Der Nawalny Fake

OPCW-Bericht deckt deutsche Lügen im Fall der angeblichen Vergiftung von Nawalny auf

Vom 6. bis zum 9. Juli fand eine Tagung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) statt, bei der der Jahresbericht der Organisation präsentiert wurde. Er enthält schwarz auf weiß die Bestätigung dafür, dass die Bundesregierung bei der angeblichen Vergiftung von Nawalny gelogen hat.

Vom 6. bis zum 9. Juli hat die OPCW den Mitgliedsländern ihren Jahresbericht für 2020 vorgelegt. Dieser Bericht enthält nicht nur den Beweis dafür, dass die deutsche Regierung in Sachen „Nawalny-Vergiftung“ gelogen hat, er beweist auch, dass die Bundesregierung von Nawalnys angeblicher Vergiftung mit einem chemischen Kampfstoff wusste, bevor Nawalny vergiftet wurde.

In dem ersten Kapitel des Berichts (Überprüfungen) kann man unter Punkt 1.41 (Technische Unterstützung für ein Mitgliedsland) lesen:

„Auf Ersuchen Deutschlands entsandte das Sekretariat am 20. August 2020 ein Team zur Durchführung eines technischen Unterstützungsbesuchs (TAV) im Zusammenhang mit der vermuteten Vergiftung eines russischen Staatsbürgers. Der TAV beschränkte sich auf die Entnahme von biomedizinischen Proben. Die Proben wurden an zwei von der OPCW benannte Labore geschickt. Die in den Blut- und Urinproben gefundenen Biomarker des Cholinesterase-Inhibitors wiesen ähnliche strukturelle Merkmale auf wie die toxischen Chemikalien der Listen 1.A.14 und 1.A.15, die auf der vierundzwanzigsten Tagung der Konferenz im November 2019 in den Anhang über Chemikalien aufgenommen wurden.“

Die Ereignisse vom 20.August 2020

Nawalny ist am 20. August 2020 in einem russischen Flugzeug zusammengebrochen und nach einer Notlandung in ein russisches Krankenhaus in Sibirien gebracht worden. Das Team von Nawalny hat in sozialen Medien sofort von einer angeblichen Vergiftung berichtet, obwohl zu dem Zeitpunkt noch gar nichts bekannt war. Selbst wenn aber an dem Tag bereits eine Vergiftung mit einem chemischen Kampfstoff bekannt gewesen wäre, hätte Deutschland erst nach der Einlieferung Nawalnys in das russische Krankenhaus eine Bitte um Unterstützung an die OPCW schicken können. Das bedeutet, das wäre gegen Mittag des 20. August gewesen.

Das ist in der Realität kaum möglich, denn solche Anfragen müssen von Fachleuten geschrieben werden, das geht nicht in fünf Minuten. Aber selbst wenn – Nehmen wir an, Deutschland hätte seine Anfrage schon gegen Mittag fertig gehabt und abgeschickt. Die OPCW hätte sie bearbeiten müssen, so etwas dauert Tage. Aber selbst wenn – Nehmen wir an, die OPCW hätte das in einer Stunde erledigt. Dann muss aber immer noch ein Team von Spezialisten zusammengestellt und auf die Reise geschickt werden, die sitzen ja nicht auf Abruf in der Kantine der OPCW bereit.

Trotzdem berichtet die OPCW, sie habe das Team bereits am 20. August 2020 nach Berlin geschickt.

Wie kann das sein?

Dafür gibt es nur eine plausible Erklärung: Man wusste in der deutschen Bundesregierung schon Tage (oder noch länger?) vor der angeblichen Vergiftung Nawalnys davon und hat auch das Technische Sekretariat der OPCW bereits vorher informiert, sodass das Team am 20. August bereit stand und nach Berlin geschickt werden konnte, um auf Nawalny zu warten.

Das ist keineswegs unrealistisch, denn das Technische Sekretariat der OPCW hatte bereits mehrere Whistleblower-Skandale, die eindeutig aufgezeigt haben, dass das Technische Sekretariat seine Berichte im Interesse der Staaten des Westens fälscht. Außerdem werden zum Beispiel die Berichte des Technischen Sekretariats über angebliche Giftgasvorfälle in Syrien praktischerweise vom Westen allein bezahlt. Das geschah offen und der Westen hat sich jeder Aufklärung der Vorwürfe der Whistleblower widersetzt und im Technischen Sekretariat herrscht bei Rückfragen hartnäckiges Schweigen. Das Technische Sekretariat der OPCW ist ein williges Instrument der westlichen Politik, da würde es nicht überraschen, wenn es von der deutschen Regierung schon im Vorwege über die anstehende „Vergiftung“ Nawalnys mit einem chemischen Kampfstoff informiert worden ist.

Die russische Reaktion

Maria Sacharova, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat die Geschichte in ihrer eigenen und unnachahmlich ironischen Art und Weise auf ihrem Telegram-Kanal kommentiert. Den Kommentar von ihr möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, daher habe ich ihn übersetzt, zumal er noch Insiderinformationen aus der Sitzung selbst enthält.

Beginn der Übersetzung:

Das war’s also. Die westlichen Kollegen, die Nawalny die Hand halten, gehen mit ihrer Geschichte von der Vergiftung durch chemische Waffen unter.

Vom 6. bis 9. Juli 2021 fand die 97. Sitzung des Exekutivrats der Organisation für das Verbot chemischer Waffen statt. Dort wurde der ENTWURF DES BERICHTS DER OPCW ÜBER DIE DURCHFÜHRUNG DES ÜBEREINKOMMENS ÜBER DEN SCHUTZ, DIE HERSTELLUNG, DIE LAGERUNG UND DIE VERWENDUNG VON CHEMISCHEN WAFFEN SOWIE ÜBER DEREN VERSCHÄRFUNG IM JAHR 2020 vorgelegt.

Das ist im Wesentlichen ein Bericht über die Aktivitäten der Organisation zur Umsetzung ihres zentralen Dokuments, der Chemiewaffenkonvention.

Lesen wir den Bericht sorgfältig durch.
Kapitel 1: „Überprüfungen“
Abschnitt „Technische Unterstützung für einen Vertragsstaat“.
Absatz 1.41.
Und hier ist es. Unbezahlbar: „Auf Ersuchen Deutschlands entsandte das Sekretariat am 20. August 2020 ein Team zur Durchführung eines technischen Unterstützungsbesuchs (TAV) im Zusammenhang mit der vermuteten Vergiftung eines russischen Staatsbürgers.“

Am 20. August 2020 flog der russische Staatsbürger Nawalny gerade von Tomsk nach Omsk und das OPCW-Team wurde bereits entsandt, um technische Unterstützung im Zusammenhang mit der vermuteten Vergiftung durch chemische Waffen zu leisten.

Und es wird auch gesagt, dass es eine „deutsche Anfrage“ gab. Können Sie sich vorstellen, wie lange es dauern muss, den Antrag eines Staates an die OVCW vorzubereiten, der um Unterstützung bei der Untersuchung einer Vergiftung durch chemische Waffen bittet? Und schließlich musste Deutschland zumindest irgendetwas in der Hand haben, um auch nur die ersten Schlussfolgerungen für einen Antrag bei der OPCW zu ziehen.

In Anbetracht der Tatsache, dass das Team am 20. August entsandt wurde, musste ein solcher Antrag vor diesem Datum gestellt werden. Also … noch bevor Nawalny das Hotel in Richtung Flughafen verlassen hatte. Er war am 20. August noch nicht einmal aufgewacht, da hätte Berlin bereits eine Anfrage an die OPCW schicken sollen, ein Team zu entsenden, um die Chemiewaffenvergiftung des russischen Bürgers an diesem Tag zu untersuchen. Und das, wenn wir das phantastischste Szenario der dringlichsten Entscheidungsfindung sowohl in Berlin als auch bei der OVCW annehmen. Wie ich die deutsche Bürokratie kenne, wie ich die OPCW-Bürokratie kenne, kann man sich das nur in einem Fall vorstellen: Alles war im Voraus durchgespielt.

Aber es wird noch besser. Jetzt kommt Insiderwissen. Als unsere Diplomaten im Verlauf der Sitzung zur Prüfung des Berichts in Anwesenheit von Vertretern der Mitgliedsländer den Generaldirektor des Technischen Sekretariats der OVCW fragten, wie das sein könne, fand er keine Antwort – er saß da und schwieg. Und dann half ihm die gute Fee… Ta-ta… Die Ständige Vertreterin Deutschlands.

Sie hat eine geniale Version bekannt gegeben. Ich betone, das war in Anwesenheit von Dutzenden von ausländischen Vertretern. Ihrer Meinung nach war es ein Druckfehler, der leider nicht rechtzeitig korrigiert wurde. Doch der Generaldirektor des Technischen Sekretariats der OVCW blieb hartnäckig still.

Und dann geschah das vollkommen Undenkbare. Die deutsche Ständige Vertreterin sagte, sie erinnere sich an alles: Merkel habe sich am 20. August mit Macron in Breganson getroffen, und sie hätten ihre Bereitschaft bekundet, Nawalny medizinische Hilfe zu leisten.

Offenbar sah die OPCW gerade fern und nahm Merkels Vorschlag als Signal zum Handeln: Man musste sofort eine Gruppe zusammenstellen, die die Vergiftung mit Chemiewaffen untersucht. Will man uns weiterhin von dieser Lüge überzeugen?

Urteilen Sie selbst: 20. August (überall Ortszeit)

8:10 Navalny hebt von Tomsk ab
09:01 Notlandung in Omsk
18:30 Merkel und Macron geben eine Pressekonferenz, auf der sie Navalny medizinische Hilfe anbieten.

Und zur gleichen Zeit, am 20. August, schickt die OPCW auf Ersuchen Deutschlands bereits eine Mission, um die Vergiftung eines russischen Bürgers mit chemischen Waffen zu untersuchen. So steht es in dem Bericht.

Der Vorhang fällt. Und hinter ihm stehen die Kulissen. Hier sind die Screenshots

Ende der Übersetzung

Jetzt heißt es Popcorn bereit stellen, denn ich bin sicher, dass es dazu auf der Regierungspressekonferenz Fragen geben wird. Auf das Stottern der Regierungssprecher dürfen wir gespannt sein. Und auch kleine Anfragen im Bundestag sind zu erwarten, ich freue mich schon auf die Antworten der Bundesregierung. Ich bin schon ganz neugierig, ob sie wieder so schamlos lügen wird, wie bei den letzten kleinen Anfragen zu Nawalny. Wie dreist die Bundesregierung das Parlament dabei belogen hat, können Sie hier nachlesen.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

54 Antworten

    1. Ich bin nun schon ein paar Jahre älter als Jene, die um 1989/90 noch Quark im Schaufenster waren oder zumindest noch Eierschalen hinter den Ohren trugen. Mit anderen Worten habe ich bereits genug erlebt, als dass man mich noch hinter’s Licht führen oder dreist anlügen könnte, ohne es sofort zu merken. Also – ich habe in meinem ganzen Leben noch NIE eine (deutsche) Regierung erlebt, in der eine hochmütige einäugige Person einen Schwall von blinden Hofschranzen mit sich führt, und diese einäugige Person kann ihre Stellung nur deshalb halten, weil sie es nicht zulässt, dass Blinde eventuell wieder sehen können. Blinde wollen uns erzählen, wie die Welt da draußen, die sie noch nie mit allen 5 biologischen Sinnen erfasst haben, in Wirklichkeit ist – derartige Glossen sind an Absurditäten einfach nicht mehr zu übertreffen. Ich frage mich schon lange, wie sich ein deutsches Volk, das eigentlich auf eine sehr hohe Kultur zurückblicken darf, eine Einäugige mit blinden Hofschranzen als politische Führerin erwählen kann ? Die Jahrtausend alte Geschichte lehrt uns immer wieder, was das für Folgen haben wird ! Ich empfehle dazu mal das tiefgründige Studium des indischen Volksepos Mahabharat, in dem die Hintergründe und der Verlauf eines weitreichenden Krieges vor gut 5.000 Jahren nördlich von Dehli beschrieben wird – das ist weitaus lehrreicher, als sich mit der Weltgeschichte seit Christi Geburt zu befassen.

      1. Wer lesen (und schreiben) kann, ist echt im Vorteil, aber das Lesen werde ich Dir nicht abnehmen, denn nur dadurch wirst Du verstehen, wie relevant mein Kommentar wirklich ist !

        1. Ich schätze mal, guter Mann, Sie müßten sich mal mit der Struktur und den darauf aufbauende Bezügen des Kommentarbereiches befassen.
          Ich glaube, Sie haben hier den Falschen angekackt.

        2. Wernichtsweissmussallesglauben gibt eine Teilantwort schon in seinem Namen. Richtigerweise müsste es jedoch lauten.
          Wernichtswissenwillwillallesglauben. So ist das Deutsche Volk nun mal gestrickt. Egoismus pur. Waren es zur NS-Zeit die schönen Autobahnen die Massenarbeit und Geld brachten, wollte man ganz einfach es nicht wissen, warum die Autobahnen in alle Himmelsrichtungen zur West- und Ostgrenze gebaut wurden. Alle kannten“Mein Kampf“.
          1:1 übertragbar auf heutige Sachlage. Solange der Flimmerkasten angeht, wenn man die Fernbedienung anspricht… Solange die Rente kommt..Solange all die Aldis wieder mit vollen Körben verlassen werden können… ist den Deutschen Scheißegal, warum eine Regierung Umstürze in der Ukraine mitorganisiert oder sich sogar gemeinsam mit Polen um Balten um Umsturz in Weißrussland bemüht,
          warum man den Engländer die uneingeschränkte Solidarität bei einem NervengiftDrama ausspricht,
          warum man die Weißhelme erschaffen hat- bezahlt… Warum..warum..warum…

          Alles scheißegal… Hauptsache „der Rubel rollt“ Die Klimaanlage ist an… und nach mir die Sintflut.

          Meine 2 Lieblingsstimmen, die das viel besser sagen können…
          https://www.youtube.com/watch?v=_14n16KGyDI

          Und ganz am Ende, haben alle nichts gewußt.

        3. Nun, er hat völlig Recht. Sein Post ist völlig irrelevant.

          Und zur Frage wie das deutsche Volk immer wieder ein merkel wählen konnte. Die Antwort lautet: 1.) das korrupte kriminell Parteiensystem; 2.) das schon vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestufe Wahlsystem und Dominion und ähnliches.

    2. OH..Oh..OH..In mir keimt ein Verdacht die Fragen aufwirft über den/die DoppelAnti

      Doch die Frage wird sich eines Tages sicher beantworten lassen….

      Hat er sich selbst hier „ins Rennen“ geschickt um bei all den ernsten Themen etwas zur Erheiterung der Leser beizutragen… ?

      Oder liegt hier ein besonderer Fall einer Persönlichkeitseigenschaft vor , die man landläufig als Masochismus bezeichnet. Das er/sie positive Emotionen erlebt, dass man ihm verbale Schmerzen zufügt oder ihn dann aus seiner Sicht demütigt. Das Problem ist nicht die Frage, sondern schon die Feststellung darüber, dass der Masochismus stark ausgeprägt scheint. Ist- oder wäre es so- dann kann hier eine Persönlichkeitsstörung vorliegen, die potenziell lebensgefährlich sein könnte….

      Die Frage scheint dann beantwortet, wenn DoppelAnti schweigt. Dann scheint er irgendwo in einem Fensterkreuz zu hängen…

      1. Man sollte „es“ das Schild „Füttern verboten“ umhängen. Das Problem ist halt, wenn solches „hungern“ muß, wird naturgemäß das Gekreisch früher oder später auch unerträglich….

        1. Vielleicht mach sich mal jemand die Mühe und studiert die ausführlichen Berichte der OPCW und die darin erwähnten Daten zur Causa Nawalny und stützt sich nicht einfach auf ein Datum in einer achtzeiligen (!) Zusammenfassung.

          Zum Beispiel dieses Dokument als Beispiel von einigen auf der OPCW – Seite:

          https://www.opcw.org/sites/default/files/documents/2020/10/s-1906-2020%28e%29.pdf

          Ergebnis:
          Einige ausführlichere Dokumente mit „korrekten“ Daten.
          Eine achtzeilige Zusammenfassung mit „falschem“ Datum (faktisch „Startdatum“ der Causa Nawalny).

          Und jetzt? Beweis wo?
          Bei allem Respekt: Der Screenshot beweist überhaupt nichts. Da ist der Wunsch Vater des Gedankens. Mehr aber auch nicht.

    3. Mal wieder geballte Fakten, Anti. In diesem Zusammenhang möchte ich an diesen Strang erinnern:

      anti-spiegel.ru/2021/warum-der-russische-corona-impfstoff-nicht-teil-des-weltweiten-impfprogrammes-ist/#comment-24573

      Nicht dass Sie denken, ich wäre nicht an Fakten interessiert. 😅

      1. Übrigens nachdem sich nu der Wirbel um diese seltsame, jedoch zutiefst diktatorische, Impfzwanglosigkeitspflicht in der RF etwas gelegt hat, ist dem Autokraten hinter den Staubnebelbänken des durch dieselbe hervorgerufenen Entrüstungssturmes offenbar wieder einmal einer dieser „hybriden“, die „EU destabilisierenden“, also ganz perfiden, autoritären Schläge gelungen … die Franzosen machen das jetzt auch, freilich ganz freiheitlich-demokratisch, nach den nicht näher verifizierbaren Regeln der Ordnung, die sich derenthalben auch zurecht mit „liberal“ attribuieren darf…

    4. @AA-Spiegel:

      Das kommt davon, wenn man mit Kopfstand durchs Leben zieht. Muss man so mal AA machen, schmiert es sich notgedrungen runter bis aufm Kopf. Daher stammt auch der aus dem Mund kommende Dünnpfiff.

    5. Du bist ein Agent provocateur der Antideutschen, nicht wahr? Auf Facebook gibt es einen sich ähnlich verhaltenden einen Fake-Account mit Namen Ethan Hunt innehabenden Provokateur.

  1. Na, das passt doch prima in meine Version von dem Schauspiel: Der Berliner Patient hätte noch im Flieger seinen Löffel abgeben müssen, dann wäre alles paletti. Die Leiche kommt zum Bestimmungsort, Opposition protestiert, fordert „unabhängige Untersuchung“, die Buh.-Regierung erklärt sich dazu bereit und hat schon die passenden Dokumente in der Schublade. Am Rollfeld bleibt die trauernde Witwe zurück, die die Sache ihres Gatten wieder aufnimmt und Rache, Blutwurst usw. schwört. Keine Sau konnte ahnen, dass der Brummer wegen eines einzigen Menschen 1 h nach Abflug eine Notlandung macht…

  2. Also die Dreistigkeit, die Korruption und die Verlogenheit lassen mich ja mittlerweile kalt, daran hab ich mich gewöhnt und damit hab ich mich abgefunden.
    Aber die Dummheit dieser Regierung, die werde ich wohl nie verarbeiten können.

    Egal was die tun oder anfassen, es geht schief, wird teuer und peinlich.

    Warum leisten wir uns so eine Regierung? Und wie lange können wir das überhaupt noch?

  3. „The Government of Germany, in a communication tothe OPCW Director-General on 4September2020, requested technical assistance from the OPCW Technical Secretariat (hereinafter “the Secretariat”) under subparagraph 38(e) of Article VIII of the Chemical Weapons Convention (hereinafter the “Convention”) in relation to the suspected poisoning of a Russian citizen, Mr Alexei Navalny, on 20 August 2020 in the Russian Federation“

    „The TAV team deployed to Germany on 5 September 2020 and was briefed by the German authorities on the same day.“

    „On6 September 2020, the TAV team visited the Charité Hospital in Berlin. Inthe hospital’s intensive care unit, the TAV team members confirmed Mr Navalny’s identity against a photo-identification document presented to the team by the German authorities.“

    „Upon receipt of a request from Germany on 11 September 2020, the OPCW Laboratory sent the samples to two laboratories designated by the Director-General for the analysis of biomedical samples.“

    Veröffentlicht von der OPCW am 6. Oktober 2020, hier:
    https://www.opcw.org/sites/default/files/documents/2020/10/s-1906-2020%28e%29.pdf

    Einfacher kann ein Kartenhaus nicht zusammen fallen.

          1. Gemeint waren nicht Sie, entschuldigen Sie das Missverständnis.

            Gemeint war eher das:

            „Er enthält schwarz auf weiß die Bestätigung dafür, dass die Bundesregierung bei der angeblichen Vergiftung von Nawalny gelogen hat.“

            1. Kein Problem, kann passieren.

              Dass das ein Beweis ist sehe ich auch nicht. Aber ich kann mir bei diesem Verein denken, dass es zwei Versionen gibt und die wahre aus Versehen für diesen Bericht herangezogen wurde. Ist natürlich nur Spekulation, aber wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.

  4. Was bedeutet eigentlich „Die in den Blut- und Urinproben gefundenen Biomarker des Cholinesterase-Inhibitors wiesen ähnliche strukturelle Merkmale auf wie die toxischen Chemikalien der Listen 1.A.14 und 1.A.15.“
    Das klingt nicht, als habe man eine bestimmte Chemikalie oder Derivate davon gefunden.

    Ein Ofenrohr weist auch „ähnliche strukturelle Merkmale auf“ wie eine Rakete. Trotzdem käme niemand auf die Idee, seine Atomraketen auf den Weg zu schicken, wenn im Wald ein rundes Stück Metall gefunden wird, „ähnliche strukturelle Merkmale“ oder nicht.

    Es wäre an der Zeit, dass die „Experten“ Klartext reden und Beweise auf den Tisch legen, wenn sie welche haben.

  5. Da soll nochmal jemand sagen die beste Kanzlerin im besten Deutschland aller Zeiten würde nicht schnell und effektiv handel. Wann wurde Merkel von dem „Vorfall“ informiert? Die hat also sofort gehandelt und auf Verdacht hin das OPCW angerufen, welches noch am gleichen Tag ein Team zusammenstellt und losschickt. Das nenne ich mal effiziente Bürokratie. Kann das OPCW überhaupt durch eine einzige Regierungschefin auf vagen Verdacht hin in aktion versetzt werden. Was sind die offiziellen Formalien?

    Interessant auch: „Die in den Blut- und Urinproben gefundenen Biomarker des Cholinesterase-Inhibitors wiesen ähnliche strukturelle Merkmale auf wie die toxischen Chemikalien der Listen 1.A.14 und 1.A.15“ Das klingt ganz anders als der „zweifelsfreie Nachweis“ von Novitschok, der war wohl eine glatte Lüge. Mehr als ein phosphoryliertes Serin in Abbauprodukten der Acetylcholinesterase wird man wohl nicht gefunden haben können. Denn die zu Zeitpunkt der angeblichen Vergiftung aktiven Acetylcholinesterasen waren wegen ihrer kurzen Halbwertszeit in der Zelle (immerhin länger als die Halbwertszeit von mRNA in der Zelle – Seitenhieb an einige Forenten) schon längst im Abbauprozess.

  6. Der OPCW hat sich gar nicht festgelegt, es ist alles nur eine behauptete Schlussfolgerung, weil JEDER
    „Biomarker des Cholinesterase-Inhibitors“ diese Strukturen hat. Mehr nicht, nur den Biomarker, der von allem möglichen stammen kann.

    Also mal Google bemühen und schauen, was es denn für Cholinesterase-Inhibitoren in der Medizin gibt, und man findet viel, was alles üblich und verfügbar ist.

    https://flexikon.doccheck.com/de/Cholinesterasehemmer
    Cholinesterasehemmer sind Substanzen, die Cholinesterasen inhibieren und dadurch u.a. den Abbau von Acetylcholin verhindern. Dadurch wirken sie indirekt parasympathomimetisch.

    Cholinesterasehemmer werden therapeutisch z.B. bei Morbus Alzheimer, Glaukom und Myasthenia gravis eingesetzt

    Weiterhin werden Cholinesterasehemmer als Insektizide und chemische Waffen verwendet:

    Carbamatinsektizide: Aldicarb, Methomyl, Carbaryl, Propoxur
    Nervengase: Sarin, Soman, Tabun, VX
    Organophosphatinsektizide: Diazinon, Chloropyrifos, Dursban, Fenthion, Malathion, Parathion

  7. 20.8. 2020 stellte Deutschland einen Antrag auf technische Unterstützung bei der OPCW. (Ersuchen um technische Hilfe nach Artikel VIII Unterabsatz 38 Buchstabe e des das Chemiewaffenübereinkommen (CWÜ))

    e) leistet den Vertragsstaaten bei der Durchführung dieses Übereinkommens technische Hilfe und nimmt technische Auswertungen vor, insbesondere der in den Listen genannten und der nicht genannten Chemikalien

    Die Situation am 20.8.2020 stellt sich ja zeitlich so da, dass man den Antrag auf Verdacht stellte denn Material vom Patienten Navalny hatte man ja nicht. Frühestens mit dem eintreffen des Notarztes aus dem Flieger am 21.8. hatte man überhaupt irgend etwas vor Augen, in der Hand. Die Proben am Patienten Navalny stammen aus dem Berliner Krankenhaus vom Aufnahmetag, dem 22.8. 2020.

    Die Frage lautet, warum Deutschland etwas beantragt hat ohne überhaupt etwas in der Hand zu haben. Zu welcher Zeit genau ging das deutsche Gesuch bei der OPCW ein?

    Aus dem OPCW Geplänkel geht hervor das Deutschland seit dem 1.9.2020 mit der OPCW im ständigen Kontakt stand. Am 4.9.2020 konnte man folgende deutsche Forderung lesen

    „Daher möchte Deutschland die OPCW einladen, ein Team von technischen Experten nach Berlin zu entsenden, um Proben von M. Alexei Nawalny zu sammeln. Die Übermittlung der Proben an OVCW-Referenzlaboratorien sollte nur nach Zustimmung Deutschlands erfolgen. “

    Klingt nach Wunschkonzert.

    1. „Die Proben am Patienten Navalny stammen aus dem Berliner Krankenhaus vom Aufnahmetag, dem 22.8. 2020.“
      Wo haben Sie den 22.08. her?
      Die OPCW spricht von einer Probenentnahme am 06.09.

      1. Das September Datum ist das Datum der OPCW Delegation.

        Mein August Datum bezieht sich auf die erste Möglichkeit bei der man außerhalb russischer Grenzen an Material wie Blut/Haut/Stuhl gelangte. Also bei Aufnahme in Berlin. Wenn ich mich recht erinnere war der Notarzt aus dem Flieger bei den Untersuchungen im Zusammenhang mit der Verlegung anwesend. Von Probenentnahmen wurde nichts erzählt sondern von Krankenakte und den aktuellen Übergabeuntersuchungen.

        Das BW Labor untersuchte dann die Berliner Proben und fand das was man finden wollte.
        Man beschuldigte also ohne jeden Beweis und quasi auf Zuruf vom Navalny Team Russland. Denn seit dem 20.8. tröteten alle von einer Nowitschok Vergiftung.

  8. Putin wurde ja jüngst mal zu seiner Nachfolge gefragt. Immerhin wäre er ja in Deutschland regulär schon Rentner, auch wenn er sich gut zu halten scheint und vielleicht sogar etwas Spaß an seiner Arbeit hat. Ich weiß nicht mehr, was er geantwortet hat; wahrscheinlich war es eine ausweichende Antwort, denn selbst wenn er daran arbeitet, jemanden „aufzubauen“, wird er das kaum an die große Glocke hängen.

    Ich denke, Maria Sacharowa wäre eine gute Kandidatin. Sie ist noch relativ jung, aber kein bisschen grün mehr hinter den Ohren, sie hat Witz und Verstand, und nach einigen ihrer Äußerungen zu urteilen ist sie auch schlagfertig. Sie ist eine russische Patriotin und hat sich, ebenso wie Putin, bisher trotz aller Provokationen nicht zu irgendwelchen Tiraden oder Hassausbrüchen hinreißen lassen. Ich warte noch darauf, dass sie mal mit einer Popcorn-Tüte zu einer Pressekonferenz kommt.

    Ich würde sie wählen.

  9. Geschichte wiederholt sich doch immer wieder und es gleichen sich die Akteure

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/der-unverziehene-strang-nach-osten-a-7e646f14-0002-0001-0000-000014337181?context=issue

    „Daß deutsche Politiker aus dem Gasgeschäft andere Sicherheitskriterien ableiten als das Pentagon, irritiert die Amerikaner folglich, irritiert aber auch Franzosen, Briten und Italiener. Obwohl die Bundesrepublik nicht der größte Teilhaber mehr am Gas-Röhren-Deal ist, konzentrieren sich die Angriffe deshalb vor allem auf Bonn.“

    Man beachte ab dieser Geschäftanbahnung wie es in Deutschlands Industrielandschaft dann weiter ging und wer die jeweiligen Nutznießer wurden.

    Dann der Akt mit NS 2 wo Frankreich am Ende „schweren Herzens“ umgekippt ist.

    Und wann plante Deutschland NS 2 ohne bei der EU erst Bitte Bitte zu machen?
    Wieder wird ein Projekt von Sanktionen, wüsten Unterstellungen und diversen Hinterzimmeraktivitäten auf allen Ebenen begleitet. Dazu zähle ich auch die angeblichen Vergiftungen.

  10. Was tut unsere Regierung in unserem Namen??? Hier wird sich ganz offenbar gegen Russland verschworen. Völkerrechtlich sind diese Spielchen ganz klar zu verurteilen. Das im Fall Skripal und Navalny falsch gespielt wurde, konnte man ja bereits durch die (Nicht)Antworten der Bundespressekonferenz wissen. Aber das wir Deutschen (zumindest kriminelle Regierungsvertreter) aktiv in diese Plane involviert sind, dass schockt mich sehr.

    Ich möchte mich im Namen der überwiegenden Mehrheit der Deutschen für diese Aktionen um Entschuldigung bitten. Ich kann nur hoffen, dass unsere Demokratie und Rechtsstaat noch nicht zu beschädigt sind, um eine parlamentarische sowie juristische Aufarbeitung zu verhindern.

    1. „Völkerrechtlich sind diese Spielchen ganz klar zu verurteilen.“

      Man braucht nichtmal Recht und Gesetz zu bemühen, um das aufs Schärfste zu verurteilen. Sitte und Anstand reichen schon. 😉

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