Stinken gegen Putin!

„Die Deutschen sollen sich weniger waschen“ und wie russische Medien darüber berichten

Der deutsche Wirtschaftsminister hat den Deutschen geraten, nicht mehr täglich zu duschen und die "Bild" hat dazu gleich Tipps gegeben. In Russland überschlagen sich die Medien vor Lachen.

Was in Deutschland den Menschen derzeit von Politik und Medien alles empfohlen wird, um gegen Putin und für die Ukraine zu kämpfen, ist fast Realsatire. „Frieren gegen Putin!“ hatten wir schon. Auch „Hungern für die Ukraine!“ dürfte in Mode kommen, wenn die Preise weiter steigen und die Tafeln weniger zu verteilen haben.

Letzte Woche gab es neue Ideen, so haben Habeck und andere Politiker vorgeschlagen, die Deutschen sollten sich nicht mehr täglich waschen, um Energie und Geld zu sparen. Und die „Bild“ hatte wie immer die beste Idee und ließ eine dubiose Dermatologin verkünden, man solle das Waschen gleich ganz einstellen, das sei besser für die Haut, man solle lediglich einige bestimmte Körperregionen bei Bedarf alle paar Tage mal feucht abwischen.

In Russland haben die Medien es kaum glauben können. Da ich nach meinen Fahrten in das Krisengebiet in der Ukraine zu einer gewissen Bekanntheit gekommen bin, fragen mich russische Medien derzeit fast täglich zu Interviews an. Und in einem dieser Interviews, das ich einem russischen Fernsehsender per Video gegeben habe, wurde ich auch danach gefragt. Eigentlich ging es um ein ganz anderes Thema, aber die Moderatorin hatte von den Meldungen aus Deutschland gehört und wollte von mir wissen, ob das ein Fake gewesen ist.

In seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick hat das russische Fernsehen dem Thema Deutschland zwei Beiträge gewidmet, die ich in zwei Artikeln übersetzt habe, weil der Text sonst zu lang geworden wäre. In dem ersten Beitrag ging es um die neuen Hygieneempfehlungen in Deutschland und auf diese „Einleitung“ folgte ein Korrespondentenbericht, den ich getrennt übersetzt und am Ende dieses Artikels verlinkt habe.

Beginnen wir also mit der neuen Vorstellung von Hygiene, die den Deutschen derzeit schmackhaft gemacht werden soll und damit, wie süffisant das russische Fernsehen das kommentiert hat.

Beginn der Übersetzung:

Die Rückkehr der Flohfalle? Europa entsagt der Hygiene

Sprechen wir über den Mikrokosmos – kleine Bakterien, Krätzemilben, Flöhe und sogar Läuse. Das Thema ist brandaktuell, denn das aufgeklärte Europa, so scheint es, geht zurück ins Mittelalter, als man sich einfach nicht gewaschen hat. Die persönliche Hygiene war so schlecht, dass jeder roch, sich kratzte und unanständige Krankheiten hatte.

Russland hat immer nach dem Motto „Sauberkeit ist der Pfand der Gesundheit“ gelebt. Bei uns gab es vor mehr als tausend Jahren in jedem Dorfhof ein Badehaus. Bei uns gab es im alten Nowgorod Wasserversorgung und ein Abwassersystem. (Anm. d. Übers.: Das „Badehaus“ ist die russische Banja, die tatsächlich eine uralte Tradition ist und bei keinem noch so kleinen Häuschen auf dem Lande fehlen darf. In der Banja, einer heißen Dampfsauna, haben sich die Russen gewaschen und viele tun das auf dem Lande bis heute. Auch Stadtbewohner, denn das Prozedere rund um den Waschvorgang herum macht die russische Banja zu einem einmaligen Erlebnis)

In Europa gab es nur im Römischen Reich Bäder. Der Dichter Publius Ovidius Nazon gab jungen Liebenden diese Empfehlungen:

„Es dürfen keine Fingernägel abstehen, die mit schwarzem Schlamm ausgefranst sind,
Und kein einziges Haar ragt aus einem hohlen Nasenloch;
Lass keinen Gestank von Sturheit aus deinem reinen Mund kommen
Und aus deinen Achselhöhlen atmet kein Ziegenbock.“

Einfach ausgedrückt: Seien Sie gepflegt. Doch nachdem das Römische Reich an die germanischen Barbaren gefallen war, verschwand die Hygiene in Europa für eine lange Zeit. Sogar in den königlichen Palästen herrschten Gestank und Dreck. Weder im Louvre noch in Versailles gab es überhaupt architektonisch angelegte Toiletten. Die Damen und Herren haben ihre Notdurft überall verrichtet, ohne auch nur nach draußen zu gehen. Die katholische Kirche war dagegen, dass ihre Schäfchen sich waschen. Der Dreck und die Nachttöpfe wurden aus den Fenstern auf die Straße gekippt. Daher kam auch die Mode der breitkrempigen Hüte.

Im 17. Jahrhundert beschrieb der russische Botschafter Pjotr Potemkin die Europäer: „In Paris herrscht im königlichen Palast ein großer Gestank und seine Majestät Ludwig XIV. selbst stinkt wie ein wildes Tier. Aber vor allem stören uns die Läuse, die hier als „Perlen Gottes“ bezeichnet werden, sehr.“

Warum ist das alles so aktuell? Weil der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck den Deutschen diese Woche empfohlen hat, auch im Badezimmer Energie zu sparen. Und der ehemalige grüne Minister Klaus Müller rät davon ab, jeden Tag zu duschen. Also bitte seltener. Die deutsche Bild-Zeitung macht sofort eine Entdeckung und untermauert ihre Schlussfolgerungen mit der Meinung einer Dame, einer gewissen Frau Adler, die als „Dermatologin“ vorgestellt wurde.

„Es gibt Bakterien, die für die Gesundheit unerlässlich sind. Sie leben auf unserer Haut. In der Regel stehen uns nur sehr wenige davon zur Verfügung. Aber sie haben die Chance, sich schnell zu vermehren. Alles, was Sie tun müssen, ist, Ihre Haut in Ruhe zu lassen – mit anderen Worten: Waschen Sie sich nicht. Diese Bakterien bewahren uns auch vor Ekzemen und verschlingen die übel riechenden Stoffe einfach direkt auf unserer Haut. Auf diese Weise erfolgt eine Selbstreinigung.“

Und weiter: „Es ist kein Mythos, es ist wahr: Nach drei Wochen Leben ohne Wasser und Seife verschwinden alle unangenehmen Gerüche, die Haut beginnt eine Art Selbstreinigungsprozess. Diese notwendigen und nützlichen Reinigungsbakterien haben aber nur dann eine Chance zu überleben, wenn die Haut mindestens drei Wochen lang nicht gewaschen wird.“

Es gibt überhaupt keinen Selbstreinigungsprozess der Haut. Wenn man sich nicht wäscht, vermehren sich Keime schnell auf der Körperoberfläche. Jedes Schulkind weiß das bei uns. Aber zur Bestätigung wandten wir uns an Russlands obersten Dermatologen, Professor Dmitry Potekaev. Was bekommen wir also auf unserer Haut, wenn wir uns nicht waschen?

„Zum Beispiel Bakterien wie Staphylokokken und Streptokokken, die verschiedene pustulöse Hautläsionen, einschließlich Furunkel, verursachen. Es sind nicht nur Bakterien, sondern auch Pilze. Zum Beispiel ein hefeartiger Pilz, der auf der menschlichen Haut vorkommt. Wenn man sich nicht an hygienische Maßnahmen wie Waschen, regelmäßiges Duschen oder Baden hält, vermehren sich diese Pilze und es entsteht eine Krankheit, die als bunte Gürtelrose bezeichnet wird“, erklärt Potekaev.

Das sind wenig angenehme Aussichten. Doch zurück zu den Deutschen. Wie sich herausstellt, sollte man seinen Körper manchmal waschen, aber nicht den ganzen Körper, sondern nur vier Bereiche. Dabei sollte man keine Seife und Wasser verwenden, sondern die einzelnen Körperteile mit einem feuchten Tuch abwischen. Ich denke, die gehen auch noch so weit, das Tuch mit einem Freund zu teilen. Man muss schließlich „grün“ denken. Aber das kommt erst noch. Für den Moment war’s das: vier Bereiche. Die muss man sich merken.

„Der Raum zwischen dem Gesäß, den Achseln, den Beinen und der Leiste. Dies sind die vier wichtigsten Stellen unseres Körpers, die Sie von Zeit zu Zeit waschen müssen, wenn Sie das Gefühl haben, dass ihnen die Frische fehlt. Mit der Anwendung meines Systems sind Hautcremes nicht mehr notwendig. Die Haut selbst sorgt für „Schmierfett“ und Oberflächenfeuchtigkeit. Die trocken und entspannt belassene Haut ist in den meisten Fällen innerhalb von vier Wochen von allen Krankheiten geheilt“, versichert Dr. Adler.

Der Streit wird bereits wissenschaftlich. Der führende Dermatologe Russlands hat seine eigene Meinung: „Verschiedene ansteckende, also infektiöse Prozesse können beim Menschen durch den Kontakt mit Menschen auftreten. Das sind Krätze oder Läusebefall.“

Die schwerste Form der Krätze wird im europäischen Sprachgebrauch als „norwegische Krätze“ bezeichnet. Ja, bei uns waschen sich die Menschen. Aber nicht alle. „Ein konkretes Beispiel ist unser Patient, der aufgrund einer Reihe von Umständen das Waschen vernachlässigt hat, wodurch sich seine bestehende Krätze in eine schwere Form der norwegischen Variante verwandelt hat“, so Dmitri Potekaev. (Anm. d. Übers.: Der Professor zeigt in dem Beitrag Fotos des Patienten)

Kurz gesagt, Europa scheint aus Hass auf Russland insgesamt und auf russisches Gas im Besonderen bereit zu sein, zu seiner alten Art der Vernachlässigung der Hygiene zurückzukehren. Das bedeutet, dass sich Hautparasiten auch in der EU vermehren werden, so wie sie es früher getan haben, als Flöhe so weit verbreitet waren, dass junge Hofdamen in der Alten Welt Flöhe sogar zum Flirten verwendet haben. Sie konnten ein quietschendes Geräusch machen, als ob sie irgendwo ein Floh gebissen hätte, und dann den Verehrer auffordern, gemeinsam unter den Falten der Kleidung nach dem „Übeltäter“ zu suchen.

Und vielleicht werden auch Flohfallen, die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts populär wurden, wieder auftauchen. Sie waren die Erfindung eines deutschen Arztes namens Franz Ernst Brückmann. Flohfallen nach seinem Entwurf sind noch heute in Museen zu sehen. Diese Kuriositäten wurden auch nach Russland gebracht. Die Exponate werden in der Eremitage ausgestellt, aber auch in Museen von bescheidener Größe. Zum Beispiel in Egoryevsk im Moskauer Umland. Wie ist sie denn nun, die europäische Flohfalle?

„Ihre Basis ist eine kleine Röhre, die normalerweise aus Elfenbein besteht. In das Rohr werden viele Löcher gebohrt. Im Inneren wurden Flohköder ausgelegt. Es konnte sich um ein mit frischem Blut getränktes Stück Stoff aus der Küche handeln. In der Falle war Honig oder Teer. Angelockt durch den Geruch des Blutes, gelangten die Flöhe durch das Loch und flogen in den Honig. Aufgrund der konischen Form des Lochs war es für sie schwierig, herauszukommen. Flohfallen wurden als Anhänger getragen, indem man sie an einer Kette oder einem Band abefestigte. Die elfenbeinweiße Farbe erleichterte die tägliche Reinigung. In den Sammlungen britischer und deutscher Museen findet man Flohfallen aus edlem Holz wie Buchsbaum und aus Metall“, erklärt die Führerin des Museums von Egoryevsk.

Kurzum, der deutsche Wirtschaftsminister rät dazu, bei der Körperpflege zu sparen, und die größte deutsche Boulevardzeitung Bild rät dazu, nur vier Körperregionen abzuwischen. Und das auch nicht jeden Tag. Was bedeutet das alles für das Gesamtbild des dortigen Lebens? Offensichtlich ist das nur ein Zeichen für etwas Größeres.

Ende der Übersetzung

Hier geht es zum zweiten Teil des Beitrages.


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

38 Antworten

  1. Äh, war vor nicht einem Monat noch die Rede von mindestens mehrmaligem Waschen der Hände – und zwar mindestens einer halben Minute lang – von wegen Kampf gegen Corona? Das Virus muss sich wohl an alle Anordnungen unserer Werten Regierung halten, so auch jetzt daran, wegen der Ukraine keine Deutschen mehr zu befallen, auch wenn sie sich nicht mehr waschen. Anders ist dieser Schwachsinn nicht zu erklären. Was kommt demnächst? Fackeln Wir unsere Wohnungen ab, aus Solidarität mit der Ukraine, damit wir erleben, was Krieg bedeutet? Oder fahren bei uns ständig Panzer durch die Straßen und schießen wahllos auf Passanten, die die Ausgangssperre missachten, die aus Solidarität mit der Ukraine verhängt wird, einschließlich Verdunklung, um russischen Bomben die Ziele zu verschleiern, eine Taktik, die im 2. Weltkrieg doch so supertoll funktionierte? Diesen Schwachmaten in der Regierung ist alles zuzutrauen.

    1. Wir sind doch inzwischen alle mindestens 4 mal geimpft, mit den sicheren und effektiven Impstoffen braucht man sich nicht mehr die Hände zu waschen, wenn man den ganzen Tag eine FFP2-Maske trägt.

  2. Und dabei hat uns von der Leyen erst das Händewaschen mühsam beigebracht … das konnte schließlich vorher keiner. Wir sollten sogar die Kleidung öfters waschen und das auch noch mit höheren Temperaturen. Nun scheint es Corona und andere Keime nicht mehr zu geben bzw. die Natur regelt das. Im übertragenen Sinne sage ich das schon seit 2 Jahren, aber das jetzt … so war das nicht gemeint. Offenbar ist Hygiene abhängig von der Dummheit der Politiker und ihren Hofpropagandisten, nicht von der Notwendigkeit. Ich kann mich bei der Welt nur entschuldigen, ich habe die nicht gewählt … mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.

  3. wichtiger als Hygiene ist,
    dass die westlichen Sanktionen „wirken“ und der gemeine Russe nun statt McDonalds wieder Beauf Stroganoff essen muss. Oder leckere Blinis, mit womöglich Kaviar gefüllt. Vorher kleine Soljanka. Statt Cookies wieder Piroschki oder Pryaniki als Nachtisch.

    Während in BRD wohl bald der Titel lautet:
    „Wie man aus Kartoffelschalen ein schmackhaftes Menue“ zaubert.

    Nimmt Russland (noch) Migranten aus der BRD auf?

    1. Danke, Nordwind,

      so schön kurz auf den Punkt gebracht.
      Leider hat Russland relativ strenge Regeln bezüglich der Aufnahme….& ganz ehrlich, ich kann es gut verstehen, Deutschland muss inzwischen auch wieder entnazifiziert werden!

    2. Vielleicht noch den Ehemann von Anal-Ena „Hicks….bock“.
      Dem würden sie direkt Asyl gewähren, fände ich verständlich.
      Nee…., ist glaube ich, eher schwierig .
      Thomas hatte es mal darüber, das es ziemlich „aussichtslos“ ist , um als Arbeitsemigrant in Russland zu verbleiben.Vielleicht noch als selbständiger Bauer mit Eigenkapital.
      Gruß aus NL

  4. Bezüglich Öl und Gas sparen bzw. für extrem teuer aus den USA kaufen, empfehle ich mal noch die Doku:

    https://www.amazon.de/Gasland/dp/B0042EJD8A

    Irgendwie sind unsere Grünen weder ökologisch noch ökonomisch. Eine soziale oder Friedenspartei sind sie auch nicht.

    Wenn’s so weitergeht, sehe ich uns bald wieder im dunkelsten Mittelalter – aber mit „demokratischem“ Touch.

    Auch interessant bezüglich der Aufgabe unserer Medien:
    https://www.westendverlag.de/buch/warum-schweigen-die-laemmer/

  5. Sorry aber wie wäre es mal mit selber denken, statt Schnappatmung?
    Natürlich ist Habecks Begründung sich weniger zu duschen Schwachsinn, natürlich ist es Schwachsinn, was diese „Dr.Adler“ (angeblich) von sich gab – jedoch ist es ein Fakt, den alle Dermatologen, so sie ihr Fach beherrschen bestätigen können, dass unsere Haut tatsächlich einen natürlichen Säuremantel besitzt, der uns vor pathogenen Keimen schützt. Und ja es sit richtig, dass dieser durch zu häufiges waschen mit Seife, Shampoo, Duschgel und Co und das danach üblich gewordenen eincremen, die Nutzung von Körperbutter, Körperlotion etc. zerstört wird!

    In der Regel, bei normaler Verschmutzung des Körpers, durch Schweiß z.B. reicht eine kurze, warme Dusche also vollkommen aus… und, so meine eigenen Erfahrungen mit der russichen Banja – auch in dieser wird Seife eher sehr, sehr sparsam genutzt und die Banja wird nicht jeden Tag benutzt. Noch in den 70.gern war es auch in Deutschland Gang und Gebe, dass die Familien am Sonntag einen Badetag einlegten, während die Woche über, in der Regel, ein Waschlappen und eine Schüssel mit warmen Wasser ausreichte, denn zu der Zeit hatten noch gar noicht alle Wohnungen einen Heißwasseranschluss und eine Dusche!

    1. Mal abgesehen von der politischen Motivation:

      Was diese Dr. Adler von sich gibt ist nicht so falsch.

      Ich war mal 5 1/2 Jahre lang verheiratet und meine Ehefrau hatte einen Waschzwang. Ihre Hänmde fühlten sich an wie Sandpapier, was für mich kein Wunder ist, bei 60 mal Waschen pro Tag (mit Seife und manchmal auch Desinfektionsmittel).

      Ich selbst lasse meinen Schweiß auf der Haut trocknen, bevor ich ihn abwasche. Desinfektionsmittel kommen mir nicht auf die Haut, außer wenn es wirklich notwendig ist. Cremes und ähnliches verwende ich überhaupt nicht, erstrecht keine Sonnencreme.

      Natürlich wasche ich mir die Hände wenn ich auf dem Klo war oder bei sonstigen Gelegenheiten, aber hier muss ich Frau Dr. Adler beifplichten: weniger ist mitunter mehr. Meine Erfahrungen aus den 5 Ehejahren haben mich da sehr geprägt.

      3 Wochen lang nicht duschen ist pervers, aber ein paar Tage, wenn man keine sozialen Kontakte hat, geht.

      „dass unsere Haut tatsächlich einen natürlichen Säuremantel besitzt, “
      Exakt das …. und im Schweiß gibt es etliche Reparaturmechanismen, auch gegen die Schäden von zu intensiver Sonnenstrahlung.

      „Natürlich ist Habecks Begründung sich weniger zu duschen Schwachsinn, natürlich ist es Schwachsinn, “

      das sehe ich nicht unbedingt so.

      „Noch in den 70.gern war es auch in Deutschland Gang und Gebe, dass die Familien am Sonntag einen Badetag einlegten, “
      Samstag Abends in der Badewanne ….. danach gab’s warmen Kakao.
      Ab den 80’ern wurde dann tägich geduscht, was in der Pubertät auch zu empfehlen ist.

      1. Gebadet wurde anno dunnemals, nach meiner Erinnerung, freitags. Weite, unappetitliche Details beiseite. Für mich war das Ende der DDR auch ein großer Fortschritt an Lebensqualität, zB Hygiene – die ich nicht mehr missen möchte.

        1. @Der Hausfreund

          Sorry aber das ist eine sehr merkwürdige Aussage! Hygiene bedeutet natürlich nicht, dass man JEDEN Tag duschen muss – einmal die Woche ist ausreichend – außer man geht körperlich anstrengender Arbeit nach & auch da hat man in der DDR täglich geduscht, meist sogar noch auf Arbeit! Nur in Ausnahmen – eventuell auf dem Bau ging es nicht.
          Ansonsten hat man sich gewaschen – logisch. Ich kann mich sehr gut erinnern, wie sauber & gepflegt die Menschen aussahen – im Gegensatz zu Heute wo die sich nun als selbsternannte Saubermänner hinstellen aber 1 stinken & 2. sich nicht wesentlich von Obdachlosen aus SFO unterscheiden.

          Da kann man dann noch xx Beispiele aufzählen…

          1. Hallo @GMT!
            Bzgl. DDR: Ich gebe Ihnen durchaus recht, was den allgemeinen Aufwand für Körperpflege angeht. Meine Erinnerung geht jedoch bis zu den frühen 50ern zurück, in eine abgelegene Kuhbläke, und dort war der Standard so, daß man das heute niemand mehr erklären kann: Umgeben von Schmutz und Ungeziefer, kein fließendes Warmwasser, keine Waschmaschine, kein Kühlschrank usw. usw. und meine spätere Wohnsituation mit mehreren Kindern, Schichtarbeit etc. würde heute jeder Sozialhilfeempfänger oder „Flüchtling“ lachend ablehnen. Ohne Bitterkeit (eine schöne Kindheit und Jugend!), aber der Anschluß an die BRD war diesbezüglich doch eine Erlösung.

            1. @Der Hausfreund
              Glauben Sie, dass es in den frühen 50ern auf dem Land in der BRD besser war? Großbauernhöfe mit allerlei Luxus gab es auch damals nicht!
              Und die DDR ist auch nicht in den 50ern stehen geblieben…

              Sie widersprechen sich hier selber – ist sicher nicht böse von Ihnen gemeint, zeigt aber wie man sich selbst belügen kann in dem man alles ignoriert was das Leben ausmacht—> normale Entwicklung.
              „Keine Hygiene“ ist jedenfalls großer Bullshit & entspricht nicht mal ansatzweise der Realität – auch nicht der zur damaligen Zeit.
              Gleichzeitig erzählen Sie etwas von „schöner Kindheit &Jugend“ – merken Sie nicht selber, dass da was nicht stimmt?

    2. und noch ein Erfahrungsbericht von meiner Zeit am Flugplatz:

      dort gab es seit 2007, nachdem die US-Army abgezogen ist, kein fließend Wasser mehr. Wir hatten eine großes Bierfass (5000l) mit Hauswasserwerk als Brauchwasserspeicher, das bei Bedarf mit dem vereinseigenen Löschfahrzeug gefüllt wurde. Trinkwasser für Kaffee und zum Kochen wurde entweder bei Vereinsmitgliedern mit Kanistern gezapft, später dann aus dem Hydraten per Druckreduzierer (den es nur gab, weil einige ihre Segelflugzeuge am Hydranten betakt haben).

      Die Dusche aktivieren war immer ein großer Akt, also wurde das nur bei einigen Anlässen gemacht. Für ein verlängertes Wochennede wurde oft darauf verzichtet. Der harte Kern, der darauf verzichtete nach dem Flugbetrieb nach Hause zu fahren (dazu gehörte auch ich meist) verblieb oftmals 3-4 Tage am Platz ohne Dusche.

      Und auch das geht.

    3. @Widar

      Ist ist jedem schon mal passiert, dass er/sie/es falsch gelesen hat!

      Sie haben nicht verstanden, dass man den Deutschen nicht etwa nahe legt, auf die Chemie beim Waschen zu verzichten sondern sich generell nur noch an 4 Stellen mit einem feuchten Tuch abreiben soll….

      Damit ahben Sie wohl eher Schnappatmung bekommen – dann beschreiben Sie auch noch eine kruze lauwarme Dusche hilft – ja klar, hat ja auch niemand was anderes behauptet – außer eine dt. Dermatologin – aber seit Corona ist völlig klar, dass zu viele dt. „Ärzte“ ihren Berufsabschluß mit der Apothekenrundschau gewonnen haben.

  6. Vielleicht hat das einen ganz anderen Hintergrund — die reGIERung und die NATO brauchen mehr Flöhe und Läuse, damit sie sie mit den biologischen Kampfstoffen aus den ukrainischen Labors infizieren und dann über Russland abwerfen können.

    1. Nana, nicht übertreiben!
      Mittelalter. Wir degenerieren zurück ins Mittelalter. Russen und Regierungskritiker sind dann die neuen Hexen.

      Das Mittelalter gibts aber nur für die Bevölkerung, die Eliten werden trotz dem einen High-Tech-Überwachungsstaat aufbauen und digitales Geld wird der alternativlose Standard, damit man bloß nichts falsches damit anstellt und auf Knopfdruck pleite und fertig gemacht werden kann.

  7. Besonders für die Deutschen möchte ich noch folgenden Buchtipp hier abgeben:
    – Christoph Braunschweig – Das deutsche Narrenschiff, Wie feige Karrieristen, selbsternannte Intellektuelle und politisch korrekte Gutmenschen unser Land ruinieren
    Die täglichen Talkshow-Inszenierungen einer überkorrekten Erregungsgesellschaft, in denen »Instant-Moral« als Politikersatz gepredigt wird, geben fast stündlich Zeugnis von der zunehmenden Verdummung unserer »Wissensgesellschaft«, die so bereitwillig akzeptiert wird. Und doch gärt es in vielen Menschen. »Die Welt will belogen sein«, heisst es dazu schon im Narrenschiff von Sebastian Brant aus dem Jahr 1494.

    Im realen Leben zerfällt die Infrastruktur genauso wie das Bildungssystem. Unser Steuersystem gilt weltweit als Irrwitz, unser Volksvermögen wird in Brüssel verpfändet, die »Political Correctness« schreibt uns vor, was wir denken und sagen dürfen, und allzu viele Bürger sind zu feigen Karrieristen geworden, während selbsternannte Intellektuelle ihr Seelenheil in der bösartigen Verleumdung von Kapitalismus, Marktwirtschaft und Bürgertum finden.

    Höchste Zeit zu handeln, sonst werden viele vieles verlieren!

    »Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit grösserer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.« Napoleon

    Christoph Braunschweig, Professor der Staatlichen Wirtschaftsuniversität Jekaterinenburg in Russland und ehemaliger studentischer Hörer von Friedrich A. von Hayek, hat mehrere Bücher, Buchbeiträge und zahlreiche Fachartikel veröffentlicht u.a. im Harvard Business Manager, im Handelsblatt oder in der Welt. Nach einer Bankausbildung, einem wirtschaftswissenschaftlichem Studium (Dissertation im Bereich des Rechnungswesens), liegen nach einer mehrjährigen Geschäftsführertätigkeit seine Arbeitsschwerpunkte auf den Gebieten der Politischen Ökonomie.

  8. Ein weiteres aufklärerisches Buch möchte ich ebenfalls hier empfehlen:
    – Norbert Bolz – Die Avantgarde der Angst, Fröhliche Wissenschaft Band 170
    Die Sorge um die Umwelt, die Panik vor der Klimakatastrophe und die Mobilisierung dagegen sind zum neuen deutschen Common Sense des 21. Jahrhunderts geworden. Doch dort, wo Einschätzungen und angemessene Reaktionsweisen überhaupt nicht mehr zur Diskussion stehen, verlässt das politische Handeln bald seine rationale Basis und schielt auf emotionale Erregungszustände, die in der entzauberten Welt sonst kaum mehr zu haben sind. In seiner philosophisch-massenpsychologischen Untersuchung analysiert Norbert Bolz das Umschlagen des ökologischen Problembewusstseins in eine kollektive Angstreligion, die die Furcht vor dem Herrn durch die Furcht vor dem Menschen und seinem Handeln ersetzt hat. Die daraus entstehende Protestbewegung unserer Tage ist nicht nur von einer fatalen Risiko und Technikfeindschaft geprägt, sie zelebriert auch einen längst vergessen geglaubten Kultus kindlicher Überlegenheit in Bezug auf Wahrheit und Moral. Vor diesem Hintergrund stellt sich einmal mehr die Frage:
    Wird ›German Angst‹ zum Exportschlager oder lernen wir vom Rest der Welt Gelassenheit?

  9. Merke: Corona < Hass auf Russland

    Jetzt, wo wir uns mit Desinfektionsmittel, kontaktlosen Seifenspendern, Hygieneregeln, Abstandsvorschriften etc. eingedeckt haben sollen wir also alles wieder sein lassen und das Gegenteil tun.

    Erinnert mich an die Abwrackprämie, wo wir erst sparsam sein sollten und dann unsere funktionierenden Autos verschrotten und neue kaufen sollten.

    Ich bin schon gespannt aufs nächste Silvester, ob wir dann wieder mit dem Lichtschalter Feuerwerk "simulieren" sollen, mit "Putins" Strom, oder ob es dann doch wieder besser ist echtes Feuerwerk abzufackeln, aber dann vermutlich nur Richtung Moskau…

    Wir leben in einer Clownswelt.

  10. Wer die Deutschen von der psychologischen Ebene aus näher betrachten möchte, dem empfehle ich die Bücher des deutschen Psychiaters und Psychoanalytikers Dr. Hans-Joachim Maaz zur dringenden Lektüre:
    – Hans-Joachim Maaz – Das falsche Leben, Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft
    – Hans-Joachim Maaz – Die narzisstische Gesellschaft, Ein Psychogramm
    – Hans-Joachim Maaz – Der Gefühlsstau, Psychogramm einer Gesellschaft, Beck’sche Reihe Band 1821
    – Hans-Joachim Maaz – Das gespaltene Land, Ein Psychogramm

    Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft – bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am „System“ abzureagieren.

    Der Hallener Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände – vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft. In seinem neuen Buch nimmt er Phänomene wie Pegida und AfD, den zunehmenden Hass auf Ausländer, aber auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite zum Anlass, ein konturenscharfes Bild unseres falschen Lebens zu zeichnen, in dem wir uns lange eingerichtet haben und aus dem uns nun die zunehmende Polarisierung und Barbarisierung unserer sozialen und politischen Verhältnisse herausreisst. Das falsche Leben ist das Buch zur Stunde – Augen öffnend und alles andere als Mainstream.

    Hier noch ein Interview mit Dr. Hans-Joachim Maaz – „Wir befinden uns in einer Kollektiv-Psychose“ – Dr. Hans-Joachim Maaz im Gespräch – https://www.youtube.com/watch?v=hbCKc1hzFUA&t=4s

    1. Viele der von Ihnen angeführten Bücher habe ich auch gelesen; alle sehr informativ.
      Aber diese Bücher von Dr. Maaz haben mich begreifen lassen, warum allzu viele Menschen so reagieren wie wir es erleben. Bin bei Ihnen mit Augen öffnend.

  11. Raffiniert gemacht vom Habeck.
    Eine scheinbar dämliche Bemerkung und schon ist die Menschheit entzweit.
    Nun stinken die Deutschen für die Russen, so einfach ging das.

    Vielleicht sollte mensch mal daruf hinweisen, dass es da einen großen Unterschied gibt zwischen dem, was sich einige deutsche Regierungsmitglieder vorstellen und dem, was der weitaus größere Teil der deutschen Bevölkerung möchte.
    Der weitaus größere Teil der deutschen Bevölkerung will Frieden und keine Waffengeschäfte oder Waffenlieferungen und stattdessen gute Beziehungen zu anderen Ländern.
    Vielleicht lässt sich ein Anteil der Bevölkerung aufhetzen, das kann nicht mit Sicherheit gesagt werden.
    Aber die Menschen wollen mit Sicherheit nicht dafür frieren, hungern und stinken oder gar sterben, damit sich andere, die es ganz sicherlich nicht brauchen, die Taschen vollschaufeln und weiter ihre unzuträgliche Macht ausbauen, eine Macht, die sogar unzuträglich für sie selbst ist.
    Das wollen die Menschen nirgends auf der Welt.
    Nur einige arme Hanseln lassen sich noch etwas von Nationalismus erzählen und von Vaterland und Heldentum oder Freiheit und Demokratie und glauben auch noch daran.

    Nein, Leute, um so etwas ginge es noch nie.
    Das ist nur das Geschwätz, dass die Menschen im Interesse anderer dazu bringen soll, zu Räubern zu werden und andere Menschen zu ermorden.
    Legt die Waffen nieder und lässt Euch nicht länger ausnutzen.

    1. Bei allem Wahlbetrug: Man kann davon ausgehen, daß die Hälfte der Wähler und damit ein Viertel der Wahlberechtigten tatsächlich für die Regimeparteien (CDU/CSU, Grüne, Linke, SPD, FDP) gestimmt hat. Deren Nähe zur Naziideologie wie auch zu Terrororganisationen (Rechter Sektor, IS, al Qaida, UCK, PKK) ist offen bekannt. Wie auch die Kriege seit „Kosovo“, die serienweise Länder in eine Ansammlung von Trümmern und Massengräbern verwandelt haben.

      Mindestens 25% der Deutschen sind Extremisten mit Nähe zur NS-Ideologie, die Krieg und Terror als normales Mittel der Außenpolitik ansehen. Und die wünschen durchaus, daß die Deutschen hungern, frieren und stinken – ob wegen den Russen oder wegen „Klima“. Vorzugsweise natürlich nicht sie selber, sondern der „AfD-Pöbel“ und so.

      Mit Nationalismus hat das übrigens nichts zu tun. Der ist seit 1940 Teil des Feindbildes. Es geht um „Europäertum“, „Mulilateralismus“, Weltgeltungsdrang, genau wie in der NS-Zeit.

      1. Sich in seiner Kultur und dem Gewohnten wohlzufühlen und sich an den eigenen kulturellen Errungenschaften zu erfreuen, und vielleicht darauf stolz zu sein und diese, auch zum Wohle anderer, weise zu nutzen ist nichts Verwerfliches.

        Menschen mit Gewalt zum Gleichtun zu zwingen, sie dafür zu benachteiligen, zu drangsalieren oder gar zu ermorden, um eine Vereinheitlichung herzustellen, ist der Weg ins Unglück, wie das aktuelle Beispiel Ukraine deutlich zeigt. Und das ist die Kehrseite des Nationalismus.
        Nationalismus wurde und wird zudem all zu oft dazu benutzt, um gegen andere Menschen Gewalt auszuüben oder gar in den Krieg zu ziehen.
        Sogenanntes Europäertum ist übrigens nur erweiterter Nationalismus.

        „Mindestens 25% der Deutschen sind Extremisten mit Nähe zur NS-Ideologie, die Krieg und Terror als normales Mittel der Außenpolitik ansehen.“
        Vielleicht sehen sich 25 Prozent der Deutschen politisch eher rechts gerichtet, das mag sein.
        Sie finden deutsch sein soweit ganz in Ordnung und sehen auch die Vorteile, die darin bestehen deutsch zu sein und stehen Veränderungen kritisch gegenüber.
        Aber ich glaube nicht, dass es so viele sind, die Krieg und Terror als normales Mittel der Außenpolitik ansehen.
        Es ist ihnen jedoch nicht bewusst, dass in vielen Bereichen des Lebens die NS Ideologie immer noch verdeckt daher kommt und mit der NS Ideologie auch der Krieg.

        Die Nazis haben beispielsweise das Gefühl Hass benutzt und auf andere Menschen gelenkt.
        Hass entspringt aus einem Gefühl der Ohnmacht und ist eine neutrale Kräftemobilisation, die es den Menschen ermöglichen soll, sich mit seinen Kräften aus einer schwierigen Situation zu befreien.
        Und es geht nicht darum, andere Menschen zu verfolgen, sondern sie vielmehr zur Zusammenarbeit und zu einem guten Miteinander zu bewegen.

        In der NS-Ideologie gilt und galt anstatt der Besinnung auf die eigenen Kräfte und Möglichkeiten leider die vereinfachte Version: Beseitige diese Menschen und alles wird besser.
        Und diese Auffassung gibt und gab es nicht nur in bei den Deutschen.
        Das aber ist der falsche Weg, der nur Verluste in allen Bereichen für alle bedeutet, Verluste und Rückschritt.

        Der erste Weltkrieg ging beispielsweise mit einem Niedergang von Christentum und Humanismus einher. Die Menschen verloren durch die schrecklichen Ereignisse und wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihren inneren Halt und sahen sich nicht mehr als Akteure ihres Lebens, sondern ohnmächtig der Situation ausgeliefert.
        Und dieser Niedergang machte das Entstehen dieser fatalen NS-Ideologie möglich, die zu noch mehr Vernichtung führte und unter anderem den Holocaust zur Folge hatte.

        1. Menschen ihren inneren Halt zu rauben, macht sie ausbeutbar und anfällig für ungutes Verhalten.
          Und wenn ich das momentane Verhalten der Westmedien beobachte, zweifle ich mittlerweile auch an den angeblichen Kirchenskandalen.

          Alle Menschen wollen ein gutes Leben leben und das bedeutet aber auch in alle Richtungen ein guter, sozialverträglicher Mensch zu sein, denn sonst gibt das nichts mit dem guten Leben.
          Das gilt auch für die Deutschen.
          Es wäre sehr gut, wenn sie sich daran erinnern würden.
          Es wurde sie leider vergessen gemacht und mittlerweile gilt Gutmensch als Schimpfwort, Hilfsbereitschaft als Krankheit und unbezahltes Engagement für andere als Dummheit.
          Auch dazu haben die Medien ihren Anteil beigetragen
          Was bitte soll das geben?
          Das ist doch keine Basis des Miteinanders.
          Kann es dann noch wundern, dass die Menschen unterschwellig Angst haben, Angst, die einfach missbraucht werden kann?
          Und sie werden dazu von genauso Unwissenden, Desorientierten, Demotivierten, Ängstlichen regiert und täglich mit sogenannten Nachrichten überschüttet und besinnen sich nicht auf das Beste.

          Das sind auch die fatalen Folgen der NS-Zeit und es ist vielen Menschen, Politikern wie Medienschaffenden und Wählern nicht bewusst.
          Sie ruinieren ihre eigene Basis, die Basis des Menschseins, das Miteinander, beschimpfen und bekämpfen sich gegenseitig, ruinieren das Leben anderer und sind teilweise auch noch stolz darauf.
          Eine unterschiedliche Auffassung zu haben ist nicht verwerflich, das ist sogar in jeder Gesellschaft notwendig, jedoch den anderen zu mobben und in seinem Sosein nicht mehr gelten zu lassen und alle seine Äußerungen gegen ihn zu verwenden, das ist übleste NS-Ideologie.

          Den Menschen, ich wiederhole das, ist das aber oft nicht bewusst.

          1. Ich bin ein Nationalist, in der Tradition von Frantz Fanon, Kwame Nkrumah, Patrice Lumumba, Julius Nyerere, Robert Mugabe, John Magufuli, Jovenel Moise, Pierre Nkurunziza, Andry Rajoelina. Oder auch Ilunga Ilunkamba, Joseph Kabila, Félix Tshisekedi, bei denen hat die Geschichte noch nicht das letzte Wort gesprochen. Oder Aimé Césaire, der nicht ein Nationalist war, aber dessen Négritude im Nationalismus starken Einfluss hinterlassen hat. Oder Anton de Kom.

            Leider hat das System des „Anti-Spiegel“ keine Antwortfunktion, so daß ich Ihren Text erst jetzt entdeckt habe, und mehr Antwort schaffe ich heute Nacht nicht mehr.

  12. „Nach drei Wochen Leben ohne Wasser und Seife verschwinden alle unangenehmen Gerüche, die Haut beginnt eine Art Selbstreinigungsprozess.“

    Es verhält sich wohl eher so, dass wenn nach drei Wochen jeder stinkt wie ein nasser Iltis, die Nase abstumpft, oder man sich an den Mief gewöhnt hat…

    Erstaunlich was wir von unseren Politisch Verantwortlichen so alles zugemutet bekommen. Wie von einigen Kommentatoren schon angemerkt, lautete die Hygieneformel vor ein paar Wochen noch ganz anders. Das zeigt natürlich im Umkehrschluss auch für wie Intelligent unsere Politiker die Deutsche Bevölkerung halten, wenn sie denken, dass das niemandem auffällt. Am besten gehen sie mal mit gutem Beispiel voran, was die körperliche Hygiene betrifft. Sollten sie dabei einige Anlaufschwierigkeiten haben, können sie sich sicher bei einem Herrn Hofreiter von den Olivgrünen Rat holen, denn der Typ sieht aus, wie wenn er diese Art der Körperpflege erfunden hätte!

    1. @eichenplatz13
      Ztat:
      „Das zeigt natürlich im Umkehrschluss auch für wie Intelligent unsere Politiker die Deutsche Bevölkerung halten, wenn sie denken, dass das niemandem auffällt.“

      Genau darum geht es! Doch leider scheinen die Recht damit zu haben, der Großteil der Bevölkerung ist tatsächlich völlig verblödet – denn die rennen dem ja hinterher!
      Liest man mal z.B. in der WELT die Kommentare zum Thema, fragt man sich ob DE jemals entnazifiziert wurde!

  13. Daß die Drei Peheiros, mit dem Lied von Hans Hee:
    „Wasser Ist Zum Waschen da“
    ———————-
    ein Menschenleben später noch einmal zu Vorreitern im nase-beleidigenden Gaskrieg gegen „Putin und seine Untermenschen aus der asiatischen Steppe“ (Selenskyj) avancieren würden, hatte ihnen wohl keiner an der Wiege gesungen:

    „Wenn der Beduine mit Kamel
    nach Ägypten zieht
    braucht er kein Öl,
    aber ab und zu mal Wasser,
    denn er kommt sonst nie zu Nasser.
    Oder wenn man auf der Autobahn
    mit dem Auto fährt
    was braucht man dann
    Wasser, den Motot zu kühlen
    und zu Haus braucht mans zum Spülen
    man braucht es jedenfalls
    wenn auch selten mal am Hals

    Wasser ist zum Waschen da,
    falleri und fallera
    auch zum Zähneputzen kann man es benutzen
    Wasser braucht das liebe Vieh
    fallera und falleri
    selbst die Feuerwehr benötigt Wasser sehr

    Ohne Wasser gäbs kein Paddelbbot
    keine Ölsardinen auf dem Brot
    und am Strand der Riviera
    wär es heute schon viel leerer
    auch die Wasserspülung wärn wir los
    in der Wasserleitung wüchse Moos
    und Hawaii die Südseeinsel
    wär ein öder Palmenpinsel
    ja selbst der Wasserfloh
    quälte uns dann irgendwo
    Wasser ist zum Waschen da,
    falleri und fallera
    wenn man es nicht hätt
    wär stets die Milch zu fett!

    Einmal baden jährlich, das muss sein
    früher warn die Menschen nicht so fein
    denn zur Zeit des alten Fritzen,
    da genügte schon das Schwitzen,
    ohne Wasser kann es nicht mehr gehn
    wenn wir auch mal bis zum Hals drin stehn
    doch kein Mensch kann so tief sinken
    und das Wasser einmal trinken
    Das weiß doch jeder Tor
    nur der Wein schmeckt nicht nach Chlor
    Wasser ist zum Waschen da,
    falleri und fallera
    auch zum Zähneputzen kann man es benutzen
    Wasser braucht das liebe Vieh
    fallera und falleri
    selbst die Feuerwehr benötigt Wasser sehr

    Auch bei manchen Füßen würde mans begrüßen!!

  14. Ich bin sicher, 70 Prozent der BRD-Bürger werden den „Saubermännern“ der Grünen
    einen Vogel zeigen. Die restlichen 30 Prozent allerdings, die derzeit noch immer in der Massenpsychose verharren, werden zu stinken anfangen wie die Majestäten in Versailles.
    Was denkt sich Habeck nach zwei Jahren, in denen uns dringlich ans Herz gelegt wurde, uns mehrmals am Tag die Hände zu waschen? Hygiene out? Schon kurios, was die inkompetenteste Bundesregierung aller Zeiten uns Bürgern empfiehlt. Ab jetzt wird es heißen „Stinken gegen Putin“. Ja, wir Deutschen haben da einiges drauf, nicht nur historisch betrachtet. Wenn es gegen Putin geht, dann frieren wir nicht nur, hungern nicht nur, wir würden sogar freudig verrecken.

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