Valdai-Konferenz

Putin im O-Ton über Gender, Cancel Culture, Neusprech und andere Absurditäten des Westens

Auf der alljährlichen Valdai-Konferenz hat der russische Präsident Putin eine Rede gehalten, die für westliche Ohren sehr ungewöhnlich klingt. Die Rede war eine Generalabrechnung mit den Tendenzen im Westen, alle alten Traditionen über Bord zu werfen und durch Neues zu ersetzen.

Die Valdai-Konferenzen sind vielen ein Begriff, denn dort tritt der russische Präsident Putin jedes Jahr mit einer Rede auf und nimmt dann an der Podiumsdiskussion teil. Da die Valdai-Konferenzen die wichtigste geopolitische Diskussionsrunde Russlands sind, werden die Auftritte Putins dabei weltweit sehr genau verfolgt und ich habe in meinem Buch über Putin sehr ausführlich aus den Diskussionen der Valdai-Konferenzen einiger Jahre übersetzt.

Auch in diesem Jahr hat Putin dort eine Rede gehalten, die allerdings mit fast 40 Minuten ungewöhnlich lang war, weshalb ich sie nicht komplett übersetzt habe. Ich werde dazu nach der Übersetzung noch einige Worte sagen. Übersetzt habe ich jedoch den Teil der Rede, in dem Putin die angeblich fortschrittlichen westlichen Werte einer regelrechten Generalabrechnung unterzogen hat.

Beginn der Übersetzung:

Der zweite Punkt, den ich ansprechen möchte, ist, dass das Ausmaß des Wandels uns alle zwingt, besonders vorsichtig zu sein, und sei es nur aus Selbsterhaltungstrieb. Qualitative Veränderungen in der Technologie oder radikale Veränderungen in der Umwelt oder der Zusammenbruch gewohnter Strukturen bedeuten nicht, dass die Gesellschaft und der Staat radikal reagieren müssen. Zerstören ist bekanntlich etwas anderes als aufbauen. Leider wissen wir in Russland das aus eigener Erfahrung sehr gut und haben es mehr als einmal erlebt.

Vor etwas mehr als hundert Jahren hatte Russland objektiv gesehen, auch im Zusammenhang mit dem damals noch andauernden Ersten Weltkrieg, ernste Probleme, aber nicht mehr als andere Länder, vielleicht sogar in geringerem Ausmaß und weniger schwerwiegend, und hätte sie allmählich auf zivilisierte Weise überwinden können. Doch der revolutionäre Umbruch führte zu einem Zusammenbruch, zum Zerfall des großen Landes. Die Geschichte wiederholte sich vor 30 Jahren, als ein potenziell sehr mächtiges Land den notwendigen flexiblen, aber notwendigerweise durchdachten Wandel nicht rechtzeitig in Angriff nahm und infolgedessen Dogmatikern aller Art zum Opfer fiel: Reaktionären und so genannten Progressiven – alle haben daran gearbeitet, auf beiden Seiten.

Anhand dieser Beispiele aus unserer Geschichte können wir sicher sagen: Die Revolution ist nicht der Ausweg aus der Krise, sondern sie verschärft sie nur. Keine Revolution war jemals den Schaden wert, den sie dem menschlichen Potenzial zugefügt hat.

Drittens. In der heutigen zerbrechlichen Welt nimmt die Bedeutung eines soliden, moralischen, ethischen und wertebasierten Fundaments erheblich zu. Werte sind das Produkt der kulturellen und historischen Entwicklung eines jeden Volkes und sie sind ein einzigartiges Produkt. Die gegenseitige Vermischung der Völker ist zweifellos bereichernd, Offenheit erweitert den Blick und ermöglicht ein anderes Verständnis der eigenen Tradition. Dieser Prozess sollte jedoch organisch sein und geht nicht schnell. Denn was fremd ist, wird immer abgelehnt, vielleicht sogar in harter Form. Versuche, unter unsicheren und unvorhersehbaren Bedingungen Werte zu diktieren, verkomplizieren eine ohnehin schon angespannte Situation weiter und führen in der Regel zu einer Gegenreaktion und zum Gegenteil des erwarteten Ergebnisses.

Wir sind überrascht von den Prozessen, die sich in Ländern abspielen, die sich früher als Vorreiter des Fortschritts verstanden haben. Die sozialen und kulturellen Umwälzungen, die sich in den USA und Westeuropa abspielen, gehen uns natürlich nichts an; wir mischen uns da nicht ein. Irgendwer in den westlichen Ländern ist davon überzeugt, dass die aggressive Auslöschung ganzer Seiten der eigenen Geschichte, die „umgekehrte Diskriminierung“ der Mehrheit zugunsten von Minderheiten oder die Forderung, das übliche Verständnis von so grundlegenden Dingen wie Mutter, Vater, Familie oder sogar dem Unterschied zwischen den Geschlechtern aufzugeben, dass das ihrer Meinung nach Meilensteine der Bewegung zur sozialen Erneuerung sind.

Wissen Sie, ich möchte noch einmal betonen, dass es ihr Recht ist, dass wir uns da heraushalten. Wir bitten sie nur, sich von unserem Haus fernzuhalten. Wir – oder korrekt ausgedrückt, die große Mehrheit der russischen Gesellschaft – haben eine andere Sichtweise und meinen, dass wir uns auf unsere geistigen Werte, auf die historischen Traditionen, auf die Kultur unseres multi-ethnischen Volkes stützen müssen.

Die Vordenker des sogenannten sozialen Fortschritts glauben, dass sie der Menschheit ein neues Bewusstsein bringen, ein Bewusstsein, das richtiger ist als das vorherige. Und Gott mit ihnen, sollen sie – wie man bei uns sagt – mit der Fahne in der Hand voran stürmen. Aber wissen Sie, was ich sagen will: Die Rezepte, die sie anbieten, sind absolut nicht neu, das haben wir in Russland alles schon durchgemacht, auch wenn es manchen seltsam vorkommen mag, aber bei uns gab es das schon. Die Bolschewiken erklärten nach der Revolution von 1917, gestützt auf die Dogmen von Marx und Engels, auch, dass sie die gesamte gewohnte Lebensweise ändern würden, nicht nur die politische und wirtschaftliche, sondern auch die Vorstellung davon, was die menschliche Moral ist, die Grundlage für die gesunde Existenz der Gesellschaft. Die Zerstörung jahrhundertealter Werte, Überzeugungen, zwischenmenschlicher Beziehungen bis hin zur völligen Abschaffung der Familie – das gab es -, das Einschleusen und die Ermutigung zum Anschwärzen von Verwandten – all das wurde zum Fortschritt erklärt und fand übrigens damals in der Welt breite Unterstützung und war in Mode, genauso wie heute. Übrigens: Die Bolschewiken waren gegenüber anderen Meinungen auch vollkommen intolerant.

Das sollte uns – meiner Meinung nach – irgendwie an das erinnern, was wir jetzt erleben. Wenn wir uns ansehen, was in einer Reihe westlicher Länder geschieht, stellen wir mit Erstaunen sowjetische Praktiken fest, die wir selbst zum Glück hinter uns gelassen haben und die hoffentlich in der Vergangenheit bleiben. Der Kampf für Gleichheit und gegen Diskriminierung wird zu einem aggressiven Dogma am Rande der Absurdität, wenn die großen Autoren der Vergangenheit – zum Beispiel Shakespeare – nicht mehr in Schulen und Universitäten gelehrt werden, weil sie, ihre Ideen, wie man glaubt, rückständig sind. Die Klassiker werden für rückständig erklärt, da sie die Wichtigkeit von Gender oder Rasse nicht verstehen. Hollywood schreibt vor, wie ein Film sein und wovon er handeln soll, wie viele Figuren welcher Hautfarbe oder welchen Geschlechts darin vorkommen sollen. Das ist schlimmer als die Agitations- und Propagandaabteilung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion.

Sich dem Rassismus entgegenzustellen, ist eine notwendige und edle Sache, aber in der neuen „Cancel Culture“ wird daraus eine „umgekehrte Diskriminierung“, also ein umgekehrter Rassismus. Die Besessenheit bei dem Thema Rasse spaltet die Menschen weiter, während der Traum der wahren Bürgerrechtler darin bestand, die Unterschiede verschwinden zu lassen und die Unterscheidung der Menschen nach ihrer Hautfarbe abzulehnen. Ich erinnere daran – und ich habe meine Kollegen gestern extra gebeten, dieses Zitat von Martin Luther King herauszusuchen -, dass er, wie Sie sich vielleicht erinnern, sagte: „Ich habe den Traum, dass meine vier Kinder eines Tages in einem Land leben werden, in dem sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrer Persönlichkeit beurteilt werden“ – das ist der wahre Wert. Aber wir sehen, dass dort jetzt etwas anderes vor sich geht. In Russland ist es übrigens der überwiegenden Mehrheit unserer Menschen egal, welche Hautfarbe jemand hat, und es ist auch nicht so wichtig, ob jemand Männlein oder Weiblein ist. Jeder von uns ist ein menschliches Wesen, das ist das Wichtigste.

Die Debatte über die Rechte von Männern und Frauen ist in einer Reihe von westlichen Ländern zu einem völligen Hirngespinst geworden. Sehen Sie, Sie werden zu dem Punkt kommen, den die Bolschewiken vorgeschlagen haben, dass nicht nur Hühner, sondern auch Frauen kollektiviert werden sollten. Noch ein Schritt und Sie sind an dem Punkt.

Die Eiferer der neuen Ansätze gehen so weit, dass sie diese Begriffe selbst abschaffen wollen. Diejenigen, die zu sagen wagen, dass es Männer und Frauen gibt und dass das eine biologische Tatsache ist, werden regelrecht geächtet. „Elternteil Nummer eins“ und „Elternteil Nummer zwei“, „gebärender Elternteil“ anstelle von „Mutter“, ein Verbot der Verwendung des Begriffs „Muttermilch“ und dessen Ersetzung durch „menschliche Milch“ – damit sich Menschen, die sich über ihr eigenes Geschlecht nicht sicher sind, nicht aufregen. Ich möchte wiederholen, dass das nicht neu ist: In den 1920er Jahren wurde der so genannte „Neusprech“ auch von den sowjetischen Kulturregimen erfunden, die glaubten, auf diese Weise ein neues Bewusstsein zu schaffen und die Werteordnung zu verändern. Und wie ich bereits sagte, haben sie so viel angerichtet, dass es manchmal heute noch schmerzt.

Ganz zu schweigen von dem Ungeheuerlichen, das geschieht, wenn Kindern von klein auf beigebracht wird, dass ein Junge ohne weiteres ein Mädchen werden kann und umgekehrt, wenn ihnen die Wahl, die angeblich jedem offensteht, aufgezwungen wird. Sie wird aufgezwungen, indem die Eltern aus der Verantwortung genommen werden, indem das Kind gezwungen wird, Entscheidungen zu treffen, die sein Leben ruinieren können. Und niemand zieht Kinderpsychologen zu Rate: Ist ein Kind in irgendeinem Alter in der Lage, eine solche Entscheidung zu treffen oder nicht? Um die Dinge beim Namen zu nennen: Das grenzt schlichtweg an ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und das alles im Namen und unter dem Banner des Fortschritts.

Wenn es jemandem gefällt, soll er das tun. Ich habe mal gesagt, dass wir uns bei der Gestaltung unserer Ansätze von der Ideologie eines gesunden Konservatismus leiten lassen. Das war vor einigen Jahren, damals hatten die Leidenschaften auf der internationalen Bühne noch nicht ihre heutige Intensität erreicht, obwohl man natürlich sagen kann, dass sich die Wolken schon damals verdichtet haben. Jetzt, da die Welt einen strukturellen Zusammenbruch erlebt, hat die Bedeutung eines vernünftigen Konservatismus als Grundlage für die Politik um ein Vielfaches zugenommen, gerade weil sich die Risiken und Gefahren vervielfachen und die Realität um uns herum zerbrechlich ist.

Der konservative Ansatz ist keine stumpfsinnige Bevormundung, keine Angst vor Veränderungen und kein Spiel des Festhaltens, geschweige denn des Sich-Einschließens in sein Schneckenhaus. Er ist vor allem das Vertrauen in die bewährte Tradition, die Erhaltung und Mehrung der Bevölkerung, der realistischen Einschätzung von sich selbst und den anderen, der genaue Aufbau des Prioritätensystems, das Verhältnis zwischen dem Notwendigen und dem Möglichen, die durchdachte Formulierung von Zielen, die prinzipielle Ablehnung des Extremismus als Handlungsweise. Und offen gesagt, für die bevorstehende Periode der Neuordnung der Welt, die ziemlich lange dauern kann und deren endgültige Ausgestaltung unbekannt ist, ist ein gemäßigter Konservatismus – zumindest meiner Meinung nach – die vernünftigste Verhaltenslinie. Er wird sich natürlich verändern, aber im Moment scheint der medizinische Grundsatz „nicht schaden“ am vernünftigsten zu sein. Nil nocere, wie Sie wissen. (Anm. d. Übers.: „Nil nocere“ lautet eigentlich „primum nil nocere“ und ist ein Grundsatz in der hippokratischen Tradition, übersetzt bedeutet das „erstens nicht schaden“. Putin spricht damit das vollständige Zitat aus dem hippokratischen Eid „primum non nocere, secundum cavere, tertium sanare“, zu deutsch: „erstens nicht schaden, zweitens vorsichtig sein, drittens heilen“ an.)

Ich wiederhole: Für uns in Russland sind dies keine spekulativen Postulate, sondern die Lehren aus unserer schwierigen, bisweilen tragischen Geschichte. Der Preis eines unüberlegten sozialen Naturalismus ist manchmal einfach nicht abzuschätzen; er zerstört nicht nur die materiellen, sondern auch die geistigen Grundlagen der menschlichen Existenz und hinterlässt moralische Trümmer, auf denen für lange Zeit nichts mehr aufgebaut werden kann.

Ende der Übersetzung

Wie versprochen noch einige Worte zu Putins Rede, oder besser dazu, warum ich sie nicht komplett übersetzt habe. Wert gewesen wäre sie es allemal, denn sie war in vielen Punkten sehr aufschlussreich. Aber leider nur für Experten, denn Putin hat dabei Dinge angesprochen, die ich noch vor zwei Wochen gar nicht verstanden hätte und deshalb wäre es nötig gewesen, eine ganze Menge Informationen zum Verständnis vorauszuschicken.

Der Grund, warum ich selbst es vor zwei Wochen noch nicht verstanden hätte, ist, dass ich in meiner Arbeit an meinem aktuellen Buch über die Netzwerke hinter der Pandemie in den letzten Wochen Dinge erfahren habe, die nicht nur mich, sondern auch meinen anonymen Informanten Mr. X sehr sprachlos gemacht haben. Und Putin hat in seiner Rede genau auf diese Dinge, die Mr. X und mich so schwer schockiert haben, hingewiesen und vor ihnen gewarnt. Das jedoch wird jeder normale Zuhörer der Rede gar nicht bemerkt haben, weil er eben nicht weiß, was auf gewissen Gebieten genau jetzt vor sich geht und von einigen NGOs seit Jahren mit Milliarden vorbereitet wurde.

Putin hat diese Warnungen in nur wenige Sätze seiner sehr langen Rede eingebaut und jedem normalen Zuhörer ist deren Bedeutung nicht klar geworden. Aber da im Publikum der Valdai-Konferenz Experten sitzen, von denen einige ebenfalls von diesen Dingen wissen, dürfte mancher Zuhörer aufgehorcht haben. Ich habe den entsprechenden Teil übersetzt und an Mr. X geschickt, um sicherzugehen, dass ich mir nicht nur einbilde, da etwas interessantes gehört zu haben. Aber Mr. X war von dem, was Putin gesagt hat, genauso elektrisiert wie ich.

Ich werde daher auf diesen Teil von Putins Rede im Januar, wenn mein Buch auf dem Markt ist, zurückkommen, und das nötige Vorwissen liefern. Dann kann sich jeder selbst ein Urteil über die Tragweite dessen bilden, was Putin gesagt hat.

Wenn Sie nicht wissen, worum es in meinem neuen Buch gehen wird, lesen Sie bitte diese beiden Artikel darüber. Da sie aufeinander aufbauen, lesen Sie bitte zuerst diesen und dann diesen.


Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Russland auf die Fragen der internationalen Politik blickt, dann sollten Sie sich die Beschreibung meines Buches ansehen, in dem ich Putin direkt und ungekürzt in langen Zitaten zu Wort kommen lasse. Dort gibt es auch ein Kapitel über die Migrationskrise in Europa, wo sie erfahren können, was Putin dazu sagt. Das Thema Terrorismus zieht sich natürlichm wie ein roter Faden durch das Buch und Putins Lösungsvorschläge unterscheiden sich in überraschender Weise von denen der westlichen Politiker.

Werbung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

75 Antworten

  1. Man kann an dem übersetzten Teil von Putin’s Rede Nichts (mehr) finden, was noch zu ergänzen wäre – meine Hochachtung vor seiner großen Weisheit, die Dinge schnell durchschauen und mit klaren Worten benennen zu können. Und tatsächlich sollten wir jetzt besonders achtsam sein vor dem unseligen Einfluss der neuen bundesdeutschen Regierungsparteien (insbesondere der GRÜNEN), und ihm nicht feige, sondern authentisch gegenüberstehen. Wie’s im Russischen so passend heisst: „Lieber aufrecht sterben als auf Knien leben“ !!!

  2. Weise Worte eines russischen Präsidenten, der den meisten seiner westlichen Kollegen geistig ein gutes Stück voraus zu sein scheint.

    Die Nato-Karrieristen und ihre Mitläufer stellen derweil fest, dass „ein russsicher Angriff auf Europa nicht unmittelbar bevorsteht.“ Na denn. Aber vielleicht am Sonntag? Viele halten AKK und ähnliche Gestalten für verrückt. Ich glaube, dass diese Personen genau wissen, was sie tun, und halte sie für gemeingefährlich.

    Das ist es, was mich (im fortgeschrittenen Alter) traurig macht: Uns wurde ein halbes Leben lang die Frage gestellt, wie ein Hitler möglich war, wie man sowas zulassen konnte. Und heute muss ich feststellen, dass wir in einer ganz ähnlichen Situation sind und – praktisch nichts tun können. Die Stimme erheben, das ist aber dann auch alles. Nur die Tatsache, dass die als Feindbild ausersehenen Völker militärisch stark sind, sichert noch einen gewissen Frieden, während der Krieg der Propaganda und der Wirtschaftskrieg in vollem Gange sind.

    1. Zur Frage,wie das möglich war, bekam ich heute in einer Arztpraxis von einem Mitpatienten eine klare aber ungewollte Erklärung: Sie bekommen ihre Grundrechte ja zurück, sie müssen sich nur impfen lassen!
      Noch Fragen zur geistigen Verfassung in D?

      1. Und trotzdem bist du als „ge-impfter“ gezwungen Maske zu tragen und Abstand zu halten – und andere Einschränkungen bis auf Weiteres zu „akzeptieren“…ergo…: Freiheit gibt’s nur durch Kampf zurück – so traurig das auch ist… 😎

        1. Nein,nein,nein,so ist das doch garnicht.
          Ein anderer Patient (doppelt gespritzt,freudig erregt auf den 3. Schuss wartend,mit umgehängtem,mobilen Beatmungskompressor und FFP2),machte mir klar,dass er diese aus Solidarität mit derrr Volksgemeinscha…. äh Gesällschaft trrägt.
          Als ich ihn bat,aus Solidarität mit allen Krebskranken eine Chemo zu tätigen, war dies natürlich nicht vergleichbar.
          Fazit: keine Krankheit ist so krank,bzw so tödlich wie eine Erkältung.

    2. „Viele halten AKK und ähnliche Gestalten für verrückt.“
      Das ist auch so. Für die war in ihrer Jugend die UdSSR bzw. das heutige Russland Sibirien. Die hatten keinerlei Bezug dazu, die haben darüber in Schule und Studium nichts gelernt und haben dann den Zusammenbruch der UdSSR erlebt. Dann kam die „Annexion der Krim“ und damit war das Feindbild klar. Kontakte nach Russland gibt es nicht, bzw. die sind in ihren Kreisen derart von sich und ihrer Mission überzeugt, die glauben diesen ganzen Wahn. Ich habe das erst vor kurzem wieder während einer Veranstaltung mit einem NATO-General der Bundeswehr a.D. erlebt. Die leben in ihrer eigenen Traumwelt und die hat nichts mit der Realität zu tun.
      Zum Schluss sind Kramp-Karrenbauer und ähnliche Figuren allerdings auch nur Marionetten und nützliche Idioten, die die Herrschaft der USA zu sichern haben! Das merken die nicht einmal und fühlen sich auch noch wohl dabei.

    3. Ihr letzter Absatz trifft es auf den Punkt. Wenn ich mir die Corona-„Politik“ seit März 2020 anschaue, wird mir schlagartig klar, wie es NUR in Deutschland so was wie die das dritte Reich, Nazis und Judenvernichtungen geben konnte. Kein Volk unter der Sonne unterzieht sich freiwillig und darüber hinaus derart sklavisch einer autoritären Obrigkeit wie wir.
      Wie konnte jemand wie Hitler in Deutschland möglich werden? Ganz einfach: durch unsere Geisteshaltung, durch unsere (mangelnde) Zivilcourage, durch wegschauen, aber vor allem dadurch dass wir die Weltmeister im „nach unten treten und nach oben buckeln“ sind. Manche Kassierer im Supermarkt haben mich in den letzten Monaten stark an das erinnert, was mir meine Eltern vom Umgangston während der Nazizeit erzählten.

      Und was Putin über Revolutionen sagt, ist auch wahr, die destruktiven Kräfte haben die positiven Errungenschaften meist in den Schatten gestellt. Aber nicht ganz. Meiner Meinung nach ist die kubanische Revolution eine Ausnahme: ich glaube nicht dass sich irgendwer wirklich ausmalen möchte, wie die Insel heutzutage aussehen würde, wenn sie immer noch amerikanische Glücksspiel- und Bordell-Insel wäre. Allerdings spricht Putin hier auch eher als Politiker und Mahner denn als Historiker…

      1. Tut mir leid, aber das halte ich einfach für vernunftwidrig und fern jeder Realität.
        Gerade wurde weltweit praktiziert, wie man eine Pandemie installieren kann, ohne Massen Erkrankter, nur mit dem Gespenst Inzidenz, erfundener Toter und Genesener, die nie erkrankt waren.
        Lesen Sie billigst antiquarisch: Der begeisterte Selbstmord (China) oder zeitnäher von Brecht: Die Maßnahme. Ich hoffe, mein Gedächtnis hat mich nicht im Stich gelassen.

      2. „Ihr letzter Absatz trifft es auf den Punkt. Wenn ich mir die Corona-„Politik“ seit März 2020 anschaue, wird mir schlagartig klar, wie es NUR in Deutschland so was wie die das dritte Reich, Nazis und Judenvernichtungen geben konnte.“

        Entschuldigung, aber das ist Unsinn.

        Die Geschichte hat gezeigt, daß solche totalitaeren Regime eben kein „Einzelfall“ sind, sondern
        schon hauefiger vorgekommen sind.

        Nehmen sie da nur Russland selber, was Praesident Putin in seine Rede ja auch sehr deutlich angesprochen hat. Die russische Revolution von 1917 und die darauffolgenden Jahrzehnte Herrschaft eines kommunistischen Systems unter Stalin waren genauso gepraegt von Terror,
        Gulag, Bespitzelung und Millionen von Toten, wie der Nationalsozialismus in Deutschland.

        Schauen sie mal nach China, was dort waehrend der sogenannten „Kulturrevolution“ geschehen ist. Wieder wurden Millionen von „Andersdenkende“ und „Regimekritiker“ entweder ermordet oder in Umerziehungslager gesteckt.

        Denken sie an die „Roten Khmer“, schauen sie nach Nordkorea oder aber nach Kuba unter den „Freiheitskaempfer“ Castro und seine Spießgesellen, erinnern sie sich daran, was
        die Türkei mit den Armeniern angestellt haben.

        All dieses sind eben nicht Einzelfaelle und solche totalitaeren Diktaturen sollte man auch nicht als „gut“, wie sie es in Fall von Kuba tun, bezeichnen, nur weil es vielleicht haette „schlimmer“ kommen können.

        Ob nun Nationalsozialismus, Kommunismus, Sozialismus, ja auch vermeintlich demokratische System beinhalten immer die Gefahr, daß sich eine bestimmte „İdeologie“, die die Freiheit der Menschen, ihre Selbstbestimmung und ihre Rechte angreifen will, zu einer regelrechten Doktrin entwickelt, in dem man die Bevölkerung derart in Angst und Schrecken versetzt und dazu noch „Heilung“, „Besserung“ und ein „glücklicheres“ Leben verspricht, wenn sie dieser İdeologie bedingungslos ohne Nachfragen folgen.

        Es bringt zwar etwas, sich an diesen geschichtlichen Fakten zu erinnern, schützt aber nicht davor, dass dieses heutzutage noch viel effektiver „umgesetzt“ werden kann, als zu Zeiten Stalins, Hitlers und Maos.

        Nur die „Mittel“ sind andere geworden, aber ansonsten funktioniert das Spiel wie früher,
        weil die Menschen wie in ihren Beispiel in der Vergangenheit „leben“ und gar nicht begriffen
        haben, wie sehr sie schon in der neuen „Diktatur“ verfangen sind und wieder eifrig mitmachen…

        1. sorry, Sie reden viel aber sagen wenig.
          Wenn Sie allen Ernstes Hitler mit Castro oder Breznev gleichsetzen wollen, haben Sie verhältnismäßig wenig verstanden.
          Ich gebe Ihnen die Essenz meines posts wider:

          Die bedingungslose Unterwürfigkeit des deutschen Charakters konnte es zulassen, dass NUR in Deutschland ein derartig abartiges Denunzianten-Regime 13 Jahre lang Angst und Schrecken verbreiten konnte. Es wird immer Hitler als der Schlimme hingestellt. War er auch. Aber mindestens genauso schlimm waren unsere Väter, Großväter, Tanten, Onkels, Mütter, Freunde etc. die vollkommen widerstandslos alles ungefragt angenommen und unterstützt haben.

          Zu Ihrer Info: Fidel Castro hat keine Vernichtungslager gebaut, in denen Regimegegner zu Millionen vergast wurden. Auch Mussolini nicht.
          Das dritte Reich ist in seiner Brutalität absolut einzigartig in der Menschheitsgeschichte und das konnte NUR deswegen so kommen, weil praktisch ALLE unreflektiert dem Herdentrieb hinterher gerannt sind. Und einen „Widerstand“ gab’s im gesamten dritten Reich nicht. Zumindest nicht so dass man ihn auch nur ansatzweise mit der Résistance oder den Partisanen in Italien oder auf dem Balkan vergleichen kann.

          So.

          Und genau DIESE Geisteshaltung beobachtet man seit 1,5 Jahren in D-Land und es erinnert nicht wenige an die Haltung der Menschen während des dritten Reichs. Das sage nicht nur ich, sondern habe es in den letzten Monaten von unterschiedlichen Leuten verblüffend oft wahrgenommen.

          Verstanden?

          1. Oje, das finde ich eine sehr traurige Einstellung.

            Die chinesische „Kulturrevolution“ (auch sehr grausam und von viel Denunziantentum geprägt) als harmlos im Vergleich mit der NS Zeit zu bezeichnen, dann aber die letzten 1,5 Jahre in die gleiche Richtung wie die Nazi-Zeit zu setzen, finde ich, gelinde gesagt, sehr gewagt.
            In den letzten Jahren konnte jeder seine Meinung sagen, ohne dafür verfolgt zu werden.

            Nur wer seine Meinung kund tut, sollte halt auch damit rechnen, dass viele diese eben nicht teilen und entsprechend zurück argumentieren.
            Nur sind das viele eben nicht gewohnt und glauben, dass Gegenargumentation das gleiche wie Verfolgung ist.

            Traurig!

            1. Das wirklich Traurige ist, daß eine ganze Menge Leute irgendwas daher brabbeln, aber im Grunde keine Ahnung haben – Selektives Geschichtsverständnis nennt man das wohl … da sind die demokratischen Liberalen wirklich meisterlich unterwegs …

          2. Die schlimmste Ideologie der Weltgeschichte ist laut dem Althistoriker Egon Flaig eindeutig der Islam und nicht der Nazismus, der von angelsächsischen Finanzeliten herangezüchtet wurde, um Deutschland zu zerstören. Der Nazismus war seinem Wesen nach selbstverständlich deutsch, aber er steht nicht in der Traditionslinie des preußischen Deutschlands.

  3. Ich hoffe, dass der Dogmatismus in dieser Welt nicht zunimmt, sondern abnimmt. Der sowjetische Dogmatismus, der eigentlich ein stalinistischer war, sollte daher nicht durch einen liberalen Dogmatismus ersetzt werden, der eigentlich ein wirtschaftsliberaler Dogmatismus ist.
    Mehr hat Putin eigentlich in seiner Rede auch nicht gesagt. Er hat m.E. vor Dogmatismus gewarnt. Sollte ich falsch liegen, kann man mich gerne berichtigen.

    1. Das Problem ist doch eigentlich nicht der Dogmatismus, sondern der ideologische Widerstand gegen die Wahrheit, der als Dogmatismus geadelt wird.
      „Mein Bauch gehört mir“ steht im krassen Widerspruch des Einwohners des sich dorthin ausweitenden Organs: „Meine (Einlieger-) Wohnung gehört mir“.

  4. „Die Pandemie, die, in der Theorie, die Bevölkerung vereinen sollte im Kampf gegen die massive gemeinsame Bedrohung, ist im Gegenteil zu einem spaltenden, statt zu einem vereinigendem Faktor geworden.“

    1. DiddelDu: „DAS war ein Statement. Endlich kommt mal was Substantielles von Putin!“

      Nur blöd, wenn man nicht versteht und deshalb dazu aufruft, sich zu verabreden um gewaltsamen Widerstand zu planen. 😅

      Putin: „Die Revolution ist nicht der Ausweg aus der Krise, sondern sie verschärft sie nur. Keine Revolution war jemals den Schaden wert, den sie dem menschlichen Potenzial zugefügt hat.“

      Was genau hast du daran nicht verstanden? 🤔

      1. Nicht mein Bier, was die Leute tun, die sich in meinem Forum verabreden. Ich habe nicht das Recht, jemandem etwas vorzuschreiben.
        Ich persönlich leiste zivilen Widerstand, keinen gewaltsamen.

    1. Danke für den link.
      Wenn man das ganze Ding liest, relativiert sich der gute Eindruck doch sehr.
      Er betont zwar die Souveränität der Nationen, stellt sich aber zB wieder hinter die Klimawandel-Lüge.
      Wiedermal weiss ich nicht recht, wo er steht. Mein Gefühl ist, er will sich aus dem NWO-Kram raushalten und versucht mit Diplomatie, den NWO- Faschisten wegzutanzen. Offensichtlich will er sich in keiner Weise gegen sie stellen. Er hofft irgendwie, dass das Ganze in sich zusammenfällt und sich von selbst erledigt.

      Ich kann seinen Optimismus nicht teilen. Was glaubt er, was passiert, wenn die hier alle, die noch übrig sind, auf Krieg gebürstet haben?

      1. „Wiedermal weiss ich nicht recht, wo er steht.“

        Ganz einfach. Er fordert den Westen nicht ohne Notwendigkeit heraus. Sollen die doch an die offizielle Version von 9/11 und die Klimalüge glauben, kann Russland doch egal sein. Russland macht was für Russland sinnvoll ist. Kommt der Klimawandel, profitiert Russland mehr als genug. Kommt er nicht, auch egal. Das was Russland macht, ist nämlich auch so sinnvoll: Energie sparen, Atomenergie entwickeln, Umweltschutz generell, Verbesserung der Luftqualität in den Städten, Abbau von Abfallhalden aus der Sowjetzeit. Darauf achten dass nach Holzeinschlägen wieder aufgeforstet wird. Niemand wird da was kaputtmachen um CO2 zu reduzieren, solche Dummheiten überlässt man dem Westen.

        Machen die Chinesen genauso. Aufforsten weil das Peking vor Sandstürmen schützt usw.

        Warum sollte man die Konkurrenz von Dummheiten abhalten? Sollen die sich doch selbst in Bein schießen.

      2. Er sagt in seiner Rede:

        Erstens sind der Klimawandel und die Umweltzerstörung so offensichtlich, dass selbst die unvorsichtigsten Menschen sie nicht mehr ignorieren können. Man kann weiterhin wissenschaftliche Debatten über die Mechanismen hinter den laufenden Prozessen führen, aber es ist unmöglich zu leugnen, dass diese Prozesse immer schlimmer werden und etwas getan werden muss. Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme und Tsunamis sind fast schon zur neuen Normalität geworden, und wir gewöhnen uns daran. Es genügt, an die verheerenden, tragischen Überschwemmungen in Europa im letzten Sommer zu erinnern, an die Brände in Sibirien – es gibt viele Beispiele.

        Denken sie wirklich, dass er damit lügt? Es gibt diese Naturkatastrophen, und er findet, dass etwas getan werden muss. Ob er das Klimawandel nennt oder nicht: sicher ist, dass Russland im Gegensatz zur EU KEINE Lösungen von der Stange kaufen wird, sondern sie selbst suchen und entwickeln wird. Was EUschi macht, ist was völlig anderes: Sie reicht das Problem an Bill Gates weiter!

        Knowledge Partner: Zukunftsweisende Partnerschaft – Catalyst von Bill Gates für die EU (2.06.2021)
        Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bill Gates haben heute eine zukunftswei-sende Partnerschaft zwischen der Europäischen Kommission und dem Programm „Catalyst“ von Breakthrough Energy angekündigt, mit der Investitionen in essenzielle Klimatechnologien für eine klimaneutrale Wirtschaft angekurbelt werden sollen. Die anlässlich des sechs-ten Ministertreffens zur Innovationsmission präsentierte neue Partnerschaft zielt darauf ab, im Zeitraum 2022-2026 neue Investitionen von bis zu 820 Mio. EUR (1 Mrd. USD) für groß angeleg-te kommerzielle Demonstrationsprojekte für saubere Technologien zu mobilisieren, um die Kos-ten zu senken, die Projekte rascher umzusetzen und die CO2-Emissionen – so wie im Überein-kommen von Paris vorgesehen – erheblich zu senken. Mit dieser neuen Partnerschaft sollen In-vestitionen in ein Portfolio hochwirksamer EU-basierter Projekte in zunächst vier Sektoren flie-ßen, die mit ihrem Potenzial einen großen Beitrag zur Verwirklichung der folgenden wirtschafts- und klimapolitischen Ziele des europäischen Grünen Deals leisten können:
        • grüner Wasserstoff,
        • nachhaltige Flugkraftstoffe,
        • direkte Abscheidung aus der Luft und
        • Energiespeicherung über lange Zeiträume.
        Mit dieser Partnerschaft wird angestrebt, wichtige klimaschonende Technologien in größerem Maßstab einzuführen und den Übergang zu nachhaltigen Industrien in Europa zu beschleunigen.

        https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_21_2746 (2.06.2021)

        Richtig ist, dass er sich nicht in Bausch und Bogen gegen die NWO stellt – sicher ist, dass ER sie in RUSSLAND ganz sicher nicht einführen wird. Diese Rede erkennt und erkennt die Ziele anderer an und sagt, dass Russland sich anschließen wird, wo es Sinn macht. Überrascht hat mich an der Rede der MUT, einen Vorstoß in Richtung Dysfunktionalität der UN-Organisationen zu machen – wer begriffen hat, dass die UN und deren Gelichter die Andockstelle für Schwabs Globale PPPs sind kann ermessen, dass das eine klare Absage ist.

        Alles in allem schließe ich aus der Rede, dass er GANZ genau weiß, was er tut und was nicht – und auch wie. Nein, raushalten ist nicht das Mittel – sondern selbst auswählen und realisieren. Sollte er eine bessere Lösung als Bill Gates finden, kann er sie dem Westen verkaufen – why not? Das ist Politik, kein Glaubenskrieg, und Putin sieht sich auch nicht als Retter des Abendlandes – allerdings als jemand, der von dem dort immer mehr erkennbaren woken Extremismus warnt, den die EUschi ja zunehmend auch ihm und China vorzuschreiben versucht. Ich kann verstehen, dass man bei hysterischen Verhandlungspartnern wie EUschi Sorge hat, wie weit die in ihrem Missionswahn noch bereit wäre zu gehen. Auch Kramp-K. lässt da nichts gutes Ahnen. Im Moment beweisen gerade Politikerinnen, dass es Frauen gelingt, weitaus schlechtere Politik zu machen als Männer, zumindest seit Adolf.

        1. Dazu

          Programm „Catalyst“ von Breakthrough Energy

          sind die Teilnehmer interessant:

          The group is spearheaded by Bill Gates, who previously announced a personal $2 billion invest-ment,[5] and includes:[6][7][8]
          • Jeff Bezos
          • Marc Benioff
          • Mike Bloomberg
          • Richard Branson
          • Reid Hoffman
          • Jack Ma
          • George Soros
          • Tom Steyer
          • Meg Whitman
          • Mark Zuckerberg
          • University of California, the sole institutional investor at launch[9]
          • Nat Simons
          • Mukesh Ambani[10]

          https://en.wikipedia.org/wiki/Breakthrough_Energy

          Also lauter Fachleute für Klima 😉

        2. Genau das ist ja so traurig:

          „Das ER weiß, was er macht.“ Die Handlung eines Staates sollte keine One-Man-Show sein, sondern das Ergebnis einer Gemeinschaft.
          Wieder traurig, dass Russland=Putin ist. Das Land hätte so viel mehr potential, wenn nicht alles auf einen „Kaiser“ zugeschnitten wäre.
          Naja, Demokratie muss halt gelernt sein. Vor allem, was das Machtverteilung angeht.

          1. Das einzige, was im Westen demokratisch ist, sind (vielleicht) die Stakeholder-Meetings in Davos.

            Dass der Plebs in Deutschland alle4 Jahre aus dem Angebot der zuvor von den Oligarchen zugelassenen und beworbenen Figuren „wählen“ darf, ist albern, aber keine Demokratie.

        3. Genau der Absatz, den Sie zitieren, ist das Problem.
          Er wirft die Klimalüge und die Umweltzerstörung in einen Topf. Genau wie es die Globalisten tun. Für die ist es eine Taktik, um ‚ihre‘ Bevölkerungen zu kontrollieren. Eine Propagandataktik.

          Er dient damit ganz offen deren Interessen. Und das ist mein Problem. Er könnte das Klimagelaber auch komplett weglassen und von Naturschutz sprechen. Aber er folgt dem Propagandanarrativ der NWOler.

          In einem anderen Teil der Rede verfährt er exakt genau so mit Corona. Kein Wort davon, dass die Coronamassnahmen die Wirtschaft zerstören, nein, es ist der böse Virus. Bei dieser Pandemie ohne Tote. Wie im NWO-Propagandaplan vorgesehen.

          Er könnte ganz anders handeln. Er könnte klar sagen, was der NWO Plan ist und dass Russland da nicht mit spielt. Es ist doch keine Enthüllung mehr. Jeder, der politisch interessiert ist, ist doch voll im Bilde. Wir streiten uns vllt noch darum, ob die uns auf ein Sklavenheer reduzieren wollen oder nicht. Aber dass es hier um Kontrolle und Macht geht, und überhaupt nicht um Umweltschutz oder Gesundheit, ist doch unstrittig, oder?

          Oder gibt es hier noch jemanden, der glaubt, wir müssten CO2 reduzieren, damit es nicht zu warm wird? Glaubt hier noch jemand, dass wir gerade jetzt eine tödliche Pandemie durchleben, die die Abschaffung aller Menschenrechte rechtfertigt?

          Er stellt sich hinter diese Lügen und befeuert sie. Russland könnte soviel erreichen, wenn sie sich klar im Sinne der Menschen positionieren würden, statt den Diener zu machen und zu hoffen, dass man sie in Ruhe lässt, wenn der Westen versklavt ist. Was glaubt er, wie es dann weitergeht?

          1. Ich verstehe Ihre Bedenken, nehme aber beim Realpolitiker Putin stets an, dass er rationale Gründe für sein Verhalten hat. Dabei fallen mir die folgenden Denkmöglichkeiten ein:

            1. Er weiß genau, dass er es mit irrationalen Fanatikern auf Seiten der EUSA zu tun hat, deren alte Stärke gerade durch den Kamin geht. Es wäre nicht klug, eine derartig verletzte Bestie, die ständig Gründe zur Provokation sucht, damit zu reizen, dass man ihr das Kuscheltier Agenda 21 wegnimmt. So wie ich das sehe, versucht er die Souveränität Russlands zu wahren UND gleichzeitig den Frieden zu erhalten. Würde er auf Konfrontationskurs gehen – worauf die USA nur warten! – hätte er demnächst die Missionstruppen im Land. So spielt er das Spiel bis zu einem gewissen Grad mit in der Hoffnung, die verwundete Bestie nicht zu provozieren.

            2. Das andere ist der Valdai-Club selbst. Ich weiß nicht genau, wer alles dahinter steht – auch wenn Putin mit seiner persönlichen und intellektuellen Dominanz besonders sichtbar, aber er ist eben nicht die einzige Macht in Russland, sondern der Valdai-Club richtet die Veranstaltung aus und gibt Präsentationen aus, die sich mit dem „Zeitalter der Pandemie“ beschäftigen:
            https://valdaiclub.com/multimedia/video/presentation-of-the-valdai-club-report-the-age-of-pandemic-year-two/
            https://valdaiclub.com/files/35821/
            Wie sollte er das also Lügen strafen?

            3. Zum anderen halte ich auch für denkbar, dass er selbst die Aufmerksamkeit für Klima und Seuche für eigene Zwecke zu nutzen gedenkt. Anders als der Westen spaltet die russische Politik bezogen auf die Impfungen weniger.

            DIE IMPFUNGEN allerdings sind der Punkt, an dem ich ihn tatsächlich auch nicht verstehen kann – oder die Überlegenheit russischer Vakzinforschung nicht gut genug kenne. Es gibt weltweit eine unübersehbare Anzahl von Hinweisen extrem qualifizierter Wissenschaftler, allen voran McCullough, dem sie in den USA gerade sämtliche Funktionen und Meriten aberkennen, weil er fundiert Alarm schlägt, Malone, der Erfinder der mRNA-Technologie, dem das durch Wikilügia kurzerhand aberkannt wurde, weil er insbesondere das Zulassungsverfahren in den USA kritisiert, und Geert van den Bossche, den hochrangigen Impfstoffprofi:
            https://docs.google.com/document/d/1AD0lL3Rm4lDExo4q7McBxeeHOqO8bCWWerlGu7YJubQ/edit
            http://vaersanalysis.info/2021/10/08/vaers-summary-for-covid-19-vaccines-through-10-1-2021/

            Was zur Hölle ist in Russland los? Haben die dort keines dieser Probleme, oder wird nur nicht darüber berichtet? HIER bin ich tatsächlich misstrauisch, was die russische Berichterstattung angeht.

            Selbst wenn sie dort sorgfältiger entwickeln und besser prüfen als der Westen, bleiben bei einem Vektorimpfstoff – egal, wie gut er ist – ebenfalls das immunologische Problem, dass er Varianten fördert und am Ende zum analogen Phänomen der Antibiotikaresistenz führt (in Russland steigen die Fallzahlen – nicht wegen zu wenig Impfung, sondern wegen der Impfung) und auch die Möglichkeit des ADE-Effekts. Putin hat in seiner vergleichsweise gering bevölkerten Föderation definitiv kein Interesse an einer Bevölkerungsreduktion – warum lässt er dann dort impfen?

            1. Tja… Ich befürchte, die Antwort ist einfach, dass Putin Teil des Problems ist und nicht Teil der Lösung. Ich will ja nicht schon wieder die Putin- Fans verärgern und die Trolle ermutigen…
              Ach, eigentlich will ich das.

              Hier spricht Klaus Schwab davon, dass Putin, genau wie Merkel und Tony Blair, Teil des ersten young global leader Programms in den 9oer Jahren war:
              https://derwiderstand.createaforum.com/vernetzung/putin-mit-im-club/

              Ich glaube ihm sogar wirklich, dass er sein Volk aus dem Wahnsinn raushalten will. Andererseits habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass es ihm um die Menschen geht. Er ist mit dabei und hofft, dass man ihn in Ruhe lässt, wenn sich im Westen der Rauch verzogen hat. Er vertraut diesen Leuten, weil er mal ein Teil der Schwab-Truppe war. Und damit erfüllt er genau die Aufgabe, zu der er auserkoren wurde. Grosser Fehler.

              Danke jedenfalls für den fruchtbaren Gedankenaustausch.

              1. Der Fehler liegt im schwarz-weiß-Denken. Putin ist die sichtbarste Figur der russischen Politik – was nicht bedeutet, dass er die einzige ist! Jeder Staatslenker, ob China, USA oder Russland muss das zentrale Problem der Oligarchen handeln: er braucht sie, darf sie aber nicht zu stark werden lassen, sondern muss auf Augenhöhe (mindestens) bedacht sein. In den USA ist dieser Kampf längst verloren: die dortigen Oligarchen sind inzwischen selbst der Ansprechpartner fürs Abendland – ich bin mir sicher, dass Putin das weiß. Ebenso ist ein offenes Geheimnis, dass in China ebenfalls der „Kampf“ zwischen Oligarchen und KP tobt. Die Methode der Bedeutsamkeit im globalen Spiel liegt also künftig darin, mitzuspielen und sich dennoch relative Unabhängigkeit zu sichern. Das tut Putin. Dass er YGL bei Schwab war, heißt, dass er die Mechanismen kennt und die Kontakte hat – es bedeutet nicht, dass er sich komplett hat eindosen lassen. Es wird zudem demnächst ein Centre Forth Industrial Revolution in Moskau geben: https://www.weforum.org/press/2021/10/russia-joins-centre-for-the-fourth-industrial-revolution-network/
                Putin tanzt mit dem Teufel – alles andere würde bedeuten, dass er „draußen“ ist und die Entwicklungen nicht mehr mitbekommt. Vielleicht … wäre das sogar ein Vorteil, aber: er sieht es anders, und man muss sehen, wie sich das entwickelt.

                Ich danke Ihnen ebenfalls für den Austausch. Beobachten Sie die Dinge weiter – meist sind sie weder so einfach noch so endgültig wie sie scheinen.

            2. some1: „DIE IMPFUNGEN allerdings sind der Punkt, an dem ich ihn tatsächlich auch nicht verstehen kann – …“

              Allein schon der Versuch, einen Menschen mit so viel Einblick, wie wir Normalsterblichen ihn nie erlangen werden, zu verstehen, ist ein absurdes Unterfangen.

              Putin ist super, aber wenn er irgendwas macht, was ich anders sehe, ist er irgendwie doch scheiße. Mehr kann ich solchen Kommentaren nicht entnehmen.

              1. Ich bin der Auffassung, dass man Menschen keine religiöse Verehrung oder Verteufelung angedeihen lassen sollte. Das gilt für Putin ebenso wie für das, was ich im Spiegel sehe.

                „Wer nicht in allem x Recht gibt, ist gegen ihn“ – ist eine Auswahl, die für Götter angemessen ist, nicht für Menschen.

                Ich betrachte Putin mit Wohlwollen und halte ihn für einen rationalen Menschen, der aufrichtig die Interessen von Russland vertritt und keine anderen. Das bedeutet aber nicht, dass er sich nicht irren kann – oder ich. Deshalb steht da auch genau das: ICH verstehe nicht, wie er das tun kann. Genau das, nicht mehr, und schon gar nicht, was Sie hineininterpretieren …

              2. Nochwas

                Allein schon der Versuch, einen Menschen mit so viel Einblick, wie wir Normalsterblichen ihn nie erlangen werden, zu verstehen, ist ein absurdes Unterfangen.

                Das ist ziemlich genau der Satz, den man mir in sehr jungen Jahren entgegen gehalten hat, als ich die Kirche kritisierte, in die ich hineingeboren war. Er enthält kein Argument, sondern fordert blinde verständnislose Verehrung.

                Ich glaube an sapere aude. Mein Verstand ist wie der jedes anderen endlich, aber ich habe die Pflicht, ihn zu benutzen. Wenn ich damit einen Fehler begehe, war es mein eigener und ich kann daraus lernen – wenn ich anderen nachlaufe, weil sie „so toll oder hoch droben“ sind, kann ich das nicht.

                Denken Sie über Ihre Neigung zur Verehrung mal nach – gesund ist sie nicht (für Sie).

                1. Politik und Religion kann man nicht in einen Topf werfen, werter some1. In der Politik geht es nicht um religiöse Verehrung, sondern um Vertauen. Kinder verstehen auch oft nicht, warum die Eltern das Glas Cola und die Tüte Bontschen am Abend nicht erlauben, weil sie um die Folgen nicht wissen oder diese nicht glauben wollen. Eltern wissen halt mehr, ebenso wie Regierungen. Was ich meine, ist, dass es den Russen unter Putin immer besser geht, auch wenn natürlich noch nicht alles super ist. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass er das Wohl der Menschen nicht aus den Augen verliert, im Gegensatz u. a. zur deutschen Regierung. Wenn so ein Mann nun Entscheidungen trifft, die man nicht nachvollziehen kann, sollte man das Vertrauen aufbringen, dass er auch in diesem Fall das Wohl im Auge hat. Mit religiöser Verehrung hat das, wie gesagt, nichts zu tun.

  5. Sehr geschickt von Putin, die Entwicklungen im Westen mit dem vergangenen Kommunismus in der Sowjetunion zu vergleichen. Wenn der Wertewesten das begreift, müsste der Wertewesten sich selbst zum Feind erklären!

    „Freiheit für Julian Assange“

          1. Hehe, Ironie!

            Ernsthaft. Unsere aktuelle Entwicklung hat ja wohl rein gar nichts mit Bolschewismus zu tun.

            Bolschewismus = Es gibt quasi kein Individuum, sondern der Staat bestimmt, was wir Tun und Denken.

            Wenn Putin die Ergebnisse seiner eigenen Politik selbst ertragen müsste, würde ich bezweifeln, dass er weiter regieren würde.
            Halt typisches Alpha-Tier-Gehabe, dass ER die echte Wahrheit kennt.

            1. Ernsthaft. Unsere aktuelle Entwicklung hat ja wohl rein gar nichts mit Bolschewismus zu tun.

              Bolschewismus = Es gibt quasi kein Individuum, sondern der Staat bestimmt, was wir Tun und Denken.

              DAS ist Ironie 😀

        1. Der von Herrn Putin verurteilte Genderismus hat ja auch augenfällige Parallelen zum Sowjetkommunismus! Beide stehen in einem unversöhnlichen Gegensatz zur evolvierten Natur des Menschen! Stalin ließ Genetiker verfolgen, während Genderisten die natürlichen Geschlechterunterschiede aufzeigende Biologen, wie Ulrich Kutschera, kampagnenartig verleumden und es sogar fertiggebracht haben, diesen streitbaren Wissenschaftler, auf Grundlage einer Strafanzeige wegen Volksverhetzung wegen angeblicher Angriffe auf die Menschenwürde von homoerotisch veranlagten Menschen, vor Gericht zu bringen, wobei er allerdings vom Vorwurf der Volksverhetzung freigesprochen worden ist!

          Die Methoden mögen sich geändert haben, aber die totalitäre Geisteshaltung ist dieselbe!

          Putin wird von seinen Gegnern gerne mit Stalin verglichen, dabei ähneln die Genderfeministinnen Stalin in mentaler Hinsicht viel mehr.

      1. Wer glaubt Geschichte dadurch wiederholen zu können, daß er „falsch Zeugnis“ redet und mit der Kollektivschuld-Keule auf tagtäglich Unschuldige einprügelt, dessen Geschichte wiederholt sich nicht im marxschen Sinne als Farce, sondern als Emulation des Originals.

  6. Als fundamental gläubiger Katholik kam mir die Frage: Ist Putin katholisch geworden? Aber genau das ist doch gar nicht notwendig, sondern ein klares Wissen über die Welt und den Menschen. Putin zeigt nur eindeutig, daß er die Welt verstanden hat.
    Das kann man von SozKomm nicht erwarten. Die leben in dem Wahn, täglich die Welt verbessern zu müssen.

    Vielen Dank für diese Arbeit! Es hat also noch ein wenig Zeit, bis „Russland den Westen überfallen wird“. Zuvor werden wir noch mit Finanzcrash, Bargeldabschaffung leben müssen, nur mit dem Zeichen des Tieres versehen noch kaufen und verkaufen können.

    Johannes: Apokalypse vor 1900 Jahren; Fatima, Sr. Lucia; Alois Irlmaier sorgfältig geprüft von Berndt.

    1. Im Moment ist eher zu befürchten, dass die EU/NATO Krieg provozieren wird. Gut möglich, dass sie dazu eine Art Sarajewo inszenieren, denn mit gewöhnlichen Provokationen kann man Putin nicht aus der Ruhe bringen. Die USA können Europa nicht halten – leider ist es aus militärischer Sicht ein Mittel, hinter sich abzufackeln, was man aufgeben muss, damit der Gegner auch nichts davon hat. Die EU ist ein Selbstmordkommando.

  7. Ich stimme vielen Äußerungen Putins zu, vor allem was die Außenpolitik anbetrifft; mit Recht kritisiert er die Versuche der Geschichtsverfälschungen bzgl. des 2. Weltkrieges;
    Was ich aber definitiv ablehne, sind seine revisionistischen Aussagen und üblen Verleumdungen bzgl. der Bolschewiki, und vor allem auch der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution; es ist nicht neu, dass er sich in dieser abscheulichen Weise äußert; Man wird bei Unterstützung der russischen Politik gerne immer als „Putinist“ oder ähnliches bezeichnet, das war ich nie , man muß schon trennen was unsere heutigen Probleme anbetrifft, da ist die momentane Haltung der russischen Regierung, gerade in der Außenpolitik, sicher zu begrüßen;
    Aber ich bin weit davon entfernt, Putin zu glorifizieren, ich war eher sehr enttäuscht, als er nach der Zerschlagung der Sowjetunion, sich so gewendet hat, und heute alles verleugnet, wofür er einmal gestanden hat.
    Aber ich verlinke hier mal einen Text von Lyubow Pribytkowa, in welchem geschildert wird, wie das russische Volk von den Zaren ausgebeutet, gequält und geschunden wurde; einem solchen Zaren, Alexander dem III. wurde nun in St.Petersburg ein Denkmal enthüllt:
    Am 5. Mai 2021 wurde in Gatschina, unweit von St. Petersburg, ein Denkmal für den russischen Zaren Alexander III. enthüllt. Bei den Feierlichkeiten war auch der russische Präsident Wladimir Putin anwesend. Er kniete vor dem Denkmal nieder, legte Blumen nieder und hielt dann eine enthusiastische Rede — „Die Ära Alexanders III. gibt uns ein Beispiel…“, „Der Zar hat seinem Volk treu gedient“, „Alexander III. ist ein Fels in der Brandung, super“… Putin nannte Alexander III. sogar „Der Zaren war ein Friedensstifter“. Um es gelinde auszudrücken – das Erstaunen ist grenzenlos. Hat Putin wirklich so wenig Ahnung von der Geschichte…?
    Wenn man weiß, wie die Menschen unter den Zaren gelitten haben, und Putin weiß es, dann kann ich das nur als abscheulich betrachten.
    Wie z.B. die Leibeigenschaft, kleiner Auszug: „Bei der Leibeigenschaft besaß der Grundherr das Land, und die dort lebenden Bauern waren de facto sein Eigentum. Der Grundherr hatte das Recht, die Bauern zu verkaufen, zu kaufen und zu tauschen. Die Zeitung „Moskowskije Wedomosti“ veröffentlichte solche Anzeigen: „Verkauft werden zwei Hofleute, von denen der eine ein Schreiber und der andere ein Musiker ist.“ Unwidersprochen konnte der Gutsherr seine ihm zugehörigen Bauern gegen ein Paar Windhundwelpen eintauschen. Nach eigenem Ermessen konnte er sie verheiraten, für das kleinste Vergehen auspeitschen oder zu den Soldaten geben.“
    und bei den Soldaten? „„Der Soldatendienst war schrecklich: Er dauerte 25 Jahre. Schläge, Ruten, Stöcke hagelte es jeden Tag. Dabei überstieg die Grausamkeit alles, was man sich vorstellen kann.“

    Wenn man solche Regime stürzen will, ist das ausnahmlos mit einer Revolution verbunden, auch insofern, Herr Putin, bin ich da natürlich anderer Meinung, und ich bin sicher auch in Russland sind da viele Menschen anderer Meinung.
    Vermutlich finde ich jetzt hier nicht so viel Zustimmung, spielt aber keine Rolle, es war mir ein Bedürfnis die Verleumdung der Bolschewiki/Kommunisten nicht unkommentiert so stehen zu lassen, und da muß man kein Kommunist sein, man schaut einfach in die Geschichte.
    hier der ganze Artikel:
    https://sascha313.wordpress.com/2021/07/18/ljubow-pribytkowa-kennt-putin-uberhaupt-die-russische-geschichte/

    1. Alexander III. herrschte von 1881 bis zu seinem Tod 1894. Die Aufhebung der Leibeigenschaft in Russland erfolgte 1861. Also gab es zur Zeit von Alexander III. gar keine Leibeigenschaft mehr. Also wer hat hier keine Ahnung von der Geschichte?

      „Wenn man solche Regime stürzen will, ist das ausnahmlos mit einer Revolution verbunden“

      Nein, Reformen gehen auch. Es gibt ja in Westeuropa genug Monarchien, die über solche Reformen zu einigermaßen zivilisierten Demokratien wurden.

  8. Tja, Herr Putin zieht gerade die falschen Geister aus dem Graben, indem er eine Volksrevolution des russischen und später, des Sowjetvolkes verleumdet:-))
    Liest er die Umfragen bei seinen Landsleuten nicht?
    Im Übrigen: Die Opfer von Revolutionen sind zweifellos bedauernswert.
    Leider sind die Opfer keiner Revolution, bedauernswerter, weil bedeutend zahlreicher.
    Betrachtet man als Normalsterblicher die Verbrechen, Jener, die bei Revolutionen gestürzt werden, mit Vermögen und Anlagen flüchten und unverurteilt bleiben, wäre deren Wirken besser mit einem
    vollstreckbarem Schritt beendet worden. Deren Mist ist der Dünger neuer Lügenpilze:-))

    1. Unabhängig von ideologischen Präferenzen: die SU hat nicht Putin, sondern Gorbatschow an seine Freunde im Westen verkauft und ich auch gleich selbst dem Club of Rome, dem Schoß der Agenda 21, beigetreten. Keine Ahnung, ob die SU tatsächlich so am Ende war, dass das nötig gewesen ist. Danach kam Jelzin, der den Oligarchen genau NICHTS entgegenzusetzen wusste und den Ausverkauf anfing. Die so malträtierte SU haben sie dann einem Putin vor die Füße geworden – und niemand, wirklich niemand hat erwartet, dass er die Russische Föderation zu stabilisieren und zu entwickeln versteht. Ob die Leute ihn lieben und wie sehr – weiß ich nicht. Aber für Russland war und ist er der richtige Mann am rechten Ort. Was immer man ihm vorwerfen will: er vertritt die Interessen Russlands, EUschi die der Oligarchen. Das ist der Unterschied der beiden Konstrukte, von denen nur Putin demokratisch gewählt worden ist. *Nachdenken*

  9. Einige, dann doch seltsam anmutende Kommentare.
    Mir scheint, da sollten dann doch diese „Einige“ nochmals in die Grundschule des „Putinverstehens“ gehen…Dem Grunde nach brauchen DIESE, ganz einfach diesen Blog vom Start an, nochmals durchzulesen.. Dann klappt das auch… Insoweit erstes Fazit: Entweder haben „Diese“ Putins Politik nach INNEN und nach Aussen absolut nicht verstanden, oder wollen es nicht verstehen.

    Zwei Absätze vorab einer ganz kurzen „Erklärung“

    Vor etwas mehr als hundert Jahren hatte Russland objektiv gesehen, auch im Zusammenhang mit dem damals noch andauernden Ersten Weltkrieg, ernste Probleme, aber nicht mehr als andere Länder, vielleicht sogar in geringerem Ausmaß und weniger schwerwiegend, und hätte sie allmählich auf zivilisierte Weise überwinden können. Doch der revolutionäre Umbruch führte zu einem Zusammenbruch, zum Zerfall des großen Landes. Die Geschichte wiederholte sich vor 30 Jahren, als ein potenziell sehr mächtiges Land den notwendigen flexiblen, aber notwendigerweise durchdachten Wandel nicht rechtzeitig in Angriff nahm und infolgedessen Dogmatikern aller Art zum Opfer fiel: Reaktionären und so genannten Progressiven – alle haben daran gearbeitet, auf beiden Seiten.

    Anhand dieser Beispiele aus unserer Geschichte können wir sicher sagen: Die Revolution ist nicht der Ausweg aus der Krise, sondern sie verschärft sie nur. Keine Revolution war jemals den Schaden wert, den sie dem menschlichen Potenzial zugefügt hat.

    An den Worten ist kein einziges Wort falsch. Liest man die Kommentare, denkt man, „Wo bist Du hier“?

    Im Gegensatz zu den weltweit tätigen Sprücheklopfer an Regierungschefs und innen redet Putin ja nicht nur, sondern belegt quasi vom Start an seines Wirkens in Russland, dass es bessere Wege gibt als die, welche in der Vergangenheit Russlands Bürger erlebten.

    „Zwischensatz“
    Zugegebenermaßen halfen solche Politiker in den Staaten und Europa, gerade in den letzten 7/8 Jahren mit ihrer Sanktionspolitik, dass Putin es auch schaffte, seine Neuorientierung der Menschen durchzuziehen. Bis zu den Sanktionen, war das ein sehr mühseliges „Geschäft“, den Russen nahezulegen, weniger Produkte aus dem GOLDENEN Westen zu kaufen, stattdessen selbst zu entwickeln und zu produzieren. ( Entsprechend bedankt er sich auch PESÖNLICH ausführlich bei den Dummköpfen, welche die Sanktionen erließen…und auch weiter erlassen. )

    Putin wird dem folgenden Präsidenten 2024 ein Russland übergeben, was dann schon bei Weitem, die Bundesrepublik nicht nur in messbaren BIP-Zahlen überholt hat, sondern auch in Faktor Zufriedenheit der Menschen mit dem, was sie als Freiheit der persönlichen Entfaltung bezeichnen. Er muss keine großen Instruktionen mehr geben, wie der Staat zu funktionieren hat, welcher auch erfolgreich in allen Richtungen wird agieren können. Alles, fein säuberlich in der neuen Verfassung aufgeschrieben und festgezurrt.
    Im übrigen die Übergangszeit bis 2024, wird durch solch im gesamten Westen nunmehr an der Macht befindlichen Träumer, wie die, welche nun in Berlin starten, dem Ansehen Russlands in der Welt noch einen gehörigen Schub nach vorne geben.

    Warum?

    Putin verarbeitete die Vergangenheit (Geschichte) , zog seine Lehren aus dem, was falsch lief, lebt und handelt in der Gegenwart auf die Zukunft hin, in der seine Bürger gedenken zu leben..

    1. Also daß das russische Kaiserreich um 1914 nicht mehr ernste Probleme hatte, als andere Staaten, ist schlicht und ergreifend Käse. Die haben sich schon weit vor dem 1. WK abgezeichnet – und wenn sich in historisch kritischen Phasen Inhaber der Staatsgewalt durch eklatante Führungsschwäche auszeichnen…tja dann schade…

  10. Revolutionen wird es so lange geben, wie Menschen unterdrückt werden, wenn deren Drangsal durch ihre Peiniger so unerträglich wird, dass sie nichts außer ihren Ketten zu verlieren haben; Kein repressives Regime hat jemals seine Macht freiwillig abgegeben; sogenannte „friedliche Revolutionen“ hat es nie gegeben, das ist Dummgeschwafel genau solcher Regime.

    1. Der Grätt Risett leitet die Fourth Industrial Revolution ein – auch eine Revolution. Eine von vieren, wobei man streiten kann, welche langfristigen Erfolge die ersten drei gezeitigt haben – sicher ist, dass sie nicht vom unterdrückten Menschen ausgingen, sondern seine Unterdrückung perfektionierten, bis er demnächst verdutzt bemerkt, dass er am Ende ans Internet of Bodies angeschlossen werden soll.

  11. Passend zum Auszug aus der Valdai Rede fiel mir prompt folgendes Video über Yuri Bezemov wieder ein:

    https://www.youtube.com/watch?v=0fx1BYwCwCI

    Bezemov war als Ex-KGB Überläufer Posterboy der Reagan Administration, die zusammen mit der brit. Regierung der „Iron Lady“Magaret Thatcher die Neocons hoffähig und“Law & Order“ wie auch den „War on Drug Trafficking“ zur Staatsräson machte und einen nie dagewesenen Kahlschlag in den Sozialsystemen veranstaltete (und u.a. auch Gestalten wie Oliver North und die Iran/Contra Affaire hervorbrachte) und die UdSSR in einem gewagten Pokerspiel in die Knie zwang…(auch wenn ich persönlich glaube , dass der Zusammenbruch des Ostblocks mehr oder weniger abgesprochen war u.a. eben auch um endlich via Opa Bush die NWO ausrufen zu können )
    Vielleicht auch bekannt aus der Doku “ Die Methode Reagan“ (nach guter alter Wildwest Manier erst schiessen, dann fragen)…
    Nichtsdestotrotz passen die „Vier Stadien der ideologischen Unterwanderung“zu Putins Aussagen wie die Faust aufs Auge.
    Wirklich lustig ist daran , dass ausgerechnet die achso anti-kommunistischen Amerikaner mit ihren faschistoiden Auswüchsen (z.B. a la McCarthy)jetzt von Leuten beherrscht werden, die diese Form einst „kommunistischer“ Unterwanderung mit der Muttermilch aufgesogen haben.

    Ich habe mich in dem Zusammenhang übrigens erst kürzlich gefragt warum ein Film wie „The Joker“ mit Joaquim Phoenix ( übrigens selbst Mißbrauchsopfer ), der statt Superhelden/-Schurkenstory ja ein Psychodrama ist, den Ausgangspunkt für die Transformation des Jokers ausgerechnet in die Reagan-Ära legt (wenn auch in einem fiktiven Gotham-anstelle von- wahrscheinlich- NYC)…

    Mag man alles bedeutungslos finden – ich jedenfalls höre da ganze Herden von Nachtigallen trapsen 😉

  12. Die Genderideologie scheitert an sich selbst!

    Der Gender Stalinismus treibt immer weitere absurde Blüten. In der Universitäten ist Pflicht mit einer semantischen Entgleisung Karriere zu machen, Nur wer brav alles „geschlechtlich“ korrekt handhabt, der bekommt die besten Noten und aus diesen angepassten Duckmäusern sollen dann die zukünftigen Professuren erwählt werden. Die nächste Stufe ist dann ja, dass das richtige Geschlecht, nämlich w/d über die Karriere entscheidet. Auf Können wird ja sowieso geschissen. Gefordert wird ja allem Anschein nach die umfassende Verblödung, damit jeder Unsinn zur Religion erhoben wird. Der neue Mensch wird jede Woche sein Geschlecht wechseln, das Rückrat eines Gartenschlauches haben und bereitwillig die neusten Verlautbarungen der Regierenden sklavisch folgen. Was dann übrigbleibt sind Zombiegestalten, die weder tot noch lebendig, ein Darsein als verlängerter Arm eines fremden Willens führen.

    Das was den Menschen ja zu dem gemacht hat was er ist, eine überlegende Gehirnleistung, wird zurückgeführt auf eine rein ausführende Maschine. Diese Art von Gehirntod produziert emotional überladene entgleiste Gestalten, die ihre eigene wertvolle Mitte für immer verloren haben. Das ist wie der Affe auf Koks, der nur seine simpelsten Bedürfnisse für sich befriedigt und sonst in einem interlektuellem Vakuum vegetiert.

    Die grösste Falle des radikal-femininen Komplexes ist die für Frauen selbst. Sie werden hineingezogen in einen unauflösbaren Widerspruch zwischen Superwoman und Männerhass, was zur Überforderung führt, zur zwangsläufigen Isolation und dann als Folge zu einer ewigen Unzufriedenheit und Unzulänglichkeit führt. Das teuflische dabei ist, dass diese Opferinnen den Männer und dem überbetonen Patriarchiat die Schuld dafür geben. Sehr geschickt gemacht diese Falle. Erst wird das Opfer verführt mit einer Supremitätserwartung und dann, wenn diese an der Realität zerschellt, dann gibt es das ewige Feindbild Mann als Leckerli präsentiert. Sehr perfide und geradezu typisch Frau, so hintenrum, oder?

    Jedenfalls gibt es ja noch etwas was sich nicht mit Wunschdenken abändern lässt, dass ist die nackte, mitunter grausame, Realität, die auf Kinderträume nicht reagiert, sondern ohne eine Regung darüber hinweg walzt. Der akademische Elfenbeinturm mag gefährdet erscheinen, doch das faktische Realgeschehen bleibt unberührt von den grossenwahnsinnigen Ideen verwirrter Geister, die sich gegen Realitäten zu stellen, was mittelfristig zur Folge hat an diesen knallharten Gegebenheiten zu zerschellen und sei es nur an einem mangelnden Mehrheitsinteresse.

    Wer nicht überzeugen kann, sondern nur selbst von sich überzeugt ist und vom Rest der Welt und seinen Gegebenheit keine Ahnung hat, der sollte entweder zurück ins Kinderzimmer oder einfach erwachsen werden. Ja, das ist nicht einfach, aber sehr hilfreich, denn man erkennt, dass die reinen Fantasien die im Kopf rumschwirren vielleicht rein garnichts mit dem realen und gewolltem Geschehen der Mehrheit der Menschen eines Landes auch nur irgendetwas zu tun haben.

    Und je mehr sich diese stalinistische Nabelschau in Selbstbeweihräucherungskreisen übersteigert in einen überheblichen Damenrassenwahn, um so mehr verlieren diese den Bezug zur Realität. Schwebend und abgehoben, dem reellen Notwendigkeiten blind gegenüber, da darf jeder selber raten, wohin das führen wird. Jedenfalls zu keinem Vorteil für die Menschheit, sondern eher als ein wiederkehrendes Beispiel von Wirrungen und Verirrungen, die mehr Leid als Nutzen der Menscheheit gebracht haben und werden.

Schreibe einen Kommentar