Impfpflicht in Moskau?

Die Corona-Lage in Russland, die Maßnahmen in Moskau und wie die russischen Medien berichten

In den letzten Tagen haben Meldungen über eine Impfpflicht in Russland Schlagzeilen gemacht. Wie ist die Lage in Russland und wie berichten die Medien?

Ich berichte seit fast einem Jahr, dass Corona in Russland kaum noch ein Thema ist. Das gilt grundsätzlich immer noch, denn Russland besteht nicht nur aus Moskau, wo die Corona-Situation derzeit aus dem Ruder zu laufen scheint und wo die Stadtregierung jetzt zu radikalen Maßnahmen greift. Die Moskauer Stadtregierung hat diverse Corona-Einschränkungen verkündet (geschlossene Spielplätze, eine Sperrstunde für Bars und Restaurants von 23 bis 6 Uhr, verstärkte Kontrollen der Maskenpflicht im ÖPNV, etc.) und auch angeordnet, dass Arbeitgeber unter Androhung von Geldstrafen dafür verantwortlich gemacht werden, dass bis Mitte August mindestens 60 Prozent ihrer Belegschaft geimpft sind. In den Schlagzeilen ist von einer Impfpflicht die Rede.

Die Corona-Lage in Russland

Über diese „Impfpflicht“ habe ich bereits berichtet. Die Anweisung der Moskauer Stadtregierung gibt es tatsächlich, allerdings ist sie juristisch (derzeit) gar nicht durchsetzbar, weil die Arbeitgeber keinerlei Handhabe haben, ihre Angestellten zur Impfung zu zwingen. Und auch in Russland wird kein Gericht eine Geldstrafe gegen ein Firma verhängen, die es nicht geschafft hat, 60 Prozent ihrer Mitarbeiter zu einer Impfung zu bewegen, wenn sie keine rechtliche Handhabe hat, das auch durchzusetzen. Dazu müsste erst das russische Arbeitsrecht geändert werden, was (zumindest bisher) nicht im Gespräch ist.

In Moskau wurde außerdem angeordnet, dass alle Routinebehandlungen in Krankenhäusern für Nicht-Geimpfte ausgesetzt werden. Medizinische Notfälle und lebenswichtige Behandlungen (zum Beispiel Krebs) sind davon allerdings ausgenommen.

Als Grund für die radikalen Maßnahmen wird angegeben, dass die Zahl der Infizierten plötzlich buchstäblich durch die Decke gegangen ist und es eine nie dagewesene Zahl von täglichen Neuinfektionen gibt. Bis zum 8. Juni lag die Zahl der Neuinfektionen in Moskau stabil bei etwa 3.000 pro Tag, aber dann ist sie in die Höhe geschossen und liegt nun bei fast 9.000. Das ist Hälfte aller Fälle in Russland, obwohl im Großraum Moskau weniger als 10 Prozent der russischen Bevölkerung leben.

Vor allem aber wird gemeldet, dass die Krankenhäuser an ihre Grenzen kommen. In Moskau wurden bereits wieder Notkrankenhäuser für Covid-Patienten in Betrieb genommen.

Wie die russischen Medien berichten

Ich habe immer mal wieder Berichte der russischen Medien über Corona übersetzt und sie klangen anders als im Westen. Besonders springt mir, der ich aus beruflichen Gründen täglich russische und deutsche Medien lese, ins Auge, dass es in Russland viel weniger Berichte über Corona gibt als in Deutschland. Vor allem aber waren die russischen Berichte über Corona sachlicher, Gegner von Masken und Impfungen kamen zu Wort, ohne für ihre Meinung verurteilt zu werden.

Der O-Ton der russischen Medienberichte war immer: Ja, es gibt die Krankheit, ja, sie ist durchaus gefährlich, ja, es sterben Menschen daran. Aber die russischen Berichte waren insgesamt optimistisch, die Lage sei beherrschbar. Die im Winter sicherheitshalber eröffneten Corona-Krankenhäuser wurden sogar teilweise geschlossen, weil sie leer standen. Und es wird immer empfohlen, sich impfen zu lassen.

Der im Vergleich zum Westen in Russland lockere Umgang mit Corona hat dazu geführt, dass die Russen keine Angst vor Corona haben und sich nicht impfen lassen, weil sehr viele Russen bereits Corona hatten und man aus eigenem Erleben oder aus Erzählungen von Freunden erfahren hat, dass es eine Krankheit ist, die meist nur zu ein paar Tagen Fieber, Schwächegefühl oder Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn führt. Sie ist bisher bei den meisten Menschen unspektakulär verlaufen. Die Impfquote in Russland ist infolgedessen niedrig, in Moskau liegt sie bei nur knapp über 10 Prozent. Über die Impfunwilligkeit der Russen und die Gründe dafür habe ich Anfang Juni, nur zehn Tage, bevor in Moskau die Lage außer Kontrolle geraten ist, berichtet, den Artikel finden Sie hier.

Auch jetzt beherrscht Corona in Russland nicht wirklich die Schlagzeilen. Aber die Tonlage der Berichterstattung hat sich verändert. Die Warnungen in den Medien werden deutlicher. Um das aufzuzeigen, habe ich den entsprechenden Beitrag vom Sonntag aus der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ über die Corona-Lage in Moskau übersetzt.

Vor der Übersetzung noch eine generelle Anmerkung: Russland hat derzeit vier eigene Impfstoffe, die alle eine Wirksamkeit von über 90 Prozent gezeigt haben. Westliche Impfstoffe – vor allem mRNA-Impfstoffe – werden in Russland nicht verimpft.

Und noch eine Anmerkung zur Übersetzung: Da ist die Rede vom „indischen Stamm“ des Coronavirus, damit der Stamm gemeint, der in Deutschland als „Delta“ bezeichnet wird.

Da eine Freundin von mir über das Wochenende in Moskau war, werde ich nach der Übersetzung über ihre Eindrücke von „vor Ort“ berichten.

Beginn der Übersetzung:

Einer steckt acht andere an: Covid mutiert dank der Impfgegner

Covid ist in Russland wieder in ein aktives Wachstum übergegangen. Bis zum Ende dieser Woche näherte sich die Zahl der Infizierten pro Tag landesweit der 20.000. Moskau hat einen historischen Höchststand erreicht. Der bisherige Rekord für die Hauptstadt lag bei 8.200 Infizierten pro Tag, das war am 24. Dezember letzten Jahres. Heute haben wir diese Zahl geknackt und sie steigt weiter an und nähert sich 10.000 pro Tag.

Gleichzeitig wird berichtet, dass sich 89 Prozent der Infizierten in Moskau den indischen Stamm „einfangen“, der aggressiver ist und eine kürzere Inkubationszeit hat, was das Ansprechen auf herkömmliche Behandlungsmethoden erschwert.

Der Grund für diese dramatische Situation ist, dass sich unsere Bevölkerung weitgehend weigert, sich zu schützen, sei es durch Impfungen, Masken oder verantwortungsvolles Verhalten. Dadurch sind wir heute auf wundersame Weise wehrloser als vor einem Jahr, als Masken und Handschuhe für Ärzte noch nicht in ausreichender Menge vorhanden waren, als Medikamente und Impfstoffe noch nicht erfunden worden waren. Nun ist das alles im Überfluss vorhanden, aber es ist das entstanden, was die Chefin der Verbraucherschutzbehörde Anna Popowa als „totalen Nihilismus“ in der Gesellschaft bezeichnet.

Dmitri Peskow, der Pressesprecher des Präsidenten, nahm diesen Begriff auf. Es ist ein Nihilismus in Bezug auf die Empfehlungen der Ärzte, in Bezug auf die Notwendigkeit, sich zu impfen, und sogar in Bezug auf die Existenz der epidemischen Bedrohung.

Was die Impfungen betrifft, so ist es verwunderlich, dass sich sogar einige Ärzten dagegen aussprechen – grauhaarige Professoren und sogar Akademiker, allerdings nur solche, die sich der Medizin verwandten Fachgebieten verschrieben haben. Sie streiten aus einer Position der Unwissenheit mit professionellen Virologen und Epidemiologen und führen Millionen von verunsicherten Menschen in die Irre. In der Tat haben sich die Impfgegner in eine Position des Obskurantismus begeben und schaden der Gesellschaft und dem Staat in unverantwortlicher Weise, indem sie dem Coronavirus erlauben, seine flächendeckende Ernte einzufahren. Russland befindet sich jetzt im Krieg. In diesem Krieg ist das Virus der Feind. Impfgegner sind diejenigen, die auf die Seite des Feindes übergelaufen sind. Wir müssen die Dinge beim Namen nennen.

Unter diesen Bedingungen ist es wichtig, zum Beispiel die offizielle Position der Russischen Akademie der Wissenschaften als wichtigste Expertenorganisation in Russland zu hören. Die öffentliche Position der Leiter der religiösen Konfessionen und die tägliche Arbeit der Pastoren in den Kirchen ist wichtig. Kein Thema ist wichtiger für Meinungsführer, seien es Politiker, Künstler oder Sportstars. Aber das Wichtigste – jeder sollte bei sich selbst anfangen: um zu verstehen, wie die Infektion abläuft und welche vorbeugenden Maßnahmen es gibt, was die Gefahren sind und warum es für jeden von uns wichtig ist, seinen eigenen Antikörperspiegel zu kennen. Jeder sollte wissen, was schützt und was nicht schützt. Wodka, zum Beispiel, schützt nicht.

Und man muss den Sinn der Maßnahmen verstehen, die der Staat zum Schutz der Bürger ergreift. In Moskau haben die Behörden der Stadt zum Beispiel beschlossen, die Impfung von Mitarbeitern in den Bereichen Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Transport, Gesundheitswesen, Wohnungsbau und Versorgungsbetriebe, Bildung, Kultur und von Organisationen, die mit Kindern arbeiten, sicherzustellen. Eine weitere Maßnahme, die die Impfkampagne anregt, besteht darin, die routinemäßige medizinische Versorgung nur geimpften Patienten anzubieten. Haben Sie eine Impfung oder Antikörper, können Sie Ihren chronischen Bluthochdruck behandeln lassen. Haben Sie keins von beidem? Lassen Sie sich impfen!

Es gibt Länder auf der Welt, die dank zivilgesellschaftlicher Organisierung das Coronavirus und alle damit verbundenen Einschränkungen hinter sich gelassen haben: China oder Israel zum Beispiel. Wollen wir weiter herumdümpeln? Menschen verlieren und eingesperrt bleiben? Ist das unsere Vorstellung von Glück? Und warum sollte uns jemand helfen, wenn wir nicht bereit sind, uns selbst zu helfen, indem wir den Unwissenden und Obskuranten zuhören?

Wie dramatisch ist die Coronavirus-Pandemie bei uns im Moment? Ein Bericht von Elena Erofeeva.

Im März schlug das Moskauer Krankenhaus Nr. 15 eine neue Seite in der Geschichte von Covid auf. Das Krankenhaus kehrte zur normalen medizinischen Versorgung zurück. Nur die Entbindungsklinik blieb eine „roten“ Zone. Hier wusste man damals noch nicht, ob man einen Punkt oder ein Komma setzen sollte. Drei Monate später gab es wieder eine riesige stationäre Abteilung für 2000 Betten in der Covid-Zone. Und die Krankenwagen, die einer nach dem anderen vorfahren, bringen zweihundert Patienten am Tag. (Anm. d. Übers.: Die Corona-Stationen werden in Russland „rote Zone“ genannt.)

Am 11. Juni wurde der letzte Routine-Patient entlassen, am 15. Juni wurde der erste Patient mit Covid aufgenommen. Heute sind es etwa tausend. Die Statistik wächst nicht einfach, sie explodiert. Hinter den seelenlosen Zahlen liegen graue Gesichter, erschöpft, versunken in Angst und Schmerz.

Seit 10 Tagen hat er bis zu 39 Grad Fieber. Die Kopfschmerzen sind quälend und nicht zu ertragen. Vasily Maiba hat sich bewusst nicht impfen lassen. Der schwache Aufguss der Impfverweigerung wird den Menschen als harmloser Trank verkauft. Gefangen in der Falle von Gerüchten und Lügen, im Gegensatz zu Klarheit und Wahrheit, berauben sich die Pseudokritiker jeglicher Hoffnung, diesem verblüffenden Unsinn zu entkommen. Inzwischen ertrinkt das Land in der dritten Welle der wütenden Pandemie.

„Wir haben jetzt, was wir haben. Es ist unsere eigene Schuld. Wenn wir geimpft uns geimpft hätten… Es gibt noch eine andere Möglichkeit: Ins Krankenhaus, auf die Intensivstation kommen. Und ich unterstreiche: Man kann dort auch nicht mehr herauskommen. Menschen sterben. Es gibt keine Pille, um jemanden vom Coronavirus zu heilen“, sagte Valery Vechorko, Chefarzt des Städtischen Klinischen Krankenhauses Nr. 15.

Beim Rauschen der Herzmonitore ist die schwache Stimme des Patienten nur schwer zu verstehen. Das schmerzhafte Flüstern der verblichenen Lippen klingt, als hätte er Brei im Mund: Er bittet um Hilfe.

Die Augen des Arztes sprechen eine deutlichere Sprache als die lautesten Worte. Die Ärzte suchen beharrlich nach einer Lösung. Dieser Patient ist einen Schritt davon entfernt, an das Beatmungsgerät angeschlossen zu werden. Aber Valeriy Vechorko wird uns das erst erzählen, nachdem er den Raum verlassen und die Tür fest verschlossen hat: Es besteht die Gefahr, dass der alte Mann nach dem Intubieren nicht wieder von dem Gerät loskommt.

Er hat sich verändert, Covid verändert sich und macht es den Ärzten noch schwerer. Vor einem Jahr reichte es aus, milchfarbene Flecken auf dem Bild zu sehen und die Diagnose war klar. Jetzt tritt die Verdickung der Lunge, oder im medizinischen Sprachgebrauch, die Konsolidierung, in den Vordergrund.

Es ist, als ob das Coronavirus wütend geworden wäre. Innerhalb von zwei Tagen hat sich die Zahl der Infizierten allein in Moskau verdoppelt – eine so hohe Rate hat es in der Hauptstadt noch nie gegeben. Die Sterblichkeitsrate, die seit letztem Dezember rückläufig war, ist stark angestiegen.

„Das ist das Bild, das der indische Stamm zu zeigen scheint. Er ist aggressiver. Er ist im Vergleich zum Wuhan-Stamm blitzschnell“, sagt Alexander Gintsburg, Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften und Direktor des Gamaleya Institut, der Entwickler von Sputnik-V.

„Ist er bösartiger?“

„Ja, er ist bösartiger. Es verkürzt die Zeit des Übergangs von milden Symptomen zu schweren Formen der Krankheit und damit auch die Zeit der möglichen Entstehung eigener Antikörper.“

Er hat Moskau unbemerkt erobert. Der indische Stamm verdrängt heute alle anderen Varianten des Virus: den britischen Stamm und den südafrikanischen Stamm. Vom ursprünglichen Wuhan-Stamm ist nur noch wenig übrig. Die festgestellten Mutationen haben die Eigenschaften von SARS-CoV-2 verändert.

„Er vermeidet wahrscheinlich die neutralisierende Wirkung von Antikörpern. Vor allem bei denjenigen, die schon mal infiziert waren. Das heißt, ihre Antikörper sind bereits weniger wirksam gegen diesen Stamm“, sagte Kamil Khafizov, Leiter der wissenschaftlichen Gruppe für die Entwicklung neuer Methoden zur Diagnose menschlicher Krankheiten am zentralen Forschungsinstitut für Epidemiologie der Verbraucherschutzbehörde.

Der indische Stamm wird immer stärker und versucht, den Impfschutz zu durchbrechen. Er ist doppelt so ansteckend wie der britische Stamm, der im Dezember für viel Aufsehen sorgte, und hat den chinesischen Stamm in seiner Ausbreitungsgeschwindigkeit um das Vierfache übertroffen. Das Labor des Zentralen Forschungsinstituts der Verbraucherschutzbehörde hat eine ganze Bibliothek von verschiedenen Mutationen des Coronavirus gesammelt.

„Unter solchen Bedingungen verbreitet sich das Virus aktiv. Es gibt nur wenige Menschen, die geimpft sind. Der Anteil der Infizierten, die noch Antikörper haben, ist gering“, sagt Anna Speranskaya, Leiterin der Genomics und Genomic-Technologie Gruppe des Zentralen Forschungsinstituts für Epidemiologie der Verbraucherschutzbehörde.

„Was bedeutet das?“

„Dass er sich noch schneller ausbreiten wird. Die einzige normale Rettung in dieser Situation ist es, genügend Menschen zu impfen, um eine schnelle Ausbreitung neuer Formen des Virus zu verhindern.“

Schneller geht es gar nicht: Eine infizierte Person steckt acht andere an. Alle Autorennen der Welt sind ein Kinderspiel im Vergleich zu dem blitzschnellen Tempo dieses Virus. Es hätte bereits gestoppt werden können – durch Impfung – aber die Masse der Impfgegner stand im Weg.

„Man sieht einen Mann an, er tut einem wahnsinnig leid, man denkt: Mein Guter, warum hast du herumgesessen, warum hast du dich nicht impfen lassen? Haben sie dir keinen Impfstoff gegeben? Wollten sie nicht, haben Sie dich nicht überredet, haben sie es dir nicht gesagt, haben sie nicht geschrien, haben sie es dir nicht in den Kopf gehämmert? Ich möchte ihn fragen, wovor hattest du Angst? Vor Impotenz? Vor Unfruchtbarkeit? Was für dummes Zeug, das dir sagt, dass du dich nicht impfen lassen sollst, hast noch im Internet gelesen?“, sagt Sergey Tsarenko, stellvertretender Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Moskauer Städtischen Klinischen Krankenhaus Nr. 52.

Der unheilvolle Schatten des Todes gleitet über die Fenster des Covid-Krankenhauses. Es wird immer schwieriger, Patienten hier wieder herauszubekommen. Sie sprechen schwach oder gar nicht auf die Therapie an. Die Infektion schreitet so schnell voran, dass das Immunsystem eines Menschen keine Zeit hat, Antikörper zu produzieren – sie sind wehrlos.

„Die Krankheit schreitet noch schneller fort. Ein Patient wird eingeliefert und trotz aktiver Behandlung verschlechtert sich sein Zustand innerhalb weniger Tage so weit, dass er vom ersten Schweregrad in den vierten übergeht, er braucht Atemunterstützung, und dann geht er auf künstliche Lungenbeatmung und dann an ein Beatmungsgerät. Es ist offensichtlich, dass die Krankheit aktiver geworden ist, vor allem bei jungen Menschen ohne Vorerkrankungen, auch bei dünnen Menschen“, betonte Sergei Tsarenko.

Und nicht nur auf der Intensivstation, auch in der stationären Behandlung verschlechtert sich der Zustand der Patienten jeden Tag. Irina Beloglazova, Leiterin der 4. therapeutischen Abteilung des Moskauer Stadtkrankenhauses Nr. 52, ist gerade von ihrer Visite zurückgekehrt. „Es ist eine sehr ernste Situation, wenn man bedenkt, dass auch die Intensivstation keine freien Betten mehr hat“, sagte die Ärztin.

Im 52. Krankenhaus behandeln heute zwei der Stationen Covid. Dabei sind sie im Frühjahr auch zur medizinischen Routineversorgung zurückgekehrt. Doch das Coronavirus breitete sich wieder aus. Und nun sind bereits etwa tausend Betten mit schweren Fällen belegt, die statt der Impfung einen anderen Weg gewählt haben – nämlich krank zu werden.

„Wenn die Leute mit dem Virus Roulette spielen, verstehen sie nicht, dass sie die notwendige Menge an Antikörpern in Form einer Impfung bekommen müssen und sich dadurch vor all den Erfahrungen und Ängsten, die tödlich enden können, schützen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch das Spiel verliert, liegt bei bis zu 10 Prozent. Und mit dem Auftauchen anderer veränderter Stämme befürchte ich, dass dieser Prozentsatz noch steigen könnte. Die von Sputnik produzierten Antikörper schützen gegen alle derzeit bekannten Stämme, vom britischen bis zum indischen“, sagt Alexander Gintsburg.

Die Bundesanstalt für Medizin und Biologie hat ein neues Medikament entwickelt – „Sturmwarnung“. Das Medikament hemmt die Freisetzung von Zytokinen – Proteinen, die eine übermäßige Immunreaktion verursachen. 90 Prozent der COVID-19-Todesfälle sind mit einem Zytokinsturm verbunden.

„Das Medikament dringt in die untere Lunge ein und hindert das Immunsystem daran, die eigenen Zellen anzugreifen“, erklärt Vladislav Karkishchenko, Direktor des wissenschaftlichen Zentrums für biomedizinische Technologien.

Unter Laborbedingungen erzeugten die Forscher Modelle eines Zytokinsturms. Sie haben das an Mäusen getestet. Sie induzierten künstlich eine Kaskade von Entzündungsreaktionen und versuchten dann, diese mit dem neuen Medikament zu unterdrücken. Das Medikament reduzierte die Sterblichkeit um das Sechsfache.

„Zytokine haben eine Schutzfunktion. Aber wenn sie anfangen, unkontrolliert im Körper produziert zu werden, hören sie auf, schützend zu sein und werden giftig für den Körper“, sagte Anna Levashova, leitende Forscherin des Forschungszentrums für biomedizinische Technologien.

Es ist möglich, schwere Komplikationen zu vermeiden, wenn Sie sich rechtzeitig impfen lassen. Natürlich besteht das Risiko, krank zu werden. Aber nach der Impfung werden Sie mit Sicherheit nicht an ein Beatmungsgerät angeschlossen und vermeiden einen tödlichen Ausgang. Dies ist durch die Jahrhunderte der Geschichte bewiesen worden.

„Man muss das Rad nicht neu zu erfinden. Wir sollten uns die Erfahrungen unserer Vorfahren ansehen. Schauen Sie sich an, wie sie erfolgreich schreckliche Krankheiten bekämpft haben. Und wie sie diese Krankheiten besiegt haben. Nur gemeinsam, indem man sich von obskurantistischen mittelalterlichen Vorurteilen befreit und zur richtigen Zeit die allgemeine Impfung einführt hat, wie es in der Sowjetunion der Fall war. In der Schule wurden alle gegen Pocken geimpft. Das ist meine zivilgesellschaftliche Position, ich glaube wirklich an sie. Deshalb habe ich mich und meine Familie impfen lassen. Und jetzt machen wir bereits Wiederholungsimpfungen“, sagte Wladimir Medinskij, Präsidentenberater und Vorsitzender der Russischen Militärhistorischen Gesellschaft.

In diesem Jahr hat sich das Bild der Krankheit mehr als einmal geändert. Auch das Virus selbst ist mutiert. Studien mit Seren von Erkrankten zeigen jedoch, dass die in Russland verfügbaren Impfstoffe gegen die neuen Stämme wirksam sind. Es bleibt nur noch, die Liste derjenigen zu erweitern, für die eine Impfung in erster Linie angezeigt ist. Und das sind die Risikogruppen.

„Das Gesundheitsministerium hat sehr viel Verständnis und Flexibilität gezeigt und alles dafür getan, dass buchstäblich nächste Woche ganz offiziell schwangere Frauen geimpft werden können. Ja, dieses Problem wurde gelöst, was, wie wir wissen, nicht nur schwangere Frauen schützt, sondern auch das Neugeborene wird als Folge des Stillens geschützt“, sagte Alexander Gintsburg.

Die freiwillige Impfung wurde zu lange auf die lange Bank geschoben. Die Menschen haben es nicht eilig, sich gegen Covid impfen zu lassen. Anscheinend folgen die Menschen in Russland Befehlen besser als Empfehlungen. Und es scheint keinen anderen Weg zu geben. Andernfalls wird die Hoffnung auf das Ende der Pandemie auf lange Zeit von Egoismus, Gleichgültigkeit und konstruierter Angst erdrückt.

Ende der Übersetzung

Nun noch ein paar Worte zu den Erlebnissen meiner Freundin, die das Wochenende bei Schulfreunden in Moskau verbracht hat. Sie hat von den Einschränkungen kaum etwas bemerkt. Restaurants haben zwar um 23 Uhr geschlossen und Spielplätze waren abgesperrt. Aber Parkbänke, die zunächst auch abgesperrt waren, sind wieder freigegeben, weil die Menschen die Verbote ignoriert haben.

Die Maskenpflicht im ÖPNV wurde in Moskau nicht kontrolliert, aber als sie wieder in Petersburg gelandet war, wurde sie im Bus vom Flughafen in die Stadt angewiesen, die Maske aufzusetzen. Auch in Geschäften oder Apotheken wird man sowohl in Moskau als auch in Petersburg nur selten aufgefordert, die Maske aufzusetzen.

Und im Flugzeug wurde ebenfalls keine Maske verlangt. Das hat mich gewundert, denn ich bin letztes Jahr einige Male nach Moskau geflogen und damals wurde man ohne Maske nicht ins Flugzeug gelassen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Russen nun damit umgehen, aber im Leben der Menschen hat sich bisher noch wenig geändert.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

44 Antworten

  1. Boah, das sind ja richtig martialische Töne in dem Vesti-Bericht. Wie Golineh Atai auf Speed und mit doppeltem Hang zur lyrischen Theatralik, so dramatisierend kennt man das ja gar nicht.

    Hamm ‚Se sich schon impfen lassen, Herr Röper?

    Ich fliege Ende August nach Moskau und hoffe, daß (a) der Spuk dann wieder vorbei ist und (b) meine politisch erpresste Comirnaty-Impfung keinen bürokratischen Ärger macht.

    1. „Dass er sich noch schneller ausbreiten wird. Die einzige normale Rettung in dieser Situation ist es, genügend Menschen zu impfen, um eine schnelle Ausbreitung neuer Formen des Virus zu verhindern.“

      Biden scheint tatsächlich mit seiner Faust auf den Tisch vom Putin geschlagen zu haben! Anders kann ich mir diese Entwicklung NICHT erklären.

  2. Die martialische Wortwahl erinnert mich an deutsche Mainstreammedien.
    Naja, wenigstens hauen sich die Russen nicht hingebungsvoll wie der Michel die neuartigen mRNA-Impfstoffe in den Körper.

    1. Über einige Grundstoffe, die Russland im Imperium kauft, bringt Bruder Bill, seine Zutaten, auch in die Russischen Spritzen, ansonsten würden SIE, die Produktion von russischen “ Impfstoff“ , schlicht VERHINDERN.

  3. „Die martialische Wortwahl erinnert mich an deutsche Mainstreammedien.“

    Woran erinnert Sie denn dann die Wortwahl des Piloten bei meinem Flug am Mittwoch den 16.06.21
    – Aeroflot Flug SU2318 von SVO nach BER – per Durchsage 2 Minuten vor „Boarding complete“:
    „Liebe Passagiere, wer während des Fluges keine Maske tragen kann oder tragen will meldet sich bitte jetzt
    beim Bordpersonal und verlässt dann umgehend das Flugzeug. Bei Zuwiderhandlung wird der nächste erreichbare airport auf Kosten des Passagiers angeflogen. Vielen Dank.“

    1. Na super! Alle sind anscheinend auf Linie gebracht worden. Dann ist wohl Fliegen erst mal gestrichen – für mich. Die können mich mal. Ich sitze doch nicht – wenn ich z.B. nach Tokio fliegen sollte, 14 Stunden mit Maske da rum. Und die müsste ich, wenn das überhaupt was bringen soll, mindestens alle 2 Stunden wechseln.

      1. Also ehrlich: ich habe schon lange auf Flüge verzichtet und werde jetzt schon gar kein Flugzeug besteigen, da ja die Möglichkeit besteht, dass die Piloten geimpft sind und eventuell in 13 km Höhe plötzlich eine Embolie bekommen und Ausfallen. Jedenfalls bei den wertewestlichen mRNA Impfstoffen ist damit zu rechnen.
        Bisher habe ich, bezüglich der russischen Impfstoffe, noch keine Meldung von schlimmen Nebenwirkungen oder tödlichen „Abstürzen“ vernommen.

        1. Kurze Nachfragen Doc Letz: Fahren Sie auch kein Auto mehr? Der Fahrzeugführer im Gegenverkehr könnte auch eine plötzliche Embolie bekommen, oder? Oder der Lokführer oder der Tramlenker oder, oder, oder.
          P.S.: „…oder tödlichen „Abstürzen“ vernommen.“ Was wollen Sie mir damit sagen?

          Keine weiteren Fragen.

          1. Denkanstoß: Milliarden Autos, Lastwagen und Busse bewegen sich auf der Erdoberfläche, einige tausend Flugzeuge mit je zwei Piloten in 10km Reiseflughöhe oder darüber. Je geringerer der Luftdruck, umso leichter das Entstehen von Blutgerinnseln. Züge und Straßenbahnen pflegen sich entlang ihrer Geleise zu bewegen. Darüberhinaus wird das Fahrzeug in der Regel automatisch angehalten, wenn der Führer ausfällt. Jetzt vielleicht weitere Fragen?

  4. „10.000 pro Tag“ infiziert. wie werden in Russland diese „Infektionen“ festgestellt? Wie viele davon mit Symptomen? Wie viele davon mit schweren Symptomen? Wie viel Tote? Die toten „mit“ oder „an“ Corona verstorben?

    the same shit like western society

    1. Die Anzahl der Toten (mit und an) bewegt sich jede Woche bei ungefähr 2600, was auf den Tag runtergrechnet dann 371 Tote bedeutet. Als relative Sterbezahl (in den Vorwochen waren es immer wieder so um die 60000 pro Woche) ergibt sich damit 4,3%.

  5. „In Moskau wurde außerdem angeordnet, dass alle Routinebehandlungen in Krankenhäusern für Nicht-Geimpfte ausgesetzt werden. Medizinische Notfälle und lebenswichtige Behandlungen (zum Beispiel Krebs) sind davon allerdings ausgenommen.“

    Ich frage mich immer mal wieder – nicht erst jetzt anlässlich dieses Artikels und auch nicht speziell auf Russland bezogen, was es für Gründe geben könnte, zum Arzt zu gehen – außer medizinischen Notfällen, Vorsorgeuntersuchungen und laufenden Behandlungen (wie z.B. gegen Krebs). Vor meinem Erfahrungshorizont würden dann also in solchen Zeiten nur Vorsorgeuntersuchungen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Das kann nicht viel Entlastung bringen. Der Rest? Man geht doch nicht gesund zum Arzt oder wegen eines kleinen Drückens im Bein, womit man nun ebenfalls erst mal warten müsste. Oder kann mir da noch jemand andere Motive nennen?

    1. Hypochondrie, Langeweile, Überbewertung von Symptomen, Krankfeiern. Es gibt einige Gründe, zum Arzt zu rennen und in der Regel erkennen Ärzte und auch Rettungssanitäter solche Fälle auf den ersten Blick, machen aber trotzdem in normalen Zeiten mit diesen „Fällen“ ein paar Mark. Jetzt werden sie halt abgewiesen.

      1. Muss das ein elendes Leben sein! Okay, wenn der Job Frust macht, ist Krankfeiern nachvollziehbar. Aber aus Langeweile zum Arzt? Für mich könnte der Tag 48 h haben, und ich würde nicht fertig mit all den Dingen, die mich interessieren. Für Hypochondrie fehlt mir wohl das Einfühlungs- bzw. Vorstellungsvermögen. – Arztbesuche sind für mich Bittstellerereignisse und Geduldsproben. Da müssen die Beschwerden schon erheblich sein.

    2. Eigenes Erleben, Karpaltunnelverengung an einem Finger der linken Hand. Das führte zur Verkrümmung des Finger und seiner eingeschränkten Nutzung. Das erforderte eine OP die nicht ambulant realisierbar war, da eine Vollnarkose erforderlich.
      Bei eingeschränkter Aufnahme in einem Krankenhaus durch Corona-Maßnahmen würde diese OP verschoben werden, da nicht lebensbedrohlich.
      Frage beantwortet?

  6. Seit dem „“““Gespräch „“““, von Putin bei Biden, ist Russland, JA SO WAS, VON AUF VON LINIE GEBRACHT.
    Um die Anweisung des Großen Bruder Bill Gates, dass ALLE 7 Milliarden, die von IHNEN Gespritzt werden müssen, auch Umzusetzen.
    Auf die Macht von Papier / Gesetzen, kann in der herrschenden Barbarei, KEINER Vertrauen, denn die Rechte und Gesetze, die SIE uns verordnet haben, haben Privilegien Status.
    Bin mal gespannt, wann der sanfte Druck, von Putin, auch Lukaschenko auf Linie bringt.
    MAN Putin und wenn die Herrscher Dynastien, auch tausendmal, wieder mit dem TOTALEN Krieg drohen, bringt Einknicken vor IHNEN nix, denn wenn SIE es für notwendig Erachten, lösen SIE ihn sowieso aus, siehe ALLE Kriege der Geschichte und WK1 und WK2 und Hiroshima.

  7. Ich sage es den Mainstreammedien ständig: Was gemessen wird, bzw. getestet wird, sind nicht (!!) Neuinfektionen. Das geht nämlich mit dem PCR-Test nicht. Es werden positive Testergebnisse erzeugt. Diese könen den Nachweis erbringen, dass der Träger mit Corona infiziert ist, allerdings gibt es eine untere Grenze (bei ca. 0,2% minimum), die nicht mehr eindeutig einem Coronavirus zuzuordnen ist. Das nennt man Spezifität, oder im Fall der Positiv-Werte: Falsch-Positive.
    Wenn man verantwortungsbewusst mit den Zahlen umgeht, gibt man zumindest auch an, wieviel Personen getestet wurden. Dann kann man sehen, wieviel davon positiv sind. Wenn nämlich die 10.000 an einem Tag von 100.000 oder von 1.000.000 Tests (eher unwahrscheinlich) oder gar von 20.000 Tests stammen, ist wahrlich nicht unwichtig. im ersten Fall wären 10% positiv, im zweiten 1% und im dritten 50%.
    Dies gilt nicht nur für unsere Mainstreammedien. Das nächste ist die Sicherheit, mit der man feststellen kann, inwieweit es sich um eine Delta, oder alpha-Variante oder irgendeine andere handelt. Das ist meines Erachtens so genau nicht zu ermitteln. Die Symptomne mögen sich unterscheiden, doch selbst die normalen Symptome von Corona unterscheiden sich kaum von Grippe-Symptomen. Da gibt es große Überschneidungen. Ich denke, wir sind alle keine Götter, wir nicht, und diejenigen, die meinen, sie seien die absoluten Experten, sind auch keine Götter, die alles ganz genau wissen (wann zum Besipiel jemand infizier wurde, mit was und wen er oder sie angesteckt hat). Das sollten wir alle beachten und nicht so tun, als ob wir Alleswisser seien. Ich achte auf mich, trage aber nur da Masken, wo es vorgeschrieben ist, denn ich meine, dass diese wenig helfen. Aber das ist meine Meinung. Und zur Frage der Impfung: Den Leuten das vorzuschreiben, finde ich falsch. Denn dann machen sie es nicht, weil es sinnvoll ist, sondern weil sie sonst sanktioniert werden. Und zu den Zahlen: ch habe malk die WHO-Zahlen vom 18.4. – 13.6. mir angeschaut. Da fiel mir auf, dass vom 18.4. – 6.6. die Zahl der Positiven von 60.700 auf 63.000 angestiegen ist, dann aber auf 82.250 am 13.6. Sicher, das ist ein dramatischer Anstieg. Doch wieviel Tests liegen dem zugrunde? Immer die gleiche Menge? Und da wäre doch wohl eine Ursachenforschung angebracht. Denn warum sollte ausgerechnet in einer Woche die Zahl so ansteigen, wo die Leute schon Wochen vorher sich nicht an die Regeln hielten? Was ist da passiert? Das wäre doch eine wichtige Frage. Und die nächste ist, die Zahl der Toten bewegte sich in dem gleichen Zeitraum immer um 2.600 (+/- 40). Da gibt es überhaupt kaum einen Trend, nur ein paar Ausreißer (9.5. 57.000 Positiv, 2.464 Tote, 16.5. 60.000 Positiv, 2.545 Tote). Wie gesagt, nicht dass das wieder eine Testpandemie ist. Das statistische Bundesamt gibt für Deutschland öchentlich die Zahlen aus. Da zeigt sich, dass zur Zeit weniger getestet wird, als vor Wochen. Und dass die Zahl der Positiver relativ im Sinkflug ist. Wie sieht das in Russland konkret aus? Es gibt dort doch sicher auch ein Statistisches Amt, das solche Zahlen ermittelt. Das wäre doch eine Recherche wert, oder?

  8. Wieder eine Hoffnung ärmer, wird dann wohl nichts werden mit meinem erstmaligen Besuch in Russland. Aber der zur Erlangung eines Visa beantragte neue Pass ist vielleicht anderweitig einsetzbar; vielleicht in Texas oder in Florida, wo ich schon oft war und der Corona-Spuk nach jüngsten Meldungen dort (vorerst) vorbei ist.

    Ansonsten klingt die Übersetzung schon richtig gruselig, wurde der Panikmodus wohl eins zu eins von unseren sog. Qualitätsmedien übernommen, gar China -was hierzulande so nicht zu lesen ist- als „Vorbild“ genannt

    Was England nebst der dortigen, hierzulande gern zum Beispielnehmen vermeldeten hohen Impfquote angeht, so reicht die Panik wegen der indischen Variante deutlich ins Surreale. Haben die dort alle nur ein Placebo bekommen? Oder hilft das „Impfen“ garnicht? Oder bestenfalls gegen den Wuhan-Stamm, den es doch kaum noch gibt?

    1. Mein Bauchgefühl – warum Moskau? – persönliche Meinung – „Verschwörungstheorie“.

      Vorab: Existenz und Gefährlichkeit des Coronavirus und die möglichen Folgeerkrankungen bestreite ich nicht; viele Gegenmaßnahmen, speziell Maske/FFP2 für Kindermünder (!), gesellschaftliche Isolation, Einzelhandelslockdown, mRNA/Astraspritze sind für mich völlig unverhältnismäßig riskant und brandgefährlich, menschenverachtend. Man müsste Autofahren, Alktrinken … Fliegen … Schwimmen … Zigarettenrauchen verbieten. Und so wird‘s wohl bald noch kommen, generieren die globalen Reset-Psychopathen noch mehr Macht.

      Nun zum Thema: CoV-2 ist ein behülltes Virus. Sommerliche Hitze und UV-Sonneneinstrahlung machen solchem Zeug den Garaus. Dazu kommt reichlich Vitamin D beim potentiellen menschlichen Wirt. Die kruden PCR-Zahlen und die tatsächlichen Erkrankungen implodieren in Deutschland. 7 Inzidenzen je 100.000 Einwohnern in 7 Tagen lassen sich selbst dann her-testen, wenn der Virus ausgestorben wäre (falsch positive). Auch in der russischen Pampa ist epedemieologisch kaum etwas los.

      Aber warum die Entwicklung in Moskau, teilweise St. Pete? Verschwörung? Biden bläst den UA-Terrorkrieg gegen den Donbass ab, wenn Putin über den Umweg der Föderationssubjekte das westliche Pharma-Mafia-Narrativ bedient? Habe ne bessere Erklärung:

      Die Russen sind m.E.n. mental ein digitales Völkchen, damit meine ich nicht den IT-Sektor in St. Pete oder Moskau. Nein, vielmehr werden in Russland augenscheinlich nur zwei Regler-Stellungen genutzt: MAX und MIN. Vollgas oder Vollbremsung. Im Winter erleidet man so fast einen Hitzschlag, wenn man dick verpackt von -25 Grad (draußen) ins russische Geschäft spaziert.

      Zurück nach DE, Heimatstadt, letzte Woche, über 30 Grad Tageshöchsttemperatur, Fahrt ins Büro (mal wieder raus aus dem HomeOffice), Staatssender-Tussi schwafelt durchs Autoradio: „Wir sind im Gedanken bei den Zuhörern, die heute im Büro schwitzen und an ihrem Stuhl kleben.“ Und in der Tat, die Situation an meinem deutschen Arbeitsplatz ist klimatisierungstechnisch Dritte-Welt-Standard. Werde im Büro von einem Ventilator mit heißer Luft angeblasen, von meinem eigenen Ventilator wohlgemerkt. Solche Zustände gibt‘s fast überall in Buntland, außer bspw. in einer (Tönnis-) Fleischfabrik.

      Und in Russland, speziell in der zubetonierten größten Mega-Metropole? Kleben die Mitarbeiter dort auch mit ihrer schweißdurchnäßten Hose am Bürostuhl? Nope. Undenkbar. Klima auf MAX. Es ist in Russland ärgerlich, dass man etwa auf dem Weg in die Shopping-Mall trotz Hitze Jacke/Pullover in der Hand mitschleppen muss, damit man sich im Laden oder im Büro etwas überziehen kann – um sich nicht zu erkälten. Das Infektionsgeschehen für Atemwegserkrankungen ist im warmen Sommer auf der Nordhalbkugel eigentlich nicht vorhanden. Es sei denn, man läßt über Airconditions und deren ungeeignete Filter in Arealen mit Hunderten/ Tausenden von Menschen kalte, infektiöse Luft zirkulieren. Das größte, zweitgrößte, siebtgrößte und zehntgrößte Einkaufszentrum Europas steht in welcher Stadt? Moskau (bzw. im Einzugsgebiet)! Die russische Hauptstadt allein führt einen Megamall-Wettstreit mit der riesigen EU in summa. Wieviele Einträge hat ganz Deutschland auf dieser Wikipedia-Top-10-Liste? Null.

      Ach ja: Nach CoV-1 und vor dem aktuellen CoV-2 gab’s MERS-CoV. Erstmals im Sommer 2012. Mittlerer Osten. Also: Im Sommer im Mittleren Osten. Kein ÖPNV, keine Sauf-Parties, jedoch riesige klimatisierte Komplexe voller Menschen. Ehrlich, so toll eine AC im Auto oder zu Hause auch sein mag, aber der hundertfache Einsatz von Tausend-Personen-Schmutzfilter-Viren/Pilz/Bakterienschleudern im Maximalbetrieb ist gar nicht gut. Selbst für junge, gesunde Russen ist das irgendwann zuviel. Aber die meisten von ihnen würden wohl eine potentiell gefährliche Impfung der Hitze vorziehen. Oder?

  9. Und wenn man sich schon mit Corona beschäftigt, wäre eine Frage zu klären:
    Wie kann es sein, dass die WHO in dem Zeitraum vom 21.08.20 bis heute für Schweden eine zusätzliche Toten- und Infiziertenzahl ausgibt:
    Zahl der angegebenen „Infizierten“ (13.06.21) 1.083.456
    Zahl der Infizierten aus der wöchentlichen Differenz (aufsummiert): 862.388
    Differenz: 221.068
    Zahl der Toten (13.06.21): 14.574
    Zahl der Toten aus der wöchentlichen Differenz (aufsummiert): 7.558
    Differenz: 7.016

    Das finde ich beachtlich. Das sind immerhin 92,8 % zusätzliche Tote gegenüber derjenigen, die sich aus der Summe der Differenzen berechnet, und 25,6% mehr Infizierte.

    Man bedenke. Wenn ein Journalist die WHO-Zahlen der Woche liest, sieht er bloß, soundsoviel Tote und Infizierte, nicht, ob die Summe aus Toten/Infizierten der Vorwoche + Differenz der Summe der aktuellen Woche entspricht. Denn dazu müsste er zwei Dokumente vergleichen. Das tut wohl außer mir niemand. Mir ist das nur aufgefallen, weil die Zahl der Toten in der Differenz in Schweden ständig m 2-stelligen Bereich waren, die Zahl der Toten aber deutlich stärker anstiegen. Komischerweise gilt diese Differenz nur für wenige Staaten, die meisten haben da ein ausgeglichenes Verhältnis, also keinen Fehler. (Im übrigen auch nicht Belarus) Das gilt (soweit ich das recherchiert habe) nur für Schweiz, Israel, Spanien und eben Schweden (und bei der Türkei und Finnland nur bei der Infiziertenzahl, bei Litauen bei der Zahl der Toten). Ich habe aber noch nicht alle Staaten durch. Bei den anderen großen Staaten gibt es keine Differenz.
    Ich finde eine solche Diskrepanz ist nicht

  10. Wer sich impfen lassen möchte, kann das tun. Wer älter ist und Vorerkrankungen hat, sollte sich besser impfen lassen. Ich bin absolut kein medizinischer Fachmann, deshalb kann ich das Für und Wider auch nur aus der Sicht eines Amateurs beurteilen. Aber… Wenn man uns nicht vertraut und uns die Wahrheit in Bezug auf das Zahlenmaterial bei den Tests und den Impfungen verweigert, warum soll ich dann Vertrauen in diejenigen haben, die mich jetzt zur Impfung „überreden“ wollen? Wieviele von den sog. positiven Tests sind tatsächlich erkrankt? Wenn in D 4,5% der Bürger positiv getestet waren, sind 95,5% nicht positiv. Wenn 0,1% der positiven verstorben sind, sind 99,9% derjenigen nicht verstorben! Oder?
    Laut RKI ist ein positiv getesteter ohne Symptome im medizinischen Sinne nicht krank! Aber er wird in der Statistik als „Infizierter“ gezählt, um die Pandemie nicht zu unterschätzen. Krass! Bei den Toten wird genauso verfahren. (also beim Autounfall gestorben, aber als „Positiver“ Coronatoter gezählt! Krass!
    Andere Aussage aus 2017 anläßlich einer Epidemie in Saudi Arabien: „Die PCR Tests sind nicht für eine Massentestung geeignet!“ (Zitat: Drosten!).
    In unserer Region in Russland wurden bisher Menschen mit Symptomen von Corona vom medizinischen Dienst besucht und gebeten, zu Hause zu bleiben. Wenn sich der Zustand verschlechtert, wurde ein Test gemacht (wer sich selbst testen lassen wollte, mußte das selbst organisieren und bezahlen) und bei Corona ins Hospital gebracht. Aus der Erfahrung heraus wurde hier nicht viel getestet. Ich weiß aber zugegebenermaßen nicht, wie das in Moskau war. Vertraut uns, indem ihr uns offen die Wahrheit sagt, auch wenn es dann alles nicht so positiv ist, wie ihr es uns jetzt weiß machen wollt, aber laßt uns nicht im Nebel stehen, dann können wir anfangen auch euch zu vertrauen.

  11. Thomas Röper ZITAT — „Die Anweisung der Moskauer Stadtregierung gibt es tatsächlich, allerdings ist sie juristisch (derzeit) gar nicht durchsetzbar, weil die Arbeitgeber keinerlei Handhabe haben, ihre Angestellten zur Impfung zu zwingen.“ — ZITATENDE

    Meine Meinung:

    a) Ich gebe Thomas Röper recht. Auch in der Konsequenz für den Arbeitnehmer.
    b) Thomas Röper hat unrecht. Gerade in der Konsequenz für den Arbeitnehmer.

    a)
    Selbst wenn es ein Job ohne viel Kundenkontakt ist, die Regelungen gar nicht greifen täte, hier zur Illustration: Ein IT’ler Ende 20 in St. Pete, der mit vielerlei Konditionen vom Arbeitgeber verwöhnt wird, die in DE m.M.n. undenkbar wären:

    – tägliches Mittagessen im Restaurant mit Kollegen/ Vorgesetzten in guten Restaurants
    – firmeneigener Fitnessclub, Fortbildungskurse nach Interesse (bspw. Sprachen)
    – Gehaltserhöhungen/ Sonderboni für jeden Mist
    – beste Ausstattung und Equipment (Apple, Monitore – was und wie immer der Mitarbeiter bestellt)
    – stets gefüllte Obstschalen und Getränkekühlschränke etc. pp.
    – gemeinsame, tolle Events (Segeltour)
    – Firma blecht alles
    – andere Unternehmen stehen parat, um diese Mitarbeiter mit noch besseren Konditionen, noch mehr Kohle, zu ködern

    => Das solche Arbeitgeber das Wort Impfung gar nicht in den Mund nehmen, ist klar. Schlimmstenfalls, bei einer etwaigen Strafzahlung, klagt man vor Gericht. Man erklärt, dass man arbeitsgeberseitig erfolglos mit Kündigung gedroht habe, aber ein tatsächliche Kündigung die betrieblich Existenz gefährdet; was wahrscheinlich nicht mal gelogen wäre.

    b)
    Schwester einer Bekannten. Sie ist einfache Angestellte in einer Moskauer Apotheke, im Verkauf (anscheinend eine Kette):

    – Ihr direkter Boss ist Corona-/Impffanatiker. Solche Irren gibt es leider nicht nur in Deutschland.
    – Diese Regierungsmaßnahmen geben solchen Arbeitgebern nun eine Waffe in die Hand, ihre Angestellten zu erpressen und zackzack rauszuschmeißen. Fertig.
    – Die Frau hat sich bereits letzte Woche impfen lassen, obwohl sie es nicht will, schon um sich gar nicht erst vor ihrem Chef zu exponieren, um weiterhin unter dem Radar zu bleiben, nicht sofort gefeuert zu werden.

    => Es hängt eben immer vom Machtgefüge ab. Ob in DE, in RF oder sonstwo auf der Welt. Regierungen können aber diese Mächte stärken oder mindern. Leider hat die Stadtverwalung Moskau nun einige Meter des EU-Weges beschritten. Das ist übel. Weil auch uns in der EU die Luft zuschnürt.

    1. *** Angestellten zur Impfung zu zwingen ***
      Seit wann kann man denn, abhängig Beschäftigte, nicht mehr mit ihrer Existenz,mit ihrem Überleben ERPRESSEN.
      Wären sie nicht zu Erpressen, dann bräuchten sie sich ja nicht, auf dem Sklaven Markt, zum Hungerlohn PROSTITUIEREN.
      Abhängig Beschäftigte sind immer zu Erpressen, denn außer sich selber, haben sie nichts zu Verkaufen.

    2. in einigen früheren Berichten schreibt Thomas, dass letzterer Fall eher unwahrscheinlich ist, weil ein Arbeitgeber in Russland einen Arbeitnehmer eigentlich gar nicht kündigen kann. Somit bestünden kein Machtgefälle zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Ich finde das aber auch eher zweifelhaft, kann es aber nicht überprüfen.

  12. Ein sehr interessanter Artikel. Ich frage mich aber wie dieser russische Fernsehbeitrag wirklich zu verstehen ist.
    Ist das jetzt ein Trick des russischen Präsidenten und des Generalstabes, mit dem Ziel die Panik und den Zusammenbruch des Westens zu befeuern? Oder ist das medizinische Establishment auch in Russland so ignorant und von Vorurteilen geblendet wie, des Dr. Vernon Coleman in „Ingnorance and Prejudice in Medicine“ beschrieben hat (habe ich in http://www.freizahn.de/2021/06/ignoranz-und-vorurteile-in-der-medizin/ ins Deutsche übersetzt)?

    Jedenfalls gibt es eine ganze Reihe sehr wirksame, sehr preiswerte und sehr sichere Mittel zur Prävention und Behandlung von COVID und ALLE Coronavirusmutanten, die alle eine Impfung und auch die Maskenpflicht, Abstandsregeln und Versammlungsverbote usw. überflüssig machen.
    Sofern die Bevölkerung und die Hausärzte ordentlich angeleitet und informiert werden kann man fast alle Krankenhausaufenthalte wegen COVID vermeiden und man kann dabei auch noch die Nebenwirkungen und Spätfolgen von COVID weitgehend vermeiden. Eine Impfung, womit auch immer, ist vor diesem Hintergrund medizinisch nicht mehr zu rechtfertigen. Ein guter Start um sich zu informieren ist vielleicht http://www.freizahn.de/2021/06/dr-manuel-aparico-in-der-stewpeters-show/ , wo sich dann auch Links zur weiteren Informationen finden. Sehr bemerkenswert dazu ist auch dass de.rt.com, die ja immerhin von Russland bezahlt werden, zumindest über einige wirksame Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten gut informiert sind: https://de.rt.com/gesellschaft/119400-corona-ausschuss-nehmt-das-zeug-vom-markt/

  13. Ouh, wenn ich’s nicht besser wüsste, würde ich behaupten, dass das ein Bericht direkt aus den öffentlich rechtlichen (transatlantischen) Sumpf ist. Genau die gleichen propagandistischen Töne: Impfgegner sind schuld an allem, nur die Impfung rettet, alle die das Gegenteil behaupten (auch wenn es Fachmediziner sind) führen die anderen nur in die Irre (die Propagandisten-Journalisten wissen es schließlich besser). Fehlen nur noch solche Kampfbegriffe wie Verschwörungstheoretiker, Schwurbler, Rechtsradikale/-extremisten und dergleichen – gut, letztere sind wohl eher ein speziell deutsches Phänomen, weshalb das bei den russischen Zeugen Coronas kaum zur Anwendung kommen wird. Naja, der „Duktus“ bleibt gleich…

    1. Hab die Muster auch sofort gesehen. Leute werden verunglimpft. Argumente werden gar nicht erwähnt, nur die ‚Gegner‘ werden persönlich attackiert. Von mehr Toten kein Wort. Wie auch? Es gibt sie nicht.

      Stattdessen ‚Infektionen‘, ‚Inzidenzien‘ und beliebig auslegbare Kunstwörter ohne Bedeutung. Dann noch das Horror- Märchen vom dahinsiechenden Impfverweigerer. Siehst du, so wirds dir gehen, wenn du nicht gehorchst.

      Tja, die Russen sind im Sack. Und das so kurz nach Bidens Besuch. Zufall? Glaub ich nicht. Ich denke, die Drohung war: Mach mit oder wir schicken dir ne Ladung Corona- Extra für Russen mit der besonderen Wirkung. Oder Putin war schon immer im Club. Halte ich für wahrscheinlicher.

  14. Ich habe das Gefühl, dass sich in Russland etwas tiefes und bösartiges entwickeln will. Russland braucht einen „Rückwärtsröper“, der die Texte, Audio- und Videodateien der deutsch- und englischsprachigen Aufklärungs- und Widerstandsbewegung ins Russische überträgt. Ich wollte, ich hätte Russisch gelernt. Verdammt, das haben die Russen nicht verdient, was ihnen bevorsteht.

      1. Das war auch mein erster Gedanke, als die ersten Meldungen über im Impferei in Moskau kamen. Ich hatte mich damit abgefunden, heimlich, wie ein Dieb in der Nacht in die Fremde zu ziehen und zumindest ein befristetes Visum zu bekommen, das die Durchreise nach Osten gestattet. Vielleicht hätte sich auf der Reise eine Möglichkeit ergeben, sesshaft zu werden, die Sprache und das Spielen der Balalaika zu erlernen. Ein russischer Studienfreund hatte mir einmal gesagt „Du könntest ein guter Russe sein!“ und darauf bin ich im Herzen immer stolz gewesen. Ich hätte es gerne versucht und die Freundschaft des russischen Volkes erwidert. Aber ich bin noch zuversichtlich. Jede Corona-Geschichte, die man uns erzählt hat, hat sich nach einiger Zeit als Lüge herausgestellt, warum nicht auch diese?

  15. Schön zu sehen, daß nun auch Rußland sich nicht länger widersetzt, seine Bewohner zwangszuimpfen. Das hatte doch schon sehr dazu beigetragen, daß die westliche Wertegemeinschaft in ein schlechtes Licht gerückt wurde.
    Doch nun reiht sich Putin ein und alles ist gut. Und das alles auch noch unmittelbar nach dem Gipfel in Genf. Zufälle gibt’s …

  16. Ich bin heute nachmittag zurück aus Moskau gekommen. Der Flug war mit Aeroflot. Maskentechnisch locker wie in all der Zeit zuvor. Irgendwie Maske am Gesicht, aber keiner meckert, wenn die unter Nase hängt oder man sich zu lange am Essen aufhält.
    In Moskau selbst fiel im Vergleich zum letzten Januar-Besuch auf, dass doch mehr Leute mit Maske in der Metro oder im Shopping-Center unterwegs waren. Und es wurde auch kontrolliert. Aber alles bei weitem lockerer als bei uns! Und: Die Restaurants schließen um 23:00.
    Ansonsten würde man nicht merken, dass da irgendwas gefährliches im Anmarsch wäre.
    Gestern habe ich mir noch die erste Sputnik V Spritze abgeholt. Ging nur mit Voranmeldung und echt viel Papierkram. Inkl Zerti. Die Spritze selbst war komplett harmlos und bis jetzt (1 1/2 Tage später) komplett ohne Nebenwirkungen. Die Zweite kann man nach 3 Wochen nehmen. Nicht eher, aber danach egal wann später.
    Vielleicht entschließt sich unser Herr Röper ja doch noch zu einer Injektion? 😉
    Bei Fragen bitte melden!

  17. Wen ich zuer Zeit die westliche Prpoaganda bezüglich „Delta-Variante“ lese, wird mir schlecht. Da wird jeder Fall genommen, wo man angeblich – oder real ? – jemanden mit Delta-Variantge gefunden hat und an das Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Zuletzt in Australien, was in Bezug auf Corona-Paranoia echt kaum zu toppen ist (bestenfalls durch Neuseeland), wo „mehr als 30 Menschen“ mit dieser Variante gefunden wurden und nun ein Großteil der 5 Millionen in Sydney nicht mehr Sydney verlassen dürfen. Mir wird nur übel, wenn ich daran denke, wenn die Theta-Variante an den Start geht, die 1000x gefährlicher als alle vorherigen zusammen ist (wetten, dass uns das so erzählt werden wird? Nun ja, es mag sein, dass das schon für ksi oder phi gilt, so genau weiß ich es nicht, aber eine von denen wird es sein). Werden wir dann bei einer Infektion in der BRD das gesamte Leben lahmlegen? Nur um dessen Verbreitung zu stoppen? Mir wird für die Zukunft echt nur noch schlecht. Zum Glück ist das in meinem Alter nicht mehr allzulange, dass ich derartige Panikmache ertragen werden muss.

  18. Also, jetzt spiele ich mal den totalen Verschwörungstheoretiker.
    Frage: Was ist, wenn diese „Pnademie“ sozusagen eine globale Generalprobe für die nun folgende wirkliche globale Pandemie ist? Wenn dann ein Virus auf uns zu kommt, dass tödlicher als Ebola ist? Dann haben alle Staaten der Welt, die sich an diesem „Experiment“ beteiligt haben, genügend Informationen gesammelt, wie sie sich am effektivsten schützen könnten. Und wenn dann der Fall der Fälle eintritt, wird derjenige „überleben“ der sich am besten vorbereitet hat.
    Allerdings muss ich sagen, bei dem Gedanken wird mir irgendwie ganz anders, denn dann ist klar, dass dieses Todesvirus bereits existiert. Eines ist mal klar, man macht nicht ein Experiment Jahrhunderte vor dem Ereignis, sondern eher unmittelbar davor. Eine gruselige Vorstellung. Zumal die Transhumanisten unter den Eliten eh schon seit Jahrzehnten daran arbeiten, die Menschheit auf 500.000.000 zu „reduzieren“.
    Ich hoffe inständig, dass ich mit dieser Dystopie völlig Unrecht habe.

    1. Ich glaube, es ist gar nicht so einfach, ein Virus zu kreieren, dass absolut tödlich ist und sich trotzdem schnell verbreitet.
      Wir lassen uns immer von der Technologie blenden, die unser Leben ja massgeblich vereinfacht hat, indem wir Maschinen bauen konnten, die uns die harte Arbeit abgenommen haben. Das hat zu einer unglaublichen Veränderung unseres täglichen Lebens geführt und wir denken nun, alles sei möglich.
      Ich glaube das nicht. In der Medizin/Biologie hat sich im Vergleich mit der Technik fast gar nichts verändert seit der Steinzeit. Es ist immer noch unser Immunsystem, das funktionieren muss. Kein Arzt kann dich heilen, das muss dein Körper schon selber tun. Er kann dich zusammenflicken und Wunden desinfizieren, aber das wars auch schon.

      Alle Medikamente, die wir haben, sind Abwandlungen natürlich vorkommender Substanzen und die meisten sind schlechter als das Naturprodukt. Hat sich also nicht wirklich viel getan, auch wenn das ganze Zeug massiv beworben wird wegen Big Business.

      Ich denke, die setzen den Virus zum Etablieren von totaler Kontrolle ein und um regelmäßig garantierten Zugang zu deinem Körper (halbjährliche Impfung) zu haben. Der Todesschuss kommt dann kontrolliert mit einer Giftspritze bei der Impfung, wenn du als nutzloser Esser kategorisiert wirst.

      Hat auch den Vorteil, dass die Dr*ckssäcke sich nicht aus Versehen selber ausrotten. Sind ja schliesslich alles alte, schwache Psychopathen.

  19. Wie kommt man in Deutschland sicher an einen russischen Impfstoff, wenn wg. Nebenwirkungsrisiko man gar keinen angebotenen Impfstoff nehmen darf???
    Patienten mit Herzinsuffizient z.B.

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