Politisches Pokerspiel

Blockiert die Türkei die NATO-Erweiterung?

Schweden und Finnland haben erklärt, der NATO beitreten zu wollen. Die Türkei stellt Forderungen und droht mit einem Veto. Wie weit geht die Türkei?

Schweden und Finnland haben sich entschieden, der NATO beizutreten. Die westlichen Politiker feiern das, aber in der Türkei droht man, den Beitritt zu verhindern. Ob sich ein echter politischer Showdown ankündigt, oder ob die Türkei nur hoch pokert, ist bisher schwer zu sagen. Hier fasse ich die aktuellen Meldungen zusammen und zitiere die türkischen Kritikpunkte.

Erdogan tanzt aus der Reihe

Darüber, dass der türkische Präsident Erdogan nicht begeistert auf Schwedens und Finnlands Absicht, der NATO beizutreten, reagiert hat, habe ich schon berichtet. In erster Linie richtet sich seine Kritik dagegen, dass die in der Türkei als Terrororganisation eingestufte PKK in Schweden und Finnland nicht nur frei arbeiten darf, sondern dass deren Mitglieder in den Ländern auch Asyl bekommen und so vor einer Verhaftung in der Türkei geschützt werden. Man kann zu Erdogan und seiner Politik stehen, wie man möchte, aber er hat nicht Unrecht mit seiner Kritik, denn die NATO sieht sich als Verteidigungsbündnis und Erdogan sieht sich im Krieg mit der PKK. Dass seine zukünftigen NATO-Partner Schweden und Finnland den Kriegsgegner der Türkei unterstützen, ist für ein Verteidigungsbündnis eine ungewöhnliche Situation, um es diplomatisch auszudrücken.

Am 14. Mai hat der türkische Außenminister nachgelegt. Die russische Nachrichtenagentur TASS zitierte ihn wie folgt:

„“Es ist empörend und inakzeptabel, dass unsere Verbündeten und Freunde diese Terrororganisation (Arbeiterpartei Kurdistans, die Ankara als extremistische Gruppe betrachtet – Anm. TASS) unterstützen. Und angesichts unseres Kampfes gegen diese Terrororganisation wurden Sanktionen für die Lieferung von Verteidigungsgütern verhängt, von denen wir einige aus den Ländern importierten, die der NATO beitreten wollen. Aus diesem Grund sind die meisten Türken gegen den Beitritt dieser Länder, die die PKK und den SNC (die Selbstverteidigungskräfte des Volkes in Syrien, die die Türkei als syrischen Zweig der PKK betrachtet – Anm. TASS) unterstützen, und fordern uns auf, diesen Prozess zu blockieren. Aber diese Probleme sollten mit unseren NATO-Verbündeten und diesen Ländern diskutiert werden“, sagte Çavuşoğlu.
Der türkische Außenminister beschuldigte Finnland und Schweden, die PKK offen zu unterstützen: „Die Türkei hat die Politik der offenen Tür der NATO von Anfang an unterstützt. Selbst als einige Mitglieder des Bündnisses den NATO-Beitritt bestimmter Staaten in unserer Region und auf dem westlichen Balkan ablehnten, haben wir ihn unterstützt. Die NATO ist weder eine Union noch eine internationale Organisation, sondern ein Bündnis, bei dem es nicht nur um Sicherheit, sondern auch um Solidarität geht. Diese beiden Länder (Finnland und Schweden – Anm. TASS) unterstützen offen die PKK und den SNC, die Terrororganisationen sind, die jeden Tag unsere Soldaten angreifen, und stehen mit ihnen in Kontakt. Erst gestern haben wir einen Soldaten verloren“, sagte der Außenminister.“

Einen Tag später trat er erneut vor die Presse und ich zitiere wieder ausführlich, wie die TASS ihn zitiert hat:

„“Wir feilschen nicht und das ist kein Element politischer Verhandlungen. Wir haben einen sehr klaren Standpunkt eingenommen. Es geht darum, dass [Finnland und Schweden] die Zusammenarbeit mit Terrororganisationen vollständig einstellen und die Beschränkungen für die Lieferung von Verteidigungsgütern an die Türkei aufheben müssen. Die Türkei hat keine Einwände gegen die NATO-Erweiterung, aber wir sind gegen Länder, die Terroristen unterstützen“, sagte der Minister.
„Wir sprachen offen über unsere Bedenken, einschließlich der Kontakte Schwedens und Finnlands zu den Terrororganisationen PKK und SNC und insbesondere über die schwedische Waffenhilfe für diese Organisationen. Wir haben den Verbündeten das anhand der uns vorliegenden Unterlagen erklärt. Wir hatten auch ein trilaterales Treffen mit den Außenministern dieser beiden Länder und haben unsere Erwartungen offen dargelegt. Sie haben ihre Bereitschaft bekundet, mit uns an den Themen zu arbeiten, die uns am Herzen liegen“, sagte der Außenminister auf einer Pressekonferenz in Berlin nach dem informellen Treffen der Außenminister der NATO-Mitgliedstaaten.
Gleichzeitig stellte Cavusoglu fest, dass „die Äußerungen des schwedischen Außenministers bis zum heutigen Tag unkonstruktiv und provokativ“ seien. „Die Türkei muss auf jeden Fall Sicherheitsgarantien erhalten“, fügte er hinzu.“

Druck von der EU

Die diplomatischen Kanäle glühen offenbar gerade, denn es gibt Meldungen über Gespräche zwischen dem finnischen und türkischen Präsidenten über das Thema und ganz sicher dürften auch andere NATO-Staaten derzeit mit der türkischen Regierung reden, um ein türkisches Veto bei der Frage der NATO-Erweiterung zu verhindern.

Aus dem EU-Parlament kamen sogar massive Drohungen in Richtung Türkei. Manfred Weber, Fraktionschef der größten Parteienvereinigung im EU-Parlament, drohte der Türkei in einem Interview für den Fall eines Vetos mit Isolation innerhalb der NATO:

„Jeder, der den Zusammenhalt in der NATO in Frage stellt, wird innerhalb der Gemeinschaft isoliert. Wenn beide Länder selbst beitreten wollen, sind Finnland und Schweden Teil von ihr, das ist keine Frage. Es gibt keinen Grund, das zu verlangsamen oder zu blockieren.“

Die Aussage ist nicht überraschend, aber sie ist entlarvend. Immerhin gibt sich die EU als unabhängige Staatengemeinschaft, aber hier zeigt sich mal wieder offen, dass sie zu einem Instrument der NATO degradiert wurde. Die NATO ist ein Instrument zur Durchsetzung amerikanischer Interessen und die EU ist inzwischen zum wirtschaftlichen Arm der NATO geworden, indem sie Wirtschaftssanktionen gegen Russland einführt, unter denen die EU mehr leidet als Russland selbst. Die EU ist bei den Sanktionen für die USA unverzichtbar, weil die USA kaum Wirtschaftsbeziehungen mit Russland haben und die US-Sanktionen für sich genommen kaum eine Wirkung hätten. Nur durch die Beteiligung der EU an den Sanktionen können die USA Russland wirtschaftlichen Schaden zufügen.


Werbung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

52 Antworten

    1. So sicher sollte man da nicht sein. Gerade wenn man der Türkei will Druck machen, sogar drohen, dann wachsen sie über sich hinaus.

      Warum sollte denn dioe Türkei das nicht zumindest mal „auf die lange Bank “ schieben?

      Hebt doch das Selbstwertgefühl, eine gefragte Nation zu sein. Dies ab dem Zeitpunkt, dass man erst mal NEIN sagt… mit einem Aaaaber wenn…

      Wenn man sofort „Ja und Amen“ sagt ( nachdem man von einem Deutschen bedroht wird, der im Namen von Vielen spricht ) dann hätte man aber in der Türkei selbst den Anstrich eines Feiglimngs, eines ….usw.usw…

      Sehr aktuelles und spannendes Thema…

      1. Gerade solche Leute wie Erdogan oder Orban sollten sich die transatlantischen A****kriecher zum Vorbild nehmen – weniger inhaltlich, aber was aufrechten Gang und Wahrung nationaler Interessen betrifft. Alle diese Globalisten spielen doch nichts als schlechtes Schmierentheater, lassen sich von falschen Freunden loben und verraten diejenigen Interessen, um deren Wahrung sie ursprünglich ihr Mandat erhalten haben!🤮

    2. Natürlich pokert Erdogan, er ist klug und durchtrieben genug, um sich so eine Chance nicht entgehen zu lassen.
      Jetzt brauchen wir nur noch jemand, der dagegen wettet – vielleicht @Vlad Tepes (s.u.), denn er ist ja vom Gegenteil überzeugt.

      1. Wenn es so weit gehen sollte, wie auch andernorts vielfach angedeutet, kann ich mir allerdings nicht vorstellen, daß die Russen oder die Chinesen da mitspielen … wir werden sehen …

  1. Ich denke nicht, daß Erdogan nur „hoch pokert“ – was seine erklärten Feinde betrifft ist er weltweit sehr „konsequent“…

    Was diese „eu“ betrifft – sie ist mit ihren yankee-und-schekelzähler-freunden zusammen auf dem absteigenden Ast – es geht nur noch mit Mafia-Methoden halbwegs in ein und dieselbe Richtung – ergo eine echte Diktatur, die aber den Keim ihrer eigenen Vernichtung schon in sich trägt.
    Problem ist wie immer – wer am Ende die Zeche zahlen darf/muß….. 😡

    1. #Vlad….. , DER, Egowahn, ist nicht konsequent, der ist NUR auf seinen Vorteil bedacht. Weshalb DER auch in die EU will; NUR wegen dem €. Seine Lira geht abwärts. Die kann DER nur noch mit ‚Hilfe‘ abfangen. DER musste mit tränenden Augen zusehen, wie die EU (BRvonD) Griechenland ‚gerettet‘ hat. Das will der Kleine auch haben; will, will, will (Fußstampf).

  2. Nun droht die EU – Dank an Hr. Weber geht raus – der Türkei, sie bei Widerspruch zur Nato-Mitgliedschaft von SWE & FIN aus der NATO entfernen zu wollen…

    hm… die Türkei hat die stärkste Armee in der NATOd – ist es da wirklich sinnvoll zu drohen? Was wenn die Türkei sich in eine östl. Sicherheitsorganisation begibt?

    Erdogan ist sicher schwer berechenbar – Russland hat ihm ja den Popser gerettet als ein verdeckter NATOd-Putsch ihn entmachten sollte….. man darf gespannt sein.

    Aber ich finde es doch ziemlich erbärmlich, dass EU-Vertreter nur mit Erpressung & Zwang arbeiten können…. WER will freiwillig in solch eine Sklavenorganisation?

    1. Die Ukraine.

      Außerdem der halbe Balkan. Zu den aktuellen Beitrittskandidaten gehört unter Anderem auch … Trommelwirbel … die Türkei.

      Und wenn die EU keinen Riegel vorschieben würde, hätte sie auch ganz Afrika drin. Mit wehenden Fahnen.

      Damit will ich nicht sagen, dass ich die EU mit Wohlwollen betrachte. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Aber sie scheint auf eine bestimmte Sorte Länder einen enormen Reiz auszuüben. Für uns ist sie natürlich nichts anderes als ein schwarzes Loch, in das wir unseren Wohlstand schmeißen.

      1. @Nuada

        Ich denke, es gibt da einen Konsens, dass Länder in die EU streben, die sich Geld erhoffen – natürlich nicht für das Volk sondern eher damit bestimmte Leute sich leichter die Taschen füllen können…..
        Wobei man auch nicht vergessen sollte – als Beispiel sei Greece genannt – die angeblichen Geldgeschenke sind zum größten Teil Kredite, damit die Länder nach EU -Vorgaben „Waren/ Produkte“ (die sie nicht brauchen) oder Waffen von DE einkaufen & natürlich dann mit Zinsen zurück zahlen müssen…
        Nichts ist umsonst im Leben……

        „Für uns“ – das bedeutet nur, dass der Steuerzahler für Ausfälle aufkommt…den Reibach haben ganz andere gemacht.

    2. Nun eifern ja Territorien wie Ukraine oder Moldawien um die Wette in der Gunst der US-NATO, um dem Russischen Bären als Zecken in den Pelz kriechen zu dürfen.
      Ich bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis Russland mal mit aller Kraft denjenigen Gaunern einen schmerzhaften Prankenhieb versetzt, die ständig neue Plagegeister ermuntern, Russland zu schaden!

  3. Ja Scholz wird einige Milliarden an den Bosporus schicken das wird Erdogan beruhigen Übrigens die Türkei hat Deutschland im Februar 1945 den Krieg erklärt obwohl Deutschland die Türkei mit Lebensmitteln und Maschinen unterstützt hat und nie feindlich gegen die Türkei war. Das nennt man Dolchstoss in den Rücken als Deutschland am Boden lag

    1. @WyattE

      Das kann man auch OHNE Nato-Mitgliedschaft. Die sog. „Koalition der Willigen“ im Irak-Krieg 2003 umfasste 47 Länder. Die meisten waren keine NATO-Mitglieder -darunter die europäische Vorzeigedemokratie Ukraine- und es gab auch NATO-Mitglieder, die nicht mit dabei waren.

      Bei der Nato-Mitgliedschaft geht es in erster Linie um eine Erweiterung des Absatzmarktes für die westliche Rüstungsindustrie d.h. Steigerung der Rüstungsexporte der westlichen Rüstungsindustrie -vor allem der USA- bei gleichzeitiger Verringerung des russischen Anteils an globalen Rüstungsexporten. Länder, die keine Nato-Mitglieder sind, dürfen im Prinzip Waffen nach eigenem Gusto von jedem kaufen. Beim Nato-Beitritt ändert sich die Situation -man wird grundsätzlich verpflichtet, ab diesem Zeitpunkt nur „NATO-Waffen“ -und das heisst übersetzt vor allem in den USA- zu kaufen. Bei Zuwiderhandlung kann man sich beim fürsorglichen „Uncle Sam“ eine blutige Nase holen. Der letzte Fall dieser Art: die Bestellung des S-400 Systems des Nato-Mitglieds Türkei:
      .
      >>Sanfte Sanktionen für die Türkei

      Der Kauf des Raketensystems S-400 sorgt seit Monaten für Spannungen zwischen den USA und der Türkei. Nun hat Washington reagiert.

      ISTANBUL taz | Die USA haben Sanktionen gegen den Nato-Partner Türkei verhängt, weil die Regierung ein russisches Raketenabwehrsystem gekauft hat. Die Maßnahmen richteten sich gegen die für Rüstungsfragen zuständige zivile Rüstungsbeschaffungsagentur SSB, ließ am Montag das US-Finanzministerium verlauten.

      Die Türkei hat mit scheinbar großer Gelassenheit darauf reagiert. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu sagte zwar, das sei ein „schwerer Fehler“ und man werde zu gegebener Zeit darauf reagieren. Er kündigte aber gleichzeitig an, man wolle den USA Zeit geben, den Fehler zu korrigieren.

      Die Sanktionen sind das Ergebnis jahrelanger Auseinandersetzungen zwischen beiden Ländern, nachdem die Türkei 2017 in Russland modernste Flugabwehrsysteme des Typs S-400 gekauft hat. Die Türkei hatte sich damit gerechtfertigt, dass die Obama-Regierung sich zuvor geweigert hatte, das US-Flugabwehrsystem Patriot an die Türkei zu verkaufen.

      Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte sich lange gegen Türkei-Sanktionen gestellt. Dass er jetzt kurz vor dem Ende seiner Amtszeit doch Sanktionen verfügt hat, hängt damit zusammen, dass er damit die vom Kongress angedrohten weit schärferen Sanktionen verhindern konnte.<<

      Zweitens: eine Mitgliedschaft in der Nato ist NICHT kostenlos wie es landläufig geglaubt wird. Mit der Unterzeichnung des Beitritts verpflichtet man sich A) die eigene Armee und die Ausrüstung auf die Nato-Standards zu bringen d.h. zu modernisieren und jährlich mind. 2% des Landes-BIPs in den eigenen "Verteidigungshaushalt" zu stecken, was in der Regel nur mit einer grundlegenden Änderung der Struktur des Staatshaushalts möglich ist ("Waffen statt Soziales"). Salopp ausgedrückt: für die Nato-Mitgliedschaft muss ein Beitrittsland heutzutage richtig bluten. Für wen eigentlich…? Für den lieben "Uncle Sam" natürlich.

  4. Zur EU kann ich nur folgendes Zitat des polnisch-US-amerikanischen Politikwissenschaftlers und Politikberaters Zbigniew Kazimierz Brzeziński hier abgeben:

    «Tatsache ist schlicht und einfach, dass Westeuropa und zunehmend auch Mitteleuropa weitgehend ein amerikanisches Protektorat bleiben, dessen alliierte Staaten aus Vasallen und Tributpflichtige von einst erinnern.» (1997 Zbigniew Brzezinski «Die einzige Weltmacht, Amerikas Strategie der Vorherrschaft»)

    Auch Erdogan wird einknicken, ist alles sowieso nur eine Frage des Preises!

    Übrigens kann man sich das erwähnte Buch von Zbigniew Kazimierz Brzeziński von hier herunterladen:
    https://workupload.com/file/xiiBbOVQ

    Achtung: Kenne mich aber bezüglich der Rechtslage beim Herunterladen des Buches nicht aus, daher auf eigenes Risiko!

    1. Was viele Menschen auch nicht wissen, die EU war ursprünglich eine Idee amerikanischer Think-Tanks und der CIA. Das American Committee for a United Europe (ACUE; deutsch Amerikanisches Komitee für ein vereintes Europa) war eine 1948 gegründete US-Organisation zur Förderung eines „freien und vereinigten Europas“. Es förderte außerdem die Blockbildung in Westeuropa mit dem Ziel einer europäischen Integration gegen den Ostblock.

      Geschäftsführer war der als Zivilanwalt auftretende ehemalige Geheimdienstchef des Office of Strategic Services (OSS), William Joseph Donovan, sein Stellvertreter der CIA-Direktor Allen Welsh Dulles. Es wurde von der Ford Foundation, der Rockefeller-Stiftung und von regierungsnahen Unternehmensgruppen finanziert. Ende der 1950er-Jahre war der ehemalige OSS-Offizier und Geschäftsführer der Ford Foundation, Paul Hoffman, zugleich Leiter des ACUE. Am Beratergremium war später der erste CIA-Direktor Walter Bedell Smith beteiligt.

      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/American_Committee_on_United_Europe

      Ebenso ist der ungarisch-amerikanische Spekulant und Multimilliardär George Soros über das European Council on Foreign Relations (ECFR) auch mit der EU verwickelt und bestimmt über seine diversen NGO’s die Rolle der EU.

  5. Natürlich pokert Erdogan. Und er hat gute Karten, etwas rauszuschlagen. Vielleicht einen zinslosen IWF Kredit oder noch besser eine EU-Wirtschaftshilfe. Ob die Milliarden nun nach Kiew gehen oder zu Erdogan …
    Und eigentlich sind doch Schweden und Finnland längst in der NATO. Es wird nur noch formalisiert, was mit dem Tod Olof Palmes begonnen wurde.
    Doch eines, vllt nicht mehr allzu fernen Tages, weden die Ratten beginnen das sinkende Schiff zu verlassen. Die Türkei hat, wie man hört, eine hohe zweistellige Inflation. Ein guter Kandidat für eine erste Ratte und so könnte dieses aufgeblasene Egospiel um ein paar PKK Anhänger auch eine guter Anfang dafür sein. Wenn ihm das Geld nicht reicht zum Beispiel.

  6. Die Türken sind geostrategisch einer der wichtigesten Punkte auf der Erde und für die Geiselung Europas und Asien ein Dreh und Angelpunkt. Also wäre die Türkei auch einer der Hauptziele. Deswegen kann ich Erdogan schon verstehen wenn er diese Karte spielt. Die Türkei wäre sowieso gut beraten, die NATO direkt nach dem Veto zu verlassen und eher eine Neutrale Position zu beziehen.

    1. Völlig richtig, geht auf die „Heartland-Theorie“ des britischen Geologen Sir Halford John Mackinder zurück, siehe auch hier:

      https://www.westendverlag.de/kommentare/die-heartland-theorie-oder-der-schluessel-zur-weltherrschaft/

      Sowie hier:
      – Wolfgang Effenberger, Willy Wimmer – Wiederkehr der Hasardeure, Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute
      – Wolfgang Effenberger – Schwarzbuch EU & NATO, Warum die Welt keinen Frieden findet
      – Wolfgang Effenberger – Geo-Imperialismus: Die Zerstörung der Welt
      Es gäbe noch mehr Bücher zu diesem Thema, aber ich habe so viele Bücher in meinem Leben gelesen, so dass ich oftmals vergesse, welche Bücher das Thema behandelt haben. Vor lauter Bäumen sieht man oftmals den Wald nicht mehr!

  7. Paar US-Dollar/Euro Scheine vor Erdogan’s Nase und schon wird sich Erdogan bücken.

    Die Türkei war Feind, ist Feind und bleibt Feind Russlands. Das ist wie früher zwischen Franzosen und Deutschen (was früher oder später auch wiederkommt).

  8. Man sagt zwar, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber mich nervt es nur noch total, dass man lediglich Bröckchen hingeworfen bekommt, aus denen man sich ein Gesamtbild basteln soll. Und die Haltbarkeit der eingesammelten Bröckchen ist ja auch nicht mehr auf Monate, sondern teilweise nur noch auf Tage, Stunden begrenzt.

    Nehmen wir also jetzt die Türkei. Die Türkei hat gelernt, dass es sich die EU (richtig EU=NATO) was kosten lässt, wenn die Türken den europäischen Interessen zumindest nicht offen zuwiderhandeln. Also sie müssen nicht offen die europäischen Interessen unterstützen, sondern sie müssen diese lediglich nicht offen boykottieren und die EU lässt Milliarden springen. Natürlich könnte man also jetzt schnell geneigt sein anzunehmen, dass die Türken in ihrer jetzigen wirtschaftlichen Situation, ihrem Angriffskrieg auf den Irak, nur ein ordentliches Pfund an finanzieller Unterstützung und weiterem Schweigen zum Angriffskrieg ergaunern möchten. Aber wäre das wirklich schon alles?

    Zum einen sind die Türken, was die PKK und Asyl im Norden Europas angeht, wirklich sehr “nachtragend“ und “angepisst“, zum anderen weiß man nicht, ob und in wieweit die Türken in den Plan einer neuen multipolaren Weltordnung mit der Achse Russland/China , Asien und BRICS Staaten eingebunden sind. Zumindest die Seidenstraße wird ja durch die Türkei laufen, weitere erhebliche Investitionen werden von Russland und China in der Türkei getätigt oder sind geplant.

    Jedoch sind die Türken keine Teamplayer, sie versuchen immer nur überall das für sie Beste abzufassen und träumen weiter vom großen osmanischen Reich. Ihre Vertrauenswürdigkeit dürfte daher in allen Lagern als nur begrenzt eingestuft werden. Die Türken sind aufgrund ihrer Lage, Größe und auch Wirtschaft sicher in ihrer Bedeutung in der Region nicht zu unterschätzen, aber leider auch schlecht einschätzbar in ihrem Handeln, weil dieses eben nicht nur von wirtschaftlichen und damit berechenbaren Interessen bestimmt ist, sondern auch emotional und religiös. Aber können diese “weiche“ Faktoren wirklich das Handeln in wirtschaftlich so schweren Zeiten bestimmen? Ich habe keine Ahnung von der Innenpolitik der Türkei.

    Nehmen wir jetzt die Russen. Den Russen dürfte die NATO Erweiterung nicht gefallen. Werden sie direkten Einfluss auf die Meinung in Finnland und Schweden nehmen? Wohl eher nicht. Es könnte jedoch sein, dass die Russen die Türken eingespannt haben, hier russische Interessen zu vertreten, was aber davon abhängen würde, was sie den Türken anbieten konnten. Also wären wir wieder an dem Punkt, welche Rolle ist der Türkei in der neuen multipolaren Weltordnung zugedacht oder auch nicht und natürlich der Frage, ob die Türken diese überhaupt anerkennen bzw. als realistischen Ausweg zum jetzigen System sehen. Oder sollen die Türken nur Vorreiter sein mit ihrer Ablehnung des Beitritts der Finnen und Schweden zur NATO, damit in ihrem Dunstkreis dann auch andere, den Russen freundlich gesinnte Staaten mitziehen können? Teufelskreis!

    Langsam habe ich das Gefühl, die Welt wurde in eine manuelle Salatschleuder gesteckt und permanent wird geschleudert und gedreht. Und das Schleudern hört nicht auf, nur die Geschwindigkeit nimmt je nach Topik auf der Tagesordnung an Dynamik zu oder ab. Aber ich befürchte, dass das Gesamtbild selbst den Initiatoren dieses weltweiten Chaos nicht vollends bewusst ist, sie einfach nur hoffen, dass am Ende sie noch stehen werden und sie die Weltherrschaft mit einer einheitlichen Weltwährung übernehmen werden.

    Also macht es wenig Sinn, jetzt über die Ambitionen der Türkei zu spekulieren zumindest auf Grundlage der vorliegenden Informationen. Das Bild wird sich erst klären, wenn es zur Abstimmung über den NATO Beitritt Finnlands und Schwedens kam und wir dann wissen, wie die Türken und die anderen NATO Mitgliedsstaaten abgestimmt haben. Dann wissen wir zumindest, ob die Türken oder vielleicht auch andere der neuen multipolaren Weltordnung oder der NWO des WEF den Vorzug geben. Diese Abstimmung ist dann doch entscheidender, als man auf den ersten Blick dachte.

  9. So so Präsident Recep Erdogan versucht den Aufstand gegen die Mehrheit der US- Vasallen in der Nato.
    Schauen wir mal, wie lange es dauert bis er aufgibt bzw sich der Putschversuch von 2016 wiederholt.
    Meine Vorredner haben sich ausreichend geäußert, vielleicht ist alles auch nur eine Frage des Preises. Ob die EU jemals die Türkei aufnimmt, ich denke eher nicht!
    Interessant auch die Äußerungen des Herrn Manfred Weber, wir können ihm nur danken, dass er wieder einmal schön die Maske ab genommen hat und quasi den gesamten Laden entlarvt.
    Ich persönlich betrachte sowohl die Nato als auch die EU als einen Verein nützlicher transatlantischer Trottel und Einflussagenten zum Ausbau und weiteren Erhalt des us-amerikanischen Brückenkopfes auf dem europäischen Kontinent. Bis auf wenige Ausnahmen, zum Beispiel Clare Daly aus Irland, sind alle diese Menschen im Bereich der EU in Brüssel nicht an einem souveränen Europa interessiert.
    Also gucken wir mal, wie sich auf der anatolischen Halbinsel alles entwickelt.
    Ich hoffe, dass der türkische Nationalstolz über alles geht. Für den Frieden wäre es wohl nützlich.

    1. Wen interessiert das wer in einer Provinz in der BRD über 5% kommt?
      Natürlich kommen die über 5%. Von 5% sind die meilenweit entfernt.

      Und ob jetzt eine Hardcore-Neoliberale CDU+FDP Koalition oder eine Etwas-Light-neoliberale SPD+Grüne Koalition macht auch keinen Unterschied.

    2. Yep Linke 2% , da hat der Soros/Bertelsmann- Verein um Katja Kipping ja ganze Arbeit geleistet. Von 12 auf 2% – stattliche Leistung 😀
      Sahra Wagenknecht sollte es wie ihr Mann machen. Diese Partei ist als Widerstand gegen das System so restlos verloren, wie vor vielen Jahren die Piraten, die einen ganz ähnlichen Absturz hingelegt haben.

  10. Der übliche Dummschwatz von Manfred Weber: „„Jeder, der den Zusammenhalt in der NATO in Frage stellt, wird innerhalb der Gemeinschaft isoliert. Wenn beide Länder selbst beitreten wollen, sind Finnland und Schweden Teil von ihr, das ist keine Frage. Es gibt keinen Grund, das zu verlangsamen oder zu blockieren.“

    Erpressung als „Argument“? (Ok ist heute in US-Kreisen üblich geworden, weil die Argumente meistens fehlen 😀 ).
    Aber da würde ich aufpassen bei Erdogan, der hat sich immer die „Option Russland“ offen gelassen. Er hat – wie Orban – nie in das kindlich infantile „böser, böser Putin“-Geschrei des EU-Hühnerstalls von US-Gnaden mit gemacht. Erdogan mag ein Despot sein, aber er ist schlauer als alle anderen EU-Regierungen zusammen (ausgenommen Ungarn mit Viktor Orban).

  11. Auch wenn man selbst sich befreit hat aus der Matrix-Denke scheint im Unterbewusstsein man immer mal der Propaganda zu erliegen, auch hinsichtlich des Einflusses jener Länder, die sich gegen Russland engagieren.
    Tatsächlich sind die weit größtes Staaten mit 6 Milliarden Menschen auf der Seite Russlands und gerade mal 2 Milliarden Menschen leben dort, welche die Nato unterstützen. Aber diese Menschen werden auch nur in Beugehaft genommen von ihrer Re-Gierung und unterstützen keinesfalls diese intriganten Nahtod-Vasallen.

    Wenn man sich das klarmacht , dann sieht man, dass dereen größte Stärke ihre Propaganda-Maschinerie in den Medien ist und das sie keineswegs in der Lage sind Russland und seinen Anhängern das Wasser zu reichen.
    In Wirklichkeit kämpft da die USA um ihre alte Macht,und hofft dass andere wieder die Schmutzarbeit übernehmen , aber die Zeiten sind vorbei.

    1. Ja, die Zeiten sind vorbei (da wird auch Finnland und Schweden, die beide kaum Einwohner haben nichts daran ändern).
      Vorbei auch, weil Russland sich nicht mehr militärisch erpressen lassen muss, sondern selbst in der Lage dazu ist, aufgrund technischer Überlegenheit. Die Nato als US-Werkzeug muss zähneknirschend zusehen, wie ihr die Ukraine durch die Lappen geht, sie kann nichts dagegen tun und mit ihr die USA.

      Die Vorwarnzeit für die neue Generation der Hypersonischen Raketen ist so kurz (teilweise unter 100 Sekunden), das sie nicht mal Zeit haben dürften die eigenen Raketen abzuschießen. Und wenn die Nato so weiter macht, dann stellt Putin diese Rakten auch z.B. in Kuba auf, dann kommen die USA auch in den Genuß solch ultrakurzer Vorwarnzeiten, die die eigenen A-Waffen wirkungslos macht.

  12. Apropos NATO – wer noch eine weitere Facette dieser schwarzmagischen Organisation!SIC! Kennen lernen will, der kann hier mal nachlesen:
    https://ift.tt/QYxhIzM
    Das neueste: die Eurovision wurde und wird von der NATO organisiert
    Demnächst auch Übersetzungen in deutsch usw.
    P.S.
    Heutige Schwarzmagische Schulen sind alle Geheimdienste, die vorrangig alle arbeiten mit der bewussten Unterdrückung von: Empathie, Wahrheit und durch bewussten ggf. auchgenussvollen Mord (siehe auch Ukraine)

  13. Mittlerweile hat sich offenbar Russlands Standpunkt eines möglichen EU-Beitritts der Ukraine geändert. Die ursprüngliche Offenheit, da es sich bei der EU um ein „wirtschaftliches” und kein „militärisches” Bündnis handele, ist nun einer offenen Ablehnung gewichen. Der stellvertretende UN-Botschafter Russlands Dmitri Poljanski wies darauf hin, dass er angesichts der Position Kiews derzeit keine diplomatischen Möglichkeiten zur Lösung der aktuellen Situation um die Ukraine sehe:
    „Zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich, offen gesagt, keine Möglichkeiten für eine diplomatische Lösung angesichts der Position der Ukraine und der Versuche westlicher Länder, diesen Konflikt zu schüren. Ich muss zugeben, dass es im Moment keinen Raum für Diplomatie gibt.“

  14. Erdogan pokert, stellt er sich offen gegen Russland und damit auch gegen China, ist er aus dem Gewinn versprechenden Seidenstraßenprojekt der Asiaten raus. Stellt er sich gegen den Westen und die NATO wird er den nächsten Putsch gegen ihn schon fest machen können. Der weiß nicht, wohin das Pendel ausschlagen wird und will sich alle Türen offen halten. Wie schon ein Mitkommentator richtig bemerkte, die Türkei ist für beide Seiten ein geostrategisch wichtig zu haltender Faktor. Sind militärisch gut aufgestellt und wurden oft genug vom Westen gedemütigt. Noch wird er sich nicht festlegen, erst wenn er merkt, wer hier die „Arschkarte“ gezogen hat, wird er sein Fähnchen in den Wind drehen.

  15. Die WHO welche das größte Menschenexperiment am lebenden Menschen mit zu verantworten hat, kann ja nur die Flucht nach vorne antreten.
    Mittlerweile sind es tausende Ärzte und Menschen aus dere Wahrheitsbewegung welche die Belege zusammen getragen haben und einen Prozess anstreben gegen das, was diese Technokraten mit Corona gegen die Menschheit veranstaltet haben.
    Insofern kann diese Clique nur die Flucht nach vorne machen, mehr bleibt ihnen nicht übrig. Der Ukraine-Konflikt wird ihnen nicht helfen, ihre Verbrechen zu relativieren.

    1. Auch wenn ich mich wiederhole, Corona kam zur „richtigen“ Zeit. Die meisten Länder, die wohlwollend auf diesen Zug aufgesprungen sind, hatten gute Gründe. Deutschland: Pegida, Legida, der rebellische Osten. Frankreich: ein ständiger Unruheherd und Schauplatz von verheerenden Terroranschlägen. Die USA: Neuer Präsident mit der Hälfte der Bürger gegen sich. Viele andere Länder hat man wirtschaftlich und finanziell dazu erpresst oder einfach nur gekauft. Die Chinesen haben schnell wieder die Kurve bekommen und verfallen jetzt nur aus anderen Gründen in das Corona-Blockade-Export-Koma. Russland hat halbherzig mitgemacht und Afrika war fast komplett draußen. Was alle Befürworter erreicht haben, war, die Leute von der Straße zu halten. Big Pharma und die WHO hat man mit immensen Gewinnen geködert, dieses perfide „Spiel“ in Gang zu halten. Das ist noch nicht vorbei. Ob ein geplanter Krieg in der Ukraine im Vorfeld eine Rolle gespielt hat oder nicht, wird man nie beweisen können, aber die sozialen Auswirkungen in den Ländern werden teilweise verheerend sein. Darum muss eine neue Variante her, die noch tödlicher und grausamer zuschlägt. Anderes werden sie den Unmut in den Ländern nicht von der Straße halten können. Deshalb wird man der WHO als vorgeblich humane Organisation alle Vollmachten geben, um mit dem/einem Virus soziale Unruhen zu verhindern. Lukrativ ist es für die WHO und Big Pharma allemal. „Hilfst Du mir, darfst Du auch damit reich werden. Ist ja nicht mein Geld“.

  16. Die können ja tödliche Varianten erfinden wie sie wollen, wenn ihnen ihr wertloser Dollar ausgeht landen Fauci und Konsorten in Guantanamo oder Sibirien, Russland wird ihnen den Weg dorthin zeigen, wo sie hingehören.
    Gegen das Licht das sich ausbreitet können auch diese Dunkelmächte nichts ausrichten.
    Die Vorhänge zu ziehen oder in den Bunker gehen-aber alle Bunker sind geflutet. Wo wollen sie hin?
    Zu Annalena Buerbock?

Schreibe einen Kommentar