Die verdrängte Gefahr: Insektensterben und die Folgen für die natürlichen Nahrungsketten

Während wir in Deutschland mit der Klimadebatte in Atem gehalten werden, spielen die wirklichen Risiken für das Leben auf der Erde in den Medien praktisch keine Rolle.

Eine der wichtigsten Grundlagen des Lebens auf der Erde sind Insekten. Sie sind sowohl der Beginn vieler Nahrungsketten, als auch unverzichtbar für die meisten Pflanzen, die ebenfalls wieder am Beginn vieler Nahrungsketten stehen. Wenn aber diese Nahrungsketten zusammenbrechen, weil ihre Grundlagen fehlen, hätte das ein sehr kurzfristiges Massensterben zur Folge, das auch die Menschheit selbst wesentlich härter treffen würde, als es selbst die pessimistischsten Klimaprognosen tun würden.

Aber dieses akute Thema spielt in den Medien praktisch keine Rolle. Daher möchte ich an dieses wichtige Thema erinnern (wie ich es auch früher schon getan habe) und übersetze einen Artikel, der am 13. Februar auf der Seite des russischen Fernsehens zu dem Thema veröffentlicht wurde.

Beginn der Übersetzung:

Zwei wissenschaftliche Studien über die Zahl der Insekten, die an Autos sterben, haben einen dramatischen Rückgang der Zahl der Insekten in Europa in den letzten zwei Jahrzehnten gezeigt, schreibt The Guardian.

Die Ergebnisse der Studien haben die Befürchtungen über die wahrscheinliche „Insektenapokalypse“ verstärkt, die die Gefahr eines Kollapses für natürliche Ketten bedeuten, von denen alles Leben auf der Erde abhängt.

In einer Studie über die Anzahl der Insekten, die auf Windschutzscheiben von Autos im ländlichen Dänemark zurückbleiben, analysierten Experten Daten, die jeden Sommer in den Jahren 1997 bis 2017 gesammelt wurden. Infolgedessen stellte sich heraus, dass die Zahl der Insekten in diesem Zeitraum um 80 Prozent gesunken ist.

Eine zweite Studie, die 2019 in Kent im Vereinigten Königreich durchgeführt wurde, untersuchte Daten, die in einem speziellen Auffanggitter, das über der Autonummer angebracht war, gesammelt wurden. Es stellte sich heraus, dass die Zahl der Insekten, die mit Autos kollidieren, seit 2004 um 50 Prozent zurückgegangen ist.

Paul Tinsley-Marshall vom Kent Wildlife Trust sagte, dass dieser Unterschied extrem wichtig sei, da er die Muster der Kollision mit Insekten widerspiegelt, über die zuvor in anderen wissenschaftlichen Arbeiten berichtet wurde. Insekten sind extrem wichtig für Nahrungsketten und für die Existenz des Lebens auf der Erde.

„Es ist ziemlich schrecklich“, sagte er.

Anders Pape Meller von der Universität Paris-Süd in Frankreich berichtete, dass die meisten Naturforscher im Lauf der Zeit einen ähnlichen Rückgang der Zahl der Insekten festgestellt haben: „Meine Kollegen erinnern sich, wie ihre Eltern als Kinder in die Sommerferien gefahren sind und anhalten mussten, um die Windschutzscheibe zu reinigen, damit sie die Fahrt fortsetzen konnten. Ein solches Problem gibt es heute natürlich nicht mehr“, sagte der Wissenschaftler.

Die Insektenpopulationen in Deutschland und Puerto Rico waren zurückgegangen und die erste globale wissenschaftliche Studie, die im Februar 2019 veröffentlicht wurde, stellte fest, dass die weit verbreiteten Reduzierungen einen „katastrophalen Zusammenbruch natürlicher Ökosysteme“ verursachen könnten.

Insekten bestäuben drei Viertel der Pflanzen und eine weitere aktuelle Studie hat ein weit verbreitetes Insektensterben im Vereinigten Königreich festgestellt.

Die Ursachen des Rückgangs sind die Zerstörung natürlicher Lebensräume, Pestizide und die Auswirkungen der Klimakrise. Die Lichtverschmutzung wurde auch als eine der wichtigsten „Quellen des Insektensterbens“ bezeichnet.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

27 Gedanken zu „Die verdrängte Gefahr: Insektensterben und die Folgen für die natürlichen Nahrungsketten“

  1. Wenn man möglichst wenig Chemikalien in die Umwelt eintragen will bezahlt man deutlich mehr beim Einkauf. Bei Seife Geschirr- und Waschmittel kann das bis zu achtmal teurer werden. Erfreulich ist auch, dass überall Null Abfall Läden aus dem Boden schießen.

  2. Die beste Antwort auf das Insektensterben, auf die Klimaerwärmung, auf die Zunahme von Extremwetterlagen, auf diverse Probleme im Gesundheitswesen wegen der Zunahme chronischen Krankheiten und auf einige andere wichtige Probleme ist immer wieder dieselbe:
    Man kann und sollte die Methoden in der Landwirtschaft ändern. Auf freizahn.de habe ich etliche Artikel zu diesem Themenkreis.
    Ich habe hier einmal die Links auf die Artikel zusammengestellt, die ich mit dem Suchbegriff Insekten gefunden haben und die zugleich Bezug zur Landwirtschaft haben und zeigen wie das Problem zu lösen ist:
    http://www.freizahn.de/2018/01/informationen-zu-moeglichkeiten-der-ertragssteigerung-in-der-landwirtschaft/#wie_man_insekten_und_singvogelpupulationen_steigert_und_dabei_als_landwirt_gut_verdient

    http://www.freizahn.de/2017/06/abschlussvortrag-der-grassfed-exchange-2016/

    http://www.freizahn.de/2017/06/koennen-wir-wirklich-unsere-boeden-regenerieren/

    http://www.freizahn.de/2019/06/die-angst-vor-dem-klimawandel-sinnvoll-nutzen/

    http://www.freizahn.de/2016/09/optimierung-im-getreideanbau-und-hochwasserschutz-durch-integration-der-mutterkuhhaltung/

    Die Probleme sind jedenfalls ziemlich elegant und wirtschaftlich lösbar. Das Wissen ist vorhanden. Man müsste es nur nutzen.

  3. Wieder so eine verdrehte Auffassung, die untaugliche Testmethoden, verzerrte Statistiken und die Ausblendung der relevanten Faktoren benutzt, um das Auto für alles verantwortlich zu machen (ich hatte in meinem Leben noch nie ein Auto).
    Was z.B. ausgeblendet wird, sind die Windräder:
    “ Eine Modellanalyse beziffert die heute in Deutschland potenziell gefährdeten Insektenmengen mit etwa 24.ooo Tonnen pro Jahr,
    und die beim Durchqueren der Rotoren entstehenden Verluste mit mindestens 1.200 t pro Jahr bzw. etwa 5-6.ooo.ooo.ooo Insekten pro Tag während der warmen Saison“
    https://www.dlr.de/content/de/downloads/2018/et-1810-10-3-trieb-bcdr-51-5-ohne.pdf
    Dann kein Wort über „Pflanzenschutzmittel“, die effektiv Insektenvernichtungsmittel sind.

    1. Wer macht denn das Auto verantwortlich? Das Auto wird doch nur als Messinstrument gesehen. Die Zerstörung natürlicher Lebensräume (u. a. Windräder) und Pestizide finden auch Erwähnung. Am Ende ist es aber egal, woran es liegt, kaum etwas wird uns härter treffen können.

      1. „Zwei wissenschaftliche Studien über die Zahl der Insekten, die an Autos sterben, haben einen dramatischen Rückgang der Zahl der Insekten in Europa in den letzten zwei Jahrzehnten gezeigt, schreibt The Guardian.“
        Was ist das anderes, als das Auto ganz konkret verantwortlich zu machen und im weiteren Verlauf, durch weitere Konzentration auf das Auto zu suggerieren, dass das Auto hauptverantwortlich wäre? Warum sollte man überhaupt Messungen am fahrenden Auto vornehmen, wenn man die Insektenpopulation messen wollte? So kann man gar keine Aussage über die Population machen, da Autostraßen gar nicht die hauptsächlichen Aufenthaltsgebiete der Insekten sind. Und geringere Zahlen an vom Auto gefangenen Insekten könnten genau so gut ein Hinweis darauf sein, dass das auto weniger fährt, langsamer fährt oder die Aerodynamik besser geworden ist, wodurch die Insekten nicht vorne aufklatschen, sondern drum herum geführt werden. Diese „Messmethode“ ist nicht anderes als Propaganda für Wissenschaftsanalphabeten. Nachvollziehbare, zuverlässige und vergleichbare Messungen sehen ganz anders aus. https://www.youtube.com/watch?v=u_RvPgoiB_U „Marc Uwe Kling über Gerüchte und Verschwörungstheorien“

        1. Das ist die MESSMETHODE. Man hat gemessen wieviele Insekten an Autos sterben. Daraus hat man dann geschlossen wieviele Insekten es gibt.
          Die Ursachen werden im letzten Satz beschrieben:
          Die Ursachen des Rückgangs sind die Zerstörung natürlicher Lebensräume, Pestizide und die Auswirkungen der Klimakrise. Die Lichtverschmutzung wurde auch als eine der wichtigsten „Quellen des Insektensterbens“ bezeichnet.

          Der Artikel ist sehr klar, Autos werden mit dem Insektensterben NICHT in Zusammenhang gebracht.

        2. „In einer Studie über die Anzahl der Insekten, die auf Windschutzscheiben von Autos im ländlichen Dänemark zurückbleiben, analysierten Experten Daten, die jeden Sommer in den Jahren 1997 bis 2017 gesammelt wurden.“

          Darauf bezieht man sich. jsm36 hat es auch noch mal klar ausgeführt. 😉

    2. „Dann kein Wort über „Pflanzenschutzmittel“, die effektiv Insektenvernichtungsmittel sind.“ Die Schlussfolgerung lautet dann, wir verzichten auf Pflanzenschutzmittel und nehmen in Kauf, dass die Lebensmittelpreise explodieren, insbesondere in Dürrejahren wie 2018 und 2019? Oder importieren Lebensmittel, die mit PSM produziert wurden?
      Zu PSM muss man nun folgendes wissen. Herbizide oder Fungizide werden gegen Unkräuter und Pilzkrankheiten eingesetzt, wirken gegen Insekten also gar nicht. Selbst der Ökolandbau greift auf konventionell erzeugtes Kartoffelpflanzgut zurück, weil die Abbauraten durch Viruserkrankungen den Kartoffelanbau unwirtschaftlich machen würden. Die Überträger der Viruserkrankungen sind Blattläuse, Insekten also, die bekämpft werden müssen. Ähnlich verhält es sich bei Wintergerste. Auch hier geht es häufig nicht ohne die Bekämpfung von Blattläusen, um Viruskrankheiten einzudämmen. Ohne Insektenbekämpfung wäre kein Rapsanbau mehr möglich und auch im Obstbau würde es verheerende Verluste ohne den Einsatz von Insektiziden geben. Da stellt sich dann natürlich die Frage, ob das denn so stimmt, mit dem Rückgang der Insekten. Wenn ich mir bei günstiger Witterung die Invasion im Raps durch Rapsglanzkäfer ansehe oder im letzten Jahr bei Blattläusen, dann kann von einem pauschalen Rückgang wohl kaum die Rede sein. Hier ist wohl noch einiges an Forschungsarbeit zu leisten.

  4. Bei Basel soll der Hafen ausgebaut werden. Dafür wird ein Stück brachliegendes Industriegebiet mitverbaut, dass sich über die Jahre in ein Insekten und Pflanzenparadies empor gemausert hat. Aber es ist halt so, Wirtschaft Arbeitsplätze und Geld verdienen gewinnt. Weil wir immer noch mehr billigen produzierten Plunder aus der ganzen Welt begehren. Die Frage stellt sich mir oft, ob die nächsten Generationen diese für den Globalen Handel aufgebaute Infrastruktur, Straßen Tunnels, Brücken, Flug und Hafenterminals, Bahnen brauchen. Und ob sie das alles unterhalten können? Haben die Länder noch Arbeit, Steuereinkommen, Geld dafür? Was ist denen wichtig?

  5. Sehr geehrter Herr Röper,

    Insekten stehen nicht nur am Anfang der Nahrungskette, sie sind auch am Ende dieser!
    Wird immer nur vergessen!
    Denn Insekten sind die Ersten, die den menschlichen verwesenden Körper besiedeln und verwerten.

    Somit stellt sich an die Spitze der Nahrungskette, der Mensch selbst, weil er glaubt, es zu können.
    Er ist aber nicht „die Spitze“!
    Er ist ein Teil von ihr!

  6. Ließ das lieber nochmal. De Kollision am Auto ist direkt proportional der Anzahl Insekten ind er Luft. Es wird also über die Anzahl der toten Tiere am Autokennzeichen odr an der Scheide auf die Anzahl an Insekten in der Luft geschlossen. Aber natürlich könnten die Windräder eine Art Superschredder für Insekten sein.

    1. Wissenschaftliches Denken scheint sich aus Deutschland verabschiedet zu haben.
      Um „Das Auto“ zum Messinstrument zu machen und Werte zu erhalten, die Vergleiche zu lassen, müsste „Das Auto“ hinsichtlich all seiner relevanten Eigenschaften geeicht sein:
      * Es müsste immer das gleiche Auto sein, mit den exakt gleichen aerodynamischen Eigenschaften.
      * Das Auto müsste die immer gleiche Strecke abfahren
      * mit der immer gleichen Geschwindigkeit,
      * zu den immer gleichen Zeiten bezüglich Tag/Nach, bzw. Jahreszeit und Fahrtlänge.
      *Zum immer gleichen Wetter.
      Wird einer der Parameter verändert, endet die Vergleichbarkeit der „gemessenen“ Daten.
      ————zum Vergleich—————-
      Wenn man ein Gerät fest installieren würde, z.B. ein Windrad oder ein anderes rotierendes Gerät, ohne die Notwendigkeit die Insekten zu zerquetschen, dann könnte man eine vergleichsfähige Menge von Insekten aus der Luft filtern. Man könnte ganz einfach standardisierte Parameter einhalten, ohne sich auch nur vom Fleck zu bewegen,
      genau so wie man Regen oder Partikel misst.

      1. Zwei Studien, einmal Windschutzscheibe, einmal Auffanggitter (was auf immer das selbe Fahrzeug hinweist), ergeben ein Muster. Zitat:

        „Paul Tinsley-Marshall vom Kent Wildlife Trust sagte, dass dieser Unterschied extrem wichtig sei, da er die Muster der Kollision mit Insekten widerspiegelt, über die zuvor in anderen wissenschaftlichen Arbeiten berichtet wurde.“

        Wenn ich Anfang der 80er mit einem Audi 100, CW 0,30, bis zu zwei mal täglich unzählige Insektenleichen von der Frontscheibe entfernen musste (wozu an jeder Tankstelle extra harte Bürsten auslagen und Mittel zum Entfernen angeboten wurden) und heute mit einem SUV, CW 038, kaum noch ein Insekt auf der Scheibe finde, dann brauche ich keine Laborbedingungen zur Feststellung, dass es nicht mehr von Insekten wimmelt. Hinzu kommen ja auch eigene Beobachtungen in der Natur. Man hat bei einem Picknick heute wesentlich weniger ungebetene Gäste, was sicher nicht daran liegt, dass ich einmal Huhn und das andere Mal Roastbeef auf dem Teller habe. Wer den Rückgang der Insekten nicht wahrnimmt, schaut nicht genau hin.

  7. Getreide und Gras werden meines Wissnes aber nicht von Bienen bestäubt.
    Mehr brauchts nicht zur Ernährung des Menschen. Gras essen wir zwar nicht, aber alle Wiederkäuer, die uns als Nahrung dienen, kommen mit Gras aus.

    Besteht wirkliche eine Katasrophe durch Insenktemmangel? Liegt sie nicht vielmehr im bervorstehenden Zusammenbruch der Zivilisation, vor allem in Deutschland mit Energiwende und De-Industrialisierung (Diesel-Skandal etc.)?

    1. Es kommt sicher auf den Standpunkt des Betrachters an – dieser Planet ist nun mal ein Gesamtkunstwerk und alles, was da lebt, wächst & gedeiht, beeinflusst Alles und Jeden…..
      Für den Planeten wäre es wahrlich keine Katastrophe wenn die vermeintliche Zivilisation zusammenbrechen würde – denn offensichtlich ist genau sie – zusammengesetzt aus sich selbst ernannten Perlen der Schöpfung – das, was alles Leben auf diesem Planeten zerstören will und es auch tut.
      Vielleicht geht es allen anderen „Bewohnern“ dieses Planeten viel besser wenn diese „Zivilisation“ zur Vergangenheit wird.
      Die Natur/Schöpfung – wie auch immer – hat schon mehr überlebt und wird das auch schaffen….

  8. Man sollte noch anmerken das die Klimadebatte hier im Land ja auch das Insektensterben tangiert. Wie im Artikel beschrieben ist der Klimawandel ja einer der Hauptursachen des Insektensterbens, da kann man dann nur bedingt Kritik an der Klimapanik in den Medien üben.

    Natürlich wäre es wesentlich besser und sinnvoller sich nicht nur willkürlich und isoliert vom Rest der Welt auf Co2 zu konzentrieren und alles weitere zu ignorieren.

    1. Klimawandel als Hauptursache des Insektensterbens? M. M. n. würde der Klimawandel für einen Wandel und teilweise Anpassungen der Arten verursachen, keinesfalls ein Aussterben. Vor ein paar Wochen war ich acht Tage in D um meine Mutter zu besuchen (ich lebe in Ungarn) und der Unterschied war gravierend. Nicht nur die Insektenwelt, auch die Vogelwelt in D ist im Vergleich zu Ungarn erbärmlich. Außer ein paar Amseln und Spatzen habe ich nichts entdecken können, bei uns wimmelt es von Insekten und Vögeln. Meine Mutter lebt im Naturpark Lüneburger Heide, ich im Nationalpark Örség, es sollte eigentlich keinen Unterschied geben, Klimawandel haben wir hier auch.

    2. In wie fern leiden die Insekten unter einer Erwärmung von 0,8°C in den letzten 120 Jahren? Wo ist da das Problem? Brauchen die Insekten vielleicht mehr Schnee, um sich besser zu vermehren? Wie viele Insekten gibt es denn in der Arktis, im Vergleich zu gemäßigten Zonen? Oder ist es nicht so, dass man eine Insektenplage eher im Sommer als im Winter hat? Ist Malaria nicht ein Problem der sehr heißen Gegenden? Erkläre mir dochg bitte mal einer wissenschaftlich den Zusammenhang von Insektensterben und Klimawandel ohne den Umweg über Energiewende und Verspargelung der Landschaft mit Windkrafträdern!

  9. Danke lieber Thomas, wieder ein spannendes / ein interessantes Thema, wo es sich – aufgrund gewisser Indikatoren – denke ich durchaus lohnt, genauer hinzuschauen. Da könnten / sollten sich beispielsweise entsprechende Korrelationen in der Pflanzen- / Vogelwelt zeigen. Hier beispielsweise eine NICHT-staatliche Organisation, die sich für das Thema einsetzt:
    http://www.bund-rvso.de/insektensterben-quellen-studien-ursachen.html
    https://www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/tiere/insekten/bedrohung/

    Klingt zumindest überzeugend. Ob das widerum alles stimmt ? Vielleicht, vielleicht nur teilweise oder auch gar nicht. Wer weiß das schon.

    Jedenfalls hat – wie GMT bereits treffend erwähnt hat – alles in der Schöpfung einen höheren Sinn und jeglicher Eingriff eine entsprechende Wirkung. Das ist Naturgesetz. Das derzeitig vorherrschende „System“, sowie die Mehrheit der darin agierenden Menschen mißachtet grundsätzlich (noch) jegliche Naturgesetze, was letztlich Konsequenzen hat, mit denen wir leben bzw. mehr oder weniger darunter leiden müssen.

    So kann man – wie bei vielen anderen Themen auch – sich selbst die Frage stellen: Was trage ich aktiv / inaktiv zum Insektensterben bei ?

    M. Gandhi: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du dir wünschst für diese Welt.“

    1. Anicca sagt am 14. Februar 2020 um 20:06 Uhr:
      “Klingt zumindest überzeugend. Ob das widerum alles stimmt? Vielleicht, vielleicht nur teilweise oder auch gar nicht. Wer weiß das schon.“

      Hallo Anicca, schau dir mal den Artikel zu diesem Thema von “JoergM vom 17. Februar 2020 um 12:18Uhr” an (am Ende dieser Kommentareliste). Vielleicht kann der ja deine Zweifel ein bischen richten/ausräumen. Auch möchte ich auf den Kommentar von “JoergM vom 13. Februar 2020 um 23:25 Uhr” auf anti-spiegel.ru zum Thema Kommentar zum“Skandal“ in Thüringen: Was ist eigentlich wirklich wichtig in Deutschland? verweisen.

  10. Nun, ich weiss nicht in welchem Grade das Insektensterben durch ein Mehraufkommen an PKW und LKW auf den Strassen beeinflusst wird, aber das Bevölkerungswachstum (und damit verbunden ein Ansteigen der Fahrzeuge) sollte nicht unter den Tisch gekehrt werden! Das Hauptproblem verorte ich aber in dem Einsatz von chemischen Keulen gegen die Insekten.
    Der Klimawandel (wenn es ihn denn ueberhaupt gibt) mit gering ansteigenden Temperaturen, duerfte den Insekten m.M.n. eher guttun.

  11. das Instekten sterben korreliert mit der zurückgehenden Anzahl an Vögeln. Zusammehang? Keine Ahnung, aber da Vögel sehr auf Insekten als Nahrung angewiesen sind liegt der VERDACHT nahe. Man hat also indizien und müsste diese dann mit korrekten Messmethoden überprpüfen. Und ja das Auto (wenn man die selben Autotypen nimmt) ist imho als INDIKATOR ein brauchbares messmittel. Wer also eine solche Zählung 1990 an einem Audi 100 vorgenommen hat, sollte um brauchbare indizien zu erhalten heute nochmal mit einem Audi 100 dieselbe Strecke zur selben Zeit fahren. Der andere cw Wert anderer Fahrzeuge kann tatsächlcih diese indizien verändern.

    1. Man kann niemals die selben Bedingungen schaffen. Das Wetter allein sorgt ja schon für Schwankungen bei den Vorkommen von Insekten. Über die Jahre ergeben sich aber Muster, selbst wenn man nur stichprobenartig verschiedene Autotypen an einer beliebigen Raststätte untersucht.

  12. Erstaunlich, daß hier noch niemand die Mikrowellentechnik als Grund der Reduktion der Insekten angeführt hat, aber vielleicht liegt das an der kognitiven Dissonanz, die wir „unseren“ liebgewonnenen Kommunikatoren entgegenbringen, die uns zwar irgendwie nützlich sind, uns aber nebenbei auf multiplen Ebenen krank machen, ausspionieren und sogar unsere Gefühle und Bewußtseinszustände beeinflussen.
    Da schauen die wenigsten gern hin, weil es einfach zu erschreckend und vor allem zu UNBEQUEM ist.
    Lieber nochmal schnell in die A!sozialen Netzwerke schauen, ob nicht jemand geschrieben oder gar „geliked“( ein Grauen für jeden, der seine deutsche Muttersprache liebt) hat!

    Seit etwa 20 Jahren steigt die Verbreitung der Mikrowellentechnik, die de facto eine militärische Spionage- Waffen- und Mindcontrolltechnik ist, die sich eindeutig gegen den Anwender richtet.
    Das ist seit JAHRZEHNTEN bekannt und durch Studien- allen voran vom Brit und AmiMilitär an tausenden Menschen durchgeführt- hundertfach belegt. ( siehe Barrie Trower! YT!!!)
    In der gleichen Zeit- letzte 20 Jahre- ging die Zeugungsfähigkeit alleine beim Menschen, und zwar beim Mann( Frauenzahlen habe ich nicht parat) um 50 Prozent zurück.
    Das paßt zum Wirkspektrum, von dem- nur als klitzekleiner Ausschnitt-u.a. folgendes festzustellen
    ist: schädigt Keimzellen, verursacht DNS- Brüche, führt zu organischen, strukturellen Veränderungen des Gehirns, öffnet die Blut- Hirnschranke, schädigt JEDE Struktur im Körper, beeinflußt das Immunsystem sehr negativ, macht jedes Krankheitsbild schlimmer, verursacht selbst alles von A wie Augenkatharr bis Z wie Zirbeldrüsenunterfunktion und und und.
    Das sind wohlgemerkt ALLES nichttermische Effekte.

    Könnten die Menschen diese Strahlungen und Felder sehen, würde ihnen Angst und Bange, aber da sie es nicht sehen, entscheiden sich leider immernoch die meisten dafür, es zu ignorieren, genauso wie das Glyphosat in ALLEN konventionellen Getreideprodukten in der EU uswusf.

    Ein bißchen Logik hilft auch dabei, zu verstehen, daß Insekten mit ihrer viel geringeren Masse als Menschen alleine von den termischen Effekten von Mikrowellen sehr viel mehr betroffen werden.
    Es ist wohl ein nicht genau definierbares Zusammenspiel der Gifte und der Strahlungen, die die Insekten sterben lassen, aber die Ursache sind letztlich nicht die physikalisch wirksamen Einflüsse,
    sondern die Ignoranz und das mangelnde Bewußtsein der Menschen.

    mfG horus

  13. Die Anzahl der Insekten ist stark rückläufig. Das kann jeder nicht nur beim Autofahren merken. Aber überlegen wir doch einmal streng logisch, was hat sich denn verändert um das Insektensterben auszulösen?
    1. Pestizide in der Landwirtschaft?
    Pestizide werden schon seit Jahrzenten eingesetzt. Es wurden in der Vergangenheit sogar Mittel eingesetzt, die viel giftiger waren als die heutigen. Doch vor 40 – 50 Jahren gab es keine Probleme mit dem Insektensterben.
    2. Die Klimaerwärmung?
    Wärmeres Klima ist gut für Insekten. Es wird oft gesagt, dass wir unbedingt einen kalten Winter brauchen, damit die Population der unliebsamen Insekten zurückgeht.
    3. Windkrafträder?
    Durch die Windkrafträder werden jedes Jahr viele Insekten getötet, aber sicherlich viel weniger als durch Autos. Die Rotorblätter sind in großer Höhe und in der Nähe der Windräder sind auch keine hohen Bäume, so dass ich nicht davon ausgehe, dass durch die Rotorblätter viele Insekten getötet werden.
    Ich denke, dass in diesem Zusammenhang einmal Forschung betrieben werden muss was den Infraschall betrifft. Es ist erwiesen, dass Menschen darunter leiden können. Es gibt meines Wissens nach keine Studie dazu, wie sich der Infraschall auf die Insektenwelt auswirkt.
    4. Mobilfunkstrahlung
    Ich wundere mich, warum hier nicht auch die Mobilfunkstrahlung angesprochen wird. Mobilfunkmasten sind in den letzten 30 Jahren aus dem Boden geschossen wie Pilze. Die Mobilfunkstrahlung ist durch jeden neuen Standard kurzwelliger geworden G3; G4 und jetzt bald G5. In der Nähe der Mobilfunkmasten wachsen Pflanzen schlechter. Diese Strahlung wirkt sich sicherlich auch auf die Insekten aus. Es sollte hierüber doch einmal ein paar Untersuchungen angestellt werden. Population der Insekten in Abhängigkeit zum Abstand zu Mobilfunkmasten. Wie ist es in Funklöchern?
    Diese Untersuchungen wird es aber nicht geben. Das eine würde die Klimapolitik in Frage stellen und der Mobilfunk wird durch eine starke Lobby nicht in Frage gestellt. Da müssen dann halt unsere Bauern als Sündenböcke herhalten.

  14. Hallo allemann.
    „Die Mehrheit der gewöhnlichen Bevölkerung versteht nicht was wirklich geschieht. Und sie versteht
    noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht.“ Soll Noam Chomsky, ein bekannter Kommunikationswissenschaftler vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) gesagt haben. Nach dieser Aussage ist die Frage von Rainer Mausfeld „Warum schweigen die Lämmer?“ (also das Volk) schon irrelevant. Denn wer nicht weiß, dass er nichts weiß – der stellt auch keine Fragen.

    Aber immer mehr Menschen begreifen, das in unserer Welt etwas gewaltig schief hängt, und fangen an Fragen zu stellen.

    Das hat apied 13. Februar 2020 um 23:05 Uhr auch getan. Er fragte: „Brauchen die nächsten Generationen diese für den globalen Handel aufgebaute Infrastruktur, Straßen Tunnel, Brücken, Flug und Hafenterminals, Bahnen?“

    Wenn wir anfangen mit DENKEN müssen wir anfangen KONSEQUENT zu denken. Dazu gehört, dass man erstmal Luft holt, ganz ruhig ausatmet, einen anderen Standpunkt einnimmt und anfängt einen Blick von oben auf unsere Welt als Ganzes zu werfen. So wie es die Astro-, Kosmo- und Taikonauten von der ISS aus machen.
    Die nächste Frage wäre doch: Wie und vovon – also auf welcher Basis – wollen wir denn unseren Kindern ein menschenwürdiges Leben ermöglichen? Indem wir die Industrie abschaffen? Die BASIS dafür, das wir nicht hungern müssen, keinen Durst kennen, in warmen, gemütlichen Wohnungen leben – unabhängig von Wind und Wetter – in denen wir uns nach der Arbeit erholen, Musik hören, tanzen, singen, Kinder machen können, wenn wir es denn nur wollen, also die Basis für ein menschenwürdiges Leben?

    Und: solche Fragen stellen auch nur wir, hier, in der westlichen Zivilisation. Weil WIR den Blick für das Ganze veloren haben. Wir sehen nur uns! In vielen Ländern auf dieser Erde (Entwicklungsländer) in Asien, Afrika, Südamerika können sich die Menschen solche Fragen gar nicht leisten. Die müssen erstmal für menschenwürdige Lebensbedingungen sorgen! Dafür braucht man aber Infrastruktur, Transportwege, preiswerte Energie, Bildungseinrichtungen, Möglichkeiten Einkommen zu generieren, medizinische Versorgung für alle und für das ganze Land. Alles das, was wir uns im Laufe der Jahrzehnte aufgebaut haben und gerade dabei sind es wieder einzureißen. Wer denkt denn über Demokratie und Menschenrechte nach wenn er hungert, durstet, oder im besten Falle nachts hinter seiner Blechhütte, in der er mit seiner 8-köpfigen Familie seit Jahren leben muß, von seinem menschenunwüdigen Leben erlöst wird, weil er seinen erarbeiteten Monatlohn bei sich trägt. Und kein Hahn kräht nach ihm, denn dafür notwendige Infrastruktur (Polizei, Gerichte, Gefängnisse) gibt es ja nicht!

    Dann kommt das Geschrei UNSERER Politiker, Umweltschützer, Angst- und Panikmacher: „Aber was ist denn mit den Bienen?“ Mal ehrlich, die Frage: „Bienen oder unsere Kinder?“ wäre nicht mehr so niedlich und einfach und unisono zu beantworten.

    Natürlich müssen wir etwas für die Umwelt tun. Ohne Zeifel! Allerdings sollten wir bei der Lösung der anstehenden Aufgaben der Reihe nach gehen. Da stehen 2 globale Probleme im Raum, ohne deren Lösung es keine vernünftige Entwicklung auf der Erde geben kann: Die ständigen, weltweiten Kriegshandlungen, die langsam, aber stetig anwachsende Kriegsgefahr zwischen den Großmächten sowie der, wie ein Damoklesschwert über uns alle schwebende, ausstehende Finanzcrash. Interessant ist dabei, dass von den westlichen Massenmedien hier weder Lösungen kommuniziert noch erwartet werden können. Aber es gibt Lösungen, nur sind die bei der Übermacht der nicht von Gemeinsinn interessengeleiteten Massenmedien weder zu erwarten noch zu hören. Man muß schon sehr genau hinschauen, um sinnvolle Vorschläge zu finden:

    • Zusammenarbeit der globalen Player – USA, Russland, China, Indien. Die haben sowohl die wirtschaftliche, finanzielle als auch die politische Macht. Demokratisch wäre es auch, schließlich ist in diesen Ländern die Mehrheit der Weltbevölkerung vertreten. Putin hat, als Reaktion auf den Drohnenmord an Suleimani, die Zusammenkunft aller Sicherheitsratmitglieder vorgeschlagen; Macron hat den Vorschlag für gut befunden und Trump hatte 2016 als Wahlversprechen die Zusammenarbeit mit Russand und China angeboten;
    • Wiedereinführung des Glass – Steagall – Gesetzes um die, 1970 von Nixon gekanzelte Bankentrennung, wieder einzuführen;
    • gemeinsame Arbeit an weltweiten Strukturaufbauprogrammen um ALLEN Menschen ein menschenwüdiges Leben zu ermöglichen; Russland, China, Indien, BRICS und andere Länder haben diese „Maßnahmen“ längst begonnen, nur einige westlichen Länder (insbesondere die EU) versuchen mit ihrem „Green deal“ eine Insellösung durchzusetzen. Eine Herangehensweise die nicht funktionieren wird, das sie ausschließlich darauf abziehlt die Banken zu retten.

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