Putin im O-Ton über Klimawandel und globale Probleme der Zukunft

Putin hat diese Tage eine sehr interessante Rede zum Thema Klima, Umwelt und Zukunftstechnologien gehalten, die natürlich mit keinem Wort in westlichen Medien erwähnt worden ist.

Ich hatte zunächst nicht vor, über diese Rede ausführlich zu berichten. Nach einem Spiegel-Artikel, der so derartig mit Unwahrheiten über Klima- und Umweltschutz in Russland angefüllt war, habe ich meine Meinung jedoch geändert. Über diesen Spiegel-Artikel habe ich am Samstag bereits geschrieben.

In Deutschland wird immer behauptet, Russland sei der Klimaschutz egal, Russland würde gar den (menschengemachten) Klimawandel bestreiten. Den Klimawandel bestreitet Russland keineswegs, aber es wird in Frage gestellt, ob und wie stark der Mensch dafür verantwortlich ist und ob es überhaupt möglich, den CO2-Ausstoß so zu reduzieren, wie es in Deutschland propagiert wird.

Russland ist im Gegenteil von Klimaveränderungen mehr betroffen, als jedes andere Land der Welt, denn in Sibirien tauen Permafrostböden auf und Wetterextreme häufen sich. Das ist ein Problem in und für Russland. Der Klimawandel hat auch dazu geführt, dass nun die Nordpassage weitgehend eisfrei und nun für Schiffe nutzbar geworden ist. Russland hat deshalb im äußersten Norden Flüssiggas-Terminals gebaut, um sein Gas nicht nur über Pipelines nach Europa und China verkaufen zu können, sondern auch per Schiff in andere Regionen der Welt. Ironischer Weise sind unter anderem die USA, die ihr Flüssiggas nach Europa verkaufen wollen, ein Abnehmer des billigeren russischen Flüssiggas.

Der Unterschied zur Politik in Deutschland ist, dass Russland das Thema ernsthaft und realistisch angeht und nicht durch eine ideologische Brille anschaut. Russland sucht funktionierende Lösungen und keine effekthaschenden, aber wirkungslose Parolen.

Vor diesem Hintergrund hat Putin letzte Woche bei einer großen internationalen Konferenz über Produktion und Industrialisierung, die in Jekaterinburg stattfand, eine Rede gehalten. Bei der Gelegenheit hat Putin sich auch mit Studenten getroffen und eine Stunde lang ihre Fragen beantwortet. Dabei hat er unter anderem auch über den deutschen Atomausstieg gesprochen, worüber ich bereits berichtet habe.

Ich habe jetzt auch die Rede Putins auf der Konferenz komplett übersetzt, weil sie all die unwahren Berichte in Deutschland über Russlands Blick auf dieses komplexe Thema eindrucksvoll widerlegt.

Beginn der Übersetzung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde!

Willkommen in einem der größten Zentren der Wissenschaft, Bildung und Industrie in Russland, in Jekaterinburg, auf dem Global Summit on Manufacturing and Industrialization.

Zum zweiten Mal schon versammeln sich hier Vertreter der Regierung, der Wirtschaft, der Wissenschaft und von non-profit-Organisationen aus fast der ganzen Welt. Und in der Tat zeigt sich, dass dieses Forum zu einer dringend benötigten internationalen Plattform für eine tiefe Diskussion über die Herausforderungen des neuen technologischen Zeitalters wird.

Ich möchte dieses Podium nutzen, vielen Dank für die Einladung, um noch einmal über Russlands Ansätze zur Lösung gemeinsamer grundlegender, ohne Übertreibung zivilisatorischer Probleme, und über unsere Vision der langfristigen Trends zu berichten, die die globale Entwicklung bestimmen und über die Risiken, denen wir bereits ausgesetzt sind oder in naher Zukunft ausgesetzt sein könnten.

Ja, heute ist es offensichtlich, dass der sich ständig beschleunigende technologische Wandel das Gesicht ganzer Regionen, Branchen, Produktionsprinzipien und Geschäftsmodelle radikal verändert.

Künstliche Intelligenz, 3D-Druck und andere Entwicklungen haben einen großen Einfluss auf die Effizienz und die Produktivität.

Es scheint, dass wir in der goldenen Zukunft angekommen sind. In der postindustriellen Gesellschaft, frei von Umweltrisiken, von der Zukunftsforscher des 20. Jahrhunderts geträumt haben.

Aber die Hoffnung, dass neue Technologien den Planeten vor zunehmendem anthropogenem Einfluss und Belastungen retten werden, hat sich in vielerlei Hinsicht als Illusion erwiesen. Die Schädigung der Natur und des Klimas setzt sich fort. Und sie wird durch immer mehr Dürren, Ernteausfälle und Naturkatastrophen immer offensichtlicher.

Übrigens, in Russland spüren wir das am stärksten. Bei uns steigt die Temperatur, ich habe vor kurzem darüber gesprochen, die Temperatur in Russland wächst zweieinhalb Mal schneller als im Durchschnitt auf dem Planeten.

Schauen Sie nur, was in diesen Tagen in der Region Irkutsk passiert: ein riesiger Waldbrand, Hunderttausende Hektar Wald brennen, und es gab schreckliche Überschwemmungen.

Wenn nichts unternommen wird, wird die rasche technologische Entwicklung die Probleme nicht lösen, sondern im Gegenteil die Umweltherausforderungen verschärfen, einschließlich des Klimawandels und des Problems der Verschwendung endlicher Ressourcen.

So werden schon bis Mitte des nächsten Jahrzehnts Milliarden von Kommunikationsgeräten und eine schnell wachsende Infrastruktur der Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Big Data voraussichtlich mehr als 30 Prozent des weltweiten Stroms verbrauchen. Die Frage, woher diese zusätzliche Energie kommen soll, ist noch gar nicht geklärt.

Gleichzeitig bedeutet die Erhöhung des Energieverbrauchs und die erhöhte Energieprodutkion zur Deckung des Bedarfs unweigerlich neue Risiken, wie weitere Veränderungen des Klimas. Bereits heute wird ein Viertel aller CO2-Emissionen von der Energieerzeugung verursacht. Weitere große Emittenten von Treibhausgasen sind Landwirtschaft, Industrie und Verkehr.

Und es gibt auch noch keine Entscheidung darüber, wie man diese langfristige Entwicklung der Steigerung der Produktion mit dem Naturschutz und einer hohen Lebensqualität der Menschen vereinbaren kann. Wie kann sichergestellt werden, dass die digitale Revolution und die Robotik nicht in einer Ressourcen- und Umweltsackgasse enden?

Diese Fragen erfordern unserer Ansicht nach eine gründliche Diskussion. Doch anstatt über die Probleme der globalen Klima- und Umweltagenda zu sprechen, sehen wir leider oft regelrechten Populismus, Spekulationen, und manchmal, ich habe keine Angst es so zu nennen, ein Stochern im Dunkeln.

Das geht so weit, dass die Welt aufgerufen wird, den Fortschritt aufzugeben, was es bestenfalls ermöglichen wird, die bestehende Situation zu bewahren, was nur lokal für Wohlergehen für einige wenige Auserwählte schaffen kann. Gleichzeitig sollen Hunderte Millionen Menschen auf dem Planeten akzeptieren, was sie haben, oder ehrlicher gesagt, was sie nicht haben: Zugang zu sauberem Wasser, zu Nahrung, zu Bildung und anderen Früchten der Zivilisation.

Solche archaischen Ansätze sind natürlich ein Weg ins Nirgendwo, das führt nur zu neuen Konflikten. Das Ergebnis dieses Ansatzes ist die Migrationskrise in Europa und auch in den Vereinigten Staaten.

Die Absolutisierung, der blinde Glaube an einfache und spektakuläre, aber ineffektive Lösungen führt zu Problemen. Ich meine damit Ansätze wie den vollständigen Verzicht auf Kernenergie oder fossile Energie und die Hoffnung, sie durch bestehende alternative Energiequellen ersetzen zu können.

Wird den Menschen das Leben auf einem Planeten gefallen, der von Windrädern und mit mehreren Schichten von Sonnenkollektoren bedeckt ist? Wie man bei uns sagt, anstatt zu Hause aufzuräumen, kehren wir nur den Müll unter den Teppich.

Jeder weiß, dass Energieerzeugung durch Wind gut ist, aber an die Vögel denkt man dabei nicht. Wie viele Vögel sterben in den Windrädern? Sie vibrieren so stark, dass die Würmer den Boden verlassen. Das ist kein Witz, das sind die schwerwiegenden Folgen der Verwendung dieser modernen Möglichkeiten der Energieerzeugung. Ich sage nicht, dass dies nicht weiterentwickelt werden sollte, aber wir sollten die damit verbundenen Probleme nicht vergessen.

Natürlich kann man niemandem verbieten, sich in Felle zu kleiden und wieder in Höhlen zu wohnen. Aber es ist einfach unmöglich, den Fortschritt der gesamten Menschheit zu stoppen. Die Frage ist: Auf welcher Grundlage können die von den Vereinten Nationen skizzierten Entwicklungsziele für das Jahrhundert realistisch erreicht werden?

Ich bin überzeugt: Um saubere Luft, Wasser, Nahrung und damit eine neue Lebensqualität und höhere Lebenserwartung für Milliarden von Menschen auf unserem Planeten zu erreichen, ist es notwendig, grundlegend neue Technologien und technische Geräte zu entwickeln, die weniger ressourcenintensiv, aber dafür umweltfreundlicher sind.

Solche supereffizienten wissenschaftlichen und technischen Produktionslösungen werden es ermöglichen, ein Gleichgewicht zwischen Bio- und Technosphäre herzustellen, die anthropogenen Auswirkungen auf die Natur und die Umwelt zu verringern und wirksam zu kontrollieren.

In diese Richtung arbeiten sogenannte naturähnliche Technologien, die natürliche Prozesse und Systeme nach den Gesetzen der Natur reproduzieren.

Ein Beispiel für naturähnliche Technologien ist, was auf den ersten Blick seltsam erscheint, die thermonukleare Energie (Fusionsreaktoren), die die Prinzipien der Erzeugung von Wärme und Licht im Zentrum unseres Sonnensystems nutzt, der Sonne.

Es besteht die Möglichkeit, eine kolossale, unerschöpfliche und sichere Energiequelle erhalten. Aber auf dem Gebiet der Kernfusion und bei der Lösung anderer grundlegender Probleme werden wir nur dann erfolgreich sein, wenn wir eine breite internationale Zusammenarbeit, eine Zusammenarbeit der Staaten, der Wirtschaft und von Wissenschaftlern verschiedener Fachgebiete erreichen. Das kann nur gelingen, wenn die technologische Entwicklung wirklich global wird und nicht durch Versuche, den Fortschritt zu monopolisieren, den Zugang zu Bildung zu monopolisieren und den freien Austausch von Wissen und Ideen zu verhindern.

Ein markantes Beispiel für eine offene wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit ist übrigens der internationale thermonukleare Reaktor ITER, auf dessen Grundlage eine kontrollierte thermonukleare Fusion geplant ist.

Russland ist aktiv daran beteiligt und bereit, seine wissenschaftliche Infrastruktur für gemeinsame Forschung, für die Arbeit internationaler wissenschaftlicher Teams auf dem Gebiet der naturähnlichen und anderer Bereiche zur Verfügung zu stellen. Es geht dabei auch um die Schaffung einmaliger Cluster, die wir Megascience nennen.

Mit ihrer Hilfe werden Wissenschaftler buchstäblich sehen können, wie die Natur ihre Objekte schafft. Ich möchte anmerken, dass so ein Cluster zu einem integralen Bestandteil des interdisziplinären Zentrums naturähnlicher Technologien geworden ist, das seit mehr als zehn Jahren in einem unserer größten wissenschaftlichen Zentren in Russland, dem Kurtschatov Institut, funktioniert.

Die weltweit mächtigste Quelle für Neutronen, der PIK-Reaktor, hat in der Nähe von St. Petersburg seine Arbeit aufgenommen. Auf dessen Basis entsteht ein internationales Neutronenforschungszentrum. Die Planung einer Quelle für Synchrotronstrahlung der vierten Generation wurde in Nowosibirsk begonnen. Unsere Pläne beinhalten den Bau und die Modernisierung von Megascience-Einrichtungen in Wladiwostok und Protvino bei Moskau.

Für internationale Forschungsteams in Russland, die große interdisziplinäre Projekte durchführen und wissenschaftliche Cluster schaffen, schaffen wir beste Bedingungen und Mechanismen.

Russland werden derzeit umfangreiche Wissenschafts- und Technologieprogramme begonnen, die eine starke umweltfreundliche, ökologische Dimension haben, einschließlich von Bereichen wie künstliche Intelligenz, Materialforschung, genomischer Technologien und sauberen Lösungen für die Landwirtschaft. Das schließt auch tragbaren Energiequellen und neue Technologien für die Übertragung und Speicherung von Energie ein.

Um diese Ziele zu erreichen, wollen wir das Potenzial unserer führenden Unternehmen mit staatlicher Beteiligung einbinden. Übrigens war ich kürzlich in Italien, wo ich mit unseren Partnern gesprochen habe, und auch unsere dortigen Kollegen binden bei der Lösung solcher Probleme Unternehmen mit staatlicher Beteiligung ein. Seltsamerweise tun wir parallel das gleiche. Warum? Die Aufgabe ist erstens von internationaler Bedeutung und zweitens werden staatliche Gelder ausgegeben, die man gemeinsam auf diese Schlüsselbereiche der Entwicklung konzentrieren könnte.

Um all diese Aufgaben zu erfüllen, wollen wir, wie gesagt, das Potenzial unserer Unternehmen mit staatlicher Beteiligung einbinden und natürlich freuen wir uns über eine aktive Partnerschaft mit Privatunternehmen und sogenannten Technologieunternehmern. Wir halten es für entscheidend, ein wirksames rechtliches und regulatorisches Umfeld dafür zu schaffen.

Natürlich wissen wir, dass dies heute schwierig für uns ist. Das ist leider nicht schnell zu lösen. Wir wären gerne schneller, aber es ist sehr wichtig, keine vorschnellen Schritte zu unternehmen, keine Fehler zu machen, die dann zu unkalkulierbaren Konsequenzen führen können.

Die Regierung wurde bereits beauftragt, einen wirksamen Mechanismus für die rasche Annahme von Regulierungs- und Gesetzgebungsentscheidungen im technologischen Bereich auszuarbeiten. Wir werden weiterhin konsequent daran arbeiten, das Geschäfts- und Investitionsklima in Russland zu verbessern. Eine solche Freiheit für Initiativen ist eine Schlüsselvoraussetzung für den Erfolg der Gesellschaft und des Landes in einer sich rasch wandelnden Welt.

Liebe Freunde! Meine Damen und Herren!

Wir müssen genau die systematische Antworten auf die Herausforderungen finden, vor denen wir stehen. Das ist die Garantie für eine nachhaltige Entwicklung. Ich glaube, dass in einer Zeit des schnellen Wandels und leider auch großer Unsicherheiten die Priorität auf bedingungslosen Werten liegen sollte. Ich meine damit die Schaffung besserer Entwicklungsmöglichkeiten für die Menschen und die Förderung ihrer individuellen Potenziale.

Diesem Zweck müssen die beeindruckenden Fortschritte im technologischen Fortschritt dienen. Das ist unsere große Verantwortung für die Zukunft unseres Landes und des Planeten als Ganzes. Und wir müssen auf jeden Fall zusammenarbeiten.

Liebe Freunde!

Russland ist offen für eine so breite, gleichberechtigte Zusammenarbeit.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Ende der Übersetzung


Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Russland auf die Fragen der internationalen Politik blickt, dann sollten Sie sich die Beschreibung meines Buches ansehen, in dem ich Putin direkt und ungekürzt in langen Zitaten zu Wort kommen lasse. Dort gibt es auch ein Kapitel über die Klima- und Energiepolitik, wo man den Ansatz Russlands, Probleme differenzierter und pragmatischer zu sehen, als in Deutschland, erkennen kann.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

8 Gedanken zu „Putin im O-Ton über Klimawandel und globale Probleme der Zukunft“

  1. Herr Putin sagt: Ich bin überzeugt: Um saubere Luft, Wasser, Nahrung und damit eine neue Lebensqualität und höhere Lebenserwartung für Milliarden von Menschen auf unserem Planeten zu erreichen, ist es notwendig, grundlegend neue Technologien und technische Geräte zu entwickeln, die weniger ressourcenintensiv, aber dafür umweltfreundlicher sind.

    Das ist gut und Recht aber diese Technologien sind noch nicht da. Oder wegen Ausbeutung für viele nicht erschwinglich, zB. hundsgewöhnliche Kläranlagen in der globalen Kleiderindustrie.

    Eine weltweite Zusammenarbeit ohne Monopolisierungen ist sicher wünschenswert, eine Notwendigkeit und eine gute Sache, zum Beispiel beim erwähnten Fusionsreaktor. Und in der Zukunft kann solche Technologie auch richtig sein. Nur dass der Klimarat IPCC uns sagt dass höchste Eile geboten ist.

    Und ich bin überzeugt dass der Klimarat recht hat, zumindest habe ich noch nie etwas gehört oder gelesen was mich vom Gegenteil hätte überzeugen können. Es könnte also sein und falls dem wirklich so wäre, ob uns das passt oder nicht, dann reicht das was in vieleicht 30 Jahren in ein zwei reichen Ländern gebaut werden könnte nicht um die globale Erwärmung von heute zu reduzieren.

  2. Thomas Röper, ich bin dankbar für die aktuelle Berichterstattung und Aufklärung über Russland und dessen Politik. Vor allem auch über Reden von Putin. Während man über jeden Pups aus der amerikanischen High Society haarklein informiert wird ,in den deutschen Medien, finden die wirklich wichtigen Dinge der Welt hier keine Erwähnung. Zum Glück gibt es (noch) Alternativen für Leute die sich interessieren. Der Anti-Spiegel ist ein wichtiger Teil gegen Verdummung und für Aufklärung. Danke dafür und weiter so.

  3. „.. nicht durch eine ideologische Brille anschaut“
    Ich gehe nicht mehr davon aus, dass unsere Politiker irgendwelche Ideale oder gar eine Ideologie haben. Das wird immer nur vorgeschoben um dadurch ein Ziel zu erreichen. Z.B. Eine CO2-Steuer, eien Stromsteuer, Flugsteuer .. Es wird etwas zur Begründung vorgeschoben und dann wie üblich was übles für die Bevölkerung durchgesetzt. Neue Verbote, mehr Steuern, mehr Überwachung, höhere Strafen, mehr Organe (für die Eliten), Sterbe-„Hilfe“ …, Abtreibung bis kurz vor der Geburt, ..
    Ich persönlich bin auch bei den letzte drei Punkten sicher, dass das nicht zum Wohl des Volkes geschieht auch wenn man das für VT halten könnte.

  4. Gibt es den Menschen gemachten Klimawandel oder nicht? Ich weiß es nicht und es ist auch vollkommen egal. Ich weiß nur, dass die Stromerzeugung heute nicht gut ist. Atomkraftwerke sind zu gefährlich und Kohlekraftwerke machen zu viel Dreck und der Abbau der Kole hinterlässt Narben in der Landschaft.
    Ich weiß aber auch, dass wenn nur Deutschland und ein paar wenige Nachbarländer CO2 Neutral werden, dass nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein wird.
    Wenn die Grünen an die Macht kommen, dann bekommen wir ein Dunkles Zeitalter in Deutschland. Das Stromnetz ist heute schon enormen Schwankungen unterlegen und bei einem weiten Ausbau der Erneuerbaren wird es noch schlimmer werden. Wir werden dann Wenn die Sonne scheint und der Wind weht den Überschüssigen Strom in die Nachbarländer verschieben und diese für die Abnahme des Stroms bezahlen. Nachts wenn es dann windstill ist, werden wir den Strom für viel Geld aus dem Ausland kaufen. Strom der von Atomkraftwerken oder Kohlekraftwerken kommt. Vor kurzem mussten wir uns Strom aus dem Ausland zukaufen zu 30€/kwh. Dass ist das 100 fache dessen, was wir aus der Steckdose bezahlen.
    Der Strom wird in Zukunft viel viel teurer werden. Die kosten für die Netzstabilität werden dann bald den Löwenanteil der Stromkosten sein. Mit der Einführung von E-Autos wird dann der Strombedarf in Deutschland um ca. 40% steigen. Da sind dann die LKW noch nicht mit drin. In Spitzenzeiten (Wind+Sonne) werden ca. 30% des Stroms aus erneuerbaren bereitgestellt. Das würde nicht einmal ausreichen die E-Autos aufzuladen. Hoher Strombedarf bei Gleichzeitiger Abschaltung von Stromerzeugern, die Konstant Strom liefern = Black Out. Auch wenn die Vorsitzende der Grünen behauptet, dass wir die Energie im Netz speichern können. Und diese Frau kann die nächste Bundeskanzlerin werden.
    Die Gefahr für ein großangelegten Black Out wird stark steigen. Und wenn es dann dazu kommt, dann werden auch die Nachbarländer, die an unser Netz angeschlossen sind mit betroffen sein.
    Die Länder werden dann zum Schutz Ihres eigenen Stromnetzes sich von Deutschen Netz trennen. Das ist dann der Zeitpunkt, in dem wir wieder in der Steinzeit sind.
    Der Rest der Welt wird dann sehen, welche Gefahren durch das Abschalten der A und K Kraftwerke entstehen und werden diese weiter nutzen und ausbauen. Deutschland ist dann das schlechte Beispiel was passieren kann wenn man mit Gewalt den Klimaschutz durchdrücken will.
    Sollte der Mensch für die Klimaerwärmung verantwortlich sein, dann hilft wirklich nur eine schnelle Erforschung von Technologien mit denen man kostengünstig und konstant Strom herstellen kann.

    1. Für Stopfleber erleiden Tiere die Hölle. Gewaltsam wird ihnen ein gut 1cm dickes mit Maisbrei verschmiertes Rohr in die schon verletzte Speiseröhre gewuchtet und mehrmals täglich soviel Maisbrei in den Magen gewürgt dass sie aus den Bauchschmerzen nie rauskommen. Bei Froschschenkel leben die Tiere mit abgetrennten Beine noch Stunden. Und für die Fellquasten an Winterjacken werden Tiere in China und Asien zu oft bei lebendigem Leibe gehäutet. Aber auch bei Leder, einem völlig undurchsichtigen globalen Markt, ist es nicht viel anders.

      Das alles fährt mit Containerschiffen und Rohöl um die halbe Erde bis das Zeugs hier in Europa ist. Für UNSER Holz, Papier, Palmöl, Soja, für Biodiesel und Metalle wird anderswo erbarmungslos gesunder Wald vernichtet und in Grundwasserfressenden Monokulturen verwandelt. Auch das importieren wir zu hundertausenden Tonnen.

      Die allerbeste Technik aus dem Jahre 3097 nützt nicht wenn der Mensch seinen höheren Menschen in sich unterdrückt. Wir wissen alle das unser Verhalten auf uns retour kommt. ZB. glaubt die moderne Gesellschaft tatsächlich sie spare mit der Massentierhaltung und dem dazugehörenden grossflächigen Einsatz von Antibiotika Geld . Sie sieht dass die Krankenkosten steigen und weigert sich standhaft diese in Verbindung mit dem Leiden das wir Tiere antun in Verbindung zu setzten.

      Die Angst vor weniger ist allgegenwärtig. Aber verlieren wir wirklich etws wenn wir Strom sparen, die Treppenhausbeleuchtung nich einschalten. Braucht es beleuchtete Burgen und Schaufenster. Alleine mit Standby Zuhause lässt sich ein Kraftwerk einsparen und die modernen Waschmaschine waschen auch mit 30°C sauber.

      Es gibt zwei Wege. Wir können aufwachen. Oder wir setzten auf Technik, Gesetze, Einschränkungen. Das ist unsere Freiheit!
      Ob das Klima Mensch gemacht ist oder nicht, wenn wir aufwachen verlieren wir nichts.

    2. Oft reicht es, sich ein paar einfache Zahlen anzusehen, um Zusammenhänge zu verstehen. Das ist beim Militärhaushalt so, USA 700 Mrd., D 40, GB 70, Ru 85, US-Soldaten sind in 170 Ländern stationiert, Kommentar überflüssig. Ebenso bei den Ausgaben für Propaganda im Ausland, Dank an Thomas Röper für die Informationen (https://www.anti-spiegel.ru/2019/o-ton-aus-den-usa-was-uns-die-deutschen-medien-verschweigen/).
      Ebenso ist es beim CO2-Gehalt in der Atmosphäre: Je höher der Gehalt, desto höher die globale Temperatur. Seit der Industrialisierung, also seit ca. 150 Jahren blasen wir im großen Stil eine zusätzliche Menge CO2 in die Atmospähre, die dieser durch natürliche Prozesse im Laufe von etlichen Millionen Jahren entzogen wurde. Das ist in der Größenordnung ein Faktor 100000. Da ist es offensichtlich, dass der Klimawandel, der mit viel höherer Geschwindigkeit abläuft als früher, genau dadurch verursacht wurde.

      Gegen die Schwankungen im Stromnetz durch ungleichmäßige Einspeisung von Wind- und Solarenergie gibt es ein einfaches Mittel: Speicherausbau. Hätten wir vor zehn Jahren ein Speichergesetz gemacht wie das EEG in seiner ursprünglichen Form, dann hätten wir heute so viele dezentrale Speicher, dass die Schwankungen kein Problem mehr wären. Je eher ein Speichergesetz kommt, desto eher haben wir das Problem gelöst.
      Im europäischen Verbundnetz wird Strom über Landesgrenzen ge- und verkauft, das ist in allen Ländern ein ganz normaler Vorgang. Es stimmt, dass Deutschland mehr Strom aus Frankreich kauft als umgekehrt, insgesamt ist die Größenordnung im Bereich von 1 bis 2 Prozent der deutschen Erzeugung. Bei allen anderen Nachbarländern ist Deutschland Netto-Lieferant, verkauft also mehr als es einkauft, insgesamt in der Größenordnung von 10 bis 15 Prozent. Der Strompreis an der Strombörse bezieht sich übrigens auf MWh, also auf 1000 kWh, ist also um den Faktor 10 billiger als unser Steckdosenstrom. Deutschland verdient jährlich durch den Stromhandel ungefähr 1,8 Milliarden Euro.
      Alle Zahlen sind öffentlich: https://www.energy-charts.de/trade_de.htm

      Auch mit den erneuerbaren Energielieferanten ist das deutsche Stromnetz eines der stabilsten der Welt. Mit Hilfe von dezentralen Speichern wird sich das auch bei 100 % erneuerbaren nicht ändern.

      Ein wichtiger Beitrag zur Energiewende ist die Energieeinsparung. Fahrzeuge mit 1,5 Tonnen Masse zu bewegen, um 100 kg Nutzlast (Fahrer+kleine Nutzlast, z.B. Einkäufe) zu transportieren ist auf jeden Fall Energieverschwendung, egal welche Energieform genutzt wird, deshalb sind E-Autos kein Beitrag zur Lösung. 40 Millionen private PKW mit Verbrennungsmotor durch ebensoviele E-Autos zu ersetzen ist der pure Irrsinn.

  5. Beide nennt ihr wichtige Dinge die man ohne weiteres beachten sollte. Was mich an der ganzen Klimadebatte und dem grüner als grün stört ist etwas Anderes.

    Der grüne Glückstaumel befällt ganz offensichtlich überwiegend neureiche Städter. Da kommt die Milch aus dem Supermarkt und der Strom aus der Steckdose. Ihr Bio-Schummelgut können sie tragen, per E-Roller, E Bike, Bus, Straßenbahn oder SUV heim befördern. Und weil die das können denken Sie alle Anderen sollen das gefälligst auch so machen. Nur alle Anderen gönnt man förmlich nur das Tragen denn Auto ist verpönt, Bus und Bahnen wurden auch unter Grün großflächig gegen Null gespart.
    Ganz besonders Auffällig ist aber wo der grüne Strom herkommen soll, natürlich nicht bei sich selbst.
    Die Freileitung für den grünen Fernstrom verschandeln natürlich den grün beseelten Städtern den Weitblick ins Grüne also sollen die Anderen das Ertragen. Wenn man für schein grüne Glückseligkeit Kostbares Ackerland verbraucht und nicht daran denkt das ein Verzicht auf Chemie Ernteeinbußen bedeuten dann merkt man das wieder von 12 bis Mittag gedacht wurde. Wir werden jeden qm brauchen zu Zwecke der Ernährung und für die Zuwanderung aus aller Welt. Da bleibt kein Platz für Biospritt, Bioheizöl oder vergleichbare Bioumweltzerstörung. Fährt man zur kalten Jahreszeit durch manche Landstriche fühle ich mich vom Geruch in die 70er Jahre des Ostens versetzt. Wenns Weihnachten verbrannt stinkt schaut man 3-4 mal nach der Quelle. Brennt nur der „umweltfreundliche“ Kaminofen oder braucht da jemand vllt dringend Hilfe.

    Wenn man vor lauter Grünstichigkeit die Zornesröte der durch unbedachten Aktionismus Betroffenen nicht sieht oder auch noch verhöhnt muss man sich nicht wundern wenn sich Betroffene wehren.

    https://www.gerati.de/2015/07/19/stopfleber-was-peta-verschweigt/

  6. Energiespeicher sind eine schöne Idee. Aber wie sehen die aus? Richtig. Pumpspeicherwerke müssten dafür errichtet werden. Ich will aber gar nicht wissen welche seltene Hamsterart, oder Eule oder Fledermaus von den Grünen dann wieder entdeckt wird, damit solche Bauten nicht realisiert werden können. Die enorme Energievernichtung bei solchen Anlagen ist gleich noch so ein Thema.
    Es gibt mittlerweile Möglichkeiten Atomkraftwerke zu bauen, die keinen Atommüll produzieren und aktiv am Laufen gehalten werden müssen. Bei einem Störfall also von selbst herunterfahren. Auch gibt es Filteranlagen, die in jedes Kohlekraftwerk nachgerüstet werden können und den CO2 Ausstoß auf Null reduzieren und Natriumkarbonat produzieren. Nur ist es nicht gewollt, dass solche Technologien genutzt werden, sonst hätte man da längt Millionen reingesteckt und sie vorangetrieben. Aber das zieht man doch lieber Millionen aus dem Volk, in Form einer CO2 Steuer.

    https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/backpulver-statt-abgase-indien-besitzt-das-erste-kohlekraftwerk-das-kein-co2-in-die-luft-pustet_H1437391333_364882/

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