Effekthascherei

Ideologie statt Lösungen: Die EU und ihr gefährlicher „Gaspreisdeckel“

Die EU hat einen "Gaspreisdeckel" beschlossen, der in der Praxis nicht angewendet wird, aber das Risiko eines russischen Gasembargos birgt. Die EU ist - sorry - endgültig zu einem Irrenhaus geworden.

Nach langem Streit hat sich die EU auf einen „Gaspreisdeckel“ geeinigt. Allerdings ist dieser „Gaspreisdeckel“ nach langem Streit so ein zusammengeschusterter Kompromiss, dass er in der Praxis wohl nie zum Tragen kommt. Es handelt sich dabei um reine Effekthascherei, die sinnlos, dafür aber gefährlich ist.

Russland hat angekündigt, die Lieferungen an alle Länder einzustellen, die „Preisdeckel“ für Öl und Gas einführen. Der „Gaspreisdeckel“ könnte die Gasknappheit in Europa also verschärfen, ohne dass die EU dabei etwas gewinnen würde.

Was beschlossen wurde

Der Spiegel berichtet über den „Gaspreisdeckel“ unter der Überschrift „EU-Gaspreisbremse – Ein Deckel voller Löcher“ und merkt an, der „Deckel“ habe „so viele Löcher, dass man auf die Idee kommen könnte, er sei ein Sieb“ und zählt auf:

  • So soll der Deckel zwar prinzipiell für alle EU-Handelsplätze gelten. Aber die EU-Kommission behält sich vor, einige auszunehmen. Und für den außerbörslichen Handel, Over the Counter genannt, gilt der Deckel ganz prinzipiell nicht. Wer ihn umgehen will, kann dahin umziehen.
  • Die Preisgrenze soll greifen, wenn die Preise für künftige Gaslieferungen drei Tage die Schwelle von 180 Euro pro Megawattstunde überschreiten. Aber nur, wenn Flüssigerdgas (LNG) am Weltmarkt im Schnitt mindestens 35 Euro günstiger ist. Sonst steigt der Gaspreisdeckel analog zum LNG-Preis mit. »Er atmet«, heißt es poetisch in Brüssel.
  • Schließlich soll der Deckel wieder ausgesetzt werden, falls die EU-Bürger ihren Gasverbrauch seinetwegen allzu leichtfertig steigern. Oder falls zu viele LNG-Tanker nach Asien abdrehen. Oder falls die Marktstabilität beeinträchtigt scheint. Oder falls sich das Handelsvolumen am wichtigen Gashub TTF verringern sollte.

Das bedeutet, dass der „Gaspreisdeckel“ leicht umgangen werden kann, indem im Falle von zu hohen Börsenpreisen das Gas „Over the Counter“ – also direkt – verkauft wird, wobei dabei jeder Preis erlaubt ist, auch ein viel höherer Preis als im „Gaspreisdeckel“ vorgesehen. Da die Konzerne sehr kreativ sind, braucht es nicht viel Fantasie, um zu wissen, dass sie die Börse bei Bedarf mit Leichtigkeit umgehen werden.

Außerdem hat die EU – im Gegensatz zum Ölpreisdeckel – verstanden, dass die Weltmärkte irgendwelchen „Preisdeckeln“ der EU nicht gehorchen werden. Daher gilt die Gaspreisbremse nicht, wenn die weltweiten LNG-Preise entsprechend hoch sind. Und schließlich hat die EU auch gleich eine ganze Reihe von Ausnahmen in ihren „Gaspreisdeckel“ geschrieben, bei denen er ganz ausgesetzt wird.

Im Grunde hat die EU damit gar nichts beschlossen, denn die Ausnahmen sind so zahlreich und groß, dass der „Gaspreisdeckel“ in der Praxis bestenfalls mal angewendet werden könnte, wenn die Spekulanten den Gaspreis innerhalb der EU hochtreiben, aber da die Spekulanten in dem Fall „Over the Counter“ handeln können, können sie sogar das spielend leicht umgehen.

Im Klartext: Der „Gaspreisdeckel“ der EU wird in der Praxis wahrscheinlich nie zur Anwendung kommen. Und wenn doch, dann enthält er praktischerweise gleich die nötigen Schlupflöcher, die die Konzerne nutzen können, um ihn zu umgehen.

Russlands Reaktion

Russland hat angekündigt, kein Öl und Gas an Länder zu verkaufen, die sich den „Preisdeckeln“ des Westens anschließen. Die EU riskiert mit ihrem trotzdem beschlossenen – aber offensichtlich vollkommen nutzlosen – „Gaspreisdeckel“ also ein russisches Gasembargo, ohne selbst auch nur ein einziges Ziel zu erreichen.

Russland überdenkt seine Antworten auf westliche Sanktionen genau, denn außer der Ankündigung, dass Russland Staaten, die sich dem Ölpreisdeckel anschließen, kein Öl liefern wird, ist noch nichts über Russlands Reaktion auf den von der EU und den G7 beschlossenen Ölpreisdeckel bekannt. Die Details der russischen Rektion werden – heißt es aus dem Kreml – derzeit ausgearbeitet, wie RT-DE berichtet:

„Russland werde „Zeit brauchen, um alle Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen, während es an seinen Maßnahmen arbeitet“, sagte er und fügte hinzu, dass sich eine Reaktion auf die Ölpreisobergrenze aus ähnlichen Gründen „etwas verzögert“ habe. Die Ölpreisobergrenze wurde Anfang des Monats von der EU, den G7-Ländern und Australien eingeführt. Russland hat bisher noch keine offiziellen Maßnahmen als Reaktion darauf angekündigt. Peskow sagte jedoch, dass ein entsprechendes Präsidialdekret in Arbeit sei.“

Im Gegensatz zur EU, die sich mit ihren Sanktionen in den letzten Monaten immer ins eigene Knie geschossen hat, denkt Russland bei seinen Gegensanktionen genau nach, damit seine Reaktion nicht Russland selbst schadet.

Wie die russische Reaktion auf den in der Praxis wirkungslosen „Gaspreisdeckel“ der EU aussehen wird, weiß heute noch niemand. Vielleicht wird Russland den Export von Flüssiggas in die EU komplett stoppen und nur noch per Pipeline liefern, um zum Beispiel Ungarn weiterhin mit Gas zu versorgen, das russisches Gas zu einem weit niedrigeren und in langfristigen Verträgen festgeschriebenen Gas bezieht.

Fakt ist jedenfalls, dass der „Gaspreisdeckel“ der EU bestenfalls eine PR-Maßnahme ist, die in der Praxis keine Wirkung haben wird, wenn man davon absieht, dass Russland den Export von LNG nach Europa stoppen könnte, was die Gaspreise in der EU in die Höhe treiben würde, weil Katar und die USA nicht genug Flüssiggas liefern können.

Und es gibt schließlich genug andere Länder, die das russische Flüssiggas mit Kusshand nehmen, wenn die EU es nicht mehr haben möchte…


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

48 Antworten

  1. @„ Im Grunde hat die EU damit gar nichts beschlossen, denn die Ausnahmen sind so zahlreich und groß, dass der „Gaspreisdeckel“ in der Praxis bestenfalls mal angewendet werden könnte, wenn die Spekulanten den Gaspreis innerhalb der EU hochtreiben, aber da die Spekulanten in dem Fall „Over the Counter“ handeln können, können sie sogar das spielend leicht umgehen.“

    Damit braucht Russland auch nicht groß über eine Reaktion auf etwas zu grübeln, was eh nie eingesetzt wird. Mit der EUdSSR wird sich Russland eh nie versöhnen und viele Untertanen des Gebildes halten es für unreformierbar. Bleiben künftige Beziehungen mit den Völkern westlich des Banderastans – die werden bestimmt nicht leichter, wenn in Russland ständig wer Stalin anhimmelt oder der ersten UdSSR (oder dem Zarenreich) nachtrauert – damit werden die Völker Osteuropas tiefer in die Tentakel des Woken Imperiums getrieben.

    1. Lassen er die UdSSR und das Zarenreich aus dem Spiel. Davon haben die wenigsten auch nur ansatzweise eine vernünftige Vorstellung – woher auch, außer mittels idiotischer Kampfbegriffe verkündetem Schwachsinn gibst da nichts …

      1. Ich habe durchaus Vorstellung über das Sowjetimperium aus eigener düsteren Praxis, wie etliche Bewohner Osteuropas – die Jungen oft aus Erzählungen der Alten. Solange Russland nicht einsieht, dass es übel war (und übrigens gerade zunehmend in der EU-Reinkarnation wiederholt wird), braucht man sich in Russland nicht zu wundern, wieso man bloß in Osteuropa nicht geliebt wird.

        Wie wir uns im Gymnasium freuten, als Breschnew abging, kann ich mich noch heute erinnern.

        1. „……wenn in Russland ständig wer Stalin anhimmelt oder der ersten UdSSR (oder dem Zarenreich) nachtrauert –…….“, Wer in Russland wen bevorzugt oder seiner gedenkt, ist immer noch Sache der russischen Bevölkerung und der sich der russischen Föderation angeschlossen Staaten, ganz sicher nicht solchen selbsternannten „Experten“ wie Ihnen; und ob Ihnen das passt oder nicht, ist uninteressant; ganz sicher muß Russland nicht darum betteln Ihnen oder ähnlichen „Experten“ zu gefallen;

        2. @Hannibalmurkle

          Das ist ziemlicher Unsinn…. mal davon abgesehen, dass die SU kein „Imperium“ war im Sinne eines ( im Westen immer propagierten) Zarenreiches…..

          Welche „düstere Praxis“ meinen Sie eigentlich? & Was war denn genau an der Ex-SU so übel?
          So ganz ohne Geschichte & Kontext ist das doch nur Kaffeeklatsch-Geschwafel…. auch diese angebliche „in Osteuropa nicht geliebt“…. Staaten & Geopolitik hat nie etwas mit Liebe oder Freundschaft zu tun – das sollte sich doch rumgesprochen haben….

        3. So so … „die düstere Praxis des Sowjetimperiums“ … q.e.d. – da hat man die aufgeblasenen Backen regelrecht vor Augen …

          Osteuropa sollte ganz still sein, stand man doch zu einem großen Teil fest an der Seite des Führers … in der UdSSR, die inneren Verhältnisse waren auch entsprechend.
          Dennoch wurde da nach dem 2.WK massiv reingebuttert – von der UdSSR – das haben die natürlich alle vergessen …

          Aber mit solchem Mist gehen die nun schon seit 30 Jahren hausieren, kultivieren da eine Opferrolle – sind natürlich alle wieder dabei und werden zum Dank dafür mehr oder weniger durchgefüttert – und weil das alles so toll ist, haben die alle seit 1990 einen massiven Bevölkerungsverlust zu verzeichnen (außer Ungarn, da ging das schon vor 89 los) – und der Frage, „wem da was gehört“, wollen wir dann doch lieber nicht nachgehen …

          Wie völlig irre dieses Geschwätz um das dümmliche Kürzel „EUdSSR“ wirklich ist, entzieht sich offenbar jedwedem Verständnis ideologisch konditionierter Möchtegerndemokraten.

          Und Breschnew war der schlechteste nicht, aber darüber zu reden, lohnt sich hier nun wirklich nicht ….

        4. @Hannibalmurkle

          „…Wie wir uns im Gymnasium freuten, als Breschnew abging, kann ich mich noch heute erinnern….“

          Weil ihr schon damals als Ahnungslose Schäfchen gehalten wurdet. Glaubst du allen Ernstes, das diese weltweite massive US-Kriegspropaganda erst in den letzten 8-10 Jahren statt gefunden hat.
          Also ich kenne sie seit meiner Kindheit und die ist ca 55 Jahre her.

    2. „wenn in Russland ständig wer Stalin anhimmelt“

      „Anhimmeln“ ist ein Anwurf von allerunterstem Niveau. Es geht um einen Staatsmann von gewaltigem Format. Daß die Späne, die beim Hobeln gefallen sind, auch nicht ohne waren, ist bekannt.

      Für „künftige Beziehungen mit den Völkern westlich des Banderastans“ hat der Genosse Stalin einiges an Grundlage geschaffen. Bei vielen dort noch heute geachtet. Die anderen sollten sich vorsehen.

      1. @John, wenn Du schreibst „Es geht um einen Staatsmann von gewaltigem Format. Daß die Späne, die beim Hobeln gefallen sind, auch nicht ohne waren, ist bekannt.“ und „Für ‚künftige Beziehungen mit den Völkern westlich des Banderastans‘ hat der Genosse Stalin einiges an Grundlage geschaffen. Bei vielen dort noch heute geachtet. Die anderen sollten sich vorsehen.“ , dann wird mir schlecht. Dschugaschwili (Kampfname „Stalin“) und seine GULAG-Mordgenossen haben … *hm* … keinen guten Eindruck bei den Osteuropäern, einschließlich DDR, hinterlassen. Die „Späne“ waren Millionen Tote. Wenn wir uns heute auf diesen Schwerverbrecher beziehen, um Russlands Ziele zu beschreiben, diskreditieren wir die Russen, ihren Staat und Putin. „Stalin“ ist ebenso wenig ein Staatsmann von „gewaltigem Format“ wie Pol Pot und andere Psychopathen.

        1. Übrigens achte ich die Waldbrüder und Stepan Banderas Befreiungsbewegung gegen den Sowjet-Terror durchaus. Man muß das im zeitlichen Kontext sehen. Im weiteren setze ich Putins Russland keineswegs mit der Sowjetunion gleich. Das ist alles sehr viel komplizierter und ich bedauere diese simplifizierte „Nazi“-Propaganda. Es gibt tatsächlich bessere Argumente pro Russland.

          1. Das sagt ihr Name ja nun schon. Nazis zählen nicht. Nazis werden entnazifiziert. Das Muster dafür hat der Genosse Stalin geschaffen. Das Modell war etwas grob. Die derzeitige Entnazifizierung wird hoffentlich sehr viel gründlicher.

            1. @John, dann mach mal *hochnäsig*. Ein Plätzchen für eine kleines Lager wirst Du ja wohl auftreiben können. Gut, es gibt im Moment Lieferengpässe bei Stacheldraht aber Deine Genossen von der staatlichen Plankommission werden sicher helfen. Und das notwendige Lagerpersonal wirst Du unter den einschlägig bekannten Schreihälsen aus bildungsresistenten und arbeitsscheuen Schichten der Gesellschaft sicher finden. Du wirst bestimmt ein guter Lagerleiter sein.

  2. Es kommt noch besser:

    Strom aus Aserbaidschan? Der Irrsinn galoppiert!

    Niemand, der bei Verstand ist, wird anzweifeln, dass wir eine Energiemangellage haben. Die ist selbstgemacht, weil unsere Regierung die vertraglich vereinbarte Annahme von russischer Energie verweigert. Neben Sparappellen werden die tollsten Ideen verkündet, wie Abhilfe geschaffen werden soll. Jetzt soll Strom aus Aserbaidschan die Erlösung bringen.

    https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20222/strom-aus-aserbaidschan-der-irrsinn-galoppiert/

  3. Hm…hat sich vielleicht schon erledigt?

    „Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA-Novosti, gab es im Bezirk Vurnarsky in Tschuwaschien an einer unterirdischen Gasleitung ein Leck, das zu einer Explosion führte.
    Die Explosion in Tschuwaschien ereignete sich an der Hauptgasleitung Urengoy – Pomary – Uzhgorod, vor dem Brand wurden dort Arbeiten von der Betriebsorganisation durchgeführt, berichteten die Behörden der Region.
    Bei der Explosion wurden drei Menschen getötet und einer schwer verletzt.

    Anmerkung der Redaktion Node of Time:
    Die Gasleitung Urengoy – Pomary – Uzhgorod war noch die letzte verbliebene Gasleitung aus Russland nach Europa. Hierzu ein Bild mit den Hauptgassträngen aus Russland nach Europa.
    Durch die Gasleitung Urengoy – Pomary – Uzhgorod wurden Ukraine, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Österreich und Deutschland versorgt.
    Die Explosion ereignete sich am Ursprung der Gasleitung. Die Reparaturen werden, nach Angaben der Behörden, mindestens drei Tage dauern. “
    https://t.me/node_of_time_DE/3083

  4. Nur eine offene Einmischung der Nato in Russlands militärischer Operation in der Ukraine, die den 3. Weltkrieg zur Folge hätte, könnte den totalen Erfolg Russlands in dieser Auseinandersetzung in Frage stellen.

    Das muss auch den Politikern der Nato klar, sein (außer solchen Nieten wie Frau Baerbock), wenn sie trotzdem so tun als ob sie an einen ukrainischen Sieg mit der anschließenden Rückeroberung der Krim glauben würden, dann nur um von ihren Fehlern abzulenken und um nicht zugeben zu müssen, dass sie von Anfang an mit der Ukraine auf das falsche Pferd gesetzt haben.

    Also suchen sie Zuflucht in Effekthascherei wie den Russland-Sanktionen und dem Öl-und-Gas-Preisdeckel

    Der Witz dieser Stümperei ist nicht nur, dass sie damit sich selbst (außer USA) weit mehr schaden als Russland, sondern dass sie der Ukraine damit auch nicht helfen, es sei denn, man betrachtet die Verlängerung des Krieges durch die Waffenlieferungen als Hilfe.

    Wir frieren also und nehmen erdrückende Preissteigerungen in Kauf, ohne dass die Ukraine etwas davon hat, aber Leute wie Frau Baerbock haben damit kein Problem, so lange sie meinen damit Russland schaden zu können.

    1. @henio

      „Nur eine offene Einmischung der Nato in Russlands militärischer Operation in der Ukraine, die den 3. Weltkrieg zur Folge hätte, könnte den totalen Erfolg Russlands in dieser Auseinandersetzung in Frage stellen.“

      Sie rutschen abermals ins ungut Bräunliche ab. Lassen Sie sich doch mal von John beraten, der weiss, wie man vermeidet, darin allzu explizit zu wirken.

      1. Über meine Hautfarbe gibt es die unterschiedlichsten Gerüchte. Zuletzt schwarz, nun braun. Dazu gibt es ein schönes Buch:

        Heitere Tage mit braunen Menschen
        Katz, Richard. – Berlin : Ullstein A.-G., 1930

        Das hat ein Buchhändler in Hamburg zum Führergeburtstag ins Schaufenster gestellt, was die Nazis geärgert hat; passiert ist ihm allerdings nichts.

        @ gartentaube ist auf eine andere Art braun, als Freund von Zelenskij, Jarosch, Steinmeier, Azov, Kraken, Baerbock, Arestowitsch. „Echte Bräune kommt von innen“.

        1. Ich schätze Ihren Unterhaltungswert, John.
          Er speist sich u.a. durch Ihre ungeheure Distanz, die Sie zu den Dingen an den Tag legen.
          Dinge wie Wirklichkeit.
          Während viele hier die Wirklichkeit bloß verkennen, leugnen, umdeuten, aus Dummheit oder Kalkül, positionieren Sie sich konsequent antipodisch dazu.

  5. In Frankreich wacht man langsam auf (wir hatten da jüngst schon das Thema „Staat“):

    [https://www.russiapost.su/archives/315177]

    Alle sind an der Krise schuld, nur Russland nicht. Der ehemalige EDF-Direktor sprach vor dem französischen Senat. La France de Basque

    Ein Krimi, der der Feder von Agatha Christie oder Georges Simenon würdig ist. Der Betrug, der die Gier und das Kalkül der einen und die Dummheit und Machtgier der anderen organisch miteinander verbindet, beschäftigt bereits die Mauern der französischen Nationalversammlung. Die Abgeordneten versuchen zu verstehen, wie das Land über Nacht seine Energiesouveränität verloren hat.

    Neulich sprach Henri Proglio, von 2009 bis 2014 Direktor des größten Energieerzeugers EDF, vor Parlamentariern. Er beschuldigte direkt die Europäische Union, Deutschland und die französischen Präsidenten Hollande und Macron, den Energiesektor des Landes absichtlich zerstört zu haben. Er sagte in klarer Sprache die offensichtlichen Dinge, die viele zur „Tollwut“ trieben. Schwarze Tollwut“ (Elisabeth Levy, Kolumnistin bei SudRadio).

    Wirtschaftswissenschaftler sprechen unverblümt von Verrat. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler Philippe Herlen erklärt in einer Sendung von SudRadio, dass die katastrophale Lage im Energiesektor auf den Verrat der Interessen des Landes zugunsten politischer Ambitionen zurückzuführen ist.

    Und wie gut das alles angefangen hat!

    Mitte des letzten Jahrhunderts setzte General de Gaulle als Präsident des kriegsgebeutelten Frankreichs und des kriegsgebeutelten Algeriens auf Atomwaffen und Kernkraft, um die staatliche Souveränität und Energiesicherheit zu gewährleisten.

    Seine Weitsicht und die Bemühungen seiner Nachfolger haben es Frankreich ermöglicht, als weltweit führende Energiemacht ins 21. Jahrhundert einzutreten, mit der billigsten Energie in Europa (2,5 Mal billiger als der EU-Durchschnitt), den geringsten Treibhausgasemissionen, dem zweitgrößten Kernkraftwerkspark der Welt nach den USA und dem größten Stromerzeuger der Welt, EDF.

    Von einem Palast zu einem kaputten Trog.

    Heute ist das Land jedoch von einem Stromexporteur zu einem schwachen Importeur geworden. In diesem Jahrhundert hat Frankreich kein einziges Kernkraftwerk gebaut, die alten sind in die Jahre gekommen und müssen langfristig gewartet werden, 15 von 56 Reaktoren sind in der Wartung und erzeugen keinen Strom.

    Während im gesamten Jahr 2017 nur an 17 Tagen die Stromeinfuhren die Ausfuhren überstiegen, werden es im Jahr 2022 220 solcher Tage sein (Figaro auf Französisch).

    Das Land ist von Stromausfällen bedroht, und die Unternehmen sind gezwungen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern oder einzustellen, weil die Stromrechnungen im letzten Jahr um das Zehnfache gestiegen sind.

    Der Grund für diese Dekadenz: „Eine abschreckende Mischung aus Ideologie, Inkompetenz und politischer Zweckmäßigkeit“ (Geraldine Wozner, Radio Europe1).

    Journalisten und Experten sind sich einig, dass die Hauptverdächtigen beim Zusammenbruch des französischen Energiesystems Deutschland, die Europäische Union und … die französischen Behörden selbst sind, ohne die ein Betrug des 21. Jahrhunderts nicht gelungen wäre.

    Die Rolle Deutschlands: „Nichts Persönliches, nur (Auto-)Geschäft“.

    Mit Deutschland ist alles klar. Die Deutschen sind nur an wirtschaftlichen Interessen interessiert. Die billige französische Energie verschaffte der französischen Industrie einen klaren Wettbewerbsvorteil. Das Problem für Deutschland hat sich 2011 noch verschärft: Nach der Katastrophe von Fukushima stieg das Land aus der Kernenergie aus und gab 900 Milliarden Euro für „erneuerbare“ Energiequellen aus, was die Stromkosten im Land drastisch erhöhte.

    Dieser Zustand hätte unter keinen Umständen zu einem Land passen können, das seine Entwicklung auf die Industrie gestützt hat. Laut Henri Proglio war es das Ziel Deutschlands, Frankreich seines wichtigsten Wettbewerbsvorteils zu berauben: billige Energie.

    „Wir sagen EU, wir meinen Berlin“.

    Berlin löste dieses Problem mit Hilfe der Europäischen Union, indem es einen europäischen Energiebinnenmarkt schuf und einen einheitlichen Strompreis in Europa festlegte, der an die Gaskosten gekoppelt war. Dies geschah natürlich auf Initiative von Deutschland, dem Hauptverbraucher von Erdgas.

    Infolge dieses geschickten Manövers ändert sich der Strompreis in der EU nun proportional zum Anstieg der Gaspreise (indexiert). Das heißt, wenn die Gaskosten im Jahr 2022 um den Faktor 10 steigen, werden die Stromtarife entsprechend um den Faktor 10 indexiert.

    Und dies, obwohl Gas in Frankreich nicht zur Stromerzeugung verwendet wird. Absurd? Warum sollten die Franzosen solchen repressiven Bedingungen zugestimmt haben?

    Abgesehen von ideologischen Erwägungen (Einheit der EU und Konsolidierung der Rolle Frankreichs darin) können sich die Franzosen nicht aus diesem Energiebinnenmarkt zurückziehen, da sie nicht mehr genug Strom produzieren und Stromimporteure sind. Sie sitzen in der Falle und haben keine Wahl: Entweder sie beziehen teuren Strom oder sie sitzen im Dunkeln und in der Kälte.

    Der erste Schlag gegen den französischen Energiesektor wurde von derselben Europäischen Union im Jahr 2010 auf Betreiben Deutschlands geführt, und das Ziel war der französische Stromerzeuger EDF. Damals verpflichtete die EU Frankreich unter dem Vorwand, das Monopol im Energiesektor zu bekämpfen, einen Teil der Vermögenswerte von EDF an seine Konkurrenten zu übertragen.

    Die Regierung Sarkozy hat sich dem angeschlossen und damit praktisch ein Viertel der Produktionskapazitäten von EDF an die Konkurrenz abgegeben. Henri Proglio sagt: „Seit 30 Jahren sind die Deutschen davon besessen, unseren EDF zu zerstören. Das ist ihnen gelungen, aber mit der Hilfe Frankreichs.“

    Das Abenteuer von Prinz Emmanuel. „Der wirtschaftliche Selbstmordclub“.

    Und in diesem Punkt hat Proglio absolut Recht. Wenn jemand die Kernkraft zerstört hat, dann sind es die französischen Politiker selbst aus opportunistischen Gründen. Um die Stimmen der „grünen“ Wählerschaft. Dieser Umstand macht die Franzosen am meisten wütend: Sie können niemandem die Schuld geben außer sich selbst.

    1997 stellte die Regierung von Lionel Jospin die Frage nach einer Reduzierung des Anteils der Kernenergie am französischen Energiemix.

    In all den Jahren danach hat das Land die Kernenergie im Namen der „grünen Agenda“ diskreditiert. Die Regierung erklärte, dass ein Rückgang des Stromverbrauchs bevorstehe und die Zahl der Kernreaktoren reduziert werden müsse.

    Niemand weiß, worauf diese Schlussfolgerungen beruhen. Ebenfalls aus dem Plafond entnommen und wirtschaftlich nicht begründet wurde laut Proglio die Behauptung, dass der Anteil der Kernenergie im Energiekorb auf 50 % gesenkt werden könnte. Wirtschaftswissenschaftler schrieben Briefe an die Regierung und schlugen Alarm, aber ihre Briefe wurden nicht einmal gelesen.

    Im Jahr 2012 vereinbarte Hollande im Gegenzug für die Unterstützung der Grünen mit ihnen die Schließung von 28 Reaktoren. In Wirklichkeit wurde nur das Kernkraftwerk Fessenheim geschlossen, aber auch das war ein schwerer Schlag für die Wirtschaft. Macron hat die Kernenergie während seines Wahlkampfs stigmatisiert und versprochen, ihren Anteil am Energiekorb von 75 % auf 50 % zu senken.

    Das Land stellte den Bau von Kernkraftwerken ein und verlor die Fähigkeit, sie zu bauen. Die Bauzeit des Reaktors im finnischen Olkiluoto 3 verlängerte sich von 5 auf 17 Jahre, die Kosten stiegen um das Dreifache, aber der Reaktor wurde noch nicht in Betrieb genommen.

    Noch problematischer ist der Bau eines neuen Reaktors im Kernkraftwerk Flamanville in Frankreich. Die Kosten sind von den geplanten 3,3 Mrd. € auf 12,5 Mrd. € gestiegen und könnten sogar auf 19 Mrd. € ansteigen, während die Bauzeit von 5 auf 15 Jahre verlängert wurde.

    Wer hat den Greenback geschickt?

    Die Lage im Land ist katastrophal, und jedem ist klar, dass die Fehler der vergangenen Jahrzehnte nicht so schnell korrigiert werden können. Deshalb verfluchen die hiesigen Medien alle: Deutschland, die Europäische Union, ihre eigene Regierung und die „Grünen“, um deren Sympathien willen die irrsinnigen Taten begangen wurden.

    Der einzige, der keine Schuld trägt, ist Russland. Und das zu Recht. Wir haben kein lausiges grünes Schaf in ihre Herde gelassen. Der Westen erhielt ein gefährliches Geschenk von … der UdSSR.

    Es war die Sowjetunion, die zuerst von der „Erhaltung der Umwelt“ sprach, und es war die UdSSR, die, um der Stationierung amerikanischer Atomwaffen in Europa entgegenzuwirken, durch ihre Agenten in der BRD die Idee des Widerstands gegen Atomwaffen im Allgemeinen und gegen amerikanische Stützpunkte im Besonderen zu fördern begann. Und nach dem Ende des Kalten Krieges wurde aus dem Kampf gegen Atomwaffen ein Kampf gegen das friedliche Atom. So entstand nach Ansicht der westlichen Historiker die „grüne“ Bewegung.

    Aber wir haben nichts damit zu tun. Was einen Oberstleutnant des KGB betrifft, der in den achtziger Jahren in Berlin tätig war, würde ich allerdings kein Risiko eingehen.

    La France de Basque
    …“

    1. Um einen weiteren Punkt zu ergänzen: Frankreich hat sich oder wurde in die Lage gebracht, in Afrika nicht seine eigenen Interessen, sondern die der Berlin-Brüsseler Weltgeltungsansprüche („Global Player“) zu vertreten.

      Von drei Regierungen wurde Frankreich offen als terroristisch bezeichnet, und in vielen weiteren Ländern ist man der Ansicht, daß Frankreich hinter den Terrorbanden steckt. Weitere Vorwürfe sind Genozid, Völkerhaß, Rassismus, Neokolonialismus und Nazismus. Was Macron dort auf seinen letzten Reisen alles zu hören bekam – der ist wie ein geprügelter Hund dort herumgezogen.

      Frankreich ist dabei, seine Communauté zu verlieren. Das tut den Franzosen sehr weh. Das ist aber auch der Verlust einer Zukunftsoption. Afrika ist der Kontinent mit dem größten unausgeschöpften Potential der Welt und entwickelt sich rapide.

      Dazu haben Nord- und Westafrika Gas ohne Ende, Frankreich könnte zum Gashub Europas werden. Die EU will aber Afrika dekarbonisieren und stört die Exploration der Vorkommen mit allen Mitteln. Ein riesiges Inselgebiet Madagaskars hält Frankreich noch als Kolonie und verhindert dazu die Nutzung der Gasvorkommen, bei den Bestrebungen zur Entkolonialisierung hat die Regierung Rajoelina die volle Unterstützung Moskaus.

      Auch sonst sind natürlich die Russen schuld. Aber die Dugin-Prigoshin-Propaganda spricht den Afrikanern aus der Seele, „Wagner“ ist dort sehr populär, und Russafrique hat viel bessere Angebote als Frankreich.

      Um einen Totalverlust abzuwenden, bleibt Frankreich eigentlich nur, sich von den Berlin-Brüsseler Interessen abzukoppeln, sich mit den Russen dort irgendwie zu einigen und den Afrikanern entgegenzukommen in Form sehr viel besserer Angebote, als die EU erlaubt.

  6. Nun, da muss man recht lange überlegen was dieser angebliche Preisdeckel für russisches Gas und Öl denn eigentlich bewirken soll.
    Wenn der Preis über eine bestimmte Marke steigt, dann will die EU sich wieder einmal von russischen Energien selbst sanktionieren.
    Mit anderen Worten, die EU kauft hochpreisig nur noch von den USA.

    1. Er soll bewirken, dass wir alle begeistert sind, was für tolle handlungsfähige Politiker wir doch haben.
      Ich finde ja schon interessant, dass der preisdeckel in Euro je MWh angegeben ist. Der bisherige Preis war meist in 1000 m³. Das war gegen über Russland bei 260 … 330 Euro für Pipelinegas.
      Wenn ich die MWh jetzt in m³ umrechne, dann bin ich bei ~100 m³. Wir liegen gedeckelt also schon mal beim 6 bis 8fachen Preis für ehemals NS 1 Gas.
      Dann ist der m³ besser abrechenbar, für die Errechnung von MWh muss man zwei Variablen benutzen, die man auch etwas manipulieren kann. Eine tatsächliche Lieferleistung geht nur in m³.
      Letztendlich wollen die US Konzerne uns entweder selber, perspektivisch auch als Zwischenhändler von Katar aus beliefern. Selbst russisches LNG kommt ja nicht direkt über Gasprom sondern auch hier ist ein Zwischenhändler notwendig. Zumal LNG von Russland aus noch in Dollar abgerechnet wird und die Einnahmen hier dann wegen der Sanktionen futsch wären. Man möchte doch aber den Zwischenhändlern nicht das Geschäft verderben 😉

  7. Glauben diese Fascho’s dort in Brüssel tatsächlich, daß Volk ist schon soooo verblödet und durchschaut diese Mogelpackung nicht?!?

    Das Volk durchschaut das schon – doch ist es immer noch zu satt um zu reagieren….. 😤😤

  8. Tja, nun erntet der Westen das was er selbst gesät hat. Mit dem Fall der Mauer setzte auch sofort die Verdummung und sehr geschickte Manipulation der Völker ein. Man brauchte, durch den Zerfall des „Real existierenden Sozialismus“ keine Rücksicht mehr nehmen. Die Schaufensterfunktion der „BRD“ hatte sich erledigt und man begann sofort den Kapitalismus so auszugestalten wie man es, hätte man gekonnt, schon gerne 70. Jahre eher getan hätte. Das Zauberwort für das, in der Masse, immer mehr verdummte Volk, war die so genannte Globalisierung. Was nichts anderes heißt als die vollkommene Installierung des Imperialismus. Wer es nicht glaubt sollte sich die Imperialismus Definition Lenins von vor 100 Jahren durchlesen und diese mit der heutigen Zeit vergleichen. Da müsste so manchen ein Licht aufgehen.
    Ja, was ernten wir jetzt? Wir ernten die Früchte unseres Versagens. Denn was hat man in den letzten 30. Jahren in leider sehr vielen Ländern der Welt geschaffen. Das natürlich absolut raffiniert und hinterhältig, so dass es von der Masse bis heute nicht bemerkt wird. Unsere Ernte ist die, so sage ich, verlorene Generation. Die ständig mit ihrem Gott dem Handy herumwedelt und denkt damit hat sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Auf die Erfahrungen der Großeltern und Eltern braucht man nicht zu hören, unser Gott sagt uns alles. Diese Generation kommt nun auch in Amt und „Würden“ und was dabei rauskommt erleben wir gerade jeden Tag. Man kann gar nicht so viel essen,…!

    1. @Schwarzer

      Irgendwo bei einem ders wissen muß, habe ich schon Anfang der 80er gelesen, das wenn die jetzige Generation das Sagen haben wird, die Welt schweren Zeiten entgegengeht. Mir war nur nicht klar das es SO schlimm werden würde, das sie ernsthaft sogar einen (nicht gewinnbaren) Atomkrieg für (nicht realisierbaren) Schwachfug, wie die Wahnvorstellungen eines Klaus Schwab herbeiführen wollen.

      Mir war nur klar, das ich mir einen ruhigen Lebensabend abschminken kann oder selber dafür sorge, das ich früher abtrete, um den Schwachsinn dieser Welt nicht mehr sehen zu müssen. Nein, ich muss nicht alle Dummheiten von irgendwelchen übergeschnappten Wirrköpfen wie Gates, Schwab, Soros etc etc etc ausbaden, blos weil die mit ihren pervers-gigantischen Vermögen nichts Vernünftiges (also für eine wirklich für ALLE Lebenswerte Welt) anzufangen wissen.

    2. „Die Schaufensterfunktion der „BRD“ hatte sich erledigt“

      so isses, und die soziale Marktwirtschaft konnte beerdigt werden.

      Ab Eurozwangsmitgliedschaft und rot-grün 1998-2005 gings dann steil bergab, zum Wohle des Großkapitals.

      Hätte die DDR 15-20 Jahre länger durchgehalten, wäre die WV wohl ausgefallen.

  9. „Leise stirbt die BRD“
    Und die EU? Die rennt laut kreischend in die von den Transatlantikern aufgestellte Bandsäge. Das kommt, wenn die Regierungsreihen voller erpressbarer und von Eigennutz getriebener Verbrecher gefüllt wurden.

    Die Anglo-Amerikaner wollen dem Wirtschaftskonkurrenten fertig machen. Ökonomisch, militärisch, politisch. Sie haben ihre Schachzüge vorbereitet und arbeiten sie jetzt gleichzeitig ab. Weil die meißten von uns nicht in die Zukunft schauen (mal von der Planung des nächsten Urlaubs vielleicht mal abgesehen, obwohl selbst der bei den Meißten vermutlich über das TV getriggert wurde), sind wir jetzt nicht mehr in der Lage alle Schichten zu sehen und sind überfordert. Naja und den Erfüllungsgehilfen der Anglo-Amerikaner ist es egal, die die haben ihre Gelder und Aktienpakete, wie auch andere Eigentümer längst an ruhige Fleckchen in der südlichen Hemisphere gebracht, während die Schafe (das „Nutzvieh“), anders kann man den Großteil der bevölkerung in den westlichen Ländern wirklich kaum noch bezeichnen, aufgeregt im Pferch blöken, um sich dann widerstandslos schlachten zu lassen.
    Ich kann es einfach nicht begreifen, wie man sich das alles immer noch so schön reden kann.

    Tut mir Leid, wenn ich an der Stelle (wieder) auf Telegram verweise, aber ich kenne weder den Film, noch weiß ich ob es den nachfolgenden Ausschnitt irgendwo auf Youtoube o.ä. gibt. Wer kann, sollte ihn sich mal anschauen, weil er extrem lehrreich ist. In seinen ganzen 3 Minuten…, aber so richtig deutlich sind die letzten 20 Sekunden. Denn da weiß man nicht so genau, von welcher Zeit in Deutschland die Professorin da sprcht.

    https://t.me/HandtaRico

    Grüße Rico

  10. „Die EU ist – sorry – endgültig zu einem Irrenhaus geworden.“

    Da ist was dran bzw. war es jemals anders?
    Nur, Herr Röper, Sie sind doch in touch – weshalb läuft eigentlich der Präsi der RF noch frei herum?
    Haben Sie dafür eine fundierte Erklärung?
    Ich horche.

    1. Ich kanns dir auch sagen Armes Täublein

      Weil der der Einzige in Europa ist der nicht ins Irrenhaus gehört. Putin ist einfach einer der letzten weitsichtigen, friedliebenden und demokratisch gesinnten Staatsmänner.

      Ich habe dir schon mal zu erklären versucht, das es in der EU z.B. nicht mal den Ansatz von Demokratie gibt.

  11. Nur mal so interessehalber: Die Logik von diesen „Deckeln“ ist ja, Übergewinne bei Herstellern und Zwischenhändlern zu vermeiden, insbesondere auch eine Balance zu finden, bei der Russland liefert, aber keine großen Gewinne macht.

    Nun gibt es ja schon lange eine “ Deckel“ für Gazprom-Lieferungen an Deutschland. In Form von langfristigen Lieferverträgen, bei denen deutsche Partner sich an Investitionen beteiligt und der Gazprom so das Risiko reduziert haben. Im Gegenzug gab (und gibt!) es konkurrenzlos günstige Preise.

    Im Januar lagen die wohl bei um die 200-300 Euro/1000m3 Gas, bei Weltmarktpreisen von 2000-3000 Euro. Also bei 10 %.

    1. Gibt es Informationen dazu, wie hoch die Preise pro MWh wären?
    2. Wenn der Preis tatsächlich bei rund 10 % des Deckels läge – warum kauft man dann nicht, mit der selben Logik wie beim Ölpreisdeckel, weiterhin Öl in Russland?

    1. 1.MWh x10, dann haste ungefähr 1000m³
      2. Die laufenden Verträge betrafen Pipeline Gas. Das würde aber in der Ostsee verblubbern oder durch durch Polen beschlagnahmte Rohrleitungen führen. Ob Die durch Polen jetzt bestellten Ölmengen in Russland im nächsten Jahr ankommen, weiss noch keiner. Da muss man abwarten, wie die russische Antwort auf den Deckel nun tatsächlich aussieht und ob Länder die deckeln überhaupt noch beliefert werden.

    2. Für Indien bietet die Neuausrichtung der russischen Wirtschaftsdiplomatie auf die asiatische Region enorme Geschäftsmöglichkeiten. Wer hätte vor neun Monaten gedacht, daß Rußland der größte Öllieferant Indiens sein würde und damit den Irak, Saudi-Arabien und die USA überholt hätte? … Rossijskaja Gazeta berichtete am Dienstag:

      „Es wird erwartet, daß Rußland als Reaktion auf die Preisobergrenze ein offizielles Verbot für den Verkauf von Öl im Rahmen von Verträgen erlassen wird, in denen die „Obergrenze“ erwähnt oder der Grenzpreis für unser Öl angegeben wird. … Es gibt keine wirklichen Mechanismen, die diese [G7-]Beschränkungen durchsetzen könnten…

      Schon jetzt verläßt etwa ein Drittel der russischen Ölexporte russische Häfen ohne Angabe des endgültigen Bestimmungsortes. Das heißt, vor unseren Augen wächst eine so genannte „graue Handelszone“, die es den Händlern ermöglicht, russische Rohstoffe zu kaufen, ohne Gefahr zu laufen, unter Sekundärsanktionen zu fallen… Die Rabatte [d.h. die fairen Preise] ermöglichen es den asiatisch-pazifischen Ländern, vor allem China und Indien, ihre Käufe russischer Rohstoffe zu erhöhen.“

      Posted on December 17, 2022 by M. K. BHADRAKUMAR
      Modi ignores West’s sanctions on Russia
      https://www.indianpunchline.com/modi-ignores-wests-sanctions-on-russia/

    3. Der EU-Gaspreisdeckel soll nur diejenigen betreffen, die an der Gasbörse TTF in Niederlande einkaufen/handeln.

      Also das, was NICHT an Lieferverträge gebunden ist, sondern dazu gekauft werden muss oder wenn Großkunden das grundsätzlich so handhaben UND Spekulatius für müheloses Einkommen. Logisch, dass BRD dagegen ist.

      Das Handelsvolumen belief sich 2021 nach Angaben von gasunietransportservices.nl
      auf 47.705 TWh, mit etwa max. täglich 170 Markteilnehmern.

      Das Handelsvolumen deckt 80% des europ. Gashandels ab. Das Volumen entspricht aber so schon dem 12-fachen des EU-Verbrauchs 2021 (400 Mrd. m3), sofern ich richtig gerchnet habe…

      Leicht erkennbar, da läuft was deutlich falsch.

      Die Börse betreibt angeblich ein US-Unternehmen (ICE).

  12. ….Brüsseler „Rothschild – Rockefeller usw. Marionetten“ !!… NICHT nachlassen !!.. ..die Russen, dürfen NUR noch 20 € verlangen, SONST gebt denen kein GELD !!… ..HART BLEIBEN… …Selenski, sieht schon die Krim und die brd- Lambrecht repariert mit ihrem Mynystyrium, eigenhändig die kaputten Schützenpanzer !!.. 🤣😎😈

  13. Keine Panik, Leute! Die Kataris haben doch versprochen, einige Gasflaschen mit Flüssiggas zu liefern. Sollte erst 2023 sein, dann, nachdem Neuer und Co den Abflug gemacht hatten, 2026.
    Wir müssen eben nur ein paar Jahre durchhalten. Ich sitze hier mit Schal und dicker Decke am Heizkörper. Die Zimmertemperatur beträgt digitale 19,1 Grad C. Den Rest der Erwärmung muss ich mir durch Ärger holen, zB. dadurch, dass die Baerbock jetzt in den Tropen rummacht. Wer weiß, wo sie nächste Woche steckt.

  14. „Die Erdgaslücke“

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=91829

    „… Deutschland und die EU stehen unabhängig vom neuen EU-Gaspreisdeckel in diesem Jahr vor einer massiven Versorgungslücke beim Erdgas. Dies geht aus Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor. Demnach ist unklar, woher gut 30 bis 60 Milliarden Kubikmeter Gas kommen sollen, die benötigt werden, um das Jahr 2023 und den folgenden Winter zu überstehen. …“

    Da hilft kein „Preisdeckel“, wenn das Zeug physisch nicht da ist…

  15. Das mit dem Preisdeckel mache bei jedem Einkauf an der Kasse. Gut, ich muss die Sachen trotz häßlicher Szenen liegen lassen, aber das liegt nur daran, dass der Baumarkt seine Waren als Waffe einsetzt. An mir kann es nicht liegen. Ich will doch nur den Baumarkt ruinieren.

    Ich habe jetzt eine Lösung gefunden: Ich bitte einen Nachbarn um den Kauf und gebe ihm für seine Bemühungen einen kleinen Obulus. Lange wird sich dieser schäbige Baumarkt nicht mehr halten können.

  16. „Schließlich soll der Deckel wieder ausgesetzt werden, falls die EU-Bürger ihren Gasverbrauch seinetwegen allzu leichtfertig steigern.“ Na, dass ist doch bei weitem das beste Argument, oder? Und wenn ihr nicht spart, müsst ihr halt die hohen Preise zahlen. Also immer schön folgsam bleiben (Sarkasmus pur).
    Sorry, aber mit wieviel Dummheit müssen wir uns noch abgeben, ich fass es nicht.

  17. „Schließlich soll der Deckel wieder ausgesetzt werden, falls die EU-Bürger ihren Gasverbrauch seinetwegen allzu leichtfertig steigern.“ Na, dass ist doch bei weitem das beste Argument, oder? Und wenn ihr nicht spart, müsst ihr halt die hohen Preise zahlen. Also immer schön folgsam bleiben (Sarkasmus pur).
    Sorry, aber mit wieviel Dummheit müssen wir uns noch abgeben, ich fass es nicht.

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