Anerkennung des Donbass

Präsident Putins komplette Rede an die Nation im Wortlaut

Der russische Präsident Putin hat am 21. Februar in einer Grundsatzrede die russische Position erklärt und dann die Republiken in Donezk und Lugansk anerkannt. Hier finden Sie die komplette Rede.

Ich werde nicht viel vorweg sagen, denn Putins Rede war ungewöhnlich lang und dauerte fast eine Stunde, entsprechend lang ist auch dieser Artikel mit der Übersetzung der Rede.

Da vielleicht nicht jeder die Rede komplett lesen wird, fasse ich kurz zusammen, worum es in der Rede ging. Zunächst hat Putin einen historischen Exkurs gemacht und ist auf die Entstehung der Ukraine eingegangen. Allerdings war das Haupthema dieses Exkurses nicht einmal die Ukraine, sondern eher die Fehler der früheren politischen Führer des Landes, die am Ende zur Entstehung der Situation geführt haben, in der Russland und die Ukraine nun sind. Putin geht dabei übrigens – entgegen den ständig wiederholten Behauptungen westlicher Medien – sehr hart mit der Sowjetunion und namentlich mit Lenin und Stalin ins Gericht, was ganz nebenbei viele Behauptungen westlicher Medien über Putins angebliches sowjet-nostalgisches Weltbild Lügen straft.

Putin schlägt in seiner Rede einen weiten Bogen und spricht sowohl über die unglückliche Entwicklung der Ukraine nach ihrer Unabhängigkeit, denn das Land wird seit 1990 von einigen wenigen Oligarchen ausgepresst und ist vor allem nach dem Maidan extrem verarmt. Putin kritisiert – wie immer – die Machthaber in der Ukraine, hat aber offenes Mitgefühl mit den Menschen in der Ukraine, die unter den Zuständen in dem Land leiden müssen.

Putin kommt auch auf die aktuellen Verhandlungen mit den USA über gegenseitige Sicherheitsgarantien zu sprechen und erklärt Russlands Position dazu noch einmal ausführlich. Und er macht klar, dass Russlands Geduld am Ende ist und es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder echte Gespräche unter ehrlicher Berücksichtigung der russischen Sicherheitsinteressen, oder eine russische Reaktion, die von den Offiziellen in Moskau als „militär-technisch“ bezeichnet wird.

Erst ganz am Ende der Rede teilt Putin, fast schon nebenbei, mit, dass er die Donbass-Republiken nun anerkennt und mit ihnen Verträge über Zusammenarbeit und Schutz abschließen wird. Er beendet die Rede mit einer deutlichen Warnung an Kiew, die Feindseligkeiten sofort einzustellen, oder selbst die für die Folgen weiterer Feindseligkeiten die Verantwortung zu übernehmen.

Putin scheint sehr wütend zu sein und die Rede war emotional, auch wenn der Text das nicht wieder gibt. Dass Putin offensichtlich sehr wütend ist, zeigte sich auch bei der Unterzeichnung der Vereinbarungen mit den Donbass-Republiken, die direkt im Anschluss an die Rede übertragen wurde. So kurz angebunden wie dabei, habe ich Putin noch nie bei keinem feierlichen Anlass gesehen.

Damit genug der Vorrede, es folgt die Übersetzung der kompletten Rede, denn sie auf Deutsch zu veröffentlichen, halte ich für wichtig, weil der Spiegel schon einen ersten Desinformations-Artikel über das gebracht hat, was Putin nach Meinung von Christian Esch, dem Leiter des Spiegel-Büros in Moskau, gesagt haben soll. Daher können Sie hier nachlesen, was Putin wirklich gesagt hat.

Beginn der Übersetzung:

Verehrte Bürger Russlands! Liebe Freunde!

Das Thema meiner Rede sind die Ereignisse in der Ukraine und warum das so wichtig für uns, für Russland ist. Meine Rede richtet sich natürlich auch an unsere Mitbürger in der Ukraine.

Ich werde mich ausführlich und detailliert äußern müssen. Das Problem ist sehr ernst.

Die Lage im Donbass ist erneut kritisch und akut geworden. Und heute wende ich mich direkt an Sie, nicht nur um zu bewerten, was geschieht, sondern auch um Sie über die Entscheidungen, die getroffen werden, und mögliche weitere Schritte in dieser Richtung zu informieren.

Ich möchte noch einmal betonen, dass die Ukraine für uns nicht nur ein Nachbarland ist. Sie ist ein integraler Bestandteil unserer eigenen Geschichte, Kultur und unseres spirituellen Raums. Das sind unsere Freunde, unsere Verwandten, nicht nur Kollegen, Freunde und ehemalige Arbeitskollegen, sondern auch unsere Verwandten und engen Familienmitglieder.

Seit ältesten Zeiten nennen sich die Bewohner der südwestlichen historischen Gebiete des alten Russlands Russen und orthodoxe Christen. So war es auch im 17. Jahrhundert, als ein Teil dieser Gebiete mit dem russischen Staat wiedervereinigt wurde, und auch danach war das so.

Es scheint uns, dass wir das im Prinzip alle wissen, dass wir über bekannte Tatsachen sprechen. Um jedoch zu verstehen, was heute geschieht, um die Motive des russischen Handelns und die Ziele, die wir uns gesetzt haben, zu erklären, ist es notwendig, zumindest ein paar Worte über die Geschichte des Themas zu verlieren.

Lassen Sie mich also mit der Tatsache beginnen, dass die moderne Ukraine vollständig von Russland geschaffen wurde, genauer gesagt, vom bolschewistischen, kommunistischen Russland. Dieser Prozess begann fast unmittelbar nach der Revolution von 1917, und Lenin und seine Mitstreiter taten das auf sehr grobe Weise mit Russland selbst – durch Sezession, indem sie Teile seiner eigenen historischen Territorien abtrennten. Natürlich hat niemand die Millionen von Menschen, die dort lebten, nach irgendetwas gefragt.

Dann, vor und nach dem Großen Vaterländischen Krieg, annektierte bereits Stalin einige Gebiete, die zuvor zu Polen, Rumänien und Ungarn gehörten, an die UdSSR und übertrug sie der Ukraine. Als eine Art Entschädigung gab Stalin Polen einige der angestammten deutschen Gebiete, und 1954 nahm Chruschtschow Russland aus irgendeinem Grund die Krim weg und gab sie der Ukraine. Auf diese Weise entstand das Gebiet der sowjetischen Ukraine.

Aber jetzt möchte ich besonders auf die Anfangszeit der Gründung der UdSSR eingehen. Ich denke, das ist für uns sehr wichtig. Wir werden, wie man so schön sagt, aus der Ferne beginnen müssen.

Ich möchte daran erinnern, dass die Bolschewiki nach dem Oktoberputsch von 1917 und dem anschließenden Bürgerkrieg mit dem Aufbau eines neuen Staatswesens begannen, und dass es zwischen ihnen recht heftige Meinungsverschiedenheiten gab. Stalin, der 1922 die Ämter des Generalsekretärs des Zentralkomitees der RKP und des Volkskommissars für Nationalitäten in Personalunion bekleidete, schlug vor, das Land nach den Grundsätzen der Autonomisierung aufzubauen, also den Republiken – den künftigen administrativ-territorialen Einheiten – bei ihrem Beitritt zum Einheitsstaat weitreichende Befugnisse zu übertragen.

Lenin kritisierte diesen Plan und schlug vor, den Nationalisten, wie er sie damals nannte, Zugeständnisse zu machen – den „Unabhängigen“. Genau das waren Lenins Vorstellungen von einer im Wesentlichen konföderativen Staatsstruktur und dem Recht der Völker auf Selbstbestimmung bis hin zur Sezession, die die Grundlage der sowjetischen Staatlichkeit bildeten: zunächst 1922 in der Erklärung über die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und dann, nach Lenins Tod, in der Verfassung der UdSSR von 1924.

Hier stellen sich sofort viele Fragen. Und die erste von ihnen ist eigentlich die wichtigste: Warum war es notwendig, irgendwelche grenzenlos wachsenden nationalistischen Ambitionen an den Rändern des ehemaligen Reiches zu befriedigen? Die Übertragung riesiger, oft willkürlich gebildeter Verwaltungseinheiten, die Unionsrepubliken, die oft keinen Bezug zu dem Gebiet hatten. Ich wiederhole: Sie wurden zusammen mit der Bevölkerung des historischen Russlands übertragen.

Darüber hinaus erhielten diese Verwaltungseinheiten faktisch den Status und die Form nationaler staatlicher Einheiten. Wieder einmal frage ich mich: Warum war es notwendig, so großzügige Geschenke zu machen, von denen die glühendsten Nationalisten vorher nicht einmal zu träumen wagten, und darüber hinaus den Republiken das Recht einzuräumen, sich ohne jegliche Bedingungen vom Einheitsstaat abzuspalten?

Auf den ersten Blick ist das völlig unverständlich, das ist Wahnsinn. Aber das ist nur auf den ersten Blick so. Dafür gibt es eine Erklärung. Nach der Revolution bestand die Hauptaufgabe der Bolschewiki darin, die Macht zu erhalten, und zwar um jeden Preis. Dafür haben sie alles getan: sie haben die erniedrigenden Bedingungen des Brester Vertrages zu einer Zeit akzeptiert, als sich das kaiserliche Deutschland und seine Verbündeten in der schwierigsten militärischen und wirtschaftlichen Lage befanden und der Ausgang des Ersten Weltkrieges eigentlich schon vorherbestimmt war, und sie sind allen Forderungen, allen Wünschen der Nationalisten im Inneren des Landes nachgekommen.

Im Hinblick auf das historische Schicksal Russlands und seiner Völker waren die leninistischen Prinzipien des Staatsaufbaus nicht nur ein Fehler, sondern weitaus schlimmer als ein Fehler. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR im Jahr 1991 wurde das absolut offensichtlich.

Natürlich können die Ereignisse der Vergangenheit nicht geändert werden, aber wir müssen zumindest direkt und ehrlich, ohne Vorbehalte und ohne politische Färbung über sie sprechen. Ich kann nur hinzufügen, dass die Erwägungen der aktuellen politischen Konjunktur, so spektakulär und vorteilhaft sie zu einem bestimmten Zeitpunkt auch erscheinen mögen, unter keinen Umständen die Grundlage für die Grundprinzipien der Staatlichkeit bilden sollten oder können.

Ich will jetzt niemanden beschuldigen, die Situation im Land zu dieser Zeit und nach dem Bürgerkrieg, vor dem Bürgerkrieg, war unglaublich schwierig und kritisch. Ich möchte heute nur sagen, dass es genau so war. Das ist eine historische Tatsache. Wie ich bereits gesagt habe, führte die bolschewistische Politik zur Entstehung der Sowjetukraine, die auch heute noch zu Recht als „Wladimir-Lenin-Ukraine“ bezeichnet werden kann. Er war ihr Autor und Architekt. Das wird durch Dokumente in den Archiven vollständig bestätigt, einschließlich Lenins strenger Direktiven für den Donbass, der buchstäblich in die Ukraine hineingepresst wurde. Und nun haben die „dankbaren Nachkommen“ Lenin-Denkmäler in der Ukraine abgerissen. Sie nennen das Entkommunisierung. (Anm. d. Übers.: „Entkommunisierung“ meint die Tilgung von allem, was an den Kommunismus erinnert, ähnlich wie die Entnazifizierung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg)

Sie wollen entkommunisieren? Nun, für uns ist das vollkommen in Ordnung. Aber Sie sollten nicht, wie man so schön sagt, auf halbem Weg stehen bleiben. Wir sind bereit, Ihnen zu zeigen, was eine echte Entkommunisierung für die Ukraine bedeutet.

Um auf die Geschichte zurückzukommen, wiederhole ich, dass die UdSSR 1922 auf dem Gebiet des ehemaligen Russischen Reiches gegründet wurde. Das Leben selbst jedoch zeigte sofort, dass es unmöglich war, ein so großes und komplexes Gebiet zu erhalten oder es nach den vorgeschlagenen amorphen, quasi konföderativen Prinzipien zu regieren. Sie waren völlig losgelöst von der Realität und der historischen Tradition.

Es ist nur logisch, dass der Rote Terror und der rasche Übergang zur stalinistischen Diktatur, die Vorherrschaft der kommunistischen Ideologie und das Machtmonopol der Kommunistischen Partei, die Verstaatlichung und das Planwirtschaftssystem in der Praxis die erklärten, aber nicht umsetzbaren Prinzipien der Staatlichkeit zu einer bloßen Erklärung, einer Formalität gemacht haben. In Wirklichkeit hatten die Unionsrepubliken keinerlei Souveränitätsrechte, diese Rechte existierten einfach nicht. In der Praxis wurde ein streng zentralisierter, völlig einheitlicher Staat geschaffen.

Stalin hat in der Tat nicht Lenins, sondern seine ganz eigenen Vorstellungen von Staatlichkeit in die Praxis umgesetzt. Aber er hat keine entsprechenden Änderungen in den systemischen Dokumenten, in der Verfassung des Landes vorgenommen, hat die verkündeten leninistischen Prinzipien des Aufbaus der UdSSR nicht formell überdacht. Offensichtlich gab es dafür keinen Grund – alles funktionierte unter dem totalitären Regime und es sah an der Oberfläche sehr schön, attraktiv und sogar superdemokratisch aus.

Dennoch ist es sehr schade, dass die abscheulichen, utopischen, von der Revolution inspirierten, aber für ein normales Land absolut zerstörerischen Fantasien nicht umgehend von den grundlegenden, formell legalen Fundamenten, auf denen unsere gesamte Staatlichkeit aufgebaut wurde, entfernt wurden. Niemand hat, wie es bei uns früher so oft der Fall war, an die Zukunft gedacht.

Die Führer der Kommunistischen Partei schienen davon überzeugt zu sein, dass es ihnen gelungen war, ein solides Regierungssystem zu bilden und dass sie die nationale Frage durch ihre Politik endgültig gelöst hatten. Aber die Verfälschungen, Veränderungen von Begriffen, Manipulation des öffentlichen Bewusstseins und Täuschung waren kamen teuer zu stehen. Der Bazillus des nationalistischen Ehrgeizes war nicht verschwunden, und die ursprüngliche Mine, die gelegt worden war, um die Immunität des Staates gegen die Ansteckung durch den Nationalismus zu untergraben, wartete nur darauf, zu explodieren. Diese Landmine, ich wiederhole das, war das Recht, sich von der UdSSR abzuspalten.

Mitte der 80er Jahre verschärfte sich vor dem Hintergrund wachsender sozioökonomischer Probleme und einer offensichtlichen Krise der Planwirtschaft die nationale Frage, deren Kern, wie immer, nicht die Erwartungen und unerfüllten Sehnsüchte der Völker der Union waren, sondern in erster Linie der wachsende Appetit der lokalen Eliten.

Doch anstatt die Situation gründlich zu analysieren und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, vor allem in der Wirtschaft, sowie eine allmähliche, durchdachte und bewusste Umgestaltung des politischen Systems und der staatlichen Struktur vorzunehmen, beschränkte sich die KPdSU-Führung darauf, das leninistische Prinzip der nationalen Selbstbestimmung in Worte zu fassen.

Als sich der Machtkampf in der Kommunistischen Partei selbst entfaltete, begann jede der gegnerischen Seiten, um ihre Unterstützungsbasis zu verbreitern, rücksichtslos nationalistische Gefühle anzuregen, zu fördern und mit ihnen zu spielen, indem sie ihren potenziellen Anhängern versprach, was immer sie wünschten. Inmitten einer oberflächlichen und populistischen Rhetorik über Demokratie und eine strahlende Zukunft, die auf der Grundlage einer Markt- oder Planwirtschaft aufgebaut wurde, aber unter den realen Bedingungen der Verarmung und des totalen Defizits, dachte niemand an der Macht an die unvermeidlichen tragischen Folgen für das Land.

Und dann folgten sie dem ausgetretenen Pfad der Befriedigung der Ambitionen nationalistischer Eliten, die in ihren eigenen Parteireihen genährt wurden, und vergaßen dabei, dass die KPdSU – Gott sei Dank – nicht mehr über solche Instrumente wie Staatsterror und eine Diktatur nach Art Stalins verfügte, um die Macht und das Land selbst zu erhalten. Und so verschwand selbst die berüchtigte Führungsrolle der Partei selbst wie ein Morgennebel spurlos vor ihren Augen.

Im September 1989 verabschiedete das Plenum des Zentralkomitees der KPdSU ein im Grunde verhängnisvolles Dokument – die so genannte nationale Politik der Partei unter modernen Bedingungen, die KPdSU-Plattform. Sie enthielt folgende Bestimmungen, ich zitiere: „Die Unionsrepubliken haben alle Rechte, die ihrem Status als souveräne sozialistische Staaten entsprechen.“

Eine weitere Klausel lautete: „Die obersten repräsentativen Machtorgane der Unionsrepubliken können die Erlasse und Anordnungen der Unionsregierung in ihrem Hoheitsgebiet anfechten und aussetzen.“

Und schließlich: „Jede Unionsrepublik hat ihre eigene Staatsbürgerschaft, die für alle ihre Einwohner gilt.“

War es denn nicht offensichtlich, wozu solche Formulierungen und Entscheidungen führen würden?

Dies ist weder der richtige Zeitpunkt noch der richtige Ort, um Fragen des Staats- oder Verfassungsrechts zu erörtern und den Begriff der Staatsbürgerschaft zu definieren. Dennoch stellt sich die Frage: Warum musste das Land unter diesen ohnehin schon schwierigen Umständen noch weiter erschüttert werden?

Schon zwei Jahre vor dem Zusammenbruch der UdSSR war ihr Schicksal praktisch besiegelt. Jetzt reklamieren die Radikalen und Nationalisten, auch und vor allem in der Ukraine, die Erreichung der Unabhängigkeit für sich. Wie wir sehen, ist das ganz und gar nicht der Fall. Der Zusammenbruch unseres einigen Landes wurde durch historische, strategische Fehler der bolschewistischen Führer, der Führung der KPdSU, verursacht, die zu verschiedenen Zeiten beim Staatsaufbau, in der Wirtschafts- und Nationalpolitik gemacht wurden. Sie haben den Zusammenbruch des historischen Russlands, das den den Namen UdSSR trug, auf dem Gewissen.

Trotz all dieser Ungerechtigkeiten, des Betrugs und des offenen Ausraubens Russlands hat unser Volk die neuen geopolitischen Realitäten anerkannt, die nach dem Zusammenbruch der UdSSR entstanden sind, hat die neuen unabhängigen Staaten anerkannt. Und nicht nur das – Russland selbst, das sich zu dieser Zeit in einer sehr schwierigen Situation befand, half seinen GUS-Partnern, einschließlich seiner ukrainischen Kollegen, von denen bereits zum Zeitpunkt der Unabhängigkeitserklärung zahlreiche Ersuchen um materielle Unterstützung eingingen. Und unser Land hat diese Unterstützung unter Wahrung der Würde und Souveränität der Ukraine geleistet.

Nach Expertenschätzungen, die durch eine einfache Berechnung der Preise für Energieträger bestätigt werden, betrug das Volumen der Vorzugskredite und der Wirtschafts- und Handelspräferenzen, die Russland der Ukraine gewährt hat, sich für den ukrainischen Haushalt von 1991 bis 2013 auf etwa 250 Milliarden Dollar.

Aber das ist noch lange nicht alles. Ende 1991 beliefen sich die Schuldverpflichtungen der UdSSR gegenüber dem Ausland und internationalen Fonds auf rund 100 Milliarden Dollar. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass diese Kredite von allen ehemaligen Sowjetrepubliken im Verhältnis zu ihrem wirtschaftlichen Potenzial solidarisch zurückgezahlt werden würden. Russland übernahm jedoch die gesamten sowjetischen Schulden und zahlte sie in voller Höhe zurück. Es hat diesen Prozess 2017 abgeschlossen.

Im Gegenzug sollten die neuen unabhängigen Staaten auf ihren Teil des sowjetischen Auslandsvermögens verzichten und im Dezember 1994 wurden entsprechende Vereinbarungen mit der Ukraine getroffen. Kiew ratifizierte diese Abkommen jedoch nicht und weigerte sich später einfach, es umzusetzen. Es erhob Anspruch auf den Diamantenfonds, die Goldreserve sowie Eigentum und andere Vermögenswerte der ehemaligen UdSSR im Ausland.

Doch trotz der bekannten Probleme hat Russland immer offen, ehrlich und – ich wiederhole das – unter Wahrung seiner Interessen mit der Ukraine zusammengearbeitet, und unsere Beziehungen haben sich in einer Vielzahl von Bereichen entwickelt. So betrug der bilaterale Handelsumsatz im Jahr 2011 mehr als 50 Milliarden US-Dollar. Ich möchte darauf hinweisen, dass das Handelsvolumen der Ukraine mit allen EU-Ländern im Jahr 2019, also noch vor der Pandemie, unter dieser Zahl lag.

Dabei springt es ins Auge, dass die ukrainischen Regierungen es vorzogen, so zu handeln, dass sie in den Beziehungen zu Russland alle Rechte und Vorteile, aber keine Verpflichtungen hatten.

Anstelle von Partnerschaft herrschte Abhängigkeit, die von den offiziellen Stellen in Kiew zuweilen geradezu als Kavaliersdelikt empfunden wurde. Es genügt, an die ständige Erpressung im Bereich des Energietransits und den banalen Diebstahl von Gas zu erinnern. (Anm. d. Übers.: Details der Gaskonflikte Vergangenheit, auf die Putin hier anspielt, finden Sie hier)

Ich sollte noch hinzufügen, dass Kiew versucht hat, den Dialog mit Russland als Vorwand zu nutzen, um mit dem Westen zu verhandeln, ihn mit einer Annäherung an Moskau zu erpressen und Vorteile für sich zu gewinnen: mit der Begründung, dass sonst der russische Einfluss in der Ukraine zunehmen würde.

Gleichzeitig haben die ukrainischen Regierungen von Anfang an, das möchte ich betonen, von den ersten Schritten an damit begonnen, ihre Staatlichkeit auf der Leugnung all dessen aufzubauen, was uns verbindet, sie haben versucht, das Bewusstsein und das historische Gedächtnis von Millionen von Menschen, ganzer Generationen, die in der Ukraine leben, zu entstellen. Es überrascht nicht, dass die ukrainische Gesellschaft mit dem Aufkommen des extremen Nationalismus konfrontiert wurde, der schnell die Form von aggressiver Russophobie und Neonazismus annahm. Daher die Beteiligung ukrainischer Nationalisten und Neonazis an Terrorbanden im Nordkaukasus und die immer lauter werdenden territorialen Ansprüche gegenüber Russland.

Die ausländischen Kräfte, die ein ausgedehnte Netz von NGOs und Geheimdiensten genutzt haben, um ihre Klientel in der Ukraine zu pflegen und ihre Vertreter an die Macht zu bringen, haben ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen.

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass es in der Ukraine im Grunde nie eine stabile Tradition echter Staatlichkeit gegeben hat. Seit 1991 ist sie den Weg der mechanischen Kopie fremder Modelle gegangen, losgelöst von ihrer Geschichte und der ukrainischen Realität. Die politischen Institutionen des Staates wurden ständig umgestaltet, um den rasch aufstrebenden Clans mit ihren eigenen Interessen zu dienen, die nichts mit den Interessen der ukrainischen Bevölkerung gemeinsam haben.

Der Sinn der sogenannten pro-westlichen zivilisatorischen Entscheidung der ukrainischen Oligarchen war und ist nicht, bessere Bedingungen für das Wohlergehen des Volkes zu schaffen, sondern den geopolitischen Rivalen Russlands unterwürfig zu dienen, um Milliarden von Dollar, die den Ukrainern gestohlen und von den Oligarchen auf westlichen Bankkonten gebunkert wurden, zu retten.

Einige industrielle Finanzgruppen, die Parteien und Politiker übernommen haben, stützten sich zunächst auf Nationalisten und Radikale. Andere gaben Lippenbekenntnisse zu guten Beziehungen zu Russland und zur kulturellen und sprachlichen Vielfalt ab und kamen mit den Stimmen von Bürgern an die Macht, die solche Bestrebungen von ganzem Herzen unterstützten, darunter Millionen aus dem Südosten des Landes. Doch sobald sie im Amt waren, verrieten sie sofort ihre Wähler, ließen ihre Wahlversprechen fallen und setzten eine Politik auf Geheiß der Radikalen um, wobei sie manchmal ihre ehemaligen Verbündeten verfolgten – jene Organisationen der Zivilgesellschaft, die für Zweisprachigkeit und Zusammenarbeit mit Russland eintraten. Sie machten sich die Tatsache zunutze, dass die Menschen, die sie unterstützten, in der Regel gesetzestreu und gemäßigt in ihren Ansichten sind und daran gewöhnt sind, der Regierung zu vertrauen.

Die Radikalen wiederum wurden immer unverschämter und ihre Forderungen wuchsen von Jahr zu Jahr. Es fiel ihnen nicht schwer, einer schwachen Regierung, die selbst mit dem Virus des Nationalismus und der Korruption infiziert war, immer wieder ihren Willen aufzuzwingen und die wahren kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen des Volkes und die wirkliche Souveränität der Ukraine geschickt durch verschiedene Arten von Spekulationen mit nationalen Begründungen und fremden ethnografischen Merkmalen zu ersetzen.

In der Ukraine gibt es immer noch keine dauerhafte Staatlichkeit und die politischen Wahlverfahren dienen nur als Deckmantel, als Projektionsfläche für die Umverteilung von Macht und Eigentum zwischen verschiedenen Oligarchenclans.

Die Korruption, die zweifellos für viele Länder, auch für Russland, eine Herausforderung und ein Problem darstellt, hat in der Ukraine einen besonderen Charakter angenommen. Sie hat die ukrainische Staatlichkeit, das gesamte System, alle Zweige der Macht buchstäblich imprägniert und korrodiert. Radikale nutzten die berechtigte Unzufriedenheit der Menschen aus, sattelten auf den Protest auf und führten den Maidan 2014 zu einem Staatsstreich. Dabei erhielten sie direkte Unterstützung aus dem Ausland. Die materielle Unterstützung des so genannten Protestcamps auf dem Maidan in Kiew durch die US-Botschaft betrug unseren Informationen zufolge eine Million Dollar pro Tag. Weitere sehr hohe Beträge wurden dreist direkt auf die Bankkonten der Oppositionsführer überwiesen. Und wir sprachen von mehreren Dutzend Millionen Dollar. Und wie viel haben die, die tatsächlich verletzt wurden, die Familien derjenigen, die bei den Zusammenstößen auf den Straßen und Plätzen von Kiew und anderen Städten ums Leben gekommen sind, am Ende bekommen? Danach sollte man besser nicht fragen.

Die Radikalen, die an die Macht kamen, organisierten eine Verfolgung, einen regelrechten Terror gegen diejenigen, die sich gegen verfassungsfeindliche Maßnahmen aussprachen. Politiker, Journalisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wurden misshandelt und öffentlich gedemütigt. Die ukrainischen Städte wurden von einer Welle von Pogromen und Gewalt überrollt, einer Reihe von spektakulären und ungesühnten Morden. Die schreckliche Tragödie in Odessa, bei der friedliche Demonstranten im Gewerkschaftshaus brutal ermordet und lebendig verbrannt wurden, lässt einen erschaudern. Die Verbrecher, die diese Gräueltat begangen haben, sind nicht bestraft worden und niemand sucht nach ihnen.

Aber wir kennen ihre Namen und werden alles tun, um sie zu bestrafen, sie zu finden und vor Gericht zu stellen.

Der Maidan hat die Ukraine der Demokratie und dem Fortschritt nicht näher gebracht. Mit dem Staatsstreich führten die Nationalisten und die sie unterstützenden politischen Kräfte die Situation endgültig in die Sackgasse und stießen die Ukraine in den Abgrund des Bürgerkriegs. Acht Jahre nach diesen Ereignissen ist das Land gespalten. Die Ukraine befindet sich in einer akuten sozioökonomischen Krise.

Nach Angaben internationaler Organisationen waren 2019 fast sechs Millionen Ukrainer, ich betone, etwa 15 Prozent der Gesamtbevölkerung, nicht der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, gezwungen, auf der Suche nach Arbeit ins Ausland zu gehen. In der Regel handelt es sich dabei um Gelegenheitsjobs. Auch die folgende Tatsache ist bezeichnend: Seit 2020 haben mehr als 60.000 Ärzte und anderes Gesundheitspersonal das Land während der Pandemie verlassen.

Seit 2014 haben sich die Wassertarife um fast ein Drittel erhöht, die Strompreise um ein Mehrfaches und die Gaspreise um das Zehnfache. Viele Menschen haben einfach nicht das Geld, um die Nebenkosten zu bezahlen, sie müssen buchstäblich überleben.

Was ist passiert? Warum geschieht das alles? Die Antwort liegt auf der Hand: Es liegt daran, dass die Mitgift, die nicht nur aus der Sowjetära, sondern auch aus dem Russischen Reich stammt, vergeudet und veruntreut wurde. Zehn- und Hunderttausende von Arbeitsplätzen, die den Menschen ein stabiles Einkommen boten, auch durch die enge Zusammenarbeit mit Russland, und Steuern in die Staatskasse brachten, gingen verloren. Industriezweige wie Maschinenbau, Instrumentenbau, Elektronik, Schiffbau und Flugzeugbau liegen entweder brach oder sind zerstört, während sie früher der Stolz nicht nur die Ukraine, sondern der gesamten Sowjetunion waren.

Im Jahr 2021 wurde die Tschernomorskij-Werft in Mykolajiw, in der zu Zeiten Katharinas II. die ersten Schiffswerften gebaut wurden, stillgelegt. Der berühmte Antonow-Konzern hat seit 2016 kein einziges Serienflugzeug mehr produziert, und das auf die Herstellung von Raketen- und Raumfahrtausrüstung spezialisierte Juschmasch-Werk steht ebenso wie das Stahlwerk Krementschuk kurz vor dem Bankrott. Diese traurige Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Das Gastransportsystem, das von der gesamten Sowjetunion aufgebaut wurde, ist so marode, dass sein Betrieb mit großen Risiken und Umweltrisiken behaftet ist.

Und das wirft die Frage auf: Sind Armut, Hoffnungslosigkeit, Verlust des industriellen und technologischen Potenzials die Wahl der pro-westlichen Zivilisation, die Millionen von Menschen jahrelang getäuscht und ihnen das Paradies versprochen hat?

In der Pracis ist es darauf hinausgelaufen, dass der Zusammenbruch der ukrainischen Wirtschaft mit einer regelrechten Ausplünderung der Bürger einhergeht, während die Ukraine selbst einfach unter ausländische Verwaltung gestellt wird. Das geschieht nicht nur auf Anweisung westlicher Hauptstädte, sondern auch vor Ort durch ein ganzes Netz ausländischer Berater, NGOs und anderer Institutionen, die sich in der Ukraine breit gemacht haben. Sie haben direkten Einfluss auf alle wichtigen Personalentscheidungen, auf alle Zweige und Ebenen der Regierung, von der Zentralregierung bis zu den Kommunen, auf die wichtigsten staatlichen Unternehmen und Konzerne, darunter Naftogaz, Ukrenergo, die Ukrainische Eisenbahn, Ukroboronprom (die Verteidigungsindustrie), Ukrposhta (die Post) und die ukrainische Seehafenverwaltung.

In der Ukraine gibt es einfach keine unabhängigen Gerichte. Auf Ersuchen des Westens räumte die Kiewer Regierung Vertretern internationaler Organisationen das vorrangige Recht ein, die Mitglieder der höchsten Justizorgane – des Justizrats und der Richterqualifikationskommission – auszuwählen.

Darüber hinaus kontrolliert die US-Botschaft direkt die Nationale Agentur für Korruptionsprävention, das Nationale Antikorruptionsbüro NABU, die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft und das Oberste Antikorruptionsgericht. All dies geschieht unter dem plausiblen Vorwand, die Korruptionsbekämpfung effektiver zu gestalten. Gut, fein, aber wo sind die Ergebnisse? Die Korruption steht in voller Blüte und gedeiht besser als je zuvor.

Sind den Ukrainern selbst all diese Methoden ihrer Verwaltung bekannt? Ist ihnen klar, dass ihr Land nicht nur einfach unter einem politischem und wirtschaftlichem Protektorat steht, sondern auf das Niveau einer Kolonie mit einem Marionettenregime reduziert wurde? Die Privatisierung des Staates hat dazu geführt, dass die Regierung die sich selbst als „Macht der Patrioten“ bezeichnet, ihren nationalen Charakter verloren hat und konsequent die vollständige Entsouveränisierung des Landes verfolgt.

Die Ent-Russifizierung und Zwangsassimilierung gehen weiter. Die Werchowna Rada erlässt unablässig mehr und mehr diskriminierende Gesetze, und ein Gesetz über die so genannten einheimischen Völker ist bereits in Kraft. Menschen, die sich als Russen verstehen und ihre Identität, ihre Sprache und ihre Kultur bewahren möchten, haben die klare Botschaft erhalten, dass sie in der Ukraine fremd sind.

Nach den Gesetzen über die Bildung und das Funktionieren der ukrainischen Sprache als Staatssprache ist das Russische aus den Schulen, aus allen öffentlichen Bereichen bis hin zu gewöhnlichen Geschäften verbannt. Das Gesetz über die so genannte Lustration, die „Säuberung“ der Macht, ermöglichte es, unliebsame Beamte zu entlassen.

Gesetze, die den ukrainischen Strafverfolgungsbehörden Anlass zur rigorosen Unterdrückung der Meinungsfreiheit und abweichender Meinungen sowie zur Verfolgung der Opposition geben, werden gezüchtet. Die traurige Praxis einseitiger illegitimer Sanktionen gegen andere Staaten, ausländische natürliche und juristische Personen ist weltweit bekannt. Die Ukraine hat ihre westlichen Kuratoren übertrumpft und ein solches Instrument wie Sanktionen gegen ihre eigenen Bürger, Unternehmen, Fernsehsender, andere Medien und sogar Parlamentsmitglieder erfunden.

Auch die ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats wird in Kiew weiterhin massakriert. Und das ist keine emotionale Einschätzung, sondern konkrete Entscheidungen und Dokumente belegen das. Die ukrainische Regierung hat die Tragödie der Kirchenspaltung auf zynische Weise zu einem Instrument der Staatspolitik gemacht. Die derzeitige Führung des Landes reagiert nicht auf die Bitten der Bürger der Ukraine, die Gesetze aufzuheben, die die Rechte der Gläubigen verletzen. Außerdem wurden in der Rada neue Gesetzesentwürfe gegen den Klerus und Millionen von Gemeindemitgliedern der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats registriert.

Ich möchte gesondert auf die Krim zu sprechen kommen. Die Menschen auf der Halbinsel haben sich aus freien Stücken für die Zugehörigkeit zu Russland entschieden. Die Regierung in Kiew hat diesem klaren und eindeutigen Willen des Volkes nichts entgegenzusetzen und setzt daher auf aggressive Aktionen, auf die Aktivierung extremistischer Zellen, einschließlich radikal-islamischer Organisationen, auf die Entsendung subversiver Gruppen zur Durchführung von Terroranschlägen auf kritische Infrastrukturen und zur Entführung russischer Bürger. Wir haben direkte Beweise dafür, dass solche aggressiven Aktionen mit der Unterstützung ausländischer Geheimdienste durchgeführt werden.

Im März 2021 hat die Ukraine eine neue Militärstrategie verabschiedet. Dieses Dokument ist fast ausschließlich der Konfrontation mit Russland gewidmet und zielt darauf ab, ausländische Staaten in einen Konflikt mit unserem Land zu ziehen. Die Strategie sieht vor, auf der Krim und im Donbass eine Art terroristischen Untergrund aufzubauen. Sie umreißt auch die Konturen des zu erwartenden Krieges, der nach Ansicht der heutigen Strategen in Kiew – ich zitiere ab hier – „mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft zu für die Ukraine günstigen Bedingungen“ enden soll. Und auch, wie sich Kiew heute ausdrückt, und ich zitiere auch hier, hören Sie bitte genauer hin „mit der militärischen Unterstützung der internationalen Gemeinschaft in einer geopolitischen Konfrontation mit der Russischen Föderation.“ Im Grunde genommen ist das nichts anderes als die Vorbereitung einer militärischen Aktion gegen unser Land – gegen Russland.

Wir wissen auch, dass es bereits Erklärungen gegeben hat, dass die Ukraine ihre eigenen Atomwaffen entwickeln wird, und das ist keine leere Angeberei. Die Ukraine verfügt über sowjetische Nukleartechnologie und die Mittel zum Einsatz solcher Waffen, darunter Flugzeuge und Tochka-U-Raketen, ebenfalls sowjetischer Bauart, mit einer Reichweite von mehr als 100 Kilometern. Aber die werden sie erhöhen, das ist nur eine Frage der Zeit. Es gibt Know-how aus der Sowjetzeit.

So wird es für die Ukraine viel einfacher sein, in den Besitz taktischer Atomwaffen zu gelangen als für einige andere Staaten – ich will sie jetzt nicht nennen -, die solche Entwicklungen tatsächlich durchführen, vor allem, wenn sie technologische Unterstützung aus dem Ausland erhält. Und auch das dürfen wir nicht ausschließen.

Wenn die Ukraine in den Besitz von Massenvernichtungswaffen kommt, wird sich die Lage in der Welt, in Europa, insbesondere für uns, für Russland, dramatisch verändern. Wir können nicht anders als auf diese reale Gefahr zu reagieren, vor allem darauf, dass die westlichen Schirmherren das Auftauchen solcher Waffen in der Ukraine erleichtern könnten, um eine weitere Bedrohung für unser Land zu schaffen. Wir können sehen, wie hartnäckig das Kiewer Regimes mit Waffen vollgepumpt wird. Allein die Vereinigten Staaten haben seit 2014 Milliarden von Dollar für diesen Zweck bereitgestellt, darunter Waffen, Ausrüstung und Spezialtraining. In den letzten Monaten sind ständig westliche Waffen in die Ukraine geflossen, demonstrativ und vor den Augen der ganzen Welt. Die ukrainischen Streitkräfte und Geheimdienste werden von ausländischen Beratern geführt, das ist uns wohl bekannt.

In den letzten Jahren haben sich Militärkontingente aus NATO-Ländern unter dem Vorwand von Übungen fast ständig auf ukrainischem Gebiet aufgehalten. Das Kommando- und Kontrollsystem der ukrainischen Truppen wurde bereits in die NATO-Truppen integriert. Das bedeutet, dass das Kommando über die ukrainischen Streitkräfte, auch über einzelne Einheiten und Untereinheiten, direkt vom NATO-Hauptquartier aus ausgeübt werden kann.

Die USA und die NATO haben damit begonnen, das ukrainische Territorium schamlos als Schauplatz möglicher Kriege zu erschließen. Die regelmäßigen gemeinsamen Übungen sind eindeutig anti-russisch ausgerichtet. Allein im letzten Jahr waren mehr als 23.000 Soldaten und mehr als tausend Stück Militärtechnik daran beteiligt.

Es wurde bereits ein Gesetz über die Zulassung von Streitkräften aus anderen Ländern auf dem Hoheitsgebiet der Ukraine im Jahr 2022 verabschiedet, um an multinationalen Übungen teilzunehmen. Es ist klar, dass wir in erster Linie über die NATO-Truppen sprechen. Für dieses Jahr sind mindestens zehn solcher gemeinsamen Manöver geplant.

Es liegt auf der Hand, dass solche Ereignisse als Deckmantel für die rasche Aufrüstung des NATO-Militärverbands in der Ukraine dienen. Dies gilt umso mehr, als das mit Hilfe der Amerikaner ausgebaute Netz von Flugplätzen – Boryspil, Iwano-Frankiwsk, Tschugujew, Odessa und so weiter – die Verlegung von Militäreinheiten in kürzester Zeit gewährleisten kann. Der ukrainische Luftraum ist offen für Flüge von amerikanischen strategischen Bombern und Aufklärungsflugzeugen und Drohnen, die zur Überwachung des russischen Territoriums eingesetzt werden.

Ich möchte hinzufügen, dass das von den Amerikanern errichtete Maritime Operations Center in Otschakow es ermöglicht, die Aktionen der NATO-Schiffe zu unterstützen, einschließlich ihres Einsatzes von Präzisionswaffen gegen die russische Schwarzmeerflotte und unsere Infrastruktur an der gesamten Schwarzmeerküste.

Einst wollten die USA ähnliche Einrichtungen auf der Krim errichten, doch die Krimbewohner und die Einwohner von Sewastopol durchkreuzten diese Pläne. Daran werden wir uns immer erinnern.

Ich wiederhole, heute wird ein solches Zentrum eingerichtet, es wurde bereits in Otschakow eingerichtet. Ich möchte Sie daran erinnern, dass im 18. Jahrhundert Soldaten von Alexander Suworow für diese Stadt gekämpft haben. Ihrem Mut ist es zu verdanken, dass sie ein Teil Russlands wurde. Zur gleichen Zeit, im 18. Jahrhundert, wurden die Schwarzmeerländer, die infolge der Kriege mit dem Osmanischen Reich an Russland angegliedert worden waren, Noworossija genannt. Heute sind diese Meilensteine der Geschichte ebenso in Vergessenheit geraten wie die Namen von Staatsmännern des Russischen Reiches, ohne deren Wirken viele große Städte und sogar der Zugang zum Schwarzen Meer in der modernen Ukraine nicht existieren würden.

Vor kurzem wurde das Denkmal für Alexander Suworow in Poltawa abgerissen. Was soll man dazu sagen? Sie leugnen Ihre eigene Vergangenheit? Aus dem so genannten kolonialen Erbe des russischen Imperiums? Nun, dann seid hier konsequent.

Weiter. Ich möchte darauf hinweisen, dass Artikel 17 der ukrainischen Verfassung die Einrichtung ausländischer Militärstützpunkte auf dem ukrainischen Staatsgebiet nicht zulässt. Es stellte sich jedoch heraus, dass das nur eine Konvention ist, die leicht umgangen werden kann.

Die NATO-Staaten haben Ausbildungsmissionen in die Ukraine entsandt. In der Tat handelt es sich bereits um ausländische Militärstützpunkte. Die nennen die Stützpunkte einfach „Mission“ und sie ist eingetütet.

Kiew hat seit langem einen strategischen Kurs in Richtung NATO-Mitgliedschaft verkündet. Ja, natürlich hat jedes Land das Recht, sein eigenes Sicherheitssystem zu wählen und Militärbündnisse einzugehen. Und das wäre auch alles so, wenn es nicht ein „aber“ gäbe. In den internationalen Dokumenten ist ausdrücklich der Grundsatz der gleichen und unteilbaren Sicherheit verankert, der bekanntlich die Verpflichtung beinhaltet, die eigene Sicherheit nicht auf Kosten der Sicherheit anderer Staaten zu stärken. Ich kann hier auf die 1999 in Istanbul verabschiedete OSZE-Charta für europäische Sicherheit und die OSZE-Erklärung von Astana 2010 verweisen.

Mit anderen Worten: Die Wahl der Sicherheit darf keine Bedrohung für andere Staaten darstellen und der Beitritt der Ukraine zur NATO ist eine direkte Bedrohung für die Sicherheit Russlands.

Ich erinnere daran, dass die USA im April 2008 auf dem Bukarester Gipfel des Nordatlantischen Bündnisses die Entscheidung durchgesetzt haben, dass die Ukraine und übrigens auch Georgien Mitglieder der NATO werden. Viele europäische Verbündete der USA waren sich bereits aller Risiken einer solchen Perspektive bewusst, mussten sich aber dem Willen ihres Seniorpartners beugen. Die Amerikaner haben sie einfach dazu benutzt, eine eindeutig anti-russische Politik zu verfolgen.

Eine Reihe von Mitgliedstaaten des Bündnisses stehen einem NATO-Beitritt der Ukraine schon jetzt sehr skeptisch gegenüber. Gleichzeitig erhalten wir ein Signal aus einigen europäischen Hauptstädten, das besagt: „Worüber macht ihr euch Sorgen? Es wird nicht buchstäblich morgen passieren.“ Tatsächlich sprechen auch unsere amerikanischen Partner darüber. „Gut“, sagen wir, „nicht morgen, aber übermorgen. Was ändert sich dadurch in der historischen Perspektive? Im Grunde genommen nichts.“

Mehr noch, uns sind der Standpunkt und die Worte der Führung der Vereinigten Staaten bekannt, dass die aktiven Feindseligkeiten in der Ostukraine die Möglichkeit eines NATO-Beitritts dieses Landes nicht ausschließen, wenn es die Kriterien des Nordatlantischen Bündnisses erfüllen und die Korruption besiegen kann.

Dennoch versuchen sie immer wieder, uns davon zu überzeugen, dass die NATO ein friedliebendes und rein defensives Bündnis ist. Sie sagen, dass es keinerlei Bedrohung für Russland gibt. Wieder einmal schlagen sie vor, dass wir uns auf ihr Wort verlassen. Aber wir kennen den wahren Wert dieser Worte. Als 1990 die Frage der deutschen Wiedervereinigung erörtert wurde, wurde der sowjetischen Führung von den Vereinigten Staaten zugesagt, dass die Zuständigkeit und die militärische Präsenz der NATO nicht einen Zoll nach Osten ausgedehnt werden würden. Und dass die deutsche Wiedervereinigung nicht zu einer Ausdehnung der militärischen Organisation der NATO nach Osten führen würde. Das ist ein Zitat.

Sie haben geredet, mündliche Zusicherungen gemacht, und es hat sich alles als leeres Geräusch herausgestellt. Später wurde uns versichert, dass die NATO-Mitgliedschaft der mittel- und osteuropäischen Länder die Beziehungen zu Moskau nur verbessern, diesen Ländern die Angst vor dem schwierigen historischen Erbe nehmen und darüber hinaus einen Gürtel russland-freundlicher Staaten schaffen würde.

Das exakte Gegenteil ist eingetreten. Die Regierungen einiger osteuropäischer Länder, die mit ihrer Russophobie hausieren gingen, brachten ihre Komplexe und Stereotypen über die russische Bedrohung in das Bündnis ein und bestanden auf dem Aufbau kollektiver Verteidigungsfähigkeiten, die in erster Linie gegen Russland eingesetzt werden sollten. Und das geschah in den 1990er und frühen 2000er Jahren, als sich die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen dank der Offenheit und unseres guten Willens auf einem hohen Niveau befanden.

Russland hat alle seine Verpflichtungen erfüllt, einschließlich des Truppenabzugs aus Deutschland und aus den mittel- und osteuropäischen Staaten, und leistete damit einen großen Beitrag zur Überwindung des Erbes des Kalten Krieges. Wir haben stets verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit angeboten, auch im Rahmen des NATO-Russland-Rates und der OSZE.

Mehr noch, ich werde jetzt etwas sagen, was ich noch nie öffentlich gesagt habe, ich werde es zum ersten Mal sagen. Im Jahr 2000, als der scheidende US-Präsident Bill Clinton Moskau besuchte, fragte ich ihn: „Was würde Amerika davon halten, Russland in die NATO aufzunehmen?“

Ich werde nicht alle Einzelheiten dieses Gesprächs preisgeben, aber die Reaktion auf meine Frage sah nach außen hin, sagen wir, sehr zurückhaltend aus, und wie die Amerikaner tatsächlich auf diese Möglichkeit reagierten, sieht man an ihren praktischen Schritten gegenüber unserem Land. Dazu gehören die offene Unterstützung von Terroristen im Nordkaukasus, eine ablehnende Haltung gegenüber unseren Forderungen und Sicherheitsbedenken im Bereich der NATO-Erweiterung, der Ausstieg aus dem ABM-Vertrag über das Verbot einer Raketenabwehr und so weiter. Da fragt man sich: Warum? Wozu das alles? Gut, Sie wollen uns nicht als Freund und Verbündeten sehen, aber warum müssen Sie einen Feind aus uns machen?

Es gibt nur eine Antwort: Es liegt nicht an unserem politischen Regime oder an etwas anderem, sie brauchen einfach kein so großes unabhängiges Land wie Russland. Das ist die Antwort auf alle Fragen. Sie ist die Quelle der traditionellen amerikanischen Russlandpolitik. Daher auch die Einstellung zu allen unseren Sicherheitsvorschlägen.

Heute genügt ein Blick auf die Landkarte, um zu sehen, wie die westlichen Staaten ihr Versprechen, die NATO nicht nach Osten auszudehnen, „eingehalten“ haben. Sie haben uns einfach betrogen. Wir haben fünf Erweiterungswellen der NATO erlebt, eine nach der anderen. Im Jahr 1999 wurden Polen, die Tschechische Republik und Ungarn in das Bündnis aufgenommen. 2004 Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien. 2009 Albanien und Kroatien. 2017 Montenegro und 2020 Nordmazedonien.

Im Ergebnis ist das Bündnis mit seiner militärischen Infrastruktur direkt an die Grenzen Russlands gekommen. Das war eine der Hauptursachen für die Euro-Sicherheitskrise und hat sich sehr negativ auf das gesamte System der internationalen Beziehungen ausgewirkt und zu dem Verlust des gegenseitigen Vertrauens geführt.

Die Lage verschlechtert sich weiter, auch im strategischen Bereich. So werden beispielsweise in Rumänien und Polen im Rahmen des US-Projekts zur globalen Raketenabwehr Stellungen für Raketenabwehrraketen eingerichtet. Es ist bekannt, dass die dort platzierten Abschussrampen für Tomahawk-Marschflugkörper, also für offensive Angriffssysteme, verwendet werden können. (Anm. d. Übers.: Details dazu finden Sie hier)

Darüber hinaus entwickeln die USA die universelle Standard-6-Rakete, die nicht nur die Probleme der Luft- und Raketenabwehr löst, sondern auch See- und Landziele treffen kann. Mit anderen Worten: Das vermeintlich defensive US-Raketenabwehrsystem wird erweitert und es entstehen neue offensive Fähigkeiten.

Die uns vorliegenden Informationen geben uns allen Grund zu der Annahme, dass der Beitritt der Ukraine zur NATO und die anschließende Stationierung von NATO-Einrichtungen in diesem Land eine ausgemachte Sache sind; es ist nur eine Frage der Zeit. Uns ist klar, dass in einem solchen Szenario die militärische Bedrohung Russlands um ein Vielfaches zunehmen wird. Und ich weise besonders darauf hin, dass die Gefahr eines Überraschungsangriffs auf unser Land um ein Vielfaches steigen wird.

Ich möchte klarstellen, dass die amerikanischen strategischen Planungsdokumente – es sind offiziellen Dokumente! – die Möglichkeit eines so genannten Präventivschlags gegen feindliche Raketensysteme vorsehen. Und wir wissen auch, wer der Hauptgegner der USA und der NATO ist. Es ist Russland. In den NATO-Dokumenten wird unser Land offiziell direkt zur Hauptbedrohung der euro-atlantischen Sicherheit erklärt. Und die Ukraine wird als Sprungbrett für einen solchen Schlag dienen. Wenn unsere Vorfahren das hören würden, würden sie es wahrscheinlich nicht glauben. Und wir wollen es heute nicht glauben, aber es ist wahr. Ich möchte, dass das sowohl in Russland als auch in der Ukraine verstanden wird.

Viele ukrainische Flugplätze liegen in der Nähe unserer Grenzen. Die hier stationierten taktischen NATO-Flugzeuge, darunter auch hochpräzise Waffenträger, werden in der Lage sein, unser Gebiet bis zur Linie Wolgograd – Kasan – Samara – Astrachan zu treffen. Die Stationierung von Radaraufklärungsgeräten auf ukrainischem Gebiet wird es der NATO ermöglichen, den russischen Luftraum bis zum Ural streng zu kontrollieren.

Nachdem die Vereinigten Staaten den Vertrag über Kurz- und Mittelstreckenraketen gebrochen haben, entwickelt das Pentagon bereits offen eine Reihe von bodengestützten Angriffswaffen, darunter ballistische Raketen, die Ziele in einer Entfernung von bis zu 5.500 Kilometern erreichen können. Wenn solche Systeme in der Ukraine eingesetzt werden, können sie Ziele im gesamten europäischen Gebiet Russlands sowie jenseits des Urals treffen. Tomahawk-Marschflugkörper bräuchten weniger als 35 Minuten, um Moskau zu erreichen, 7 bis 8 Minuten für ballistische Raketen aus der Region Charkow und 4 bis 5 Minuten für Hyperschallraketen. Das nennt man, das Messer an der Kehle zu haben. Und ich habe keinen Zweifel daran, dass sie diese Pläne genauso umsetzen werden, wie sie es in den vergangenen Jahren immer wieder getan haben, indem sie die NATO nach Osten ausdehnen und militärische Infrastruktur und Ausrüstung an die russischen Grenzen verlagern, wobei sie unsere Bedenken, Proteste und Warnungen völlig ignorieren. Nach dem Motto: Entschuldigen Sie, die sind uns wurscht und wir tun, was immer wir wollen, was immer wir für richtig halten.

Und natürlich wird auch erwartet, dass wir uns weiterhin gemäß dem bekannten Sprichwort verhalten: „Der Hund bellt, aber die Karawane zieht weiter.“ Ich sage sofort, dass wir dem nicht zugestimmt haben und niemals zustimmen werden. Gleichzeitig war und ist Russland immer dafür, die komplexesten Probleme mit politischen und diplomatischen Mitteln am Verhandlungstisch zu lösen.

Wir sind uns unserer großen Verantwortung für die regionale und globale Stabilität bewusst. Bereits 2008 hat Russland eine Initiative zum Abschluss eines Europäischen Sicherheitsvertrags vorgelegt. Die Kernaussage war, dass kein Staat und keine internationale Organisation im euro-atlantischen Raum seine Sicherheit auf Kosten der Sicherheit anderer stärken kann. Unser Vorschlag wurde jedoch von Anfang an abgelehnt: Man konnte nicht zulassen, dass Russland die Aktivitäten der NATO einschränkt.

Mehr noch: Uns wurde ausdrücklich gesagt, dass nur Mitglieder des Nordatlantischen Bündnisses rechtsverbindliche Sicherheitsgarantien haben können.

Im vergangenen Dezember haben wir unseren westlichen Partnern den Entwurf eines Vertrags zwischen der Russischen Föderation und den Vereinigten Staaten von Amerika über Sicherheitsgarantien sowie den Entwurf eines Abkommens über Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Russischen Föderation und der NATO-Mitgliedstaaten übermittelt.

Die Antwort der Vereinigten Staaten und der NATO bestand aus vielen gemeinsamen Worten. Es gab zwar einige vernünftige Punkte, doch ging es dabei um zweitrangige Themen, und es sah aus wie ein Versuch, die Diskussion in eine andere Richtung abzulenken.

Wir haben dementsprechend geantwortet und betont, dass wir bereit sind, den Weg der Verhandlungen zu gehen, allerdings unter der Bedingung, dass alle Fragen als Paket, als Ganzes betrachtet werden, ohne sie von den grundlegenden russischen Vorschlägen zu trennen. Und diese enthalten drei wichtige Punkte. Der erste ist die Verhinderung einer weiteren NATO-Erweiterung. Der zweite ist die Weigerung, dem Bündnis die Stationierung von Angriffswaffensystemen an den Grenzen Russlands zu gestatten. Und schließlich die Rückführung der militärischen Fähigkeiten und der Infrastruktur des Blocks in Europa auf den Stand von 1997, als die NATO-Russland-Grundakte unterzeichnet wurde.

Genau diese unsere prinzipiellen Vorschläge wurden ignoriert. Unsere westlichen Partner haben, ich wiederhole es, wieder einmal die abgedroschene Formulierung geäußert, dass jeder Staat das Recht hat, frei zu entscheiden, wie er seine Sicherheit gewährleistet und sich beliebigen Militärbündnissen und Allianzen anschließen kann. Mit anderen Worten: An ihrem Standpunkt hat sich nichts geändert und es wird immer wieder auf die berüchtigte „Politik der offenen Tür“ der NATO verwiesen. Außerdem versuchen sie, uns erneut zu erpressen, indem sie uns erneut mit Sanktionen drohen, die sie übrigens sowieso in dem Maße verhängen werden, in dem Russlands Souveränität und die Macht unserer Streitkräfte zunehmen. Und ein Vorwand für einen weiteren Sanktionsangriff wird immer gefunden oder einfach erfunden, unabhängig von der Lage in der Ukraine. Das Ziel ist das gleiche – die Entwicklung Russlands zu unterdrücken. Und sie werden es tun, wie sie es schon früher getan haben, sogar ohne jeglichen formalen Vorwand, weil wir unsere Souveränität, unsere nationalen Interessen und unsere Werte niemals gefährden werden.

Ich möchte klar und deutlich sagen, dass Russland in der gegenwärtigen Situation, in der unsere Vorschläge für einen gleichberechtigten Dialog über grundsätzliche Fragen von den Vereinigten Staaten und der NATO praktisch unbeantwortet geblieben sind, in der das Ausmaß der Bedrohungen für unser Land erheblich zunimmt, jedes Recht hat, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um seine eigene Sicherheit zu gewährleisten. Genau das werden wir tun.

Was die Lage im Donbass betrifft, so sehen wir, dass die Führungsspitze in Kiew ständig öffentlich erklärt, dass sie nicht bereit ist, das Minsker Maßnahmenpaket zur Beilegung des Konflikts umzusetzen, und dass sie nicht an einer friedlichen Lösung interessiert ist. Im Gegenteil, sie versuchen erneut, einen Blitzkrieg im Donbass zu organisieren, wie sie es bereits 2014 und 2015 getan haben. Wir erinnern uns noch, wie diese Abenteuer damals endeten.

Jetzt vergeht praktisch kein Tag mehr, an dem nicht Städte und Dörfer im Donbass beschossen werden. Eine große Gruppe von Truppen setzt ständig Angriffsdrohnen, schweres Gerät, Raketen, Artillerie und Mehrfachraketenerfer ein. Die Tötung von Zivilisten, die Blockade, die Misshandlung von Menschen, einschließlich Kindern, Frauen und älteren Menschen, geht unvermindert weiter. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Und die sogenannte zivilisierte Welt, zu deren einzigen Vertretern sich unsere westlichen Kollegen selbst ernannt haben, zieht es vor, das nicht zur Kenntnis zu nehmen, als gäbe es diesen ganzen Horror, den Genozid, dem fast 4 Millionen Menschen ausgesetzt sind, nicht, und das nur, weil diese Menschen mit dem vom Westen unterstützten Putsch in der Ukraine im Jahr 2014 nicht einverstanden waren und sich der gesteigerten staatlichen Bewegung hin zu einem höhlenartigen und aggressiven Nationalismus und Neonazismus widersetzten. Und sie kämpfen für ihre elementaren Rechte: in ihrem eigenen Land zu leben, ihre eigene Sprache zu sprechen, ihre Kultur und Traditionen zu bewahren.

Wie lange kann diese Tragödie noch andauern? Wie lange können wir das noch ertragen? Russland hat alles getan, um die territoriale Integrität der Ukraine zu wahren, und hat all die Jahre hart und geduldig für die Umsetzung der Resolution 2202 des UN-Sicherheitsrats vom 17. Februar 2015 gekämpft, in der das Minsker Abkommen vom 12. Februar 2015 zur Lösung der Lage im Donbass verankert ist.

Alles umsonst. Präsidenten und Abgeordnete der Rada wechseln, aber das Wesen und der aggressive, nationalistische Charakter des Regimes, das in Kiew die Macht übernommen hat, ändert sich nicht. Er ist ausschließlich ein Produkt des Staatsstreichs von 2014 und diejenigen, die den Weg der Gewalt, des Blutvergießens und der Gesetzlosigkeit eingeschlagen haben, haben keine andere Lösung für die Donbass-Frage als eine militärische anerkannt und werden dies auch in Zukunft nicht tun.

In diesem Zusammenhang halte ich es für notwendig, eine längst überfällige Entscheidung zu treffen: die Unabhängigkeit und Souveränität der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk unverzüglich anzuerkennen.

Ich bitte die Bundesversammlung der Russischen Föderation, diese Entscheidung zu unterstützen und dann die Verträge über Freundschaft und gegenseitigen Beistand mit beiden Republiken zu ratifizieren. Diese beiden Dokumente werden in naher Zukunft ausgearbeitet und unterzeichnet.

Und von denen, die in Kiew die Macht übernommen haben und halten, fordern wir die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten. Andernfalls wird die Verantwortung für die mögliche Fortsetzung des Blutvergießens ausschließlich auf dem Gewissen des Regimes lasten, das das Gebiet der Ukraine regiert.

Bei der Bekanntgabe der heute gefassten Beschlüsse vertraue ich auf die Unterstützung der Bürger Russlands und aller patriotischen Kräfte des Landes.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

69 Antworten

  1. Danke für die Übersetzung. Wie sagt man so salopp „Butter bei de Fische“. Bei Putin scheint wirklich der Geduldsfaden gerissen zu sein. Man kann aber davon ausgehen, dass dies keine Sportabendladung eines überraschten Politikers ist. Die neuen militärischen Entwicklungen in Russland und die seit vielen Jahren verhängten Sanktionen durch den Westen legen nahe, dass man diesen Schritt schon länger geplant hat. Demzufolge wird jetzt alles sehr schnell gehen. Ein wichtigerer Indikator wird heute der Aktienmarkt sein. Fällt dieser nicht unter eine kritische Marke oder stabilisiert sich wieder gegen Ende der Woche, ist noch Hoffnung auf ein nicht ganz so turbulentes Jahr. Ansonsten steht gerade die EU vor einem schwer lösbaren Rätsel.

  2. Das wird ein sehr schweres Jahr für Russland. Man sieht es förmlich auf dem Bild, wie sehr Putin leidet. Er weiß, was passieren wird, und das macht ihm Sorgen. Denn die russische Wirtschaft kann nicht unbeeinflusst davon sein, wie es letztlich auch unsere nicht sein kann. Aber im Gegensatz zu unserer Politik, die jeden Konflikt in Kauf nimmt, weil kein Verantwortlicher auch nur einen Hauch von Ahnung hat, was ein scharfer Konflikt bedeutet, hat die russische Regierung genau im Kopf, was es heißt, einen Krieg führen zu müssen. Genaugenommen 27 Millionen Köpfe, die der letzte gekostet hatte.
    Sie spielen nicht mit dem Feuer, auch wenn unsere westlichen Medien es behaupten werden. Unsere Politiker und die Ukrainer jedoch haben seit nunmehr 8 Jahren mit dem Feuer gespielt. Ihnen ist es schnurzpiepegal, was daraus wird. Wenn es knallt, werden die westlichen Eliten bloß sagen: „So what? Wo kann ich meine nächsten Finanzdeals setzen? Rüstung wäre sicher super.“
    Ich kann nur hoffen, dass es nicht zum Äußersten kommt, denn das würden wieder nur diejenigen auszubaden haben, die es am wenigsten verursacht haben, die Bevölkerungen.

    1. Unsere Politiker nehmen nicht alles in Kauf, weil keiner Ahnung hat, sondern weil es ihnen egal ist und nur ihre Ideologie und Fanatismus zählt (und noch nie waren sachliche Argumente irgendwann gegen Ideolgie überlegen)

    2. Treffend kommentiert. Den USA bzw. deren Führern fehlt die Erfahrung eines Krieges auf *eigenem* Territorium zu Lasten der *eigenen* Bevölkerung — die vielen Grabsteine auf den Soldatenfriedhöfen stehen auch überwiegend in Europa, die in Arlington liegen lassen sich leicht verherrlichen, die Leidtragenden sind über das Land verstreut.

      Mir reichen noch die Fotos von Dresden, Köln, Hamburg,… und das wenige, das mein Vater bereit war, über seinen „Russland-Ausflug“ ab 1941 zu erzählen. Er hat bis in seine 90er Lebensjahre davon Albträume gehabt.

  3. Danke für die Übersetzung. Ein sehr wichtiges Dokument, das immer zugriffbereit sein sollte, von überall und von jedem lesbar.
    Es wird klar, dass zumindest die russische Regierung das Gefühl hat, das Wasser steht nicht nur bis zum Hals, sondern Oberkante Unterlippe, d.h. es kann praktisch nahezu täglich „zu spät sein“.
    Der russische Vertragsentwurf war somit ein letzter Versuch, Vernunft in die Köpfe zu bekommen, diese Schraube nicht nur nicht weiter zu drehen,sondern zurückzudrehen, weil sonst …
    Und nun haben wir das „..sonst..“, quasi als Notwehrreaktion gegen Ertrinken.
    Das bedeutet aber auch, dass damit jetzt nicht Ende der Spannungen ist, im Gegenteil. Ich nehme an, das alles ist von russischer Seite wohl überlegt, schon länger, und als „Plan B“ (oder „C“) mit allen Konsequenzen durchgespielt worden. Da eine echte Entspannung (immer noch) nur erfolgen kann, wenn sehr deutlich alle Angriffsmöglichkeiten zurückgezogen werden, das aber (zumindest derzeitig) sicherlich für die am Seil der USA hängenden Vasallen und Washington undenkbar ist, im Gegenteil, wird es zu einer sehr deutlichen Eskalation Kommen, so weit, bis eine der beiden Seiten ein „Bitte hört auf“ ruft. D.h. für uns: wir müssen mit allem rechnen, nicht zuletzt auch wegen des ukrainischen Hinweises auf Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag, was sicherlich von den westlichen Ländern hingenommen (oder gar gefördert) wird, ohne irgendwelche Sanktionen.

  4. Wer die ganze Rede Putins gelesen hat wird eine Sache verstehn: Wenn die USA – die NATO und all die Kräfte die Russland zerstören wollen JETZT nicht aufhören weiter gegen Russland mobil zu machen – dann ihr Lieben werdet ihr ZERQUETSCHT ! Stoppt die senile alte Marionette im „Schwarzen“ Haus !
    Wenn nicht wird es zu einer sehr unangenehmen Eigendynamik kommen:
    Nordstream2 tot und kein Gas mehr für Germoney ! Die Folgen werden absolut katastrophal sein.
    Lugansk und Donetzk haben um Hilfe gebeten und sie bekommen. Das ist legitim. Putin tut dies um die „russisch“ stämmigen Menschen dort zu retten.
    Greift die Regierung in Kiew jetzt an – greift der Westen – die USA an gibt es ein Gemetzel ! An der Rede Putins kann man erkennen, dass ihm jetzt der Kragen geplatzt ist. Russland steht das Wasser bis Unterkante Oberlippe.
    Also: Macht Frieden – zieht euch zurück – hört auf zu hetzen ihr dummen dummen „Journalisten“ der sogenannten „Atlantikbrücke“.
    Liebe Nahtod: Baut eure Angriffsraketensysteme ab ! Ich denke diese Rede war Putins LETZTE Warnung ! Was passiert wenn ihr jetzt nicht endlich aufhört könnt ihr ( ja lacht nur ) bei Alois Irlmaier oder auch dem Lied der Linde nachlesen. Dann wars das für uns alle. Aber ich bin fast sicher: Ihr könnt es nicht lassen und werdet weitermachen…

    1. Das können die nicht, weil sie nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, was vor sich geht.

      Man sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, daß man hier genauso in einer Ideologie „von der liberalen Demokratie“, der „liberalen Ordnung“, als den stets und unbestreitbaren, einzige richtige politisch-ökonomischen „Verhältnissen“, gefangen ist, wie wir das doch früher auch im Hinblick auf die unsrigen waren.
      Das ist im Grunde normal, weil natürlich durch ökonomischen Verhältnisse disponiert – insoweit also völlig in Ordnung.
      Nur die Verhältnisse entwickeln sich, und wie es auch heute wieder aussieht, nicht mehr zum „Besseren“.

      Und es fällt doch richtige auf, daß man geradezu inflationär, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, auf seine „freiheitlich-demokratische“ Verfaßtheit hinzuweisen, offenbar für notwendig hält – das ist ein recht deutliches Anzeichen dafür, daß man sich seiner Sache nicht mehr so sicher ist.

      Von der zunehmend „demokratischen“ Ukraine, die seltsamer weise genauso zunehmend all das macht, was man anderen „nicht demokratischen“ Staaten überhaupt nicht durchgehen lassen würde, brauchen wir da gar nicht zureden ….

      1. Sie, die westl. Eliten, wissen was sie tun, sie verstehen das vollkommen. Es hat auch nichts mit irgendeinem Fanatismus zu tun, es ist in sich Logisch.
        Entweder wird Rußland in kleine Häppchen zerstückelt welche gut zu verwalten (besser – auszubeuten) sind oder das westl. Herrschaftsmodell wird komplett zerbrechen. Mit all seinen Konsequenzen für diese „eliten“.

        Da aber Rußland, auch in Verbindung mit China, dem „Westen“ in vielen Belangen schon weit überlegen ist ist der Ausgang letztlich schon klar.

  5. Tausend Dank Thomas Röper! Die Rede gestern war historisch sehr sehr wichtig (Wie MSC 2007?), und ich wusste, dass es für Sie eine Schlaflose Nacht war, um uns allen den Wortlaut am Tag danach bereitzustellen.

  6. Das Russische Reich war ein Kolonialreich, auch die Sowjetunion ist es gewesen, Russland heute ist es immer noch, was, z.B., den Fernen Osten betrifft. Die westlichen Kolonialweiche sind zerfallen, haben aber immer noch Kolonien außerhalb des Mutterlandes, die USA nicht ausgenommen.
    Der Zusammenbruch und das Verhalten gegenüber den eigenen Kolonien war und ist heute sehr unterschiedlich.
    Putin hat sich in seiner Rede offen als Kolonialherr präsentiert. Schade eigentlich. Ich hatte Klügeres erwartet.
    Die Kolonialmächte führten Kriege gegeneinander, Deutschland hat voll und ganz verloren. Nichts spricht dagegen, dass das auch Russland passieren kann, wenn es aus den Fehlern von Deutschland nicht lernt. Müsste Putin eigentlich wissen, kennt ja Deutschland, wie seine Hosentasche.
    Putin hat schwache, falsche Berater. Einen kenne ich persönlich aus der IT-Branche. Schrecklich.

    1. Könnte es sein, dass Putin nun das Abkommen von Minsk umsetzt bzw. dafür sorgt, dass es umgesetzt wird, was der Westen jahrelang von Russland verlangt hat?
      Vorher war Russland dies nicht möglich, da es selbst keine Konfliktpartei war.
      Aber wie man es auch macht, macht man es offenbar falsch …

    2. Nein, das Russische Zarenreiche hatte kein Kolonialreich im eigentlich Sinne des Wortes besessen, weil der russische Staat nach der Eroberung fremder Territorien die Eliten der dort lebenden fremden Völker kooptierte, was etwa im Falle der Eliten der Völker Amerikas nach dessen Eroberung durch Spanien, Portugal, England/Großbritannien und die Niederlande eindeutig nicht stattgefunden hatte. Russlands Semi-Kolonie Sibirien war am ehesten vergleichbar mit Dänemarks Halbkolonien Grönland und Island. Die UdSSR war zwar ein Imperium, jedoch keine Kolonialmacht, da die Sowjetrepubliken in Zentralasien zwar rückständiger waren als die europäischen und transkaukasischen Gliedstaaten, jedoch diesen rechtlich gleichgestellt gewesen sind. Zypern war bis zur Erlangung seiner staatlichen Unabhängigkeit hingegen hinsichtlich seines gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Entwicklungsstandes eher mit einer Kolonie vergleichbar, obgleich dieses ein europäisches Land war und ist und zur ältesten Zivilisation in Europa gehört hatte und weiterhin gehört.

  7. In der gesamten Rede Putins (Dank an den Übersetzer) gibt es keinen greifbaren Hinweis darauf, was Russland bei den nun zu erwartenden Sanktionen des Westens unternimmt. In ersten Kommentaren war eine unverhohlene Wut und Ohnmacht der westlichen Politiker und ihrer Hofschranzen-Journaille hörbar, damit haben diese Transatlantiker nicht im Entferntesten gerechnet, denn sie können nur Krieg, Drohungen und Sanktionen. Die Politik des Westens ist aber so primitiv, wie durchschaubar. Das ukrainische Putschregime kann ab sofort mit den Volksrepubliken verhandeln (übrigens, so wie es Minsk II vorsieht) und Russland wird jegliche Sanktionen, Bombardierungen und Schikanen der wirtschaftlich toten Ukraine gegen die Volksrepubliken abwehren. Milliarden Dollar der NATO-Staaten für Waffenlieferungen an die Ukraine sind in den Sand gesetzt. Ein „regionaler“ Bruderkrieg findet jetzt nicht mehr statt. Wenn es zum Krieg kommt, wird es ein Weltkrieg sein. Die NATO-Politiker kennen das Ende, es wird das Ende der Menschheit auf diesem Planeten sein. Auch hören wir kein Wort der transatlantischen NATO- und EU-Politiker, was auf ihre „neuen, fürchterlichen, gigantischen und noch nie dagewesenen“ Sanktionen gegen Russland vonseiten Russlands folgt. Russland ist mit der westlichen Wirtschaft verbunden und das ist keine Einbahnstraße. Eine Sanktionierung von Nord Stream II hätte mit Sicherheit spiegelbildliche Maßnahmen der Russen zur Folge, und zwar die Einstellung der Lieferung von Energieträgern an den Westen. Seit Jahren haben seriöse Ökonomen darauf hingewiesen, dass Russland Lieferwege von Energieträgern in den asiatischen und indischen Raum als Ersatz bereits geschaffen hat. Russland wickelt bereits seit Jahren seine Auslandsgeschäfte nicht mehr in Dollar ab, Russland hat gemeinsam mit anderen Staaten ein eigenes Zahlungssystem aufgebaut. Übrigens, fossile Energieträger sind nach wie vor zu mehr als 80 % die Grundlage der Energieversorgung weltweit. Sanktionen gegen Russland im Energiebereich werden die „Märkte“ der westlichen Staaten ruinieren. Russland hat mit der Anerkennung der Volksrepubliken einen von der NATO gesponsorten Waffengang des ukrainischen Putschregimes verhindert. Russland hat einen regionalen Krieg verhindert, dafür können wir dankbar sein, die Menschen im Donbass sind es überwiegend auch.

  8. Ich habe mir die ganze Rede angeschaut (Live).
    Das war zwar eine deutliche Ansage an den Westen, aber auch an die Ukraine, an Russland und den Rest der Welt.
    In der Ukraine selbst könnte es zu einem wachsenden Widerstand gegen die westlichen Agitatoren und Blutsauger kommen.
    Ein Bürgerkrieg in der Ukraine würde ein neues Spiel eröffnen. Warum sollte nur der Westen in der Lage sein, so etwas loszutreten?

  9. Übrigens:
    _____://de.rt.com/international/132127-biden-unterzeichnet-dekret-ueber-sanktionen-dvr-lvr/

    „Biden unterzeichnet Dekret über Sanktionen, Investitionsverbote und Handel mit DVR und LVR“

    Das ging ja auch blitzschnell.
    Ich vermute, die ahnten zumindest was kommt, ganz blöd sind sie ja nun auch nicht.
    Das könnte der gigantische propagandistische Nebelbombe eine gewisse zusätzliche Plausibilität verleihen …

  10. Übrigens:
    Die gestrige Sitzung des Sicherheitsrates war meines Wissens wohl die erste, jedenfalls in den letzten Jahren, die dermaßen öffentlich abgehalten wurde. Im Allgemeinen ließt man zu diesen Veranstaltungen auf dem Portal der Präsidialverwaltung nur Belanglosigkeiten.

    Man sollte sie sich anschauen.
    Der Präsident der RF hat sich da öffentlichkeitswirksam die Entscheidungen bestätigen lassen, so daß sich niemand von dem Verein vor der Mitverantwortung drücken kann.
    Das ist „Autokratie“ vom Feinsten …

  11. Wir wissen’s doch mittlerweile schon Alle: Der Feind steht (auch) im eigenen Land. Seit den 1990-er gab’s in Deutschland kaum noch Politiker, die den 2. Weltkrieg mitgemacht haben und diese Generation ist nahezu ausgestorben. Mit der Abschaffung des Wehrdienstes und dem Aufbau einer Söldnertruppe, wurden für junge Deutsche die Camouflage-Mode und Computer-Gemetzel „mega-geil“, und aus diese unseligen Sippe rekrutierten sich solche Außen- und Kriegsminister, wie die Flinten-Uschi, die AKK, die Bearbock, die sich allesamt noch nie harten militärischen Bedingungen unterziehen mussten. Dieses weibliche Dreckspack, das ihrem gesamten Geschlecht nur Schande eingebracht hat, gehört zu solchen Schreibtischtätern wie ehemals Goeebels & Co.. Ein solches Pack ist mitverantwortlich für die zunehmende Zerstörung einer Jahrhunderte und Jahrtausende alten gemeinsamen und friedliebenden Kultur von Arya’s in Russland, Mitteleuropa und Persien. Die Briten und die USA, die Australier und Kanada rekrutierten sich immer schon aus Candala’s, die nichts Anderes kennen, als die Leben Andere zu ihren eigenen Gunsten zu stören und vernichten – das fängt bereits beim Fleischverzehr an, geht über den Konsumwahn und endet bei Gier, Neid, Hass und Gewalt. Putin hat gleich zu Anfang von Gemeinsamkeiten in der Geschichte, Kultur und des spirituellen Raums gesprochen – Letzters ist absolut nicht bedeutungslos, denn ausufernder Materialismus mit den gerade genannten Folgen steht einer hochentwickelten Geistigkeit und Spiritualität entgegen, die einst Arya’s von Indien bis nach Deutschland und Persien friedlich gelebt hatten. Die gegenwärtigen Konflikte sind damit ganz einfach auf Gottlosigkeit zurückzuführen, der irrigen Philosophie, selber Herr über menschliche Geschicke (insbesondere fremde) sein zu können. Wer aus dem Herzen lebt, wird niemals auf die Idee kommen, was westliche Politiker heute anderen Kulturen emotionslos antun – aber sie haben damit die Rechnung spätestens dann, wenn das Maß voll ist, ohne den Wirt gemacht. Die Geschichte von Hiranyakasipu, die allen Arya’s sehr gut bekannt ist, belegt, dass das Ende des Westens bereits besiegelt ist.

  12. Ich muss sagen, eine denkwürdige, den Kern treffende aber auch wegweisende Rede von Herrn Putin!
    Die rote Linie wurde überschritten und es gibt praktisch nur noch einen Weg, neben der Diplomatie, den Aggressor aufzuhalten und in die Schranken zu verweisen.
    Ich persönlich bin der Meinung, dass es endlich an der Zeit ist die USA und einige ihrer Verbündeten – besonders auch einige östliche Partner, die immer lauter mit den Säbeln rasseln, zumindest einen herben Dämpfer zu verpassen!
    Was ich nicht verstehe ist das aggressive Verhalten, neben der Ukraine, von den anderen einst „sozialistischen“ Staaten, die nicht mehr der Sowjetunion sondern die Russische Föderation gegenüberstehen.
    So viel Hass? Einst haben sich die Völker gegenseitig bereist und bei wirtschaftlichen, gegenseitigen Besuchen, Wodka in Strömen getrunken bzw. gemeinsam friedlich gespeist.
    Aus Freunden wurden Feinde und diese Feindschaft wird bewusst vom Westen geschürt.
    Die USA dulden keine gleichberechtigten Partner und andere Meinungen neben sich – und genau das ist das Elend unserer heutigen Welt!

  13. Danke für die sehr gute Übersetzung. wer die Sitzung des Sicherheitsrates, Putins Rede und die Vertragsunterzeichnung mit Donezk und Lugansk live gesehen hat, kann die Sorgen Russlands nachvollziehen, Putin ist sich möglicher Folgen bewußt aber es gibt nur noch diesen Weg…

  14. Der 3 Weltkrieg hat heute endgültig begonnen ! Wenn ich gerade eben die BILD dir keine Meinung lese und das hasserfüllte Geschwätz wird eines völlig klar:
    Es wird ganz ganz schlimm kommen. Sie sind völlig unbelehrbar.
    Die Benzin und Energiepreise werden diesmal steigen bis der Teuro crasht.
    Danach dann Plünderungen und Bürgerkriege überall in Teuropa.
    Glutjahr 2020 – Flutjahr 2021 – Blutjahr 2022 !
    Und wenn die „Nahtod“ es wagen sollte sich in der Ukraine einzumischen dann:
    BUM -> Erst konventioneller Krieg -> dann Atomkrieg !
    Finis Germaniae – Finis USA
    Auf jeden Fall reicht es schon wenn uns die Russen das Gas abdrehn. Jetzt da wir keine Atomenergie mehr haben sind wir hilflos.
    Das amerikanische Frackinggas reicht NIE !

    1. …kam grad in deutschen „nachrichten“…: NS 2 Zertifizierung nun doch gestoppt

      das, was der yankee nicht ansprach – hat der dumme deutsche sklave nun selber veranlasst – wie blöd kann man nur sein, sich selber zu verstümmeln…

      Aber wie war das bei der „nato“-Gründung…?!?
      Yankees in und Russland aus Europa raus zu halten – sowie Deutschland unten zu halten…

      Na – mit solchen hirnfreien skläv-chen ist das ja auch gaaaanz einfach zu schaffen…

  15. Interessant ist die Reaktion der USA. Biden hat Sanktionen gegen die „neuen“ Staaten angekündigt. Kein US Bürger darf dort Geschäfte machen.
    Das ist die Bankrotterklärung des Westens. Es wäre besser gewesen, wenn es erst einmal keine Reaktion gegeben hätte. Aber mit den Sanktionen hat die USA diese neuen Länder indirekt anerkannt.
    Es gab noch keine Ankündigung, dass NS2 jetzt beerdigt wird. Es gab keine Ankündigung, dass Russland vom SWIFT abgeschaltet wird. Jetzt offenbart sich was eigentlich klar auf der Hand liegt. Der Westen ist von Russland und nicht Russland vom Westen abhängig.
    Selenzki wird nach dieser Niederlage sicherlich auch aus dem Amt geschmissen. Er hatte Zeit genug um das Minsker abkommen umzusetzen. Die Nazi Ukraine zerfällt immer mehr. Bin gespannt, wann sich die nächsten Regionen, die unter den Repressalien aus Kiew leiden sich unabhängig erklären.

  16. Eine Rede wie die von Präsident Putin könnte die gesamte US-Administration nicht auf die Beine bringen. Und deswegen lässt sie sich von Lügen und Machtgier leiten, bei allem, was sie tut. Es wäre wenigstens den europäischen Politikern zu raten, die Rede sehr genau zu lesen, und nochmal und nochmal. Bei Baerbock würde das nichts nützen, weil sie eben strunzdumm ist, aber vielleicht käme der eine oder andere doch auf den Gedanken, dass die bisherige Politik falsch und zum Scheitern verurteilt ist. Es wäre ein Anfang.
    Ob unser Grinsekopp und Kanzlerzwerg zu denen gehört, die dazulernen können? Da sind große Zweifel angebracht, er wartet doch nur auf Weisungen aus den USA.

    1. Ich glaube da werden Sie Pech haben. Das sind nämlich samt und sonders ausschließlich Marionetten.
      Die zu allem Übel jeder für sich Leichen im Keller und Dreck am Stecken haben. Da geht nichts mit Wahrheit
      und Aufrichtigkeit. Ausserdem ist der Karren sowieso schon zu tief im Dreck. Leider….. wäre schön wenn es anders
      wäre.

      1. „Wird“ – Natürlich, „wird“. Denn noch habe ich ein Auskommen das fürs Überleben mehr als reicht, kann mein Haus heizen – mein Eindruck ist, dass dies eben gerade mutwillig verspielt wird. Es ist eine andere Ebene von „hässlich“, wenn das Haus im Winter nicht beheizt wird, wenn die Rente plötzlich futsch ist, wenn das Einkommen für ein paar Brote reicht und das nur, weil unsere „junge“ Politikergeneration nebst deren Wählerschaft, wie man so schön sagt, „wohlstandsverwahrlost“, einfach keinen blassen Schimmer hat und uns in den Abgrund manövriert.

  17. Auch von mir einen herzlichen Dank für die Übersetzung. Ich denke, der Tropfen der das Faß zum Überlaufen brachte, war die Androhung Selenskis, Atomwaffen in der Ukraine zu aktivieren. Das konnte Putin nicht so stehen lassen.

    1. Ich denke eher das dümmliche Lachen von Scholz ob des von Russland angeprangerten Genozids durch die ukri-Nazi’s in Donbass und Lugansk waren das Zünglein an der Waage – das war Putins persönliche rote Linie… zuviel ist nun mal zuviel.

      1. „Genozid“ fand ich übertrieben – aber wir kritisieren ja alle, dass die westliche Propaganda in ihrer unsäglichen Arroganz sich darin verweigert, hinzuschauen, wo himmelschreiendes Unrecht geschieht, wenn es auf der falschen Seite ist. Da helfen Grüne eben auch mal Nazis. Einwände kommentieren sie einfach nicht oder tun es als Propaganda ab.

        1. Aufgrund der Erfahrungen Russlands mit „deutschen“ vom 2.WK her und der Bezeichnung als „Untermenschen“ – und dann noch so ein dummes Teil von Scholz, der in seiner Arroganz aktuell über die vielen toten Russen lacht und damit als Lappalie abtut – da wäre ich weit stärker explodiert und „Genozid“ ist da noch eine harmlose Bezeichnung… 😉😎

          Der „westen“ brauchte deshalb auch die Lektion – die er bekommen hat… – und was das Gas betrifft…: Deutschland friert – nicht Russland…

        2. „Genozid“ fand ich übertrieben … Ich denke schon, daß die Merkmale entsprechend der Konvention über Verhütung und Bestrafung von Völkermord vorliegen.
          Davon abgesehen: Danke für diese wichtige Übersetzung! Interpretationen / Prognosen verkneife ich mir; nur eine Frage: An wen richtete sie die Rede? Die westlichen Analphabeten sind mE damit geistig überfordert.

        3. „….Da helfen Grüne eben auch mal Nazis….“
          Einwurf aus der Farbenlehre: Was passiert, wenn man Rot und Grün mischt ? Es entsteht ein brauner Farbton. Der Klecks Gelb macht die Ähnlichkeit zum NSDAP-Braun nur noch vollkommener.
          Übrigens – die Schauspielerin Heidi Kabel soll mal gesagt haben, dass die Emazipation der Frau erst dann verwirklicht ist, wenn eine total unfähige Frau in eine wichtige Position aufrückt.
          M.E. war dies bei AKK und Flinten-Uschi schon der Fall, aber Frau Baerbock ist nun der letzte Beweis – die Emanzipation ist vollendet.

  18. Ich vergleiche die ganze Aktion mal mit einer Prügelei auf dem Schulhof.
    Wärend der Westen glöllend und jubelnd drumrum steht und eine Seite auch noch bewaffnet und die andere festhält.
    Geht Russland dazwischen und trennt die Sterihähne.

  19. Vielen herzlichen Dank für die ( endlich mal eine !! ) wirkliche in sich nachvollziehbare Übersetzung in einem verständlichen Deutsch !!!!! Große Klasse – mir hat schon sehr lange eine verläßliche Quelle über das wirkliche Russland , die Menschen dort und die reale Politik auch von Putin gefehlt . Diese primitive Polemik unserer Qualitätsmedien( „Schurkenstaaten“ u.ä. debile Begrifflichkeiten- nicht soweit weg von den „Untermenschen“ vergangener Zeiten „) sind wohl dem angestrebtem Niveau der Menschen der westlichen Welt geschuldet. Das beleidigt aber sicher nicht nur meinen Intellekt, mein Gefühl und mein Ego. Ich hoffe sehr, hier eine wirkliche Plattform für den niveauvollen Austausch von Meinungen/Grundsätzen zu haben, um selbstbestimmt zu denken und zu handeln.

    Pardon wegen der Euphorie – habe eben erst Anti-Spiegel entdeckt ….

  20. Dem Dank für die Übersetzung schließe ich mich an. Zum Thema Northsream II sehe ich die Ankündigung „unserer“ Regierung, die dadurch zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung zu stoppen, wie folgt:

    1. Die „deutsche“ Globalisten-Regierung erklärt ihren Bürgern den Krieg und setzt den Morgenthau-Plan um.

    2. Nicht nur viele deutsche Bürger sondern auch die anderer Länder, die auf Northstream II angewiesen sind, werden dadurch, spätestens mittelfristig, dem Tod durch Erfrieren und Verhungern ausgeliefert.

    3. Die meisten Menschen in Deutschland und Europa wollen ein *gutes* Verhältnis zu Russland. Sie wollen nicht den Interessen von Globalisten geopfert werden, die immer weit weg sind, wenn Millionen in den von ihnen angezettelten Kriegen militärischer und hybrider Art umkommen.
    Wären globalistische Regime tatsächlich demokratisch, würden sie ihre Untertanen über so wichtige Themen abstimmen lassen. Weil sie wissen, daß ihnen die Ergebnisse nicht gefallen würden, lassen sie echte Demokratie nicht zu. Sie handeln stattdessen weiterhin gegen die Interessen ihrer Völker und verhöhnen sie noch dazu, indem sie ihr zerstörerisches Verhalten „demokratisch“ nennen.

    4. Es handelt sich u. a. hierbei um nichts Geringeres als *Hochverrat* (nicht nur) am eigenen Volk. Jeder *gewaltfreie* Widerstand dagegen ist gerechtfertigt, denn es geht um das Überleben unserer Kinder und Enkel!

    1. Ganz zu schweigen von den paar Milliarden die da auch von europäischen Firmen investiert wurden. Auch dieses Geld wird durch die Regierung zuverlässig vernichtet.

      Vielen Dank für die Übersetzung, Herr Röper!!

  21. Danke für die Übersetzung, sie ist sehr wichtig, da unsere Medien nun mal wieder versuchen eine wirre Rede eines Verrückten daraus zu basteln. Überhaupt, ist das schon mal jemandem aufgefallen? Egal bei welchem Einsatz/Feindbild, einen Verrückten gibt es immer gratis dabei. Moderne Kriegspropaganda halt, modern, also man vergibt z.B. keine Tiernamen mehr, das sieht dann gleich etwas seriöser aus.

    Inhaltlich war die Rede vorbildlich, ich habe jedenfalls keine Fehler gefunden, wobei ich natürlich auch nicht alles überprüfen kann. Sie hebt sich wohltuend ab vom inhaltsleeren, aber stets mit Moral überfrachteten, doch letztlich ewig gleichen Gefasel unserer Politiker.

    Schade nur, dass all dies nichts bringen wird, was Putin natürlich auch weiß. Trotzdem ist diese tiefgehende Erklärung der Geschichte der Ereignisse für jeden wertvoll, der sich nicht damit zufriedengeben möchte, den nächsten „Verrückten“ zur Strecke zu bringen, wie es Politik und Medien die nächsten Wochen/Monate zweifellos durchziehen werden.

    Allein schon diese Vorgehensweise sagt mehr über unseren „freien“ Westen aus, als unseren Moralaposteln lieb sein dürfte. Ich hoffe trotzdem weiterhin, dass die militärische Aktionskette mit der Stationierung von Truppen im Donbass erstmal endet, noch ist nicht viel passiert, noch ist es für beide Seiten nicht zu spät.

  22. Vielen Dank für die Übersetzung;wurde als Zeitdokument abgespeichert.Was Nord-Stream 2 betrifft befürchte ich,dass die den daraus resultierenden Energiemangel sowieso den Russen in die Schuhe schieben werden und mit ein Grund sein wird,hier einen Notstand auszurufen.Und dann ist Schicht im Schacht!

  23. Es agieren immer dieselben Kreise global aus dem Hintergrund. So organisierten und finanzierten sie die UdSSR, wo zusammrngeschmissen wurde, was nicht zusammen gehört. Von Autonomie der Republiken war in den 80ern, als ich dort 3 Jahre wohnte, keine Rede sein. Den Völkern wurde vom Moskauer Zentralstaat ihre Sprache verboten und russisch aufgedrängt, viele Turkvölker wurde das Nomadentum verboten. 1990 haben sie alles wieder auseinandergezerrt, um Einzelstaaten in ihren geostrategischen Bereich zu ziehen. Seit 100 Jahren teilen sie die Welt in ihre Bereiche auf, unabhängig der zerrissennen Völker, womit sie wieder Unfrieden stiften. Jugoslawien wurde auch zusammengezurrt und wieder auseinandergesprengt. Der ganze Klumpatsch nennt sich „westliche Wertegemeinschaft“, der vom Tiefen Staat von den USA aus gesteuert wird. Den meint Putin mit „Seniorpartner“, denn die Amerikaner regieren sich selbst schon lange nicht mehr.
    Trump hat Putins Rede übrigens wohlwollend zur Kenntnis genommen. Er versprach bei seinem Wahlsieg 2016, daß er den Amerikanern ihr Land wieder zurückgibt.
    Ich erwarte von diesem Jahr noch einige erfreuliche Geschehnisse, daß diesen Unruhestiftern die Maske von der Fratze gezogen wird, auch, weil sie im Moment die ganze Welt zum Maskenzwang nötigen, was reine Ablenkung ist, um von ihren Verbrechen der letzten 100 Jahre abzulenken. Die Medien sind dabei willige Helfer, indem sie uns durch Mode, Sport, Klatsch und Sex ablenken. Oder sie inszenieren kleine Kriege, Unruhen und Farbenrevolutionen, bei denen nun Soros im Rampenlicht steht, „die im Dunkeln sieht man nicht“ (Bertold Brecht)

  24. Ich habe die Rede von Wladimir Putin gelesen, aber m.E. fehlt da ein wichtiges Detail, denn
    UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erklärte, dass die Ukraine seit 1991 keinen Antrag auf Grenzregistrierung gestellt hat, sodass der Staat Ukraine nicht existiert.
    Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland wurde auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrates diskutiert. Daraus wurde die folgende Schlussfolgerung gezogen:
    Die Ukraine hat ihre Grenzen seit dem 25.12.1991 nicht mehr registriert. Die UNO hat die Grenzen der Ukraine nicht als souveränen Staat registriert.
    Daher kann davon ausgegangen werden, dass Russland keine Rechtsverletzungen in Bezug auf die Ukraine begeht und darauf beruhende Sanktionen des „Westens“ widerrechtlich wären und zu Schadenersatzzahlungen verpflichten würden.
    Gemäß dem GUS-Vertrag ist das Gebiet der Ukraine ein Verwaltungsbezirk der UDSSR. Daher kann niemand des Separatismus und der gewaltsamen Änderung der Grenzen der Ukraine beschuldigt werden.
    Nach internationalem Recht hat das Land einfach keine offiziell anerkannten Grenzen.
    Um dieses Problem zu lösen, muss die Ukraine die Demarkation der Grenzen zu den Nachbarländern abschließen und die Zustimmung der Nachbarländer, einschließlich Russlands, zu ihrer gemeinsamen Grenze einholen. Sie muss alles dokumentieren und Verträge mit allen Nachbarstaaten unterzeichnen.
    Die Europäische Union hat der Ukraine in dieser wichtigen Frage ihre Unterstützung zugesagt und beschlossen, jede technische Hilfe zu leisten !!!!!
    Da Russland der Rechtsnachfolger der UdSSR ist (dies wird durch die Entscheidungen internationaler Gerichte zu Eigentumsstreitigkeiten zwischen der ehemaligen UdSSR und dem Ausland bestätigt), gehören die Ländereien, auf denen die Ukraine, Belarus und Noworossija liegen, Russland, und niemand hat das Recht, ohne die Zustimmung Russlands über dieses Gebiet zu verfügen.
    Im Grunde muss Russland jetzt nur noch erklären, dass dieses Gebiet russisch ist und dass alles, was in diesem Gebiet geschieht, eine innere Angelegenheit Russlands ist.

    Es wäre sehr wünschenswert, wenn zu diesem Sachverhalt wegen seiner auch internationalen rechtlichen Bedeutung eine klärende Antwort gegeben werden könnte !!

  25. Das ist jetzt wichtig: Ist das wirklich der komplette Redetext? Dazu braucht man eine Stunde um das vorzutragen?
    Ich möchte dieses Transkript mit Aussagen vergleichen, die Putin angeblich gemacht hat, die ich hier nicht finden kann.

    1. Der hier von Röper ins Deutsche übersetzte Redetext ist tatsächlich die Rede, die Putin am 21.02.2022 vorgetragen hat. Ich habe sie live in englischer Simultanübersetzung auf RT gesehen.

  26. «Bidens Eskalation mit Russland ist ein entsetzliches Konzept»
    Hierzu :
    Der britische Russland- und Ukraine-Kenner Richard Sakwa analysiert die Russland-Politik der USA und sieht die Fehler des Westens.

    Richard Sakwa ist Professor an der Universität Kent UK und ist spezialisiert auf die Politik Russlands und der postsowjetischen Länder. In einem Interview zum Thema des gegenwärtigen West-Ost-Konflikts erläutert er die komplexe politische Struktur der Ukraine und erklärt, warum der Westen dort die falsche Minorität unterstützt.

    https://www.infosperber.ch/politik/welt/bidens-eskalation-mit-russland-ist-ein-entsetzliches-konzept/

  27. Vielen Dank für die Übersetzung.

    Eine Stelle fand ich so bemerkenswert, daß ich mir das verlinkte Manuskript (oder ist das die Mitschrift eines Stenografisten?) anschauen mußte, ob hier nicht ein Übersetzungsfehler sich eingeschlichen hat:
    So ist vom „Oktoberputsch von 1917“ und nicht von der „Oktoberrevolution“ die Rede.
    Und tatsächlich heißt auch im verlinkten Manuskript:
    Октябрьского переворота 1917 года (Deepl schlägt für переворота Coup, Staatsstreich, Putsch vor) nicht Октябрьская революция 1917 года

    Ist das nur Putins Sicht als Staatsmann (wer gegen die Regierung ist, der putscht) auf die Ereignisse 1917 oder hat sich diese Sichtweise in Russland in den letzten 30 Jahren durchgesetzt?
    Vielleicht macht die russische Sprache ja auch nicht den eklatanten Unterschied zwischen beiden Versionen wie die deutsche Sprache (Putsch negativ belegt, Revolution eher positiv belegt)?
    Denn kurz vorher spricht er noch über die революция 1917 года.

  28. Ich habe mir nicht alles durchgelesen. Ich hole es nach. Vielleicht wiederhole ich etwas.

    Die Ukraine ist scheinbar kein souveräner Staat. Die hat keine anerkannten Grenzen und sie hat auch versäumt, bei der UNO einen Antrag zu stellen, als souveräner Staat anerkannt zu werden.
    Wenn die Ukraine kein von der UNO anerkannter Staat ist, hat sie auch keine Regierung.

    Die „Kiewer Rus“ war der Vorläuferstaat des heutigen Russlands. In der Ukraine ist Russland gegründet worden. Und Rußland war immer ein Vielvölkerstaat. Zudem lag in der Ukraine die Kornkammer der Sowjetunion.
    Nachdem Gorbatschow uns die Freundlichkeit der Wiedervereinigung erwiesen hat und russische Soldaten auch sofort abgezogen worden sind, sollten wir so freundlich sein, Rußland die Ukraine zurückzugeben (die Amerikaner lungern noch immer in Deutschland herum).

    In der Kiewer Rus stehen zum Zeugnis ihrer Gründung durch die Wikinger (Wadäger) noch immer 30 Runensteine. Und beide, die Ukraine und Russland, berufen sich auf die „Kiewer Rus“ als Staatsgründung.

    Stalin hatte die Ukraine als Staat bei der UNO deklarieren lassen, um einen weiteren Sitz in der UNO zu ergattern!

    Nach dem Zusammenbruch ist die Ukraine plötzlich übrig geblieben, wahrsscheinlich hatte der Vodka Jelzin fahrig gemacht, und der Westen hat sich wieder mal als scheußlicher Raubtierkapitalist erwiesen und die Ukraine ohne Mandat an US, chinesische und europäische Agrokonzerne verkauft.
    Die Verträge wären anfechtbar, denn ohne einen Staat gibt es kein Mandat, und ohne Mandat kann Land nicht verkauft werden. Es handelte sich um Landraub des Westens.

    Man muß sich ja auch nicht dumm stellen, weder die USA noch irgendein anderes Land würde das für sich durchgehen lassen. Der Westen jedenfalls ist wohl die allerschwerste Enttäuschung.

    Die Geschichte mit Russland als Aggressor müffelte schon so seltsam. Wer etwas besser weiß, bitte.

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