Millionenklage

Hinterbliebene der MH17-Opfer verklagen die Ukraine auf Schmerzensgeld

Die Hinterbliebenen der Opfer des Abschusses von MH17 über dem Donbass haben in den Niederlanden eine Schadenersatzklage gegen die Ukraine eingereicht.

Obwohl Russland in den westlichen Medien für den Abschuss von MH17 verantwortlich gemacht wird, haben die Hinterbliebenen der Opfer nun in den Niederlanden eine Schmerzensgeldklage gegen die Ukraine eingereicht. Der Grund ist, dass der Donbass zur Ukraine gehört und die Ukraine für die Flugsicherheit in ihrem Luftraum zuständig ist. Sie hätte den Luftraum über dem Donbass komplett sperren müssen, dann wäre das Unglück nicht geschehen. Zumal in den Tagen vor dem Abschuss dort bereits andere Flugzeuge von Luftabwehrraketen abgeschossen worden waren, ist nicht verständlich, dass die Ukraine den Luftraum nicht rechtzeitig komplett geschlossen hat.

Über MH17 habe ich sehr ausführlich berichtet. Eine „kurze“ Zusammenfassung finden Sie hier und eine sehr ausführliche Version, die gleichzeitig eine Leseprobe aus meinem Buch über die Ukraine-Krise von 2014 ist, finden Sie hier.

Die russische Nachrichtenagentur TASS hat über die eingereichte Schadenersatzklage berichtet und ich habe die Meldung der TASS übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Mehr als 200 Angehörige der Opfer reichten Schmerzensgeldansprüche im Fall von MH17 ein

Der Höchstbetrag der Zahlungen sollte nach Angaben der Anwälte 50.000 Euro betragen.

SCHIPHOL/Niederlande,15. April. /TASS/. Insgesamt 290 Personen haben Schmerzensgeldforderungen im niederländischen Strafverfahren wegen des Absturzes der Boeing in der Ukraine im Juli 2014 eingereicht. Dies gab die Vertreterin der Angehörigen Donnerstag bei der Anhörung bekannt.

Sie sagte, dass die Schmerzensgeldforderungen vor zwei Tagen an das Gericht geschickt wurden. „Das ist eine wichtige Phase des Prozesses“, sagte sie. „Das bedeutet, dass es jetzt 290 Opfer in dem Fall gibt.“

Die Anwältin, die die Angehörigen vertritt, wies darauf hin, dass die Opfer nach ukrainischem Zivilrecht Schmerzensgeld und Schadenersatz verlangen könnten, aber im Rahmen dieses Verfahren wurde beschlossen, nur Schmerzensgeld zu verlangen. „Wir haben beschlossen, die Angehörigen nach dem Grad ihrer Nähe zu den Opfern in drei Kategorien einzuteilen“, sagte sie. Der Höchstbetrag der Entschädigung soll nach Angaben der Anwälte 50.000 Euro betragen.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

3 Antworten

  1. So ist es richtig. Denn: unabhängig davon, ob man dem westlichen Narrativ einer „russischen Schuld“ glaubt, oder daran, dass es die Ukrainer waren, die MH17 abgeschossen haben, so lag es auf jeden Fall in der Verantwortung Kiews, den Luftraum zu überprüfen und Flugzeuge vor einem Überfliegen des Luftraums zu warnen.
    In jedem Falle ist es schrecklich, dass diese unschuldigen Menschen Opfer des Flugzeugabschusses geworden sind. Da kann Kiew mal ordentlich Entschädigung an die Hinterbliebenen zahlen! Zusätzlich wäre des Anstandes halber eine staatliche Entschuldigung auf internationaler Ebene fällig!

  2. Es war keine BUK, es war eine ukrainische Suchoi (oder MIG?), ich hab sogar Satellitenbilder und Bilder von der linken Tragfläche. Die Luft Luft Rakete des Kampfflugzeuges die auf den Bildern zu sehen ist traf die rechte Turbine, der nächstgelegene heißeste Punkt. Als die Maschine nicht zerstört wurde und diese noch gelandet werden hätte können, weil der schlecht ausgebildete ukrainische Pilot nicht über die Wirkung seiner Munition (Luft Luft Rakete) bescheid wusste, hängte er sich von hinten an die MH17 und feuerte mit dem Maschinengewehr von links über die Tragfläche aufs Cockpit. Wenn es eine BUK Rakete gewesen wäre, wäre MH17 als Konfetti zu Boden gekommen, aber nicht mit dem vollständigen Rumpf. Die Amis haben behauptet sie hätten Radardaten und Satellitenbilder die bis heute nicht an die Öffentlichkeit gekommen sind. Die Russen haben Satellitenbilder in kürzester Zeit geliefert.

  3. Das wird das US Protektorat , aus den Unterhalt- Zahlungen, für die NATO NAZIs Truppen, aus der BRD abzweigen können, wird ihr Sold, einmal um ein paar Euro geringer ausfallen.

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