Gibt es im Westen Propaganda? Die Erstürmung des Kapitols und die Medien – „Mob“ oder „Protestler“?

Eine Analyse der US-Medienberichte über die Erstürmung des Kapitols zeigt unfreiwillig auf, wie sehr Propaganda Bestandteil der westlichen „Medienberichterstattung“ ist. Die amerikanische Analyse zeigt (ungewollt) das sehr beeindruckend und bedrückend auf.

Propaganda ist per Definition der Versuch, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und zu lenken. Die Stilmittel dafür sind vielfältig. Die Nazis waren im Vergleich zu heutigen Propagandisten noch Anfänger, denn sie nannten ihre Propaganda auch ganz offen „Propaganda“ und sie war nicht subtil, sondern kam mit dem Holzhammer. Sicher, sie haben die Propaganda ihren Möglichkeiten entsprechend zur Perfektion gebracht, waren begnadete Redner, die viel von der Dramaturgie verstanden, die Massenveranstaltungen noch beeindruckender machen, aber die Menschen wussten, dass es Propaganda war. Dabei wirkt Propaganda erst dann wirklich effektiv, wenn die Menschen gar nicht bemerken, dass sie Propaganda ausgesetzt sind.

Daher noch einmal zur Definition von Propaganda. Wer nach der Definition von Propaganda sucht, der findet immer die gleiche Definition, die bei Wikipedia zum Beispiel so klingt:

„Propaganda (von lateinisch propagare ‚ weiter ausbreiten, ausbreiten, verbreiten‘) bezeichnet in seiner modernen Bedeutung die zielgerichteten Versuche, politische Meinungen oder öffentliche Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und das Verhalten in eine vom Propagandisten oder Herrscher erwünschte Richtung zu steuern. Die verschiedenen Seiten einer Thematik nicht darzulegen sowie die Vermischung von Information und Meinung charakterisieren dabei die Propagandatechniken. Dies steht im Gegensatz zu pluralistischen und kritischen Sichtweisen, welche durch unterschiedliche Erfahrungen, Beobachtungen und Bewertungen sowie einen rationalen Diskurs geformt werden.“

Die wichtigsten Techniken der Propaganda sind in unserer Zeit nach meiner Beobachtung:

  • Ständige Wiederholung der Feindbilder mit immer neuen (nicht unbedingt wahren) Vorwürfen
  • Weglassen von Informationen (Stichwort „Lückenpresse“)
  • Nutzung von suggestiven Formulierungen, auch in vorgeblich neutralen Berichten über Ereignisse (Vermischung von Nachricht und Kommentar)

Die ersten zwei Techniken können wir hier schnell abarbeiten, denn in diesem Artikel soll es vor allem um den dritten Punkt gehen.

„Ständige Wiederholung prägt“ sagt man und damit ist der erste Punkt erklärt: Es reicht aus, wenn die Medien nur täglich wiederholen, dass zum Beispiel Putin böse oder dass Corona gefährlich ist, damit die Menschen es glauben. Das muss nicht der Wahrheit entsprechen, wichtig ist nur, dass die Menschen täglich hören, dass viele Quellen, Experten und Prominente dieser Meiung sind, damit die Menschen unterbewusst den Eindruck bekommen, dass es ja stimmen muss, wenn alle es sagen.

Ein schönes Beispiel dafür war ein Freund von mir, der den Mainstream-Medien glaubt. Als seinerzeit begonnen wurde, Greta zu hypen, war er eine längere Zeit nicht in Deutschland und damit dem Medienhype nicht ausgesetzt. Als ich damals mit ihm gesprochen habe, fand er die Greta-Bewegung lächerlich. Nachdem er nach Deutschland zurückgekehrt (also wieder dem medialen Dauerfeuer ausgesetzt) war und wir einige Wochen später telefoniert haben, da fand er die Fridays for Future plötzlich wichtig und richtig.

Über „Lückenpresse“ müssen wir auch nicht lange reden. Es ist offensichtlich, dass die Medien gerne alles weglassen, was nicht in das gewollte Narrativ passt (siehe zum Beispiel all die Enthüllungen über Joe Bidens Korruption oder über seinen Sohn Hunter, die in der Endphase des US-Wahlkampfes bekannt geworden sind). Und was die Menschen nicht erfahren, darüber können sie nicht diskutieren und nicht einmal nachdenken. Ich weise immer wieder darauf hin, dass ich „Lückenpresse“ viel gefährlicher finde, als „Lügenpresse“, denn eine Lüge kann der Leser entdecken, aber was er nicht weiß, kann ihn auch nicht nachdenklich machen.

Die dritte Technik ist jedoch die vielleicht gefährlichste, denn man liest eine Nachricht über ein Ereignis und ohne es zu bemerken, wird man unterbewusst durch suggestive Formulierungen beeinflusst. So waren zum Beispiel Menschen, die 2014 in der Ukraine (oder vorher im arabischen Frühling) Parlamente gestürmt haben, für die Medien „Aktivisten“ oder „Kämpfer für die Demokratie.“ Als das gleiche danach im Donbass passierte (bevor der Krieg dort ausgebrochen ist), war das plötzlich ein „pro-russischer Mob.“ Geschehen ist dabei exakt das gleiche (nämlich die Erstürmung von Parlamenten oder anderen Regierungsgebäuden), aber die Bezeichnungen waren entgegensetzt. Sie wurden nach politischer Präferenz gewählt und die Leser wurden so unterbewusst beeinflusst, weil diese wertenden Formulierungen vorgegeben haben, was man denken soll und wer die Guten und wer die Bösen waren.

Das gleiche haben wir nun wieder bei der Erstürmung des Kapitols in Washington erlebt. Als vor einigen Monaten BLM-Aktivisten versucht haben, das Weiße Haus zu stürmen (darüber wurde in Deutschland kaum berichtet), da musste Trump zur Sicherheit in den unterirdischen Bunker des Weißen Hauses evakuiert werden. Aber danach haben die „Qualitätsmedien“ nicht von einem Mob oder von Terroristen gesprochen und niemand wurde auf die Fahndungsliste gesetzt.

Als aber am 6. Januar pro-Trump-Demonstranten ins Kapitol eingedrungen sind, da war es plötzlich ein „Mob“, es waren „Terroristen“ und das FBI hat mit Bildern der Überwachungskameras Fahndungsfotos erstellt und auf die Identifizierung eines jeden einzelnen mindestens 2.000 Dollar Belohnung ausgesetzt.

Übrigens ist die Erstürmung des Kapitols auch ein Beispiel für „Lückenpresse“, denn die Berichte, dass die Kapitol-Polizei Tage vorher gewarnt worden ist, aber die Bewachung des Kapitols trotzdem nicht verstärkt hat, wurden nicht nur in Deutschland weitgehend verschwiegen. Dabei wäre es die Aufgabe kritischer Medien, zu hinterfragen, wie es sein kann, dass nur so wenige Polizisten das Gebäude geschützt haben, obwohl es massive Warnungen gegeben hat. War das Inkompetenz? Oder hat man die Erstürmung bewusst zugelassen, um einen Vorwand für das neue Amtsenthebungsverfahren gegen Trump zu bekommen?

Das ist spekulativ, aber es müsste aufgeklärt werden und es wäre die Aufgabe von kritischen Medien, diese Fragen zu stellen und Aufklärung zu fordern. Aber nichts dergleichen, die „Qualitätsmedien“ machen sich unkritisch die Propaganda von Joe Biden und seinen Unterstützern zu eigen.

Es ist also offensichtlich, dass die westlichen Medien Propaganda betreiben, bestreiten kann man das nicht, wenn man objektiv ist, denn für die exakt gleichen Vorfälle werden komplett unterschiedliche Formulierungen verwendet, damit die Leser und Zuschauer auch wissen, wie sie über einen Vorfall zu denken haben. Und alles, was nicht uns gewollte Bild passt, wird weggelassen. Diese (unterschwellige) Beeinflussung der öffentlichen Meinung (also Propaganda) ist deshalb so gefährlich, weil die Menschen nicht einmal bemerken, wie sehr ihre Meinung gelenkt wird, obwohl es so offensichtlich ist.

Mir fällt das immer besonders deutlich auf, denn in Russland, wo ich lebe, werden diese Propagandatechniken von den Medien nicht benutzt. In Russland benutzen die Medien für die gleichen Dinge auch die gleichen Ausdrücke. Das kann jeder überprüfen, denn ich übersetze viele Berichte der russischen Medien. Dort ist nie die Rede von einem „Mob“, sondern es sind „Demonstranten“ oder „Protestler“, egal wofür oder wogegen sie demonstrieren. Das gilt auch bei Anti-Putin-Demonstrationen, es wird in russischen Medien auch dabei nie von einem „Mob“ gesprochen, sondern von „Demonstranten“.

Im Zusammenhang mit BLM war in russischen Medien manchmal auch von „Plünderern“ die Rede, aber die Bilder und Videos, in denen dieser Ausdruck benutzt wurde, zeigten auch, wie im Zuge der BLM-Proteste Geschäfte im großen Stil geplündert wurden, die Bezeichnung war also objektiv korrekt. Und wenn das russische Fernsehen in Syrien von „Islamisten“ oder „Terroristen“ spricht, dann nur im Zusammenhang mit Gruppen, die von der UNO offiziell als Terrorgruppen eingestuft werden.

Das soll jetzt kein Lobgesang auf russische Medien sein, ich will nur aufzeigen, dass mir, der ich in Russland lebe, die Propaganda der westlichen Medien auch deshalb so sehr ins Auge springt, weil ich sie in der Form in Russland nicht erlebe. Der Unterschied wird dadurch besonders deutlich.

Russische Medien bauen keine Feindbilder auf, wie das Beispiel Ukraine zeigt. Während in der Ukraine gegen alles russische gehetzt und russische Medien und sogar die russische Sprache selbst verboten wird, kritisieren die russischen Medien zwar die ukrainische Regierung und ihre Politik sehr deutlich, trennen aber strikt zwischen der Regierung und den Menschen im Land, wie Sie leicht überprüfen können, indem Sie sich einen beliebigen Beitrag des russischen Fernsehens zum Thema Ukraine anschauen, von denen ich sehr viele übersetzt habe.

Westliche Medien bauen hingegen gezielt Feindbilder auf und benutzen Worte, die Hass schüren. Einen „Mob“ kann man hassen, bei „Demonstranten“ wird das schwieriger.

Ein Freund hat mir eine Analyse geschickt, in der überprüft wurde, wie oft die US-Medien welche Bezeichnungen für die Demonstranten benutzt haben, die das Kapitol gestürmt haben. Man sieht in der Analyse, dass US-Mainstream-Medien wie CNN und so weiter meistens von einem „Mob“ oder von „Randalierern“ („Rioters“) gesprochen haben, während Breitbart und Epoche Times von „Protestlern“ gesprochen haben.

Der Freund, der mir das geschickt hat, ist ein „Mainstream-Gläubiger“ und er fand den Unterschied in der Berichterstattung der US-Medien interessant. Ich hingegen finde es interessant, dass diese Propaganda-Begriffe im westlichen Mainstream so häufig verwendet werden, dass man darüber Statistiken führen kann. Das zeigt in meinen Augen, dass Propaganda in westlichen Medien Alltag ist, dass die Medien also ihren Lesern und Zuschauern permanent durch ausgewählte Bezeichnungen eine vorgefasste Meinung in die Köpfe hämmern.

Mein Freund fragte mich danach, ob es eine solche Statistik auch für russische Medienberichte gibt. Das weiß ich nicht, ich habe keine gefunden, aber da ich die russischen Mainstream-Medien verfolge, habe ich den Eindruck, dass es schwierig wird, eine solche Statistik zu führen, weil diese Begriffe nicht benutzt werden. Einzig die Formulierung, „eine Menge“ habe das Kapitol gestürmt, habe ich gefunden, aber auch hier war das – im Gegensatz zu „Mob“ – eine neutrale Formulierung, denn es war ja nun einmal eine „Menge“, also viele Menschen.

Wer der Meinung ist, es gäbe im Westen keine Propaganda mehr, weil dort ja freie, kritische, objektive und unabhängige Medien berichten, der müsste jetzt nachdenklich werden. Unser Alltag zeigt, dass die Menschen zu allen Themen sehr unterschiedliche Meinungen haben. Wenn aber alle Mainstream-Medien zu bestimmten Themen (z. B. Trump, Putin, Klima, Corona, Nato, EU, etc.) alle die gleiche Meinung haben, während wir gleichzeitig erleben, dass es durchaus viele Menschen mit anderen Meinungen gibt, dann ist offensichtlich, dass die „Qualitätsmedien“ einseitig berichten, denn die Vielfalt der Meinungen in der Bevölkerung wird nicht abgebildet, stattdessen werden Andersdenkende als „Verschwörungsideologen“, „Demokratiefeinde“ und so weiter diffamiert.

Das ist bedenklich, wie jeder geschichtlich Interessierte schnell bemerken muss. Jede Zeit und jedes Regime hatte und hat seine Kampfbegriffe für politische Gegner. Bei den Nazis waren sie „Volksfeinde“ und „Wehrkraftzersetzer“, bei den Kommunisten der DDR waren sie „Konterrevolutionäre“ und „Republikfeinde“ und heute sind es eben „Verschwörungsideologen“ und „Demokratiefeinde“.

Aber wenn von allen Mainstream-Medien einheitlich die gleichen Kampfbegriffe verwendet werden, dann findet keine Berichterstattung mehr statt, dann findet Propaganda statt. In einer Demokratie erträgt man unterschiedliche Meinungen und diskutiert sie sachlich, anstatt mit Diffamierungen zu arbeiten und so Feindbilder zu schaffen. Wo innerhalb einer Gesellschaft Feindbilder geschaffen werden, wird das Prinzip „Teile und Hersche“ angewendet, das aus Sicht der Herrschenden gut funktioniert, aber mit Demokratie nichts zu tun hat.

Was das über den Zustand der selbsternannten „westlichen Demokratien“ aussagt, kann sich jeder selbst überlegen.

Nachwort: Kritisch muss ich anmerken, dass auch ich Nachricht und Kommentar nicht immer klar trenne, darin folge ich leider dem schlechten Beispiel der Mainstreammedien, wenn ich zum Beispiel Formulierungen wie „Friday Hüpfer“ oder „Bundesaußenkasper Maas“ benutze. Ich bin eben auch nur ein Mensch, aber immerhin bemühe ich mich, nicht keine subtilen und suggestiven Formulierungen zu benutzen, sondern versuche immer, für das gleiche auch die gleichen Begriffe zu verwenden.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

9 Antworten

  1. Das Wort „Mob“ ist inzwischen so allgegenwärtig das man es nicht mehr ignorieren kann.
    Es regt mich auf, wenn dieses Wort aus der frühesten Ausbeuter Ära für Teile einer Gesellschaft benutzt wird, die wir doch angeblich so ganz demokratisch durch Aufstände, Revolutionen und 2 WK hinter uns gelassen haben wollen.

    Bezogen auf Deutschlands politische Elite, die immer erst irgendwo geschult werden muss, die immer mehr Berater um sich scharren muss sind solche Entgleisungen wie von Herrn Maas dann Ausdruck verfehlter Bildungspolitik? Also per Definition Teile eines Mobs mit mangelnder Bildung?
    Und der andere Teil des Mobs die, die den Mist ohne murren auslöffeln sollen?

    Ich finde es respektlos den Bürgern, Wählern oder allgemein den Menschen gegenüber.
    Woher nimmt man sich das Recht unbescholtene Bürger mit anderer Meinung so zu bezeichnen?

    Die viel sich gegenseitig auszeichnenden Medien haben schon lange aufgehört Fakten und Meinungen zu trennen. Ich nennen es Fakten müde. Das ist nicht nur armselig sondern sollte auch als solches gebrandmarkt werden.

    Aber vielleich schließt sich hier wieder der Kreis der selbst benannten Elite von Schummel Doktoren, Studienabbrechern oder sonstigen Nebenerwerbspolikern.

    Ich habe mehr Respekt vor einem Menschen der auch sagt „das kann/weis ich nicht“ als vor einem Menschen der mich für dumm hält.

  2. „Dabei wirkt Propaganda erst dann wirklich effektiv, wenn die Menschen gar nicht bemerken, dass sie Propaganda ausgesetzt sind. “

    Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann hatte schon Bernays vor 100 Jahren festgestellt, dass Propaganda auch dann wirkt, wenn man um ihre Anwendung weiß.

    Zumindest für die beiden ersten Punkte gilt das wohl sogar ziemlich umfassend:
    – „Ständige Wiederholung der Feindbilder mit immer neuen (nicht unbedingt wahren) Vorwürfen“
    – „Weglassen von Informationen (Stichwort “Lückenpresse”)“

  3. Interessant ist die Vervielfältigung. Der amerikanische Aufstand ist auf Befehl aus Moskau geschehen, überzeugt Pelosi die Zuschauer in einem der meist gesehenen Programme des nationalen Fernsehens. Das Prinzip ist einfach: Trump hat die Menge zum Kongress geschickt, und Trump wird vom Kreml gesteuert: „Ich weiß nicht, was die Russen über Präsident Trump haben, etwas persönliches, politisches oder finanzielles. Es gibt keine andere Erklärung dafür, warum der Präsident der Vereinigten Staaten so sehr Putins Diener ist“, sagte Nancy Pelosi, Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses. (Pelosi: Es waren die Russen! Wie in Russland über die Situation in den USA berichtet wird).

    Ich frage mich ob derlei Aussagen gemacht werden, weil sie es einfach nicht besser wissen (tausend Mal gehört und gelesen), oder ob es bewusstes politisches Kalkül ist. Und ich weiss ehrlich nicht was von beidem schlimmer ist.

    Zum einen wäre es Informations- oder kalter Krieg, das kann man Zähne knirschend irgendwie ja noch verstehen. Wenn Politiker aber Enten aufsitzen und diese Jahrelang verbreiten wird es schwierig. Ich habe leider ganz oft den Eindruck, dass sie fest daran glauben was sie sagen.

    Zurzeit ist Trump Staatsfeind Nr. 1, er mit seinen Lügen und wie er Hass verbreitet hat. Ich habe in den letzten Tagen einige Sendungen und Diskussionen angeschaut und die Gesichter der Redner und Rednerinnen genau beobachtet. Früher verspotteten sie Trump als Hanswurst und Trottel, heute ist er ein Widerling. Wehr anderes sagt – was in Diskussionsrunden vorkommt, wird nicht ernst genommen und er/sie passt sich schnell der allgemeinen Meinung an!

  4. Eine Technik, die hier vergessen wurde, ist das Ablenken von den eigentlichen Problemen. Als aktuelles Beispiel kann man die Corona/Impf-Debatte anführen, mit der von dem eigentlichen Problem abgelenkt wird. Ich sag nur Finanzkrise.

  5. Die Propaganda wird im Westen schon lange betrieben. Alles durch eine US Amerikanische Brille gesehen. Die Atlantikbrücke hat hier überall seine Finger drin und wer es in der Medialen Welt zu irgendetwas bringen will, der muss Mitglied der Atlantikbrücke sein. Auch die Öffentlich Rechtlichen sind von Mittgliedern der Atlantikbrücke durchsetzt. Die Politiker in Deutschland sind auf das Wohlwollen der Atlantiker angewiesen. Wenn denen einer nicht in den Kram Passt, wird er abserviert. Das Beste Beispiel ist Wulf. Mediales Dauerfeuer mit falschen Behauptungen haben das höchste Amt in Deutschland beschmutzt und den Bundespräsidenten abgesägt. Die Bildzeitung, die dafür verantwortlich ist, ist nicht einmal zu Rechenschaft gezogen worden. Aber die Fridel Springer hat Merkel gezeigt, wer hier in Deutschland die wirkliche Macht hat.
    Dann kommen noch die Verschwörungsspinner hinzu. Ich weiß nicht, ob die Menschen, die die Ansichten einer flachen Erde oder sonstigen Blödsinn vertreten wirklich davon überzeugt sind oder aber medial aufgebaut werden um mit Hilfe dieser Spinner die wirklich guten und somit auch gefährlichen alternativen Medien zu diskreditieren. Seiten wie der Antispiegel werden dann mit den Spinnern in einen Topf geschmissen um aufzuzeigen, wie blödsinnig doch diese Nachrichten sind.
    Ein Beispiel: In Deutschland glauben die meisten noch an einer russischen Wahleinmischung 2016. Dass diese Wahleinmischung längst wiederlegt ist, weiß kaum einer. Und wenn man darüber aufklärt, dass es die Wahleinmischung nicht gab wird einem nicht geglaubt. Der klebrige Klaus hat es ja nicht um 20 Uhr erzählt. In diesem Zusammenhang muss man auch die Aussagen der US Politiker sehen. Für die meisten Wähler der Demokraten hat es die Wahleinmischung gegeben. Trump ist Putins Puppe usw.
    Das Trump mit seiner Politik aber alles andere als Russlandfreundlich war, wird hier vollkommen ausgeblendet. Hier werden dann wieder Theorien aufgestellt, die mindestens genauso obskurs sind wie die Theorie der flachen Erde nur hier wird es von der MS Presse verbreitet und die Menschen glauben es. Ich glaube, dass wenn wir über die MS Presse die Flache Erde Theorie verbreiten würden, dann würden die Menschen wirklich anfangen daran zu glauben.
    Ich bin jedenfalls froh, dass es den Antispiegel gibt und man somit an wirklich neutrale Nachrichten kommen kann. Ich lese viele alternative Medien, den Antispiegel halte ich aber für die beste Seite. Ich habe da noch einen Vorschlag für Maas. Bundesaußenkasper ist doch ein etwas langes Wort wie wäre es SchlAAZ für Schlimmster Außenminister aller Zeiten.

  6. Also Thomas, so komplett daneben warst du noch nie, bei weitem nieeeeeeeeee
    „Die Nazis … nannten ihre Propaganda auch ganz offen “Propaganda” … Dabei wirkt Propaganda erst dann wirklich effektiv, wenn die Menschen gar nicht bemerken, dass sie Propaganda ausgesetzt sind.“
    Contradiction in adjecto. Unglaublich Thomas so was von dir !!!
    🙁
    Die Propaganda der Nazis war unvorstellbar effektiv. Wo du Recht hast …
    „Kein Wunder, dass Hitler in ganz Europa als Wohltäter und Menschenfreund bewundert wurde, etwa bei den spanischen Frankisten, den italienischen Anhängern Mussolinis, den kroatischen Ustascha – und selbst bei einigen serbisch–orthodoxen Popen. Einer von ihnen, der Hochwürdige („vladika“) Nikolaj Velimirović, erblickte in Hitler sogar einen Missionar, der mit dem Heiligen Sava (1175–1236) zu vergleichen sei, dem Begründer der serbisch–orthodoxen Kirche.“ (Marktwirtschaft neu denken, S. 543)
    Warum war diese Propaganda so unglaublich effektiv??? Weil Adolf in DE in nur ein paar Jahren das größte Wirtschaftswunder aller Zeiten realisiert hat. (Nicht Eucken!) (Dem Rest der Welt Krieg zu erklären, kann nur jemand mit einer unglaublich effizienten Wirtschaft.)
    Thomas, du lebst schon seit Jahren in RU. Du weißt wie die westliche Propaganda alle Medien mit großem Abstand dominiert. Sie ist überall und ist laut, brutal, verlogen, heuchlerisch, frech, beleidigend … Warum ist sie nicht effektiv? Weil Pupin ökonomisch … weiter kannst du alleine.
    Die Wahrheit über „Propaganda“ ist also eine GANZ andere, als es der Dummkopf La Bon geschrieben hat. Der Kapitalismus bedeutet Arbeitslosigkeit, überflüssige Menschen, die aber leben wollen und sind erpressbar, auf alles bereit. Nun bilden die Eliten Menschen in unsinnigen Sozial- und Wirtschaftswissenschaften aus, da diese real-praktisch unbrauchbar sind, und leben wollen sie auch, brauchen sie ihre praktische Anwendung zu rechtfertigen. Ihre Masche besteht darin:
    Die Bildung-Dummköpfe sagen den Eliten folgendes: Menschen sind nur eine dumme Masse, aber gefährlich (Gustave Le Bon), also wir wären unentbehrlich und bitternötig dass ihr, die Elite weiter herrschen könnt. Da die Elite immer Angst hat, schafft sie also diesen nutzlosen Bildung-Dummköpfen Arbeitsplätze. Und je weniger die Propaganda wirkt, desto lauter brüllen die Bildung-Dummköpfen: Mehr Propaganda, mehr Arbeitsplätze für uns, bessere Bezahlung für uns !!! Und an ihre Propaganda glauben trotzdem immer weniger Menschen. Weil der Kapitalismus den Menschen nichts zu bieten hat außer Armut, Unsicherheit, Verzweiflung, …

  7. Als Propagandataktiken fehlen noch:

    – Erschaffung von Denkverboten. Durch Verächtlichmachung und durch Vermischung von legitimen Ansichten mit kruden Meinungen. Wie Hugross schrieb werden zB Flatearthler mit 911 Truthern in einen Topf geworfen.

    – Erschaffung von eigenen Narrativen. CO2 Wahnsinn wäre hier ein Beispiel.

    Nun, das alles wurde ja schon gut untersucht. Im Prinzip werden alle bekannten psychologischen Manipulations- Werkzeuge benutzt. Mausfeld sei hier erwähnt.

    Man muss eben den Gedanken zulassen, dass die Massenmedien keine unabhängigen Firmen sind, die uns die besten News aller Zeiten bringen wollen, sondern wenigen Menschen gehören, die damit ihre Agenda in unsere Köpfe prügeln wollen. Fängt man an, die Medienlandschaft aus dieser Perspektive zu sehen, wird schnell ersichtlich, was hier abläuft.

    Aber was red ich… falsches Publikum. Wer hier mitliest, hat das alles schon begriffen.

  8. Die Menschen hier meinen ja sogar noch, dass „Mob“ eine neutrale Beschreibung wäre. Die merken noch nicht mal, dass denen da was eingeimpft wird, wenn man sie darauf hinweißt.

    Zu “Friday Hüpfer” oder “Bundesaußenkasper Maas”, bitte trotzdem weiterverwenden. Weil sowas ist ja schon Realsatire und kann nur noch mit Humor ertragen werden. Außerdem sind das ja gerade zwei Gruppen/Personen, die nur gegen alles andere hetzten was das Zeug hält. Da kommt einen eine neutrale Umschreibung wie das christliche andere Wange hinhalten vor. Verdinet hätte der Kasper ja noch ganz andere Umschreibungen ..

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