Guaidos Kontakte zur kolumbianischen Drogenmafia interessieren Bundesregierung nicht

Da die Meldungen in internationalen Medien schon mindestens eine Woche Thema sind, habe ich völlig verpasst, dass sie in Deutschland von den Medien verheimlicht werden. Es geht um Guaidos Kontakte zur kolumbianischen Drogenmafia.

Schon vor einer guten Woche tauchten in spanischen Zeitungen Fotos auf, die Guaido mit den Bossen eines kolumbianischen Drogensyndikates zeigen. Abgesehen von spanischen Medien kam die Meldung auch in englischsprachigen Medien und natürlich in Russland. Da ist mir irgendwie entgangen, dass die deutschen Medien das Thema verschweigen.

Guaido wird uns ja als der gute und demokratische „Übergangspräsident“ verkauft, da würde so etwas nur stören. Der freundliche Herr hat die Fotos etwas hilflos kommentiert: Er wusste nicht, wer die Leute seien, als die Fotos entstanden sind. Es hätten einfach irgendwelche Männer um ein Selfie mit ihm gebeten.

Offensichtlich war selbst den deutschen „Qualitätsmedien“ diese Ausrede zu dumm, also haben sie halt gar nicht berichtet.

In Deutschland hat RT-Deutsch in mehreren Artikeln darüber berichtet, und auch in der Bundespressekonferenz danach gefragt. Die Bundesregierung teilte RT-Deutsch daraufhin schriftlich mit:

„Die Aufnahmen sind dem Auswärtigen Amt aus der Medienberichterstattung bekannt. Zum Kontext der Aufnahmen oder den abgebildeten Personen liegen dem Auswärtigen Amt keine belastbaren Erkenntnisse vor“

Unterstützen möchte die Bundesregierung den verfassungswidrigen Putsch von Guaido natürlich weiterhin, auch wenn der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages das Verhalten der Bundesregierung als völkerrechtswidrig eingestuft hat.

Auch die USA unterstützen Guaido ja um jeden Preis gegen den „Teufel“ Maduro, den gewählten Präsidenten von Venezuela. Und so hat sich US-Außenminister Pompeo am Donnerstag geäußert und mitgeteilt, dass den USA Guaidos Aussage, er habe die Männer nicht gekannt, ausreicht. Die USA seien nicht beunruhigt wegen Guaidos Verbindungen zu kolumbianischen Drogenkartellen.

Das ist doch beruhigend und macht Hoffnung auf ein „demokratisches Venezuela“ unter einem Präsidenten Guaido.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

Ein Gedanke zu „Guaidos Kontakte zur kolumbianischen Drogenmafia interessieren Bundesregierung nicht“

  1. Ich hatte auf die Fotos vor 5 Tagen hier hingewiesen. Zu den Fotos gibt es in den Medien noch Hinweise die andere Handlanger der Mafialeute bei dem Zwischenfall auf der Brücke zeigen. Jene Brücke wo angebliche Hilfslieferungen medienwirksam postiert wurden. Später zündete man diese Waren dann an. Auch fehlte von Anfang an der Hinweis das diese Brücke zwar gebaut aber nie für eine Grenzüberquerung freigegeben wurde.

    Anwohner der Reiseroute des Übergangspräsidenten berichten von einer Ausgangssperre die von den Mafialeuten verhangen wurde.
    Der Typ hat sich nicht von unbekannten Anhängern fotografieren lassen sondern das sind Leute die als private Schutztruppe für ihn tätig waren.
    Schöner Präsident der auch nicht vor Unterschlagung/Zweckentfremdung von Hilfsgeldern Halt macht.

    https://amerika21.de/2019/06/227990/guaido-position-opposition-venezuela

    https://amerika21.de/2019/09/231633/venezuela-ermittlung-guiado-paramilitaer

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