In eigener Sache

Wegen einer weiteren Reise: Noch eine Woche mit wenigen Artikeln auf dem Anti-Spiegel

Derzeit veröffentliche ich weniger Artikel als sonst. Hier möchte ich erklären, warum das so ist, wann es wieder "normal" wird und noch einiges anderes.

Dass ich derzeit weniger Artikel veröffentliche als sonst, ist den Stammlesern aufgefallen. Und der Grund ist auch bekannt, denn letzte Woche war ich in der Süd-Ukraine unterwegs, was sehr zeitaufwändig war. Zum einen ist der Luftraum in Süd-Russland gesperrt, weshalb wir mit dem Auto dahin fahren mussten, was für Hin- und Rückfahrt jeweils zwei Tage gekostet hat. Und auch die Fahrten in die Süd-Ukraine selbst haben jedes Mal einen ganzen Tag gekostet. Diese Zeit fehlt natürlich beim Schreiben.

Das wird wohl noch eine Woche so bleiben, denn mir wurde noch eine weitere Fahrt in das Konfliktgebiet angeboten. Das Angebot habe ich angenommen, weshalb ich – kaum wieder zurück in Moskau – wieder eine längere Autoreise unternehmen werde. Dieses Mal wird es in ein Gebiet gehen, in dem gekämpft wurde. In der Süd-Ukraine haben wir keine Kriegsschäden gesehen, das wird dieses Mal anders sein. Dabei interessiert mich natürlich vor allem, wie die Menschen dort darüber denken, denn es ist zu erwarten, dass die Stimmung in Gebieten, die gelitten haben, anders ist, als dort, wo wir waren, und wo fast kein Schuss gefallen ist und wo es keine Zerstörungen gab.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch auf etwas anderes hinweisen: Stammleser sind es gewöhnt, hier am Montag viele Übersetzungen aus dem wöchentlichen russischen Nachrichtenrückblick zu finden. Derzeit erscheinen hier aber weit weniger solcher Artikel, als sonst. Der Grund liegt darin, dass die Seite des russischen Fernsehens wegen der Zensurmaßnahmen in Deutschland nur noch schwer zu erreichen ist, die derzeitigen Beiträge aber ohne die dazugehörigen Bilder kaum verständlich sind.

Natürlich beherrscht die Militäroperation derzeit auch diese Sendung, aber als reine Texte, ohne die Bilder, sind die Beiträge kaum verständlich. Ich habe angefangen, einige Beiträge zu übersetzen, dabei aber gemerkt, dass das sinnlos ist, wenn der Leser nicht auch die Bilder sehen kann. Das ist schade, denn ich vermute, dass es viele interessiert, wie in Russland darüber berichtet wird. Aber das Ergebnis ist leider den Zeitaufwand nicht wert, denn Zeit ist das, wovon ich momentan viel zu wenig habe.

Sobald ich genaueres über die anstehende Reise weiß, werde ich berichten.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

46 Antworten

  1. Hallo Herr Röper,
    erst einmal bin ich froh das Sie Ihre Reise unbeschadet überstanden haben. Es ist im Moment für mich egal ob Sie jeden Tag drei Artikel oder Übersetzungen veröffentlichen. Wichtiger für mich ist das Sie weiterhin so neutral berichten wie Sie es bisher taten. Sie sind im Moment die letzte Quelle welche zumindest versucht beide Gesichter dieses Konflikts aufzuzeigen. Klar ist Krieg immer zu verurteilen. Aber man muss immer sachlich bleiben und versuchen zu verstehen was da gerade passiert. Bei der im Moment laufenden deutschen Propaganda ist es schwierig bis unmöglich eine Überblick zu behalten. Hier kommen Sie ins Spiel. Ich vertraue darauf das Sie weiterhin sachlich und unpateiisch bleiben und uns das berichten was Sie vor Ort wirklich sehen. Wenn die Russen wirklich so schlimm wüten wie die westlichen Medien berichten, werde ich meine Meinung das Putin ein besonnener Politiker ist wohl revidieren müssen. Stellt sich jedoch heraus was man nur unter vorgehaltener Hand erfährt wird Ihm bei diesem Schritt wohl keine andere Möglichkeit geblieben sein. Einzig Sie, da vor Ort, können diesbezüglich meiner Meinungsbildung hilfreich sein.

    Zu Ihrem neuerlichem Einsatz als „Kriegskorrospondent“ ein paar Tips:
    Ich spare mir diese, denn Sie sind sicherlich inelligent genug zu wissen wo der Kopf am sichersten ist.
    Ich hoffe jedenfalls das ich Ihre Berichte,Artikel und Übersetzungen noch ein paar Jahre lesen kann.

    In diesem Sinne viel Glück für Sie!

    1. Na ja, „deutsch.rt.com“ berichtet auch sehr sachlich, besonders da der Live-Ticker zur Ukraine. Offen gesagt bin ich immer wieder überrascht, wie distanziert und nüchtern dort Meldungen präsentiert werden. Von Nachrichtentickern der MM kennt man so etwas schon lange nicht mehr …

  2. Hallo Herr Röper,
    doch: ich würde sagen, wenn Sie von dieser wöchentlichen Sendung nur jeweils die 2 wichtigsten Beiträge übersetzen, das würde den eingelesenen Stam-Usern des anti-spiegel schon etwas bringen. Denn diese haben sicher schon ein Fingerspitzengefühl und eine Antenne für die Art entwickelt, wie die Russen sich auszudrücken pflegen (geschichtliche Bilder, Sprichwörter etc.). Auch können Sie in Klammern und Kursivschrift da, wo es angebracht ist, mit Ihren Erläuterungen für die nötige Klarheit sorgen. Das ist besser, als ganz auf diese Quelle zu verzichten.

    1. Dem schließe ich mich an. Ich muss nicht zu jedem Bericht noch filmisches Material sehen. Achon bisher habe ich zu den Textberichten eher selten die Filmsequenzen aufgerufen. Ein gut gemachter Bericht, der beide Seiten im Auge behält, spricht für sich. Es geht im Krieg immer nur um das eine: Glaubwürdigkeit.

      Was mir in fast allen Berichten fehlt, sind Karten zum aktuellen Frontverlauf sowie Angaben zu den Verlusten an Menschen und Material auf beiden Seiten. Kann sein, dass ich in den MSM einiges verschlafen habe, weil ich dem Propagandadruck aus dem Wege gehe. Wie gesagt, man wüsste mit diesen Angaben etwas mehr. Wollen wir hoffen, dass dieser unselige Krieg bald zuende geht.

    2. Wann soll man denn schreiben, am Tag wenn man sich Informationen sucht, in der Nacht und ganz zwischendurch darf man auch auf seine Gesundheit achten?
      Und das im Kriegsgebiet..?
      Wer dann neu auf diese Seite trifft, dem kann man sagen, Pecht gehabt Du bist zu spät dran!
      Solche Ideen können nur vor dem heimischen PC bekommen!

  3. Hallo Herr Röper,
    doch: ich würde sagen, wenn Sie von dieser wöchentlichen Sendung nur jeweils die 2 wichtigsten Beiträge übersetzen, das würde den eingelesenen Stamm-Usern des anti-spiegel schon etwas bringen. Denn diese haben sicher schon ein Fingerspitzengefühl und eine Antenne für die Art entwickelt, wie die Russen sich auszudrücken pflegen (geschichtliche Bilder, Sprichwörter etc.). Auch können Sie in Klammern und Kursivschrift da, wo es angebracht ist, mit Ihren Erläuterungen für die nötige Klarheit sorgen. Das ist besser, als ganz auf diese Quelle zu verzichten.

  4. Hallo Herr Röper,
    ich bin durch Zufall auf ihre Seite gekommen und bin froh, denn Sie berichten recht sachlich über das Geschehen in der Ukraine. Die Übersetzungen die Sie aus der russischen Presse hier widergeben verblüffen mich oft, ich hätte nie gedacht daß das was in Deutschland geschieht auch in der russischen Presse so erscheint.
    Letztes Jahr noch dachte ich „man hört nichts mehr aus dem Donbass, die Lage scheint sich beruhigt zu haben“, leider kannte ich letztes Jahr ihre Seite noch nicht.

    mit freundlichem Gruß

  5. Mit einer österreichischen Telefonnummer war es mir möglich die App von RT über apk herunterzuladen.
    Hier gibts mind 6 Artikel pro Tag. In Österreich ist jedoch die Verbreitung dieser Nachrichten bereits unter Strafe gestellt.

    1. „Unter Strafe gestellt“ – unfassbar! Auch in dieser Hinsicht kopieren die Neofaschisten offenbar ihr großes Vorbild. Auch Radio Moskau galt damals als „Feindsender“ und war verboten. Nur im Strafmass (Zuchthaus oder Todesstrafe) werden die staatlichen Verbrecher derzeit noch etwas milder vorgehen, will man doch sicherlich keine schlafenden Hunde wecken.

  6. Hallo Her Röper
    Wäre es möglich,das russische Nachrichtenmaterial,wovon sie berichten, an das Team von Nuoflix zu senden?Die könnten es doch ihren Berichten gemäß zuschneiden und senden?
    Oder aber über ihren Telegramkanal?Nur so spontane(unausgegorene)Ideen 🙂
    Auch von mir vielen Dank für ihre Arbeit.Hilft ungemein bei Diskussionen mit Mainstreamgestörten.Denen schick ich ein Bericht von ihnen und Ruhe ist 🙂

  7. Vielen lieben Dank für Ihre brilliante Arbeit und ich wünsche mir für Sie einen taffen XXL-Schutzengel an Ihrer Seite 🙂
    Bin schon sehr gespannt was Sie uns zu berichten haben!
    Herzliche Grüße

  8. Ich würde die nicht als „Gestörte“ bezeichnen, vielmehr als „Gehirngewaschene“. Guckt Euch das TV Programm doch mal an. Am Nachmittag Sport, wo alle 20-30 Minuten beiläufig irgendetwas über die pöhsen Russen erzählt wird, zwischendurch immer wieder eine kurze Tagesschau, damit man bei der ganzen Euphorie des Sports ja nicht das Wesentliche vergißt, mit immer den gleichen russophoben Äußerungen, dann als 1. Höhepunkt die Tagesschau mit der geballten Ladung, dann ein Brennpunkt, in dem die Berichte der Tagesschau unterschwellig bestätigt werden und dann der Tatort, der den Menschen aufzeigt, das pöhse Menschen immer geschnappt und bestraft werden! Und als krönender Abschluss eine dümmliche Talkshow, in der, wie immer sehr ausgewogen, 4 Russenhasser plus eine transatlantische Moderatorin gegen maximal einen zumindest teilweise mitdenkenden Mitmenschen antreten. Und dann? Richtig, die Tagesthemen, zum Abschluss, bevor die Schafe zu Bett gehen, wird noch einmal das Gehirn für die Nacht vorbereitet!
    Das hat alles System! Stell die vor, du kriegst diese Dosis jeden Tag vorgesetzt. Da mußt du ja kirre werden! Ok, vielleicht ist „Gestörte“ doch der richtige Ausdruck!! Lach!

    1. Zum Vergleich habe ich letztens 34 Nazitexte übelster Sorte heruntergeladen. Funk, Goebbels, Seys-Inquart, Quisling, Ribbentrop bis hin zum Führer persönlich. Digitalisate der Akten der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse „Ärzte“ und „IG Farben“, also Auschwitz u.a., die die Motivation, Programmatik und die Kriegsziele des Nationalsozialismus belegen.

      Quellen zur Neuordnung Europas 1
      https://ia800600.us.archive.org/1/items/QuellenZurNeuordnungEuropasTeil1/Neuordnung1_text.pdf

      Im Vergleich zu dem Zeugs, das aus den Kloaken unserer Anstalten in die Kanäle geleitet wird, sind die fast harmlos. Auszüge:

      Text 1: Walther Funk – Notiz für den Herrn Reichsaußenminister – September 1939
      … Europa den Europäern.
      Gemeinsame europäische Lösung des bolschewistischen Problems. Ohne Vernichtung des Bolschewismus keine Freiheit und Sicherheit für Europa. Gemeinsame Zurückgewinnung und Erschließung jener Räume, die bisher von dem Bolschewismus zu rein destruktiven Zwecken gegen Europa organisiert wurden, zum Wohl ganz Europas. …
      Überwindung des europäischen Partikularismus durch friedliche und freie Zusammenarbeit der europäischen Völker. Bekenntnis zu Europa…
      Die einzige Forderung an europäische Staaten: Loyale Europa bejahende Glieder zu sein.
      …Europas… …Europa… …Europa…
      …durch gemeinsame Anstrengungen aller europäischen Völker …
      Die Weltverbesserungspläne unserer Gegner sind entweder Heuchelei oder Plagiat an faschistischem und nationalsozialistischem Gedankengut. Als Verbündete des Bolschewismus … sind sie nicht legitimiert, unsere neue Ordnung zu kritisieren …

      Text 27: Werner Daitz: Echte und unechte Großräume. Gesetze des Lebensraumes – 2. Hälfte 1942
      … Sie drängen daher auf eine lebensgesetzliche Neuordnung des europäischen Raumes, der zu einem bloßen geographischen Begriff herabgesunken war, um ihn nun wieder in einen echten Großlebensraum der europäischen Völkerfamilie zu verwandeln und damit einen echten Großraum zu schaffen. …
      Der Führer ist durch die Verwendung des Begriffes „europäische Völkerfamilie“ allen Haarspaltereien und Ungeklärtheiten zünftiger Rassenforschung aus dem Wege gegangen …
      Ich habe früher auch schon darauf hingewiesen, daß die Parole
      „Europa den Europäern“
      eine neue Sittlichkeit innerhalb der europäischen Völkerfamilie bedeutet und daß sich aus ihr eine neue Wirtschaftsethik ergibt …
      Europäischer Gemeinnutz geht vor nationalistischem Eigennutz.

    2. Sich so etwas anzusehen ist eine pers , freie Entscheidung, niemand wird dazu gezwungen. Aber oberflächliche Berichte, Lügen etc etc werden ohne Bedenken wie ein Dessert zu sich genommen.
      Das Gehirn bleibt arbeitslos!

  9. Hallo Herr Röper,
    danke für Ihre Arbeit! Es beruhigt mich etwas, zu sehe, auch anhand der Kommentare, dass es noch Menschen in Deutschland gibt, die ihr Hirn benutzen.
    Was mich an Ihren Berichten aus der Süd-Ukraine schockiert hat, ist dass die anderen Journalisten ihrer Reisetruppe weder Russisch noch Ukrainisch sprachen und auch keinen Dolmetscher dabei hatten. Ist das so üblich? Was hätten Ihre Kollegen gemacht, wenn Sie nicht dabei gewesen wären? Wie wollen die sich denn ein Bild vor Ort machen, wenn sie die Sprache nicht beherrschen? Das will mir nicht in den Kopf…

  10. Ich finde es befremdlich, dass Herr Röper im Text von „Kriegsschäden“ spricht, ansonsten das Vorgehen in der Ukraine aber als „Sonderoperation“ bezeichnet. Was ist denn nun richtig? Krieg oder Sonderoperation?

    1. Es ist eine militärische Spezialoperation (специальная военная операция oder военная спецоперация) zur Entnazifizierung und Entmilitarisierung. Da das aber jeder weiß und da es etwas lang ist, nenne ich es gewöhnlich kurz „Krieg“. Soll jeder es nach seinem eigenen Sprachgebrauch benennen.

      Wenn Sie damit ein Problem haben, können Sie sich vertrauensvoll an die Sprachpolizei der politischen Korrektheit wenden. Die hat hier allerdings nichts zu sagen.

  11. Herr Röper, ich freue mich, dass Sie diese Reisen durchführen. Auch dann, wenn Sie in dieser Zeit weniger publizieren können.
    Ich persönlich schätze es sehr, Ihre nicht pro-westliche Version neben dem medialen Mainstream Einheitsbrei lesen zu können!
    Vor allem Ihre Erfahrungsberichte über das Denken der Leute vor Ort ist zweifelsohne goldwert!
    Machen Sie weiter und kommen Sie „am Stück“ zurück 😉

  12. Danke Herr Röper, ich würde meinen ein echter Bericht ist wertvoller als jede Übersetzung aus den russischen Medien. Allerdings haben mich die letzten beiden Reisen nicht vom Hocker gehauen. Das Ergebnis ist zu starr festgelegt und das Programm zu „betreut“ geführt.

    Krieg ist „einige Eingeborene“ doch eine Lösung, ist als Ergebnis auch etwas zu kurz geraten. Das ist Hurra-Journalismus, egal von welcher Seite er kommt und die ukrainische Sichtweise dazu gibt es in den gleichgeschalteten deutschen Medien von morgens bis abends.

    Die Gegenseite ist zugegeben sogar noch weit schlimmer. Mariupol soll zu 80% zerstört sein, eine reife Leistung, die sich nach dem 2.Weltkrieg nur wenige mittelgroße deutsche Städte umhängen mussten und sowas haben die Russen bestimmt nicht in nur drei Wochen ohne Flächenbombardement geschafft (davon hätten wir gehört).

    Trotzdem entspannen ihre Reportagen, Herr Röper, bitte mehr davon. Ich glaube wenig davon, es ist aber wenigstens mal eine weniger fatalistische Sichtweise und die kommt meiner Sicht auf die Welt auch viel näher als das ständige komplett feingefilterte Nazi-Geboltze in den deutschen Medien. Motto: „Der Krieg ist schlimm, aber wir lachen im ins Gesicht“. Da kommt mir wirklich der Kaffee hoch!

    1. Sie sind ja reichlich ambivalent, Schneise. Glauben Sie zynischerweise gar nicht an Narrative? Was fällt Ihnen ein, Schneise!?
      Wissen Sie, 70 subjektive Prozent äußern nur hinter vorgehaltener Hand, dass sie sich freuen über die Präsenz der Befreier.
      Die, die nicht befreit werden wollen, die sind laut und kläffen in jedes sich bietende Mikro: Haut ab!
      Denn sie haben ja nix zu befürchten.
      Außer vllt erschossen zu werden.
      Aber, ge – ist halt Sonderoperation.

    2. „Die Gegenseite ist zugegeben sogar noch weit schlimmer. Mariupol soll zu 80% zerstört sein, eine reife Leistung, die sich nach dem 2.Weltkrieg nur wenige mittelgroße deutsche Städte umhängen mussten und sowas haben die Russen bestimmt nicht in nur drei Wochen ohne Flächenbombardement geschafft (davon hätten wir gehört).“

      Wem interessiert es, ob Mariupol zu 80% oder 100% zerstört ist?
      Es hat doch auch niemanden großartig interessiert, als in Vietnam ganze Dörfer „ausradiert“ wurden,
      in İrak die Staedte platt gemacht wurden oder in Syrien alles in Schutt und Asche gebombt wurde.

      Entschuldigung, aber solange man so „differenziert“, je nachdem ob nun „Gute“ oder „Böse“ die
      Staedte platt gemacht haben, interessiert es mich einen feuchten Kehrich, wie es der dortigen
      Bevölkerung geht, geschweige dann verspüre ich irgendeine „Solidaritaet“ mit der Ukraine allgemein.

      Wenn naemlich unsere linken „Genossen“ z.B am Jahrestag der Bombardierung Dresdens „Mach es noch einmal, Harris“ skandalieren, also man selbst die eigenen Opfern des Bombenterrors noch in Tode „verunglimpft“, werde ich einen Teufel tun, hier für ein „shithole-state“ irgendeine Solidaritaet zu heucheln…

      1. „Es hat doch auch niemanden großartig interessiert, als in Vietnam ganze Dörfer „ausradiert“ wurden,
        in İrak die Staedte platt gemacht wurden oder in Syrien alles in Schutt und Asche gebombt wurde.“

        Ja, daran sollte man mal arbeiten, selbst wenn mal nicht ausgerechnet der Russe anfängt, speziell im „Wertewesten“. Das sehe ich ganz genau so.

        Das der „Humor“ der „Genossen“ in Dresden etwas grenzwertig war, liegt auf der Hand.

        Trotzdem finde ich die Bereitschaft alles an Restposten zu liefern und den Ukrainern damit viel Glück zu wünschen auch ziemlich zynisch und ich dachte verdammt noch mal wirklich schon ein Chefzyniker zu sein. Anderen die Vernichtung anzudienen liegt aber weit außerhalb meines Repertoires.

        Mir sind sie alle nicht egal, die Syrer, die Jemeniten usw. und auch die Ukrainer nicht. Krieg ist die Hölle, niemandem wünscht man so etwas. Krieg unterscheidet nicht! Unterschiede gibt es nur zwischen denen die ihn führen und denen die mit ihm leben müssen.

        Russland hat heute Hyperschallraketen eingesetzt… warum nicht gegen Selensky, dem alten Dampfschnacker? Die alten Regeln gelten natürlich immer noch, Krieg nur den Hütten. Seit einigen Jahrzehnten halt mit Livekommentar, besser wurde dadurch nichts.

        1. Wo ist denn Zelenskij? Sollen die Russen Hyperschallraketen auf NATO-Gebiet feuern?

          Mateusz Morawiecki, Jaroslaw Kaczynski (Polen), Petr Fiala (Tschechien) und Janez Jansa (Slowenien) sind mit dem Zug „nach Kiew“ gereist und wieder zurück, und haben sich „dort“ mit Zelenskij getroffen. Das sollte wohl der Welt beweisen, daß der tatsächlich im Führerbunker in Kiew ausharrt.

          Bewiesen wurde allerdings das Gegenteil. Diese flotte Zugreise durch Kriegsgebiet in eine Stadt, deren Zugänge teils von Russen kontrolliert, teils Kampfgebiet sind, und so flott auch wieder zurück, ist gar nicht möglich. Bewiesen haben sie, daß sie NICHT in Kiew waren – und da sie Zelenskij getroffen haben, der auch nicht. Und bewiesen haben sie ein Ausmaß an Lüge und Fälschung, das surreal ist.

          – „Gestern, Dienstag 15. März, erinnerten sich tschechische Patrioten an den traurigen 83. Jahrestag der Nazi-Besatzung. Und an diesem Tag brachten die europäischen und weltweiten Medien die schockierende Nachricht, daß die Premierminister von drei europäischen Ländern mit dem Zug nach Kiew fuhren, um sich dort mit Präsident Volodymyr Zelensky zu treffen. …

          Und wenn wir die Materialien analysieren, stellen wir fest, daß wir anscheinend Zeugen einer Psyop-Operation und einer unglaublichen Fälschung und Manipulation sind. …

          Auffällig ist vor allem die Geschwindigkeit der Zugverbindung. Es dauert 24 Stunden, um von Polen und der Tschechischen Republik nach Kiew zu gelangen. Diese vier Politiker schafften es so schnell hin und her, als würde eine Linie chinesischer Hochgeschwindigkeitszüge von Polen nach Kiew fahren. …

          Die Öffentlichkeit soll denken, daß sie die russische Blockade durchbrochen und zweimal hintereinander durchlaufen haben, hin und her. Und da viele tschechische Bürger diese Geschichte nicht glauben würden, war es notwendig, Aeronet und andere oppositionelle Websites in der Tschechischen Republik zu blockieren. Dies ist die konzeptuelle Realität der Welt, in die unsere bizarre und manchmal unglaubliche Existenz jetzt projiziert wird.

          Und wenn Sie dieses Szenario und die offizielle Geschichte der heldenhaften Zugfahrt hin und her nicht glauben, erscheint es Ihnen sinnlos, nicht vertrauenswürdig, als Fälschung, weil Sie pro-russische Trolle sind, vom Kreml bezahlt werden, Desinformatoren sind, Verschwörer sind, sie sollten Sie zum Schweigen bringen, blockieren und wenn es nicht hilft, dann erschießen oder zumindest einsperren. …
          Dies beginnt zu einer riesigen Verschwörung und Manipulation zu eskalieren.“

          -Aeronet, 16.3.2022, Yandex-Übersetzung

  13. Passt auf euch auf! Thomas, du bist zur Zeit der einzige Nachrichtenkanal dem ich halbwegs vertraue. RT. DE funktioniert noch halbwegs und Vesti über VPN Niederlande. Mein Russisch ist leider nicht so gut. Unseren Qualitätsmedien glaube ich schon seit 2000 kein Wort mehr. Und die anderen großen westlichen Sender werden ihre Infos wohl auch aus derselben Quelle beziehen, ohne vor Ort zu sein.

    1. Es ist doch wunderbar, dass es für jegliche Informationsbedürfnisse die passende Blase gibt. So fühlt sich jeder in seiner Meinung bestätigt. Nur bringt das leider die Menschen immer weiter auseinander.

  14. hallo, das was da jetzt statt findet ist ein krieg. ich habe die rede von putin live mitverfolgt, mit simultan übersetzung.
    munn müsste sich mal andere reden von westlichen staatsmännern anhöhren, wenn sie uns einen krieg verkaufen.
    lg.

    1. Was die Verbreitung solcher Mitteilungen / Tatsachen angeht, so muß ich darauf hinweisen, daß sich in einigen westlichen Ländern inzwischen die Staatsicherheit dafür interessiert. Wer die „Strafrechtsreform“ in der DDR anfang der 80er bewußt erlebt hat, bei dem klingelt es – leider Gottes.

  15. Es ist kein Spaziergang was Sie, lieber Herr Röper, da mitmachen. Ist sicher sehr interessant, wobei der Komfort sicher nicht sehr groß ist. Ungefährlich sind solche „Ausflüge “ auch nicht.
    Gehe bei Ihnen aber von einer einer realistischen Gefahreneinschätzung aus. Passen Sie auf sich auf!! Freue mich auf weitere Berichte, es ist schwer ein wenig den Überblick zu behalten in unserem ach so „Tollen“ Deutschland. Da ist Anti Spiegel sehr hilfreich, neben Ihren Büchern. Mein Hund würde sagen: Halten Sie die Ohren steif 😉

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