Gekaufte Propaganda

Wie sich der Spiegel in einem Artikel über Freiheitsrechte in Corona-Zeiten selbst übertrifft

Ein aktueller Spiegel-Artikel ist gekaufte Propaganda. Interessant ist dabei wieder einmal, wer die Propaganda bezahlt hat, die der Spiegel verbreitet. Man lernt wirklich nie aus.

Was der Spiegel am Mittwoch unter der Überschrift „Bürgerrechte in der Coronakrise – Nur drei Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern mit einer freien Zivilgesellschaft“ abgeliefert hat, müsste man als Realsatire bezeichnen. Dabei ist es viel schlimmer, es ist bezahlte Propaganda. Aber der Reihe nach.

Was der Spiegel uns sagen will

Der Spiegel berichtet in dem Artikel über einen Bericht und der Spiegel schreibt (Link wie im Spiegel-Artikel):

„Weltweit greifen Staaten in der Pandemie massiv in Grundrechte ihrer Bürgerinnen und Bürger ein – vorübergehend, mit dem Ziel des Infektionsschutzes: die Verbreitung des Virus stoppen, Menschenleben retten. Doch in vielen Fällen haben Regierungen die Krise als Vorwand genutzt. Zu dem Ergebnis kommt der aktuelle »Atlas der Zivilgesellschaft« des Hilfswerks Brot für die Welt gemeinsam mit dem Netzwerk für Bürgerbeteiligung Civicus.“

Der Bericht kommt also von ganz ehrenwerten NGOs, denn wer findet Brot für die Welt verdächtig, die ja bekanntlich mit Spendengeldern den Hunger auf der ganzen Welt bekämpfen? Und auch ein „Netzwerk für Bürgerbeteiligung“ kann nichts schlechtes sein. Also muss das, was die veröffentlichen, ehrenwert und wahr sein.

Um es vorwegzunehmen: Das Ergebnis des Berichts ist, dass es in all den bösen Ländern (zum Beispiel Russland) ganz schlimm um die Zivilgesellschaft bestellt ist und dass deren Regierungen Corona als Vorwand nutzen, den Menschen ihre Grundrechte zu nehmen. Aber im Westen – und vor allem in Deutschland – ist das nicht der Fall, da ist die Welt in Ordnung. Auf die Details kommen wir noch zu sprechen, erst einmal ist es zum Verständnis nur wichtig, das Ergebnis des Berichts zu kennen.

Leser des Anti-Spiegel wissen, dass ich – wenn die Medien über Berichte und Studien schreiben – immer als erstes nachschaue, wer denn die Verfasser finanziert, denn bekanntlich wird die Musik von denen bestellt, die bezahlen.

Das „Netzwerk für Bürgerbeteiligung“ Civicus

Von Civicus habe ich noch nie etwas gehört, also habe ich recherchiert. Civicus wurde 1993 von anderen NGOs gegründet und setzt sich nach eigenen Angaben für eine Stärkung der Zivilgesellschaften in aller Welt ein. Das könnten diese NGOs auch tun, ohne dafür eine weitere NGO zu gründen. Das Prinzip ist aber bekannt, man will eine weitere „neutrale“ Organisation benennen können, die für die Öffentlichkeit die eigene Meinung bestätigt. Dazu gründet man sich eine weitere NGO mit einem schönen Namen.

Das ist ein altbekanntes Konzept, das westliche Stiftungen und Staaten gerne nutzen. Auf diese Weise können sie den Eindruck erwecken, ihre eigene Meinung würde von vielen anderen geteilt, dabei sind diese „anderen“ von ihnen selbst gegründet worden und werden von ihnen selbst finanziert. Man lässt sich also seine eigene Meinung durch eigene Organisationen bestätigen.

So auch bei Civicus: In ihrem Jahresbericht nennt Civicus als vier wichtigste Finanziers in dieser Reihenfolge das holländische Außenministerium, die Schwedische Internationale Entwicklungsagentur, die Ford Foundation und die EU-Kommission. Drei der vier wichtigsten Sponsoren sind also staatliche Institutionen des Westens und Nummer vier ist eine transatlantische NGO.

Da ist es keine Überraschung, dass – wenn westliche Staaten und transatlantische NGOs eine Studie finanzieren – die Studie zu dem Ergebnis kommt, im Westen wäre alles super, während es bei den Gegnern des Westens schlecht um die Zivilgesellschaften bestellt ist.

Brot für die Welt

Aber Brot für die Welt ist doch wohl über alle Zweifel erhaben, oder? Schließlich sind die kirchlich und nicht staatlich und leben von Spenden! Da können doch keine transatlantischen Einflüsse einwirken!

Und wieder falsch. Für 2019 hat Brot für die Welt als wichtigste „Drei Säulen der Finanzierung“ genannt:

„Bundesmittel (173,9 Mio. Euro)
Spenden und Kollekten (64,4 Mio. Euro)
Mittel des kirchlichen Entwicklungsdienstes (58,8 Mio. Euro)“

Der deutsche Staat hat also direkt 65 Prozent zur Gesamtfinanzierung von Brot für die Welt beigetragen. Das ist aber nicht alles, denn die „Mittel des kirchlichen Entwicklungsdienstes“ stammen aus der Kirchensteuer. Nur 20 Prozent der Finanzierung von Brot für die Welt stammen aus Spenden, der Rest kommt direkt oder indirekt vom deutschen Staat.

Da kann es nicht verwundern, dass ein von Brot für die Welt erstellter Bericht Deutschland Bestnoten gibt.

Die Ergebnisse des Berichtes

In dem Bericht werden nur knapp 15 Staaten als „offen“ bezeichnet, das sind laut Civicus und Brot für die Welt die Staaten, in denen die Zivilgesellschaften so richtig ganz doll frei sind. Und raten Sie mal, welche Staaten in diese Kategorie fallen? Richtig: Es sind die Staaten, die Civicus und Brot für die Welt finanzieren: Deutschland, Schweden und Holland.

So ein Zufall aber auch.

Und natürlich stimmt das gewollte Weltbild auch bei den bösen Staaten: Unter anderem Weißrussland, Russland und Venezuela fallen in die Kategorie „unterdrückt“ und China, der Iran und einige andere fallen in die Kategorie „geschlossen“. Und ganz wichtig ist noch Kuba, das auch in die Kategorie „geschlossen“ fällt, denn die Ford Foundation ist ein erklärter Gegner Kubas.

Aber natürlich ist das alles nur Zufall.

Bill Gates darf nicht fehlen

All das erfahren die Spiegel-Leser aber nicht. Das ehemalige Nachrichtenmagazin schreibt stattdessen im Brustton der Überzeugung über die Ergebnisse des Berichts. Von der Finanzierung erfahren die Spiegel-Leser aber nichts. Und man muss schon ein sehr aufmerksamer Spiegel-Leser sein, um festzustellen, dass noch jemand diese Propaganda finanziert: Bill Gates.

Der Artikel ist in der Rubrik „Globale Gesellschaft“ erschienen. Und diese Rubrik hat sich Bill Gates gekauft, denn der Spiegel hat sie extra geschaffen, nachdem er von Bill Gates 2,3 Millionen Euro bekommen hat. Das erfahren Spiegel-Leser aber nur, wenn sie den Infokasten im Artikel anklicken. Dort kann man über das „Projekt Globale Gesellschaft“ lesen:

„Die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) unterstützt das Projekt über drei Jahre mit einer Gesamtsumme von rund 2,3 Mio. Euro.“

Und so kommt es, dass wir in dieser Rubrik erstaunlich viel finden, was Bill Gates gefällt. Nur ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie wären ein syrischer Flüchtling, der in einem Lager lebt, das von der Al-Qaida gehalten wird. Die Kinder können nicht oder kaum zur Schule, medizinische Versorgung gibt es praktisch nicht, von Gewalt und Willkür der Al-Qaida-Terroristen gar nicht zu reden. Was wäre dann wohl ihre größte Sorge? Richtig: Corona.

So zumindest lernen wir es in den Artikeln der von Bill Gates finanzierten Rubrik „Globale Gesellschaft“ im Spiegel. Das ist kein Scherz, Sie können es hier nachlesen.

Aber Spiegel-Leser wissen weder, wer den Bericht finanziert hat, noch wer die Rubrik finanziert hat, in der der Artikel über den Bericht erschienen ist. Es zeigt sich einmal mehr:

Spiegel-Leser wissen weniger!

Die Lügen in dem Bericht

Der Spiegel schreibt über die Erkenntnisse des Berichts zum Beispiel:

„Südafrika, Russland, Indien, Brasilien, Polen, Mosambik, Nicaragua ‒ auf allen Kontinenten verhängten Länder mit Verweis auf den Infektionsschutz Ausgangssperren und untersagten Versammlungen.“

Ich lebe in Russland. Es gibt hier keine Ausgangssperren. Es gibt auch keinen Lockdown, es gibt noch nicht einmal Einschränkungen. Das Leben geht seinen ganz normalen Gang in Russland, Restaurants sind offen, das Nachtleben läuft ohne Einschränkungen, Fußballspiele finden vor Zuschauern statt, Theater sind geöffnet, Konzerte sind gut besucht und die in Supermärkten geltende Maskenpflicht nimmt niemand ernst. Ich zum Beispiel besitze schon seit Monaten nicht mal mehr eine Maske. Darüber habe ich oft geschrieben und auch aktuelle Bilder aus dem Nachtleben veröffentlicht, die Sie hier finden.

Man kann also ganz nüchtern feststellen, dass in dem Bericht und im Spiegel massiv gelogen wird. Das kann aber nicht verwundern, schließlich wollen die Niederlande, Schweden, Deutschland, die Ford Foundation und auch Bill Gates (der keine Impfstoffe in Russland verkaufen kann) Russland in ein schlechtes Licht rücken.

Nein, keine Verschwörungstheorie

Übrigens: Es ist keine Verschwörungstheorie, dass Bill Gates an Impfstoffen – und an Corona generell – sehr gut verdient. Wer das nicht glaubt, kann sich davon auf der Seite der Bill & Melinda Gates Stiftung überzeugen. Dort veröffentlichen die nämlich selbst, wo die Stiftung ihr Geld investiert hat.

Nur zwei Beispiele: Die Stiftung ist an BionTech beteiligt und verdient an dem Pfizer-Impfstoff mit. Die Stiftung von Bill Gates ist fünftgrößter Aktionär bei BionTech. Außerdem ist Bill Gates auch an Abbott beteiligt. Abbott kennen Sie nicht? Die Firma verdient ihr Geld derzeit vor allem Covid-Tests. Lesen Sie die Liste der Investments der Gates Stiftung und informieren Sie ich über die Geschäftsfelder der Firmen, bei denen Gates mitverdient. Das ist ausgesprochen erhellend, glauben Sie mir.

In Deutschland ist die Welt in Ordnung

Im Spiegel erfahren wir außerdem, dass in Deutschland – trotz Corona und massiver Einschränkungen der Grundrechte – mit der Zivilgesellschaft alles bestens ist:

„Es zeigt sich, dass nur drei Prozent der Weltbevölkerung in Ländern leben, in denen alle Menschen ihre Zivilrechte ausleben können. Deutschland gehört dazu.“

Vor dem Hintergrund, dass die Polizei inzwischen ohne Durchsuchungsbefehl in Wohnungen eindringen darf, wenn sie der Meinung ist, da wären mehr Leute als erlaubt versammelt, ist das schon wirklich dreist. Von den Einschränkungen beim Versammlungsrecht und all den anderen Corona-Einschränkungen gar nicht zu reden.

Noch dreister ist es in dem Bericht selbst zu lesen. Über die Kategorie „offen“, in die Deutschland eingestuft wurde, kann man da lesen:

„Der Staat ermöglicht und sichert allen Menschen zivilgesellschaftliche Freiheiten. Es ist ihnen ohne rechtliche oder praktische Hürden möglich, Vereinigungen zu bilden, im öffentlichen Raum Demonstrationen abzuhalten und Informationen zu erhalten und zu verbreiten. Autoritäten sind offen für Kritik von zivilgesellschaftlichen Organisationen und bieten Plattformen für intensiven und konstruktiven Dialog mit Bürgern und Bürgerinnen. Demonstrierende werden von der Polizei grundsätzlich geschützt und Gesetze zur Regelung des Versammlungsrechts entsprechen internationalen Standards. Es gibt freie Medien, Internet-Inhalte werden nicht zensiert und Regierungsinformationen sind leicht zugänglich.“

Ein kleiner Faktencheck

Es ist in Deutschland also möglich, ohne praktische Hürden Vereinigungen zu bilden? Wenn Sie jemandem zum Lachen bringen wollen, erzählen Sie das mal einem der Organisatoren von „Querdenken“. Man muss Querdenken nicht mögen, aber dass die massiv behindert, inzwischen vom Inlandsgeheimdienst überwacht und von Regierungsberatern als „Volksfeinde“ beschimpft werden, können auch die Gegner von Querdenken nicht bestreiten. Wenn so „zivilgesellschaftliche Freiheiten“ aussehen, dann gute Nacht!

Außerdem sagt der Bericht, es sei in Deutschland möglich, frei „Informationen zu erhalten und zu verbreiten.“ Das stimmt ganz generell nicht mehr, denn in sozialen Netzwerken führt Kritik an den Corona-Maßnahmen oder Impfungen zu Zensur. Bei YouTube werden Videos, die diese Dinge kritisch sehen, gelöscht, bei Facebook auch. Man könnte jetzt sagen, dass seien private Firmen, die machen können, was sie wollen, aber wenn Deutschland es mit der Freiheit „Informationen zu erhalten und zu verbreiten“ ernst meinen würde, müsste die Regierung dagegen protestieren.

Dass so etwas geht, dass Regierungen also Einfluss auf die Zensurmaßnahmen der Internetkonzerne nehmen können, hat gerade die Ukraine bewiesen. Dort wurden auf Wunsch der ukrainischen Regierung gerade erst regierungskritische Kanäle von YouTube gesperrt.

Wir lernen in dem Bericht auch, in Deutschland gäbe es einen „konstruktiven Dialog.“ Ob die Polizeibeamten, die wegen Kritik an den Corona-Maßnahmen dienstrechtliche Konsequenzen bis zu Hausdurchsuchungen zu spüren bekommen haben, dem wohl zustimmen würden? Dass Gegner der Regierung in Deutschland bereits als „Volksfeinde“ bezeichnet werden dürfen, sei hier nur der Vollständigkeit halber wiederholt.

Wir fassen zusammen: Was in dem Bericht über Deutschland steht, ist ganz objektiv nicht wahr. Man kann ja gegen Querdenken und ein 150-prozentiger Unterstützer der Maßnahmen der Regierung sein, aber das ändert nichts an der objektiven Tatsache, dass die Zivilgesellschaft in Deutschland, wenn sie sich gegen die Maßnahmen der Regierung wendet, massiv unterdrückt wird.

Aber wie gesehen ist es kein Wunder, dass der Bericht zu den genannten Ergebnissen kommt, denn es sind exakt die Ergebnisse, die die Finanziers sehen wollen. Deutschland, Schweden und Holland hätten den Bericht auch selbst schreiben und sich selbst bestätigen können, dass bei ihnen alles bestens ist. Das jedoch wäre Eigenlob und unglaubwürdig. Daher finanzieren westliche Staaten NGOs, damit die bei Bedarf „ganz unabhängig“ das berichten können, was die Staaten ihren Bürgern vermitteln wollen.

Und dass Medien wie der Spiegel, die Millionen von Bill Gates bekommen, der sich an Corona gerade eine goldene Nase verdient, in das gleiche Horn stoßen, kann auch niemanden verwundern.

Bestenfalls kann einen eigentlich nur noch die Dreistigkeit verwundern, mit der diese Propaganda verbreitet wird.


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

36 Antworten

  1. Wenn man es nicht mit eigenen Augen sehen könnte, man würde es nicht glauben. So viel Dreistigkeit macht sprachlos und eigentlich müsste nun auch dem dümmsten Spiegelleser auffallen, wofür er Geld ausgibt. So stark kann doch keine Blase sein, dass die dabei nicht platzt.

    1. Der Spiegel wird es nicht mehr lange packen. Der wird nur noch durch die Spenden von Gates am Leben erhalten. In spätestens(!) drei Jahren ist das Schmierblatt weg vom Fenster…

    2. Oh doch. Die transatlantische Blase ist so stark. Man muss sich nur mal das Spiegel Forum anschauen. Sicherlich wird da aufgrund der rigorosen Zensur der Eindruck erweckt, dass dort die Mehrheit eine ganz andere Meinung hat als z.B. wir Leser vom Anti-Spiegel. Aber ich traue den meisten Spiegel-Leser durchaus zu dermaßen vom transatlantischen Sumpf überzeugt zu sein.
      Interessant ist da auch das Forum zu den Artikel zum geplanten digitalen Impfausweis (“Spahn kündigt digitalen Impfpass zum Sommer an“) und der Artikel über die (“Die Milliarden-Dollar-Frau“ – ,,Nach der Trennung des prominentesten Wohltäterpaars der Welt…“) Frau von Bill Gates nach der Trennung.
      Im Forum bzw. Thread zum Impfausweis ausschließlich Kommentare von Lemmingen, die über komplett nebensächliche Themen diskutieren wie z.B. wieso SAP nicht mitmacht und im Thread zu Bill Gates‘ Frau werden kritische Kommentare massiv negativ bewertet.

      1. Der Spiegel hat kein Diskussionsforum, der Spiegel zeigt unter Artikeln genehme Kommentare an und zwecks Meinungspluralitätssimulation ab und an auch mal einen kritischen Kommentar. Ich habe ein paar mal versucht auf Spiegel zu kommentieren, habe peinlichst genau auf die Wortwahl geachtet, so dass die Kommentare zu 200% den Nutzungsbedingungen entsprachen, aber nie wurde einer meiner Kommentare freigestalter. So eine Zensur beim Spiegel beschädigt zwar die politische Willensbildung, ist auch illegal wegen der mittelbare Drittwirkung der Meinungsfreiheit, da der Spiegel und das Forum nunmal Meinungs-bildend ist und kein Forum des örtlichen Kleintierzüchtervereins und somit auch nicht aufgrund des Hausrechts nach Gutsherrenart zensiert werden darf. Aber wer rennt schon wegen ein paar gelöschter Kommentare zum Gericht.
        Der Spiegel ist eben ein rundum Propagandainstrument, daher kann man aus dem veröffentlichen Koomentare aus dem Forum kaum Schlüsse auf die Meinung der Leser ziehen.
        Interessanter link:
        https://www.wbs-law.de/it-und-internet-recht/wann-duerfen-netzwerke-foren-co-kommentare-loeschen-das-virtuelle-hausrecht-23464/

    3. So dumm sind auch Spiegel Leser nicht, dass ihnen die Plumpheit nicht auffällt. Wir sind nun eben schon in Phase 2, es geht nicht mehr ums Überzeugen und Einführen der Begriffe und Glaubenssätze, sondern nur noch stupide Rituale und Unterwerfung:

      Unsere Zivilgesellschaft im Wertewesten,
      geheiligt werde dein Name.
      Dein Reich komme.
      Dein Wille geschehe,
      wie in gods own country so in Deutschland.
      Unseren täglich Spiegel-online gib uns heute.
      Und vergib uns unsere Schuld,
      wie auch wir vergeben Merkel.
      Und führe uns nicht in Versuchung,
      sondern erlöse uns von den bösen Russen.
      Denn Euer (Bill Gates, Soros, Musk, und Co.) ist das Reich und das Kapital
      und die Herrschaft in Ewigkeit.

      So und die Litanei musst du jetzt halt zweimal täglich runterbeten, manchmal auch öffentlich bei der Arbeit, sonst fliegst du halt raus aus dem erlauchten Kreis der zivilgesellschaftlichen Bessermenschen.

      1. Eine der besten Analysen, die ich gehört habe. Ich wollte mich mit der Mikrobe eigentlich nicht mehr befassen, aber diesen Beitrag muß man gehört haben. Es heißt auch richtig „der Virus“, Sprachverwirrung bekommen wir neben der alltäglichen Clownerie als uniformierte Maskenträger als Sahnehäubchen in den Medien dazuserviert. Der Spiegel ist mausetot, für mich bereits im Sommer 2000 bei der Hundehetze.
        https://www.youtube.com/watch?v=8gm2WP1ZDEI

          1. Der neue Duden? Der sagt, daß es keine Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung von Verben gibt. Nach der Schlechtschreibreform, angeführt von der Kindergärtnerin Rosemarie Raab (SPD) ist die deutsche Sprache auf dem Tiefpunkt. Wenn Sie in den Link hineinhören, werden Sie die Begründung hören. Es hat mit Lateinkenntnissen zu tun.

            1. „Es hat mit Lateinkenntnissen zu tun.“

              Dann suchen Sie doch mal ein lateinisches Wörterbuch, das virus als maskulin zeigt. „Der“ Virus wäre ja auch nicht logisch, oder hat man schon Viren mit Pullermann gefunden? 😁

              1. Man hat noch nie ein Virus wirklich gefunden. Also komplett als Genom – egal ob RNA oder DNA. Nur Zellbfallschnipsel. Allerdings redet man über diese Tatsache nicht so gerne.

          2. Ich kann mir den Wanderwitz (running gag) auch an dieser Stelle nicht verkneifen: das Virus*in, der Virus*in, die Virus*in, Virende und Virinnendinnen => Problem gelöst 😉

  2. Aufgrund der Grundrechtslage, der vielen-vielen Freiheiten, der Nicht-Zensierung von Internet und der Kommentierung der Politik und ihrer Akteure und vieler-vieler anderer „Kleinigkeiten“ – habe ich nun schon vor Jahren beschlossen – Deutschland fluchtartig zu verlassen, damit es nicht eines Tages zum Eklat kommt – weil ich noch nie mit meiner Meinung hinterm Berg gehalten habe… – und siehe da – schau auf diese „covid-Lüge“ und ihre „Begleiterscheinungen“ – nun weis ich mit 1000%-iger Sicherheit – ich habe richtig gehandelt, denn in den Karpaten Transsilvaniens lebe ich in einer Freiheit, die man in dieser ach so hoch gelobten „zivilisation des werte-westens“ nie wieder findet…..^^

    1. @ Vlad Tepes – ich lebe auch hier in Transilvanien. Habe Deutschland nicht fluchtartig verlassen, sondern kam schon vor über 20 Jahren hier in Rumänien an. Hier lebt man wirklich freier. Herzliche Grüsse 🙂

      1. OK, nicht grad „fluchtartig“ im Sinne von kriminell oder verfolgt… – ich hatte einfach genug der Lügen und Bevormundung/Gängelung… – lebe nun ca. 3 Jahre hier – die Natur – einfach traumhaft – die Leute weit weg und viel toleranter… – Selbstversorger mit allem Drum und Dran… – saubere Luft, Wasser, Essen… – wirklich gut – und Hausbauen ist hier auch viiieel einfacher – ohne Zwang und frei Schnauze – macht echt Spaß… – na gut – Arbeit ist im Überfluß vorhanden… 😉 O seara buna…

  3. Im Spiegel Artikel wurde auch über die Situation auf den Philippinen berichtet – allerdings völlig unzutreffend. Meine Familie stammt aus den Philippinen, mein Sohn lebt dort. Ich habe deshalb aus meiner Erfahrung aus erster Hand richtig gestellt, wie die Ausgangssperre für Jugendliche in Manila gehandhabt wird. Ich bin auf die Abstufungen der Quarantäne eingegangen. Ich habe beschrieben, wie die Beschulung der Jugendlichen aussieht, nämlich wo möglich mit Online-Unterricht und wo dies den Familien nicht möglich mit Lernmodulen auf Papier. Ich bin auf den Kampf Dutertes gegen das Drogenproblem eingegangen und auf die Erfolge, die hier zu verzeichnen sind. Ich persönlich bin sehr froh darüber, dass Duterte hier so hart durchgegriffen hat und vor allem die Kinder schützt. Zudem habe ich das Thema Pressefreiheit angesprochen. Ich lese fast täglich die Manila Times, dort wird viel offener und freier berichtet als in der Deutschen Mainstream Presse. Das war dem Spiegel offenbar zu viel, so bunt will man sich denn doch nicht aufstellen. Der Beitrag wurde nicht veröffentlicht.

    1. Vielen Dank Ihnen für die Interessanten Einblicke! Ich freue mich immer, wenn ich Informationen aus erster Hand von ausserhalb der BRD bekomme. Alles Gute für die Phillipinen wünsche ich. Sind einige Zeit Kolonie der USA gewesen aber haben sich dann befreit! Wenn sich Manila jetzt auf die richtige Seite stellt, werden sie gestärkt aus der Krise hervorgehen!

  4. Beschäftigt Euch mit dem Nationalsozialismus!
    Hab ich schon öffter geschrieben.

    Zeitreise gefällig?
    Dann stellt Euch vor, Ihr lest diesen Artikel und wir haben Dezember 1941.
    Da sind die Texte identisch zu dem Artikel hier. Volksfeinde bla bla bla.

    Ach noch was witziges.
    Wie ist doch gleich die Adresse von Biontech?
    „An der Goldgrube 12“

    Ob Zufall oder Absicht, entzieht sich meiner Kenntnis.

    1. Gates hat den „TOTALEN KRIEG“ gegen Corona ausgerufen. Und Impfverweigerer sind „Volksfeinde“ und RT-Deutsch ist laut „Bild-Zeitung“ ein „Feindseinder“. Genug gesagt.
      Der Sender Gleiwitz wurde überfallen und um fünf Uhr fünfundvierzig wird zurückgeschossen. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Die NATO wird sich keinen Inch richtung Osten ausdehnen.
      Liebe Menschen, wir können den Poltikern vetrauen. Wir schaffen das!

  5. Neben dem Spiegel finde ich auch die russophobe Propaganda der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) bemerkenswert. Letztes Jahr, es war so etwa im Frühjahr, hatten die einen Artikel veröffentlicht, in dem Lob für Russen vermittelt wurden, die sich den Ausgangssperren in Moskau widersetzten. Es war eine Reportage mit Fotos von einem Mann, der sich gegen die Beschränkung wehrte und auf einem Dach eines Apartmentgebäudes tanzte. Freilich freute man sich darin riesig, weil es ja gegen Putin und „Autoritäres Regime“ ging. Wenig später kam der ganze Käse ja auch bei uns in Deutschland und plötzlich war es Bürgerpflicht, zu gehorchen
    Jedenfalls, ihr wisst ja wie es weiterging; in Russland wurden die Massnahmen gelockert, bei uns massiv verschärft. Wenn bei uns jemand gegen die Massnahmen verstösst, dann ist das böse böse. Doppestandards vom Feinsten. Einfach mal bei den grossen deutschen Zeitungen in die Archive gucken; dann seht ihr, wie die sich widersprechen…

  6. ,,ohne praktische Hürden Vereinigungen zu bilden“
    Das muss wohl ein Witz sein. Es ist doch auf Video dokumentiert wie vor paar Monaten selbst eine Parteigründung von der Polizei erschwert wurde bzw. die Gründer darin gehindert wurden. Stichwort: Die Basis

    1. Grandioses Interview! Der Gesichtsausdruck der BBC-„Journalistin“ ist fantastisch. Man sieht förmlich, wie unangenehm ihr das Thema Julian Assange ist. Aber Grossbritannien ist ja sowieso auch Land mit einer hochkorrupten Justiz und Medien.

  7. Wenn es nicht so schrecklich wäre, müsste man wirklich nur noch lachen…
    Ein toller Artikel über die Sprache in Diktaturen:
    Die Sprache der Unmenschlichkeit
    Eine Analyse der Kritik an den #allesdichtmachen-Videoclips zeigt: Deutschland ist, was es verzweifelt zu sein leugnet — eine Diktatur.
    von Daniel Sandmann auf Rubikon-News.

  8. So viel zum Thema Grundrechte und Freiheit in der BRD:
    Bin letzte Woche zwischen 22 und 23 Uhr zwei Mal verhaftet worden. Innerhalb von 20 min. Strafe folgt per Brief. Bin mal gespannt, wie teuer der Quatsch wird…

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