Türkei bombardiert Syrien

Die geopolitisch komplexe Lage um den Syrienkonflikt

Seit einigen Tagen bombardiert die Türkei Ziele kurdischer Milizen in Syrien. Hier geht es um die komplexen geopolitischen Interessen in der Region.

Vor einigen Tagen hat die Türkei begonnen, massive Luftangriffe auf von der kurdischen YPG kontrollierte Gebiete zu fliegen. Der offizielle Grund für die Luftangriffe ist, dass die Türkei die YPG, die ein Ableger der kurdischen Terrororganisation PKK ist, beschuldigt, den Terroranschlag in Istanbul eine Woche zuvor organisiert zu haben. Es geht jedoch um weit mehr als „nur“ Bombardierungen kurdischer in Syrien Gebiete.

Die geopolitischen Interessen aller Staaten, die irgendwas mit den Ereignissen in und um Syrien zu tun haben, die sich dort abspielen, seit die USA den „Bürgerkrieg“ mit Hilfe der CIA-Operation Timber Sycamore entfesselt haben, sind hochkomplex. Ich will die Interessen der wichtigsten Player aufzeigen, wobei wir uns stets in die Frage stellen müssen, wem der Terroranschlag in Istanbul und die türkische Reaktion, also die Bombardierungen, nützen.

Syrien

Syrien befindet sich seit über zehn Jahren im Krieg, nachdem die USA im Rahmen der CIA-Operation Timber Sycamore islamistische Terroristen aus dem Irak bewaffnet haben, die dann den „syrischen Bürgerkrieg“ losgetreten haben. Der IS, der damals die Schlagzeilen beherrschte, ist ein Kind der CIA.

Auch heute kontrolliert die syrische Regierung nur einen Teil des eigenen Landes, denn im Nordwesten ist die Provinz Idlib nach wie vor unter der Kontrolle des IS, der Al Qaida und ihrer Nachfolgeorganisationen. Im Osten Syriens stehen Teile des Landes unter der Kontrolle der kurdischen YPG, die von den USA unterstützt wird. Die USA haben auch eigene Truppen dort, die völkerrechtswidrig Teile Syriens besetzt halten und das dortige syrische Öl stehlen.

Syrien hat daher vor allem ein Interesse, nämlich endlich wieder die volle Kontrolle über sein Staatsgebiet zurückzuerlangen. Dazu wurde das sogenannte „Astana-Format“ gegründet, in dem die Türkei, der Iran und Russland nach einer Lösung für den Konflikt in Syrien suchen. Gerade fand das 20. Treffen dieses Formates statt, dazu später mehr.

Iran

Der Iran ist ein enger Verbündeter Syriens und beide Staaten eint unter anderem ihre Ablehnung von Israel. Im Gegensatz zu dem, was westliche Medien erzählen, ist es nicht der Iran, der ständig die Vernichtung Israels fordert. Es gibt dort zwar radikale Stimmen, die das fordern, aber es gibt keine konkreten Schritte in diese Richtung. Anders ist es bei Israel, dessen Regierung seit Jahren vor allem in Saudi-Arabien und den USA Verbündete sucht, um einen Militärschlag oder gar einen offenen Krieg gegen den Iran zu führen.

Der Iran sieht sich als Schutzmacht der Palästinenser und der Moslems im Libanon gegenüber Israel. Syrien fordert von Israel seit Jahrzehnten die Rückgabe der von Israel völkerrechtswidrig besetzten Golanhöhen. Daher sind der Iran und Syrien in dem „syrischen Bürgerkrieg“ fast schon natürliche Verbündete, denn der Iran unterstützt Syrien, das dem Iran wiederum als „Landbrücke“ in die Region dient.

Russland

Russland ist seit Sowjetzeiten ein enger Verbündeter Syriens. Syrien war vor dem Krieg der einzige Staat im Nahen Osten, in dem alle Religionen (Christen, Juden und Moslems) gleichberechtigt und friedlich zusammengelebt haben. Die Sowjetunion hatte in Syrien ihren einzigen Marinestützpunkt im Mittelmeer aufgebaut, der heute von Russland benutzt wird.

In dem „syrischen Bürgerkrieg“ kämpfen Islamisten aus allen Teilen der Welt, auch Islamisten aus Deutschland sind dort bekanntlich aktiv. Aber es gibt dort auch viele Extremisten, die aus den muslimischen Teilen Russlands und seiner Nachbarstaaten, ehemaligen Sowjetrepubliken, nach Syrien gegangen sind, um gegen Assad zu kämpfen.

Als Russland 2015 in den Krieg eingegriffen und den IS in kurzer Zeit weitgehend besiegt hat, hatte Russland dafür zwei zentrale Gründe: Erstens wollte Russland vermeiden, dass Syrien das gleiche Schicksal erleidet, wie Libyen oder Afghanistan, und zu einem Failed State wird, in dem islamistische Terroristen einen Rückzugsort haben. Da viele von diesen Islamisten aus Russland und seinen Nachbarländern kommen, war die Gefahr groß, dass sie nach einem Sieg in Syrien dorthin zurückkehren und auch dort Terror ausüben. In Russland wurde damals offen gesagt, es sei besser, diese Terroristen in Syrien zu vernichten, als abzuwarten, bis sie nach Hause zurückkommen.

Der zweite Grund war, dass Russland seinem Verbündeten unter anderem deshalb helfen wollte, weil es seinen Militärstützpunkt im Mittelmeer nicht verlieren wollte. Russland sucht daher im Astana-Format nach einer Lösung, um Syrien als Staat wieder zu stabilisieren.

Die Türkei

Erdogan will sich die Türkei in der Region als Regionalmacht etablieren und inszeniert sich dabei auch als Schutzherr der Moslems in der Region, weshalb das türkisch-israelische Verhältnis denkbar schlecht ist. Aber auch mit der syrischen Regierung hat Erdogan ein Problem, denn er möchte seine Macht auf – zumindest Teile von – Syrien ausdehnen. Der Grund dürfte auch darin begründet liegen, dass die kurdische YPG die PKK unterstützt, mit der die Türkei sich im Krieg sieht.

Erdogan hat seine Truppen bereits Anfang 2020 in Nordsyrien einmarschieren lassen und es dabei sogar auf Zusammenstöße mit amerikanischen und russischen Truppen ankommen lassen. Das wurde verhindert, weil die US-Truppen schnell abgezogen sind und weil die Türkei und Russland eine Einigung gefunden haben, die einen Zusammenstoß verhindert hat. Auch damals gab Erdogan als Grund für seinen Einmarsch in Syrien an, er wolle die Türkei vor Angriffen der YPG schützen.

Die Türkei macht unter Erdogan eine sehr interessante Außenpolitik. Eigentlich ist die Türkei NATO-Mitglied, aber seit die USA unter schweigender Billigung der NATO im Juli 2016 versucht haben, Erdogan in einem Putsch zu stürzen, ist das Klima zwischen dem Westen und der Türkei, höflich ausgedrückt, nicht allzu gut. Dafür verstehen Erdogan und Putin sich hervorragend, auch wenn sie in vielen Fragen unterschiedliche Interessen und Meinungen haben.

Erdogan erkennt zum Beispiel die Krim nicht als russisch an, hat gute Beziehungen zu Kiew und liefert der Ukraine sogar Drohnen für den Kampf gegen Russland. Andererseits haben Russland und die Türkei viele wichtige gemeinsame Projekte, wie ein Atomkraftwerk, das Russland in der Türkei baut, den Transit von russischem Gas nach Europa und vieles mehr. In der Syrienfrage haben Russland und die Türkei sehr unterschiedliche Ansichten, aber bisher haben sie immer mehr oder weniger tragfähige Kompromisse gefunden.

Die USA

Die USA wollten und wollen in Syrien einen Regimechange erreichen und natürlich werden sie dabei von den Staaten der NATO und der EU unterstützt. Die Gründe liegen auf der Hand: Die USA wollen den russischen Verbündeten Assad und den russischen Militärstutzpunkt im Mittelmeer loswerden. Der Sturz von Assad würde – noch dazu, wenn eine pro-westliche Regierung installiert werden kann – außerdem den Iran schwächen und Israel erfreuen.

Im Idealfall wollen die USA auch den aufmüpfigen Erdogan loswerden, oder zumindest erreichen, dass die Türkei ihre Zusammenarbeit mit Russland einstellt. Bei ihren bislang weitgehend erfolglosen Bemühungen, Russland zu isolieren, wäre es für die USA ein großer Erfolg, wenn sich ein handfester Streit zwischen Erdogan und Putin provozieren ließe.

Dass der Terroranschlag von Istanbul der Türkei nun als Vorwand dient, gegen die Kurden vorzugehen, ist zwar nicht im unmittelbaren Interesse der USA, die offiziell Verbündete der Kurden sind, zumal die Türkei bereits einen kurdischen Stützpunkt bombardiert hat, der auch von US-Truppen genutzt wird. Aber die türkischen Angriffe verärgern den syrischen Verbündeten Russland, denn es sind nun einmal Angriffe auf das Gebiet des Staates Syrien.

Das Astana-Format

Gerade fand ein Treffen im Astana-Format statt, das vor dem Hintergrund der türkischen Operation in Syrien natürlich mit Spannung erwartet wurde. Daher habe ich die Zusammenfassung der russischen Nachrichtenagentur TASS über das Treffen übersetzt.

Ein Treffen vor dem Hintergrund der Militäroperation: Was die Garanten der Syrien-Regulierung in Astana besprochen haben

Das nächste Treffen im Astana-Format ist für die erste Hälfte des Jahres 2023 geplant. Es wird erwartet, dass es in Russland stattfindet.

Auf dem Treffen der Garanten für eine Friedenslösung in Syrien am Mittwoch in Astana forderte Russland die Türkei auf, von einer umfassenden Operation in der Region abzusehen. Das erklärte Alexander Lawrentjew, der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Syrien, gegenüber Journalisten.

In einem Kommentar gegenüber der TASS betonte er, dass eine türkische Bodenoperation „nicht zugelassen werden kann“: Sie würde zu mehr Opfern und weiterem Ärger führen, auch unter den Kurden, die Ankara für den jüngsten Terroranschlag im Zentrum Istanbuls verantwortlich macht.

Etwa zur gleichen Zeit bezeichnete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die jüngsten Luftangriffe auf irakisches und syrisches Gebiet im Parlament als „erst den Anfang“ und erklärte, er beabsichtige, die syrischen Grenzstädte von Terroristen zu „säubern“.

Die TASS hat die wichtigsten Ergebnisse des Treffens in Astana zusammengestellt.

Die gemeinsame Erklärung

In einer gemeinsamen Erklärung, die im Anschluss an das Treffen veröffentlicht wurde, bekräftigten Russland, Iran und die Türkei, dass es für den Konflikt in Syrien keine militärische Lösung gibt, sie unterstützten die territoriale Integrität der Republik, sie lehnten „alle Versuche ab, am Boden neue Realitäten zu schaffen“ und sie verurteilten die Aktivisierung von Terrorgruppen.

Die Garantiemächte verurteilten außerdem die israelischen Angriffe auf syrisches Territorium, einschließlich ziviler Ziele, lehnten die Sanktionen gegen Syrien ab und forderten die internationale Gemeinschaft auf, Damaskus beim Wiederaufbau seiner Infrastruktur und bei der Lösung des Flüchtlingsproblems zu unterstützen. Außerdem äußerten sie sich besorgt über die Aktionen von Separatisten.

Die Teilnehmer forderten außerdem, dass die nächste Sitzung des Redaktionsausschusses des syrischen Verfassungsausschusses so bald wie möglich stattfinden soll. Moskau rechnet laut Lawrentjew damit, dass die Sitzung im kommenden Januar stattfinden wird. Russland und die UNO sind sich jedoch bisher nicht einig über den Ort des Treffens: Russland schlägt Astana vor, während die UNO trotz der Blockade durch den Westen auf Genf beharrt.

Das nächste Treffen im Astana-Format, das 20. Treffen, soll in der ersten Hälfte des Jahres 2023 stattfinden. Es wird voraussichtlich in Russland stattfinden.

Vor dem Hintergrund der türkischen Operation

Das Treffen der Garanten fand vor dem Hintergrund der türkischen Luftoperation „Schwertkralle“ im Nordirak und in Syrien statt. Anlass war der kürzlich verübte Terroranschlag in Istanbul, dessen Täter nach Angaben Ankaras aus Syrien stammt und mit der von den türkischen Behörden verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans in Verbindung steht. Dabei wird sich die Türkei möglicherweise nicht auf Bombardierungen beschränken: Erdogan zufolge beabsichtigt die Republik, „die syrischen Städte Kobani, Manbij und Tell Rifaat von Terroristen zu säubern“, gemeint sind damit kurdische Verbände.

Laut Lawrentjew haben die russischen Vertreter in Astana „sehr ausführliche Gespräche mit ihren türkischen Gesprächspartnern“ geführt, um sie davon zu überzeugen, von einer groß angelegten Bodenoperation abzusehen. Moskau erwarte, „eine richtige Lösung <…> in der sogenannten Kurdenfrage“ zu finden, um eine Eskalation der Situation in Syrien zu verhindern und „die Lage in der gesamten Region zu stabilisieren.“

Dabei schließt Moskau jedoch nicht aus, so Lawrentjew, dass den Organisatoren des Terroranschlags „eine Art Freigabe“ gegeben worden sei: „Aus den bekannten westlichen Hauptstädten wird sehr ernster Druck auf die Kurden ausgeübt.“ Der russische Diplomat erinnerte daran, dass die syrischen Kurden faktisch „Geiseln“ der USA seien.

Auch in Syrien wurde die Ablehnung der türkischen Pläne zum Ausdruck gebracht: Ayman Sussan, stellvertretender Außenminister der arabischen Republik, sagte in Astana, dass „all diese Aktionen inakzeptabel sind“ und die Türkei „ihre Verpflichtungen“ als Garant für die Beilegung des Syrien-Konflikts nicht einhalte. Damaskus werde „alles tun, was nötig ist“, um sein Gebiet zu verteidigen, versicherte Sussan.

Ein möglicher Gipfel

Eines der Themen, die die Journalisten in Astana interessierten, war ein mögliches Treffen zwischen Erdoğan und seinem syrischen Amtskollegen Baschar al-Assad: Anfang Oktober räumte der türkische Staatschef ein, dass es stattfinden könnte, „wenn die Zeit reif ist“, auch wenn es „im Moment nicht in Frage kommt“, und Mitte November wies er auf die Möglichkeit hin, die Beziehungen zu Syrien nach den Wahlen in der Türkei im kommenden Juni zu überprüfen.

Laut Lawrentjew könnte Erdogan mit Assad in Moskau zusammentreffen, wo „wir immer dafür plädiert haben und auch schon früher die Möglichkeit in Betracht gezogen haben, ein solches Treffen zu organisieren.“

Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten stellte „Anzeichen und Signale“ für die Bereitschaft der beiden Länder fest, aufeinander zuzugehen und bilaterale Kontakte auch über die Geheimdienste zu pflegen.

Zu den syrisch-türkischen Kontakten „zum Thema Sicherheit“ sagte Ali Asghar Haji, Assistent des iranischen Außenministers für politische Angelegenheiten, dass „diese Gespräche mit Russlands Hilfe ihr Ziel erreichen können.“

Die Rolle von China und den USA

Moskau hält es für sinnvoll, dass sich ein weiterer Beobachter, nämlich China, dem Astana-Format anschließt. Laut Lawrentjew hat Teheran der Idee zugestimmt, während Ankara „eine gewisse Pause“ eingelegt hat, um die Frage zu prüfen.

Außerdem sprach sich der russische Diplomat für die Einbeziehung der USA in das Format aus, was „ebenfalls sehr nützlich wäre.“ Noch mehr würde aber der Abzug der US-Streitkräfte aus dem Land – aus den nordöstlichen Gebieten der Republik und aus der Al-Tanf-Zone, in der sich das Flüchtlingslager Al-Rukban befindet – zu einer weiteren Stabilisierung der Lage in Syrien beitragen.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

31 Antworten

  1. Wir müssen mit einer einfachen Frage beginnen: Wer hat dieses Problem geschaffen? Warum haben Sie Flüchtlinge in Europa? Es ist eine einfache Frage: Wegen des Terrorismus, der von Europa unterstützt wird – und natürlich von den Vereinigten Staaten, der Türkei und anderen–, aber Europa war der Hauptakteur bei der Schaffung von Chaos in Syrien. Also, was herumgeht, kommt herum. …

    Weil sie öffentlich unterstützt haben, die EU hat die Terroristen in Syrien vom ersten Tag, der ersten Woche oder von Anfang an unterstützt. Sie beschuldigten die syrische Regierung, und einige Regime wie das französische Regime schickten Waffen, sagten sie – einer ihrer Beamten – ich denke, ihr Außenminister, vielleicht Fabius, sagte: „Wir senden.“ Sie haben Waffen geschickt; sie haben dieses Chaos geschaffen.

    President Assad’s Banned Interview with Rai 24: Europe Key Perpetrator of Terror in Syria
    December 9, 2019
    https://www.syrianews.cc/president-assads-banned-interview-with-rai-24-europe-key-perpetrator-of-terror-in-syria/

    1. Der Westen lässt ja keine Gelegenheit aus, Chaos zu veranstalten – in Syrien, Ukraine, Katar oder woanders. Irgendwann muss damit Schluss sein.

      https://www.xing.com/communities/posts/schluss-mit-volodymyr-zelenskys-torheiten-1025045611

      „… Weiterhin sollten die USA und die NATO, die mit einem solchen „Verbündeten“ belastet sind, unverzüglich Schritte unternehmen, um sich von der Unterstützung der Kämpfe zurückzuziehen und eine Verhandlungslösung des Konflikts zu fordern. Joe Biden, falls er noch einen Funken Integrität besitzt, und die Personen, die seine Fäden ziehen, sollten nicht zögern, diesen Schritt zu tun. …“

      Zum Autor:

      „… Philip Giraldi: Er ist ehemaliger CIA-Spezialist für Terrorismusbekämpfung und Offizier der Defense Intelligence Agency, der heute hauptsächlich als Kolumnist und Fernsehkommentator in Erscheinung tritt. …“

  2. Belagerte Stadt in Syrien
    Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung

    Während die USA und Europa zusehen, wie Hunderttausende Menschen in Aleppo ausgehungert werden, kommen Islamisten den Eingeschlossenen zu Hilfe. … Mehrere islamistische Milizen haben sich für die Offensive zusammengeschlossen. …

    Angeführt wird das Bündnis von der Dschabha Fatah al-Scham, der Siegesfront Syriens. Bis vergangenen Donnerstag hieß die Miliz noch Nusra-Front und war der offizielle Ableger der Terrororganisation al-Qaida in Syrien. …

    02.08.2016
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-die-islamisten-sind-aleppos-letzte-hoffnung-a-1105806.html

  3. Syrische Kurden sagen, YPG sei nicht anders als Daesh [Islamischer Staat]

    Der syrische Ableger der PKK, die Volksschutzeinheiten (YPG), unterscheidet sich nicht von Daesh-Terroristen, sagte der Chef einer in Syrien ansässigen kurdischen Vereinigung.“Wir als syrische Kurden machen keinen Unterschied zwischen PYD, YPG, es gibt einfach die PKK, sie sind die gleichen wie Daesh-Terroristen“, sagte der Präsident der unabhängigen Vereinigung syrischer Kurden, Abdulaziz Tammo. Er stellte fest, daß die YPG-Kämpfer keine syrischen Kurden sind, da sie aus den Lagern der PKK im Berg Kandil, im Irak, im Iran, in Armenien und in Aserbaidschan stammen, Europa und der Türkei. Tammo merkte an, daß ihre Vereinigung möchte, daß das türkische Militär seine Operation erfolgreich abschließt und YPG-Terroristen aus dem Gebiet entfernt und eine „Friedenszone“ errichtet, damit rund eine Million syrischer Kurden, die vor der Verfolgung der YPG geflohen sind, sicher zurückkehren können.Er wies darauf hin, dass die Menschen in der Region in ihre Heimat zurückkehren wollen und dies feiern werden, wenn PKK-nahe Terroristen aus der Region vertrieben werden.

    „Die PKK-Terroristen stellen Kurden gegen Kurden, Araber gegen Araber“, sagte er.

    Syrian Kurds say YPG no different than Daesh

    Daily Sabah – Veröffentlicht am 12. Oktober 2019

    http://www.anews.com.tr/middle-east/2019/10/12/syrian-kurds-say-ypg-no-different-than-daesh

    1. Bei diesen Kurden soll es sich einfach um bewaffnete Banden handeln, um Mafia Clans, mit denen die NATO kooperiert, um Syrien kaputt zu machen. Diese Banden rivalisieren. Die einen nehmen die anderen gefangen. Die einen werden dann Kurden genannt, die anderen Terroristen. Aber es gibt keinen großen Unterschied zwischen ihnen. Sie arbeiten für die NATO, werden aber eventuell auch mal bombardiert, weshalb sie dann zur Strafe paradoxerweise die Terroristen freilassen sollen. Es ist sehr verwirrend und die meisten sollen es nicht verstanden haben. Ich auch nicht. Habe keine kulturelle Expertise in diese Richtung.

      https://t.me/actualiteFR/18915 & 18926
      Auf französisch, nach Rybar, Colonel Cassad, etc.

      Schwer zu sagen, was man da glauben soll, wenn sich nicht mal ein kohärentes Bild der Lage ergibt. Soviel ist klar: Es dient der Zerrüttung der staatlichen Ordnung, es wird vom Westen unterstützt, der von den Kurden das Öl stehlen läßt, das dem Aufbau Syriens dienen sollte, aber nun seiner anhaltenden Zerstörung dient.

  4. Assad-Gegner: Das neue Syrien kommt aus Wilmersdorf

    Monatelang haben sich Assad-Gegner geheim in Berlin getroffen – mit Wissen und Willen der Bundesregierung.
    Von Jörg Lau – 26. Juli 2012

    Zwischen dem Ludwigkirchplatz in Berlin-Wilmersdorf und Damaskus liegen 3700 Kilometer Luftlinie. Doch wenn eines Tages ein neues Syrien aus den Trümmern der Assad-Diktatur entsteht, könnten wesentliche Impulse aus dem alten preußischen Amtsgebäude mit der Hausnummer 3–4 stammen, in dem ein der Bundesregierung naher deutscher Thinktank residiert. Bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) hat sich seit Januar eine Gruppe von bis zu 50 syrischen Oppositionellen aller Couleur geheim getroffen, um Pläne für die Zeit nach Assad zu schmieden.

    https://www.zeit.de/2012/31/Syrien-Bundesregierung

    1. Ja, Frau „Assat muss weg“ Merkel hat da kräftig mit gemischt.
      Auch der Flüchtlichgstrom wenige Jahre später würde von ihr losgetreten. Sie hat den Flüchtlingslagern in Syrien einfach kein Essen mehr zukommen lassen.

  5. Der Westen, wenn diese etwas voluminöse Bezeichnung gestattet ist, hat in Syrien schwere Schuld auf sich geladen – nicht, wie oft gesagt wird, weil er mit seiner Unterstützung des Widerstands gegen eine tyrannische Herrschaft zu zögerlich gewesen wäre, sondern im Gegenteil: weil er die illegitime Wandlung dieses Widerstands zu einem mörderischen Bürgerkrieg ermöglicht, gefördert, betrieben hat.

    Was in Syrien geschieht, ist eine dem Anschein nach mildere Form des Eingriffs, da sie den Sturz des Regimes dessen innerer Opposition überlässt, die von außen nur aufgerüstet – und freilich auch angestiftet – wird.

    In Wahrheit ist sie die verwerflichste Spielart: nicht so sehr, weil sie neben dem Geschäft des Tötens auch das Risiko des Getötetwerdens anderen zuschiebt.

    Eher schon, weil sie die hässlichste, in jedem Belang verheerendste Form des Krieges entfesseln hilft: den Bürgerkrieg.

    — Reinhard Merkel, Hamburger Strafrechtler und Rechtsphilosoph, FAZ, August 2013

  6. „Bis heute gilt das Abkommen zwischen Syrien und der Türkei aus dem Jahr 1998 [Adana], in dem es gerade um den Kampf gegen den Terror geht“, so Putin. „Ich glaube, das ist eine Grundlage, die sehr viele Fragen hinsichtlich der Gewährleistung der eigenen Sicherheit durch die Türkei an ihren Südgrenzen deckt.“

    https://archive.ph/9sgyX

  7. Russland und die USA verhindern vereint Verurteilung der Türkei im UN-Sicherheitsrat

    Russland und die USA stellen sich schützend hinter die Türkei. Mit einem Veto verhinderten beide Staaten einen Beschluss des UN-Sicherheitsrates und reden sich mit fadenscheinigen Gründen heraus. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien und Polen haben einen Resolutionsentwurf vorgelegt, mit der die Türkei aufgefordert werden sollte, die „unilaterale Militäraktion“ zu beenden, die die Stabilität der Region gefährde, Flüchtlingsströme verursache und den von der Anti-IS-Koalition erreichten Fortschritt unterminiere.

    11. Oktober 2019
    https://www.heise.de/tp/features/Russland-und-die-USA-verhindern-vereint-Verurteilung-der-Tuerkei-im-UN-Sicherheitsrat-4553363.html

  8. Es gibt rund 20.000-30.000 Terroristen in Idlib, erklärte General Joseph Dunford, Vorsitzender der Gemeinsamen Stabschefs, im Juli 2019. Es folgte der stellvertretende Sekretär für den Nahen Osten, Michael P. Mulroy, der erklärte: „Idlib ist im Wesentlichen die größte Sammlung von Al-Qaida-Mitgliedern in der Welt.“Hayat Tahrir al-Sham (HTS), eine Gruppe, die mit Al-Qaida verbunden ist, hat derzeit die Oberhand unter denen, die um die Kontrolle über Idlib kämpfen. Das Institut für Kriegsforschung warnt auch davor, dass Idlib im Mittelpunkt einer Strategie der ISIS zur Wiederherstellung steht und dass Idlib möglicherweise der Inkubator für die nächste Iteration von IS und Al-Qaida ist.
    — Wikipedia English, Idlib, Übersetzung, Version 2019

    „Die syrische und die russische Luftwaffe bomben Idlib sturmreif. Ihnen entgegen stellen sich mehrere Rebellenbündnisse … Es wirkte fast wie ein letztes Aufbäumen der Zivilgesellschaft in Syrien: Tausende Menschen versammelten sich am Freitagnachmittag in der Provinzhauptstadt und anderen Orten der Provinz Idlib, um gegen die bevorstehende Militäroffensive des syrischen Regimes zu protestieren.“
    — Der Spiegel

    „Heiko Maas will Großoffensive auf Idlib verhindern
    Der deutsche Außenminister will in der letzten von syrischen Rebellen gehaltenen Region „das Schlimmste verhindern“. Er berät mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow.
    Außenminister Heiko Maas (SPD) will sich bei seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow dafür einsetzen, dass es keine Großoffensive auf Idlib gibt. Es ist die letzte noch von Rebellen gehaltene Region in Syrien. „Wir alle wissen, was auf dem Spiel steht. Es geht darum, das Schlimmste zu verhindern, nämlich eine neue humanitäre Katastrophe“, sagte Maas vor seinem Treffen mit Lawrow an diesem Freitag in Berlin. Russland ist die wichtigste Schutzmacht des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad … “
    — Zeit Online

  9. Wer immer über die heutige Sachlage schreibt, ohne die Anfänge und Ursachen zu benennen, den kann man getrost der Propagandaabteilung eines Einflussnehmers mit Machtgelüsten zuordnen.

    Sogar Wikipedia ist hier ehrlicher als die Vertreter von Begehrlichkeiten:

    Der **Vertrag von Sèvres** vom 10. August 1920, einer der Pariser Vorortverträge, legte fest, dass die Unabhängigkeit der ehemals unter osmanischer Herrschaft stehenden arabischen Länder anerkannt würde, wenn diese das „Mandat“ eines Staates akzeptieren würden.[5]

    Großbritannien erhielt das britische Mandat Mesopotamien auf dem Gebiet des heutigen Irak sowie das Völkerbundsmandat für Palästina, welches den südlichen Teil der osmanischen Provinz Syrien (Syrien, Palästina und Jordanien) umfasste, während Frankreich das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon auf dem restlichen Gebiet des osmanischen Syriens (das moderne Syrien und Libanon sowie der Sandschak Alexandrette, die heutige türkische Provinz Hatay) zugesprochen wurde.

    Vor dem Ersten Weltkrieg hatten noch fünf bis sechs europäische Großmächte ihre Interessen im Nahen Osten verfolgt, teilweise auch gegeneinander. Danach waren Russland, Deutschland und Österreich-Ungarn dazu nicht mehr in der Lage. **In der Folge waren große Teile des Nahen Ostens für mehrere Jahrzehnte uneingeschränkt britisch-französisches Einflussgebiet.[6]**

    Das Abkommen wird heute als eine Ursache für Konflikte in der Region genannt. Rücksicht auf ethnische und kulturelle Strukturen wurde bei der Grenzziehung nicht genommen.[7] Die Kolonialherren waren nicht in der Lage, eine stabile Ordnung für die dort lebenden Völker zu etablieren.[8]
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sykes-Picot-Abkommen

    Diese Verwerfungen waren -wie auch in Russland und China – die Einflugschneise für westlich-sozialistische Infiltration, die in Wahrheit in keinem der Länder je zu einer stabilen Ordnung geführt hat.

    Als DIE farbige Revolution des Westens im vergangenen Jahrhundert zerstörte sie die gewachsenen Kulturen, um aus selbstbestimmten Menschen sozialistisch-materialistische Herdentiere zu machen.

    Der Kommunismus im Nahen Osten als Projekt der westlichen Menschheitsbeglückung ist gescheitert. Er weiss es nur noch nicht.

    1. @some1

      Was meinen Sie damit? wiki hat mit dem, was in Syrien nun abläuft gar nichts zu tun – außer, Sie glauben tatsächlich, dass die Syrer innerhalb Syriens Probleme miteinander haben & der Wertloswesten will nur helfen? Vielleicht so helfen, wie Hitler es mit der Welt machen wollte?
      Keine Länder sondern nur ein großes dt. Reich?

      1. #GMT, sie haben, immer, nichts verstanden: Aufteilung des osmanischen Reich; die Anfänge der Probleme.
        Die Türken fühlen sich scheinbar als Nachfolger- und wollen sich wieder ausbreiten. Da sind allerdings die penetranten Kurden ein Problem.
        #Some1, ich glaube nicht, das es an dem ‚Mandat‘ liegt.

        1. @Karl

          Sie können versichert sein, ich kenne die Geschichte…aber das, was nach 1990 abläuft hat überhaupt NICHTS mit dem osmanischen Reich zu tun.
          Die jetzigen Konflikten sind künstlich geschürt vom Wertloswesten! Man benutzt lediglich die alten Geschichten um gegenseitigen Hass zu schüren!
          Auch & gerade die Kurden haben sich in den Ländern, in denen sie leben entwickelt & auch da können Sie versichert sein – würden man denen heute EIN Kurdistan geben, würden die nicht mehr „miteinander“ zurecht kommen….

          Schauen Sie sich einfach DE an…da hatten sich zwei ganz unterschiedliche deutschen Länder gebildet….

        2. Die Kurden waren wie viele anderen Ethnien im Osmanischen Reich integriert gewesen.
          Man kann allgemein sagen, dass der Feudalismus kein Problem damit hatte, unterschiedlich Völker unter einer Herrschaft zu führen.
          Ginge es tatsächlich darum ein Osmanischen Reich wieder herzustellen wären Kurden auch wieder als erste Berater des Sultans gefragt.
          Der Nationalismus ist eine Reaktion der Eliten auf die französische Revolution.
          Man hat das „Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit“ das die Herrschaft über das Volk überwinden wollte und alle Menschen gleichberechtigt machte, pervertiert und dazu genutzt die Völker anhand ihrer ethnischen Unterschiede zu spalten und gegeneinander zu hetzen.
          Die „Grande Nation“ war gedacht als Überwindung der ständischen Unterschiede über alle Völker hinweg. Der Nationalstaat ist ein Konstrukt der völkischen Einheit, die es aber so nirgendwo jemals gegeben hatte. Nach Napolen beginnen dann, die wiedererstarken und nun zu Nationen erklährenden Mächte Europas sich über das Osmanische Reich her zumachen. Dazu sponsert man „nationale Bewegungen“ in Griechenland, Bulgarien und Rumänien und destabilisiert damit das Osmanisch Reich.
          Der Fachbegriff dazu heizt Balkanisierung und auch schon damals gab es Millionen Tote und noch viel größere Flüchtlingswellen hin und her. Ein Traumata, das zwischen Griechen und Türken bis heute nicht geheilt ist. Bis heute ist der Mechanismus gleich geblieben. Man kann mit minimalen Aufwand maximale Unruhen schaffen und damit ganze Staaten vernichten und ins Chaos stürzen. Das perverse daran ist, dass man die Notwendigkeit von Menschen sich zu Gemeinschaften zusammenzuschließen nutzt, um die Ethien und Völker gegen einander zu hetzen. Und inzwischen haben sich die Eliten so gut organisiert, dass sie von unten nicht mehr zu erkennen sind. Der einzelne Mensch der überleben möchte und nach Schutz in einer Gemeinschaft sucht ist einem Kapital ausgeliefert, dass in Millisekunden um den Globus transferiert wird und Kultur, Identität und Zughörigkeit nur noch mit der Möglichkeit zum Konsum mit edlem Logo ausliefert, während es staatliche Strukturen und sämtliche Formen gewachsener Gemeinschaft gezielt vernichtet.
          Sexuelle Freiheit ist etwas sehr schönes. Aber LGBTQ+ ist ein organisierter Angriff auf die Identitätsbildung an sich. Ein Mensch dem man die Himmelsrichtungen und Normen zur Orientierung nimmt, kann sich selbst auch nicht mehr verordnen.
          Wir stehen der Balkanisierung menschlicher Gemeinschaft gegenüber und bis jetzt scheint es kein einziges wirksames Gegenmittel zu geben.

    2. Scheint mir sehr weit hergeholt und nicht durch Augenschein belegt, daß der Westen – also hier wohl F/UK in erster Linie – versucht habe, den Kommunismus im Nahen Osten zu etablieren. Eher doch haben sie – zumindest seit den 1970ern – auf religiöses Eifertum (Islamismus) und Terrorismus gesetzt. Ob das nun einem immerhin konstruktiven Kommunismus vorzuziehen ist? Der ja für Länder mit historisch große sozialer Ungleichheit und starren Kastensystemen auch tatsächlich ein Fortschritt sein könnte, zum Beispiel in Erziehung und Gesundheit.

    3. @some1
      Bis zum Sykes-Picot-Abkommen kann ich deinem Text folgen.
      Und genau hier müssen wir uns fragen, weshalb die Kurden keinen eigen Saat bekommen haben und auf Syrien, den Irak, Iran, und auf die Türkei aufgeteilt wurden.
      Die o.g. künstlich geschaffenen Staaten können einzeln die Kurden nie komplett kontrollieren deren Kämpfer sich jederzeit in den Nachbarstaat zurückziehen können. Und man kann von außen Druck auf die jeweiligen Staaten ausüben, indem man kurdische Separatisten unterstützt. Dieses Teilen und Herrschen lag ganz im Interesse der Kolonialmächte England und Frankreich und es funktioniert bis heute. Gäbe es nicht das kurdische Öl, läge es wohl im Eigeninteresse der Anrainerstaaten selbst für einen Kurdischen Staat zu sorgen.
      Es gibt aber auch Alternativen. Tatsächlich wäre es möglich gewesen die HDP in der Türkei demokratisch einzubinden und das sog. „Kurdenproblem“ in der Türkei friedlich zu lösen. Erdogan wollte aber lieber Alleinherrscher werden und Merkel förderte dies mit etlichen persönlichem Einsätzen für Erdogan und deutschen Waffenlieferungen.
      Der „Bürgerkrieg“ in Syrien wurde dann mit Geld aus den Golfstaaten, Waffenlieferungen aus dem Westen und der Organisation durch die Türkei als logistische Drehscheibe orchestriert.
      Inzwischen sind die Reste des IS zu Erdogans privater Terrormiliz geworden, die er nach belieben einsetzen kann und die er auch mal nach Libyen verschifft um seine Interessen zu wahren.
      Während die USA Syriens Ölquellen abzapft und Syrien sanktioniert um seine Menschen durch Hunger zu dezimieren und gleichzeitig iranischen Kurden nutzt um den nächsten „Bürgerkrieg“ im Iran zu inszenieren, pokert Erdogan damit den Nanobeitritt Schwedens und Finnlands davon abhängig zu machen alle Kurden als Terroristen zu deklarieren um seine zukünftigen militärischen Eroberungen in Nordsyrien damit legitimieren zu können. Der Preis für den Natobeitritt von Scxheden und Finnland ist Nordsyrien.
      Das Astana-Format ist schon ein wahres Kunststück russischer Diplomatie und es kostet Russland eine Menge Gas und Öl um den Erdogan Clan superreich und gewogen zu machen. Russland braucht eine gewogene Türkei zur Absicherung seine Südflanke und Erdogan spielt ein geschicktes Spiel, die gegensätzlichen Interessen der Machtblöcke zu seinem maximalen Gewinn zu nutzen.

      1. Und genau hier müssen wir uns fragen, weshalb die Kurden keinen eigen Saat bekommen haben und auf Syrien, den Irak, Iran, und auf die Türkei aufgeteilt wurden.

        Sie haben keinen eigenen Staat bekommen, weil sie noch nie einen hatten und weil es „die Kurden“ gar nicht gibt, sondern mehrere mehr oder weniger rückständige Bergvölker, die historisch nichts auf die Beine gestellt haben und übrigens auch nicht alle die gleiche Sprache sprechen. Darum kam es wohl niemandem in den Sinn, sie mit einem Staat zu belohnen.

      1. 3x darfst du raten – es ist der weltweit größte Unterstützer von Terror – und der größte Waffenverkäufer auf Erden… – und da die Türken keinen blinden Sklaven sind wie z.B. die „deutschen“ – muß man halt für ein wenig Streß sorgen – um die Türkei wieder „auf Linie“ zu bringen… – kannst du nachprüfen, WER die PKK etc. finanziert… 😉

  10. Das sieht (wie nahezu immer) nicht gut aus, für die Interessen von Syrien und Russland, sowie dem Iran.

    Ist doch ganz klar, was jetzt passieren wird: die Anschläge in der Türkei werden so heftig werden, dass Erdogan (alleine schon, um den Rückhalt in seiner Bevölkerung nicht ganz zu verlieren) nur noch heftiger vorgehen wird, in den im Artikel beschriebenen Gebieten und Städten. Das wird das Verhältnis Türkei/Russland sehr beschädigen und wieder mal sind die westlichen Despoten weiter erfolgreich.
    Letztendlich werden wir den großen Krieg da unten bekommen. Das ist dann aber nur ein Vorspiel, für das was dann bei uns passiert. Dürfte alles im kommenden Jahr passieren, mit dem Finale für uns im nächsten Herbst.

  11. Türken sind nun mal keine Europäer (wobei das ethnisch wenig Aussagekraft hat). Die sind, meines Wissens, aus Asien zugewandert. Also noch nicht einmal annähernd europäisch.
    Die haben immer noch Ambitionen das osmanische Reich wieder-zu-beleben. Weshalb DIE auch schon mal bei der indigenen Bevölkerung anfangen- den Kurden.
    Meines Erachtens sind Türken falsch bis in die Schuhsohlen. Erst recht, nachdem DIE sich dem Mohammedanischen Glauben verschrieben haben.
    Und, ja #John, ich war in der Türkei, UND ich habe Türken in Deutschland mitbekommen- schon mit 15 Jahren.
    Schlimm ist, das wir die Türken von deutschem Boden nicht wegbekommen. Die haben sich eingenistet, als wären DIE hier zuhause.

    1. Der Traum von einem „groß-türkischem Reich“ ist übrigens aktuell wie eh und je – hatte nicht dort ein Machthaber öffentlich verlauten lassen – wenn die Türkei nicht in die „eu“ aufgenommen wird – dann werden die Europa unterwandern – und das passiert auch täglich…: Frage – wieviele Türken gibt es allein z.Z. in „D“ – und bitte keine Staats-Statistik bemühen – die stimmt nämlich nicht annähernd… 😤

  12. China ins ASTANA-Format holen bedeutet für viele Beteiligte einem neuen Herrn folgen zu müssen. Ich glaube, das wäre das Letzte, was Russland eigentlich möchte, auch wenn es Geostrategisch von Vorteil wäre…

  13. Die Rolle der Kurden ist nicht bloß auf Kurdistan beschränkt, sondern Teil einer großen geopolitischen Strategie der USA, die von der Levante bis nach Tajikistan und Balochistan reicht. Im gesamten Lebensraum werden die Völker nach „Kurden“ und „Türken“ aufgeteilt, radikalisiert, militärisch ausgerüstet und gegen Russland, Iran, China und Türkei gehetzt.

    Den Türken wird ein Pan-Turkistan, den Kurden ein Pan-Kurdistan versprochen, aber am Ende sollen die Amis und die nächsten Vasallen alles bekommen.

    Wenn sie scheitern, dann sind Millionen von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und Zentral-Asien zu erwarten.

    Geopolitische Lage der Türkei. | Die Interessen Europas. | Die prekäre Lage der #USA.| Das Dilemma der Kurden
    https://geoarchitektur.blogspot.de/p/geopolitische-lage-der-turkei-die_7.html

    1. Welches Ziel verfolgen die USA?
    2. Welches Ziel verfolgt Russland?
    3. Welches Ziel verfolgt die Türkei?
    4. Welche Konsequenzen entstehen für Europa?
    5. Was ist mit den Kurden?
    6. Welches Ziel verfolgt Israel?
    7. Welches Ziel verfolgen die Golfaraber?
    8. Was will Syrien?
    9. Welches ist die wichtigste Erkenntnis?

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