandelsplatz London, die industrielle Musik jedoch spielte und spielt in Deutschland. Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege; ich sehe mich wahrhaftig nicht als Nationalisten.

    Wie mag Russtrat auf den Gedanken kommen, Schutz der Umwelt sei etwas Unpolitisches? Man kann dazu ja stehen, wie man will, aber allein die von Russtrat selbst gewählte Formulierung „kämpfen“ ist in meinen Augen Ausweis politischen Handelns. Mag der Schutz der Umwelt ideologisch überformt sein, angesagt, der Zukunft zu- oder von ihr abgewandt… – das kann man alles denken -, aber allein ihn in diesem Bericht zu thematisieren, verleiht ihm eine politische Dimension. Was verstehen die unter Politik??

    Die Prognose, dass die Grünen wahlentscheidend zulegen werden, teile ich bei aller Vorsicht. Dass sie allerdings eine Grün-rot-rote Koalition bilden werden, mag glauben, wer will. Zwar „bemüht“ sich die Linke seit einiger Zeit um „Diffusion“, vergrault Sahra Wagenknecht und andere, die politischen Weitblick haben und die Interessen der wirtschaftlich Schwachen in Deutschland im Blick haben, aber dass die grünen Neocons eher mit den Linken als mit den Liberalen ins Bett gehen, erscheint mir sehr unwahrscheinlich. Sollten sie tatsächlich die Wahl gewinnen, haben sie so wunderbar viele Möglichkeiten, andere Parteien gegeneinander auszuspielen, die schon von Haus aus dasselbe wollen wie sie – da müssen sie sich Zoff mit den Linken doch wirklich nicht antun.

    Ich will nicht behaupten, dass die Grünen auf Bundesebene eine Kopie von Winfried Kretschmanns Politik hinlegen werden, aber wenn man sich anschaut, was Grüne zuletzt in Regierungsmitverantwortung so abgeliefert haben, dann muss der deutschen Industrie eigentlich nicht so furchtbar bange werden. Daimler gedeiht in BW weiterhin prächtig, in Hessen wurde der Dannenröder Forst plattgemacht, in NRW wurden die Geschäfte von RWE bis 2017 nicht spürbar beeinträchtigt, und war es nicht Habeck, der in Schleswig-Holstein eines dieser gar so garstigen LNG-Terminals eingeweiht hatte? – Sollten die Grünen die absolute Mehrheit im Bund holen, wäre natürlich vieles denkbar, aber da sollten wir wohl lieber auf dem Teppich bleiben.

    Ich will die Prognosen nicht alle im Einzelnen durchgehen, denn zumindest ich weiß nicht, was wird. Aber man sollte sich diesen Artikel vielleicht gut aufheben und zum Jahresende noch mal durchsehen. Worin ich mit Russtrat leider übereinstimme, ist seine Prognose zur Gestaltung des Verhältnisses zu Russland unter der Koboldkanzlerin Baerbock. Das wird nicht gut, und wenn ihre Traumtänzerei politisches Gewicht erhält, stehen uns böse Zeiten bevor.

    1. Doch, zwar nicht unter dem Namen Covid-19, hatten das doch einige auf dem Deckel. Zum Beispiel Friedrich und Weik sinngemäß: Sie werden sich noch wundern, was sich das Kapital einfallen lassen wird, um ihr System zu retten. Zum Beispiel die Besteuerung der Luft oder andere Szenarien. Bill Gates wusste auch schon 2017 dass bald ein Plandemie kommt. Also ganz aus dem Himmel gefallen sind die heutigen Entwicklungen nicht. Natürlich sind nicht alle Fadenstränge der Nornen hundertprozentig vorsortiert. Aber wie FDRoosevelt sagte: In der Politik passiert nichts, was nicht auch vorher schon angedacht/geplant wurde. Oder Egon Bahr: Merken Sie sich eins, in der Politik geht es immer nur um Interessen (der herrschenden Klassen, Anm. von mir) , nie um Menschenrechte oder sowas, merken Sie es sich, egal was Ihnen erzählt wird. (Zitate sinngemäß.) Allerdings kann es immer Widerstand geben, der sich so organisiert, dass die Pläne der Macht neu geordnet werden müssen (Juncker: wenn es Protest gibt, warten wir eine Weile bis er sich legt und machen dann weiter) oder eben gar nicht klappen. Sogesehen ist die Zukunft natürlich nicht deterministisch. Aber wo ist z.B. in D der große Widerstand – gegen die schon aufgekommenen diktatorischen Zustände, die Kriegsgefahr gegen Russland, China, Iran, weitere Eskalationen im „Nahen Osten“ oder Mittelasien oder z.B. Venezuela, gegen die Zerstörung der Wirtschaft und v.a. auch jeglichem kulturellen und sozialen gesellschaftlichen Lebens, die Zerstörung der Familien, die Zerstörung der physio-psycho-sozialen Zukunft der Kinder???

      1. Ich habe nicht von der Bilderberg-Konferenz, Davos oder sonst irgendwelchen Zirkeln geschrieben, sondern von Russtrat. Die hatten Covid-19 nicht auf dem Zettel. Und wenn sie es jetzt behaupten würden, würde ich die damaligen Publikationen sehen wollen.

        Dass es allerlei Strippenzieher für allerlei Theaterspiele gibt, bezweifle ich nicht. Dass Gates wusste, dass bald eine Pandemie kommen würde, war nun wirklich kein Kunststück. Seit 2001 werden diese Planspiele durchexerziert (u.a. Dark Winter, zuletzt Event 201, von den Veranstaltern gut dokumentiert und im Web-Archiv noch auffindbar). Der wird schon ungeduldig geworden sein.

        Wenn man sich dann noch anschaut, welche Schlamperei in Fort Detrick fortgesetzt praktiziert wurde – das kam ja sogar in die US-Presse! -, dann war es nur eine Frage der Zeit, bis eine davon mal größere Kreise zog: zuerst die E-Zigarettenraucher im Sommer 2019, dann die Teilnehmer der military games in Wuhan… – der Rest ist bekannt.

        Was Roosevelt sagte, bezweifle ich in dieser Vollständigkeit. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass Greta Thunberg geplant wurde. Ich stelle es mir sogar ausgesprochen herausfordernd vor, ausgerechnet eine Autistin an Strippen zu hängen. Wenn solche Überraschungen auftauchen, kann man doch immer noch ein korrigierendes Framing drüberstülpen, und alles wird gut. Oder man lässt es eben im Sande verlaufen. Ob jetzt die deutsche Ober-FfF Neubauer als diskreditierende Vielfliegerin in die Bewegung geimpft wurde, oder ob die von sich aus von derartigem Sendungsbewusstsein erfüllt war, dass sie nicht bemerkte, dass sie der Sache mit ihrem Background einen Bärendienst erweisen würde, ist doch dann letztlich schon egal. Tot ist tot.

  7. Bei dem Artikel geht es nicht um Prognosen. Es geht um Kräfteverhältnisse. Kräfteverhältnisse bestimmen Wahlausgänge, nicht Wähler. Das ist in den USA so und ist bei uns nicht anders.

  8. Viele falsche Einschätzungen… Die CxU als Friedensgarant? Es ist Merkel, die seit mehr als 16 Jahren für jeden US-Krieg trommelt. Schröder hat sich immerhin beim Irak-Krieg etwas quergestellt. Ich bin kein großer Fan von Schröder, Schmidt oder Brandt, aber würde jeden der 3 vor Merkel vorziehen.
    Richtig aber ist großteils, was Russtrat über Baer*inbock schreibt. Diese korrupte, Biden-konforme World Economic Forum Young Leader*in muss verhindert werden, sogar wenn das heißt, Laschet zu unterstützen.

  9. sollten die Grünen wirklich eine Zerbröselung der EU bewirken, wäre das für die USA ein doppelter Gewinn; denn dann ist die EU als wirtschaftlicher Gegner obsolet und die einzelnen Staaten leicht zu dirigieren.
    Man könnte auch den Gedanken kommen, dass dies ein von US-Thinktanks entworfener Entwicklungsweg ist. Vasallen aller Länder beugt Euch vor der Führungsnation.

  10. Es ist leider abzusehen, dass der grüne Kobold das Rennen macht. Grund meiner Annahme ist simpel: Die Hofierung der MSM. Und wie viel meinungsbildende Macht sie haben, zeigt sich doch schon seit ca. einem Jahr besonders deutlich: jeder noch so medizinischer und politischer Schund wird von dem Großteil der Bevölkerung abgenickt, weil das entsprechend geframt wird. Ebenso auch andersrum.
    Dennoch bin ich für wahltechnische „Unfälle“ gerne zu haben.

  11. Man macht einfach keinen Bock zum Gärtner und einen Bären zum Hirten… und wenn man es trotzdem tut, weil man es wissen will? Zumal es doch heißt, alle Tiere wären gleich? Auch, wenn es mir davor graust, vielleicht muss man da auch mal durch.

  12. Auf Umfragewerte gebe ich nichts mehr. Die werden so gedreht, wie sie gerade gebraucht werden. Aber Umfragewerte sind gut um das Ergebnis der Wahlen in Richtung Umfragen zu verändern. Vor 4 Jahren war der Schulzi die große Hoffnung der SPD. Und damals hat die SPD das bislang schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl eingefahren. Dieses mal wird es noch schlimmer.
    Bekommen wir eine Rot Rot Grüne Regierung? Ich denke nicht. Die Grünen liegen bei 30% die Linken bei 5 und die SPD bei 10 sind 45%. Direktmandate gehen in den meisten Wahlkreisen an Kandidaten der CDU.
    Die CDU hat sich aber nicht mit dem Kanzlerkandidaten Laschet geschadet, sondern viel mehr damit, dass sie den Bundes Korruptionsminister Jens Sphanferkel nicht auf den Mond schießen. Auch wenn die Medien noch nicht darüber berichten, kann das kurz vor den Bundestagswahlen dennoch leicht passieren.

  13. Das Bestreben nach nationaler Souveränität nennt die russische Analyse also „Faschismus“. Gut zu wissen. Auch wird zugegeben, daß die BRD über 70 Jahre unter der Kurantel der USA steht. Haben wir also eine Wahl? Ich vergleiche die Farben der Parteien mit der Uniform des Zugführers, die wir „auswählen“ können, während die Gleise zum Abgrund schon 1945 gelegt wurden. Bis 1989 gab es einen gedachten oder wirklichen Wettbewerb der Systeme. Die armen, grauen DDR-Mäuse durften via Glotze in die bunten BRD-Schaufenster sehen und schöne Karten ihrer Verwandten bei ihren Urlaubsreisen um die Welt anschauen. Das ist vorbei. Nun gibt sich die globale Finanzelite keine Mühe mehr, ihre gräßliche Fratze der Ausbeutung von Natur und Mensch zu verbergen. Wählen wir also den Anzug des Lokführers, aber vielleicht wird hier schon so „gewählt“ wie in der Vorzeigedemokratie USA? Dann kommen wirklich die grünen Khmer, umsonst hat man die ja auch nicht überall im Westen umgedreht, weg von Umwelt und Frieden. Ich werde mich wie immer enthalten und meine nicht vorhandene Stimme in einer Urne begraben. Nur wird auf Dauer ein globales Einschlagen auf die Naturgesetze nichts bringen, die Masse wird es erkennen. Soros und Konsorten stehen nicht umsonst nackt da, ebenso wie ihre Gehilfen in den westlichen Regierungen.

    1. Die Grünen wurden als Partei umgedreht, nicht als Personen. Oder jedenfalls kaum. Von Trittin habe ich nie etwas Transatlantisches gehört (verfolge seine Äußerungen aber auch nicht ununterbrochen). Wer von der alten Garde ist denn noch medial wahrnehmbar? Das sind doch nur die, die ohnehin noch nie besonders öko waren.

    2. Es gab keine armen, grauen DDR-Mäuse. Wir waren Menschen wie alle, haben gearbeitet, gelebt und geliebt, gefeiert, getrauert etc. Solche Bezeichnungen sind arrogant. Sicher haben viele in das schöne Schaufenster gesehen und sich diese bunte Konsumwelt gewünscht. Deswegen wurde es ja inszeniert. Dennoch: Solche attributiven Zuschreibungen sind nicht weiterführend, sondern spalten.

      1. Da geraten Sie aber an die richtige. Ich bin im Herbst 1989 von Ostberlin über Ungarn mit meiner Familie in den Westen gegangen. Grund: Keine Hoffnung auf Einsicht oder Besserung. Die DDR war und blieb ein Wie-Land: Wie Leder, wie Gold, wie Wolle, selbst wie Baumwolle. Die Russen unterschieden uns als Touristen, wir waren die Dederonyi und damit zurecht äußerlich graue Mäuse wie die Innenstädte. Heute habe ich eine Buchrezension gefunden, die das bestätigt, daß alles wie heute damals zusammenspielte: Konzerne, Politik, Medien und die allgemeine DDR-Enteignung. WIR bewirken gar nichts. Das gilt auch heute.
        https://www.nachdenkseiten.de/?p=72059

  14. Merkel hatte nie die Absicht Minsk einzuhalten, sagte auch nach der Unterzeichnung sofort, “ Putin muss jetzt liefern“ obwohl nach dem Minsker Abkommen vor allem Ukraine mit der Autonomieregelung an der Reihe gewesen wäre, man unterschrieb nur um die ukrainischen Soldaten aus dem Kessel von Debalzeve herauszubekommen, Russland ließ sich wieder einmal über den Tisch ziehen anstatt den Sieg der Freiheitskämpfer auszunützen.

    1. Ich habe mir das Abkommen jetzt nicht noch mal durchgelesen, aber nach meiner Erinnerung kann Merkel das Abkommen ebenso wenig einhalten wie Russland. Beide und weitere sind doch nur die „Paten“. Einhalten und Umsetzen müssen das die Konfliktparteien innerhalb der Ukraine. Aber natürlich können die Paten das Ganze sowohl torpedieren als auch „positiven Druck“ ausüben im Sinne der Umsetzung.

  15. So sicher bin ich mir nicht, dass Bärbock gewinnt, vor der letzten Bundestagswahl jubelten die deutschen Medien Hans Martin Schulz hoch und es wurde nichts, die Springerpresse möchte doch noch diesen Södolf durchboxen, den ich für noch dümmer als Laschet halte, und erstellt jetzt sehr schlechte Prognosen. Söder ist ein ausgeflippter Linksüberholer und Phrasendrescher!

    1. Meine Zweifel sind ganz ähnlicher Natur. Das ist immer die Frage, wie sich die Kräfteverhältnisse hinter den Kulissen verändern und wie viele Böcke die KK noch schießt. Mein Eindruck ist, dass Springer gerade nicht ausgeprägt atlantisch agiert, und die haben so einige Leser (bzw. Gucker).

      1. Das wäre zu hinterfragen. Bei Springer ist es zu unterschreibender Grundsatz für jeden Mitarbeiter:
        1. Wir treten ein für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa.
        2. Wir unterstützen das jüdische Volk und das Existenzrecht des Staates Israel.
        3. Wir zeigen unsere Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.
        4. Wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft ein.
        5.Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus und jede Art von Rassismus und sexueller Diskriminierung ab.
        Interessant wäre hier die Analyse, warum Bild derzeit bestimmte Statements unterstützt, die als gegen die Merkeldiktatur erscheinen. (Ähnliche Abhängigkeiten gibt es seit 1947? beim Spiegel, wo Regierungskritik immer auch im Bezug auf transatlantische Interessen beurteilt werden muss.) Sind sie das wirklich oder haben sie andere Hintergründe? Es ist in diesem Zusammenhang sicher interessant, dass am 21.1.2021, dem Tag von Bidens Amtseinführung und der Ankündigung, die WHO als US-Regierung wieder zu finanzieren, die WHO verkündete (verkürzt): Der PCR-Test, auf dem alles basiert, ist nicht aussagekräftig-also diesbezüglich Schrott. Herr Biden kann also jederzeit sich auf diese Position zurückziehen und die Plandemie, die ihre Schuldigkeit in USA erfüllt hat, beenden. Erleben wir ja auch dort Schritt für Schritt.

        1. Ich kenne diese Grundsätze (habe sie mal gelesen). Aber was ist, wenn sie untereinander in Widerspruch geraten, z.B. Punkt 1 zu Punkt 3? Nur mal so als relativierender Anstoß…

  16. Ich stimme zwar nicht in allen Passagen mit dieser Analyse überein. Sie hat aber im Grundsatz den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Deutsche Volk darf sich also auf seine Zukunft freuen, mit der Machtübernahme der Grünen beginnt seine endgültige Demontage! Und, ich bin ein Nationalist wie ihn Herr Putin mal beschrieben hat, kleine Erklärung das russländische Volk besteht aus über 100 Völkerschaften!!!

  17. Ich finde solche Analysen immer sehr intressant – schade das den Leuten die sie machen nur ein FOV von 20 Grad zu Verfügung steht.

    1. Keiner in diesem Land, der sich seit Jahrzehten offen informiert glaubt daran, das die Wahlen hier korrekt ausgezählt werden.

    2. Was mit Deutschland gemeint ist, sind nicht die Menschen die dieses Land bevölkern, sondern eine kriminelle korrupte Kaste von Berufspolitikern, die in dem Wissen nie zur Verantwortung gezogen zu werden, agieren.
    Die Corona Plandemie zeigt das in beeindruckender Weise, ebenso wie das Fehlen jeglicher rechtsstaatlicher Strukturen oder einer Gewaltenteilung.

    3. Es liegt in der Hand russischer Medien wie RT einmal die Wahrheit über das Konstrukt germany zu schreiben, schliesslich verfügen sie über den Zugang zu den wahren historischen Quellen. Was der gemeine Deutsche glaubt
    ist frei nach Napoleon Bonaparte „Geschichte ist die Lüge auf die sich die Sieger geeinigt haben“.

    4. Die Tatsache das man mit diesen Dingen wie mit einer Porzellanpuppe umgeht, legt nahe das auch die russische Politik dem grossen Plan folgt. Fairerweise muss man sagen nicht so konsequent, da deren Leitfigur noch Verbindungen zur Kultur und den Menschen seiner Heimat zu verspüren scheint. Einen derartigen Menschen hat es in den letzten 100 Jahren deutscher Politik leider nur einmal gegeben.

    Ich enpfehle mal den Blickwinkel auf 360 Grad zu erweitern und sich anzusehen ob die silk road initiative als ein weiterer Versuch die Erzeugung sinnloser Produkte und Ausplünderung der Resourcen sowie die Umwelverschmutzung zu maximieren der Weg in die Zukunft ist.

    Niemand braucht Politiker, Parteien oder einen Staat….

    1. Vielen Dank, total meine Meinung. Zu 4. Wir werden es dieses Jahr wieder bei der Siegesfeier erleben, daß die Russen bis heute nicht erfahren haben, für wen ihre Vorfahren eigentlich in den Krieg zogen.

    2. „da deren Leitfigur noch Verbindungen zur Kultur und den Menschen seiner Heimat zu verspüren scheint. Einen derartigen Menschen hat es in den letzten 100 Jahren deutscher Politik leider nur einmal gegeben.“

      wen meinst du? Mir fällt da niemand ein. Das war immer nur Pest, Cholera und vielleicht auch mal nur eine kleine Grippe. Merkel ist da wohl eine Supermutante aus Pest, Cholera, Typhus, MRS und Krebs zusammen

      1. Aber vielleicht übertreibe ich bei Merkel zu sehr. Für die grüne Heuchlerin muss ja auch noch was übrig bleiben .. den bisher ist es seit Brandt wohl mit jedem Kanzler expenontiel schlimmer geworden. Dachts chon Schröder/Fischer seien nicht mehr zu toppen gewesen ..

  18. Wenn man einen Sieger nicht will dann schreibt man ihn hoch um ihn dann mit Stiel und Stumpf in den Boden zu rammen.
    Erleben wir gerade. Wie titelte man „Elite Journalisten schreiben Baerbock ins Kanzleramt“.

    Wie sieht also die Realität aktuell aus.
    Zeitraum 19.4. bis 29.4.

    Grün zwischen 23 und 29 %
    CDU/CSU zwischen 22 und 24%
    SPD zwischen 13 und 16 %
    FDP zwischen 11 und 12 %
    AFD zwischen 10 und 12 %
    Linke zwischen 8 und 10 %

    Was tun die Medien denn nun um Baerbock ins Kanzleramt zu schreiben.
    1. Man pushte sie selbst.
    2. Man schreibt aktiv am Maassen Skandal
    3. Man pushte Wagenknechts Buch.

    Die von Wagenknechts beleidigte Klientel wählt grün und als beleidigte Leberwurst erst recht.
    Der „CDU Kandidaten Skandal“ schwächt die CDU und schafft somit einen Kräfteausgleich innerhalb des Sammelbeckens der Christlichen. Der Eine wähnt ein ganzes BL hinter sich, der Andere ein Sammelsurium. Aber in der Realität die größten Zentren mit vor Ort Entscheidern.
    Wenn man sich an Maassen abarbeitet wird jede Ausgrenzung zu Stimmen in 2 Parteien führen. AFD UND CSU denn dort finden sich sehr viele Schnittpunkte.
    Erst lässt man wählen bis das Ergebnis passt und dann bekämpft man „Stimme der Vernunft“ in anderen Parteien. Dabei wird fein ausgeblendet das die AFD ein Produkt der christsozialen Ausgrenzung ist. Diese ideologischen Wurzeln liegen im Konservativen.

    Wirtschaftspolitisch gibt es große Schnittmengen zwischen Grüne, FDP, CDU/CSU und auch AFD.
    Sozialpolitisch will sich nicht mal mehr die Linke aus dem Fenster lehnen, die SPD ist diesbezüglich verbrannt.
    Militärisch sind alle inzwischen weich gekloppt da wagt sich eine Baerbock keinen Gang gegen die eigene Partei.

    Am Ende wird die Bettdecke aufgeschüttelt und Grün/CDU/CSU krabbeln mit der FDP zum Gruppensex.

    Das nennt man marktkonforme Demokratie.

    Die Grünen schleppen die Arbeitskräfte für die wirtschaftsliberale FDP und CDU/CSU heran und dürfen die dafür nötigen Ministerien besetzen den Rest erledigen dann die Merz Getreuen. Und gemeinsam zieht man dann in den Krieg damit den Grünen nicht die Arbeitskräfte , der Wirtschaft nicht die Rohstoffe und den Finanzhaien nicht der Profit ausgeht. Also Alles wie immer.

    1. „3. Man pushte Wagenknechts Buch.

      Die von Wagenknechts beleidigte Klientel wählt grün und als beleidigte Leberwurst erst recht“

      verstehe ich nicht. Also nach meiner Einschätzung wählen die Pseudolinken weiter Kipping und co oder wie gehabt die Grünen, kommt eh auf dasselbe raus. Echte Linke wählen die Linke nicht mehr und schon gar nicht die Grünen. Vermutlich meinst du, dass wankelmütige im Kern Grüne, jetzt vielleicht doch eher die Grünen statt die Linke zu wählen? Aber dann müssten die schon noch dümmer sein als ich eh schon denke. Den was Wagenknecht für die Linke sagt, gilt wohl genau so für die grünen Pfosten.

  19. „Christlich Sozialistischen Union (CSU) deckte den gesamten erlaubten Raum der politischen Ideen und Ziele, die für den deutschen Staat „erlaubt“ waren, fest ab. Ohne auf Feinheiten einzugehen, besetzte die CDU „die Mitte und ein wenig Konservatismus nach rechts“ und die CSU nahm ein wenig „von der Mitte nach links“

    Na da haben sich die Russen aber vom Partei-Namen täuschen lassen. Die CSU ist ja wohl schon immer deutlich rechts von der CDU positioniert und sie ist auch nicht sozialistisch sondern (pseudo)sozial und natürlich auch nur pseudochristlich)

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